„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Dienstag, 23. Juli 2024

Die Könige Judas - Asa

König Asa, der 3 König Judas, der 6 König seit König Saul, wird zu den wenigen Königen des Reiches gezählt, die ungeteilt dem Herrn folgten (1 Könige 15:9):

… Doch war das Herz Asas ungeteilt mit dem Herrn sein Leben lang.

Unter anderem zeugt seine lange Königsherrschaft von 41 Jahren von seiner Gottesfurcht. König Asa zeichnet sich aus als kompromissloser Gegner und Bekämpfer des Götzendienstes in Juda. Nicht nur, dass er die Stätten der Götzenverehrung niederreißen ließ (2 Chronik 14:2):

Denn er entfernte die fremden Altäre und die Höhen und zerbrach die Gedenksteine und hieb die Aschera-Standbilder um;

Er wendet sich auch ohne Ansehen der Person gegen diejenigen, die den Tempeldienst stärken oder Gewinn dadurch erlangen (1 Könige 15:12+13):

Denn er schaffte die Tempelhurer aus dem Land und entfernte alle Götzen, die seine Väter gemacht hatten. 13 Dazu setzte er auch seine Mutter Maacha ab, sodass sie nicht mehr Gebieterin war, weil sie ein Götzenbild der Aschera gemacht hatte. Und Asa rottete ihr Götzenbild aus und verbrannte es am Bach Kidron.

Aber Abschaffung und Zerstörung des Bösen ist nur die eine Seite. Die andere Seite – und die praktizierte Asa auch – war die Wiederherstellung und Erneuerung des Guten (2 Chronik 15:8+18)

Als nun Asa diese Worte und die Weissagung des Propheten Oded hörte, fasste er Mut, und er schaffte die Gräuel hinweg aus dem ganzen Land Juda und Benjamin und aus den Städten, die er auf dem Bergland von Ephraim erobert hatte, und er erneuerte den Altar des Herrn, der vor der Halle des Herrn stand. (…) Und er brachte das, was sein Vater geheiligt und was er selbst geheiligt hatte, in das Haus Gottes, nämlich Silber, Gold und Geräte.

Asas gesegnete Friedenszeit nutzte der weise König zum Bau befestigter Verteidigungsstädte und zur Errichtung einer starken Armee.

Irgendwann während seiner Herrschaft kam es zur militärischen Herausforderung durch den Kuschitenführer Serach. Der zog mit einem Millionenheer gegen Asa in den Krieg. Asa handelte weise, wie in 2 Chronik 14:10 zu lesen ist:

„Herr, bei dir ist kein Unterschied, zu helfen, wo viel oder wo keine Kraft ist. Hilf uns, Herr, unser Gott, denn wir verlassen uns auf dich, und in deinem Namen sind wir gegen diesen Haufen gezogen! Du, Herr, bist unser Gott! Vor dir behält der Sterbliche keine Kraft!“

Asa wusste, wem er vertrauen konnte. Er hatte die Götzen aus Holz oder Metall ausgerottet und hatte darum jetzt den Blick frei für den Einen, der wirklich helfen kann! Und Gott enttäuschte ihn nicht.

Und dann wurde er älter und das Alter hat bekanntlich seine Macken – nicht nur bei König Asa, sondern bis heute. Starrsinn, Beratungsresistenz und Vergesslichkeit gehören zu diesen leidvollen Macken. Als Asa eines Tages durch den König von Israel bedroht wird, hat er anscheinend vergessen, dass Gott auch in ausweglosen Situationen den Sieg schenken kann. Anstatt zu beten, wie er es vorher getan hatte, lesen wir jetzt (2 Chronik 16:2+3):

Da nahm Asa aus dem Schatz im Haus des Herrn und im Haus des Königs Silber und Gold und sandte zu Benhadad, dem König von Aram, der in Damaskus wohnte, und ließ ihm sagen: 3 Es besteht ein Bund zwischen mir und dir, zwischen meinem Vater und deinem Vater; siehe, ich sende dir Silber und Gold; geh hin, brich deinen Bund mit Baesa, dem König von Israel, damit er von mir abzieht!

Asas Plan ging auf, war aber nicht mit Gott abgesprochen. Außerdem hatte er sich am Eigentum Gottes vergriffen. Als der Prophet Hanani im Auftrag Gottes den König ermahnt, wird dieser sehr unwillig. Ob auch seine Krankheit damit in Verbindung stand, geht nicht ausdrücklich aus Gottes Wort hervor. Aber es heißt: (2 Chronik 16:10+12):

Aber Asa wurde zornig über den Seher und warf ihn ins Gefängnis; denn er zürnte ihm deswegen. Asa unterdrückte auch etliche von dem Volk zu jener Zeit. (…) Und Asa wurde krank an seinen Füßen im neununddreißigsten Jahr seines Königreichs, und seine Krankheit war sehr schwer; doch suchte er auch in seiner Krankheit nicht den Herrn, sondern die Ärzte.

Und die Lektion für uns? Ich entnehme heute zweierlei:

1.     Ein ungeteiltes Herz für Jesus bringt Freude, Kraft, Sieg und Segen.

2.     Vorsicht vor Starrsinn und Beratungsresistenz im Alter. Sie können einem gesegneten Leben einen negativen Nachhall geben.

Der Herr segne Deinen Tag!

Montag, 22. Juli 2024

Das Gebet für die Kuh

In einer vergangenen Ausgabe der Wochenzeitschrift IDEA wurde von Baptisten in Indien berichtet, die sogar für Kühe beteten, die im Hinduismus als heilig verehrt werden. Mit erstaunlichen Folgen, wie es heißt. IDEA schreibt: 

„Davon berichtete der Baptistenpastor Prassana Kumar (Uppada/Bundesstaat Andhra Pradesh) auf der Bundesratstagung des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden), die vom 13. bis 16. Mai in Kassel stattfand. Am Anfang seines Missionsdienstes sei er in den Dörfern nicht immer willkommen gewesen, so Kumar. Oft hätten ihn wütende Bewohner vertrieben. Einmal sei er auf eine Gruppe gestoßen, die um eine kranke Kuh herumstand. Einige hätten gesagt, sie liege im Sterben. Der Pastor wurde aufgefordert, zu seinem Gott um Heilung für das Tier zu beten. Kumar betete mit nicht allzu großem Vertrauen und ging dann schnell nach Hause. Am nächsten Morgen kam der Besitzer der Kuh zu ihm. Kumar hatte Angst, dass die Kuh gestorben sei und die Männer ihn verprügeln wollten. Stattdessen habe der Bauer ihm Milch der Kuh gebracht und sich für das Gebet bedankt. Sie sei über Nacht genesen. Das sprach sich schnell herum und führte dazu, dass die Baptisten eine Gemeindearbeit starten konnten. Seit 1981 hat Kumar in der Region 35 Gemeinden mit rund 3000 Mitgliedern gegründet.“ 

Solche Berichte polarisieren. Eine atheistische Webseite stellt diese Nachricht ein, um sich lustig zu machen und die Leser zum Lachen zu bringen. Den 3000 Christen in Indien tut das nicht weiter weh. Sie haben eine andere Art Lachen in ihrem Herzen. Sie haben die Macht und Geduld Gottes erfahren und neues Leben gefunden.

Und wir Christen in Deutschland? Wir Christen in der „christianisierten, nachchristlichen“ Welt?

Wir wollen uns ermutigen lassen, auch mit „kleinem“ Glauben zu kommen und unseren großen Gott um große Dinge zu bitten. Er verspricht in Matthäus 17:20:

„Denn wahrlich, ich sage euch: 
Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn,
so würdet ihr zu diesem Berg sprechen:
Hebe dich weg von hier dorthin!
und er würde sich hinwegheben;
und nichts würde euch unmöglich sein.“ 

Wir wollen uns nicht länger zieren, auch für seltsame Anliegen zu beten, sofern ihre Erhörung Gott Ehre bringen kann.

Wir wollen wieder anfangen, unseren Glauben zu bezeugen, und zwar nicht in eigener Kraft, sondern unter Gebet, Gebet für die Menschen, denen wir Jesus bezeugen, und Gebet für alles, was Jesus Ehre bringen und verherrlichen kann – selbst für „heilige Kühe“.

Zu den schwerwiegendsten Problemen unserer christianisierten Welt gehört sicher unsere Gebetslosigkeit. Wie oft meinen wir, es ohne Gottes Hilfe zu schaffen?! Wir haben das Geld, wir haben die Redner, die Instrumente, die Methodik, die Medien und die Werbung – und dennoch tut sich wenig bis nichts. Der indische Evangelist Kumar betete im entscheidenden Moment nicht mal für Seelen, sondern für eine kranke Kuh.

Lasst uns neu die Kunst des einfachen Gebets erlernen. Gebet um Seelen, Gebet um Kraft, um Weisheit und vielleicht sogar für kranke Kühe oder kranke Menschen. Lasst uns neu lernen, mit Einfalt und Glauben zu beten – sei er noch so klein. Lasst uns wieder beten!

Sonntag, 21. Juli 2024

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Richter 5:31

"Die aber Ihn lieben, sollen sein wie die Sonne,
wenn sie aufgeht in ihrer Macht!"
 

 Herzliche Einladung:

Anbetung - Gottes Wort
Gebet - Abendmahl - Gemeinschaft
Gemeinsames Mittagessen

  Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Verdunkle nie aus Mitgefühl mit dem Leid anderer
dein eigenes Leben.
Sei lieber du der Sonnenstrahl, der in ihre Dunkelheit leuchtet.

(Teresa von Avila)

Jesus Christus selbst leuchtet als Licht 
am Ende des Schmerzenstunnels. 
Er ist das Ziel und der Grund unserer Freude im Leid.
(John Piper)

Samstag, 20. Juli 2024

Warum Jesus erkennen?

Die Bibel gibt den Auftrag, Menschen zu Jesus zu führen und sie zu Jüngern zu machen. Das zeigt, dass ein gerade gläubig gewordener Mensch nicht gleich als „geistlich Erwachsener“ gesehen werden kann. Bereits in seinem ersten Brief schreibt der Apostel (1 Petrus 2:2):

Seid als neugeborene Kindlein begierig nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit ihr durch sie heranwachst.

Wie Kinder von Milch zu fester Speise heranwachsen müssen, müssen Christen von der grundlegenden Lehre der Errettung zu den tieferen Schichten des Glaubens hinwachsen. Das aber ist leider nicht immer der Fall. Der Schreiber des Hebräerbriefes klagt (Hebräer 5:12+13):

Denn obgleich ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, habt ihr es wieder nötig, dass man euch lehrt, was die Anfangsgründe der Aussprüche Gottes sind; und ihr seid solche geworden, die Milch nötig haben und nicht feste Speise. Wer nämlich noch Milch genießt, der ist unerfahren im Wort der Gerechtigkeit; denn er ist ein Unmündiger.

Im normalen Leben als Nachfolger Jesu geht es also darum, im Glauben, im Verstehen der Bibel und in der Erkenntnis Jesu zu wachsen. Leider wird das von vielen Christen vernachlässigt. Man ist ja „gerettet“, hat das Notwendige verstanden und ist in der Regel zu beschäftigt mit dem Diesseits, um sich mit dem Jenseits zu beschäftigen.

Warum verlassen viele Jesus wieder, nachdem sie scheinbar „Christen“ geworden sind?

Warum kämpfen so viele mit Zweifeln und Kompromissen?

Warum sind viele so überwältigt von den Nöten und Leiden unserer Zeit?

Petrus scheint in seinem 2 Brief zumindest eine Teilantwort darauf zu geben: Es fehlt an der „Erkenntnis Jesu“. Klar – man weiß und akzeptiert: Er ist Gottes Sohn. Er starb und auferstand für uns. Er ist im Himmel und bereitet Seinen Nachfolgern dort einen Platz vor. Er liebt uns, möchte uns segnen und … und … und: Das elementare Verständnis ist da. Aber die Erkenntnis Jesu geht über elementares Wissen hinaus. Hier einige Verse aus dem 2. Brief des Petrus, die erläutern, warum das ständige Wachstum in der Erkenntnis Jesu so wichtig ist:

Gnade und Friede werde euch mehr und mehr zuteil in der Erkenntnis Gottes und unseres Herrn Jesus! (2 Petrus 1:2)

Je besser wir Jesus kennenlernen, umso mehr haben wir Anteil an Gottes Gnade und Frieden.

Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zum Wandel in Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend, (2 Petrus 1:3)

Durch die Erkenntnis Jesu nehmen wir zu an einem Gott wohlgefälligen Leben.

Denn wenn sie durch die Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entflohen sind, aber wieder darin verstrickt und überwunden werden, so ist der letzte Zustand für sie schlimmer als der erste. (2 Petrus 2:20)

Je besser wir Jesus kennenlernen, je widerstandsfähiger werden wir gegenüber den Versuchungen der Welt.

Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus! Ihm sei die Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit! Amen. (2 Petrus 3:18)

Eine Aufforderung, die bis zu unserem Tod Gültigkeit behält: Wachst in der Gnade und Erkenntnis Jesu. Ihn immer besser erkennen – das macht uns zu reifen Christen, fest im Glauben, leuchtend in der Dunkelheit, siegreich in Versuchungen.

Wer meint, er wisse genug über Jesus, ist Ihm vermutlich noch nicht begegnet. Denn wer Ihm einmal begegnet ist, kann nicht genug von Ihm kriegen.

Morgen in unserem Gottesdienst geht es wieder um einen bestimmten Aspekt aus der Biografie des Lebens Jesu. Zu unserem Gottesdienst um 10:30 Uhr laden wir herzlich ein!

Freitag, 19. Juli 2024

HHH

Hoffnung! Himmel! Herrlichkeit! Daran musste ich gestern in unserer Bibelstunde denken. Pastor Andrew war in 2. Petrus 1:16-22 unterwegs. Aber nicht nur in diesen Versen geht es um die Herrlichkeit. Bereits in 2 Petrus 1:3 schreibt der Apostel darüber. Hier die Verse aus dem Brief, in denen es um die Herrlichkeit Jesu geht:

Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft. (2 Petrus 1:3 / Schl)

Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit mit eigenen Augen gesehen. (2 Petrus 1:16 / Schl)

Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. (2 Petrus 1:17 / Schl)

Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus! Ihm sei die Herrlichkeit, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit! Amen. (2 Petrus 3:18 / Elb)

Petrus bezieht sich in den Versen 16+17 auf den Tag, als Jesus Jakobus, Johannes und ihn auf den Berg mitnahm, vor ihren Augen verklärt wurde und sich dann mit den dort erschienenen Propheten – Mose und Elia – unterhielt. Ein übernatürliches Erlebnis. Jenseits trifft aufs Diesseits. Jesu Kleidung wurde übernatürlich weiß, rein, strahlend. Zwei Personen aus längst vergangenen Zeiten erschienen – quicklebendig – und redeten mit Jesus. Zu alledem war die Stimme des Allmächtigen zu hören. Das Ganze war eine so überaus heilige Sache, dass Jesus den Jüngern verbot, vor Seiner Auferstehung darüber zu reden.

Die drei Jünger durften einen Blick in den Himmel tun. Sie durften an der Herrlichkeit des Himmels schnuppern. Sie durften etwas von der Herrlichkeit des Jenseits miterleben. Sie durften die Herrlichkeit der Stimme Gottes hören. Als sie schließlich nur noch Jesus sahen, durften sie spüren, dass Jesus genügt.

Das Ganze war derart gewaltig und fesselnd, dass Petrus bereit war, alles andere loszulassen und aufzugeben. Er wollte nicht mehr zurück ins Leben am Fuß des Berges. Ihn sorgte nicht mehr der nächste Tag. Die Herrlichkeit der anderen Welt hatte ihn gepackt.

Vermutlich hat niemand von uns je ein ähnliches Erlebnis gehabt. Selten, sehr selten, erlaubt der Herr es Seinen Kindern, einen Schlüssellochblick in den Himmel zu tun, wie die Apostel es hier tun dürfen. Und diese Apostel, die Jesus so nah waren, Seine Worte live gehört hatten, Seine Wunder mit eigenen Augen gesehen hatten, waren so angetan von ihrem Schlüssellochblick in den Himmel, dass sie bereit waren, alles andere aufzugeben; nicht mehr zurückzukehren in ihr normales Leben, sondern einfach nur in der erfahrenen Herrlichkeit und der Gegenwart Jesu zu bleiben.

Meine Gedanken gingen in unsere Zukunft als Gotteskinder. Wenn der Schlüssellochblick in die Herrlichkeit des Herrn, in die „andere Welt“, bereits solche Auswirkungen hatte, wie muss es dann sein, wenn wir einmal ganz dort sein werden? Wie muss es sein, wenn wir nicht mehr nur durchs Schlüsselloch schauen, nicht nur einen Dufthauch, einen flüchtigen Eindruck der ewigen Herrlichkeit erfahren, sondern mittendrin sind im Geschehen? Mittendrin in der Gegenwart Jesu, mittendrin in der Menge der Erlösten, die Jesus preist und eine Ewigkeit lang sich neu erfreut über immer wieder neue Aspekte der Größe, Liebe und Herrlichkeit des Erlösers? Wie muss es sein, mit den Erlösten aller Zeiten und mit allen Lieben, die uns im Glauben vorausgegangen sind, Gemeinschaft zu haben – am meisten aber mit dem Lamm Gottes, unserem Erlöser? Wie muss es sein, wenn wir jede Last und alle Sorgen abgelegt haben, um nie wieder auch nur daran zu denken? Wie muss das sein? 

Hoffnung – Himmel – Herrlichkeit!

„Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, das hat Gott denen bereitet, die ihn lieben.“ (1 Korinther 2:9)

Donnerstag, 18. Juli 2024

"Vertröstung aufs Diesseits"

Man hört es ja immer wieder: “Ihr Christen mit Eurem Gerede vom Himmel und der Ewigkeit! Ihr vertröstet euch immer nur aufs Jenseits.“

Manchmal kommt dieser Satz, um uns Christen vorzuwerfen, wir wären nicht aktiv genug für irdische Ziele. Wir wären so „himmlisch gesinnt, dass wir irdisch nichts taugen“. Nun, bei näherem Hinsehen ist diese Anschuldigung Humbug.

  1. Als evangelikale Christen machen wir gerade mal ca 2,1% der deutschen Bevölkerung aus. Mit ziemlicher Sicherheit ist dieser Prozentsatz auch involviert in Belange, die das Leben hier auf Erden verbessern, sprich Politik, Wohltätigkeitsvereine oder Werke der Nächstenliebe und Diakonie.
  2. Als evangelikale Christen haben wir eine jahrhundertelange Geschichte des Einsatzes gegen Unterdrückung und für Gerechtigkeit. Klar, unrühmliche Ausnahmen hat es immer gegeben. Aber wer möchte da den ersten Stein werfen. Tatsache ist, dass Christen bahnbrechend waren in der Abschaffung der Sklaverei, im Einsatz für die Stellung der Frau und in vielen anderen diakonischen und medizinischen Diensten.
  3. Als evangelikale Christen setzen wir uns überdurchschnittlich für alles ein, was mit dem Leben zu tun hat. Wir setzen uns ein FÜR das Leben - aber gegen Abtreibung, FÜR die Nächstenliebe und Sterbebegleitung - aber gegen Sterbehilfe, FÜR die lebendige, zusammenhaltende und harmonische Familie – aber gegen den Abbau und Zerwurf der Familie durch den Staat, FÜR die Würde und Rechte der Menschen – aber gegen Intoleranz, einschließlich Intoleranz gegen Christen und ihren Glauben!
Als evangelikale Christen brauchen wir uns nicht zu verstecken. Nicht jeder kann auf jedem Gebiet aktiv werden. Aber aktiv sind ausgesprochen viele von uns!

Doch schwingt in der Anschuldigung auch mit, dass wir mehr interessiert sind am Leben im Himmel als am Leben auf der Erde. Nun, da steckt schon Wahrheit drin. Allerdings vertrösten wir uns nicht aufs Jenseits, sondern freuen uns aufs Jenseits, während wir im Diesseits verantwortungsbewusst leben und uns fürs Jenseits vorbereiten. – Ich meine, wir kommen der Wahrheit viel näher, wenn wir den Spieß umdrehen und feststellen müssen, dass viele Menschen so verwirrt sind betreffs Himmel und Hölle, dass es bei ihnen zu einer eindeutigen „Vertröstung aufs Diesseits“ kommt. Die einen meinen, sie müssten alles aus dem Leben rausholen, was rauszuholen ist – und landen in körperlichen oder seelischen Abhängigkeiten. Andere meinen, in so kurzer Zeit wie möglich so viel Reichtum wie möglich anzuhäufen, um im Alter davon so viel wie möglich wieder loszuwerden. Für wieder andere scheint das Leben eine einzige Party zu sein. Man geht durchs Leben, als sei dies das einzige Leben, das wir besäßen. Der einzige Trost für unsere unerklärliche Existenz ist: „Hol raus, was du kannst.“  Und das bringt viel Leid, Schaden, Unglück und Verzweiflung. Warum?

Gottes Wort sagt, dass Gott einen Platz in unseren Herzen geschaffen hat, der nur durch Ihn ausgefüllt werden kann. In Prediger 3:11 heißt es:
 
„Er hat alles vortrefflich gemacht zu seiner Zeit,
auch die Ewigkeit hat er ihnen ins Herz gelegt ...“

Diese zentrale Stelle im Herzen kann nichts und niemand zufriedenstellen, als Gott allein. Als Jesus auf Erden war, sagte Er in Johannes 10:10
  
„Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben 
und es im Überfluss haben.“

Wenn Du es satt bist, Dich ständig auf das Diesseits zu vertrösten, und Du möchtest endlich finden, wonach Dein Herz sucht – geh zu Jesus! Er vertröstet Dich nicht aufs Jenseits, aber Er erfüllt Dein Diesseits und führt Dich in das richtige Jenseits.