„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Samstag, 8. April 2017

Gebetsnacht @ CCFG

Heute, Samstag, den 8.4. 2017 beginnen wir um 18 Uhr mit einem leichten "Fingerfood" Imbiss. Jeder bringt mit, was er möchte. Ab 19:30 Uhr: Beginn mit Anbetungsteil der später übergeht in Gebet für Gemeinde und Mission. Wer beten möchte, beten lernen möchte oder einfach nur mal dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen.

Teuflische Strategien (8)

Wir nähern uns dem Ende unserer Samstagsserie „Teuflische Strategien“ – in dem es samstags um das gleichnamige Buch von Warren Wiersbe (CLV Verlag) geht.  Am vergangenen Samstag hatten wir uns 9 Angriffspunkte angeschaut, auf die Satans innerhalb in der Gemeinde Jesu zielt. Heute geht es geht es darum, dass niemand besiegt werden muss. Jesus hat uns alles gegeben, was zum Überwinden und Siegen nötig ist. In Epheser 6:11-18 wird eine komplette Rüstung beschrieben:

Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels; denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen. Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt. So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens. Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens6, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt, und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist, indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist, und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen,

Diese Rüstung ist kein Vorschlag, sondern ein Muss! Ohne diese Rüstung ist Niederlage garantiert. Wiersbe geht auf die einzelnen Teile ein. Hier einige Auszüge:

Zum Gürtel der Wahrheit: Als Christen müssen wir die Wahrheit lieben und sie ausleben.
Der Brustpanzer der Gerechtigkeit: Satan sieht es gerne, wenn Menschen uns durch Verleumdung oder Anklagen verletzen wollen. Anstatt zurückzuschlagen (was Satan provozieren möchte), dürfen wir in dem vollbrachten Werk Jesu ruhen. Seine Gerechtigkeit ist unser Schutz.
Die Schuhe des Friedens: Dem christlichen Kämpfer geht es um Frieden, wenn er dem Satan entgegentritt. Die Botschaft des Evangeliums ist eine Friedensbotschaft, aber in Bezug auf Satan erweist sie sich als Kriegserklärung.
Der Schild des Glaubens: Er löscht alle feurigen Pfeile des Bösen aus. Wiersbe: „So oft ich mich nicht im Glauben an ihn wandte, geriet ich in Brand …“
Der Helm des Heils: Den sieht Wiersbe in Verbindung mit der Hoffnung. Mutlosigkeit ist eine tödliche Waffe in den Händen des Feindes.
Das Schwert des Geistes: Während alles andere der Verteidigung gilt, ist dies die einzig offensive Waffe, die Gott uns gibt. Es ist unverzichtbar für den Sieg und wir tun gut daran, zu lernen, damit umzugehen.
Das Gebet ist sicher das Öl des Heiligen Geistes, das die Rüstung funktionstüchtig und geschmeidig hält. Immer wieder macht Gottes Wort klar, dass sich ohne Gebet gar nichts tut.

Im 9. Kapitel geht Wiersbe auf den biblischen Hintergrund von Satan und seinen Dämonen ein. Durchaus lesenswert. Am übernächsten Samstag werden wir diese Miniserie abschließen. Wer aber bereits vorher mehr hören möchte aus Gottes Wort und über ein siegreiches Leben, der ist herzlich eingeladen, morgen an unserem Gottesdienst teilzunehmen.

Bitzegarten 5 (gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen
10:30 Uhr / parallel Kindergottesdienst

Freitag, 7. April 2017

Gebetsnacht @ CCFG

Morgen, Samstag, den 8.4. 2017 beginnen wir um 18 Uhr mit einem leichten "Fingerfood" Imbiss. Jeder bringt mit, was er möchte. Ab 19:30 Uhr: Beginn mit Anbetungsteil der später übergeht in Gebet für Gemeinde und Mission. Wer beten möchte, beten lernen möchte oder einfach nur mal dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen.

Überflüssiger Jesus?

Im Fernsehen lief ein Bericht über die Heringsfischer in der Ostsee. Fischer, die mich an Petrus erinnern. Ihre Fischerei ist eine Knochenarbeit – wie damals bei Petrus. Es ist eine Arbeit, die nachts stattfindet – wir damals bei Petrus. Es ist eine Arbeit, in der der einzelne Fischer Konkurrenz durch andere Fischer hat – wie damals bei Petrus. Und es ist eine Arbeit, in der man mit anderen Fischerbooten zusammenarbeitet – wie damals bei Petrus.

Aber dann fiel mir ein markanter Unterschied auf. Erinnert Ihr Euch an den Bericht aus Lukas 5:4-6 über den Fischzug des Petrus zu Beginn des Dienstes Jesu? Da heißt es:

„Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon:
Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!
Und Simon antwortete und sprach: Meister,
wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen;
aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.
Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische
und ihre Netze begannen zu reißen.

Das war nicht das einzige Mal. In Johannes 21:3-6 lesen wir (auszugsweise):

Simon Petrus spricht zu ihnen: Ich gehe fischen!  …
Und in jener Nacht fingen sie nichts.
Da spricht Jesus zu ihnen:
Werft das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus,
so werdet ihr finden! Da warfen sie es aus
und konnten es nicht mehr einziehen wegen der Menge der Fische.

In der Reportage über die Heringsfischerei in der Ostsee gab es etwas, das nicht so war wie damals bei Petrus. Petrus fuhr hinaus, warf die Netze aus – und zog sie leer wieder zurück. Ohne Jesus, wären sie leer geblieben. Jesus löste ihr Problem. Aber die Heringsfischer der Ostsee brauchen Jesus nicht mehr. Sie haben Computer an Bord. Ist ein Heringsschwarm in der Nähe, wird der Computer dort rot, wo sich die Fische aufhalten. Selbst die Schwarmgröße kann angezeigt werden, damit sich die Arbeit des Netz-Auswerfens auch wirklich rentiert. Ist das Netz erst einmal draußen, zeigt der Computer an, wann es voll ist. Die Fischer können alles berechnen, damit das Netz nicht zu leer ist und der Fang ein Minusgeschäft wird und damit das Netz nicht zu voll wird und reißt.

Das war alles recht interessant. Der Gedanke schoss mir durch den Kopf: Hätte Petrus den Computer gehabt, hätte er Jesus nicht gebraucht. Anders ausgedrückt: Heute haben Fischer Computer. Die machen Jesus überflüssig.

Mir fiel die Schwiegermutter des Petrus ein. Sie hatte Fieber, vermutlich schlimmes Fieber. Aber sie hatte kein Paracetamol, keine Aspirin, kein Ibuprofen und keine Malariamedizin. Als Jesus sie anrührte, verließ sie das Fieber und sie diente ihm. Ob sie heute noch Wert gelegt hätte auf die Berührung durch Jesus. Heute werfen wir ein, zwei Tabletten ein und gut ist! Jesus ist willkommen, aber „brauchen“ wir Ihn wirklich?

Wir stehen heute – wie die Menschen damals – vor vielen Unmöglichkeiten, trotz Computer und Medizin. Wir leben vielleicht mit mehr „Wissenschaftsgläubigkeit“ als die Menschen damals oder mehr mit der Einstellung: „da muss doch was zu machen sein!“.

Ich möchte mich durch Petrus ermutigen lassen, Jesus zu vertrauen. Auch mit den Hilfsmitteln, die uns heute zur Verfügung stehen, in erster Linie IHM zu vertrauen. Aus meinem eigenen Leben weiß ich: Jesus ist nie überflüssig! Ihn brauche ich jeden Tag, jede Stunde – ja, tatsächlich: Jeden Augenblick! Und ich weiß: So dringend brauchst Du Ihn auch!

Donnerstag, 6. April 2017

Hilfe, die Hütte brennt.

Diese Worte hört man immer wieder mal, wenn jemand in höchste Not geraten ist. Sicher hat bei jedem von uns schon mal „die Hütte gebrannt“. Meist wurde sie dann doch noch „gelöscht“, aber ein „Brandgeruch“ haftet uns vielleicht bis heute an.

In seinem Andachtsbuch „Righteous Pursuit“ erzählt Neil Anderson die interessante Geschichte eines unbekannten Autors.  Es geht um eine brennende Hütte, aber das Ergebnis war gar nicht so schlecht.

Der einzige Überlebende eines Schiffbruches wurde an den Strand einer kleinen, unbewohnten Insel gespült. Er betete inbrünstig zu Gott, ihn aus dieser Lage zu befreien. Jeden Tag untersuchte er den Horizont, ob nicht ein Schiff zu seiner Rettung auftauchte. Aber nichts tat sich!

Mit größter Mühe baute er sich eine kleine Hütte aus Treibholz, das die Wellen an den Strand spülten. Sie sollte ihn vor Regen, Sonne und Wind schützen. Seine wenigen Habseligkeiten waren schnell in der Hütte untergebracht und fieberhaft suchte er weiter den Horizont ab.

Wenige Tage später – er fand kaum noch essbare Früchte und im Fischefangen hatte er auch kein Geschick – fand er, als er zu seiner bescheidenen Unterkunft zurückkehrte, diese in Flammen vor, eine schwarze Rauchsäule stieg empor. Das Schlimmste war eingetroffen. Alles verbrannte.

„Oh Gott! Warum tust du mir das an!“ rief er voll Kummer und Verzweiflung.

Am nächsten Tag – er hatte die Nacht in einer Mulde im Sand verbracht – weckte ihn das Horn eines Schiffes, das auf seine Insel zufuhr. Es war gekommen, ihn zu retten.

„Wie habt ihr mich gefunden?“ fragte der Schiffbrüchige.

„Wir haben dein Rauchsignal gesehen!“ war die Antwort.

Eine Katastrophe! Aber sie entpuppt sich als Rettung! Anderson schreibt, dass es leicht ist, sich entmutigen zu lassen, wenn „die Hütte brennt“. Trotzdem sollten wir nicht den Mut verlieren, denn es ist Gott, der in unserem Leben arbeitet, selbst mitten in Schmerz und Leid. Nächstes Mal, wenn Deine kleine Hütte niederbrennt, dann erinnere Dich, dass es vielleicht gerade das Rauchsignal ist, dass die Gnade Gottes herbeiruft.

Hör nicht auf, Gott zu vertrauen! Bring allen Schmerz, alles Leid, allen Verlust im Gebet zu Gott. Wisse, dass gerade das, was Dir Not und Leid bereitet, Gott nicht verborgen bleibt. Und erinnere Dich an Petrus. Wie oft brannte seine Hütte selbstverschuldet, wegen seiner eigenen Dummheit und Fehler. Nicht ein einziges Mal hat Jesus überlegt, ihn fallen zu lassen. Immer war die brennende Hütte des Petrus ein Rauchsignal, das Jesu Hilfe herbeirief.

Wenn Deine Hütte brennt, vertraue Jesus. Er macht keine Fehler!

Mittwoch, 5. April 2017

Jesus - unser Friede!

Calvinismus oder Armenianismus? Entrückung vor oder nach der Trübsalszeit? Buchstäbliches Tausendjähriges Reich? Welche Bibelübersetzung ist die richtige? Säuglings- oder Glaubenstaufe? Pastor oder Ältestenleitung der Gemeinde? Wie lange darf eine Predigt sein? Welche Rolle spielen Frauen in der Gemeinde? Was ist mit den Heilungstreffen? Alle Geistesgaben oder nur ein Überrest? Transformationstheologie, Kontextualisierung, Reden in Zungen? Wie steht es mit anderen Gemeinden? Kann ein Christ in der katholischen oder adventistischen Kirche bleiben? Soziales Evangelium, Schöpfung, Evolution oder ein Gemisch aus beidem ... 

Man könnte die Liste fortsetzen und wahrscheinlich den ganzen heutigen Eintrag füllen mit Titeln, Themen und Fragen, die unter Christen divers diskutiert werden. Kürzlich beschäftigte ich mich abends mit einem kontroversen Thema, von dem es heißt, dass es in den kommenden Jahren die Evangelikalen spalten könnte. Ich las einige Webseiten, die ihren Standpunkt erklärten, andere Seiten erklärten das Gegenteil. Beide hatten ein paar gute Punkte, beide waren recht forsch in ihren Aussagen und auf beiden Seiten gibt es prominente Vertreter. 

Als ich den Computer ausmachte und mich Schlafen legte, merkte ich, wie sich Unruhe in meinem Inneren breit gemacht hatte. Wo die Bibel sich nicht so klar äußert, dass nur eine Auslegung möglich ist, da liegt mir Harmonie am Herzen. Diese Harmonie war bei dem Thema, über das ich mich informiert hatte, nicht zu finden gewesen. Vertreter beider Seiten schickten ihre Gegner auf einen Schuldtrip, sollten sie bei ihrer Opposition bleiben.

Im Einschlafen dachte ich mir: Komisch, über was sich die Menschen heute alles streiten – sogar das fromme Volk. An Gottes Plan ändert sich nichts. Er kümmert sich nicht um unsere Meinung, was richtig und falsch ist. Er macht alles so, wie Er es geplant hat. Und bei den meisten Themen hat unsere Meinung auch keinen allzugroßen, direkten Einfluss auf unser Heil oder das Heil anderer Menschen. Wie oft geht es uns nur ums Rechthaben.

Und ich bewunderte in meinen letzten Gedanken des Tages die einfachen Christen, die alte Frau hinter ihrer Bibel, den alten Mann mit seinen gefalteten Händen, den schlichten Menschen auf der Straße, der ein Traktat weggibt, die normalen christlichen Eltern, die sich abmühen, ihren Kindern gute Vorbilder zu sein und ihnen Jesus lieb zu machen. Ich bewunderte diejenigen, die sich nicht den Kopf zerbrechen über Transsubstantiationslehre,  Befreiungstheologie oder verschiedene Übersetzungsmöglichkeiten eines biblischen, griechischen Begriffs.

Danke, Jesus. DU bist mein Friede! Nicht, Recht zu haben, gewonnen zu haben oder eine feste Überzeugung zu besitzen. Du bist mein Friede! Und wenn mir die richtige Antwort auf viele Fragen bis zum Tag meines Todes ein Rätsel bleibt. Du allein bist mein Friede! (w)

Dienstag, 4. April 2017

Gebet im 5 Buch Mose

Einen interessanten Vers über das Gebet finden wir in 5. Mose 8:10 und eine Erklärung schließt sich in den folgenden Versen an. Es heißt:

„Und wenn du gegessen hast und satt geworden bist, dann sollst du den HERRN, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat. Hüte dich, dass du den HERRN, deinen Gott, nicht vergisst, sodass du seine Gebote, seine Satzungen und Rechtsbestimmungen, die ich dir heute gebiete, nicht hältst; damit nicht, wenn du isst und satt wirst und schöne Häuser erbaust und darin wohnst, und deine Rinder und Schafe sich mehren, und dein Silber und Gold sich mehren, und alles, was du hast, sich mehrt, damit nicht dann dein Herz sich überhebt und du den HERRN, deinen Gott, vergisst, der dich aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, aus dem Haus der Knechtschaft.“

Das Wort, das viele Übersetzungen mit „loben“ übersetzen, trägt die Bedeutung, vor Gott auf die Knie zu gehen, Ihn zu verehren, dankbar zu sein.

Im 5. Buch Mose ermahnt Gott das Volk Israel – und uns – dankbar zu sein. Als Beispiel wird Nahrung erwähnt, die uns satt macht und für die wir dankbar sein sollen. Vielleicht wählt Gott ganz bewusst einen Grund zur Dankbarkeit, der oft in der Rubrik „Selbstverständlich!“ abgeheftet wird und für den Er keinen Dank bekommt, obwohl Er ihn verdient.

Gleichzeitig liefert Gott die Erklärung mit, warum es so wichtig ist, Ihm für die „Selbstverständlichkeiten!“ zu danken. Er sagt quasi (Vs 11): Wer nicht dankt, der wird vergessen! Zuerst vergisst er Gott, der ja für „Selbstverständlichkeiten“ nicht gebraucht wird. Wer aber Gott vergisst, wird auch Seine Satzungen „vergessen“. Vielleicht nur im Sinne von vernachlässigen, aber beides drückt aus: nicht mehr danach leben. Wer aber nicht mehr Gottes ewigen Satzungen folgt, der (Vs 12) dreht sich nur noch um die Dinge dieses zeitlichen Lebens: essen, satt werden, (Vs 13): Häuser bauen, Besitz mehren, Sicherheiten mehren – alles mehren. Die Folge davon ist, dass wir auf uns selbst und unsere Errungenschaften stolz werden, weil wir denken, es sei „auf unserem Mist“ gewachsen. So denken Menschen eben, die Gott vergessen. Sie vergessen (Vs 14): dass sie Sklaven waren, die Gott in die Freiheit geführt hat.

Womit beginnt die Abwärtsspirale? Durch das Versäumnis, Gott für die vermeintlichen „Selbstverständlichkeiten“ des Lebens zu danken. Undankbarkeit ist demnach eine gefährliche Fehlhaltung.

Wir wollen uns alle durch diesen Vers ermutigen lassen, Gott für alles dankbar zu sein. Nicht nur für die erstaunlichen Gebetserhörungen, die Er uns immer wieder schenkt, sondern auch für Selbstverständlichkeiten im Leben, wie:

  • unser tägliches Brot
  • die Wohnstätte (Haus, Wohnung …) in der wir leben
  • Freunde
  • unser Arbeitsplatz … oder, dass wir aufgefangen werden, wenn wir keine Arbeit haben
  • das Maß an Gesundheit, das wir immer noch haben
  • die Religionsfreiheit, die wir noch größtenteils besitzen
  • die Vögel, die Sonne und die Blumen
Sicher hat jeder seine eigene Liste. Wichtig ist, dass wir es lernen, für die „Selbstverständlichkeiten“ des Lebens Gott dankbar zu sein – ganz nach 5 Mose 8:10:

„Und wenn du gegessen hast und satt geworden bist,
dann sollst du den HERRN, deinen Gott, loben
für das gute Land, das er dir gegeben hat.“

Montag, 3. April 2017

Viel Glück!

Danke! Können wir alle gut gebrauchen!* Was das natürlich für jeden Einzelnen bedeutet, ist unterschiedlich. 

„Tommy,“ sagt ein Bruder zum anderen, „Du bist einfach ein ständiger Vielfraß! Wie kannst Du nur ständig solche Mengen verdrücken?“ „Weiß auch nicht,“ kommt die Antwort aus vollem Mund. „Ich bin wohl ein Glücksmensch!“  

Nicht jeder empfindet die Fähigkeit, ständig essen zu können, als das höchste Glück im Leben. Eine Umfrage der Nürnberger GfK Marktforschung ergab, dass Gesundheit für 80% aller Deutschen das höchste Glück ist. 70% zählen geistige und körperliche Fitness zum höchsten Glück, gefolgt von 66%, die glücklich sind, wenn die Familie gesund bleibt. Das höchste Glück für 57% der Deutschen ist finanzielle Unabhängigkeit, eine harmonische, liebevolle Partnerschaftsbeziehung (40%) sowie gute und verlässliche Freunde (37%). 

Schaue ich mir diese Umfrageergebnisse an, dürfte ich eigentlich nur begrenzt glücklich sein. Etliches trifft nicht oder nur eingeschränkt auf mich zu – und auf eine Vielzahl der Bevölkerung. Wer ist schon (über 40 und) so gesund, dass keine Wünsche offen bleiben? Welche Familie (mit ein paar Kindern im Kindergartenalter) kann sich schon über längere Phasen ohne Krankheit freuen? Wie viele Deutsche sind finanziell unabhängig? Und mit harmonischen und liebevollen Partnerschaftsbeziehungen – na ja ... 

Was ist Dein höchstes Glück? Was macht Dich durch und durch glücklich?  „Glück“ im herkömmlichen Sinn scheint eher wie Wasser zu sein, das ich mit meinen Händen aufnehme. Ich kann es eine Weile halten, aber irgendwann zerrinnt es, egal, wo ich es geschöpft habe. 

Ein Reporter war dabei, die Schlussworte zu formulieren, die den Bericht über einen Mord abrunden sollten: "Der Verstorbene hatte Glück! Erst am Vortag hatte er sein gesamtes Vermögen auf der Bank angelegt und sicher verwahrt. Er verlor am Ende lediglich sein Leben.“ 

So sehr können wir uns irren, was “Glück” wirklich ist. Alles herkömmliche Glück, sei es Gesundheit, Fitness, Wohlstand, gute Beziehungen, ein bequemes Leben oder gute Familienbande – alles Glück in diesen Kategorien zerrinnt am Ende (oder früher) und läßt uns mit leeren Händen zurück. 

Einer der bekanntesten Fernsehentertainer der USA, Johnny Carson († 23. Januar 2005) las in einer Talkshow aus der „Vermisst“ Spalte einer Zeitung vor:  “Hund verloren – Mischling, braunes Fell mit roten Räudeflecken, auf einem Auge blind, fast taub, kastriert, linkes Hinterbein lahmt seit Unfall. Hört auf den Namen ‚Glückspilz’“. 

S.D. Dawes vergleicht: Viele Menschen (auch Christen) gehen durchs Leben wie „Glückspilz“. Unrühmlicher Hintergrund, nicht wirklich Showmaterial, moderater Allgemeinzustand, vieles funktioniert nicht mehr, wie es gedacht war. Trotzdem haben wir jeden Grund, auf den Namen „Glückspilz“ zu hören. Sind wir nicht glücklich, dass jemand sich immer wieder um uns kümmert, uns sucht, und sogar in bar bezahlt, um uns zurück zu kriegen? Das Teuerste und Liebste hat Gott gegeben, um uns zurück zu holen in die Gemeinschaft mit Ihm. Wie überschüttet wir sind mit Glück(lichsein), dass unser Herr uns so liebt – bis zu diesem Tag! 

Du möchtest bleibendes Glück?  Die Bibel zeigt, wo das zu finden ist:
Und dennoch bleibe ich stets bei dir; du hältst mich bei meiner rechten Hand. Wen habe ich im Himmel außer dir? Und neben dir begehre ich nichts auf Erden! Wenn mir auch Leib und Seele vergehen, so bleibt doch Gott ewiglich meines Herzens Fels  und mein Teil. (Psalm 73:24-25)

* Für alle, denen der Wunsch oder die Aussage „Viel Glück“ zu ungeistlich scheint: 1 Mose 30:11+13; 2 Sam 8:10; 1 Chronik 18:10; Psalm 16:2; Psalm 68:7, Psalm 106:5; Sprüche 3:21; u.v.a.