„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Donnerstag, 9. November 2023

Gottes Bodenpersonal (2)

Ja, aber …“ Es ist schon interessant, wie oft wir manchmal die gleiche Botschaft hören müssen, bevor wir unser „Ja, aber …“ aufgeben.

Gestern ging es um Gottes seltsames Bodenpersonal. Versager, sozusagen. Auch die schillernden Namen der Bibel, wie etwa Noah, David oder Abraham – sie waren alle Menschen mit Dreck am Stecken. Versager! Aus menschlicher Perspektive betrachtet untauglich für eine Freundschaft oder auch nur als Diener eines heiligen, gütigen Gottes. Trotzdem setzte Gott sie in Seiner Arbeit ein. Nicht, weil Er niemand anders fand, nicht, weil Er es aus irgendwelchen Gründen gemusst hätte. Er setzte sie ein, weil Er es so wollte.

Und doch sind wir manchmal langsam, zu verstehen. Wir alle sollten verstehen, dass Gott unqualifizierte Menschen gebraucht, um für Ihn zu leben und Ihm Ehre ich bringen. Andere als Unqualifizierte gibt es nämlich nicht. Was diese Unqualifizierten mitbringen müssen ist einzig und allein die Bereitschaft, sich von Gott gebrauchen zu lassen. Das haben wir gestern gesehen. (Hast Du die Andacht gestern verpasst? Lies sie am Besten noch nach!)

Aber da wir alle langsam sind zu hören und langsam zu verstehen (ich auch!), hier noch ein paar Nachträge, die bestätigen: Gottes Bodenpersonal besteht aus fehlerhaften Menschen, die im Gehorsam die Nähe Jesu suchen.

  • Jakob – in vielen Episoden seines Lebens wird er als Mann der List und als Mann mit Angst beschrieben. Aber Gott bezeichnet sich als sein Gott: der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.
  • Jeremia – ein gewaltiger Prophet vor dem Herrn! Zitiert im Neuen Testament. Manche seiner Prophetien erfüllten sich zu seinen Lebzeiten und bestätigten ihn als Prophet des lebendigen Gottes. Aber der Inhalt seiner Prophetien ließen ihn oft als „Weichling“ erscheinen. Er trägt den Spitznamen: „der weinende Prophet“.
  • Petrus – Er gehörte zum engeren Kreis „der Drei“. Er sticht aus der Zahl aller Jünger hervor. Fischzüge, Hütten bauen, Jesus verteidigen – bei allem spielt Petrus eine Hauptrolle. Aber wird von irgendeinem anderen Jünger mehr Versagen berichtet als von Petrus, diesem Heißsporn. Trotzdem: Auf ihn, auf sein Zeugnis, will Jesus Seine Gemeinde bauen.
  • Thomas – einer der 12 engen Jünger Jesu. Er war treu! Blieb 12 Jahre durch dick und dünn bei Jesus, diente Ihm, folgte Ihm, lernte von Ihm. Aber er ging in die Kirchengeschichte ein als „der Zweifler“. Keine erhebende Reputation für einen Gläubgen. Aber er erkannte und anbetete Jesus als seinen Herrn und Gott und verbreitete das Evangelium bis nach Indien.
  • Johannes – der „Apostel der Liebe“. Kein anderer Schreiber des Neuen Testaments schreibt mehr über die Liebe Gottes als er. Er wurde vermutlich älter als alle anderen Apostel, die nach der Überlieferung alle den Märtyrertod starben. Das Problem des Johannes war wohl eher sein Alter. Man sagt, man musste ihn zum Schluss zu den Versammlungen tragen. Wie brauchbar er sich wohl fühlte, als er auf Patmos verbannt war – oder im hohen Alter? Aber er ist und bleibt der Jünger, „den Jesus liebhatte“.
  • Paulus – wie oft hat er wohl darüber nachgedacht, wieviel mehr er für Jesus tun könnte, wenn er nur gesund wäre. Er empfand seine Krankheit als Bremse für seinen Dienst … bis Jesus ihm versicherte, dass er mit seiner Krankheit brauchbarer war als wäre er gesund.

Niemand sollte auf sich selbst sehen und verzweifeln. Niemand sollte an seinem Wert zweifeln. Niemand sollte an Gottes Liebe zweifeln oder an Seinem Plan, jeden von uns zu gebrauchen. Gott kann jeden von uns gebrauchen – besonders aber solche, die ihre Schwachheiten erkennen und sich Ihm trotzdem zur Verfügung stellen. Bist Du dabei?

Seinetwegen habe ich dreimal den Herrn gebeten, dass er von mir ablassen soll. Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne. Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um des Christus willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark. (2 Korinther 12:8-10)

Mittwoch, 8. November 2023

Gottes Bodenpersonal!

Es ist erstaunlich, ermutigend, vielleicht auch erschreckend, welche Menschen sich Gott aussucht, um durch sie Sein Reich zu bauen. Es mag verwirren, welche "Versager" (unsere Wortwahl, nicht Gottes). Er sich aussucht, um sie zu gebrauchen, ihre Gebete zu erhören und sie in Seine Ernte zu senden. 

  • David – bis heute größter König Israels, Freund Gottes, inniger Anbeter des Allmächtigen – aber er hatte definitiv Probleme mit seinem sexuellen Leben und nicht nur damit.
  • Hiskia – Erweckungskönig Israels, aber mit Stolzproblemen, die schließlich das Gericht Gottes brachten.
  • Jona – ein ganz besonderer Typ. Er ist ja bekannt für seinen gravierenden und schicksalhaften Ungehorsam. Aber in Seiner – mit Worten – unbeschreiblichen Gnade gibt Gott ihm eine neue Chance, die Jona gerne annimmt. Aber sein Mitgefühl für die verlorenen Seelen Anderer ist gleich null. Durch seinen Dienst errettet Gott Hunderttausende in einer gewaltigen Erweckung.
  • Noah – eigentlich ein Vorzeigemensch … wäre da nicht seine Trunkenheit mit all den schlimmen Folgen – auch für seinen Sohn und dessen Nachkommen, den Kanaanitern.
  • Simson – Gott gebrauchte ihn gewaltig zur Befreiung Israel. Aber dieser „Geweihte Gottes“ lebte in massiver sexueller Zügellosigkeit und stolzer Selbstüberschätzung.
  • Gideon – zunächst das Gegenteil von Simson. Gideon kam aus einer götzendienerischen Familie und hatte massive Minderwertigkeitskomplexe, als Gott ihn berief. Später schlugen seine Komplexe in Stolz und Selbstverherrlichung um. Das hinderte Gott nicht, ihn zu einem weiteren Glaubenshelden unter vielen zu machen.
  • Hanna – sie konnte die emotionale Last ihrer Kinderlosigkeit nicht wirklich überwinden. Immer wieder gab sie diese Not an Gott ab, aber mitunter in einer Intensität, dass sie wie eine Betrunkene erschien. Störte das Gott? Offensichtlich nicht, denn Hannah wurde Mutter des großen Propheten und ersten Richters Israel: Samuel.
  • Aaron – Israels erster Priester und Hoherpriester. Was für eine übermenschliche, heilige, göttliche Aufgabe. Aaron war gezeichnet von Menschenfurcht, die seine Gottesfurcht überstieg. Dennoch nahm Gott Berufung und Segen nicht von ihm.
  • Miriam – Moses Schwester, Gott gebrauchte sie früh im Leben ihres Babybruders und machte sie Jahrzehnte später zur Lobpreisleiterin. Aber sie kämpfte mit Neid und einem rebellischen Herzen.
  • Abraham – der Freund Gottes. Was für ein herrlicher, hoher und scheinbar unerreichbarer Titel. Abraham, der Mann des Glaubens, der Vater einer Nation, der Vater aller Gläubigen. Wer kann Abraham das Wasser reichen? Aber seine vielen (!) Fehltritte sind unverschönt niedergeschrieben. Gott kündigte ihm nie die Freundschaft.

Lieber Bruder, liebe Schwester im Glauben. Jetzt setz mal Deinen Namen ein. Welche Zeilen würdest Du hinter Deinen Namen schreiben? Natürlich ist da Versagen, sind da Ängste, Zweifel, Sünden, vielleicht sogar solche, die nur Gott und Dir bekannt sind.

Gottes Zusage bleibt: Er ändert sich nicht. In Römer 11:29 heißt es:

Denn Gottes Gnadengaben und Berufung können ihn nicht reuen.

Gott hat Dich erwählt. Du bist von Jesus gewollt und geliebt. Und das wird sich nie ändern. Gott wusste, auf was Er sich mit jedem von uns einlässt. Und Er hat es getan. Fasse Mut und streck Dich immer wieder neu nach Ihm und Seiner Nähe aus. Er verspricht (Klagelieder 5:23):

Der Herr ist gütig gegen die, welche auf ihn hoffen, gegen die Seele, die nach ihm sucht.

Dienstag, 7. November 2023

Ein besonderer Vers aus dem Evangelium des Matthäus

… und damit sind wir mit unserer Dienstagsserie im Neuen Testament angekommen: Ein besonderer Vers aus … dem Evangelium des Matthäus.

Das Matthäusevangelium ist mit 28 Kapiteln das Längste der 4 Evangelien. Aus den 1071 Versen einen besonderen Vers herauszupicken, ist nicht einfach. Im Matthäusevangelium finden wir 3 Kapitel mit der Bergpredigt – alles wichtige Verse. Wir finden ermutigende, warnende und  herausfordernde Verse – alle besonders.

Der heutige „besondere Vers“ aus dem Matthäusevangelium kommt aus den brandaktuellen Endzeitreden Jesu. Zu allen Zeiten haben Christen geglaubt, dass sie in den letzten Tagen leben. Aber zu keiner Zeit standen die Zeichen so auf Sturm wie heute. Immerhin gab es bis zur Neugründung des Staates Israel immer noch eine Bedingung, die erfüllt werden musste: Die Auferstehung des Volkes Israel als Nation. Das ist nun erfüllt und alle anderen Zeichen, die Jesus aufgezählt hat, sind jetzt aktueller denn je. Auch die bis vor kurzem unvorstellbaren Gerichte der Offenbarung sind heute relativ leicht erklärbar. Aus dieser Perspektive ist Matthäus 24:6 tatsächlich ein besonderer Vers, wenn Jesus sagt:

Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; habt acht, erschreckt nicht; denn dies alles muss geschehen; aber es ist noch nicht das Ende.

Es sind nicht nur Kriege und Kriegsgerüchte, die Jesus als Wetterleuchten Seines Kommens  aufzählt. Es sind auch Krankheiten, Erdbeben und andere Katastrophen, die er erwähnt. Aber unser „besondere Vers“ spricht zwei Zeichen an, die uns heute besonders aufwecken sollten. Kriege und Kriegsgerüchte. Relativ unerwartet startete vor ca 20 Monaten ein Krieg, der die Welt in Atem hält. Vor einem Monat startete ein weiterer Krieg aus heiterem Himmel, der allen den Atem stocken ließ … und lässt. Neue Allianzen bilden sich. Die roten Knöpfe der Atomwaffen blinken heller, grausame Morde, Folterungen und Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung und die Zahl unbeteiligter Zivilisten überall steigt stündlich. All das gehört zu den Zeichen, die uns aufwecken sollen. Aber es ist noch nicht das Ende. Das Ende wird ab Offenbarung 6 beschrieben. Trotzdem ermahnt Jesus: Wenn wir die Vorläufer beobachten, sollen wir „achthaben“, aufmerken, es bewusst zur Kenntnis nehmen. Und dann der herrliche Zuspruch. Ein Zuspruch für die Jünger damals und ein Zuspruch für Dich und mich heute in den Wirren und bedrohlichen Zeiten: „Erschreckt nicht!“, habt keine Angst!

Diese Aussage Jesu gilt nicht nur denen, die von Kriegen ‚hören‘, sondern auch solchen, die mitten drin sind. Diesen besonderen Vers sollten wir in Erinnerung behalten, falls Kriegsgerüchte zu Kriegen werden, falls Kriege im Ausland zu Kriegen im Inland werden. Jesu Worte sind gültig zu allen Zeiten und in allen Situationen. Niemand muss erschrecken, egal, was wir sehen und was wir hören. Der Weg „nach Hause“ ist nicht immer eine geteerte Gerade. Es geht durchaus über Höhen und durch Tiefen. Aber Er geht mit, wenn Kriegsgerüchte zunehmen, wenn Kriege um uns toben und auch, wenn sie in uns toben.

„Erschrick nicht!“ sagt Jesus. Und – auch im Matthäusevangelium – verspricht Er, dass Er bei uns bleiben wird, bis ans Ende der Erde. Nicht nur Matthäus 24:6 ist besonders, auch Jesus ist! Lobpreis sei Ihm!

Montag, 6. November 2023

Zwei Samenkörner

 Ich habe den guten Kampf gekämpft,
den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt.
(2Timotheus 2:7)

In der Veröffentlichung eines Hospizvereins fand ich folgende Geschichte, deren Idee Jack Canfield zugeschrieben wird:

Einst steckten zwei Samenkörner nebeneinander im Boden. Das erste Samenkorn sprach: "Ich will wachsen! Ich will meine Wurzeln ganz tief in die Erde senden und ich will als kleines, starkes Pflänzchen die Erdkruste durchbrechen, um dann kräftig zu wachsen. Ich will meine Blätter in ihrer ganzen Pracht entfalten und mit ihnen die Ankunft des Frühlings feiern. Ich will die Sonne spüren, mich von Wind hin- und her wehen lassen und den frischen Morgentau auf mir spüren. Ich will wachsen! - Ich will wachsen!" Auf diese Weise erreichte das Samenkorn nach einiger Zeit sein Ziel und wurde eine kräftige, prächtige Pflanze.

Das zweite Samenkorn aber sprach: "Ich fürchte mich. Wenn ich meine Wurzeln in den Boden sende, weiß ich nicht, was mich dort in der Tiefe erwartet. Ich befürchte, dass es mir wehtut oder dass mein Stamm Schaden nehmen könnte, wenn ich versuche, die Erdkruste zu durchbrechen. Ich weiß auch nicht, was dann dort oben über der Erde auf mich lauert. Es kann ja so viel geschehen, während ich wachse. Nein, nein - ich bleibe lieber hier in Sicherheit und warte, bis es noch sicherer ist." Und so verblieb das zweite Samenkorn in der Erde und wartete.

Eines Morgens kam eine Henne des Weges. Sie scharrte mit ihren scharfen Krallen nach etwas Essbaren im Boden. Nach einer Weile fand sie den wartenden Samen im Boden und fraß ihn auf.

Als ich über diese Geschichte stolperte, kam mir das oben zitierte Wort des Paulus in den Sinn. Die zwei Samenkörner stehen für zwei Christen, die unterschiedlich auf die Herausforderungen der Nachfolge reagieren. Richtig, Jesus hat die Nachfolge nicht als Spaziergang beschrieben, sondern mit den Worten (Johannes 12:24+25):

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht. Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren; wer aber sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben- bewahren.

Nachfolge hat mit beidem zu tun: mit Sterben und mit viel Frucht bringen, mit verlieren und mit gewinnen. Viele Christen gleichen dem zweiten Samenkorn, das sich fürchtet – vor dem Ungewissen, vor Schaden, Schmerz und Unsicherheit. Und eh es sich versieht ist das Leben vorbei und es hat keine Frucht gebracht, wozu es doch bestimmt war.

Demgegenüber das andere Korn: voll Eifer, seine Bestimmung zu erfüllen, koste es was es wolle. Der Wunsch nach Wachstum! Der Wunsch nach Tiefe. Der Wunsch zu feiern und der Wunsch nach Leben, wie es einer Pflanze gebührt; mit dem Ergebnis: Bestimmung erfüllt.

So klingt auch die Aussage des Paulus. Sein Leben war nicht einfach, es war kostspielig. Aber es wurde gekrönt durch die Krone der Gerechtigkeit. Am Ende seines Lebens hätte Paulus niemals bereut, „mit Christus gestorben zu sein“ und sein Leben für Jesus eingesetzt zu  haben. Er lebte ein erfülltes Leben gemäß seiner Bestimmung und brachte Gott die Ehre!

Sonntag, 5. November 2023

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

Und Er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer (Epheser 4:11)

Besteht deine Begabung darin, anderen zu dienen, dann diene ihnen gut. Bist du zum Lehren berufen, dann sei ein guter Lehrer. (Römer 12:7)

 

Anbetung 
Einsetzung des neuen Pastors
Gebet - Gottes Wort  
Gemeinschaft 
Mittagessen und Kaffeetrinken!
Beginn: 10:30 Uhr
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

Warum gebraucht Gott den einen Pastor mehr als den anderen? Wenn du zwei Öfen hast, von denen einer heiß und einer kalt ist, auf welchem würdest du deinen Tee kochen? (Reinhard Bonnke)

Menschen, die mit dem Druck der realen Welt leben, brauchen den Pastorendienst: immer wieder einmal frisches Wasser, grüne Weiden und Führung auf den richtigen Weg. (Gordon MacDonald)