„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Mittwoch, 18. Mai 2022

Fürchte Dich nicht!

Beim Lesen des Buches Ruth kam ich an den Ausspruch des Boas in Kapitel 3:11:

 Nun, meine Tochter, fürchte dich nicht!
Alles, was du wünschst, das will ich für dich tun;
denn jedermann im Tor meines Volkes weiß,
dass du eine tugendhafte Frau bist. 

Natürlich fallen zunächst die Worte auf „Fürchte dich nicht! Alles, was du wünschst, das will ich für dich tun.“

Was für herrliche, mutmachende Worte, die der Herr hier dem Boas in den Mund legt, um Ruth in ihrer seltsamen Situation zu trösten und ihr zuzusprechen. In seinem Kommentar zum Buch listet Warren Wiersbe eine ganze Reihe von Beispielen auf, in denen der Herr den Menschen zuruft: Fürchte dich nicht!

  • In1 Mose 15:1 sagt Gott dem alten, kinderlosen Abraham, der sich sicher so seine Gedanken machte betreffs seiner Zukunft: „Fürchte dich nicht!“
  • In 1 Mose 26:26 spricht er dem um seine Brunnen beraubten Isaak zu: „Fürchte dich nicht!“
  • In 1 Mose 46:3 richtet er den alten Jakob auf mit den Worten „Fürchte dich nicht!“ zu seinem Sohn Josef nach Ägypten zu ziehen.
  • In 2 Mose 14:13 ermutigt er das Volk Israel vor dem Roten Meer mit den Worten: „Fürchtet euch nicht!“
  • In Josua 8:1 spricht er Josua vor dem Kampf gegen Ai zu: „Fürchte dich nicht!“
  • In 2 Chronik 20:17 beruhigt er Josaphat im Angesicht einer Übermacht von Feinden mit dem Zuspruch: „Fürchtet euch nicht!“
  • In Jesaja 41:10 ermutigt er das aus dem Exil zurückkehrende Volk: „Fürchte dich nicht!“
  • In Hesekiel 2:6 baut er Seinen Boten Hesekiel auf mit den Worten: „Fürchte dich nicht!“
  • In Daniel 10:12 hört Daniel in einer besonders furchtsamen Gottesbegegnung die Worte: „Fürchte dich nicht!“
  • In Matthäus 1:20 spricht er dem verwirrten Josef zu: „Fürchte dich nicht!“
  • In Lukas 1:13 beruhigt Gott den Priester Zacharias und sagt: „Fürchte dich nicht!“
  • In Lukas 1:20 hört Maria die gleichen Worte: „Fürchte dich nicht!“
  • In Lukas 2:20 wird die Freudenbotschaft an die Hirten eingeleitet mit dem Zuspruch: „Fürchtet euch nicht!“
  • In Apostelgeschichte 27:24 versichert Gott dem in Seenot geratenen Paulus: „Fürchte dich nicht!“
  • In Offenbarung 1:17 bereitet Gott den Apostel Johannes auf apokalyptische Offenbarungen vor und sagt: „Fürchte dich nicht!“

Menschen in verschiedenen Situationen. In Krankheit, Todesnot, Kriegswirren und mancherlei Verzweiflung – immer ist der Zuspruch Gottes an Seine Kinder: „Fürchte dich nicht!“

Was flößt Dir Furcht ein? Jesus ist größer! Jesus ist stärker! Jesus hat alles unter Kontrolle und Dich in Seiner Hand. Darum:

Fürchte dich nicht!“

Wir laden ein zu unserer Bibelstunde um 19:30 Uhr:

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Herzlich Willkommen!

Dienstag, 17. Mai 2022

Der Spiegel und ich!

Es ist ein paar Wochen her, dass ein Freund mir von einer Erfahrung erzählte, die ihm persönlich hilft, den Alltag besser zu meistern. Irgendwann stand er – vielleicht morgens – vor seinem Spiegel und sah ein verknittertes Gesicht, das ihn anstarrte. Egal, wie lange er das Gesicht ansah, das ihn aus dem Spiegel her anstarrte – immer blickte ihn das verknitterte Gesicht unverändert an. Erst als er das Gesicht im Spiegel anlächelte, veränderte auch das Gegenüber seine Erscheinung und lächelte zurück. Mein Freund stellte fest, dass er immer zuerst den ersten Schritt tun musste, wenn er Wert darauf legte, angelächelt zu werden.

Für ihn war der Spiegel ein Bild fürs Leben: Das Leben hört mir zu, folgt meinem Beispiel. Das Leben wird sich nicht verändern, ohne dass ich mich verändere. Meinem Freund haben seine Überlegungen geholfen, viel fröhlicher in den Tag hinein zu gehen.

Im Gespräch mit ihm wurde ich an einen Vers in der Bibel erinnert, in dem es auch um einen Spiegel geht. In Jakobusbrief, Kapitel 1, Vers 23-25 lesen wir:

 Denn wer nur Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel anschaut; 24 er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war. 25 Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser Mensch, der kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, er wird glückselig sein in seinem Tun.

 Ein anderes Bild, aber eine tiefe Wahrheit. Heute Morgen haben viele von uns in den Spiegel des Wortes Gottes geschaut. Das Wort Gottes hat uns aufgezeigt, wie ein gesundes, geistliches Leben aussieht, das Gott gefällt. Es hat uns die Schönheit Gottes vor Augen gestellt, hat uns aber auch aufgezeigt, was nicht stimmt und was „korrigiert“ werden muss. Jetzt das gelesene Wort umzusetzen, die Herrlichkeit Gottes preisen und den Aufforderungen nachzukommen, wäre das Richtige. Stattdessen vergessen viele, was sie gelesen haben und werden nicht aktiv betreffs der Erkenntnisse, die Gott ihnen geschenkt hat. Das bedeutet: sie legen den Spiegel weg und gehen „ungekämmt, unrasiert oder ungeschminkt und mit „verknittertem“ Gesicht in den Tag. Der Spiegel hat zwar das Richtige angezeigt, aber wir haben ihn weggelegt und vergessen.

Wir fahren im Leben immer dann am besten, wenn wir in den Spiegel des Wortes Gottes hineinschauen, erkennen, was Gott uns zeigen möchte, daraufhin aktiv werden und unser Leben entsprechend einrichten. Davon schreibt auch der Psalmist, wenn er in Psalm 119:162+163 ausruft:

Ich freue mich über dein Wort 
wie einer, der große Beute findet.
Ich hasse die Lüge und verabscheue sie; 
dein Gesetz aber habe ich lieb.

Montag, 16. Mai 2022

Danke!

Immer wieder mal laufe ich Menschen über den Weg, bei denen ich mich für ihre Hilfe, einen Dienst, eine Einladung oder ein freundliches Wort bedanke. Haben wir das nicht alle als Kinder gelernt? Zugegeben, ich war nicht immer ein guter Schüler im Lebenskurs „Gute Manieren“, und selbst die Lektionen, die ich vor Jahrzehnten mal gelernt hatte „Wie sagt man?“"DANKE!“ – selbst solche Lektionen bedürfen der Auffrischung.

Interessant ist, dass wir als Erwachsene unseren Kindern das „Danke“ sagen mit viel Mühe und Ausdauer beibringen. Wenn sie es dann halbwegs gemeistert haben und als Erwachsene praktizieren, ist der Dank oft ungewollt. Habt Ihr das auch schon als Reaktion auf ein ernstgemeintes „Danke“ gehört: „Ach, nicht der Rede wert.“  „Dafür brauchst Du Dich doch nicht zu bedanken“  „Ist doch selbstverständlich“  oder die ätzendste aller Reaktionen: „Dank nicht mir, dank dem Herrn.“ Ob die letzte Reaktion geistlich, supergeistlich, pseudodemütig oder einfach nur so dahergesagt ist, das muss jeder selbst beurteilen. Meine Reaktion: „Ja, dem Herrn will ich gerne auch danken – aber auch Dir!“ Oder ich sage: „Falsche Antwort! Sag einfach: Bitte, gern geschehen!“

Unseren Mitmenschen Ehre, Respekt oder Dankbarkeit zu erweisen für Gutes, das sie uns getan haben, ist durchaus biblisch. Falsche Demut nicht. Die Bibel fordert uns auf, auf das bedacht zu sein, was ehrbar, liebenswert, wohllautend, und Lobenswert ist oder was eine Tugend darstellt. (Philipper 4:8) Dankbarkeit gegenüber Gott und unseren Mitmenschen gehört wohl unbedingt dazu.

Die Beraterin für betriebliches Gesundheitsmanagement der Technikerkrankenkasse, Claudia Fröse, hat herausgefunden, dass Arbeitnehmer mitunter schnell verunsichert werden, wenn sie nie ein Lob erhalten für ihre Leistung. Fehlende Anerkennung im Betrieb kann Arbeiter sogar krank machen. Sie hinterfragen ihre Leistung, werden unsicher und können ihr Potential schließlich gar nicht mehr abrufen.

Dann wird die Frage gestellt, wie man richtig lobt? Zwei Feststellungen seien hier erwähnt: Nicht nur einmal jährlich! Konkret! Josua gibt uns ein gutes Beispiel. Das Land westlich des Jordans ist verteilt und die 2½ Stämme Israels, die von östlich des Jordans mitgekommen waren, dürfen jetzt in ihr Ostjordanland zurück. Sie waren verpflichtet gewesen, ihren Brüdern bei der Einnahme Kanaans zu helfen. Als Josua sie verabschiedet, sagt er folgendes:

Damals rief Josua die Rubeniter und Gaditer und den halben Stamm Manasse zu sich, und er sprach zu ihnen: Ihr habt alles gehalten, was euch Mose, der Knecht des Herrn, geboten hat, und habt meiner Stimme gehorcht in allem, was ich euch geboten habe. Ihr habt eure Brüder während dieser langen Zeit nicht im Stich gelassen bis zu diesem Tag, und habt getreulich festgehalten an dem Gebot des Herrn, eures Gottes. (…) Und Josua segnete sie und entließ sie; und sie gingen zu ihren Zelten. (Josua 22:1-3+6)
Das sind Worte des Lobes, des Dankes und der anschließenden Segnung.

Es gibt andere Bibelstellen, die uns ermutigen, Dank für empfangene Wohltaten nicht mit aufgesetzter Demut abzulehnen, sondern zu akzeptieren. Wer weise ist, wird den Dank ungekürzt und ehrlich im persönlichen Gebet an Jesus weiterleiten. Das bewahrt unser Herz vor Stolz.

Wem kannst (solltest) Du heute Danke sagen?

Sonntag, 15. Mai 2022

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Ruth 3:1-18:

1 Naemi aber, ihre Schwiegermutter, sprach zu ihr: Meine Tochter, sollte ich dir nicht Ruhe verschaffen, damit es dir gut gehen wird?
2 Und nun, ist nicht Boas, bei dessen Mägden du gewesen bist, unser Verwandter? Siehe, er worfelt diese Nacht auf der Gerstentenne.
3 So bade dich nun und salbe dich und lege deine Kleider an und geh zur Tenne hinab; aber lass dich von dem Mann nicht bemerken, bis er fertig ist mit Essen und Trinken!
4 Wenn er sich dann schlafen legt, so achte auf den Ort, wo er sich niederlegt, und geh hin und hebe die Decke zu seinen Füßen auf und lege dich dort hin; und er wird dir sagen, was du tun sollst.
5 Sie sprach zu ihr: Alles, was du sagst, das will ich tun!
6 Und sie ging zur Tenne hinab und machte es genau so, wie es ihre Schwiegermutter geboten hatte.
7 Als nun Boas gegessen und getrunken hatte und sein Herz guter Dinge war, ging er und legte sich hinter einen Garbenhaufen. Und sie kam leise und hob die Decke auf zu seinen Füßen und legte sich dort hin.
8 Als es nun Mitternacht war, da schrak der Mann auf und beugte sich vor, und siehe, da lag eine Frau zu seinen Füßen!
9 Da fragte er: Wer bist du? Sie aber antwortete: Ich bin Ruth, deine Magd! So breite deine Flügel über deine Magd; denn du bist ja Löser!
10 Er aber sprach: Gesegnet seist du vom HERRN, meine Tochter! Du hast jetzt noch edler gehandelt als zuvor, dass du nicht den jungen Männern nachgelaufen bist, weder den armen noch den reichen!
11 Nun, meine Tochter, fürchte dich nicht! Alles, was du wünschst, das will ich für dich tun; denn jedermann im Tor meines Volkes weiß, dass du eine tugendhafte Frau bist.
12 Und nun, es ist wahr, dass ich ein Löser bin; aber es ist noch ein anderer Löser da, der näher verwandt ist als ich.
13 Bleibe über Nacht! Und morgen dann — wenn er dich lösen will, nun, so löse er dich! Gefällt es ihm aber nicht, dich zu lösen, so will ich dich lösen, so wahr der HERR lebt! Bleibe bis zum Morgen liegen!
14 So lag sie bis zum Morgen zu seinen Füßen. Dann stand sie auf, ehe noch einer den anderen erkennen konnte, denn er sprach: Es soll nicht bekannt werden, dass eine Frau auf die Tenne gekommen ist!
15 Und er sagte: Gib den Überwurf her, den du anhast, und halte ihn auf! Und sie hielt ihn auf. Da maß er sechs [Maß] Gerste ab und lud es ihr auf und ging in die Stadt.
16 Sie aber kam zu ihrer Schwiegermutter, und die sprach: Wie steht es mit dir, meine Tochter? Da teilte sie ihr alles mit, was der Mann ihr getan hatte,
17 und sie sprach: Diese sechs [Maß] Gerste gab er mir; denn er sagte: Du sollst nicht leer zu deiner Schwiegermutter kommen!
18 Sie aber sprach: Bleibe still, meine Tochter, bis du erfährst, wie die Sache ausgeht; denn der Mann wird nicht ruhen, bis er die Sache noch heute zu Ende geführt hat!

Anbetung - Gottes Wort- Gebet
Abendmahl - Gemeinschaft
Möglichkeit zum Mittagessen

Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr

HIER findest Du weitere Information über unseren Gottesdienst
 
Sonntagszitat:

"Unser Erlöser kniet nieder 
und betrachtet unsere dunkelsten Taten. 
Aber statt vor Entsetzen zurückzuweichen, 
streckt er uns in seiner Freundlichkeit die Arme entgegen 
und sagt:
 "Wenn du willst, kann ich das von dir abwaschen."
(Max Lucado)

Samstag, 14. Mai 2022

Hält Deine Erweckung noch an?

Ninive war die Hauptstadt des assyrischen Reiches. Das Volk war als äußerst brutal und menschenverachtend bekannt und gefürchtet. Kein Wunder, dass Jona nicht begeistert war, als Gott ihn mit einer Gerichtsbotschaft nach Ninive sandte. Das war um 760 v.Chr.  Das Erstaunliche war, dass die ganze Stadt Buße tat – vom König bis zum Bettler, vom Greis bis zum Kind. Gott erbarmte sich der Menschen, die sich von ihren Sünden abgewandt hatten, verschonte die Stadt und erwies ihr Gnade.

Etwa 40 Jahre später zerstörten assyrische Armeen das Nordreich Israel und führten die Bevölkerung in die Verbannung. Aber auch Assyrien als Weltmacht blieb nicht bestehen. Die Sünde war zurückgekrochen, den Götzen wurde erneut geopfert, der lebendige Gott und Seine erwiesene Gnade war vergessen. Lange hatte die Erweckung nicht angehalten. Tatsächlich scheint es so, dass sie lokal auftrat (in der Stadt Ninive) und nur die Menschen betraf, die sich in der kurzen Zeit bekehrten, in der Jona dort predigte.

Jede Generation benötigt eine neue Begegnung mit Jesus.

Um das Jahr 650 v.Chr. – also gut 100 Jahre nach Jona offenbart Gott einen weiteren seiner Propheten eine Botschaft für Assyrien. Nahums Predigt über das kommende Gericht bewirkte bei den Nachkommen der einst erweckten Niniveiten keine Umkehr. Wenige Jahrzehnte später gab es die Weltmacht Assyrien nicht mehr. Sie war zerstört durch die neue Weltmacht: Babylon.

Jede Generation benötigt eine neue Begegnung mit Jesus – und manchmal ist es nicht nur die nächste Generation, die eine neue Begegnung mit dem Retter benötigt. Oft sind wir Jesus-Nachfolger diejenigen, die (immer wieder) neu erweckt werden müssen. Sünde schmeckt (zunächst) süß, dann verführt sie, betäubt und lässt unser Herz kalt werden. Reue geht, Gleichgültigkeit kommt.

Die Reue der Menschen in Ninive reichte, dass Gott ihre Stadt und ihre Leben verschonte. Sie reichte nicht für ihre Kinder und Enkel.

Aber jede Generation benötigt eine neue Begegnung mit Jesus. Hast Du Deine persönliche Begegnung mit Jesus gehabt? Eine Begegnung basierend auf Abkehr von der Sünde und Empfang der Vergebung durch Jesus? „Kind frommer Eltern“ zu sein reicht nicht aus. Das waren die Nachkommen der Niniveiten auch für eine Weile. Mitglied eines frommen Vereins zu sein genügt ebenso wenig. Nie seit Menschengedenken war es eine bestimmte Bewegung, ein bestimmter Verein oder Ritus, der Sünden vergeben und ewige Rettung gebracht hätte. Nicht mal ein lebenslanges frommes Umfeld reicht aus, um Gottes Gnade der Vergebung zu erfahren. Es braucht eine Begegnung mit Jesus.

Hast Du diese Begegnung mit Jesus in Deinem Leben erfahren? Hat Er das Feuer des ewigen Lebens in Dir angezündet? Brennt es noch?

Ich lade Dich herzlich ein zu einer neuen Begegnung mit Jesus. Wie? Rede mit Ihm! Auch wenn es zunächst seltsam scheint: Rede zu Ihm; komm zu Ihm im Gebet; sag Ihm alles, was Dich bedrückt, belastet oder lähmt. Bringt Ihm alles, was sich zwischen Dich und Ihm aufgebaut hat, alle Zweifel, alle Sünde und alle Gleichgültigkeit. Und dann danke Ihm für die Gnade der Vergebung, die Er Dir anbietet. Nimm sie an und dann folge Ihm – jeden Tag neu; jeden Tag, als sei es der erste und letzte!

Fragen? Schreib mir über das Kontaktformular im Seitenfenster. Oder komm morgen zu unserem Gottesdienst um 10:30 Uhr. Wir laden Dich herzlich ein!

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Herzlich Willkommen!

Freitag, 13. Mai 2022

Beständigkeit und Einmütigkeit

Über die ersten Christen, die Gott uns alsVorbilder gegeben hat, heißt es (Apostelgeschichte 2:46):

Und jeden Tag waren sie beständig und einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und in Einfalt des Herzens. (Apostelgeschichte 2:46) 

Waren die etwa alle einer Meinung? Nein! Nicht was Landwirtschaft, Architektur, Handeln ihrer Politiker, Medizin, und Städteplanung anging. Aber ihr unterschiedliches Denken in diesen Fragen entzweite sie nicht.

Tychikus, der Teamkollege des Paulus sagte nicht:

  • Weil Ihr so und so denkt, komme ich nicht mehr
  • Weil Ihr hier oder da nicht mit mir übereinstimmt, darum fühle ich mich ausgeschlossen
  • Ich kann keine Gemeinschaft mehr mit Euch haben, weil ihr dem Kaiser Steuern zahlt … (oder keine Steuern zahlt …)
  • Ich habe nur noch Freiheit zur Gemeinschaft mit denen, die mit mir über Politik, Medizin und Städteplanung übereinstimmen

Es gab stärkere Bande der Einheit als der Trennung. Es gab wichtigere Themen als die, die trennten!

Die Gemeinschaft der jungen Christengemeinde ergab sich aus: gemeinsamem Gebet, dem gemeinsamen Hören auf Gottes Wort, dem gemeinsamen Feiern des Abendmahls und der ungezwungenen Gemeinschaft in ihren Wohnhäusern. So lesen wir in Apostelgeschichte 2:42:

Sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten.

Was sich an Unterschieden ergab, war zweitrangig, nicht spaltend.

Allerdings müssen wir zugeben, dass es auch in der ersten Gemeinde Spannungen, Uneinigkeiten und sogar Spaltungen und Menschenkult gab. Aber davor warnt Paulus. Er sagt nicht, das sei ok. Paulus hat nicht den Spruch erfunden: „Wo Menschen leben, menschelt es.“ Er kehrt drohende Uneinigkeit auch nicht einfach unter den Tisch. Paulus ermahnt in mehreren Briefen die Christen:

Philipper 4:2: Ich ermahne Euodia und ich ermahne Syntyche, eines Sinnes zu sein im Herrn.

1. Korinther 1:10: Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, kraft des Namens unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle einmütig seid in eurem Reden und keine Spaltungen unter euch zulasst, sondern vollkommen zusammengefügt seid in derselben Gesinnung und in derselben Überzeugung.

Epheser 4:3: Befleißigt euch, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens

1. Timotheus 1:4: Lass nicht zu, dass die Menschen ihre Zeit mit endlosen Spekulationen über Fabeln und Stammbäumen vergeuden. Denn das führt nur zu Streit und hilft nicht, ein Leben im Glauben an Gott zu führen.

1. Korinther 11:16: Wenn aber jemand rechthaberisch sein will — wir haben eine solche Gewohnheit nicht, die Gemeinden Gottes auch nicht.

Eine Gemeinde, in der jeder bestrebt ist, sich daran zu halten, erfährt kollektiv und individuell den großen Segen von Psalm 133:1, in dem David jubelt:

Siehe, wie fein und wie lieblich ist’s, wenn Brüder in Eintracht beisammen sind!


Donnerstag, 12. Mai 2022

James and Mary Calvert

wikimedia.org
James Calvert ist ein Name, der den wenigsten Lesern bekannt sein dürfte. Verständlich! Immerhin lebte er vor weit über 100 Jahren.

Du wirst dein Leben und das Leben deiner Begleiter verlieren, wenn du unter solche Wilden gehst.

Diesen Satz hörte Calvert vom Kapitän des Schiffes, das ihn, seine Frau und sein kleines Team zu den Kannibalen der Fidji Inseln gebracht hatte. Calverts nüchterne und mutige Antwort:Wir starben, bevor wir hierher kamen.

James Calvert wurde am 3. Januar 1813 in England geboren. Mit 18 Jahren wandte sich Calvert der methodistischen Bewegung zu und wurde für Jesus aktiv. Am 22. März 1838 heiratete er Mary Fowler Calvert und wurde kurz darauf mit John Hunt und Thomas Jagger als Missionar zu den Kannibalen auf den Fidjiinseln ausgesandt

Die Stammesführer der Inseln sahen Missionare als Bedrohung ihrer Autorität an. Darum war ihre Aufnahme gemischt. Die Unterstützung aus der Heimat war spärlich, die Nahrung einseitig, die Gesundheit oft angegriffen. In alledem war ihm seine Frau Mary eine treue Hilfe und Gefährtin, die seine Dienste mit ganzer Hingabe unterstütze.

Calvert war ein fleißiger und erfolgreicher Student der Fidjisprache. Innerhalb kurzer Zeit beherrschte er die Sprache der Einheimischen, was ihm sicherlich einige Türen öffnete in der anstrengenden Arbeit unter den Kannibalen.

1882 musste er seine liebe Mary zu Grabe tragen. Zu der Zeit war das Alte Testament bereits durch David Hazelwoods übersetzt und durch Calverts Einsatz waren Tausende von Kopien gedruckt worden.

König Thakombau von Fidji
Calvert wurde in den 1860ger Jahren zu einem politischen Experten und brachte viele Streitigkeiten und Konflikte zu einer friedlichen Lösung. Durch seinen Dienst wurde der gefürchtete König von Fidji gläubig und wandte sich als Folge von der Vielehe ab.

Am 8 März 1892, 10 Jahre nach dem Tod seiner Frau, ging auch James Calvert heim in die Ewigkeit. Ein Leben im Dienst für Jesus unter den unerreichten Völkern der Welt.

Sein Name – heute vielen unbekannt – ist bekannt im Himmel. Sein Einsatz für Jesus hat viel Ewigkeitsfrucht bewirkt, möglich durch die Einstellung

Wir starben, bevor wir hierher kamen.

Für unser aller Leben – ob in Deutschland oder sonstwo auf der Welt gilt das eine:

Denn leben wir, so leben wir dem Herrn,
und sterben wir, so sterben wir dem Herrn;
ob wir nun leben oder sterben,
wir gehören dem Herrn.
(Römer 14:8)

Wenn wir das beherzigen, wird es noch viele „James und Mary Calverts“ geben.

Der Herr segne Dich!