Jahre lang lag sie tot in ihrem Schlafzimmer,
bevor sie entdeckt wurde. Unsere
Lokalzeitung berichtete davon, dass eine Seniorin nach 8 Jahren Funkstille gefunden
wurde. Im Laufe der Jahre waren Wasser und Strom in ihrer Wohnung wegen
unbezahlter Rechnungen abgestellt worden. Eine Ausrede hatten Nachbarn
auch parat: „Man kann wohl kaum etwas machen, wenn die Leute wie Einsiedler leben.“
Von ihren Verwandten isoliert war die Frau vermutlich seit einem
Familienstreit. Offensichtlich wurde sie nicht vermisst. Wie groß muss
die Einsamkeit der Frau gewesen sein, die in diesem Jahr 90 Jahre alt
geworden wäre?
Montag, 20. Februar 2023
4 Euro gegen Einsamkeit
Sonntag, 19. Februar 2023
Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
Heute wieder mit Sonntagszitat!
Johannes 13:34+35 und 15:13:
35 Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
(Corrie ten Boom)
Samstag, 18. Februar 2023
Richtet gerecht!
Gestern und vorgestern ging es an dieser Stelle um Jesu Warnung an Seine Nachfolger, nicht zu richten. Und doch stellt sich die Frage: Gilt das immer und in jeder Situation? Die Antwort gibt Johannes 7:24: „Richtet nicht nach dem, was vor Augen ist, sondern richtet gerecht.“
Hier werden wir sogar aufgefordert, zu richten. Allerdings nicht nach dem, was vor Augen ist … nicht nach unserer Beobachtung … nicht nach unserer Meinung oder Beurteilung. Wer richtet hat allein eine Grundlage: die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. Wer andere der Sünde bezeichnet, muss dies mit dem Wort Gottes begründen können. Das „Gefühl“, dass jemand im Recht oder Unrecht ist, ist zu wenig. Nicht unser Gefühl, unsere Interpretation oder unsere Meinung ist ausschlaggebend, sondern allein Gottes Wort.
Wir dürfen und sollen beurteilen, was Gottes Wort beurteilt. Urteilt Gottes Wort, dass eine Sache Sünde ist, urteilen wir auch und nennen es Sünde. Urteilt die Bibel, dass etwas nicht von Gott verurteilt wird, verurteilen wir auch nicht.
Natürlich gibt es Grauzonen, auch in der Interpretation verschiedener Bibelstellen. Das sollte uns allerdings nicht in eine ungeistliche Toleranz hineinlocken, sondern sollte uns motivieren, Gottes Wort zu studieren. Und wenn wir uns ein Urteil in einem Graubereich bilden müssen, dann lasst uns lieber zur Schrift hin irren, als von ihr weg.
Beim Urteilen im biblischen Sinn geht es nicht um das VERurteilen, sondern um BEurteilen. Dazu fordert uns Jesus auf. Das wollen wir tun, auf der Grundlage des Wortes Gottes und mit Seiner Liebe im Herzen.
Wir laden herzlich ein zu unserem Gottesdienst:
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: Sonntag, 10:30 Uhr
Freitag, 17. Februar 2023
Langsam zum Zorn
Ich muss noch einmal auf unser Thema von gestern zurückkommen. Es ging um den Richtgeist, vor dem Jesus uns warnt. In Lukas 6:37 lehrt Jesus:
Und richtet nicht, so werdet ihr nicht gerichtet; verurteilt nicht, so werdet ihr nicht verurteilt; sprecht los, so werdet ihr losgesprochen werden!
Was man immer wieder feststellen kann ist die Tatsache, dass da gerichtet wird, wo jemandem etwas nicht gefällt. Städteplaner werden dann als „untalentierte Zementklötze“ tituliert, Schulleiter als „eingebildete Hobbyphilosophen“ und Politiker als „Penner“, „Idioten“ oder „Kriegstreiber“.
Bereits die Wortwahl beinhaltet Hass und Zorn. Und solche Wortwahl ist eines Jüngers Jesu nicht würdig. Nochmal: Eine solche Wortwahl ist eines Jüngers Jesu nicht würdig!“ – denn sie ist unseres Meisters unwürdig!
Jünger Jesu orientieren sich weder am Vokabular der Welt und schon gar nicht an ihrem Wesen. Jünger Jesu orientieren sich an den Redevorgaben der Bibel, z.B. an Kolosser 4:6:
Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt, damit ihr wisst, wie ihr jedem Einzelnen antworten sollt.
Wo das Wort der Gnade nicht hinpasst, da sind wir besser still. Besser nichts sagen und unsere Meinung für uns behalten, als uns dem Vokabular der Welt anpassen und mit Hass und Beleidigungen um uns werfen. Das ist unseres Meisters unwürdig!
Nicht nur unserer Wortwahl, auch unser Wesen orientiert sich nicht am Stil dieser Welt, selbst wenn die Welt uns das Recht dazu gibt. (Sie gibt uns zu vielem das Recht, wozu Gott uns kein Recht gibt!) Jünger Jesu orientieren sich am Wesen Jesu, am Wesen Gottes. Und was ist das für ein Wesen? Was ist das für eine Natur, die wir in uns tragen? 2 Mose 34:6 erklärt:
Und der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der Herr, der Herr, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue;
Langsam zum Zorn!
Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn; (Jakobus 1:19)
Langsam zum Zorn!
Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! (Matthäus 11:29)
Sanftmütig und von Herzen demütig!
Darauf liegt die Verheißung der Ruhe, des Friedens. Liebe Geschwister! Ob im Gespräch mit Kollegen, ob in den sozialen Medien oder in der Diskussion mit Freunden, Feinden oder Andersdenkenden – lasst uns nie im Zorn agieren! Lasst uns weder das Vokabular, noch das Wesen der Welt adoptieren. Lasst uns vielmehr im Wesen Gottes leben, langsam zum Zorn, langsam zum Reden, groß an Gnade, barmherzig, treu, demütig und sanftmütig von Herzen. Das mag der Welt (und vielleicht sogar uns selbst) als Schwäche erscheinen. Aber in den Augen Gottes ist es wohlgefällig und segenswürdig.
Möge der Herr Dir und mir Gelingen schenken.
Donnerstag, 16. Februar 2023
Der Kampf des Nachtpfauenauges
und im Glauben festbleibt.
Mittwoch, 15. Februar 2023
Richtgeist
Wie wichtig ist uns dieser Bibelvers aus dem Mund Jesu … wenn es darum geht, dass andere uns nicht richten und verurteilen. Wie schmerzhaft ist es, wenn der Stab über uns gebrochen wird, ohne dass die Fakten bekannt sind.
Und umgekehrt? Können wir uns in die Situation derer versetzen, die (vor)verurteilt werden? Gehören wir vielleicht selbst zu denen, die nicht das Gute im Nächsten annehmen, sondern das Schlechte und schnell sind mit ihren Urteilen?
Eine ältere Frau kauft sich im Schnellrestaurant einen Teller Suppe. Behutsam trägt sie die dampfende Köstlichkeit an einen Stehtisch und hängt ihre Handtasche darunter. Dann geht sie noch einmal zur Theke: Den Löffel hatte sie vergessen.
Als sie zum Tisch zurückkehrt, steht dort doch tatsächlich einer jener Leute aus Afrika, schwarzes Kraushaar, bunt gekleidet wie ein Paradiesvogel – und löffelt die Suppe. Zuerst schaut die Frau ganz verdutzt; denn aber besinnt sie sich, lächelt ihn an und beginnt, ihren Löffel zu dem seinen in den Teller zu tauchen. Sie essen gemeinsam.
Nach der Mahlzeit – unterhalten konnten sie sich kaum – spendiert der junge Mann ihr noch einen Kaffee. Er verabschiedet sich höflich. Als die Frau gehen will und unter den Tisch zur Handtasche greifen will, findet sie nichts – alles weg. Also doch! Ein gemeiner, hinterhältiger Spitzbube. Ich hätte es mir gleich denken können! Eine Gemeinheit! Enttäuscht mit rotem Gesicht schaut sie sich um. Er ist spurlos verschwunden.
Aber am Nachbartisch erblickt sie einen Teller Suppe ohne Löffel,
inzwischen kalt geworden. Und unter dem Tisch hängt ihre Handtasche. Eine Anekdote ...
Was für ein herrliches Zeugnis gibt uns Jesus! Zu der Ehebrecherin (für Christen heute eine Kardinalssünde) sagt Jesus in Johannes 8:11: „So verurteile ich dich auch nicht. Geh hin und sündige nicht mehr!“
Von Beginn an – wie auch in den Ankündigungen im Alten Testament – erscheint Jesus als sanftmütig, mitfühlend. Er geht nicht vom Guten im Menschen aus, denn Er weiß, dass der Mensch verdorben und sündig ist. Aber in unvergleichlicher Sanftmut nimmt er sich derer an, die verdorben und sündig sind. Ja, Jesus redet vom Gericht, dass auf jeden Menschen wartet. Aber heute ist nicht der Tag des Gerichts. Heute ist der Tag des Heils. Dazu lädt Jesus ein.
Und auch, wenn Er, als Richter, bereits heute richten dürfte, so sagt Er doch Seinen Jüngern:
Richtet nicht, so werdet ihr nicht gerichtet; verurteilt nicht, so werdet ihr nicht verurteilt; sprecht los, so werdet ihr losgesprochen werden! (Lukas 6:37)
Nicht unser – aber Gottes Gericht ist gerecht und gut. Darum wollen wir Ihm das Richten und Urteilen überlassen. Wir hingegen wollen – im Geist und in der Sanftmut Jesu – einladen zum Heil in Ihm!
Herzliche Einladung zu unserer Bibelstunde, hete um 19:30 Uhr. Wir freuen uns über jeden, der kommt!
57290 Neunkirchen
Herzich Willkommen!






