Ok, das ist sehr subjektiv, überspitzt und
pauschalisiert. So ist das Leben nicht. Stimmt! Aber auch wenn „das
Leben“ nicht so ist, tendieren wir doch dahin, so oder zumindest
ähnlich zu denken und zu empfinden. Was oder wer schön, pflegeleicht und
angenehm ist, empfängt viel eher unsere Liebe als das oder der, der
unattraktiv, unsozial und unangenehm ist. Das stimmt doch, oder? So sind
wir Menschen nun mal gestrickt – zumindest die meisten von uns.
Preis dem Herrn! – bei Gott ist das genau
umgekehrt. Gut so, sonst hätte Er niemanden, den Er lieben könnte, denn
wir alle irrten ziellos umher, liebten die Sünde und hatten wenig
liebenswürdiges zu bieten. In Titus 3:3-4 schreibt Paulus:
„Auch wir waren früher unwissend und ungehorsam.
Wir ließen uns in die Irre führen
und wurden zu Sklaven vieler Wünsche und Leidenschaften.
Unser Leben war voller Bosheit und Neid. Wir hassten die anderen, und sie hassten uns.
Doch dann zeigte Gott, unser Retter,
uns seine Freundlichkeit und Liebe.“
Der Vers sagt doch nichts anderes, als dass Gott uns Seine Liebe und Freundlichkeit erwies, als wir noch gegen ihn rebellierten. Wer hat so etwas schon gehört? Aber dieser Vers ist keine Ausnahme. In Römer 5:8 steht inhaltlich genau das Gleiche:
„Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch,
dass Christus für uns gestorben ist,
als wir noch Sünder waren.“
Das war nicht nur Liebe mit Worten – das
war Liebe in der Tat. Menschlich und theologisch nicht ganz korrekt
ausgedrückt besagt das: Bevor Gott die Garantie hatte, dass der Tod
Seines Sohnes irgendein positives Resultat haben würde – bevor Er
wusste, ob irgendjemand an Seinem Gnadengeschenk interessiert war,
zahlte Er den Preis am Kreuz.
Gottes Liebe begann nicht, nachdem wir
durch Seine Gnade zu Seinen Kindern wurden, sondern als wir noch in der
Rebellion und Gleichgültigkeit steckten und der Sünde hinterherliefen.
Als wir noch gar kein Bedürfnis nach einem Retter verspürten und die
zerstörerische Sünde noch scheinbar gut schmeckte. DA liebte Er uns
bereits bis zum Tod.
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