„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Dienstag, 2. Januar 2024

Ein besonderer Vers aus dem 2. Korintherbrief

Im 1. Korintherbrief war vor zwei Wochen der besondere Vers schnell gefunden. 1. Korinther 13:13: Liebe. Darum ging‘s!  Liebe wird in der Bibel überall großgeschrieben. Gottes Liebe zu uns wird überall bezeugt. Unsere Liebe zu Ihm wird überall gefordert. Unsere Liebe zueinander ebenfalls.

Ein weiteres großes Thema der Bibel ist die menschlich Schwachheit und die göttliche Stärke. In 2. Korinther 13:4 lesen wir Paulus‘ Worte über Jesus:

Obwohl er schwach am Kreuz starb, lebt er jetzt durch die Macht Gottes. Auch wir sind schwach in ihm, aber wir leben mit ihm und haben Gottes Kraft, die sich euch gegenüber zeigt.

Interessant! Jesus, unser starker Held – ja, unser starker Gott (Jesaja 9:5) war schwach, als Er am Kreuz starb. Das dürfen wir natürlich nicht missverstehen. Jesus errang den größten Sieg der Weltgeschichte dort am Kreuz. Sein Todesschrei war: „Es ist vollbracht!“  Damit bezwang Er die Macht Satans, die Macht der Sünde und der Zerstörung. Sein Sieg war und ist gewaltig über alle Mächte und Er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Trotzdem schreibt Paulus, dass Jesus schwach war – und er hat recht! Jesus war körperlich schwach. Gefoltert, verspottet, sicherlich todmüde, erschöpft, durstig – aber es war sein festes Ziel, stark zu bleiben in der Verbindung zum himmlischen Vater. 

Und weil er in Seiner Schwachheit stark blieb … (Philipper 2:9-11):

„darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist,10 damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, 11 und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.“

„Auch wir sind schwach!“ betont Paulus in unserem „besonderen Vers“ heute. Aber weil wir mit Jesus gestorben sind, darum „leben wir mit Ihm und haben Seine Kraft“ die in und durch uns wirkt.

Was für ein gewaltiger Vers, mit dem wir in dieses neue Jahr starten dürfen. Jesu Überwinder- und Auferstehungskraft wirkt an uns und lebt in uns, wie Paulus auch in Epheser 1:19+20a versichert (vergleiche Römer 8:11):

Ich bete, dass ihr erkennen könnt, wie übermächtig groß seine Kraft ist, mit der er in uns, die wir an ihn glauben, wirkt. Es ist dieselbe gewaltige Kraft, 20 die auch Christus von den Toten auferweckt.

Sicher, wir fühlen uns oft schwach – körperlich schwach, geistlich schwach und emotional ausgepowert. Aber wir dürfen weitermachen – unabhängig von unseren Gefühlen. Wir mögen sogar richtig „fühlen“ – körperlich schwach und emotional ausgepowert. Aber in der Macht Gottes leben wir mit Jesus, halten an Ihm fest und werden von Ihm festgehalten. Er zeigt Seine Macht in unserem Leben uns gegenüber, indem Er uns festhält und führt – ganz gewiss auch in diesem neuen Jahr!

Obwohl er schwach am Kreuz starb,
lebt er jetzt durch die Macht Gottes.
Auch wir sind schwach in ihm,
aber wir leben mit ihm und haben Gottes Kraft,
die sich euch gegenüber zeigt.

Montag, 1. Januar 2024

Ausblick

Ich wünsche Euch einen frohen und hoffnungsvollen Ausblick auf das Jahr 2024 …


Vermutlich beginne ich in dieses Jahr wieder mit einigen Vorsätzen. Es hat Jahre gegeben, in denen ich eine lange Liste hatte, so lang, dass ich von vorneherein zum Scheitern verurteilt war. Ab und zu hat es Jahre gegeben, in die ich ohne Vorsätze ging. Aber in der Regel finde ich es ganz hilfreich, ein paar wenige Vorsätze zu haben und ihre Durchführung ernsthaft anzustreben. In einem Jahr hatte ich mir vorgenommen, immer zuerst meine Bibel zu lesen, bevor ich mich der Tageszeitung zuwandte. Ein andermal hatte es mit Bibelverslernen zu tun. Und seit Jahren erneuere ich im Januar meinen Vorsatz, einmal im Jahr durch die Bibel zu lesen / zu hören. Alles klappt seit langer Zeit und wird von Jahr zu Jahr erneuert. Trotzdem gibt es immer auch Vorsätze, die ich dann wieder aufgebe. Aber Ziele habe ich eigentlich immer. Man lebt sonst ins Jahr hinein, wie in so manchen Tag - ganz nach dem Motto: „Glücklich, wer keine Ziele hat. Er wird mit Sicherheit ankommen.“

Mir fielen folgende Vorsätze in die Finger, die sich jemand aufgeschrieben hatte:

Während des neuen Jahres möchte ich:
  • … wie Paulus vergessen, was hinter mir liegt und mich nach vorne ausrichten
  • … wie David meine Augen zu den Bergen aufheben, woher meine Hilfe kommen wird
  • … wie Abraham meinem Gott in Einzelheiten vertrauen
  • … wie Enoch die tägliche Gemeinschaft mit meinem himmlischen Vater pflegen 
  • … wie Mose lieber leiden anstatt die Sünde eine Zeitlang zu genießen
  • … wie Hiob in allen Umständen des Lebens geduldig und treu sein 
  • … wie Joseph allem Bösen den Rücken kehren 
  • … wie Gideon nach vorne gehen, auch wenn ich nur wenige Freunde habe
  • … wie Andreas mich bemühen, meine Brüder zu Jesus zu führen
Jemand anders hat sich 4 Vorsätze aufgeschrieben, von denen einige den oberen ähneln:
  • Ich will Gott für jeden neuen Tag preisen (Psalm 118:24)
  • Ich will im Laufe des Jahres die Bibel einmal durchlesen (2 Timotheus 3:16-17)
  • Ich will täglich für die anderen und die Gemeinde beten (1 Thessalonicher 5:17)
  • Ich will meinen Glauben wöchentlich wenigstens einer neuen Person bezeugen (Römer 10:14)
Na? Was dabei? Ich kann mir durchaus das eine oder andere als Möglichkeit für mein Leben in 2024 vorstellen. Ohne mich gesetzlich an gute Vorsätze oder Gewohnheiten zu binden, möchte ich zielbewusst und ‚wachstumshungrig’ ins neue Jahr starten. 
Kommst Du mit?

Sonntag, 31. Dezember 2023

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Egal, ob wir es wollen oder nicht – die meisten von uns machen es: den Jahresrückblick. Vielleicht nicht ganz so intensiv und geplant wie die Geschäftswelt oder die Fernsehsender, aber doch Stichproben hier und da. Wie habe ich mich im Beruf entwickelt, finanziell, kiloweise? Wie steht’s um meine Ehe, die Erziehung der Kinder, wie geht es mir geistlich – meiner Beziehung zu Jesus? Es ist nicht grundsätzlich schlecht, zurück zu blicken. In Psalm 103:2 sagt der Psalmist:

Lobe den Herrn, meine Seele,  
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!

Hier werden wir aufgefordert, uns zu erinnern, zurück zu schauen auf all das Gute, das der Herr an uns getan hat. Dazu ist heute eine gute Gelegenheit. Zurück zu schauen und dem Herrn zu danken für alle Zeichen Seiner Güte, die uns so einfallen. Nicht nur die phänomenalen, die besonderen Zeichen, die an Wunder grenzen, sondern auch die, die wir so leicht übersehen: unsere Gesundheit (oder den Rest davon, der uns immer noch geblieben ist), die Freiheit, unseren Glauben leben zu dürfen, der Wohlstand in dem wir leben, unsere Gemeinde, in der wir zu Hause sind, unser tägliches Brot. Es gibt unzählige Dinge, für die wir selten von Herzen dem Herrn danken, die aber aus Seiner Hand kommen. Uns deren zu erinnern und dem Herrn dafür zu danken, ist biblisch.

Nicht biblisch ist es, Rückblick zu halten und auf all unser Versagen zu blicken. Das ist nur in dem Maße angebracht, wie wir es noch nicht an Jesu Kreuz abgeladen haben. Haben wir es bekannt, sollte es uns keine Gedanken mehr abfordern. Aber genau das ist Satans Ziel. Satan will Dich lähmen durch den Rückblick auf Dein Versagen, Deine Sünden, Deine üblen Gewohnheiten. Satan möchte, dass Du glaubst, dass Du all diesen Ballast mitnehmen musst ins neue Jahr. FALSCH! Jesus sagt in Lukas 9:62:

Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt,
ist tauglich für das Reich Gottes!

Hast Du’s dem Herrn aufrichtig bekannt, dann hast Du nichts mehr damit zu tun! Er hat Deine Sünden von Dir entfernt, soweit der Osten vom Westen ist! Lass Satan Dir nicht einreden, dass Du mit dem Ballast von 2012 weiterleben musst. Du hasts bekannt? Dann bist Du frei!

Manchmal bedeutet das, dass wir uns förmlich losreißen müssen von den Fehlern, Lasten und Sorgen, die uns bedrücken. Aber all das sollten wir längst abgegeben haben.

Schließ dieses Jahr ab im frohen Glauben an die Vergebung und Erneuerung, die Jesus Dir geschenkt hat. Und wenn immer Du zurück denkst, dann lass Deine Gedanken auf den Ereignissen ruhen, auf denen Gott sie ruhen lassen möchte und durch die Er Dir Ruhe schenken möchte: all das Gute, das Er Dir getan hat. Und dann danke Ihm dafür. Ich wünsche Dir einen befreiten Ausgang aus dem Jahr 2023. 
 
Wir laden ein zu unserem Gottesdienst heute Morgen:
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn 10:30 Uhr
 
HERZLICH WILLKOMMEN!
(kein Nachmittagsgottesdienst!)

Samstag, 30. Dezember 2023

Nicht erkannt!

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, 
alle Dinge zum Besten dienen,
denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.

(Römer 8:28)

Sir Robert Mayer war ein 1879 in Deutschland geborener Geschäftsmann und Musikliebhaber, der besonders junge Musiker großzügig unterstützte. 1902 nahm er die britische Staatsbürgerschaft an, und 1979 feierte er seinen 100. Geburtstag. Zu diesem Anlass waren viele prominente Gäste eingeladen, auch eine ältere britische Lady namens Diana Cooper. Diese kam ins Gespräch mit einer freundlichen Frau, die sie gut zu kennen schien.

Diana war selbst über 90 Jahre alt u. litt an einer altersbedingten Sehschwäche, die sie daran hinderte, ihre freundliche Gesprächspartnerin wiederzuerkennen – bis ihr irgendwann die herrlichen Diamanten auffielen und sie merkte, dass sie mit Königin Elizabeth höchstpersönlich sprach!

Lady Diana Cooper machte völlig verlegen den gebotenen Hofknicks und stammelte: „Oh Madam ... Eure Majestät ... es tut mir leid, Eure Majestät. Ich habe Sie ohne Ihre Krone nicht erkannt!“

Nicht erkannt! Wenn das ausgehende Jahr Revue passieren lassen, Januar 2023 – Dezember 2023, dann werden uns sich viele Ereignisse, Begegnung und Situationen in Erinnerung kommen. Für manch einen von uns war 2023 ein herrliches Jahr. Das Geschäft lief gut, der neue Job hat sich bewährt, das Baby wurde gesund geboren, das Haus ist fertig geworden, die Kinder haben die Abschlussprüfung geschafft, der Traumpartner hat „Ja!“ gesagt, die Gehaltserhöhung wurde bewilligt. Viel mehr hätte nicht gut laufen können – für die einen.

Für die anderen sah das Jahr ewas anders aus: Ein Kind muss die Klasse wiederholen, der Job wurde gekündigt, Weihnachtsgeld nicht mehr gezahlt, ein lieber Mensch ist gestorben, die Schwangerschaft hat sich immer noch nicht eingestellt, die Waschmaschine ging kaputt, der Fernseher auch – ach ja, und nach dem Unfall war der Wagen Totalschaden.

2023 – wo war Jesus? Für den einen offensichtlich da – für den andern offensichtlich nicht. Oder vielleicht doch – aber zeimlich weit weg. Ja, wir haben mit Ihm gesprochen, wir haben auch etwas von Seiner Freundlichkeit bemerkt, aber – nein – wir haben ihn nicht als unseren König erkannt. Unsere Augen wurden gehalten – wie die der Emmausjünger, die traurigen Herzens mit Jesus unterwegs waren. Er gesellte sich zu ihnen ... Er begleitete sie ... Er sprach mit ihnen ... Er ermutigte sie ... Er zündete neu das Feuer in ihren Herzen an. Aber noch wurden ihre Augen gehalten. – Und dann setzten sie sich – hatten Tischgemeinschaft mit Ihm – und ihre Augen wurden geöffnet und sie erkannten den König!

Morgen feiern wir den Jahresabschluss. Zeit, einiges aus dem vergangenen Jahr abzuschließen und nach vorne zu schauen. Wie wäre es, noch einmal zurückzuschauen und in den hellen und den dunklen Tagen die Diamanten des Königs zu entdecken?! Vielleicht erkennen wir heute Seine Krone noch nicht, aber Seine Spuren sind überall erkennbar – wenn wir sie sehen wollen. Alles – auch die dunklen Zeiten des Jahres 2023 müssen uns nach Römer 8:28 zum Besten dienen, wenn wir Ihn liebhaben. Oder hat sich der Herr mit diesem Vers geirrt? In allem dürfen wir einen Grund zum Danken finden. Nur werden unsere Augen manchmal gehalten. Schau zurück auf Jesus in 2023, erkenne Seine Diamanten – gib Ihm Dank – und dann schau nach vorne. Denn Jesus kommt Dir von vorne entgegen. Er kennt 2024 und Er erwartet Dich
!

Freitag, 29. Dezember 2023

Wo ist (noch) solch ein Gott?

Jesaja 44 ist ein Kapitel, in dem manche Passagen zum Schmunzeln einladen. So heißt es in den Versen 12,13+15:

“Der Kunstschmied hat einen Meißel und arbeitet in der Glut und bildet es mit Hämmern und fertigt es mit der Kraft seines Armes; dabei leidet er Hunger, bis er kraftlos wird, und trinkt kein Wasser, bis er ermattet ist. Der Holzschnitzer spannt die Meßschnur aus, er zeichnet es ab mit dem Stift, bearbeitet es mit Schnitzmessern und umreißt es mit dem Zirkel; und er macht es nach dem Bildnis eines Mannes, nach der Schönheit des Menschen, damit es in einem Haus wohne. Das (Holz) dient dann dem Menschen als Brennstoff; und er nimmt davon und wärmt sich damit; er heizt ein, um damit Brot zu backen; davon macht er auch einen Gott und betet ihn an; er verfertigt sich ein Götzenbild und fällt davor nieder!“

Der Bericht über Toyotomi Hideyoshi, einen japanischen Feldherrn im 16. Jahrhundert, illustriert gut, worum es Gott in diesen Versen geht:

Symbolbild
Toyotomi Hideyoshi gab eine gigantische Buddhastatue in Auftrag, die in der Stadt Kyoto gebaut wurde. 50,000 Arbeiter benötigten für den Bau 5 Jahre. Aber die Arbeit war kaum beendet als das gewaltige Erdbeben im Jahr 1596 das Dach des Heiligtums zum Einstürzen brachte und die Statue zerstörte.  Voller Zorn schoss Hideyoshi einen Pfeil auf den gefallenen Buddha. „Ich hab dich hier mit großem Kostenaufwand aufgestellt,“ schrie er. „Und jetzt kannst du nicht mal in deinem eigenen Tempel auf dich aufpassen!“

Der Prophet Jesaja beschreibt treffend die Torheit des Götzenkults: Der Mensch gibt sich ganz hin, investiert seine Kraft, sein Material, seine Gesundheit und ist am Ende ganz erschöpft: Der Götze, den er gebastelt hat, kann seine Kraft nicht erneuern. Das steht im genauen Gegensatz zu unserem Gott, der die Kraft der Müden erneuert und den Unvermögenden Stärke schenkt. (vgl.: Jesaja 40:31)

Viele Menschen investierten ihr Können, ihre Intelligenz, Talente, Zeit, Geld,  Gesundheit, und ihr Leben – in was? In Götzen!  Glücklicherweise sind wir heute aufgeklärt genug, uns keine Götzen mehr zu schnitzen oder zu gießen.

ABER: wo hinein investiere ich mein Können, meine Intelligenz, Talente, Zeit, Geld,  Gesundheit, Kraft, mein Leben?

Der Kirchenvater Augustinus sagte: Götzendienst ist es, wenn wir irgendetwas anbeten (ungebürlich verehren), das uns zum Gebrauch gegeben ist, oder wenn wir irgendetwas ‚benutzen,’ das angebetet werden sollte.

Jemand anders sagte: Das, wofür ich ALLES geben – und im Gegenzug nichts annehmen würde – das ist das Wichtigste in meinem Leben. Was immer das ist, das ist mein Gott.

Lachen wir also nicht zu laut über die Götzendiener zur Zeit Jesajas. Wo hinein investierstieren wir? In Familie? Haus? Hof? Lebensqualität? Gesundheit? Arbeit? Prestige? Position? Ansehen?  Jesus? 

Was immer es ist, das ist Dein Gott!

Donnerstag, 28. Dezember 2023

Vom "Kissen des Meeres"

Friede auf Erden
und den Menschen ein Wohlgefallen!
(Lukas 2:14)

Diesen Vers haben wir in der vergangenen Woche sicher oft genug gelesen und gehört. Es ist der Zuspruch der Engel an die Hirten in der Geburtsnacht Jesu. Durch Jesus ist also Frieden auf die Erde gekommen, bzw. soll dieser Frieden noch kommen.

Gleichzeitig muss ich sagen, dass wir lange vor und seit Heiligabend ständig mit der TAtsache konfrontiert werden, dass es um den Frieden gar nicht so hervorragend bestellt ist – Europa ... Mittlerer Osten ... Afrika überall brennt's oder glüht es zumindest. 

Auch bei uns Christen sieht es mit dem Frieden nicht immer 100% rosig aus. Da sind solche, die praktisch in einem Dauerstreit leben. Da sind andere, deren innerer Frieden durch Krankheit und Leid angegriffen wird. Andere kämpfen mit existentiellen Sorgen oder anderen Nöten und Ängsten.

Aber sollte der Frieden, den Jesus uns versprochen hat, nicht alles anders werden lassen, wenn wir uns von Herzen dem Friedefürsten anschließen? Sollte dann nicht morgen die Arbeitslosigkeit enden, die uns den Frieden raubt? Sollten wir beim nächsten Arztbesuch dann nicht ein gutes Ergebnis bekommen? Wenn Jesus uns Seinen Frieden bringt, dann sollten sich doch eigentlich alle unsere Lebensstürme von heute auf morgen legen? Oder etwa nicht?

Von einem Test-U-Boot wird berichtet, dass es für viele Stunden abtauchen und in der Tiefe bleiben sollte. Nach langer Zeit erst kehrte es in den Hafen zurück, wo der Kapitän gefragt wurde: „Wie hat euch der furchtbare Sturm letzte Nacht beeinflusst?“ Der Kapitän war genz erstaunt und fragte überrascht: “Sturm? Welcher Sturm? Wir wussten gar nicht, dass es gestürmt hat!” 

Das U-Boot war so tief getaucht, dass es in eine Tiefe kam, die man als “das Kissen des Meeres” bezeichnet. Selbst wenn oben hohe Wellen aufgeworfen werden und der Sturm über das Meer fegt, wird das Wasser in dieser Tiefe nie bewegt. Das Kissen des Meeres bleibt ruhig, auch wenn draußen der Sturm tobt.

Wenn Jesus, der Friedefürst und Retter in der Tiefe unseres Herzens Raum gefunden hat, dann haben wir ein „Kissen für unsere Seele“ – einen Ort des Friedens gefunden. Die Wellen mögen toben, der Sturm mag pfeifen, aber wir haben den Frieden gefunden, den die Engel den Menschen ankündigten: Jesus, der Retter ist da! Gott selbst möchte Dich heute beschenken mit Seinem Frieden!

Und wenn sich Stürme anmelden, Nöte anklopfen, Sorgen sich ausbreiten? Tauche ab zu Jesus, dem 

Kissen für Deine Seele. Die Stürme mögen nicht sofort aufhören, die Sorgen sich nicht postwendend verabschieden. Aber Jesus wird Dir Seinen Frieden schenken. Er wird Dir helfen, einen Ruhepol in Ihm zu finden.
PSALM 121

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat! Er wird deinen Fuß nicht wanken lassen, und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht. Der Herr behütet dich; der Herr ist dein Schatten zu deiner rechten Hand, daß dich am Tag die Sonne nicht steche, noch der Mond bei Nacht. Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele; der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit.

Mittwoch, 27. Dezember 2023

Der Tag nach Weihnachten

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Der ist heute. Schöne Tage gehabt? Vermutlich haben viele sich an der Gemeinschaft mit Freunden und Familie gefreut. Auch haben viele mindestens einen Weihnachtsgottesdienst genossen und sich einstimmen lassen auf den wahren Grund dieser Tage.

Aber heute ist der Tag nach Weihnachten. Ab heute geschieht vieles, was an den Tagen zuvor nicht geschah:

  • Die Geschäfte beginnen mit Umtauschaktionen und Ausverkauf
  • Weihnachtsdeko gibt’s zu Wegwerfpreisen
  • Werbeprospekte mit den besten Angeboten füllen den Briefkasten
  • Der Verkauf über Ebay steigt auf neue Spitzenwerte
Vor einigen Jahren gab es eine Untersuchung in den USA, die sicher mit ähnlichen Resultaten für Westeuropa zutrifft.  Das Ergebnis zeigt, dass der Gottesdienstbesuch nach Weihnachten um 11% abnimmt. Ein Gedicht beschreibt den Tag nach Weihnachten als den Tag, an dem wieder gestritten wird, man wieder schlecht gelaunt ist, die Geschenkkartons leer und das Haus ein einziges Chaos ist. Die neue Kleidung passt nicht, der Vater ist schon wieder gestresst. Jeder ist irritiert und den Kindern kann man nichts recht machen. Außerdem ist die Gebrauchsanleitung in chinesisch und der Baum beginnt zu nadeln.

Für viele ist Weihnachten lediglich eine Jahreszeit, die jetzt vorüber ist.

Die Tatsache sieht anders aus. Weihnachten – die Geburt Jesu – hat bleibende Veränderung gebracht. Nie wieder wird die Welt sein, was sie vor der Geburt des Retters war. Er besitzt die Kraft, Menschen bleibend zu verändern. Der Retter ist gekommen, um zu bleiben. Ich fand eine Liste mit folgenden Vorschlägen für den Tag, die Monate Tage und generell die Zeit NACH Weihnachten:
  • Räum die Krippenspieldeko wieder weg, aber behalte Deine Bewunderung für Jesus. 
Und die Hirten kehrten zurück, priesen und lobten Gott für alles,
was sie gehört und gesehen hatten, wie es ihnen gesagt worden war. (Lukas 2:20)
  • Verstau' Jesus, den Retter nicht in einer Schublade, bis Du Ihn Ostern wieder hervorholst. 

Anders ausgedrückt: Geh nicht zurück zu einem Jesus-auf-Sparflamme-Leben. Habe Ihn stets vor Augen und im Zentrum deines Lebens.

Wer meine Gebote annimmt und danach lebt, der liebt mich.
Und wer mich liebt, den wird mein Vater lieben.
Auch ich werde ihn lieben und mich ihm zu erkennen geben.

(Johannes 14:21)
  • Das Jesus-Geschenk kommt zu Dir mit dem Vermerk: „Keine Rücknahme, kein Umtausch!“ Aber es (mit-) zu teilen, ist nicht nur ok, sondern gewünscht. Gott sagt:
„Ihr sollt meine Zeugen sein!“
(Apostelgeschichte 1:8)
  • Reflektiere über die Vergangenheit, aber orientiere Dich nach vorne! Der Rückblick für einen Christen sollte nie verzweifeltes Schwelgen in Versagen oder Sünden sein, sondern ein rückblickendes Entdecken der Spuren Gottes in unserem Leben. Solch eine Reflektion ermutigt, vorwärts gehen und noch Größeres vom Herrn in der Zukunft erwarten.

    „Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist,
    und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist,
    und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis
    der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“

    (Philipper 3:13+14)

Dienstag, 26. Dezember 2023

Das Geschenk des Königs

Im alten Persien lebte vor Jahrhunderten ein weiser und guter König. Er liebte sein Volk und es lag ihm am Herzen, zu wissen, wie die Menschen in seinem Reich lebten. Er wollte ihre Nöte kennen, ihren Alltag und ihre Freuden. Immer wieder schlüpfte er in die Kleidung eines Arbeiters oder eines Bettlers und ging in die Häuser der Armen. Niemand, den er besuchte, dachte oder erwartete, dass der Besucher ihr Herrscher war.

Einmal besuchte der König einen sehr armen Mann, der nur in einem schlichten, ungemütlichen Keller lebte. Der König aß die grobe Nahrung des armen Mannes. Er sprach freundliche und herzliche Worte zu ihm. Dann verabschiedete er sich.

Als er zu einem späteren Zeitpunkt den armen Mann wieder einmal besuchte, offenbarte der König seine Identität mit den Worten: "Ich bin euer König!" Der König erwartete, der Mann würde nun sicherlich um einige Geschenk bitten, oder darum, dass ihm ein Wunsch erfüllt würde. Nichts davon geschah! Stattdessen erwiderte der Mann:

"Du hast dein Schloss und deine Herrlichkeit verlassen, um mich an diesem dunklen, tristen Ort zu besuchen. Du hast die groben Speisen mitgegessen, die ich gegessen habe. Du hast Freude in mein Herz gebracht! Anderen hast Du Deine reichen Gaben geschenkt. Mir hast du dich selbst geschenkt! "

Der König der Herrlichkeit, der Herr Jesus Christus, gab sich für Dich und mich. Die Bibel nennt ihn "die unaussprechliche Gabe!"

Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe! 
(2. Korinther 9:15)
 
 
FRÖHLICH SOLL MEIN HERZE SPRINGEN
Paul Gerhardt, 1607-1676

Fröhlich soll mein Herze springen, dieser Zeit,
Da vor Freud' alle Engel singen.
Hört, hört, wie mit vollen Chören
Alle Luft laute ruft: Christus ist geboren!

Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held,
Der die Welt reißt aus allem Jammer.
Gott wird Mensch dir, Mensch, zugute.
Gottes Kind, das verbind't sich mit unserm Blute.

Er nimmt auf sich, was auf Erden
wir getan, gibt sich an, unser Lamm zu werden,
Unser Lamm, das für uns stirbet
Und bei Gott für den Tod Gnad' und Fried' erwirbet.

Nun, er liegt in seiner Krippen,
Ruft zu sich Mich und dich, spricht mit süßen Lippen:
Laßet fahr'n, o liebe Brüder, was euch quält,
Was euch fehlt, ich bring' alles wieder