„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Mittwoch, 25. Januar 2023

Freigesprochen

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König Friedrich der Große soll von Zeit zu Zeit die Gefängnisse seines Reiches besucht haben. So heißt es, dass er bei einem solchen Besuch die im Hof versammelten Häftlinge traf und sie nach dem Grund ihrer Verurteilung fragte.

„Majestät, ich wurde verleumdet und bin zu Unrecht hier“, antwortete der Erste. Der Zweite nannte den Grund seiner Inhaftierung ein Fehlurteil der Justiz. Bei einem Dritten lag ein tragisches Missverständnis vor. Der König ging die lange Reihe der Gefängnisinsassen entlang. Jeder wusste eine Entschuldigung. Erst ganz am Schluss traf er einen Inhaftierten, der tief betrübt bekannte: „Majestät, ich habe große eine Schuld auf mich geladen und verdiene diese Strafe!“

An diesem Punkt rief der König mit lauter Stimme: „Was will dieser Schuldige unter all den Unschuldigen? Er soll machen, dass er aus diesem Gefängnis verschwinde und nicht all die guten Leute verderbe!“ – So öffneten sich dem reumütigen Verurteilten die Tore in die Freiheit.

Wieviel Wahrheitsgehalt diese Geschichte enthält, vermögen wir heute, nach über 250 Jahren,  kaum mehr zu beurteilen. Aber sie veranschautlicht ein herrliches, nachprüfbares Prinzip, nach dem der allmächtige und barmherzige Gott mit uns Menschen bis heute umgeht. Jesus sagt in 1. Johannes 1:9:

„Wenn wir aber unsere Sünden bekennen,
so ist Gott treu und gerecht,
daß er uns die Sünden vergibt
und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“

Schuld, die unsere Seele bedrückt, unser Leben verdunkelt, unsere Freude erstickt, unsere Kraft lähmt und unsere Hoffnung begräbt kann vergeben und vernichtet werden. Allerdings nicht, solange wir sie entschuldigen und uns aus der Verantwortung rauszuwinden suchen. Gottes Wort sagt in Sprüche 28:13a: 
 
„Wer seine Sünde leugnet, dem wird's nicht gelingen!“
 
Das ist das Problem so vieler Menschen und so vieler Ansätze, schuldgeplagten Menschen zu helfen. Wer seine Sünde leugnet, die Schuld bei anderen sucht, bei der Gesellschaft, bei den Eltern, den Kindern, dem Arbeitgeber, der Politik ... oder sonstwo – der WIRD KEIN Gelingen haben. Manche schieben ihre Schuld und ihr Versagen sogar auf den Teufel, „der sie dazu trieb, Sünde zu tun.“  Solche Mensch werden nicht froh, nicht frei und nicht anders. Dann aber heißt es im zweiten Teil des Verses:

„wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.“

DAS ist der Weg in die Freiheit, der Weg der Gnade, der Weg, weg vom schlechten Gewissen, hinein in die Vergebung durch Jesus.

Wer aufhört, seine Schuld zu leugnen und sie Jesus als Sünde bekennt, wird gereinigt. Sünde wird vergeben, ein neuer Anfang geschenkt. Menschen erfahren es jeden Tag – bis heute!

Hast Du Vergebung Deiner Sünde erfahren? Lebst Du in der Freude und Freiheit eines vergebenen Lebens? Jesus schenkt diese Freiheit der Vergebung jedem, der Ihn darum bittet!
 
Wir laden ein zur Bibelstunde heute Abend. Ein Abend um Gottes Wort, Anbetung und Gemeinschaft.
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Uhr

Dienstag, 24. Januar 2023

Ein besonderer Vers aus … dem 2. Buch Mose

Auch im 2. Buch Mose könnte man eine Vielfalt von Versen zitieren, die „besonders“ sind. Da finden wir die Begegnung Moses mit Gott am brennenden Busch. Da werden Jahrzehnte in der Wüste beschrieben, in denen Israel Gott auf viele wundersame Weisen erfährt. Alles herrliche Berichte (und manchmal auch richtig ernste).

Der Vers, der heute zitiert werden soll, hört sich zunächst vielleicht gar nicht so „besonders“ an. Er ist in 2. Mose 3:9 zu finden und lautet:

Und nun siehe, das Geschrei der Kinder Israels ist vor mich gekommen, und ich habe auch ihre Bedrängnis gesehen, wie die Ägypter sie bedrücken.

Das sind Gottes Worte an Mose, als Er ihn beruft und nach Ägypten zurücksenden will.

Wie lange hatte Israel wohl zu Gott geschrien? Wie lange hatte es gedauert, bis Josefs Wohltaten an den Ägyptern verblasst und vergessen waren? Wie schnell hatte wohl die Härte der Ägypter zugenommen, mit denen sie Israel bedrängten und zur Sklavenarbeit zwangen?

Anfangs hatte Israel vielleicht nur gestöhnt über die zunehmende Einengung, vielleicht neue Auflagen und mehr Arbeit. Dann war ihr Stöhnen zu einem intensiven Gebet geworden – und schließlich schrie man ernsthaft zu Gott, weil man aus der Situation, in der man sich befand, nicht mehr herauskam. Ja, manchmal stöhnen und beten die Menschen zum Herrn – ob Er vielleicht helfen möchte. Wenn nicht … na dann hat man eben Pech gehabt.

Aber jetzt war Israel an einem Punkt, an dem sie das „Pech gehabt“ nicht mehr aushalten konnten. Sei waren verzweifelt. „Augen zu und durch“ funktionierte nicht mehr. Die letzt Hoffnung war dahingeschmolzen und man sah keine Zukunft mehr. Jetzt schrien sie zum Herrn. Aber wie lange schon? Ihr Leben als Sklaven war ja nicht nur ein paar Jahrzehnte alt. Wie lange hatte es gedauert, bis sie da angekommen waren, zu ihrem Gott zu schreien? Und wie lange ließ Er sie schreien, bevor Er zu Mose sprach und ihn zum Retter bestimmte?

Nicht auf all diese Fragen haben wir eine Antwort. Tatsache ist: Der Herr hörte ihr Schreien! Ihr in Schreie gefasstes Elend berührte den Himmel und berührte das Herz Gottes! Gott sah, Gott hörte und Gott war bereit, zu helfen.

Verse wie der aus 2 Mose 3:9 sollen uns ermutigen, nicht aufzugeben. Manchmal sieht Gott erst mal eine Weile zu. Er schaut zu, wie wir uns abmühen, hoffen, uns eine Weile wirklich anstrengen, unsere Misere zu beenden … und versagen. Und dann schaut Gott zu und hört unsere Gebete, und prüft unsere Gebete … uns muss feststellen, dass wir es gar nicht so ernst meinen. Gebet ist eins von den Mitteln, die wir neben anderen anwenden; im Sinne von: „wenn alles andere versagt, vielleicht „funktioniert“ das ja mit dem Gebet. Und wieder wartet Gott geduldig. Er wartet, bis wir es lernen, zu Ihm zu schreien, weil wir merken – ohne Ihn sind wir verloren. Ohne Ihn können wir nichts tun. Wir sind hilflos – Er ist unser Helfer.

An dem Punkt war Israel angekommen. Jetzt schrien sie zum Herrn und Er sah sie und hörte sie und half ihnen. Das merkten sie nicht von einem Tag auf den anderen. Aber Gottes Hilfe war auf dem Weg und würde sie erreichen!

Da schrien sie zum Herrn in ihrer Not,
und er rettete sie aus ihren Ängsten.
(Psalm 107:6,13,19,28)

Montag, 23. Januar 2023

Von Nichts kommt nichts!

Mit Leitern aus der chinesischen Untergrundkirche saß Nik Ripken zusammen und interviewte etliche von ihnen. Es gab nicht nur Geschichten über Siege, Mut und Wunder Gottes. Es gab ebenso Berichte über Niederlagen, Angst und Versagen, wie er in seinem Buch „Gottes unfassbare Wege“ schreibt.

Es waren drei Männer, die verzweifelt darüber waren, wie „still“ sie sich im Gefängnis verhalten hatten, wie wenig sie ihren Glauben ausgelebt hatten und wie verzagt sie in ihrer Gefangenschaft gewesen waren. Als sie das vor versammelter Mannschaft bekannten, brachten sie ihr Problem auf den Punkt mit den Worten:

„Ihr könnt im Gefängnis nur das austeilen, 
was ihr dorthin mitgenommen habt. 
Ihr könnt in der Verfolgung nur das vermehren, 
was ihr dorthin mitgenommen habt.“

Zwei einfache Sätze mit erstaunlicher Tiefe. Da waren drei Christen, jung im Glauben, ungeschult, ohne viel Bibelwissen. Dann kommen sie in eine beengende Situation, werden weggesperrt und  können nur auf wenig zurückgreifen. Wo nichts ist, da ist nichts. Von nichts kommt nichts! Vermehren kann sich nur, was bereits im Ansatz vorhanden ist.

Die Erkenntnis der drei Brüder in China trifft uns ebenso. Es muss nicht unbedingt das Gefängnis sein. Auch am Arbeitsplatz gilt: „Du kannst nur das austeilen, was Du dorthin mitgenommen hast.“  Auf der Familienfeier gilt: „Du kannst nur das austeilen, was Du dorthin mitgenommen hast.“ Auf der Party am Samstagabend, auf der Einkaufstour im Supermarkt – wo immer ich hingehe gilt diese Aussage: „Du kannst nur das austeilen, was Du dorthin mitgenommen hast.“

Nun, ich will ehrlich sein: Wenn ich einkaufen gehe, habe ich meist das im Kopf, was ich kaufen will – und je älter man wird, umso mehr bedarf es der Konzentration, diese Liste im Kopf zu behalten. Leider! Tatsache ist jedoch: ein konstantes Leben mit Jesus baut etwas in unser Herz hinein, das wir mitnehmen, überall, wohin wir gehen. Je konstanter unser Leben mit Jesus, umso solider das, was wir überall mitnehmen, wohin wir auch gehen.

Es gibt allerdings auch die umgekehrte Situation: Wir können nichts austeilen, weil wir nichts mitgenommen haben. Wir können nichts vermehren, weil kein Grundstock da ist. Das ist eine gefährliche Situation. Durch Petrus fordert uns Gott auf:

„Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann,
der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist,
und zwar mit Sanftmut und Ehrerbietung.“

Nicht jeder muss predigen, nicht jeder singen und nicht jeder auf der Straße Traktate verteilen. Aber jeder Christ soll bereit sein, seinen Glauben schlicht und einfach zu formulieren. Jeder Christ soll bereit sein, zu bezeugen, wie und warum Jesus ihm Hoffnung schenkt. Die Fähigkeit, das zu tun kommt nicht von ungefähr. Nur was wir mitnehmen, können wir austeilen. Die tägliche Gemeinschaft mit Jesus bereichert uns und gibt uns etwas, das wir später austeilen können. In der Gemeinschaft mit anderen lebendigen Christen werden wir durch das gegenseitige Zeugnis ermutigt, erleben Vorbilder und Hilfestellung.

Die Unfähigkeit, nicht austeilen zu können, liegt nicht an „unserer Unfähigkeit“. Gottes Wort sagt:  

„Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.“
(Philipper 4:13)

Die Unfähigkeit, nicht austeilen zu können, liegt daran, dass wir nichts mitgenommen haben; dass wir an der Tankstelle vorbeigefahren sind, statt anzuhalten und zu tanken.

Lasst uns von unseren Brüdern in der Verfolgung diese wichtige Lektion lernen. Lasst uns immer genug und im Überfluss tanken, damit wir genug und im Überfluss austeilen können.

Sonntag, 22. Januar 2023

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

 Predigt:
Daniel 1:1-21

1 Im dritten Jahr der Regierung Jojakims, des Königs von Juda, kam Nebukadnezar, der König von Babel, nach Jerusalem und belagerte es.
2 Und der Herr gab Jojakim, den König von Juda, in seine Hand, auch einen Teil der Geräte des Hauses Gottes; diese führte er hinweg in das Land Sinear, in das Haus seines Gottes; und er brachte die Geräte in die Schatzkammer seines Gottes.
3 Und der König befahl Aspenas, dem Obersten seiner Kämmerer, dass er ihm etliche von den Söhnen Israels bringen solle, die von königlichem Samen und von den Vornehmsten sein sollten,
4 junge Männer ohne Makel, schön von Gestalt und klug in aller Weisheit, einsichtsvoll und des Wissens kundig, die tüchtig wären, im Palast des Königs zu dienen, und dass man sie in der Schrift und Sprache der Chaldäer unterwiese.
5 Diesen bestimmte der König den täglichen Unterhalt von der feinen Speise des Königs und von dem Wein, den er selbst trank, und [ordnete an], dass man sie drei Jahre lang erziehen sollte und dass sie danach dem König dienen sollten.
6 Unter ihnen befanden sich von den Söhnen Judas Daniel, Hananja, Misael und Asarja.
7 Diesen gab der oberste Kämmerer andere Namen; und zwar nannte er Daniel »Beltsazar«, Hananja »Sadrach«, Misael »Mesach« und Asarja »Abednego«.
8 Daniel aber nahm sich in seinem Herzen vor, sich nicht mit der feinen Speise des Königs und mit dem Wein, den er trank, zu verunreinigen; er erbat sich vom obersten Kämmerer, dass er sich nicht verunreinigen müsse.
9 Und Gott gab Daniel Gnade und Barmherzigkeit vor dem obersten Kämmerer.
10 Und der oberste Kämmerer sprach zu Daniel: Ich fürchte nur meinen Herrn, den König, der euch eure Speise und euer Getränk bestimmt hat. Denn warum sollte er wahrnehmen, dass euer Aussehen weniger gut wäre als das der anderen jungen Männer in eurem Alter? Dann wärt ihr schuld, wenn ich meinen Kopf beim König verwirkte!
11 Da antwortete Daniel dem Aufseher, den der oberste Kämmerer über Daniel, Hananja, Misael und Asarja gesetzt hatte:
12 Versuche es doch zehn Tage lang mit deinen Knechten, dass man uns Gemüse zu essen und Wasser zu trinken gibt;
13 danach soll man vor dir unser Aussehen und das Aussehen der anderen jungen Männer anschauen, die von der feinen Speise des Königs essen; nach dem, was du dann sehen wirst, handle weiter mit deinen Knechten!
14 Da hörte er auf sie in dieser Sache und versuchte es zehn Tage lang mit ihnen.
15 Und nach den zehn Tagen sah man, dass sie besser aussahen und wohlgenährter waren als alle jungen Männer, die von der feinen Speise des Königs aßen.
16 Da nahm der Aufseher ihre feine Speise und den Wein, den sie trinken sollten, weg und gab ihnen Gemüse.
17 Und Gott gab diesen vier jungen Männern Kenntnis und Verständnis für alle Schrift und Weisheit; Daniel aber machte er verständig in allen Gesichten und Träumen.
18 Nachdem nun die Zeit verflossen war, nach welcher der König ihre Vorstellung befohlen hatte, führte sie der oberste Kämmerer vor Nebukadnezar.
19 Da redete der König mit ihnen; aber keiner unter ihnen allen wurde gefunden, der Daniel, Hananja, Misael und Asarja gleichgekommen wäre; und sie traten in den Dienst des Königs.
20 Und in allen Angelegenheiten, die Weisheit und Einsicht erforderten, nach denen der König sie fragte, fand er sie zehnmal besser als alle Traumdeuter und Wahrsager, die er in seinem ganzen Reich hatte.
21 Und Daniel blieb bis zum ersten Jahr des Königs Kyrus.

Anbetung - Predigt 
Gebet - Gemeinschaft
Einladung zum Mittagessen
Beginn: 10:30 Uhr
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

"Daniel machte das Gebet 
und das Nachsinnen über Gottes Wort 
zur Hauptaufgabe seines Lebens. 
Betrachten wirf ihn aber näher, dann stellten wir fest, 
dass wohl niemand mehr Schwierigkeiten 
in den Augenblicken in den Weg legt bekam, 
als er, wenn er den HERRN suchte."
(Robert Cleaver Chapman)

Samstag, 21. Januar 2023

Wir sind fröhlich geworden! (2)

Gestern haben wir begonnen, 4 Gründe des Bibellehrers Boise unter die Lupe zu nehmen, die uns Christen Grund geben, fröhlich zu sein. Die ersten beiden waren:

1.     Die Freude der Rettung

2.     Die Freude des Sieges

 Den dritten Grund, den Boise uns nennt ist 

      3.     Die Freude an der christlichen Gemeinschaft

Das ist eine Freude, die viele Christen verloren haben. Es gibt zu viele Alternativangebote;  (die Bibel nennt es schlammige Brunnen, die kein Wasser halten). Und manch einer meint, er könne sich ein (negatives) Urteil über Gemeinschaft erlauben, obwohl er sich nie wirklich drauf eingelassen hat.

Ein Kleinkind erfährt die Freude am Wasser und am Schwimmen nicht durchs Erzählen, sondern indem es ins Wasser gebracht wird und das Nass und den Spaß erfährt.

Ein junger Mensch erfährt die Freude am Autofahren nicht durchs Zuschauen, sondern durch Fahrstunden hinter dem Steuer.

Ein Mensch erfährt die Freude am Spielen eines Instruments nicht durch den Besuch eines Konzerts, sondern dadurch, dass er sich hinter ein Instrument setzt, um es zu erlernen.

Manch ein Christ kennt zwar verschiedene Gemeinden. Was aber echte Freude an christlicher Gemeinschaft ist, erfährt derjenige, der sich darauf einlässt. Du erfährst es nicht, wenn Du nur davon hörst oder liest. Du musst hineintauchen, dich darauf einlassen. Echte, christliche Gemeinschaft hat etwas Besonderes. Warum? Was? Jesus erklärt in Matthäus 18:20:

Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,
da bin ich in ihrer Mitte.

Der letzte Grund zur Freude in dieser Miniserie ist

 4.     Die Freude an einer neuen Arbeit Gottes

Auch diese Freude lernt nur der kennen, der sich darauf einlässt. Wenn Du eine neue Arbeit Gottes in Deinem Leben brauchst, öffne Ihm Dein Herz … lerne Ihn persönlich kennen … oder lerne Ihn neu kennen … oder lerne Jesus von einer ganz neuen Seite kennen. Aber lass es zu, dass Jesus eine neue Arbeit in Deinem Herzen tut.

Wenn Du glaubst, dass Gott in Deinem Leben arbeitet und den richtigen Platz einnimmt – aber Du kennst nicht die Freude im Dienst für Jesus und für den Bau Seines Reiches – dann versäume es nicht, Dich einer Arbeit im Werk des Herrn anzuschließen. Diene Jesus! Diene Jesus! Diene Jesus! Sei nicht untätig und ignorier nicht die Quelle der Freude, die Gott allen schenkt, die für Ihn leben und Ihm dienen!

Der Herr hat Großes an uns getan, wir sind fröhlich geworden.

Was für ein betrogenes Leben, dass nur sich selbst dient – um am Ende alles zu verlieren.
Was für ein gesegnetes Leben, das dem Herrn dient – um am Ende alles zu gewinnen!

Wir laden ein zu unserem Gottesdienst, morgen, um 10:30 Uhr - Freude inklusive!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen 
Herzlich Willkommen!

Freitag, 20. Januar 2023

… Wir sind fröhlich geworden!

Gottes Volk im AT bezeugt in Psalm 126:3:

Der Herr hat Großes an uns getan,
wir sind fröhlich geworden.

Der Bibellehrer Boice nennt 4 (aus vielen) Gründe zur Freude, über die wir Christen uns freuen können, weil Gott Großes an uns getan hat.

1.     Die Freude der Rettung

Kürzlich las ich ein Buch über 3 Jugendliche, die ein Boot geklaut hatten, um ein kurzes Abenteuer zu erleben. Das Abenteuer wurde zum Alptraum. Nach 51 Tagen – in ihrer Heimat auf der Insel Tokelau im Südpazifik – hatte man sie bereits für tot erklärt … nach 51 Tagen wurden sie halbtot gerettet. Ihre Rettung war ein Wunder.

Als Gotteskinder haben wir eine unbeschreiblich viel wertvollere Rettung erfahren. Die Bibel erklärt uns Menschen von Geburt an als geistlich tot, als unfähig, uns irgendwie selbst zu retten und als ewig verloren. Ohne Gott, ohne Himmel, mit Ewigkeit – aber in der ewigen Verdammnis – weil wir Gott ignorieren, links liegen lassen, die Sünde liebhaben und ihr nachlaufen.

Jeder aber, der seine Sünde erkannt, bekannt und aufgegeben hat, hat Rettung durch Jesus erfahren: raus aus der Verdammnis – hinein in die Vergebung! Raus aus der Finsternis – hinein ins Licht! Raus aus der Gottesferne … hin zu Jesus, dem Retter. Wir haben Grund zur Freude: Die Freude der Rettung!

2.     Die Freude des Sieges

Ob wir immer in dieser Freude leben, hängt auch mit uns und unseren Entscheidungen zusammen. Als Jesus am Kreuz ausrief: ‚Es ist vollbracht!‘ da hat Er selbst die Grundlage zum Sieg gelegt! Über Jesus heißt es in Offenbarung 5:5: Es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamm Juda ist. Und Johannes belehrt uns in 1 Johannes 5:4: „Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.“

Wenn wir die Freude der Rettung durch Jesus erfahren haben, dann dürfen wir auch Seinen Sieg persönlich erfahren: Jesus selbst hat die Grundlage dazu gelegt. In Römer 8 zählt Paulus eine ganze Reihe  Widerwärtigkeiten auf, durch die Satan alle stören und zu Fall bringen will, die Jesus nachfolgen. Aber unser Triumph liegt in Römer 8:37, wo es heißt:

Aber in dem allem überwinden wir weit
durch den, der uns geliebt hat.

Durch Jesus sind wir gerettet. Durch Ihn können wir überwinden. Das sind 2 starke Gründe, uns zu freuen und Ihm zu danken!

Um zwei weitere Gründe zur Freude gehts morgen.

Donnerstag, 19. Januar 2023

Alles umsonst!!! (?)

Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. 6 Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben. (Psalm 126:5+6)

Alles Umsonst! So muss sich Hagar gefühlt haben, als sie am Brunnen in der Wüste saß; müde, durstig, schwanger, allein, hoffnungslos, auf der Flucht … die Liste ist endlos. Menschlich gesehen hätte sie ja stolz sein können. Sie wurde dem Patriarchen Abraham zur Nebenfrau gegeben – und war schwanger geworden. Ihrer Chefin, die eigentliche Frau Abrahams, war eine Schwangerschaft verwehrt geblieben. Jetzt gab es Zoff zwischen Sarai und Hagar – und Hagar floh. Welche Gedanken werden ihr durch den Kopf geschossen sein, als sie da saß, weinte und dem Herrn ihr Leid klagte? Vielleicht der Gedanke, dass alles umsonst sei. Ihre Schwangerschaft, die Freude, die sie darüber empfand, die Freude Abraham auf ein Kind, die ‚Beförderung‘ von der Sklavin zur Nebenfrau, all die Hoffnungen und Träume, die vermutlich damit verbunden waren. Scheinbar alles umsonst.

Aber so war es nicht. Nichts war umsonst. Sie begegnet dem einzigartigen Gott Abrahams und lernt Ihn kennen als „El Roi“ – den Gott, der sie sieht. Und Gott sah sie, hörte sie, half ihr und segnete sie. Die Gottesbegegnung war vielleicht der größte Segen. Aber auch der Name, den sie ihrem Kind geben sollte, war ein Segen – ‚Ismael‘ – ‚Gott hört!‘ Zusätzlich legte Gott einen Segen auf das Leben Ismaels.

Wie oft geht es uns ähnlich im Leben. Wir kommen an Punkten an, wo wir uns fragen: ‚Hat das alles einen Sinn? Ist mein Leben, mein Dienst für den Herrn effektiv? Bringt es Frucht? Oder ist nicht doch alles umsonst?‘

M.R. DeHaan war ein amerikanischer Bibellehrer und Mitherausgeber des Andachtshefts „Unser tägliches Brot“. Er berichtet von einem Soldaten, der im Sterben lag und von einem Seelsorger betreut wurde.

Der Soldat bat den Seelsorger, für ihn einen Brief an seine Sonntagschullehrerin zu schreiben: „Sag ihr, dass ich Christ bin wegen dem, was sie mir in der Sonntagsschule beigebracht hat.“

Der Brief wurde versandt und folgende Nachricht kam als Antwort der Sonntagschullehrerin: „Letzten Monat habe ich meine Sonntagschulklasse gekündigt, weil ich das Gefühl hatte, mein Unterricht sei umsonst gewesen. Dann kam die Nachricht von meinem ehemaligen Schüler. Möge Gott mir meine Ungeduld und meinen Mangel an Glauben vergeben. Ich werde meinen Pastor bitten, mich wieder unterrichten zu lassen, und ich verspreche durch Gottes Gnade, nicht aufzuhören.“ 

Obwohl diese Frau es nicht merkte, hatte Gott sie gesehen. Er führte auch sie vom Frust zur Freude. Wie oft fragen wir uns, ob unsere Arbeit, unsere Tränen, unsre Gebete, unser Zeugnis am Arbeitsplatz überhaupt was bewirken.

Gottes Wort sagt in Psalm 126:5+6:  Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. 6 Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.

Lass Dich in Deinem Dienst für Jesus nicht entmutigen, sei er groß oder klein, sichtbar oder unsichtbar, zeitintensiv oder spontan, ermüdend oder belebend. Hab Geduld! Bleib dran!

Ein kleiner Junge fragt seinen Opa: „Warum wirfst du die schönen Kartoffeln weg?“ Der Opa pflanzte Kartoffeln im Garten und der Enkel hielt es für Verschwendung, die Kartoffel einfach zu vergraben.

Der Opa nutzte die Gelegenheit, dem Kleinen zu erklären, dass es nur dann eine Ernte geben wird, wenn wir zuerst Saatgut ausstreuen.

Zwei Tage später war der Enkel wieder im Garten und schaute sich den Boden an. „Opa,“ beschwerte er sich, „da kommt aber nichts hoch.“

Manchmal denken wir, alles sei umsonst. Oder wir werden ungeduldig und verlieren die Vorfreude auf die Ernte. Lasst uns festhalten an der Verheißung Gottes: (Psalm 126:5-6):

Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.

Mittwoch, 18. Januar 2023

Neues

Die Verse in Jesaja 43:15-19 scheinen fast einen Widerspruch zu beinhalten. Da heißt es:

15 Ich, der Herr, bin euer Heiliger, der Schöpfer Israels, euer König. 16 So spricht der Herr, der einen Weg im Meer bahnt und einen Pfad in mächtigen Wassern, 17 der Streitwagen und Rosse ausziehen lässt, Heer und Macht — da liegen sie miteinander, stehen nicht mehr auf; sie sind erloschen, wie ein Docht verglommen: 18 Gedenkt nicht mehr an das Frühere und achtet nicht auf das Vergangene! 19 Siehe, ich wirke Neues, jetzt sprosst es hervor; solltet ihr es nicht wissen? Ich will einen Weg in der Wüste bereiten und Ströme in der Einöde.

Klar und deutlich fordert der Herr uns auf, nicht mehr zurückzublicken, nicht mal an das Vergangene zu denken. Auf das Neue sollen wir schauen, auf das, was der Herr neu begonnen hat und was bereits sprosst und im Wachsen begriffen ist.

Herrliche Worte! Mut machende Verheißungen! Tröstender Neuanfang. Darauf wies Stefan uns vorgestern beim Männerabend hin. (Mann – Du hast es verpasst? Sorry für Dich! Mach Dir einen Vermerk in den Kalender: nächster Männerabend: 20. Februar!). Aber die Verheißung, Neues aufwachsen zu lassen gilt allen: Männern und Frauen, alt und jung! Aber, halt mal! Macht Gott nicht genau das Gegenteil in den ersten Versen? Blickt Er nicht zurück? Zitiert Er nicht das Frühere, erinnert an das Vergangene?

Hier die Lösung dieses (scheinbaren!) Widerspruchs:
Schau nicht zurück auf Dein Versagen, auf Deine Niederlagen, Deine Sünden und Dein Unvermögen! Lass es hinter Dir. Gedenke nicht!
Im Gegenteil: Erinnere Dich an Gottes Möglichkeiten, an Gottes Siege, an Gottes liebevolle Vergebung Deiner Schuld und an die vielen Beweise von Gottes Allmacht.

Fazit: Schau nicht zurück auf die entmutigenden Episoden Deines Lebens, aber erinnere Dich immer wieder an das mutmachende Eingreifen Gottes in der Vergangenheit und halte daran fest, dass Er ein Gott ist, der sich nicht ändert.

Und wenn Du von nun an nach vorne schaust und Ausschau hältst nach dem Neuen, das der Herr aufwachsen lässt, dann übersieh nicht, dass dieses Neue etwas Außergewöhnliches ist. Wie oft „vertrauen“ wir dem Herrn für kleine Dinge, die – falls der Herr nicht tätig wird – wir auch selbst in die Hand nehmen können. Aber der Herr möchte etwas ganz Anderes schaffen:

ð Wege in der Wüste

ð Ströme in der Einöde

Das ist eigentlich das, was man nicht erwartet, wo man wenig Einfluss drauf hat. Wege in der Wüste? Ströme in der Einöde? Könnten wir das bewerkstelligen, wenn´s der Herr nicht tut? Keine Chance! Entweder Er tut’s oder es geschieht nichts – keine Veränderung, nichts Neues!

Wenn Jesus unser Herr, unser Gott und König ist (Vs 15), dann dürfen wir in der Gegenwart leben und mit Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft gehen. Dann dürfen wir Großes von Ihm erwarten, denn das Alte ist vergangen; siehe alles ist neu geworden!

Rufe mich an, so will ich dir antworten
und dir große und unfassbare Dinge verkünden,
die du nicht weißt.

(Jeremia 33:3)

Wir laden herzlich ein zur Bibelstunde heute Abend. In Lukas 19 gibt es 2 Gruppen von Menschen, die sich um Jesus herum aufhielten. Zu welcher Gruppe gehörst Du? Außerdem Abendmahl (Teilnahme freiwillig), Anbetung, Gebet, Gemeinschaft. Herzlich Willkommen! 

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
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Beginn: 19:30 Uhr