„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Freitag, 30. Juli 2021

Unser Auftrag und Ziel

In  einem Konferenzvortrag hörte ich folgenden Satz:

Wir sind nicht darauf aus, schlechte Menschen zu guten Menschen zu machen – wir sind darauf aus, schlechte Menschen Jesus vorzustellen.

Das ist herausfordernd, hilfreich und tröstlich zugleich! Es geht uns ja durchaus manchmal durch den Kopf, dass die eine oder andere Person „hoffnungslos“ ist. Und das stimmt – wenn wir meinen, diese Person ändern oder verbessern zu müssen. Wer sind wir denn?

Da kamen einige Heiden zu der Menschenansammlung, die sich um Jesus geschart hatte. Wahrscheinlich hatten sie Jesus nie gesehen, wußten nicht wie er aussah, wie sich seine Stimme anhörte oder wie sie ihn identifizieren konnten. So gehen sie zu einem Seiner Jünger, und sagen:   „Herr, wir möchten gerne Jesus sehen!“ (Johannes 12:21)

In Johannes 1:42 heißt es von Andreas:  „Und er führte ihn (seinen Bruder Petrus) zu Jesus.“ Philippus im selben Kapitel des Johannesevangeliums sagt zu Nathanael: „Komm und sieh! (dir Jesus an)“

Sie alle wussten gar nicht recht, was sie sagen sollten. Sie fühlten sich überfordert zu überzeugen, zu verbessern oder zu verändern. Sie nahmen die Leute ins Schlepptau und brachten sie zu dem, der all das konnte: Jesus.

Jesus machte einen Zöllner (damals: korrupten Zolleintreiber) zu einem ehrlichen Mann.
Jesus machte einen Zweifler zu einem Gläubigen.
Jesus machte einen dämonisch Belasteten zu einem friedlichen Bürger.
 
Jesus machte einen Christenhasser zu einem Missionar.

Das mussten die Jünger nicht tun. Hätten sie auch nie fertig gebracht. Sie schleppten die Leute einfach zu Jesus. Und was tun, wenn sie nicht mitkommen wollen? Jesus beantwortet diese Frage in Mt. 5:16:

So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten,
damit sie eure guten Werke sehen 
und euren Vater im Himmel preisen.

Keinesfalls sollten wir entmutigt aufgeben, weil wir die Menschen nicht verändern können. Jesus kann! Stell ihnen Jesus vor. Durch Worte, durch Liebe, durch Taten, durch Annahme, durch Nachsicht, durch Barmherzigkeit. Lass Dich von Jesus gebrauchen – auch unter denen, für die es menschlich gesehen keine Hoffnung mehr gibt.

Donnerstag, 29. Juli 2021

Der Gute Hirte

Der Evangelist Dwight L. Moody berichtete einmal über ein Gespräch, das er mit seinem Freund, Pastor Andrew Bonar führte. Moody schreibt:

Dr. Bonar erzählte mir, wie ein Schaf im schottischen Hochland oft in die Berge wanderte und an Orte gelangte, aus denen es nicht mehr herauskam. Das Gras auf diesen Bergen ist sehr süß und die Schafe mögen es. Sie springen Klippen von drei bis vier Meter hinab und können dann nicht mehr zurückspringen. Der Hirte hört sie dann in ihrer Not blöken. Tagelang können sie dort sein, bis das ganze Gras aufgefressen ist. Der Hirte wird warten, bis sie so schwach sind, dass sie nicht mehr stehen können. Dann wird er einen Strick um sie legen, und und das Schaf aus dem Rachen des Todes ziehen.

"Warum steigen Sie nicht gleich da runter, wenn das Schafe dort hinabgesprungen ist?" fragte Moody. "Nun," antwortete Bonar, "die Schafe sind so töricht, dass sie direkt den Abgrund hinabstürzen würden. Das würde sie umbringen!"

Dann schreibt Moody, dass sich die Menschen oft ebenso verhalten. Haben sie sich erst einmal von der Herde entfernt, werden nicht so schnell zu Gott zurückkehren. Erst wenn „das Gras abgefressen“ ist, wenn sie keine Freunde haben und alles verloren ist, dann freuen sie sich über die Hilfe des Hirten.

Wie gut, dass der Hirte seine Schafe kennt. Wie gut, dass er sie liebt und ihnen nachgeht.

Nicht umsonst hat Jesus sich als Guten Hirten bezeichnet. Er kennt Seine Schafe, liebt sie und ruft sie mit Namen. Er weiß, wie lange Er uns „grasen“ lassen muss, bevor wir erkennen, in welchen Schlamassel wir uns gebracht haben. Wenn wir dann aber zu Ihm rufen, hört Er uns, geht uns nach und trägt uns zurück zur Herde.

Psalm 23

1 Ein Psalm Davids. Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.

2 Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern.

3 Er erquickt meine Seele; er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

4 Und wenn ich auch wanderte durchs Tal der Todesschatten, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich.

5 Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über.

6 Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Haus des Herrn immerdar.

Mittwoch, 28. Juli 2021

Verlernt zu Staunen?

Anzeige in der Zeitung: "Jagdhund zu verkaufen, 1.250 Euro, aber es lohnt sich!" Die Zeitung ist kaum raus, da erhält der Verkäufer einen Anruf. Der potentielle Käufer am anderen Ende erklärt, dass er den Hund natürlich in Aktion sehen müsse. Am nächsten Morgen trifft man sich früh zur Jagd.

Der Hund spürt zwei Enten auf. 2 Schüsse fallen und zwei Enten fallen ins Wasser. Sofort rennt der Hund los, läuft auf dem Wasser, packte die Vögel und ging auf dem Wasser zurück zu seinem Besitzer. Der interessierte Käufer ist völlig erstaunt und begeistert und kauft den Hund auf der Stelle. Am nächsten Tag überredet er seinen Bruder, mit ihm auf die Jagd zu gehen. Sie spüren ein paar Enten auf und der Hund läuft wieder auf dem Wasser, holte die Vögel und geht auf dem Wasser zurück zum Boot.

„Nun,“ fragt der neue Jagdhundbesitzer seinen Bruder, „was hältst Du von dem Hund?“ Der antwortete nur: "Du hast also einen Hund gekauft, der nicht schwimmen kann?"

Wir schmunzeln berechtigterweise über die Torheit des Bruders. Was es sonst im ganzen Universum nicht gibt – das erkennt er nicht als etwas Besonderes an. Was kein Mensch auf der Welt besitzt – außer seinem Bruder – hält er für einen Fehlkauf. Naja, nur ein Scherz!

Kein Scherz ist es, dass Jesusjünger Nachfolger eines Herrn sind, der einmalig ist.

  • Keiner im Himmel und auf der Erde liebt wie Jesus!
  • Keiner besitzt die Gnade, die Jesus besitzt!
  • Keiner kann Gebete erhören wie Jesus!
  • Keiner vergibt wie Jesus!
  • Keiner nimmt uns wieder an wie Jesus!
  • Keiner verschenkt ewiges Leben wie Jesus!
Keiner! Gottes Wort sagt (Micha 7:18+19):

Wer ist ein Gott wie du, der die Sünde vergibt und dem Überrest seines Erbteils die Übertretung erlässt, der seinen Zorn nicht allezeit festhält, sondern Lust an der Gnade hat? 19 Er wird sich wieder über uns erbarmen, unsere Missetaten bezwingen. Ja, du wirst alle ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen!

Nicht, dass unser Gott nicht einzigartig wäre, nicht dass Er nicht unvergleichlich wäre. Wir verlernen, vergessen oder vernachlässigen es lediglich, genügend Zeit mit Ihm zu verbringen, um Ihn mehr und mehr kennenzulernen.

Wie gut kennst Du Jesus? Kannst Du noch über Ihn staunen?

  • Er lief wirklich auf dem Wasser! (Kein Scherz)
  • Er sättigte über 5000 Menschen mit 5 Broten und 2 Fischen.
  • Er holte einen Toten nach 4 Tagen zurück aus dem Grab.
  • Er liebte die Ungeliebten, den Abschaum der Gesellschaft.
  • Er belehrte die Unwissenden überlebenswichtige Wahrheiten.
  • Er gab freiwillig Sein sündloses Leben für Deine und meine Schuld.
  • Er kam von den Toten zurück und schenkte Dir neues, ewiges Leben.

Lass uns ganz neu über Jesus staunen!

Dienstag, 27. Juli 2021

Gottes Verheißungen im Buch Nahum

Im 7. Jahrhundert v. Chr. sandte Gott den Propheten Nahum. Er predigte in Israel, obwohl seine Botschaft hauptsächlich der Stadt Ninive galt. Hier hatte Jona 150 Jahre zuvor gepredigt und Gott hatte eine Erweckung geschenkt. Wie es allerdings bei Erweckungen ist – sie flachte im Laufe der Zeit ab. Jetzt musste Gott erneut durch Seinen Propheten warnen. Im Buch des Propheten Nahum finden wir viele Worte, die zukünftiges Gericht vorhersagen (verheißen!). Aber ebenso Beschreibungen Gottes, die auch als Verheißungen gelesen werden können:

Ein eifersüchtiger und rächender Gott ist der Herr; ein Rächer ist der Herr und voller Zorn; ein Rächer ist der Herr an seinen Widersachern, er verharrt im Zorn gegen seine Feinde. Der Herr ist langsam zum Zorn, aber von großer Kraft, und er lässt gewiss nicht ungestraft. Der Weg des Herrn ist im Sturmwind und im Ungewitter, und Gewölk ist der Staub seiner Füße. (Nahum 1:2+3)

Eine der schönsten und trostreichsten Verheißungen im Buch ist der Zuspruch Gottes an Sein Volk in Kapitel 1:7:

Gütig ist der Herr, eine Zuflucht am Tag der Not;
und er kennt die, welche auf ihn vertrauen.

Ich muss mich korrigieren! Nicht eine der schönsten und trostreichsten Verheißungen im Buch, sondern gleich drei spricht Gott Seinem Volk zu:

  • Der Herr ist gütig!
  • Der Herr ist eine Zuflucht am Tag der Not!
  • Der Herr kennt die, welche Ihm vertrauen!
Assyrien, dessen Hauptstadt Ninive war, galt als unbarmherzig und unbezwingbar. Mit ihren Feinden gingen sie hart ins Gericht. Ihre Brutalität war gefürchtet, ihre Heere ebenso.

In diese Situation hinein spricht Gott Seinem Volk Seine Güte zu. Das ist schon besonders, denn Israel selbst war ja keine „Vorzeigenation Gottes“ mehr. Immer wieder schwankten sie zwischen Loyalität zu Gott und Abkehr von Ihm. Gott aber spricht ihnen Seine Güte zu, offenbart sich ihnen als Zuflucht am Tag der Not und lädt sie ein, Ihm zu vertrauen. Es ist eine Ausstrahlung der Ruhe und Zuversicht, die dieser Zuspruch Gottes bewirkt.

Was Israel damals gar nicht so sehr zu schätzen wusste, dürfen wir uns als Gottes Kinder auch heute noch zu Herzen nehmen:

Der Herr ist gütig! Das ist Sein Wesen, erkennbar in der gesamten offenbarten Geschichte der Menschheit. Gott war nicht verpflichtet, Adam und Eva nach dem Sündenfall nachzugehen, ihnen Kleider zu machen, ihnen zu vergeben, ihnen einen Erlöser zu verheißen, ihnen ihr (nun begrenztes) irdisches Leben zu erhalten, ihnen Kinder zu schenken und vieles mehr. Es war die Güte Gottes, die auch uns zugesprochen ist! Da Gottes Wesen ewig ist, ist Seine Güte ewig!

Der Herr ist eine Zuflucht am Tag der Not. Das hat Israel zahllose Male erfahren. Aber Gott ist nicht nur Zuflucht gewesen. Er ändert sich nie und ist es immer noch. Christen aller Jahrhunderte haben Gott als Zuflucht in Tagen der Not erfahren. Die verfolgte Gemeinde erfährt es täglich. Christen in Not, Trauer und Elend ebenso. Gott wird sich nicht ändern.

Und Er kennt die, die Ihm vertrauen. Dich und mich – sofern wir Ihm vertrauen. Er kennt uns auch sonst, aber Nahum will sagen: Er kümmert sich um alle, die Ihm vertrauen. Sie gehören zu Seiner Familie, für die Er die Vaterschaft und die Verantwortung übernommen hat.

Wenn das keine Verheißung ist!

Montag, 26. Juli 2021

Die neue Gnosis

Habt Ihr schon von der neusten wissenschaftlichen Theorie gehört?

"Wenn eine Katze aus 8m Höhe fallen gelassen wird, landet sie immer auf ihren Pfoten! Wenn man aber ein Toast mit Marmelade vom Tisch fallen lässt, landet es immer auf der Marmeladenseite.

Nimmt man jetzt eine Scheibe Toast und bindet sie mit der Marmeladenseite nach oben auf den Rücken einer Katze, und lässt das Tier dann aus 8m Höhe fallen, dann bringen die beiden gegensätzlichen Kräfte Katze und Toast so in Bewegung, dass sie sich wenige cm über dem Boden umeinander drehen. Wenn man jetzt genug toastbeladene Katzen nehmen würde, könnte man die Grundlage schaffen für ein Hochgeschwindigkeits-Einschienenbahnsystem." Verrückt, oder?

Ich weiß nicht, wer sich sowas ausdenkt. Die Geschichte mit der Katze und dem Marmeladentoast liest man bezeichnenderweise auf einer christlichen Humorseite. Und bei allem Scherz ist doch eine Spur Ernst dabei. Ein Journalist sagte einmal in etwa: Ein Mensch, der sich in eine Theorie verbissen hat, wird mit allem Nachdruck anderslautende Fakten bekämpfen.

Unser Herr kennt uns, weiß um unsere Schwachheiten und wie leicht wir uns in Theorien und Aussagen verrennen, in die wir uns nicht verrennen sollten. Am Ende der Heiligen Schrift lesen wir die Worte (Offenbarung 22:6):

Und er sprach zu mir: Diese Worte sind gewiss und wahrhaftig; und der Herr, der Gott der heiligen Propheten, hat seinen Engel gesandt, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll.

Diese Worte – die von Gott offenbarten Worte –  sind gewiss und wahrhaftig. Bereits zu Zeiten des Paulus gab es eine für die Gemeinden höchstgefährliche Bewegung: die Gnosis! Gnostiker waren Lehrer, die zwar Gottes Wort in den Mund nahmen, aber die – im Gegensatz zu den anderen – besondere Wahrheiten und Geheimnisse zu erkennen meinten, die sie vermitteln wollten. Gegen diese Gnostiker ging Paulus hart an!

Durch die Jahrhunderte der Kirchengeschichte hat es immer wieder Christen und „Christen“ gegeben, die Sonderwissen, eigenwillige Auslegungen und Geheimlehren verbreiten wollten. Damit machten sie sich zum Handlanger Satans und brachten viel Unruhe und Zerstörung in die Gemeinde Jesu. Auch dieser traurige Teil der Kirchengeschichte setzt sich bis heute fort. Corona lässt grüßen.

„Ja,“ so sagt man „die andere Seite besteht auch aus lieben Brüdern. Aber denen fehlt der Blick für das, was sich ‚hinter der Bühne‘ abspielt. Sie haben nicht den Durchblick den Gott uns geschenkt hat.“ – 

DAS ist die neue Gnosis, die Sondererkenntnis einiger, denen Gott neues, geheimes Wissen anvertraut haben soll. Die neue Gnosis, die die Gemeinde Jesu spaltet, vergiftet und zerstören will. Ihre Worte verkaufen sie als biblisch und wahr, aber ihre Lehren sind unbiblisch und verführerisch. Ihre Worte sind süß wie Honig, aber es sind ihre Worte, nicht Gottes Wort! Über Sein Wort sagt der Herr: Diese Worte sind gewiss und wahrhaftig! – nicht unsere Überlegungen, Meinungen oder Schlussfolgerungen.

Liebe Leser: Lasst uns festhalten an dem, was Gott uns offenbart hat. Lasst uns einstehen und verkündigen, was Not tut zum ewigen Heil. Lasst uns davon absehen, unbiblische Erklärungen als Wort Gottes zu verkaufen – egal, was im griechischen oder hebräischen Urtext steht. Das Kennen der Originalsprachen ist hilfreich zum Studium der Heiligen Schrift und kann zu vielen hilfreichen Erklärungen führen. Genauso kann das Zitieren der Originalsprachen aber auch diejenigen verführen, die auf ihre Muttersprache allein angewiesen sind.

Lasst uns den Fußstapfen des Paulus folgen, der in einer politisch brisanten Zeit bekannte:

Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu wissen als nur Jesus Christus, und zwar als Gekreuzigten. (1. Kor. 2:2)

Sonntag, 25. Juli 2021

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

 

Heute wieder mit Sonntagszitat:

Predigttext:
Offenbarung 22:6-13
 
6 Und er sprach zu mir: Diese Worte sind gewiss und wahrhaftig; und der Herr, der Gott der heiligen Propheten, hat seinen Engel gesandt, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll.
7 Siehe, ich komme bald! Glückselig, wer die Worte der Weissagung dieses Buches bewahrt!
8 Und ich, Johannes, bin es, der diese Dinge gesehen und gehört hat; und als ich es gehört und gesehen hatte, fiel ich nieder, um anzubeten vor den Füßen des Engels, der mir diese Dinge zeigte.
9 Und er sprach zu mir: Sieh dich vor, tue es nicht! Denn ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, der Propheten, und derer, welche die Worte dieses Buches bewahren. Bete Gott an!
10 Und er sprach zu mir: Versiegle die Worte der Weissagung dieses Buches nicht; denn die Zeit ist nahe!
11 Wer Unrecht tut, der tue weiter Unrecht, und wer unrein ist, der verunreinige sich weiter, und der Gerechte übe weiter Gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich weiter!
12 Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird.
13 Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte.

 
Anbetung - Gottes Wort
Gebet - Gemeinschaft

Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr

Du bist herzlich willkommen, live dabei zu sein! HIER findest Du weitere Information über unseren Gottesdienst
 
Sonntagszitat:  
 
"Was wir im Wort Gottes noch nicht verstehen, 
das wollen wir vorläufig beiseite lassen. 
Wir wollen uns aber herzlich freuen an dem, 
was licht und klar ist."
(Augustinus von Hippo)
 
Herr, dein Wort, die edle Gabe,
diesen Schatz erhalte mir;
denn ich zieh es aller Habe
und dem größten Reichtum für.
Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten,
worauf soll der Glaube ruhn?
Mir ist's nicht um tausend Welten,
aber um dein Wort zu tun.
(Joachim Neander, Nikolaus Ludwig Fraf v. Zinzendorf)

Samstag, 24. Juli 2021

Schreib Dich ein!

Ich glaube, es war eins dieser Fotos, die auf Facebook eingestellt wurden und meine Aufmerksamkeit weckten. Auf einem Stück Papier stand Folgendes geschrieben (übersetzt und angepasst):

Die Gemeinde ist mein Gymnasium
Der Himmel ist meine Universität
Jesus ist mein Schuldirektor
Der Heilige Geist ist mein Lehrer
Die Engel sind meine Klassenkameraden
Die Bibel ist mein Lehrbuch
Prüfungen und Versuchungen sind meine Examen
Das Gewinnen von Seelen ist meine Hausaufgabe
Gebet ist meine Anwesenheit
Lob und Anbetung meine Losung
Die Krone des Lebens ist mein Abschluss 

Ich erinnere mich sehr wohl, dass meine vielen Schuljahre mich nicht immer begeistert haben. Manchmal war es der Unterricht, der einfach nur ätzend war, ein andermal die Lehrer. Und dabei hat man sich immer wieder mal gefragt: „Wofür lerne ich das eigentlich“?

GANZ anders in Gottes Schule! Da ist nichts bei, was auf einen langweiligen Unterricht, einen unfähigen Lehrer, unnützen Lehrstoff oder einen uninteressanten Abschluss hinweist. Lies Dir die Liste doch nochmal durch, halte nach jeder Zeile kurz an, um Deinem Direktor Jesus für jede Einzelheit zu danken und überleg mal, wie das eine oder andere gerade heute hilfreich sein kann.

Wir laden herzlich ein zum morgigen "Klassentreffen" mit dem Direktor anwesend!

CCFG Gottesdienst
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Freitag, 23. Juli 2021

Dankbar sein!

Seid in allem dankbar;
denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.
(1. Thessalonicher 5:18)

Geht das überhaupt noch in unserer Zeit? Ohne Schwierigkeiten könnte man jetzt 10 Klagen in einem Atemzug nennen. Nicht unbedingt persönliche Klagen. Die auch! Aber auch Klagen über die Not der Welt, die Not der Obdachlosen, Coronakranken, der Flüchtlinge, die vielen momentanen Einschränkungen, die Klimaveränderungen, die Flutkatastrophe und ihre Opfer (schon läuft die Suche nach den Schuldigen auf Hochtouren), die Entscheidungen der Regierung, die Fehltritte der anderen … …Dankbar sein?

Heute Morgen früh haben wir die Nöte unserer Freunde vor den Herrn gebracht – und die Menschen in den überfluteten Gebieten. Dabei saßen wir im Trockenen, gemütlich mit unserer Tasse Tee und Kaffee. Unser Eigentum wurde letzte Woche nicht weggeschwemmt und unseren Kindern geht es gut!

1½  Stunden später sitze ich in meinem „Stille Zeit Sessel“ im Büro. Ich lese, denke nach, bete und schaue nach draußen. Ein großer Teil meines Bürofensters zeigt mir weiße Wolken am blauen Himmel. Die Sonne scheint. Im Zentrum gegenüber ist noch alles ruhig. Gemütlichkeit, Gefahrlosigkeit – welch ein seltener Schatz. Ich öffne meine „Open Doors“ Gebetsapp: Acht Familien in Indien – seit kurzer Zeit Christen – werden in ihrem Dorf von Strom, Wasser und Lebensmittelverkauf ausgeschlossen. Was für ein Gegensatz!

Einige Zeit später – ich arbeite an meinem Schreibtisch. Auf dem externen Monitor sind mehrere Bibeln geöffnet, dazu Bibelkommentare. Kein Geschrei um mich herum, keine Schüsse, keine Armut. Ich schaue aus dem Fenster und sehe das frische Grün eines Waldstücks. Frieden! Die Gedanken gehen zurück an ein Anliegen heute Morgen für Afghanistan. Die Anschläge der Taliban nehmen rapide zu. 50 Tote im Mai beim Anschlag auf eine Mädchenschule. Angst und Schrecken im ganzen Land. Keine Regierung, die sinnvolle  Hilfsprogramme anbieten kann. Keine Opfer, die entschädigt werden.

Not gibt es überall auf der Welt! Die Not im eigenen Land und Leben kleinzureden, weil die Not woanders größer ist, hilft dem Notleidenden wenig. Not muss angepackt werden, umbetet werden, gelindert werden. Herzen müssen getröstet werden!

Not in der Welt, Not im Land und Leben ist allerdings oft lähmend. Die Hände werden lahm, das Vertrauen in Gott wird lahm und die Nachfolge wird lahm. Allein das Klagen erlahmt nur langsam. Schuldige müssen gefunden werden. Irgendjemand muss Rede und Antwort stehen. Und wir Christen lassen uns hineinziehen in das Lamentieren und Beschuldigen.

Als ich heute Morgen aus dem Fenster sah und für verschiedene Notleidende in der Welt betete, erinnerte mich der Herr wieder neu daran, wie viel Grund wir haben, dankbar zu sein. Wohlgemerkt: nicht die Hände in den Schoß zu legen und die Augen vor der Not zu verschließen. Nein, mitzuarbeiten, die Not zu lindern – aber zur selben Zeit Jesus im Zentrum zu behalten. Dann wird unser Herz – auch, wenn von Not umgeben – immer einen (oder mehr als einen) Grund finden, dankbar zu sein.

Ist mein Blick auf die Not gerichtet, werden wir unzufrieden sein, klagen, nach Schuldigen suchen und resignieren.

Ist mein Blick auf Jesus gerichtet, werden wir getragen von Ihm, dankbar sein, auf unnötiges Beschuldigen verzichten und mit Freuden mitarbeiten, die Not zu lindern und Sein Reich zu bauen.

Richte den Blick nur auf Jesus!
Schau voll in Sein Antlitz hinein!
Und die Dinge der Welt werden seltsam trüb
Und im Licht Seiner Herrlichkeit klein!