„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 30. März 2021

Gottes Verheißungen im Buch Hiob

Das Buch Hiob gehört sicherlich zu den interessantesten, tiefsten, quälendsten, langatmigsten, nervigsten, mutmachendsten (such Dir was aus) Büchern der Bibel. Wir nehmen es gerade in unserer Bibelstunde durch und ich bin fast jede Woche erstaunt, welche Schätze in den einzelnen Kapiteln verborgen sind.

Heute soll es um Gottes Verheißungen im Buch Hiob gehen. Am liebsten würde ich die Andacht vom 17. März hier wiederholen, denn die Verheißung in Hiob 35:14 geht mir seit Wochen nicht aus dem Kopf. (Lies ruhig den Eintrag vom März noch einmal) In Hiob 35:14 wird Hiob gesagt:

 Auch wenn du sagst, dass du ihn nicht siehst, liegt ihm deine Sache doch vor und du sollst auf ihn warten.

Was für ein herrlicher Zuspruch Gottes für alle, die sich von Ihm ungehört und alleingelassen fühlen. Unsere „Sache“ liegt aufgeschlagen zur Bearbeitung vor Ihm!

Eine ähnliche Verheißung lesen wir in Hiob 37:21+22:

Jetzt zwar sieht man das Licht nicht, das doch leuchtend hinter den Wolken steht; aber der Wind wird sich erheben und sie wegfegen. Von Norden her kommt Goldglanz; Gott ist von wunderbarer Pracht umgeben.

Das Licht konnte Hiob tatsächlich nicht sehen. Er saß in einer tiefen Grube. Die meiste Zeit war es in seiner Seele so hoffnungslos dunkel wie vor den Augen des blinden Timäus, der am Weg saß und bettelte, als Jesus Jericho verließ.

Wolken hatten sich vor den Glanz der Sonne geschoben. Hiobs Seele war schwer belastet. Ihn drückte die Trauer um seine 10 Kinder, die allesamt in einem Streich ums Leben kamen. Außerdem drückte Hiob die Unsicherheit betreffs seiner Zukunft. Seine Ersparnisse waren gestohlen. Außerdem muss es ihn bedrückt haben, dass seine Frau vom Glauben abgefallen war. Ihre Worte waren nicht erbaulich, sondern destruktiv. Hiobs Seele wurde zusätzlich dadurch verdunkelt, dass sich jeder von ihm abwandte, selbst seine Verwandtschaft. Seine Freunde gossen Öl in die Glut seines Leides, indem sie ihm falsche Vorwürfe und schlechte Ratschläge machten. Das Schlimmste – das mit Abstand Allerschlimmste – war allerdings, dass Hiob sich von Gott verstoßen fühlte und Gott die ganze Zeit schwieg. Das raubte ihm jeglichen Funken an Hoffnung und war schlimmer als alle anderen Nöte zusammen. In diese Situation hinein redet Gott (37:21+22):

Jetzt zwar sieht man das Licht nicht, das doch leuchtend hinter den Wolken steht; aber der Wind wird sich erheben und sie wegfegen. Von Norden her kommt Goldglanz; Gott ist von wunderbarer Pracht umgeben.

Das Licht ist da! Es ist immer noch da! Es sind die Wolken, die sich momentan dazwischengeschoben haben. Aber das Licht bleibt, unvermindert und unumstößlich!

Der Wind wird kommen und die Wolken wegfegen. Das war für Hiob irgendwann unvorstellbar geworden. Zu sehr hatte er gelitten. Zu lange hatte Gott auf sein Flehen um einen fairen Prozess geschwiegen. Zu zerfetzt war seine Seele durch die verletzenden Anschuldigungen der Freunde. Unvorstellbar, dass es noch einmal anders wird. Unvorstellbar, dass diese dunkle Wolkenwand noch einmal verschwinden wird. Unvorstellbar, dass die Strahlen und die Wärme des Lichts noch einmal durchbrechen, und ihren Weg zu ihm finden würden. Aber genau das wird Hiob hier verheißen. Das Licht leuchtet unvermindert und der Wind wird die Wolken wegblasen, die das Licht momentan verbergen.

Was für eine herrliche Verheißung! Was für eine lebendige Hoffnung! Einst für Hiob; heute für alle, die durch Jesus mit Gott unterwegs sind. Worin auch immer die Wolkenwand besteht, die heute oder Morgen das Licht verdunkeln wird: Das Licht bleibt und die Stunde wird kommen, in der der Wind die Wolken vertreiben und das Licht hervorbrechen wird!

Montag, 29. März 2021

Einzug in Jerusalem!

In dieser Passionswoche (mit Ausnahme von Dienstag) möchte ich versuchen, verschiedene Aspekte der Karwoche zu beleuchten.

Gestern war Palmsonntag, der Sonntag vor Ostern. In vielen Gemeinden und Kirchen wurde an diesem Sonntag über den Einzug in Jerusalem gepredigt (oder gestreamt). Was geschah an jenem Tag? In Matthäus 21 heißt es, dass die Jünger ein Eselsfüllen für Jesus besorgten, ihre Kleider auf das Füllen warfen, Jesus darauf setzten und Er dann nach Jerusalem einritt. Sowohl die Jünger, wie auch die Menge des Volkes, brachen Palmzweige ab, winkten damit Jesus zu oder legten sie gemeinsam mit ihren Kleidern wie einen Teppich vor Jesus auf den Boden. Und dann riefen sie ganz emotional:

Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt
in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe! (Matthäus 21:9)

„Hosanna“ bedeutet: „Hilf doch!“ Man rief also: Sohn Davids (soviel hatte man verstanden) – Hilf doch! (soviel traute man ihm zu). Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! (soviel Lob wollte man ihm zollen: Lob und Kommen im Namen des Herrn – wenn Er dann mal helfen wird).

Es ist sicher NICHT falsch, was das Volk hier ruft. Aber es mangelt ihnen an Erkenntnis.
Es ist richtig: Jesus IST der Sohn Davids, der König, der ewig auf dem Thron sitzen und regieren wird. Aber Letzteres erkannten sie nicht.
 
Es ist richtig: ER kann, will und wird helfen! Aber nicht in dem Sinn, in dem sie es erwarteten - (oder manch einer heute es erwartet), nämlich politisch. Er kam, um auf tieferer und ewiger Ebene zu helfen.
Richtig ist auch, dass Er des Lobes würdig ist. Aber nicht nur, weil er uns vielleicht hilft. Er ist des Lobes würdig, weil Er ist, der Er ist.

Viel aufgeheizte Emotion und mangelnde Erkenntnis führen zu mangelnden Resultaten, wie wir später in der Woche sehen werden. – Und während ich mir den Ruf des Volkes durch den Kopf gehen lasse, frage ich mich, mit wie viel Erkenntnis ich die Anbetungslieder am Palmsonntag im Gottesdienst oder zu Hause gesungen habe.

Schau Dir das Video im Seitenfenster einmal an. Hosanna! – Hilf, Herr!“ Sing mit, laut oder im Herzen! Preis den Herrn, der ewig regiert, der (wieder)kommen wird und der würdig ist, gepriesen zu werden, egal in was für einer Situation wir uns gerade befinden und egal wie Er darauf reagiert!

Sonntag, 28. März 2021

Heute!

Guten Morgen!


Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

 

Heute wieder mit Sonntagszitat:

Predigttext:
Offenbarung 13:1-18
 
1 Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das sieben Köpfe und zehn Hörner hatte und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Köpfen einen Namen der Lästerung.
2 Und das Tier, das ich sah, glich einem Panther, und seine Füße waren wie die eines Bären und sein Rachen wie ein Löwenrachen; und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Vollmacht.
3 Und ich sah einen seiner Köpfe wie zu Tode verwundet, und seine Todeswunde wurde geheilt. Und die ganze Erde sah verwundert dem Tier nach.
4 Und sie beteten den Drachen an, der dem Tier Vollmacht gegeben hatte, und sie beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich? Wer vermag mit ihm zu kämpfen?
5 Und es wurde ihm ein Maul gegeben, das große Worte und Lästerungen redete; und es wurde ihm Macht gegeben, 42 Monate lang zu wirken.
6 Und es tat sein Maul auf zur Lästerung gegen Gott, um seinen Namen zu lästern und sein Zelt und die, welche im Himmel wohnen.
7 Und es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu überwinden; und es wurde ihm Vollmacht gegeben über jeden Volksstamm und jede Sprache und jede Nation.
8 Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten, deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes, das geschlachtet worden ist, von Grundlegung der Welt an.
9 Wenn jemand ein Ohr hat, der höre!
10 Wenn jemand in Gefangenschaft führt, so geht er in die Gefangenschaft; wenn jemand mit dem Schwert tötet, so soll er durchs Schwert getötet werden. Hier ist das standhafte Ausharren und der Glaube der Heiligen!
11 Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen, und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm und redete wie ein Drache.
12 Und es übt alle Vollmacht des ersten Tieres aus vor dessen Augen und bringt die Erde und die auf ihr wohnen dazu, dass sie das erste Tier anbeten, dessen Todeswunde geheilt wurde.
13 Und es tut große Zeichen, sodass es sogar Feuer vom Himmel auf die Erde herabfallen lässt vor den Menschen.
14 Und es verführt die, welche auf der Erde wohnen, durch die Zeichen, die vor dem Tier zu tun ihm gegeben sind, und es sagt denen, die auf der Erde wohnen, dass sie dem Tier, das die Wunde von dem Schwert hat und am Leben geblieben ist, ein Bild machen sollen.
15 Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu verleihen, sodass das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten.
16 Und es bewirkt, dass allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten, ein Malzeichen gegeben wird auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn,
17 und dass niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, welcher das Malzeichen hat oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
18 Hier ist die Weisheit! Wer das Verständnis hat, der berechne die Zahl des Tieres, denn es ist die Zahl eines Menschen, und seine Zahl ist 666.
 
Anbetung - Gottes Wort
Gebet - Gemeinschaft

Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr

Jeder ist herzlich willkommen, live dabei zu sein. Wegen versärfter Auflagen bitte die Corona- Hinweise beachten!

HIER eine wichtige Information für alle, die gerne live in der Gemeinde dabei sein möchten! (bitte Aktualisierung beachten) 

HIER geht's zum Livestream für alle, die lieber noch zu Hause bleiben möchten!
 
Sonntagszitat:  
 
"Wenn man wachen Auges alles das betrachtet, 
was gegenwärtig auf der Welt geschieht, 
kann man einem Gläubigen nicht widersprechen, 
der die Ansicht vertritt, der Antichrist sei los."
(Konrad Lorenz)

Samstag, 27. März 2021

Von Kriegen und Endzeit - und Gott mittendrin!

Das gesamte Kapitel 11 im Buch Daniel handelt von Kriegen, Kämpfen, Truppen, Zerrstörung und Gräueltaten. Eigentlich kann man das Kapitel nur verstehen, wenn man neben der Bibel einen oder mehrere Bibelkommentare – oder ein gutes Geschichtsbuch liegen hat. Um nicht alle 45 Verse des Kapitels zu zitieren hier die Verse 31-35:

 31 „Es werden auch von seinen Truppen zurückbleiben
und das Heiligtum, die Zuflucht, entweihen 
und das beständige Opfer abschaffen
und den Gräuel der Verwüstung aufstellen.
32 Und er wird die, welche gegen den Bund freveln,
durch Schmeicheleien zum Abfall verleiten;
die Leute aber, die ihren Gott kennen, werden festbleiben und handeln.
33 Und die Verständigen im Volk werden die Vielen unterweisen;
sie werden aber eine Zeit lang dem Schwert, dem Feuer,
der Gefangenschaft und der Plünderung unterliegen.
34 Und im Unterliegen werden sie ein wenig Hilfe erlangen;
und es werden sich viele heuchlerisch an sie hängen.
35 Auch von den Verständigen werden etliche unterliegen,
damit unter ihnen eine Läuterung geschehe,
eine Sichtung und Reinigung, bis zur Zeit des Endes;
denn es währt bis zur bestimmten Zeit.“

Ein ganzes Kapitel voller Krieg und Endzeitgeschehen! Aber mit vielen allgemeinen Merkmalen, die zu jeder Zeit gültig sind:

1.      Mitten in den Kriegswehen – sei es in der Zeit vor Jesu Kommen oder in der Endzeit – mittendrin finden sich „die Verständigen“, die die Vielen unterweisen. Zu aller Zeit hat es Menschen gegeben und wird es Menschen geben, denen Gott Einsicht und Verstand schenkt, anderen zu helfen und sie zum Verständnis zu führen. Geschichte – die kleine persönliche Geschichte oder die Weltgeschichte – ist immer Gottes Geschichte. Immer möchte Gott uns etwas sagen und hat Seine Verständigen, um zu unterweisen.
2.      Auch die Verständigen, die von Gott Gesegneten, müssen leiden. Leiden gehört zum Leben der Gesegneten des Herrn dazu. Alle anderen Behauptungen sind unbiblisch. Leiden kann durchaus Gott gewollt sein. Ein Trost im Leiden der Gesegneten des Herrn ist, dass es nur „eine Zeit lang“ ist – also begrenzt. Unsere Leiden sind zeitlich begrenzt.
3.      Selbst unter den Verständigen gibt es Verluste und Niederlagen. Aber auch hier geschieht nichts ohne Gottes Kontrolle und ohne Seine Ziele. Der Herr lässt die Seinen manchen Verlust erfahren – mit dem Ziel der Reinigung und der Läuterung. Für den, der stille hält und vertraut, kann der Verlust – der übrigens auch „bis zur bestimmten Zeit“ zeitlich begrenzt ist, zum Segen werden.

Die schönste Aussage aus Vers Vs 32 zu Schluss:

„Die Leute aber, die ihren Gott kennen, 
werden festbleiben und handeln.“

Jesus kennen! Ihn immer besser kennen und verstehen – das gründet, festigt und verwurzelt uns. Lerne Jesus kennen, und Du wirst festbleiben. Lerne Jesus besser kennen, und Du wirst nicht wanken. Ja, wir alle wanken von Zeit zu Zeit. Aber das darf uns anspornen, Ihn noch besser kennenzulernen. Je länger und je besser wir Ihn kennen, umso weniger werden wir wanken. Welch eine Ermutigung und Verheißung. Und das inmitten von Kriegen und Nöten!
 
Morgen feiern wir Gottesdienst! Auch in unseren Gottesdiensten geht es um die Zeit des Endes, obwohl wir nicht im Buch Daniel, sondern in der Offenbarung unterwegs sind. Wir laden herzlich ein, dabei zu sein. (Bitte Zeitumstellung beachten!) 
 
Bitte beachten: Morgen ist die Nacht eine Stunde kürzer. Die Uhre werden vorgestellt!


Freitag, 26. März 2021

Anbetung

Anbetung – das ist ein riesengroßen Wort. War es nicht immer – zumindest nicht in der Kirche … in der Gemeinde Jesu. Aber seit vielen Jahren ist Anbetung zu einem großen Wort geworden. Was aber ist Anbetung eigentlich?

Wenn wir von Anbetung reden, denken wir fast immer an Musik. Das ist nicht grundsätzlich falsch. Viele Gemeinden haben ein Anbetungsteam. In vielen Gemeinden wird 20 oder 30 Minuten am Stück musikalisch „Anbetung gemacht“. Wer mit dem Auto unterwegs ist, legt sich vielleicht eine Anbetungs-CD ein. All das hat mit Musik zu tun.

In seinem Buch: Himmelwärts beten beschreibt Dirk Kellner die Erfahrung eines altern Bauer. Der fuhr über´s Wochenende in die Großstadt. Dort besuchte er eine große, moderne Gemeinde. Als er nach Hause kam, fragte seine Frau, wie es gewesen sei.

 

„Nun“, meinte der Bauer, „es war ein schöner Gottesdienst mit guter Predigt. Man macht dort aber etwas Neues. Man singt Anbetungslieder statt Kirchenlieder!“ –  

„Anbetungslieder?“ –

 „Ja! Die sind ähnlich wie unsere Lieder, aber anders!“ –

 „Was ist denn der Unterschied? Wie sind sie anders?“

 

Der Bauer antwortet seiner Frau: „Es ist so: Wenn ich z.B. zu Dir sagen würde: ´Martha, die Kühe sind im Maisfeld´, das wäre ein Kirchenlied.

Aber wenn ich sagen würde ´Martha, Martha, MEINE MARTHA! MARTHA, die Kühe, die weißen Kühe, die braunen Kühe, die schwarzen Kühe, alle Kühe sind im Maisfeld, sie sind im Maisfeld, im Maisfeld!´ Dann wäre das ein Anbetungslied!“

Die Geschichte lässt uns schmunzeln! Da geht es um verschiedene Singweisen. Aber es beantwortet nicht wirklich die Frage, was Anbetung ist.

In Offenbarung 12:10 lesen wir von himmlischer Anbetung, die ganz ohne Musik auskommt:

‚Ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen / rufen!‘

Auch das ist Anbetung! Das Ganze geschieht ohne Noten und ohne Musik und passt voll in die Aufforderung des Paulus in verschiedenen Versen:

Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst! (Römer 12:1)

„Was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn. (Kolosser 3:17)

Wohlgemerkt: Singen und Spielen zur Ehre Gottes ist definitiv Anbetung, ist Lobpreis! Aber dem Hungrigen im Namen Jesu das Brot brechen … unserm Nächsten in Demut dienen - das ist auch Anbetung … unserem Feind im Namen Jesu Gutes tun - das ist Anbetung … unsern Kleinkindern zu Hause die Windel wechseln – auch das ist Anbetung!

Die Frage ist legitim: Gehen wir jetzt zu weit? Ist ein Alltagsgeschehen nicht zu banal, um unter „Anbetung“ zu laufen? Anbetung sollte doch irgendetwas mit Gott zu tun haben, oder?

Paulus gibt die Antwort in Kolosser 3:24:

„Alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen“

Ob das nun Singen, Beten, Bügeln Windeln wechseln beinhaltet, oder den Garten umzugraben – es muss um den Herrn gehen, für Ihn getan sein; sei es schwierig oder banal, sei es geistlich oder irdisch. Für den Herrn getan – mit Jesus im Zentrum – ist es Anbetung.

Auf diese Weise können wir es lernen (und es ist sicher ein Lernprozess!), den Herrn den ganzen Tag über anzubeten, mit und ohne Singen.

„Alles, was ihr tut, das tut von Herzen,
als für den Herrn und nicht für Menschen“

(Kolosser 3:24)

Donnerstag, 25. März 2021

Erweckung (2 von 2)

Gestern haben wir uns „einleitende Gedanken“ gemacht zum Thema Erweckung – ein Thema, das viele Christen bewegt. Ein Zitat aus dem gestrigen Eintrag, das Erweckung beschreibt, lautet: (Andere) Gläubige erkennen mehr von Jesus, als sie für möglich hielten, und wünschen sich das Gleiche. Nichtchristen erkennen, wie sie in Gottes Augen dastehen, tun Buße und glauben.

„Wenn Gott am Werk ist, bleibt Satan nicht untätig.“ So oder ähnlich hat es einmal jemand ausgedrückt. Recht hat er gehabt. Bis heute hat jede Bewegung des Heiligen Geistes immer heftigen Gegenwind erfahren. Oft zunächst durch Außenstehende und Spötter. Das konnte den Christen nicht viel anhaben, solange sie zusammenstanden. Half die Unruhe von Außen nichts, brachte Satan Unruhe ins Christenlager. Erweckungen haben zu jeder Zeit mit Gegenwehr kämpfen müssen. Noch einmal ein paar Gedanken, die mich beeindruckten, als ich im Internet Artikel über Erweckung las.

So wird darauf hingewiesen, dass es auch in den Erweckungen der vergangenen 2 Jahrtausende immer Opposition gab. Aber mit Medien und Internet zur Verfügung, verbreitet sich Spott, Menschenmeinung und Kritik in Windeseile. Leider allzu oft sind Christen mit bei den ersten, die mahnend den Finger heben, weil Gott in einer Art wirkt, die nicht in ihr Schema passen.

Auch in den vergangenen Erweckungen gab es Kontroversen, die aber im Laufe der Zeit (oft im Laufe vergangener Jahrhunderte) verblasst sind und der Erinnerung an Gottes Segen und Wirken das Feld überlassen haben. So heißt es: „Lies irgendwelche Bücher über die Erweckung in Wales vor 1904 und Du findest eine breite Zustimmung der heutigen christlichen Gemeinde – eine Zustimmung die man zur tatsächlichen Zeit der Erweckung nie erfuhr.

Je mehr Berichterstattung durch die Medien über Erweckungen zu finden ist, umso mehr wird das erweckliche Wirken kritisiert – oft von christlicher Seite.  

Warum so viel Kritik von innen? Warum dieser Beschuss aus den eigenen Reihen? Ein Grund mag sein, dass Gott während Erweckungszeiten Außergewöhnliches tut. Er passt nicht mehr in die Schublade, in der man Ihn hineingeordnet hat. Gott findet zerbrochene Herzen und gebeugte Knie und kann endlich mehr tun, als bisher, endlich mehr von Seiner Macht und Herrlichkeit zeigen.
 
Ein weiterer Grund mag der christliche Futterneid sein. Der andere hat eine Begegnung mit Jesus, die ich bisher nicht gehabt habe. Vielleicht habe ich sie nicht gehabt, weil ich Angst davor habe, oder weil mich nicht wirklich nach Jesus dürstet oder weil mir meine vertraute Welt lieber ist als die unvertraute Welt Gottes, in die Gott den Menschen in Erweckungszeiten oft hineinschnuppern lässt. Waren nicht die Jünger Jesu neidisch, dass andere Dämonen austrieben … aber eben nicht in Gemeinschaft mit ihnen? Futterneid.

Kritik am Wirken Gottes ist so alt wie diese Welt. Satan kritisierte Gott im Garten Eden. Israel kritisierte Gott für Sein Handeln mit ihm in der Wüste. Als zu Pfingsten Gott anders handelte, als die Zuschauer es erwarteten, spotteten sie und bezeichneten die Jünger Jesu als betrunken. Immer wieder lesen wir von externen und internen Angriffen auf Gottes erwecklich-missionarische Werk in der Apostelgeschichte.

Unter solchen Vorzeichen sollte jeder Beter um Erweckung sein Herz prüfen. Sind wir bereit, das Wirken des Geistes Gottes zu begrüßen – auch wenn Er anders handelt, als wir uns das vorstellen? Hat Gott absolute Freiheit, in unserer Mitte so zu handeln, wie es IHM gefällt? Oder geben wir Ihm nur das Maß an Freiheit, so zu handeln, wie es UNS gefällt, wie es in unsere Schublade passt und so lange es uns keine Unannehmlichkeiten oder Peinlichkeiten bringt?

Erweckung kommt zu demütigen, zerbrochenen Herzen. Herzen, denen es egal ist, was Menschen über sie denken. Herzen, die nur einen Wunsch haben: Näher mein Gott zu Dir, näher zu Dir – koste es was es wolle! Jesus spricht:

„Wer mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach! Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird es retten.“ (Markus 8:34+35)

Mittwoch, 24. März 2021

Erweckung (1 von 2)

Erweckung ist ein Thema, das mich immer wieder bewegt und anspricht, sei es durch Bücher, Internetseiten, Gespräche oder historische Berichte.

Gestern Abend in unserer Gebetszeit als Gemeinde haben wir für Erweckung gebetet. Leider kann man Erweckung „nicht machen“.

Beim Surfen im Netz geriet ich durch einen Link auf eine Seite, die sich mit Gemeindewachstumsmodellen beschäftigt. Ein langes Wort, das bei einigen Lesern genauso lange Gesichter hervorruft. Modelle scheint für viele immer etwas Anrüchiges zu haben. Sei dem so.

Mir fielen einige Sätze auf. Nichts Dramatisches, aber dennoch Nachdenkenswertes und Erstrebenswertes. So heißt es auf die Frage: „Was ist Erweckung?“
“Erweckung ist ein Begriff, der in der christlichen Gemeinde eine “Infusion mit geistlichem Leben” bei denen beschreibt, die glauben. Sie kommen näher zu Gott in ihren Erfahrungen und ihrem Lebensstil und bezeugen ihren Glauben machtvoller in der Welt. Erweckung bedeutet ebenfalls das Aufwachen gegenüber geistlichen Dingen in denen, die noch nicht glauben.“

In einem Artikel über zeitgenössische Erweckungen heißt es:
Erweckungen sind ein Ausgießen des Heiligen Geistes, wodurch Entscheidungen für Jesus und die Gegenwart Gottes reale Erfahrungen werden. Die Verbreitung geschieht fast epedemiemäßig, denn erweckte Christen sind so verändert, dass sie solche in ihrer Nähe anstecken. (…) Andere Gläubige erkennen mehr von Jesus als sie für möglich hielten und wünschen sich das Gleiche. Nichtchristen erkennen, wie sie in Gottes Augen dastehen, tun Buße und glauben. Ein Erweckungsprediger formulierte es folgendermaßen: „Wenn Du für Gott brennst, dann lieben es die Menschen, herzuzulaufen, um dich brennen zu sehen!“

Es ist also nicht grundsätzlich ein schlechtes oder gar verwerfliches Zeichen, wenn es Gemeinden oder Bewegungen gibt, die Zulauf finden, weil Gott am Werk ist. Oft haben diese Gemeinden oder Bewegungen nicht um Zulauf gebeten. Sie haben um Gottes Wirken und Erneuerung gebetet – und Gott hat Sein Feuer geschenkt und sie für Ihn entzündet. Wenn nun innerhalb solcher Gemeinden oder Bewegungen Christen für Jesus brennen, ja, dann kommen die Menschen herbei gerannt, um sie brennen zu sehen. Und wo Gottes Feuer brennt, da werden Zuschauer angesteckt, sei es dass sie aufgeweckt werden oder sich für Jesus entscheiden. Möge der Herr erneut dieses Feuer schenken, auf Dich, auf mich und auf unsere Gemeinden.

Von einer Gemeinde im europäischen Ausland wird berichtet, wie der Herr auf wunderbare Weise ein Gebet um Heilung erhörte. Man hatte Erweckung nicht geplant oder herbei manipulieren wollen. Es war einfach das Gebet für einen Menschen in Not, das der Herr erhörte und damit einen Startschuss gab für ein Aufwachen der Gemeinde und das Wehen des Heiligen Geistes.

Spontan setzte man Gemeindevesammlungen unter der Woche an. Menschen brachen zusammen, überwältigt durch die Gegenwart Gottes. Viele kamen zum Glauben. Gottes Gegenwart war spürbar.

Lobpreis und eine neue, tiefe Anbetung Jesu sind oft Kennzeichen solcher Bewegungen des Heiligen Geistes; Leidenschaft für Jesus, ein neuer Hunger und Durst nach Seiner Gegenwart.
Selbst an Kindern geht der Geist Gottes nicht vorüber. In der oben erwähnten Gemeinde wird von verändertem Benehmen geschrieben, Kinder können es nicht abwarten, mit ihren Eltern in der Gemeinde zu sein. Es wird berichtet, dass Kinder einschlafen, während sie dem Herrn Lieder singen. Ein Kind schlief ein mit dem Lied auf den Lippen: „Just one touch from the King“ („Nur eine einzige Berührung durch den König“ – Videoclip mit Godfey Birtill im Seitenfenster). Dieses Lied – tatsächlich ein Ohrwurm – ist zur Hymne der Bewegung geworden.

Solche Berichte lassen unsere Herzen brechen und uns ausstrecken nach dem Segen, den Gott bereit ist zu geben und der auch immer wieder mal durchbricht. Ein Schmecken des Reiches Gottes in unserer Welt.

“(Wenn) mein Volk, über dem mein Name ausgerufen worden ist, 
sich demütigt, und sie beten und suchen mein Angesicht 
und kehren um von ihren bösen Wegen, 
so will ich es vom Himmel her hören 
und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen.“
(2 Chronik 7:14)