„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Mittwoch, 25. September 2024

Tick…Tack ...

Gleich mehrere Gruppen und Interpreten haben Lieder gesungen in denen die biblisch anmutende Zeile vorkam: „Time is ticking away“ – ĂĽbersetzt etwa: „Die Zeit läuft ab“. Hier wird der Gedanke vermittelt, dass die Uhr mit jeder Sekunde weiterläuft. Jede Sekunde ist unwiederbringlich. Jede „getickte Sekunde“ ist unveränderbar Vergangenheit. Sie ist nicht zurĂĽckzuholen, sie ist nicht zu korrigieren, nicht zu löschen oder auch nur zu ersetzen. Wir können ihr nichts hinzufĂĽgen und ihr nichts wegnehmen. Ein seltsamer Gedanke. Bereits Mose schreibt in Psalm 90:12:

Lehre uns bedenken, dass wir sterben mĂĽssen, auf dass wir klug werden.

Ja, mit jeder Sekunde nähern wir uns unweigerlich diesem Punkt, und die Frage stellt sich: Habe ich entsprechend gelebt? In Epheser 5:15+16 ruft Gott uns durch Paulus dazu auf:

Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise; 16 und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse.

Das geht natĂĽrlich nur mit der Zeit, die uns noch zur VerfĂĽgung steht: Jetzt, heute, (vielleicht) morgen, (vielleicht) ĂĽbermorgen etc.

Meine Gedanken gehen zurĂĽck zum gestrigen Tag – meine Begegnungen, meine Worte, mein Handeln. Der Tag ist vorĂĽber, unwiederbringlich, ohne Korrekturmöglichkeit! Und ich frage mich: „Habe ich mein Bestes fĂĽr Jesus getan?“ Edwin Young schrieb 1924 folgendes Lied (auszugsweise):

Ich frage mich, habe ich mein Bestes für Jesus getan, der am grausamen Kreuz starb? Habe ich mich genug um andere gekümmert, oder habe ich sie allein sterben lassen? Ich hätte einem Wanderer zum Erlöser verhelfen können, den Samen des kostbaren Lebens hätte ich säen können.

Im Refrain lautet die Frage: Wie viele Verlorene habe ich aufgerichtet? Wie viele Gefangen habe ich befreit? Ich frage mich, habe ich mein Bestes fĂĽr Jesus getan, wobei er doch so viel fĂĽr mich getan hat?

Hört sich fast so antik an, dass die Fragen manche nicht mehr zu berĂĽhren vermögen. Aber die Frage bleibt: Habe ich mein Bestes fĂĽr Jesus gegeben – oder nur meine zweite (dritte … vierte …) Wahl? Wenn ich mit dem Psalmisten in Psalm 31:16 mit Ăśberzeugung sagen kann:

In deiner Hand steht meine Zeit!

dann dĂĽrfen die Sekunden gerne ticken. Dann ist mein Leben recht gelebt.

Zum Schluss: Die vergangenen Sekunden, Stunden, Tage und Jahre können nicht ungeschehen gemacht werden. ABER: Ihre Erinnerung im Himmel kann ausgelöscht werden. Wir müssen keine Lasten der Vergangenheit in unserer Seele mit herumschleppen. Jesus verspricht (Jesaja 43:35):

Ich, ich tilge deine Ăśbertretungen um meinetwillen, und an deine SĂĽnden will ich nie mehr gedenken!

Ungeschehen können wir Episoden der Vergangenheit nicht machen. Aber Wir können ihre ewigen Konsequenzen vermeiden. Jesus vergibt Sünden, Übertretungen der Vergangenheit und hilft uns, verändert, motiviert und durch Seine Kraft gestärkt in die Zukunft zu gehen.

Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise; 16 und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. (Epheser 5:15+16)

Dienstag, 24. September 2024

Die Könige Judas – Ahas

König Ahas steht für Schrecken, Hartherzigkeit, Blindheit und Brutalität. Wer sich das Leben dieses Königs ansieht, kann nur verständnislos den Kopf schütteln. Sein Großvater Asarja und sein Vater Jotam waren Gott wohlgefällige Könige. Ur- und Ur-Ur-Großvater (Amazja und Joas) waren zwar halbherzig, aber nicht gottlos. Ahas hatte gute Voraussetzungen, ein König des Segens für das Volk Gottes zu werden. Mit 20 Jahren aber bestieg er den Thron seines Vaters und führte Juda zielstrebig und bewusst in den schlimmsten Götzendienst.

Zu seiner Zeit zog der König von Syrien gemeinsam mit dem König von Israel (Nordreich) gegen Juda. In höchster Bedrängnis spricht Gott in Seiner Gnade dem gottlosen Ahas zu (Jesaja 7:4):

Hüte dich und sei ruhig; fürchte dich nicht, und dein Herz verzage nicht vor diesen zwei rauchenden Feuerbrandstummeln, vor der Zornglut Rezins und der Aramäer und des Sohnes Remaljas!

Da Gott die Herzen der Menschen kennt, gebot Er Ahas, ein Zeichen von Gott für Seine Zusage zu fordern. Der heuchlerische König versteckt seinen Unglauben hinter der pseudo-frommen Aussage (Jesaja 7:12): Ich will nichts erbitten, damit ich den Herrn nicht versuche! Den hatte er schon genug versucht durch seine Gottlosigkeit. Gott gibt daraufhin ein Zeichen, das als (mittlerweile erfüllte) Prophetie der Jungfrauengeburt Jesu in die Geschichte eingegangen ist.

Ahas machte keine Anstalten, Gottes Gnade zu würdigen und zu Ihm umzukehren. Im Gegenteil: Statt Gottes Zusage zu vertrauen, vertraut er lieber fremden Nationen. Er beraubt den Tempelschatz des Gottes Israels und bezahlte mit dem Gold für die Hilfe des assyrischen Königs. König Ahas treibt es immer schlimmer: seinen eigenen Sohn bringt er als Feueropfer den Götzen dar, opfert den Gräueln der Heidenvölker und führt das Volk Gottes ins Verderben, statt in nationalen Frieden.

Als das Nordreich Israel, das Nachbar- und Bruderland in die Hände der Assyrer fällt, lernt Ahas nichts daraus. Statt sich neu dem Gott Judas hinzugeben und auf die Stimme der Gott gesandten Propheten Jesaja und Micha zu hören, vertieft er sich immer mehr in die Anbetung toter Götzen. „Er reizte den Herrn, den Gott seiner Väter, zum Zorn“, heiĂźt es in 2 Chronik 28:25. Als er schlieĂźlich stirbt, wird er zwar in Jerusalem, nicht aber in den Königsgräbern begraben. Das dĂĽrfte sein kleinstes Problem sein!

König Ahas ist ein mahnendes Beispiel, dass gläubige Vorfahren kein gesegnetes Leben garantieren. Wer die Stimme Gottes ignoriert – und die hatte Ahas in den Personen der Propheten um sich – der verzichtet auf Gottes Segen. Wer sich lieber toten Götzen anvertraut, der muss nicht mit der Gegenwart Gottes rechnen. Wer das, was dem Herrn gehört, an die Feinde des Herrn verschleudert, muss sich nicht auf die FĂĽrsorge Gottes verlassen.

Wir dĂĽrfen Gott von Herzen dankbar sein fĂĽr Sein Wort, das ungeschönt die Geschichte aufzeigt, wie sie sich abgespielt hat – auch die Geschichte Seines Volkes, Seiner Kinder, Seiner Gemeinde. Und wir dĂĽrfen auch von diesen Negativbeispielen lernen und uns sagen:

Ich möchte den Fußstapfen meiner gläubigen Vorfahren folgen, auch, wenn ihr weg nicht immer einfach war und selten bejubelt wurde.

Ich möchte dem Herrn und Seinem Wort vertrauen; dann ist der Segen des Himmels gewiss.

Alles was nach Götzen riecht, antik oder modern, soll keinen Platz in meinem Leben finden. Meine GANZE Hingabe soll Jesus gehören. Ich möchte mein Leben beenden – nicht wie Ahab, sondern wie David: mit Zuversicht und im Glauben an meinen König der Könige!

Montag, 23. September 2024

Der "Geist des Gebets ..."?

Gibt es den? Oder ist das nur so eine Redensart? So heiĂźt es in einem alten Lied: „Wach auf du Geist der ersten Zeugen…“ – aber einen biblischen Begriff vom „Geist der ersten Zeugen“ gibt es nicht. In der christlichen Umgangssprache reden manche vom „Geist des Unglaubens“ oder vom „Geist der Rebellion“. Diese negativen Begriffe finden sich nicht in der Bibel, ebenso wenig wie der positive Begriff vom „Geist der Hingabe“ oder dem „Geist der Demut“. Wie aber sieht es aus mit dem „Geist des Gebets“? Gibt es den? Und wenn es ihn gibt – möchte ich ihn … oder habe ich ihn bereits?

Der Prophet Sacharja macht eine interessante Aussage in seinem zwölften Kapitel in Vs 10, wo es heißt:

„Aber ĂĽber das Haus David und ĂĽber die Einwohner von Jerusalem
will ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgieĂźen, 
und sie werden auf mich sehen,
den sie durchstochen haben, ja, sie werden um ihn klagen,
wie man klagt um den eingeborenen Sohn, 
und sie werden bitterlich ĂĽber ihn Leid tragen,
wie man bitterlich Leid trägt ĂĽber den Erstgeborenen.“

Es gibt ihn also tatsächlich, den Geist des Gebets. Und man kann ihn tatsächlich ‚nicht’ haben. Wer ihn nicht hat, dem fehlt offenbar der erkennende Blick auf Jesus. Den Juden ist er verheiĂźen, dieser „Geist des Gebets“ und wenn der Herr ihn ausgieĂźen wird, wird Gewaltiges im Volk Gottes geschehen. Wenn der Geist des Gebets gekommen ist, werden die Augen auf Jesus gerichtet. Sie werden Ihn sehen. Mehr als das: Sie werden Ihn erkennen! Mehr als das: Ihre Emotionen geraten ganz gewaltig in Wallung und ihr Gebet wird begleitet sein von Tränen, Klagen, Selbsterkenntnis und einer nationalen Umkehr (siehe die folgenden Verse in Sacharja 12).

Der „Geist des Gebets“ – der scheint sich dadurch bemerkbar zu machen, dass er die Menschen ins Gebet drängt. Wenn es der „Geist des Gebets ist“, der drängt, dann scheint Widerstand zwecklos – na ja, dann scheint Widerstand unerwĂĽnscht, gebrochen, abwesend. Und es scheint, dass der "Geist des Gebets" Gefallen daran hat, solchen zu begegnen, die nicht nur alleine, sondern gemeinsam dafĂĽr offen sind. Sacharja 12:10 redet von den Bewohnern Jerusalems. Das war eine ganze Stadt – vermutlich repräsentativ genannt fĂĽr eine ganze Nation. In 2 Chronik 7:14 scheint es auch ein ganzes Volk zu sein, dem Gott begegnen möchte. Gott verspricht:

[Wenn] mein Volk, ĂĽber dem mein Name ausgerufen worden ist, 
sich demĂĽtigt, und sie beten und suchen mein Angesicht 
und kehren um von ihren bösen Wegen,
so will ich es vom Himmel her hören 
und ihre SĂĽnden vergeben und ihr Land heilen.

Auf den „Geist des Gebets“ muss niemand warten. Einfach mal anfangen:

Am 23. September 1857 um 12 Uhr mittags war Jeremiah C. Lanphier bereit zu beten. Er hatte in seiner Stadt zu Mittagpausengebeten eingeladen: mittwochs, von 12-13 Uhr. Die ersten 30 Minuten blieb er allein. Um 12.30 Uhr erschien die erste Person. 4 weitere folgten und das erste Treffen wurde mit nur 6 Personen um 13 Uhr beendet. Am darauf folgenden Mittwoch ... waren es schon vierzig Beter. Eine Woche später entschloss man sich, die Gebetstreffen täglich zu halten. Nach einem halben Jahr versammelten sich in New York zehntausend Geschäftsleute zum Gebet, und innerhalb von zwei Jahren schloss sich eine Million Bekehrter den Kirchen in Amerika an. ...


Das ist der „Geist des Gebets“, der Herzen, Städte oder ganze Nationen entzĂĽnden kann! 
Warum nicht die nächste Gebetsstunde Deiner Gemeinde besuchen und dem "Geist des Gebets" persönlich begegnen?

Sonntag, 22. September 2024

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Prediger 3:1-8, 16+17

1 Alles hat seine bestimmte Stunde, und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Zeit:
2 Geborenwerden hat seine Zeit, und Sterben hat seine Zeit; Pflanzen hat seine Zeit, und das Gepflanzte ausreiĂźen hat seine Zeit;
3 Töten hat seine Zeit, und Heilen hat seine Zeit; Zerstören hat seine Zeit, und Bauen hat seine Zeit;
4 Weinen hat seine Zeit, und Lachen hat seine Zeit; Klagen hat seine Zeit, und Tanzen hat seine Zeit;
5 Steineschleudern hat seine Zeit, und Steinesammeln hat seine Zeit; Umarmen hat seine Zeit, und sich der Umarmung enthalten hat auch seine Zeit;
6 Suchen hat seine Zeit, und Verlieren hat seine Zeit; Aufbewahren hat seine Zeit, und Wegwerfen hat seine Zeit;
7 ZerreiĂźen hat seine Zeit, und Flicken hat seine Zeit; Schweigen hat seine Zeit, und Reden hat seine Zeit;
8 Lieben hat seine Zeit, und Hassen hat seine Zeit; Krieg hat seine Zeit, und Frieden hat seine Zeit.

16 Und weiter sah ich unter der Sonne: An der Stätte des Gerichts, da herrschte Ungerechtigkeit; ja, Ungerechtigkeit herrschte an der Stätte des Rechts.
17 Da sprach ich in meinem Herzen: Gott wird den Gerechten wie den Gottlosen richten; denn er hat dort eine Zeit bestimmt fĂĽr jedes Vorhaben und fĂĽr jedes Werk!

Herzliche Einladung zum Gottesdienst:

Anbetung - Gebet
Gemeinschaft - Predigt
Gemeinsames Mittagessen

  Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Es gehört fĂĽr mich zu den erhabensten Gedanken: Der Schöpfer und der Mann am Kreuz ist ein und dieselbe Person! Was hat diesen Herrn aller Herren und König aller Könige nur dazu bewogen, fĂĽr mich ans Kreuz zu gehen? Mein Verstand kann dies nicht ausloten, aber Johannes 3,16 gibt mir die Antwort: Es ist seine grenzenlose Liebe, die alles fĂĽr mich tat, damit ich nicht verloren gehe. (Werner Gitt)

Ich will die Herrlichkeit des Gesetzes und der Propheten nicht mindern, im Gegenteil: Ich lobe sie, weil sie Christus ankĂĽndigen. Daher, wenn ich Mose und die Propheten lese, ist meine Absicht, nicht bei ihnen stehen zu bleiben, sondern durch sie zu Christus zu gelangen. (Hieronymus)

Samstag, 21. September 2024

8.177.652.299

Gestern, um 19:45 Uhr gab es 8.177.652.299 Menschen auf der Welt. Der 8.000.000.000 ErdenbĂĽrger wurde am Dienstag, dem 15. November 2022 geboren. Symbolisch wurde Damian, aus der Dominikanischen Republik dazu bestimmt. Er wurde in Santo Domingo, in der Dominikanischen Republik, geboren. Ca 258 Menschen kommen jede Minute hinzu, 108 pro Minute sterben.
Im Jahr 1741 errechnete Peter Süßmilch den Stand der damaligen Bevölkerung und setzte ihn auf 700 Millionen fest. Heute sind es etwa 8,2 Milliarden. Im Laufe des Jahres werden wir um ca 80 Millionen wachsen. Und wo kommen diese Menschen alle unter? Eine Statistik besagt, dass der bevölkerungsreichste Kontinent der Welt Asien ist (einschließlich Türkei), wo 59% aller Menschen leben, gefolgt von Afrika mit 18%, Amerika mit 13%, Europa (einschließlich Russland) mit 9% und Ozeanien (einschließlich Australien) mit 1%.

Die enorme Belastung der Erde bringt viel Not mit sich. Damit beschäftigen sich Regierungen und eine Vielzahl von Hilfsorganisationen. Auch Christen sind bemüht und aktiv, der Not der Welt zu begegnen, z.B. in der Hungerhilfe, medizinischen Versorgung, Einsatz für Gerechtigkeit oder Katastrophenhilfe. Wir brauchen uns nicht zu verstecken!

Allerdings haben JesusjĂĽnger neben der christlichen Nächstenliebe einen weiteren – einen höheren Auftrag: Gott zu lieben. Echte Gottesliebe leitet uns an in der praktizierten Nächstenliebe. Nichtchristen helfen, motiviert durch eine Reihe von GrĂĽnden: eine humanistische Einstellung, eine soziale Persönlichkeit, Verzweiflung ĂĽber das Elend der Welt, Zukunftsangst, berufliche oder politische Interessen, etc.  Christen helfen, primär motiviert von der Liebe Jesu! Paulus schreibt, dass sein Handeln motiviert ist durch die Liebe Jesu, die ihn drängt. (1 Korinther 5:14) Er schreibt auĂźerdem:

„Und was immer ihr tut in Wort oder Werk,
das tut alles im Namen des Herrn Jesus
und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“ (Kolosser 3:17)

Primär investieren sich Jesusjünger nicht in die Nöte der Welt um der Welt willen, sondern um Jesu Willen. Sie sehen die äußere Not der Menschen und das Erbarmen Jesu ergreift sie. Aber sie sehen tiefer. Sie sehen die Verlorenheit der Seele, die auch dann noch verloren bleibt, wenn dem Menschen äußerlich geholfen ist und die ewig verloren bleibt, wenn ein Mensch stirbt, ohne Jesus zu kennen. Darum helfen und investieren sich Jesusjünger immer dort, wo sie leben, haben aber auch ein offenes Auge für die Gebiete der Erde, in denen die Not groß und der Glaube an Jesus selten ist.

Asien, wo das 7-milliadendste Baby vor etwa 13 Jahren geboren wurde, stellt fast 60% der Menschheit. Dort aber gibt es nur ein einziges Land mit christlicher Bevölkerungsmehrheit, wobei sich „christlich“ als „traditionell christlich“ definiert, nicht als ĂĽberzeugt biblisch-christlich.

JesusjĂĽnger kommen nicht umhin zu fragen: Wo leben die meisten der Milliarden von Menschen ohne Jesus und ohne wirklichen Zugang zum Evangelium?“ JesusjĂĽnger kommen nicht umhin, neben den groĂźen Nöten dieser Welt die noch größeren Nöte der geistlichen Verlorenheit zu sehen. Wer Jesus nachfolgt, hat beides im Blick: die äuĂźere Not der Menschen und die innere Verlorenheit ihrer Seelen. Wer die äuĂźere Not der Menschen ĂĽbergeht und ohne Erbarmen nur das Seelenheil anspricht, wird oft auf taube Ohren stoĂźen. Wer sich aber als JesusjĂĽnger allein um die äuĂźeren Nöte der Menschen kĂĽmmert und die Rettung ihrer Seelen an zweite Stelle verbannt, der wird dies Gott zu erklären habe.

Freitag, 20. September 2024

WIR haben keine Götzen!

Kürzlich unterhielt ich mich mit einem guten Freund über einen Bibeltext. Im Laufe des Gesprächs kamen wir auf Götzen zu sprechen. Gott warnt ständig vor Götzendienst und erklärt:

Das (Holz) dient dann dem Menschen als Brennstoff; und er nimmt davon und wärmt sich damit; er heizt ein, um damit Brot zu backen; davon macht er auch einen Gott und betet ihn an; er verfertigt sich ein Götzenbild und fällt davor nieder! 16 Den einen Teil verbrennt er im Feuer, bei dem anderen isst er Fleisch; er brät einen Braten und sättigt sich; er wärmt sich auch daran und spricht: »Ah, ich habe mich erwärmt, ich spĂĽre das Feuer!« 17 Aus dem Rest aber macht er einen Gott, sein Götzenbild. Er kniet davor nieder, verehrt es und fleht zu ihm und spricht: »Errette mich, denn du bist mein Gott!«

Götzen sind aus Silber und Gold
Sie sind von Menschenhänden gemacht
Sie haben einen Mund und reden nicht
Sie haben Augen und sehen nicht
Sie haben Ohren und hören nicht
Sie haben eine Nase und riechen nicht
Sie haben Hände und greifen nicht
Sie haben FĂĽĂźe und gehen nicht
Mit ihrer Kehle geben sie keinen Laut.
Man befestigt sie mit Nagel und Hammer, dass sie nicht umfallen.
Sie sind nichts als Vogelscheuchen im Gurkenfeld.
Man muss sie tragen, denn sie können nicht gehen.
Sie können weder helfen noch Schaden tun.

(aus Psalm 115; Jesaja 44; Jeremia 10)

Wenn wir solche Texte lesen, gehen sie uns nicht wirklich unter die Haut, denn wir haben solche Götzen nicht. Vielleicht regt sich sogar ein wenig Mitleid mit den „Heiden“, die sich an solche hirnlosen, nutzlosen, metallenen, hölzernen Materialien hängen und meinen, die könnten helfen, bewahren, erfreuen oder GlĂĽck vermitteln. Naiv! AuĂźerdem kennen wir solche Figuren meist nur aus dem Fernsehen oder Internet.

Bei einigen meiner Reisen im Ausland habe ich solche oder ähnliche Götzen gesehen. In einem Krankenzimmer in Asien hing ein kleines Vogelhäuschen von der Decke. Darin lag etwas Reis, etwas Geld und ein paar andere Dinge, als Opfer für die Krankheitsgeister. In einem anderen Land standen ähnliche Häuschen als Ständer in den Hausgärten. Opferstätten für die Geister der Verstorbenen; und in den Tempeln knieten die Menschen vor übergroßen Götzen aus Stein und Gold.

Und wieder halten wir es fĂĽr rĂĽckständig und unvernĂĽnftig. Naiv! Dabei weigern wir uns standhaft, unsere bildlichen Vorstellungen von Götzen aufzugeben. Götzen – so meinen wir – sind hölzerne oder metallene Handarbeiten von tier- oder menschenähnlichen Gestalten, meist entstellt oder als Horrorfiguren präsentiert.

Wir weigern uns standhaft, die Dinge als Götzen zu bezeichnen, denen wir – ohne Worte – unser Vertrauen schenken. Dabei sind sie so natĂĽrlich und alltäglich, dass wir sie niemals als Götzen bezeichnen oder erkennen wĂĽrden. Sie haben Namen, die in unser Leben hineingehören, Funktionen, von denen wir profitieren können. Aber sie sind zum Götzen geworden, weil sie Jesus aus der Schaltzentrale unseres Lebens verdrängt haben. Vielleicht sogar ohne, dass wir es merken.

In der westlichen Welt steht der Götze Mammon ganz oben auf der Liste. Unzählige Christen kĂĽmmern sich mehr um ihr Geld als um Jesus. Dem Götzen Mammon folgen die Götzen Freizeit, Selbstverwirklichung, Arbeit, Familie, Hobby, Bequemlichkeit … nichts davon an sich verwerflich. Auch Holz, Stein oder Gold, aus denen die anfangs beschriebenen Götzen bestehen, sind an sich nicht verwerflich. Verwerflich ist, was wir damit machen. Jesaja schreibt ĂĽber den Nutzen des Brennholzes (Jesaja 44:19+20a):

Keiner denkt einmal grĂĽndlich nach und sagt sich: ›Einen guten Teil des Baums habe ich zu Brennholz zerhackt. Ăśber der Glut habe ich Brot gebacken, ich habe Fleisch gebraten und mich satt gegessen. Aus dem restlichen Holz schnitze ich nun so etwas Abscheuliches! Dieser Holzklotz soll mein Gott sein, vor dem ich mich niederwerfe?‹ WĂĽrde einer von ihnen einmal so weit denken, dann sähe er den Widersinn ein. Genauso gut könnte er die Asche des verbrannten Holzes anbeten!

Nehmen wir Paulus´ Worte aus 1 Korinther 6:12 dazu und wenden sie an auf unsere modernen Götzen, die wir so schwer nur als Götzen erkennen, dann lesen wir:

Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben ĂĽber mich.

Alle Macht im Himmel und auf der Erde ist Jesus gegeben (Matthäus 28:18). Auch in Deinem Leben?