„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 13. August 2024

Die Könige Judas – Ahasja

Nur ein Jahr regierte König Ahasja in Jerusalem, dann wurde er getötet. Seine Regierungszeit gehört zu den kürzesten im Südreich Juda. Allerdings waren seine Voraussetzungen auch miserabel.

Ahasja war der Sohn von König Joram. Seine Mutter, Athalja, war eine Tochter des gottlosen Königsehepaars, Ahab und Isebel. Die hatten bis wenige Jahre vor Ahasjas Thronbesteigung im Norden des Landes (Israel) regiert. Obwohl Ahasjas Großvater, Josaphat, ein gottesfürchtiger Regent im Süden (Juda) gewesen war, zog es Ahasia innerlich zu den toten Götzen des Nordreichs. Auch mit seinem Onkel Joram (gleichnamig mit Ahasjas Vater), der im Nordreich regierte, verstand sich Ahasja gut. Die beiden verbündeten sich gegen den syrischen König und verloren die Schlacht. Dabei wurde König Joram (Nordreich) verwundet. Einige Zeit später besucht König Ahasja seinen verwundeten Onkel und beide finden in dieser Zeit einen gewaltsamen Tod. Was für eine kurze, traurige und tragische Herrschaft!

Ahasja hatte die Wahl, den Wegen seines gläubigen Großvaters, Josaphat, zu folgen und Jehova, dem Bundesgott Israels, zu dienen, oder sich woanders nach einem toten Götzen umzusehen. Tragischerweise wählte Ahasja die zweite Option. Er wählte damit Gott zum Gegner und erntete nach einem Jahr, was er gesät hatte. Im Alter von 22 Jahren war er König geworden, seinen 24 Geburtstag erlebte er nicht mehr.

Ahasja hätte sich einen Namen machen können wie Josaphat, Hiskia oder Josia, die alle den Herrn suchten, lange regierten und als Erweckungskönige gelten. Ahasja hätte ein Vorbild für sein Volk und ein „Licht für die Heiden“ werden können, ähnlich wie sein Vorfahre David es war. Aber Ahasja wählte die toten Götzen über den Gott seiner Väter.

Nicht jeder von uns – vermutlich niemand – wird in eine Position der Macht und Herrschaft hineinkommen wie Ahasja. Aber wie Ahasja gibt unser Herr, Jesus, uns die Möglichkeit zu wählen, wem wir folgen und dienen wollen. Sind es die toten Götter der Anderen: Geld, Ehre, Bequemlichkeit, Macht, Gemütlichkeit, Position, Ansehen und dergleichen – Dinge, nach denen die Menschen trachten, die nichts Höheres als Lebensinhalt haben, nach dem sie trachten können? Oder treffen wir die Wahl und folgen Jesus, haben Seine Ehre, Seine Wegweisung, Maßstäbe und Aufträge vor Augen, die unsere Herzen erfüllen, wenn wir Ihm dienen?

Ahasja hatte ein Leben zum Vergessen, weil er am richtigen Weg vorbeiging, tote Götzen dem lebendigen Gott vorzog, stumme Götzen dem redenden Gott, taube Götzen dem hörenden Gott, unbewegliche Holzfiguren dem Gott, der Himmel und Erde bewegt und regiert.

Lasst uns nicht in den gleichen Fehler verfallen. Wenn Gott uns einen Weg zeigt, wollen wir ihn gehen. Wenn Er uns eine Türe auftut, wollen wir hindurchgehen. Wenn Er uns gute Vorbilder schenkt, wollen wir ihrem Vorbild folgen. Dann wird unser Leben nicht „zum Vergessen“ sein, sondern zur Ehre Gottes und zum Segen vieler anderer!

Und du, (setz Deinen Namen ein), erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm von ganzem Herzen und mit williger Seele! Denn der Herr erforscht alle Herzen und erkennt alles Trachten der Gedanken. Wenn du ihn suchst, so wird er sich von dir finden lassen; wenn du ihn aber verlässt, so wird er dich verwerfen auf ewig! (nach 1 Chronik 28:9)

Montag, 12. August 2024

Alles durch Jesus – nichts ohne Ihn!

Schon eine interessante Überschrift, oder? Nichts ohne Jesus? Tatsache ist, dass die Sonne jeden Morgen aufgeht, gottlose Regierungen im Amt bleiben und das Frühstück morgens bei den meisten Menschen auf dem Tisch steht – auch, ohne dass sie an Jesus glauben. Wiedergeborene Christen – solche, die Jesus konsequent nachfolgen – sind eine Minderheit. Nichts ohne Jesus … alles durch Ihn?

Sicher kann man über diese Aussage diskutieren. In einer solchen Diskussion würden Atheisten und bibelgläubige Menschen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Menschen, die Jesus glauben und sich an Seinem Wort orientieren, wissen, dass nichts auf der Welt geschehen kann, ohne das Wissen, die Führung oder die Duldung Gottes. Kein Vogel kann vom Himmel fallen ohne den Willen Gottes.

Heute im Gottesdienst predigte mein Freund Uwe über Apostelgeschichte 16 und mir wurde wieder neu so bewusst, wie selbst – oder gerade – im geistlichen Bereich die absolute Notwendigkeit der Gegenwart und des Wirkens Gottes unabdingbar und sichtbar ist. Paulus war unterwegs für den Herrn. Die ganze Welt stand ihm als Missionsfeld offen. Es gab noch keine „christlichen Länder“. Die ganze Welt bestand noch aus „unerreichten Volksgruppen“. Trotzdem war es der Herr selbst, der Paulus durch den Heiligen Geist genau dahin führte, wo die Herzen vorbereitet waren. Nicht Paulus bestimmte die Route, sondern Jesus (Apostelgeschichte 16:6-9):

Als sie aber Phrygien und das Gebiet Galatiens durchzogen, wurde ihnen vom Heiligen Geist gewehrt, das Wort in der Provinz Asia zu verkündigen. 7 Als sie nach Mysien kamen, versuchten sie, nach Bithynien zu reisen; und der Geist ließ es ihnen nicht zu. 8 Da reisten sie an Mysien vorbei und kamen hinab nach Troas. 9 Und in der Nacht erschien dem Paulus ein Gesicht: Ein mazedonischer Mann stand vor ihm, bat ihn und sprach: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns!

Was und wo Paulus wirkte, war durch Jesus geführt. Ohne Ihn wäre Paulus in der Provinz Asia steckengeblieben oder in Bithynien. Aber Jesus führte ihn durch Seinen Geist an den Platz, der für den Dienst und die geistliche Ernte vorbereitet war. Aber auch die Ernte war das Werk Gottes. Alles durch Ihn, nichts ohne Ihn, wie Apostelgeschichte 16:14 deutlich macht:

Und eine gottesfürchtige Frau namens Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu; und der Herr tat ihr das Herz auf, sodass sie aufmerksam achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde.

Ich bin sicher, dass Paulus seinen Dienst immer wieder im Gebet in Jesu Hände gelegt hat, ebenso wie die Menschen, die er noch nicht kannte, die aber durch ihn das Evangelium hören würden. Und das Evangelium, die Botschaft von Jesus, verkündigte Paulus. Aber es war der Herr, der den Menschen das Herz öffnete. Das dürfen auch wir vom Herrn erbitten und erwarten, dass Er die Herzen derer öffnet, zu denen Er uns führt und die durch uns das Evangelium hören. Unsere Verantwortung ist der Gehorsam: zu beten, zu glauben, zu gehen und zu verkündigen. Jesu Werk ist es, Herzen zu öffnen und zu retten.

Paulus predigte in Philippi, was Satan gar nicht passte. Eine dämonisierte Wahrsagerin belästigte ihn so sehr, dass Paulus sie ansprach. Aber es war nicht etwa der Name des großen Apostels, der den Sieg über die Dämonen behielt und die Magd von den Quälgeistern befreite. Es war der Name Jesu, der diesen Sieg vollbrachte, wie Apostelgeschichte 16:18 zeigt:

Und dies tat sie viele Tage lang. Paulus aber wurde unwillig, wandte sich um und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir in dem Namen Jesu Christi, von ihr auszufahren! Und er fuhr aus in derselben Stunde.

Das sind nur einige von vielen Hinweisen, dass Jesus für allen Segen in Apostelgeschichte 16 zuständig ist. Würde man Ihn aus dem Kapitel entfernen, hätten wir eine leere Seite vor uns.

Auch Du und ich dürfen damit rechnen, dass Jesus uns heute gebrauchen und durch uns wirken möchte. An uns ist es, Ihm im Glauben und Gehorsam zu folgen, wie Er uns führt und unseren Tag Ihm  im Gebet anzuvertrauen. An Ihm ist es, in und durch uns zu wirken zum Bau Seines Reiches und zu Seiner Ehre!

Gebet für einen neuen Tag!

Lieber Herr,

Soweit ist diese ganze Woche wirklich gut angelaufen.  Ich habe nicht schlecht über andere geredet! Ich habe meine Geduld nicht verloren, ich war niemandem gegenüber geizig, ich war nicht lästig, selbstsüchtig oder aufdringlich. Für all das bin ich sehr dankbar. Aber Herr, in einigen Minuten werde ich mich aus dem Bett quälen – und dann brauche ich wohl wesentlich mehr Hilfe!“

Wie sehr die Welt am Montagmorgen um 6:00 Uhr doch in Ordnung sein kann – VOR dem Aufstehen! Dann beginnt das normale Leben. Vermutlich hat der oben erwähnte Beter genau das Richtige getan: er hat gebetet. Hoffentlich war dieses Stoßgebet nicht alles, was er an Vorbereitungszeit für ein Leben in der Nachfolge mit Jesus verbracht hat. Aber ein guter Anfang allemal.

Auch diese Woche wird Höhen und Tiefen, Freude und Leid, Siege und Niederlagen bringen. Das wissen wir alle. Einige unserer Herausforderungen kennen wir bereits, andere werden kommen und uns überraschen. Nichts muss uns umwerfen. Aber wie bereiten wir uns auf eine Woche im Sieg vor?

In Epheser 6 heißt es in den Versen 12-19:

Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen. Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt. So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens. Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt, und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist, indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist, und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen,

Das ist einer von verschiedenen Bibelabschnitten, die zur Beantwortung der Siegesfrage herangezogen werden können. Ich habe einen Freund, der seit vielen Jahren, vielleicht Jahrzehnten, diesen Bibeltext Morgen für Morgen durchbetet. Morgen für Morgen zieht er die Waffenrüstung an, Teil für Teil, bis er die ganze Rüstung trägt. Muss es verwundern, dass er als ein siegreicher, dankbarer – nicht vollkommener, aber geistlich gesunder Mensch durchs Leben geht?

Wenn Du Dich heute Morgen mit einem Stoßgebet um Gottes Hilfe für den Tag oder die Woche aus dem Bett gequält hast, dann war das ein guter Anfang. Nimm Dir ein paar zusätzliche Minuten. Sprich mit Jesus über die geistliche Waffenrüstung und zieh sie an, denn der Feind Jesu, der auch unser Feind ist, wird angreifen. Darauf können wir uns verlassen.

Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus
und offenbart den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns 
an allen Orten!
(2 Korinther 2:14)

Samstag, 10. August 2024

Last und Freude des Pastors

Aus unbekannter Quelle wird berichtet, dass ein älterer Prediger eines Sonntagmorgens vor dem Gottesdienst von einem seiner Diakone zurechtgewiesen wurde. „Pastor“, sagte der Mann, „mit Ihrer Predigt und Ihrer Arbeit kann etwas nicht stimmen. In einem ganzen Jahr ist nur eine Person zur Gemeinde hinzugekommen, und das ist noch ein Junge.“

Der Pastor hörte zu, seine Augen wurden feucht, seine dünne Hand zitterte. „Ich sehe das auch alles“, antwortete er. „Aber Gott weiß, dass ich alles versucht habe, meine Pflicht zu tun.“ An dem Tag stand der Pastor mit schwerem Herzen vor seiner Gemeinde. Als er die Predigt beendet hatte, verspürte er den starken Wunsch, sein Amt abzugeben und zurückzutreten.

Nachdem alle anderen gegangen waren, kam jener Junge zu ihm und fragte: „Denken Sie, wenn ich hart für eine Ausbildung arbeite, könnte auch ich Prediger werden – vielleicht Missionar?“

Wieder stiegen dem Pfarrer Tränen in die Augen. „Ah, das heilt den Schmerz, den ich fühle“, sagte er. „Robert, ich sehe Gottes Hand. Möge Gott dich segnen, mein Junge. Ja, ich glaube, Du wirst einmal ein Prediger.“

Robert Moffat (1795-1883)
Viele Jahre später kehrte ein betagter Missionar aus Afrika nach London zurück. Sein Name wurde mit Ehrfurcht ausgesprochen. Adelige luden ihn zu sich nach Hause ein. Er hatte der Gemeinde Jesu viele Seelen hinzugefügt und sogar einige der wildesten Stammesführer Afrikas erreicht. Sein Name: Robert Moffat; derselbe Robert, der viele Jahre zuvor an jenem Sonntagmorgen in der alten schottischen Kirche mit dem Pastor gesprochen hatte.

Wie oft fragt sich (D)ein Pastor: „Was wird meine Predigt wohl bewirken? Kann Gott durch mich arbeiten? Ist mein Bestes für Jesus genug für Sein herrliches Reich?“

Berichte wie dieser erinnern uns daran, worauf Gott Wert legt
(1 Korinther 4:2):

Im Übrigen wird von einem Haushalter nur verlangt,
dass er treu erfunden wird.

Nicht Können, kluge Worte oder Selbstvertrauen. Treue zur Berufung, mit der wir berufen sind, egal ob das ein Pastorendienst oder irgendein anderer Dienst ist.

Ganz ähnlich kam Charles Spurgeon zum Glauben und schließlich in den Dienst. Während eines schlimmen Schneesturms konnte er als junger Mensch seine Kirche nicht besuchen. Also besuchte er eine andere Kirche. Dort fiel, wegen des Sturmes, allerdings der Pastor aus und ein ungelehrter Diakon musste predigen. Er wusste nicht mehr zu sagen als ständig Jesaja 45:22 zu wiederholen:

“Schaut auf mich, so werdet ihr gerettet, all ihr Enden der Erde;
denn ich bin Gott und keiner sonst!“


Dann fügte er hinzu: „Es ist Christus, der spricht: ‘Ich bin im Garten der Todesangst, schütte meine Seele aus. Ich hänge am Holz, sterbe für Sünder.  Schaut auf mich! Schaut auf mich!'"

Das ist alles, was Du tun musst. Ein Kind kann schauen. Jeder, der fast Geisteskrank ist, kann schauen. Niemand muss studieren, wie man schaut! Egal, wie schwach oder arm jemand ist – er kann schauen. Und wenn er schaut, ist das Versprechen, dass er leben soll.  In diesem Gottesdienst, durch die unbeholfenen Worte eines ungelehrten Diakons, kam Spurgeon zum Glauben.

Manchmal fühlt es sich nicht so an, als würde unser Dienst für Jesus Sinn machen, Frucht bringen oder in irgendeiner Weise nützlich sein. Aber wie es sich anfühlt, ist völlig unwesentlich. Wesentlich ist, dass wir treu sind in unserer Berufung / Aufgabe, die Gott uns gegeben hat und Seinem Wort vertrauen
(1 Korinther 15:58):

Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn!

„Herr, hilf uns, treu zu sein. Dann gib uns die Gnade, die Ergebnisse dir zu überlassen. Amen!“

Freitag, 9. August 2024

Was siehst Du?

Wenn Du heute schon Nachrichten angeschaut hast – oder es noch tun wirst – was siehst Du? Oder wenn Du die Tageszeitung aufschlägst – was liest Du? Hier ein paar mögliche oder sogar wahrscheinliche Vorschläge – je nachdem, wie intensiv Du die Nachrichten verfolgst:

  • Gewaltproteste in England
  • Tote bei Hoteleinsturz
  • Tote und Verletzte bei Drohnenangriff in Donezk
  • Enorme Verluste auf beiden Seiten der russisch-ukrainischen Front
  • Ganz-nächtlicher Raketenalarm in Tel Aviv
  • Flüchtlingslager in Gaza getroffen; Hunderte Tote
  • Iran schwört Israel baldige und mörderische Rache
  • Flüchtlingsboot gesunken; 129 Tote, darunter 32 Kinder
  • Musikkonzerte wegen Terrorgefahr abgesagt
  • Sicherheitslage in Deutschland angespannt
  • Hackerangriff auf Verteidigungsministerium

Genug! (… von Unruhen in Bangladesch, Sudan, Somalia, Nigeria, Mali … ganz zu schweigen, ebenso wie von dem Leid durch zerbrochene Ehen, Abtreibungen, Kinderarbeit, Missbrauch etc.).

Tatsache ist, dass ich immer wieder Menschen treffe, die ganz aufgehört haben, Nachrichten zu schauen. Zu deprimierend! Zu hoffnungslos! Und doch kann niemand dem Trend der Zeit entfliehen. 

Heute Morgen hörte ich mir Jesaja 32 an und wurde neu erinnert, ermutigt und begeistert, mich nicht an der Gegenwart satt zu sehen, sondern an Jesus. Ich wurde aufgefordert, nach vorne und nach oben zu schauen. DAS ist unsere Blickrichtung als Christen. Das lässt unsere Grundstimmung anders sein als die der Menschen, die Jesus nicht kennen. Freu Dich auf die fest zugesicherte Zukunft, wie sie in Jesaja 32 verheißen ist:

Siehe, ein König wird in Gerechtigkeit regieren, und Fürsten werden gemäß dem Recht herrschen; 2 und ein Mann wird sein wie ein Bergungsort vor dem Wind und wie ein Schutz vor dem Unwetter, wie Wasserbäche in einer dürren Gegend, wie der Schatten eines mächtigen Felsens in einem erschöpften Land. 3 Und die Augen der Sehenden werden nicht mehr zugeklebt sein, und die Ohren der Hörenden werden aufhorchen; 4 und das Herz der Unbesonnenen wird Einsicht gewinnen, und die Zunge der Stammelnden wird geläufig und verständlich reden. 5 Der gemeine Mensch wird dann nicht mehr ein Edler heißen, und der Betrüger wird nicht mehr vornehm genannt werden. (…)

15(…) bis der Geist aus der Höhe über uns ausgegossen wird. Dann wird die Wüste zum Fruchtgarten, und der Fruchtgarten wird wie Wald geachtet werden. 16 Und das Recht wird sich in der Wüste niederlassen und die Gerechtigkeit im Fruchtgarten wohnen; 17 und das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein und der Ertrag der Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit auf ewig. 18 Und mein Volk wird in Wohnorten des Friedens wohnen, in sicheren Wohnungen und an sorglosen Ruheorten.

Gut, die „Theologen“ werden jetzt sagen: ‚Das sind doch Verse über das 1000-jährige Friedensreich‘. Richtig! Aber das ist die Zeit, die vor uns liegt. Egal welche Millenniums-Theologie wir vertreten: Diese Verse beschreiben die Zukunft und bestätigen damit, dass die Zeit, in der wir leben und leiden, abgelöst wird von einer Zeit der Freiheit von Leid und Not.

Bei allen Nachrichten, die derzeit auf uns niederprasseln – DARAUF sollten wir unseren Blick richten: Auf Jesus, unseren König, der in Gerechtigkeit regieren wird. Auf eine Erde, die unter Seiner Herrschaft (aber nicht früher) blühen und ihren Ertrag bringen wird. Darum wollen wir es den Jüngern Jesu gleichtun, von denen es in Matthäus 17:8 heißt:

Als sie aber ihre Augen erhoben,
sahen sie niemand als Jesus allein.

Schau auf Jesus! Er ist unser Friede!

Donnerstag, 8. August 2024

Vergebung

Gestern las ich einen bedrückenden Beitrag über Vergebung auf FB. Viele Meinungen, viele Verletzungen, viel Festhalten - aber in alledem nur eine Lösung: JESUS! 

Mir fällt die Geschichte vom alten Martin ein. Der alte Martin lag im Sterben. Jahrelang hatte er mit Walter, seinem Nachbarn, im Streit gelebt. Aus bester Freundschaft hatte sich eine erbitterte Feindschaft entwickelt. Als er nun merkte, dass sein Ende nahe war, ließ er Walter rufen, um sich mit ihm zu versöhnen. Als der Nachbar ins Krankenzimmer trat, erklärte ihm Martin, dass er nicht in Frieden in die Ewigkeit hinübergehen könne, mit dem jahrelangen Streit zwischen den beiden Ex-Freunden.

Dann, zögernd und mit äußerster Mühe, bat Martin um Vergebung für all die bösen Worte und Taten, die von ihm ausgegangen waren. Er sicherte Walter auch Vergebung zu für dessen Vergehen. Alles schien wunderbar – bis zu dem Moment, als Walter das Zimmer verlassen wollte. Als dieser die Türe aufmachte, um zu gehen, hörte er Martins Stimme hinter sich: „Aber denk dran: sollte ich mich wieder erholen, gilt das alles nicht mehr!“

Der eine wird über diese Geschichte lachen, der andere erschrocken sein. Aber sind unsere Regungen nicht manchmal ganz ähnlich, wenn es darum geht, unserem Nächsten zu vergeben? Wer so handelt, schadet sich selbst. Bitterkeit und Unversöhnlichkeit machen krank! Gott zeigt uns, was wahre Vergebung ist und wie Vergebung funktioniert. Er zeigt es uns daran, wie Er selbst vergibt. Wahre Vergebung, Vergebung wie Gott vergibt, offenbart Er uns in Jesaja 43:25:

„Ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen,
und an deine Sünden will ich nie mehr gedenken!”

Nach diesem Muster sollen auch wir vergeben. Das ist auch die Art und Weise, wie Jesus unsere Sünden vergibt. Sehnst Du Dich nach echter, himmlischer Vergebung, nach einem neuen Start und Annahme bei Gott. All das findest Du bei Jesus. Dem, der es ernst meint, vergibt Er 100% und schenkt neues Leben.