„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Donnerstag, 11. Dezember 2025

Wohlgeruch

Ob die Menschen nun die Botschaft annehmen und gerettet werden oder sie ablehnen und verloren gehen: Durch Christus sind wir ein Wohlgeruch für Gott.
(2 Korinther 2:15 / HfA)

Angeblich werden in der Bibel 3237 Personen namentlich erwähnt. Das ist die Größe eines mittelgroßen Dorfes. Wenn wir überlegen, wie viele wir davon spontan namentlich beschreiben könnten, dann wäre das sicher eine relativ kleine Zahl, die diejenigen ausmachen würde, die allgemein bekannter sind.

Adam & Eva – die ersten Menschen
Kain und Abel – das ungleiche Bruderpaar
Noah – der Schiffsbauer
Abraham, Isaak und Jakob – die Erzväter Israels
Mose, der Führer des Volkes
Deborah – die Richterin Israels
Esther – die Retterin des Volkes
Elia – der große Prophet
David – der große König
Johannes, der Täufer – Vorläufer und Herold Jesu
Petrus – der „Sprecher“ der Jünger
Paulus – der Heidenapostel
Lydia – die Purpurkrämerin
usw.

Alles Menschen mit Rang und Namen, die fast alle viel getan haben zur Ehre Gottes und ein geistlicher Wohlgeruch waren in ihrer Zeit, obwohl sie es oft selbst nicht erkannten. Durch die Kirchengeschichte haben andere Namen Bekanntheit erlangt:

Augustinus – der bekannte Kirchenvater und Theologe
Martin Luther – der Reformer
Charles H. Spurgeon – der gesegnete Prediger
Amy Carmichael – die hingegebene Missionarin
Corrie ten Boom – die Evangelistin
Gladys Aylward – die „Frau mit dem Buch“ in China
Billy Graham – der Evangelist
usw.

Auch alles Menschen mit Rang und Namen. Auch sie haben viel zur Ehre Jesu in verschiedenen Teilen der Welt getan. Tatsache ist aber auch, dass Menschen mit Rang und Namen im Reich Gottes in der Minderheit sind. Das war in den Zeiten der Bibel so, das war durch die Kirchengeschichte hindurch so und das ist bis heute so. Die genannten Namen haben sicher eine gute Spur zurückgelassen. Aber bei Hundert Spuren der „Großen und Berühmten“ (die sicher nie groß und berühmt werden wollten,) gibt es Tausende von Spuren, die vom Rest des großen Volkes Gottes zurückgelassen wurden und werden. 

Da ist die Rede von Philemon, Onesimus oder Epaphras in der Bibel, neben Epänetus, Andronicus, Junias, Urbanus, Stachys oder auch Apelles. Schon mal von denen gehört? Alle werden lobend als Diener Jesu erwähnt. In der Kirchengeschichte sind es Hunderttausende unbekannter Männern und Frauen, die dem Herrn hingebungsvoll – oft bis in den Tod – gedient haben. Ihre Namen sind unbekannt, aber ihr Leben hat eine Spur zurückgelassen und einen Wohlgeruch für ihren Herrn, an den sie geglaubt und für den sie gelebt haben.

Und Du? Und ich? Die wenigsten von uns werden es in die Geschichtsbücher der Welt schaffen. Aber solange es unser Anliegen ist, durch unseren kleinen Beitrag, durch unser kurzes Leben, eine Spur für Jesus in der Welt zurückzulassen, ein Wohlgeruch für Ihn zu sein, solange dürfen wir in freudiger Erwartung leben, einmal die herrlichen Worte zu hören (Matthäus 25:21+23 / NLB):

Gut gemacht, mein guter und treuer Diener. Du bist mit diesem kleinen Betrag zuverlässig umgegangen, deshalb will ich dir größere Verantwortung übertragen. Lass uns miteinander feiern!

Mittwoch, 10. Dezember 2025

Drei Arten von Königen

Die Chronik- und Königebücher der Bibel sind spannende Berichte über die Regenten Israels und Judas sowie über die Zeit, in der sie regierten. Vielsagend sind die einleitenden Aussagen über ihr geistliches Leben.

Über Hiskia heißt es in 2. Könige 18:1-3:

Im dritten Jahr Hoseas, des Sohnes Elas, des Königs von Israel, wurde Hiskia König, der Sohn des Ahas, des Königs von Juda. 2 Mit 25 Jahren wurde er König, und er regierte 29 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Abija, eine Tochter Sacharjas. 3 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, ganz wie es sein Vater David getan hatte.

Über Amazja lesen wir in 2 Könige 14:1-3:

Im zweiten Jahr des Joas, des Sohnes Joahas, des Königs von Israel, wurde Amazja König, der Sohn des Königs Joas von Juda. 2 Mit 25 Jahren wurde er König, und er regierte 29 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Joaddin, von Jerusalem. 3 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, doch nicht so wie sein Vater David, sondern ganz so, wie es sein Vater Joas getan hatte.

Über Salomo (und sein Volk) spricht der Prophet Achija Gericht in 1 Kö 11:30

33 deshalb, weil sie mich verlassen haben und Astarte, die Gottheit der Zidonier, Kemosch, den Gott der Moabiter, und Milkom, den Gott der Ammoniter, angebetet haben und nicht in meinen Wegen gewandelt sind, um zu tun, was recht ist in meinen Augen, nach meinen Satzungen und Rechten, wie es sein Vater David getan hat.

Ähnliche Formulierungen finden wir mehrmals in den Geschichtsbüchern des Alten Testaments. Drei verschiedene Formen der Nachfolge:

ð Wie David – von ganzem Herzen

ð Nicht ganz wie David – mit Kompromissen

ð Gar nicht wie David

In diese drei Gruppen unterteilen auch wir Christen uns. Wir folgen dem Herrn von ganzem Herzen, mit geteiltem Herzen oder gar nicht.

Christen, die dem Herrn wie David folgen, orientieren sich an 2 Chronik 19:9:

Fürchtet den Herrn, handelt treu und mit ungeteiltem Herzen.

Christen mit geteiltem Herzen sagt Gott durch Jakobus (1:8; 4:8):

Ein Mann mit geteiltem Herzen, [ist] unbeständig in allen seinen Wegen. ...Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, die ihr geteilten Herzens seid!

Und Christen, in deren Herz Jesus gar keinen Platz hat sagt der Herr (Matthäus 7:22+23):

Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? 23 Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!

Die Aussagen der alttestamentlichen Geschichtsbücher fordern uns heraus, unsere Herzen zu prüfen. Gesegnet der Mensch, dessen Herz – wie Davids Herz – ungeteilt auf den Herrn gerichtet ist!

Denn die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist. (2 Chronik 16:9)

Dienstag, 9. Dezember 2025

Und im Alter?

Vorgestern nahm ich an einem interessanten Kindergottesdienst teil. Ich glaube, ich war einer der ruhigsten Teilnehmer. J In der Bibellektion ging es um das Kind Jesus im Tempel. Dabei kamen natürlich auch Hanna und Simeon zur Sprache. Über diese beiden „Lichtgestalten“ heißt es in Lukas 2:25-38:

Und siehe, es war ein Mensch namens Simeon in Jerusalem; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels; und der Heilige Geist war auf ihm. 26 Und er hatte vom Heiligen Geist die Zusage empfangen, dass er den Tod nicht sehen werde, bevor er den Gesalbten des Herrn gesehen habe. 27 Und er kam auf Antrieb des Geistes in den Tempel. Und als die Eltern das Kind Jesus hineinbrachten, um für ihn zu tun, was der Brauch des Gesetzes verlangte, 28 da nahm er es auf seine Arme, lobte Gott und sprach: 29 Nun, Herr, entlässt du deinen Knecht in Frieden nach deinem Wort! 30 Denn meine Augen haben dein Heil gesehen, 31 das du vor allen Völkern bereitet hast, 32 ein Licht zur Offenbarung für die Heiden und zur Verherrlichung deines Volkes Israel! 33 Und Joseph und seine Mutter verwunderten sich über das, was über ihn gesagt wurde. 34 Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und zum Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird, 35 aber auch dir selbst wird ein Schwert durch die Seele dringen —, damit aus vielen Herzen die Gedanken geoffenbart werden. 36 Und da war auch Hanna, eine Prophetin, die Tochter Phanuels, aus dem Stamm Asser, die war hochbetagt und hatte nach ihrer Jungfrauschaft mit ihrem Mann sieben Jahre gelebt; 37 und sie war eine Witwe von etwa 84 Jahren; die wich nicht vom Tempel, sondern diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. 38 Auch diese trat zu derselben Stunde hinzu und pries den Herrn und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung warteten in Jerusalem.

Die erwähnten Ausführungen fand ich recht interessant. Beide Personen waren alt, und ich meine ALT! Von Simeon heißt es, dass er vom Heiligen Geist die Verheißung hatte, nicht zu sterben, bevor er Jesus gesehen hätte. Ich vermute, sein Alter war in den Regionen, in denen man an den Tod dachte. Das bestätigen seine Worte, nachdem er Jesus auf dem Arm gehalten hatte. Dann spricht er: „Nun, Herr, entlässt du deinen Knecht in Frieden“ Simeon war alt!

Und Hanna ebenso. Ihr Alter muss jenseits der 100 gewesen sein. Sie war 7 Jahre verheiratet gewesen, bevor ihr Mann starb. Seitdem – seit 84 Jahren – war sie Witwe. Das sind 91 Jahre. Da aber selbst im alten Israel keine Kinder mit 9 Jahren verheiratet wurden, muss Hanna über 100 Jahre alt gewesen sein. Was mich beeindruckt hat, ist ihre Beschreibung in Vers 37:  Sie „wich nicht vom Tempel, sondern diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht.“

Da sind zwei alte Menschen, zumindest die Frau war „steinalt“! Beide leben im Glauben und im Dienst für Gott – der Mann und die Frau!

Wie oft hört man heute die Worte: „Wir müssen Platz machen für die Jüngeren!“ „Wir müssen die jungen Leute ranlassen!“ „Die Alten sollten den Jungen nicht im Weg stehen!“

Diese Gefahr sehe ich in der Bibel eigentlich nirgends. Im Gegenteil: die Beschreibung von Simeon und Hanna ermutigt alle, aber gerade die Betagten, dem Herrn mit ganzem Herzen zu dienen. Natürlich: „Wie Deine Tage, so Deine Kraft!“  Und natürlich: Niemand sollte aus unlauteren Motiven an einem Dienst festhalten, der besser in jüngere Hände abgegeben werden sollte. Niemand sollte die Entwicklung eines Dienstes blockieren. Vielleicht sollte der eine oder andere Dienst tatsächlich in jüngere Hände abgegeben werden (was wahrhaftig nicht immer die beste Lösung ist).

Was aber nicht geschehen sollte ist, dass die Alten ihre Dienste abgeben und sich zur Ruhe setzen. Simeon wartete aktiv auf das Kommen des Messias. Er war vom Geist Gottes erfüllt, lebte sein Leben auch im Alter im Glauben, ließ sich vom Geist Gottes leiten, lobte Gott im Alter, und nutzte seine Gabe der Prophetie im Gespräch mit Maria. Das alles steht im Text!

Hanna besaß ebenfalls die Gabe der Prophetie. Sie war immer im Tempel (Gemeindehaus) zu finden. Sie betete und fastete als Dienst für Gott, was ihr Verlangen nach Gottes Nähe zum Ausdruck brachte. Und nachdem sie Jesus gesehen hatte, lobte sie Gott und ging in die Stadt und verkündigte – als über Hundertjährige!!! – Jesus!

Lektion 1: Lasst uns im Alter nicht die Dienste für Jesus hinschmeißen oder aus Frust oder Bequemlichkeit aufgeben. Lasst uns alle verbliebene Kraft im Dienst für Ihn einsetzen.

Lektion 2: Lasst uns früh genug – bevor wir „alt“ sind – damit beginnen, damit sich unsere Einstellung zum Dienst im Alter nach dem Vorbild Simeons und Hannas entwickeln kann.

Montag, 8. Dezember 2025

Gedanken zum 2. Advent

Seit gestern sind es zwei Kerzen, die die Altäre in den Kirchen und die Adventkränze in den Häusern zieren. Mehr Licht, als noch vor einer Woche. Wir erinnern uns, dass es nicht mehr lange ist, bis wir uns an Weihnachten an das erste Kommen Jesu erinnern – und an Sein Versprechen, ein zweites Mal zu kommen … und an die vielen Hinweise darauf. Diese Zeichen, die (kurz) vor Seinem zweiten Kommen auftreten werden, hat Er uns beschrieben. Leider ignorieren zu viele Menschen leichtfertig diese Zeichen. Zeichen aber hat Gott uns gegeben, damit wir darauf achten und entsprechend reagieren – so, wie es die Morgan Seezigeuner taten, von denen David Sargent berichtet:

Am 26. Dezember 2004 erlebte die Welt mit Horror die Tsunami Katastrophe in Südost-Asien. Ein Erdbeben unter dem Indischen Ozean rief eine riesige, bis zu 30 Meter hohe Flutwelle hervor, die dann über das Land in der gesamten Region hereinbrach. Der Tsunami brachte die Zerstörung bis an die 7500 km entfernte Ostküste Afrikas. Über eine Viertelmillion Menschen kamen in den wütenden Wassern und der anschließenden Verwüstung ums Leben. Ganze Inselbevölkerungen und Küstenorte wurden ausgelöscht, in manchen Fällen alle Männer, Frauen und Kinder.

Gemäß dem AP Nachrichtendienst gab es eine bemerkenswerte Ausnahme: das kleine Fischervolk der Morgan Seezigeuner. Sie verbringen einen guten Teil des Jahres auf ihren Fischerbooten und fischen zwischen Indien, Indonesien und Thailand. Jedes Jahr im Dezember, zwischen den Fangzeiten, leben sie in kleinen Strohhütten am Strand von Thailand. In jenem Dezember lebten sie direkt in der Bahn der Tsunami - Katastrophe. Doch jedes einzelne Mitglied des Stammes überlebt, während die meisten ihrer Nachbarn in den tobenden Wassern verschwanden.

Warum? Der Stammesführer erklärt: "Seit Generationen haben uns unsere Väter gewarnt und gesagt: Wenn das Wasser plötzlich schnell zurückgeht, wird es auch schnell und in gleicher Menge zurückkehren."

Am 26. Dezember, als das Meer plötzlich abfloss, liefen viele der Nachbarn mit Körben zum Strand um gestrandeten Fisch aufzulesen. Nicht so die Morgan Seezigeuner. Der Chef befahl seinem Stamm, in die entgegengesetzte Richtung zu laufen, nämlich in die Berge und damit in Sicherheit. Als der Tsunami kam, blieb der gesamte Stamm verschont.

Es gibt einen weiteren Fall von außergewöhnlicher – ja, globaler Proportion, der zu einem bestimmten, zukünftigen Zeitpunkt auftreten wird: die Rückkehr Jesu!

Niemand, nur der Himmel allein weiß genau, wann Jesus zurückkehren wird. Unerwartet wird dieser "Tag des Herrn" sein wie ein "Dieb in der Nacht". Dieser „Advent“ könnte jeden Augenblick kommen! Der Schlüssel ist, bereit zu sein!

Wenn Jesus kommt, wird Er die Welt in Gerechtigkeit richten
(Apostelgeschichte 17:31). Diejenigen, die Jesu Angebot des Heils angenommen haben, werden in den Himmel aufgenommen. Wer Jesus und Sein Angebot abgelehnt hat, wird ins ewige Feuer gehen, das für Satan und seine Engel vorbereitet wurde. So erklärt es die Bibel!

Jesu zweiter Advent – sein zweites Kommen – wird kommen, aber wir können darauf vorbereitet sein. Jesus wird alle retten, die an Ihn glauben
(Apostelgeschichte 16:30-31) alle, die sich von ihren Sünden abwenden (Apostelgeschichte 17:30-31), Ihn als ihren Herrn bekennen und Ihm nachfolgen. Für jeden, der bereit ist für Jesu zweiten Advent, müssen die Zeichen der Zeit nicht erschreckend sein, sondern eher ein herrlicher Klang, dass Jesus bald kommt. Bist du bereit?

Sonntag, 7. Dezember 2025

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Matthäus 1:18b-1:25a
 
18 Als nämlich seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, noch ehe sie zusammengekommen waren, erwies es sich, dass sie vom Heiligen Geist schwanger geworden war.
19 Aber Joseph, ihr Mann, der gerecht war und sie doch nicht der öffentlichen Schande preisgeben wollte, gedachte sie heimlich zu entlassen.
20 Während er aber dies im Sinn hatte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum, der sprach: Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was in ihr gezeugt ist, das ist vom Heiligen Geist.
21 Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.
22 Dies alles aber ist geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten geredet hat, der spricht:
23 »Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären; und man wird ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: »Gott mit uns«.
24 Als nun Joseph vom Schlaf erwachte, handelte er so, wie es ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich;
25 und er erkannte sie nicht, bis sie ihren erstgeborenen Sohn geboren hatte.

Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Anbetung - Gebet
Predigt - 
Gemeinschaft

Heute wieder mit Einladung zum Mittagessen! 

Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Anfechtung ist die notwendige Kehrseite des Glaubens.
Wer nicht angefochten wird, kann auch nicht glauben.
(Martin Luther)

Samstag, 6. Dezember 2025

Der Bischof von Myra

Wir kennen ihn alle, diesen Alten mit rotem Mantel und weißem Bart. Um ihn hat sich eine - für Kinder wunderbare - Tradition entwickelt. Wäre dieser heute geboren – wäre er ein Türke und würde in einer türkischen Kirche arbeiten: Nikolaus, Bischof von Myra. Um seine Person ranken sich unzählige Legenden, Mischungen von Wahrheit und Erfindung. 

Möglicherweise im Jahr 270 wurde Nikolaus geboren. Gestorben soll er an einem 6. Dezember sein irgendwann zwischen den Jahren 345 und 351. Daher das Datum des 6. Dezembers! Die Tatsache, dass Bischof Nikolaus ein geistliches Amt begleitete zeigt, dass ihm der Glaube an Gott etwas bedeutete. In Lukas 19 vergleicht sich Jesus mit einem Edelmann, der sein Volk eine Weile verläßt, seine Knechte ruft, ihnen Geld anvertraut und zu ihnen sagt:

Handelt damit, bis ich wiederkomme! (Vs 13)

Wahrscheinlich hat Nikolaus von Myra nach dieser Devise gelebt. Viel Gutes wird über ihn berichtet – auch im Zusammenhang mit Kindern. Eine Legende besagt, dass ein verarmter Vater seine drei Töchter zu schamvollen Dingen auf die Straße schicken wollte, weil er selbst zu wenig besaß, um sie gut zu verheiraten. Nikolaus erfährt von der Notlage und wirft in den nächsten 3 Nächten 3 Klumpen Gold in die zum Trocknen aufgehängten Socken.

In einer anderen Legende wird berichtet, dass Piraten alle Getreideschiffe gekapert hatten und sie nur gegen Lösegeld der Stadt Myra freigeben wollten. Die Stadt war vom Hungertod bedroht, konnte aber nicht genügend Lösegeld auftreiben. Daraufhin verlangten die Seeräuber die Kinder der Stadt als Sklaven. Nikolaus opferte den gesamten Kirchenschatz und die Seeräuber gaben sich zufrieden und zogen ab. Kein Wunder, dass St. Nikolaus zum Schutzheiligen der Kinder erklärt wurde.

Sicher kann man aus diesen Legenden seine Schlüsse ziehen. Wichtiger aber noch ist, dass wir – wie vielleicht Nikolaus von Myra – uns die Worte Jesu zur Devise machen:

Handelt, bis ich wiederkomme! (Lukas 19: 13)

Jesus hat uns viel, sehr viel anvertraut. Gesundheit, Freiheit, Gaben, Finanzen, Talente, Beziehungen und so viel mehr. Lasst uns damit handeln und Gutes tun, bis Er wiederkommt. Der Advent erinnert uns daran, dass das schon sehr bald sein kann. Vielleicht sogar heute!

Lasst uns aber im Gutestun nicht müde werden; 
denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, 
wenn wir nicht ermatten. (Galater 6:9)

Freitag, 5. Dezember 2025

Puritanisches Gebet

Zum zweiten Mal lese ich mit Gewinn in meiner Stillen Zeit durch ein Buch, das leider nur in Englisch erhältlich ist: „The Valley of Vision“ (Das Tal der Gesichte) Es enthält etwa 200 Gebete der Puritaner, einer Glaubensbewegung des 16. und 17. Jahrhunderts. Zu den Namen aus dieser Zeit gehören neben vielen andern auch einige bekanntere, wie der Indianermissionar und Beter David Brainard, der Autor John Bunyan, der Liederdichter Isaac Watts, und der Pastor und Bibellehrer Charles H. Spurgeon.

Ihre Gebete kommen aus einer anderen Zeit; aus einer Zeit, in der die Heiligkeit Gottes nicht nur ein Wort oder ein Liedvers war, sondern eine Realität, die heilige Ehrfurcht hervorrief. Kumpelhafte Vertrautheit mit Jesus war die Ausnahme, wenn überhaupt vorhanden. Gebet bezeichnete das demütige Kommen der Kreatur vor ihren Schöpfer.

In den Gebeten der Puritaner mag das eine oder andere befremdlich klingen, doch steckt jede Seite voller Ehrfurcht, Tiefe und heiliger Hingabe. Im Folgenden die Übersetzung (und leichte Bearbeitung zwecks Verständlichkeit) des Gebets mit der Überschrift: Heiliger Geist


HEILIGER GEIST,

So wie die Sonne voller Licht ist,
der Ozean voller Wasser,
der Himmel voller Herrlichkeit,
so möge mein Herz voll von Dir sein.

Vergeblich sind alle göttlichen Absichten der Liebe
und die von Jesus gewirkte Erlösung,
wenn Du nicht in mir wirkst,
mich durch Deine Kraft erneuerst,
mir Augen gibst, um Jesus zu sehen,
und mir die Realitäten der unsichtbaren Welt zeigst.

Gib mir dich selbst ohne Maß,
wie eine unerschöpfliche Quelle,
wie unerschöpflichen Reichtum.

Ich beklage meine Kälte, Armut, Leere,
unvollkommene Sicht, träge Dienste,
gebetslose Gebete, lobpreisungslose Lobpreisungen.
Lass mich nicht trauern oder dir widerstehen.

Komm als Kraft,
um jede rebellische Begierde zu vertreiben,
um uneingeschränkt zu herrschen und mich bei dir zu halten;
Komm als Lehrer,
der mich in alle Wahrheit führt und mich mit allem Verständnis erfüllt;
Komm als Liebe,
damit ich den Vater verehren 
und ihn als mein Ein und Alles lieben kann;
Komm als Freude,
um in mir zu wohnen, mich zu bewegen, mich zu beleben;
Komm als Licht,
das die Heilige Schrift erleuchtet und mich nach ihren Gesetzen formt;
Komm als Heiligmacher,
damit Körper, Seele und Geist ganz dein sind;
Komm als Helfer,
mit der Kraft zu segnen und zu bewahren, 
jeden meiner Schritte zu lenken;
Komm als Verschönerer,
um Ordnung aus Verwirrung zu schaffen, Schönheit aus Chaos.

Offenbare mir deine Herrlichkeit, indem du in mir verherrlicht wirst,
und lass mich duften mit deinem Wohlgeruch.
 
Amen! 

Donnerstag, 4. Dezember 2025

Nichts geht mehr!

Abends um 18:00 Uhr - gemeinsames Abendessen vorm Fernseher. (Ich weiß, ich weiß …). 

Eine Soko war angesagt. Untertitel: "Nichts geht mehr!" War interessant, aber immer wieder kam mir die Frage: Wie passt der Titel zur Geschichte. Als wir uns nach dem Film unterhielten, und ich meiner Frau eben diese Frage stellte, zuckte sie auch nur mit den Schultern. Irgendwo war es für uns eine interessante Geschichte mit unzutreffendem Titel.

Der Titel zog gleich bei der Einblendung meine Aufmerksamkeit auf sich. "Nichts geht mehr!"  Wie oft begegnen wir Situationen, in unserem eigenen Leben oder im Leben von Anderen, in denen wir oder andere festgefahren sind und weder vor noch zurückkommen.

  • Da ist die Krankheit, die uns von einem zum anderen Arzt, von einer zur anderen Therapie gejagt hat - ohne erkennbares Resultat! Irgendwann fühlt man sich mit seiner letzten Hoffnung wie "vor die Wand gefahren!" Nichts geht mehr.
  • Da ist das Ehepaar, das über Jahre gekämpft hat. Immer wieder hat man das Gespräch gesucht, miteinander, mit anderen, mit Seelsorgern, vielleicht sogar mit Therapeuten. Und irgendwann scheinen die Kraftreserven aufgebraucht. Man fühlt sich wie in einer Sackgasse, in der es am Ende nicht einmal eine Wendemöglichkeit gibt. Nichts geht mehr.
  • Da ist das Alter. Bis zu einem bestimmten Punkt im Leben lief alles irgendwie. Dann verlor man eins ums anderen. Durch Erwachsenwerden die Kinder, durch die Rente den Job, durch Tod die Freunde, durch die Jahre die Kraft und Gesundheit. Man blickt zurück auf verpasste Gelegenheiten, auf Zeit, die unwiederbringlich und ungenutzt vorbeigezogen ist. Für vieles ist es nun zu spät. Nichts geht mehr.
  • Da sind die anderen, die durch Leichtsinn, Probleme oder schlechte Gesellschaft in die Sucht gerutscht sind. Oder solche, die sich selbst nicht mehr verstehen, weil sie plötzlich von Depression oder psychischer Labilität überfallen wurden. Ohne Erklärung, ohne erkennbare Begründung. Man fühlt sich wie festgefahren. So sehr man auch möchte, nichts geht mehr.
Wer sich noch nie in einer solchen oder ähnlichen Situation befunden hat, soll sich glücklich schätzen. Solch eine Person gehört als Rarität ins Museum.

Nichts geht mehr! Diese Worte signalisieren Hoffnungslosigkeit und das Empfinden, an einem unangenehmen, aber unbeweglichen Ende angekommen zu sein. Nichts geht mehr - diese Worte gelten NICHT für Menschen, die "einen Draht" zu Jesus haben. Jesus sagt:

Ich bin das Alpha und das Omega - der Anfang und das Ende. Jedem, der durstig ist, werde ich aus der Quelle, die das Wasser des Lebens enthält, umsonst zu trinken geben!
(Offenbarung 21:6)

Nichts geht mehr? Doch! Wer meint, festgefahren und am Ende angekommen zu sein, der darf sich daran erinnern: Jesus sagt: ICH, JESUS, BIN DAS ENDE! Wer in seiner Hoffnungslosigkeit feststeckt und meint, nichts gehe mehr, ist einer Fehleinschätzung zum Opfer gefallen. Nicht die Hoffnungslosigkeit, die Krankheit, die kaputte Ehe, die Probleme mit den Kindern, die Arbeitslosigkeit, die fehlenden Finanzen, die Sucht oder Depression - was immer meine Not ist, in der ich festzustecken scheine - nicht das ist das Ende. Wäre das das Ende, ginge wirklich nichts mehr. Aber Jesus sagt: "Ich bin das Ende!"  Wenn Du mit Deiner Not noch nicht bei Jesu angekommen bist, bist Du noch nicht am Ende. Da geht noch was! Vielleicht ist es nur noch ein Schritt bis zum Ende - zu Jesus! Gib nicht auf! Bei Jesus bist Du am Ende - am Ende angekommen. Und dort findest Du Erfrischung und Hilfe. Das Ende bei Jesus bedeutet nicht Hoffnungslosigkeit, sondern neue Hoffnung und Seine Kraft!