„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Samstag, 7. Dezember 2024

16 Gründe, weshalb ich mich nicht wasche

Von Zeit zu Zeit, wenn ich Menschen zum Gottesdienst einlade, erhalte ich interessante Ausreden. Die Überschrift des heutigen Blogeintrags hat vielleicht den einen oder anderen erschrocken – vielleicht sogar bewogen, zu lesen, was da jetzt wohl kommt. Irgendjemand hat irgendwo Gründe gesammelt, warum Menschen sich nicht waschen. Diese Ausreden ähneln in mancherlei Hinsicht den Gründen, warum so manch einer morgen nicht zum Gottesdienst gehen möchte.

1. Ich wurde als Kind immer gezwungen, mich zu waschen.
2. Menschen, die sich waschen, sind Heuchler. Sie glauben, sie wären sauberer als andere.
3. Es gibt so viele Sorten Seife. Ich kann unmöglich wissen, welche die richtige für mich ist.
4. Ich habe mich einmal gewaschen. Aber ich finde es langweilig.
5. Natürlich wasche ich mich: Einmal im Jahr zu Weihnachten. Das reicht mir.
6. Alle meine Freunde finden Waschen blöd und überflüssig.
7. Wenn ich älter bin, fange ich vielleicht an, mich zu waschen.
8. Ich habe keine Zeit, mich zu waschen.
9. Die Atmosphäre im Badezimmer ist viel zu kalt und steril.
10. Die Seifenhersteller sind doch nur hinter meinem Geld her.
11. Ich kann auch draußen in der Natur sauber werden. Der Wind bläst mich sauber.
12. Wenn du dich wäscht, ist das schön für dich. Ich fühle mich auch ohne Waschen gut.
13. Ich brauche mich nicht zu waschen. Ich bin von Natur aus sauber.
14. Ich glaube nicht an ansteckende Krankheiten.
15. Meine Eltern haben sich immer gewaschen. So wie die will ich nie werden.
16. Ich kann mich ja auch zwischendurch waschen, z.B. beim Essen oder Fernsehen.

Interessant und manchmal abartig sind diese Ausreden, sich nicht zu waschen, schon. Trotzdem klingen manche Begründungen ähnlich denen, die für den Nichtbesuch eines Gottesdienstes benutzt werden. Dabei haben die meisten Menschen gar keine Ahnung, wie gesegnet die Gemeinschaft derer ist, in deren Treffen Gottes Wort gepredigt, Jesus besungen und herzliche Gemeinschaft gepflegt wird. Wo das geschieht, begegnen Menschen Jesus. Ihr Glaube wird gestärkt, ihr Leben gesegnet. Gottes Wort fordert uns auf:

Und lasst uns unsere Zusammenkünfte nicht versäumen, wie einige es tun, sondern ermutigt und ermahnt einander, besonders jetzt, da der Tag seiner Wiederkehr näher rückt! (Hebräer 10:25)

Wie ist es nun, ihr Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder von euch etwas: einen Psalm, eine Lehre, eine Sprachenrede, eine Offenbarung, eine Auslegung; alles lasst zur Erbauung geschehen! (1 Korinther 14:26)

Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit; lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen. (Kolosser 3:16)

Ich möchte jeden ermutigen, morgen den Gottesdienst seiner Gemeinde zu besuchen, sofern dort die Bibel als Gottes Wort verkündigt wird und Jesus im Mittelpunkt steht. Wer keine solche Gemeinde kennt, darf sich gerne über das Kontaktformular im Seitenfenster melden. Wer in der Nähe wohnt und nicht weiß, wo er hingehen soll, ist herzlich zur CCFG eingeladen.

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Freitag, 6. Dezember 2024

Nikolaus

Zwei Erinnerungen kommen mir in den Sinn, wenn ich an den 6.12. – den Nikolaustag in meiner Kindheit denke.

Die erste ist ein schwarz-weißes Foto, auf dem ich (ca. 3 J.) bei meiner Mutter auf dem Schoß sitze, Augen aufgerissen – mit dem Nikolaus vor mir stehend. Gewöhnlich kam er mit einem nicht so kleinen Buch, in dem allerhand Gutes und Böses aufgeschrieben war.

Die zweite Erinnerung datiert ca 6 Jahre später: Vielleicht waren es 17 Uhr. Jedenfalls war es bereits dunkel, und ich spielte mit einigen anderen Kindern Fangen. Ohne auf den Verkehr zu achten, laufe ich über die Straße – direkt vor ein Auto. Die Polizei kam, ein Krankenauto wurde nicht gerufen, da nicht viel passiert war. Meine Eltern wurden informiert, holten mich ab und wir alle saßen geschockt und schweigend um den Abendbrottisch. Irgendwann sagte dann der Vater: „Heute wird der Nikolaus wohl nicht mehr kommen …“

Alle anderen Erinnerungen drehen sich eher um Tüten mit Süßigkeiten und Nüssen – dazu die Tatsache, dass ich zwar öfters ermahnt, aber nie in den Sack gesteckt und abtransportiert wurde.  Geschenke mit Obst und Plätzchen gab es immer! Eine nette Tradition! Immer mir gutem Ausgang!

Zu verdanken haben wir diese Tradition vornehmlich einem Mann, der – wäre er heute geboren – ein Türke wäre und in einer türkischen Kirche arbeiten würde. Nikolaus, Bischof von Myra. Um seine Person ranken sich unzählige Legenden, Mischungen von Wahrheit und Erfindung. Möglicherweise im Jahr 270 wurde Nikolaus geboren. Gestorben soll er an einem 6. Dezember sein, irgendwann zwischen den Jahren 345 und 351. Daher das Datum des 6. Dezembers! Die Tatsache, dass Bischof Nikolaus ein geistliches Amt begleitete zeigt, dass ihm der Glaube an Gott etwas bedeutete.

In Lukas 19 vergleicht sich Jesus mit einem Edelmann, der sein Volk eine Weile verlässt, seine Knechte ruft, ihnen Geld anvertraut und zu ihnen sagt:

Handelt damit, bis ich wiederkomme! (Vs 13)

Wahrscheinlich hat Nikolaus von Myra nach dieser Devise gelebt. Viel Gutes wird über ihn berichtet – auch im Zusammenhang mit Kindern. Eine Legende besagt, dass ein verarmter Vater seine drei Töchter zu schamvollen Dingen auf die Straße schicken wollte, weil er selbst zu wenig besaß, um sie gut zu verheiraten. Nikolaus erfährt von der Notlage und wirft in den nächsten 3 Nächten 3 Klumpen Gold in die zum Trocknen aufgehängten Socken.

In einer anderen Legende wird berichtet, dass Piraten alle Getreideschiffe gekapert hatten und sie nur gegen Lösegeld der Stadt Myra freigeben wollten. Die Stadt war vom Hungertod bedroht, konnte aber nicht genügend Lösegeld auftreiben. Daraufhin verlangten die Seeräuber die Kinder der Stadt als Sklaven. Nikolaus opferte den gesamten Kirchenschatz und die Seeräuber gaben sich zufrieden und zogen ab. Kein Wunder, dass St. Nikolaus zum Schutzheiligen der Kinder erklärt wurde.

Sicher kann man aus diesen Legenden seine Schlüsse ziehen. Wichtiger aber noch ist, dass wir – wie vielleicht Nikolaus von Myra – uns die Worte Jesu zur Devise machen:

Handelt, bis ich wiederkomme! (Lukas 19: 13)

Jesus hat uns viel, sehr viel anvertraut. Gesundheit, Freiheit, Gaben, Finanzen, Talente, Beziehungen und so viel mehr. Lasst uns damit handeln und Gutes tun, bis Er wiederkommt. Der Advent erinnert uns daran, dass das schon sehr bald sein kann. Vielleicht sogar heute!

Lasst uns aber im Gutestun nicht müde werden
denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, 
wenn wir nicht ermatten. (Galater 6:9)

Donnerstag, 5. Dezember 2024

Umgehungsstraßen

In seinem Buch „Sins We Love“ (Sünden, die wir lieben), erzählt Randy Rowland von einem alten, reichen Mann, der schwer erkrank war: Als er merkte, dass sein Sterben nahe war, rief er seine engsten Freunde zusammen, damit sie ihn noch ein letztes Mal besuchten; es waren sein Arzt, sein Pfarrer und sein Geschäftsführer.

Der alte Mann sagte: „Ich weiß, dass man nichts mitnehmen kann, aber wer weiß das schon sicher? Was, wenn die Experten sich irren? Ich möchte alle Möglichkeiten berücksichtigen. Darum gebe ich jedem von Euch einen Umschlag mit 100.000 Euro. Wenn ich sterbe, soll jeder von Euch mir bei der Trauerfeier den Umschlag in die Jackentasche stecken. Wenn ich dann im nächsten Leben Geld brauche, bin ich vorbereitet. Ich gebe Euch die Umschläge, weil Ihr meine treuesten Freunde seid.“

Kurz darauf starb der Mann tatsächlich. Jeder seiner drei Freunde steckte dem Verstorbenen etwas in die Jackentasche, als er zum Sarg ging, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.

Nach dem Gottesdienst, als die Freunde noch beieinandersaßen, sagte der Arzt mit verlegener Miene: „Leute, ich muss etwas bekennen. Bei den heutigen Medikamentenpreisen verdiene ich nicht so viel Geld. Das Krankenhaus braucht dringend Geld. Wir können nicht einmal das kaputte Computertomographiegerät ersetzen. Darum habe ich 20.000 Dollar für das neue Computertomographiegerät genommen und den Rest in den Sarg gelegt.“

Der Pfarrer räusperte sich und sah auf seine Schuhe runter. Er sagte: „Auch ich muss etwas beichten. Wie Ihr wisst, ist unsere Kirche durch die Obdachlosenarbeit stark überlastet. Ich konnte mir nicht vorstellen, das Geld einfach zu vergraben. Also habe ich in der Hoffnung, den Obdachlosen zu helfen, 50.000 Euro aus dem Umschlag genommen und den Rest in seine Jackentasche gesteckt.“

Der Geschäftsmann blickte den Arzt und den Pfarrer streng an und rief: „Ich kann nicht glauben, was ich da höre. Ich bin erstaunt und zutiefst enttäuscht, dass Ihr eine so ernste Angelegenheit so lässig behandelt. Er war unser Freund! Ich möchte Ihr wisst, dass ich meinen persönlichen Scheck über die vollen 100.000 Dollar in seinen Sarg gelegt habe.“

Lustig und interessant! Was die Sünde der drei Freunde war, wird nicht explizit gesagt. War es Geldliebe, oder Betrug, oder die Heuchelei? Nachdenkenswert und erkennbar ist auf jeden Fall die Tatsache, dass Sünde erfinderisch macht. Zwei der Männer fühlten sich noch schlecht, der dritte hatte sein Gewissen durch eine Umgehungsstraße beruhigt.

Geht es uns nicht manchmal ähnlich im Leben? Eine Handlung, ein Wort, eine Gefühlsregung steht im Gegensatz zu unserem Bekenntnis. Und wir finden einen Umweg, auf dem wir sie rechtfertigen können. Wie oft fällt das Wort einer „christlichen Streitkultur“! Davon steht natürlich nichts in der Bibel. Gottes Wort sagt (Römer 13:13 und Galater 5:19+20):

Lasst uns anständig wandeln wie am Tag, nicht in Schlemmereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid. (...) Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen;

Im Bereich Finanzen, Moral und auf (fast) allen Gebieten gibt es ähnliche Umgehungsstraßen für den Begriff Sünde. Lasst uns keine Tricks anwenden. Wenn Gott es Sünde nennt, lasst uns Seiner Definition folgen. Das ist der sicherste Weg zu Segen und Frucht für das Reich Gottes.

Mittwoch, 4. Dezember 2024

Stau!

Der Wahn des Weihnachtsgeschäfts hat begonnen. Staus nehmen zu. Die Verkehrsmeldungen nach den Nachrichten werden länger. Zumindest manchmal! Wenn allerdings - wie letzte Woche - Lastwagen oder Privatpersonen sich hunderte von Kilometern Autorennen mit der Polizei liefern, dann sind Warnungen und Staus nach Unfällen unvermeidbar. Hast Du dieses Jahr irgendwann im Stau gestanden?  Kurze Staus von 2-3 km hält man ja noch aus, aber wenn auf 20 km oder mehr alles verstopft ist, ist man dankbar, wenn der kleine Mann im Radio eine Alternative aufzeigt. Man nimmt also die nächste usfahrt, findet freie Bahn und kommt schließlich ans Ziel.

Im Lebensalltag ist das nicht immer so leicht. Wäre auch zu schön. Auch da stehen wir oft im Stau. Ehepaare stecken im Ehestau, der Todkranke erfährt einen Hoffnungsstau, Alleinerziehende kennen den Zeitstau und Bürgergeldempfänger den Finanzstau. Dazu kommen eine Menge Menschen, deren Weg verstopft ist mit anderen Problemen, Schmerzen, Fragen, Trauer und Hindernissen. Nichts geht mehr, weder vor noch zurück? Das zerstört Mut und Lebensfreude. Kennst Du solche Staus; steckst Du vielleicht mitten drin? 

Die Bibel meldet verschiedene Möglichkeiten, wie es in unserem Leben zu Staus kommen kann. Petrus nennt Verfolgung und Leiden als mögliche Stauursache (1 Petrus 4:12), ebenso wie Rücksichtslosigkeit in der Ehe (1 Petrus 3:7). Auch Paulus meldet, wo es zu Staus kommen kann: Wo Bitterkeit und Ärger zu finden sind (Epheser 4:31). Überall in der Bibel finden wir hilfreiche Hinweise, wo Staus zu erwarten sind, wie sie entstehen und wie wir sie vermeiden können. Wie gut unser Gott ist und wie töricht alle die sind, die Seine Staumeldungen ignorieren. Die bleiben stecken.

Die gute Nachricht ist: nicht nur der ADAC gibt Staulösungen für die Straße bekannt. Jesus gibt die Lösung für unsere Staus im Leben und im Alltag. Klar, auch die lösen sich nicht immer innerhalb von 2 Minuten auf. Tatsache ist aber: Jesus als Stauhelfer – das funktioniert! Wer Jesu Wegbeschreibungen folgt (zu finden in der Bibel), findet den Weg heraus aus Ehestau, Hoffnungsstau und anderen Staus. 
 
Hat Er nicht Unzählige wieder in Bewegung gebracht (Ihm nach), die irgendwo festgefahren waren, damals wie auch heute? Hat Er nicht immer wieder Frieden gestiftet, wo Menschen in Hass und Unversöhnlichkeit festgefahren waren, damals wie heute? Selbst in Situationen, in denen man die „Ausfahrt“ verpasst zu haben scheint, und folglich im Stau feststeckt, ist Er es, der uns zur Seite steht und begleitet. Jesus verspricht (Johannes 14:6):  
 
„Ich bin der WEG, und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater (ans Ziel) als nur durch mich!“ 
 
Jesus sagt auch (Johannes 10:9) :
 
„Ich bin die Tür; so jemand durch mich eingeht, der wird selig werden und wird ein und aus gehen und Weide finden.“
 
Unserer Stau-thematik angepasst wäre das: „Ich bin die Ausfahrt; wenn jemand bei mir abbiegt, der wird freie Fahrt haben und finden, was er sucht.“

Steckst Du im persönlichen Stau? Hast Du Dich festgefahren? Festgefahren in der Ehe? in der Sucht? In Arbeit, Verbitterung oderHoffnungslosigkeit? In Trauer, Einsamkeit oder Depression? In irgendeiner Art Sünde? Festgefahren. Steckengeblieben im Stau ohne vor- oder zurück? Wende Dich sich an den Staupiloten, an Jesus. Er ist der Experte!

Dienstag, 3. Dezember 2024

Licht im Leid

Immer wieder faszinieren mich Berichte, wie Gott aus dem schlimmsten Leid Segen hervorbringen kann, wie Er im ekligsten Morast Blumen wachsen und duften lassen kann.

Als ich dieser Tage die Monatszeitschrift 06/2024 vom AVC in die Hände nahm, wurde mir dies wieder so deutlich bewusst. In einem Bericht ging es um die Folgen des tödlichsten Tsunami seit Menschengedenken, der vor genau 20 Jahren, am 26. Dezember 2004 die Küsten Südasiens und Afrikas traf. 230.000 Menschen verloren ihr Leben und 1,7 Millionen wurden obdachlos. Die Folgen waren in jeder Hinsicht katastrophal.

Viele Organisationen haben in der Zeit geholfen und unzähligen Menschen wurde geholfen, ihr Leben wieder unter die Füße zu bringen.

AVC, eine christliche Hilfsorganisation half 6000 Menschen in 8 Lagern in Indonesien mit Notpaketen, baute drei Heime für Kinder, die zu Waisen geworden waren und half Hunderten von Kindern auf verschiedenste Weise. Häuser, Boote, Traktoren und anderes Zubehör wurden gebaut oder bestellt, eine Fischereigenossenschaft gegründet und somit 17 Dörfer in die Selbstständigkeit begleitet. All diese Hilfsmaßnahmen schafften Vertrauen. Schulen öffneten sich für die Verkündigung des Evangeliums. Kinder und Lehrkräfte waren innerlich bewegt und mehrere Gemeinden entstanden. Bis heute sind diese Gemeinden aktiv in der Verkündigung des Evangeliums. Ein Pastor besitzt eine Fischzucht. Er fängt, grillt und verkauft die Fische an Mofafahrer und leitet mittlerweile eine Gemeinde, die vorwiegend aus Mofafahrern besteht.

Eine andere Person führt Kinderfreizeiten durch, an denen Hunderte von Kindern teilnehmen. Viele haben sich für Jesus entschieden. Eine weitere Gemeinde bietet in einem muslimischen Umfeld Nachhilfestunden für Schüler an. Woanders entstanden nach dem Tsunami mehrere Kindergärten, Heime und ein Schulzentrum für Straßenkinder. Das alles lässt Gott entstehen in dem Land mit der größten muslimischen Bevölkerung der Welt.

Mir fallen die Worte Josephs an seine Brüder ein, als er sich ihnen in Ägypten zu erkennen gab. Joseph erklärt ihnen (1 Mose 50:20):

Ihr gedachtet mir zwar Böses zu tun; aber Gott gedachte es gut zu machen, um es so hinauszuführen, wie es jetzt zutage liegt, um ein zahlreiches Volk am Leben zu erhalten.

Gott verhinderte nicht, dass Joseph durch viel (!) Not gehen musste. Er verhinderte auch nicht die Hungersnot. Aber Gott ließ alles dazu dienen, dass durch Josephs Vorsorge und Fürsorge viele Menschen vor dem Hungertod bewahrt blieben.

Bis heute gibt es immer wieder erstaunliche Berichte, wie Gott mitten im Leid und oft auch durch das Leid wirkt, wie Er Asche zu fruchtbarem Boden werden lässt. Und wir dürfen gewiss sein, dass auch die Not, durch die mancher von uns momentan hindurchgeht, das Potential hat, Gutes zu bewirken für Gottes Reich, ganz gemäß Seinem Wort in Römer 8:28:

Und wir wissen, dass für die, die Gott lieben und nach seinem Willen zu ihm gehören, alles zum Guten zusammenwirkt.

Wer den ganzen Bericht über die (geistlich positiven) Folgen des Tsunami lesen möchte, findet den Bericht HIER. Wer die Zeitschrift des AVC bestellen möchte, kann das HIER tun.

Montag, 2. Dezember 2024

Gedanken zum 1. Advent (Vorsicht, Spurgeon)

Und der Engel sprach zu ihnen:
Fürchtet euch nicht! Denn siehe, 
ich verkündige euch große Freude, 
die dem ganzen Volk widerfahren soll 
… der Heiland … Christus … der Herr!
(Die Bibel: Lukas 2:10 u.11)

Gestern haben wir den 1. Advent gefeiert. Heute einige Gedanken dazu. Aber warum „Vorsicht, Spurgeon!“? Nun, die folgenden Gedanken sind eine freie, auszugsweise  Übersetzung aus Spurgeons Predigt: „Freude, zu Betlehem geboren“  Spurgeon ist dafür bekannt, dass er sagt, was er denkt und nicht zurück hält.  Genau das machte ihn zu einem großen Prediger, mächtig von Gott gebraucht.

Aus seiner Predigt kommen diese Gedanken zum ersten Advent: 
Lass Christus regieren, und die Menschen werden ihre Bögen und Speere zerbrechen und ihre Kriegswagen verbrennen. Es ist Freude für alle Völker, dass Christus geboren ist, der Friedefürst, der König, der in Gerechtigkeit regiert.  … Aber die größte Freude gilt denen, die Christus als Retter kennen. … Lasst mich jedem von euch ein paar persönliche Fragen stellen. Sind deine Sünden vergeben um Jesu Willen? Ist der Kopf der Schange in deiner Seele zertreten? Regiert [Jesus] in heiligender Kraft über deine Natur. Dann hast du die Freude, die für alle Menschen ist, in ihrer reinsten Form. 
 
Und, ihr Lieben, je mehr Ihr euch Christus, dem Herrn unterordnet, je besser  Ihr Ihn kennt und Ihm ähnlich werdet, je vollkommener wird eure Freude werden.
 
 Freude an der Oberfläche ist für solche, die leben, wo der Retter verkündigt wird. Aber die wahren Tiefen, die großen, unaussprechlichen Tiefen heiliger Freude, die mit Entzücken glitzern und funkeln, die sind für solche, die den Retter kennen, dem Gesalbten gehorchen und die mit dem Herrn selbst Gemeinschaft haben. Der glücklichste Mensch ist der christusähnlichste Mensch. 
 
Ich wünschte, dass einige Christen christlicher wären: sie sind Christen und noch was anderes; es wäre viel besser, sie wären nur Christen. Vielleicht kennst du die Legende – oder möglicherweise die wahre Geschichte, die Augustinus zum Leben brachte. 
 
Augustinus träumte, dass er starb und an die Himmelspforten kam. Der Hüter der Pforte fragte ihn: „Wer bist du?“ Und er antwortete: „Christianus sum,“ - Ich bin Christ. Aber der Hüter antwortete: 
 
„Nein, du bist kein Christ. Du bist ein Ciceronianer, denn deine Gedanken und Studien sind hauptsächlich auf den Werken Cicerons und der Klassiker aufgebaut und du hast die Werke Jesu vernachlässigt. Hier [im Himmel] beurteilen wir Menschen nach dem, worin ihre Gedanken sich am meisten vertieft haben. Du wirst als Ciceronianer beurteilt, nicht als Christ.”  
 
Als Augustinus erwachte legte er die klassischen Werke, die er studiert hatte,  beiseite, ebenso wie die Gelehrsamkeit, nach der er sich ausgestreckt hatte und beschloss: „Ich werde Christ und Theologe sein.“ 
 
Von der Zeit an richtete  er seine Gedanken auf das Wort Gottes, und seine Feder und Zunge dem Unterrichten anderer in der Wahrheit.  
 
Oh, ich möchte nicht, dass von irgendjemand von euch gesagt wird: „Naja, er ist irgendwo Christ, aber ist viel eher ein Geschäftsmann, der hinter dem Geld her ist.“ Ich möchte nicht, dass  gesagt wird: „Naja, er ist ein Christusgläubiger, aber weit mehr ist er Politiker.“ „Naja, vielleicht ist er ein Christ, aber wenn er redet ist er wesentlich mehr zu Hause auf dem Gebiet der Wissenschaft, der Landwirtschaft, des Maschinenbaus, der Pferde, des Bergbaus, der Schifffahrt, der Unterhaltung.
 
Nein, nein, du wirst niemals die Fülle von Freuden kennen, die Jesus der Seele bringt – nur, wenn du durch die Kraft des Heiligen Geistes den Herrn, deinen Meister, zu deinem ein und alles machst; wenn du Ihn zum Brunnen deiner intensivsten Freude machst. „Er ist mein Retter, mein Christus, mein Herr,“ das sollte dein lautester Ruhm sein. Dann wirst Du die Freude kennen, die das Lied der Engel den Menschen ankündigen.“ (Spurgeon)
 
 Und der Engel sprach zu ihnen: 
Fürchtet euch nicht! Denn siehe, 
ich verkündige euch große Freude, 
die dem ganzen Volk widerfahren soll 
… der Heiland … Christus … der Herr!
(Die Bibel: Lukas 2:10 u.11)

Sonntag, 1. Dezember 2024

Herzliche Einladung zum Gottesdienst! (1. Advent)

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Jona 3:2

Mache dich auf, geh (nach Ninive), in die große Stadt, und verkündige ihnen die Botschaft, die ich dir sagen werde!

Mache Dich auf!

Mache dich auf und geh hinauf an den Ort, den der Herr, dein Gott, erwählen wird. (5. Mose 17:8)

Mache dich auf und handle! Und der HERR sei mit dir! (1 Chronik 22:16)

Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! (Jesaja 60:1)

Du aber, gürte deine Lenden, mache dich auf und rede zu ihnen alles, was ich dir gebieten werde! Sei nicht verzagt vor ihnen (Jeremia 1:17)

Mache dich auf, geh hinaus in das Tal. Und dort will ich mit dir reden! (Hesekiel 3:22)

Mache dich auf, und arbeite heute in meinem Weinberg! (Matthäus 21:28)

Herzliche Einladung zum Gottesdienst:

Anbetung - Predigt
Gebet - Gemeinschaft

Wir laden ein: Besuche unseren Stand am Weihnachtsmarkt in Neunkirchen!

  Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Beten heißt: 
sich aus der Angst der Welt aufmachen und zum Vater gehen.
(Friedrich von Bodelschwingh)

Samstag, 30. November 2024

Jesus schockiert!

Ende November vor einigen Jahren bei einer Jesus House Jugendevangelisation in Freiburg: Redner: Janz Team Evangelist Ralf Steinhart. 

Als Gehirnwäsche, Drohungen und Druck wurde seine Predigt zerrissen. Was hatte er gepredigt?  Steinhart hatte laut Badischer Zeitung darauf hingewiesen, dass es ein Gericht geben werde. „Und dann gnade dir Gott, wenn du kein Freund Gottes bist, dann hast du nämlich keine Chance!“ Nur Jesus könne retten vor dem Zorn Gottes, ohne ihn könne kein Mensch bestehen. „Gott ist zornig, er ist ein Gott der Liebe, aber auch eifersüchtig – lies die Bibel!“ Die Bibel, das sei „die Wahrheit“.

Dass Menschen, die Jesus nicht persönlich kennen, auf solche Worte pikiert reagieren, ist zu erwarten. Die Verkündigung des Evangeliums wird dann eben als Gehirnwäsche verrissen. (Die ewig suggerierende, gehirnwaschende Botschaft der Medien, z.B. durch
‚Werbung’ – ‚exzessive Gewalt,’ ‚Pornographie’ wird geflissentlich übergangen). Trotzdem: dass nichtreligiöse Menschen, die sich im Leben nicht an Gottes Wort orientieren, so reagieren, kann man nachvollziehen.  Dass Christen, die anderen Menschen den Weg zu Jesus, dem Retter aufzeigen wollen, einem Evangelisten in den Rücken fallen, ist ein erschütterndes Beispiel von Verwässerung. „Überrascht und enttäuscht“ habe die evangelistische Verkündigung des Redners. Eine Entschuldigung des Veranstalters bei jugendlichen Besuchern des Events und deren Eltern folgte dem Abend.

Tatsache ist, dass Jesus schockiert. NEIN, Er betreibt keine Gehirnwäsche und setzt auch niemanden unter Druck. Tatsache ist, dass Jesus wesentlich ‚toleranter’ ist als Seine Gegner. In Seinen Reden zeigt Jesus ewig gültige Fakten auf und lädt ein, eine wichtige Entscheidung zu treffen. Vollkommen richtig: Jesus verkündigt die Gute Botschaft der Vergebung, Rettung und Befreiung. Aber ohne das Hintergrundwissen von Sündhaftigkeit, Verlorenheit und Gebundenheit – ohne diese Schlechte Botschaft – hat die Frohe Botschaft keinen Kontrast und wirkt überflüssig und fade.

Jesus selbst hat Menschen durch die Wahrheit schockiert. Er schockierte die Religiösen, denn Er behauptete, Gott gleich zu sein. Er schockierte die Nicht-so-Religiösen durch Seinen Aufruf, Ihm konsequent zu folgen. Ergebnis: Viele hielten sich die Hand über die Augen, um nicht zu sehen und steckten die Finger in die Ohren, um nicht zu hören. In Johannes 6:66 kann man es lesen.

„Nach dieser Rede wandten sich viele,
die ihm gefolgt waren, von Jesus ab
und gingen nicht mehr mit ihm.

Jesus schockiert! Seine Botschaft ist eine Botschaft unendliecher Liebe. Liebe größer, als sie je sonst auf der Welt gefunden werden kann. Es ist die Botschaft von Jesus, dem Sohn Gottes, der Mensch wurde, um uns zu bewahren vor dem Gericht Gottes. Ja, eine Verurteilung ist immer eine schockierende Sache. Je härter das Urteil, umso schockierter der Verurteilte. Aber nur auf dem Hintergrund dieser ernsten Botschaft leuchtet die Liebe Gottes in ihrem wahren und warmen Licht! So hat es Gott gehalten mit der Verkündigung und so werden auch wir es halten mit der Verkündigung der Frohen Botschaft, die Er uns mitgegeben hat.

Wer an den Sohn glaubt, 
der hat ewiges Leben; 
wer aber dem Sohn nicht glaubt
der wird das Leben nicht sehen, 
sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.
(Johannes 3:36)