Saget Dank ALLEZEIT für ALLES!
(Epheser 5:20)
Vor 5 Tagen konnte man den ersten Blogeintrag dieser Miniserie lesen. Wir haben uns einige Fakten angeschaut*, die uns hoffentlich den Blick dafür geöffnet haben, dass es uns besser
geht als den meisten Menschen auf der Welt. Sicher gibt es für jede
Beschwerde unsererseits mindestens 10 Gründe, für
die wir Gott danken können. Wenn wir das tun, wird das dem Herrn
gefallen, da es Ihm Ehre bringt! Und welchen Eindruck muss solch ein
dankbares Leben hinterlassen bei denen, die Jesus nicht kennen und daher
oft eine recht negative Einstellung zu vielem haben!
Ich erinnere mich an "Tante Berta Isselmann", ein Siegener Original. Sie
war der Apostel der Zirkusleute, derer, die an den Bushaltestellen
warteten und nicht weglaufen konnten, derer, die mit ihr im Wartezimmer
eines Arztes warteten oder derer, die ihr im Zug gegenüber saßen.
Niemand konnte ausweichen, wenn diese frohe Jesusjüngerin von ihrem
Jesus erzählte. An ihrem 80sten Geburtstag setzte sie sich ans Klavier
und trillerte:
"Nun bin ich achtzig, die Sache macht sich, denn Jesu Liebe macht das Herz so froh!"
Eines Tages besuchte sie unsere Bibelschule und berichtete aus ihrem
Leben. Alt war sie - und blind. Trotzdem war sie bis ins hohe Alter
immer noch allein unterwegs. Auf die Frage:
"Tante Berta, wie geht es Dir?" antwortete sie oft:
"Gut! Ich danke mich durch!"
Was für eine Einstellung einer fast 90-Jährigen. Sie war ein lebendes
Beispiel einer dankbaren Person, der die Umstände des Lebens nicht nur
Positives zuspielten.
Bei all den Zahlen der vergangenen Tage könnte man auf den Gedanken
kommen, dass das Leid, in dem WIR uns vielleicht momentan befinden,
heruntergespielt wird im Vergleich zu den Schreckensmeldungen aus aller
Welt. Nicht immer hilft es in der Not, uns Situationen in Erinnerung zu
rufen, deren Ausmaße die Ausmaße unserer persönlichen Not übersteigen.
Wer einen lieben Menschen verloren hat, wird sich kaum damit trösten
können, dass irgendwo auf der Welt jemand seine ganze Familie verloren
hat. In solchen Fällen dürfen wir Jesusjünger uns daran erinnern, dass
unser Herr auch in der Not bei uns ist, dass Er nichts übersehen hat und
Ihm nichts außer Kontrolle geraten ist. In einer Todesanzeige (zwei Geschwister starben am selben Tag) fand ich das Zitat eines
Bibelverses aus Römer 8:28:
"Wir wissen, dass Gott bei denen, die Ihn lieben,
alles zum Besten führt!"
Vor wenigen Tagen sprach ich am Telefon mit einer lieben Bekannten, die
mir ihre Erfahrung mit Dankbarkeit erzählte. Nach einer Knöcheloperation
wurde sie nachts von heftigen Schmerzen geweckt. Einschlafen konnte sie
nicht mehr und so fing sie an, Jesus zu danken und zu loben für das,
was ihr so in den Sinn kam. Während sie ihrer Dankbarkeit freien Lauf
ließ, erfüllte solche übernatürliche Freude ihr Herz, dass sie
schließlich an dem Punkt ankam, dem Herrn für die Schmerzen im
operierten Knöchel zu danken. "Ohne diese Schmerzen" so sagte sie,
"wäre ich nicht wach geworden, hätte Jesus nicht gesucht und hätte
diese einzigartige und innige Gemeinschaft mit Ihm nicht erfahren. Also
habe ich Ihm für die Schmerzen gedankt."
Denke man, wie man will, Jesus hat sich was dabei gedacht, als Er uns durch Paulus sagte:
Saget Dank ALLEZEIT für ALLES!
(Epheser 5:20)
Wie wäre es, heute einen regelmäßigen Anfang damit zu machen?
* (Quelle: http://www.globalissues.org/article/26/poverty-facts-and-stats / KI aktualisiert)