Montag, 21. Oktober 2024
Wirklich?
... und wir singen alle fleißig mit:
Nimm‘ meinen ganzen Stolz, all meinen Besitz,
Bis ich nur noch Deine Gegenwart suche und möchte![1]
Führ mich tiefer als ich selber jemals geh'n kann
Dass ich fest im Glauben stehe in der Gegenwart des Retters[2]
Egal, was du mir gibst, egal, was du mir nimmst,
du bist und bleibst mein Gott, nur dir gehört mein Lob.[3]
Und so weiter! Es sind auch nicht nur die aktuelleren Lobpreislieder. Auch die Texter und Komponisten vergangener Jahrhunderte haben ihre Bereitschaft zur völligen Hingabe oft in erstaunlichen Superlativen zum Ausdruck gebracht. Aber stimmt es, was wir singen? Meinen wir, was wir singen. Sind wir bereit, dieselben Lieder nicht nur mit verklärten Angesicht zu singen, sondern auch, wenn uns die Tränen übers Gesicht laufen und Schmerz und Entbehrung unser Leben kennzeichnen?
Diese Fragen kamen mir in den Sinn, nachdem ich heute Morgen im Buch des Propheten Hesekiel unterwegs war. Zahlreiche andere, ähnliche Beispiele kamen mir in den Sinn:
- Hesekiel wurde angekündigt, dass der Tod seiner Frau und Hesekiels anschließende Trauer eine Gegenstandslektion für das Volk Israel sein sollte. Hesekiel musste seine Frau hergeben.
- Abraham sollte seinen Sohn opfern (schlachten, wie ein Tier), um zu bezeugen, dass Gott seine Nummer Eins ist, dass sein Gehorsam, seine Liebe und sein Glaube durch nichts erschüttert werden kann. Gott stoppte die Opferung in letzter Sekunde. Aber Abraham war bereit, zu vertrauen.
- Hosea musste eine Prostituierte heiraten, um seine Gott-gegebene Botschaft an Gottes Volk zu illustrieren. Und er musste die Untreue seiner Frau immer wieder vergeben.
- Noah musste ein 120-jähriges Bauprojekt durchführen, das seinen Mitmenschen so verrückt vorkam, dass sich niemand bekehrte, obwohl Noah ihnen jahrzehntelang predigte.
- Jeremia versank im Schlamm einer Zisterne, weil er nicht bereit war, Gottes Botschaft zu verschweigen und sich dem Trend und Reden der Zeit anzupassen. Er wäre gestorben, hätte der König ihn nicht befreien lassen. Jeremia hatte ein Leben ohne Erfolge, gekennzeichnet von Todesgefahren, Tränen und Leid.
- Paulus war nicht bereit, die Botschaft Gottes anzupassen. Er verzichtete auf finanzielle Sicherheiten, auf ein geordnetes Leben und vieles mehr. Er war oft in Todesgefahren, wurde verleumdet und gefoltert.
Wenn wir solche – und viele weitere, ähnliche Beispiele im Wort Gottes lesen, dann sollten wir uns fragen: Meine ich, was ich singe? Meine ich, was ich bete? Meine ich, was ich bekenne?
Möge der Herr uns allen die Kraft und die Freude schenken, die oben zitierten Lieder – und andere – von Herzen zu singen. Wir sollten freimütig bekennen, dass es leicht ist, diese melodisch schönen Lieder mit Enthusiasmus zu singen, und dass es leicht ist, eine herausfordernde Predigt mit dem Kopf abzunicken und im Herzen „Ja“ zu sagen. Und dann sollten wir darum beten und ringen, dass der Herr uns ein Herz schenkt wie das der oben erwähnten Bibelcharaktere; damit wir bereit sind – wenn’s hart auf hart kommt – unseren Worten und Liedern Taten folgen zu lassen.
Sonntag, 20. Oktober 2024
Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!
Klagelieder Jeremias 3:25-27 + 31-33
26 Gut ist’s, schweigend zu warten auf die Rettung des Herrn.
27 Es ist gut für einen Mann, das Joch zu tragen in seiner Jugend.
32 sondern wenn er betrübt hat, so erbarmt er sich auch nach der Fülle seiner Gnade;
33 denn nicht aus Lust plagt und betrübt Er die Menschenkinder.
Herzliche Einladung zum Gottesdienst:
Anbetung - Gebet - Gemeinschaft
Predigt - Abendmahl
Gemeinsames Mittagessen
Wir freuen uns auf dich!
Sonntagszitat:
Freude oder Traurigkeit,
Gewinn oder Verlust,
Stärke oder Schwachheit,
Frieden oder Kampf,
Glücklichsein oder Leiden?
Beides - und das Erste mitten im Zweiten.
(Hans-Joachim Eckstein)
Der endgültige Zweck unserer Erlösung ist die Verherrlichung Gottes.
(Harold St. John)
Samstag, 19. Oktober 2024
Milchglasfensterblicke

"Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe,
spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils,
um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“
(Jeremia 29:11)
Alle Verbesserungen oder Ausbesserungen stoppten plötzlich. Es gab keine Reparaturen mehr – weder an Gebäuden, noch an Straßen oder Wegen. Jeden Tag verfiel die Stadt mehr. LANGE bevor die Wasser gestaut wurden und zunahmen sah die Stadt ungepflegt und verlassen aus, obwohl die Menschen noch in ihr wohnten. „Wo kein Glaube in die Zukunft existiert, gibt es auch keine Kraft für die Gegenwart. Die Menschen der Stadt waren in Hoffnungslosigkeit versunken, denn sie sahen keine Zukunft mehr für ihr Leben in der Stadt.
Freitag, 18. Oktober 2024
Keine schlechte Antwort
Martina Merkel berichtet in einem ihrer Bücher über Charles-Maurice de Talleyrand (1754-1838). Der Staatsmann bekam eines Tages Besuch von einem jungen Philosophen, der versucht hatte, eine neue Religion zu gründen. Diese sollte natürlich weit besser sein, als der christliche Glaube. Das war dem Mann jedoch nicht recht geglückt. Nun klagte er bei Talleyrand über seinen Misserfolg und bat ihn um einen guten Rat.
„Ja, es ist wirklich nicht leicht, eine neue Religion zu gründen“, befand der Politiker. Er wisse auch nicht recht, was er ihm raten solle. „Aber,“ so antwortete er schließlich, „eine Methode könnten Sie zumindest probieren. Ich empfehle Ihnen, sich kreuzigen zu lassen und am dritten Tag danach wieder aufzustehen.…"
Immer wieder – zur Zeit vor Jesus und seit der Zeit Jesu – hat es immer wieder Bestrebungen gegeben, eine neue Religion zu gründen. Keine konnte oder kann dem lebendigen Glauben an Jesus das Wasser reichen.
Die einen mussten Millionen von Göttern erfinden, weil einer nicht alles schaffte, oder nicht für alles zuständig sein konnte.
Andere mussten sich was zum Anschauen und Anfassen herstellen. Entweder aus Holz, Metall oder anderen Materialien. Dass diese Götzen weder hören noch sehen, noch reden, noch sich bewegen … … können – macht nichts.
Wieder andere haben viel von Jesus übernommen, aber Seine Lebensweise, Seine Liebe und Seinen Frieden konnten sie nicht imitieren. Sie sind in Hass und Gewalt steckengeblieben.
Und dann gibt es noch solche, die verzweifelt versuchen, Jesu Werk und Leben zu kopieren. Ohne Erfolg. Nicht nur Jesu Wundertaten sind einzigartig. Einzigartig sind Sein Tod und Seine Auferstehung. Gräber anderer Religionsstifter finden sich in verschiedenen Teilen der Welt – versiegelt. Das Grab Jesu in Jerusalem ist leer. Jesus ist auferstanden! Jesus lebt! Einzigartig! Gewaltig! Übernatürlich! Göttlich! Jesus lebt!
Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich, und vergeblich auch euer Glaube! … Tatsächlich aber ist Christus als Erster von den Toten auferstanden. So können wir sicher sein, dass auch die übrigen Toten auferweckt werden. … Denn er muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. Als letzter Feind wird der Tod beseitigt. … Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?“ (1 Korinther 15:14, 20, 25+26, 55)
Donnerstag, 17. Oktober 2024
Warnung missachtet!
In der Bibel lesen wir von ausgesprochen vielen Menschen, die sich auf Gottes Wort eingelassen haben. Daraufhin wurde nicht nur ihr eigenes Leben bereichert und verändert, sondern oft sogar das Leben ihrer Familie und ihrer Umgebung. Wenn sich Menschen auf Jesu Worte einließen, hatte das gewaltige Folgen. Sünden wurden vergeben, Leben wurde gerettet, Krankheiten wurden besiegt, Dämonen wurden vertrieben, Feinde wurden versöhnt, benachteiligten Menschen wurde geholfen, ewiges Leben wurde von Gott geschenkt … die Liste ist schier unendlich!
Umso erstaunlicher, dass es immer solche gab – und sie bis heute gibt – die die Einladung Jesu ignorieren, Seine Verheißungen verachten und Seine Warnungen in den Wind schlagen.
Judas war ein solcher Mensch. In Markus 14:21 sagt Jesus über ihn:
Der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; aber wehe jenem Menschen, durch den der Sohn des Menschen verraten wird! Es wäre für jenen Menschen besser, wenn er nicht geboren wäre!
Nun war Judas aber bereits geboren und ein erwachsener Mann. Was meint Jesus mit seinen Worten?
Judas hatte Jesu Vollmacht und Herrlichkeit miterlebt wie nur wenige andere. Er war bei allen der Mega-Wunder dabei, die Jesus getan hatte. Er hatte so viele der Lehren Jesu gehört wie kaum jemand anderes, außer den anderen Jüngern. Judas hatte Jesu Worte und Warnung gehört über Sünde, Buße, ewigen Tod für Unbußfertige, wie auch über Vergebung, neues und ewiges Leben. Er hatte es mit seinen eigenen Ohren gehört, aber nicht mit den Ohren seines Herzens. An Judas erfüllte sich die Verheißung Gottes durch Jesaja (s. Matthäus 13:14):
„Mit den Ohren werdet ihr hören und nicht verstehen, und mit den Augen werdet ihr sehen und nicht erkennen!“
Judas hatte sogar ein Maß an begrenzter Vollmacht von Jesus erhalten, als Er Seine Jünger zu zweit aussandte, um zu predigen und zu heilen. Aber Judas war im Herzen unverändert geblieben. Die Bibel beschreibt ihn als Verräter und deckt auf, dass er ein Dieb war.
Jesus hat deutlich und unmissverständlich von Himmel und Hölle gepredigt. Er hat unmissverständlich gelehrt, dass der Himmel allen offensteht, die Buße tun, ihr altes, sündiges Leben loslassen und Ihm nachfolgen. Er hat Seine Jünger getröstet mit den Worten, dass sie sich auf den Himmel freuen können. Über Judas musste Jesus sagen:
Es wäre besser für ihn, wenn er nicht geboren worden wäre!
Das kann nur bedeuten, dass Judas, der alles gehört hatte, wusste und hätte wiederholen können, in seinem Herzen nichts verstanden hatte. Seine ewige Zukunft lag nicht in der ewigen Herrlichkeit des Himmels, sondern in der ewigen Finsternis der Verdammnis.
Tragisch ist, dass nicht nur Jesus Seine Nachfolger hat, sondern auch Judas! So viele haben – wie er – das Evangelium –zig Mal gehört. Sie kennen es, können es wiederholen – vielleicht sogar anderen erklären. Viele zählen sich zu Jesus gehörig, weil sie sich im Dunstkreis Seiner Jünger aufhalten – und doch sind sie nicht dabei. Ihre Herzen bleiben unberührt und unverändert. Sie beschreibt Johannes mit den Worten (1 Johannes 2:19):
Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber es sollte offenbar werden, dass sie alle nicht von uns sind.
Lieber Leser! Wem folgst Du nach? Folgst Du mit Jesu Jüngern dem Herrn auf dem Weg des Lebens oder bist Du noch mit Judas´ Gleichgesinnten auf dem Weg des Todes. Nicht unser Wissen und unsere vermeintliche Nähe zu dem, was sich christlich nennt, ist ausschlaggebend. Ausschlaggebend ist, ob unser Wissen den Weg in unser Herz gefunden und unser Leben verändert hat.
Wem folgst Du nach? Schreib mir doch mal über das Kontaktformular im Seitenfenster (wird nicht veröffentlicht) oder hinterlasse einen öffentlichen Kommentar über die Kommentarfunktion.
Mittwoch, 16. Oktober 2024
Gnade - geschenkt und doch bezahlt!
In den vergangenen Tagen haben wir über die Definitionen und
Unterschiede von Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Gnade nachgedacht.
Wir hatten festgestellt
(Epheser 2:8+9)
Dienstag, 15. Oktober 2024
Die Könige Judas – Amon
Sein Leben war so sündig und kurz, dass es Gott gefiel, nur wenig über Sein Leben in der Bibel zu überliefern. Tatsächlich so wenig, dass alles, was wir über ihn wissen, hier aufgeführt werden kann. Alle Information über ihn finden wir in 2. Könige 21:18-26 und 2 Chronik 33:20-25:
Amon war der Sohn Messulemets (Mutter) und Manasses, eines der gottlosesten Könige Judas, der sich allerdings am Ende seines Lebens bekehrte und zu Gott umkehrte.
Mit 22 Jahren bestieg Amon den Thron und regierte (nur) 2 Jahre, denn seine Herrschaft war so gottlos wie die seines Vaters, Manasse. Nur sein Lebensende war anders. Er tat nie Buße.
Amon starb in seinem eigenen Haus durch die Hand seiner Knechte. Er wurde im Garten Ussas begraben und vom Volk des Landes gerächt. Sein Sohn übernahm die Herrschaft des Landes.
Das war's!
Ein vergeudetes, kurzes Leben! Eine noch kürzere Herrschaft als König! Ein unrühmlicher, mörderischer Abgang von der Bühne des Lebens und dem Thron Judas. Aber so war es zu erwarten. Amon folgte den Wegen Manasses, seines Vaters und stärkte das Volk Gottes auf ihren Wegen in die Irre.
Wir kommen nicht umhin, seine kurze Herrschaft und seinen brutalen Tod in Verbindung zu bringen mit seiner überaus gottlosen und Gott-verachtenden Herrschaft.
Im Südreich Juda gab es nur 6 gottesfürchtige Könige. Dem gegenüber standen 10 gottlose Herrscher. 4 Könige waren nur teilweise gottesfürchtig. Interessant ist die Jahresberechnung ihrer Herrschaftsjahre. Obwohl es deutlich weniger gottesfürchtige Könige gab, kommen die Jahre ihrer Herrschaft auf insgesamt 258 Jahre. Die Herrschaftsjahre der gottlosen Könige betragen lediglich 136 Jahre. Jemand errechnete, dass ein gottloser König im Durchschnitt nur 5,9 Jahre regierte. Die gottesfürchtigen Könige dagegen regierten im Durchschnitt 25,8 Jahre.
König Amon belehrt uns: Klammere Gott aus Deinem Leben aus und Du wirst Seinen Segen verlieren. Leben ohne Gottes Segen, Leben ohne Gott, ist nicht lebenswert. Gott hat uns Leben geschenkt, dass wir mit und für ihn leben. Amons Großvater hatte das erkannt und danach gelebt. Vermutlich hat Amon seinen Großvater nicht mehr gekannt. Aber seine Geschichte dürfte er gekannt haben. Dennoch verwarf er den Gott seiner Väter.
Amon hatte sowohl das gottlose Leben seines Vaters Manasse kennengelernt als auch viele Nöte als Folge der Gottlosigkeit. Aber er hatte auch die Umkehr Manasses zum Gott Israels miterlebt und die Segnungen, die daraus folgten. Dennoch verwarf er Gott seiner Väter.
Möge der Herr uns vor den Entscheidungen Amons bewahren, davor, den Gott zu verwerfen, der es gut mit uns meint, der in Jesus zu uns gekommen ist, um uns Leben zu bringen, Segen zu schenken und uns vorzubereiten für eine herrliche Ewigkeit mit Jesus.
Amon werden wir dort nicht begegnen.






