„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Mittwoch, 8. Juli 2020

Durst!

Vor geraumer Zeit an einem Mittwochabend habe ich etwas getan, was ich sonst NIE tue. Bevor die Bibelstunde begann (ich durfte einmal entspannen und zuhören), saßen wir noch im Gebetszimmer zusammen um für die gemeinsame Zeit zu beten. Plötzlich überkam mich Durst. Ein Glas Mineralwasser trank ich sofort, das nächste wollte ich nach dem Gebet trinken – vergaß es aber.  

Später saß ich im Gemeinderaum und mein Mund wurde trocken. Ich erinnerte mich an das vergessene Wasserglas, das noch im Gebetszimmer stand, aber ich blieb sitzen und hörte weiter zu. Immer wieder gingen meine Gedanken zum Wasserglas im Nebenzimmer. Ich musste daran denken, wie nervig ich es finde, wenn jemand nicht warten kann und sich 10 Minuten vor Gottesdienstende noch etwas zu Trinken holt. „Das will ich nicht!“ dachte ich mir – und blieb sitzen. Allerdings waren es nicht nur 10 Minuten bis zum Schluss, sondern etwa 50. Dann, ganz plötzlich, ohne lange zu überlegen, stand ich auf, ging zur Saaltüre hinaus und stillte meinen Durst. Dann ging ich wieder in den Saal und hörte weiter zu. Normalerweise kenne ich solche Durstattacken nicht, trinke vorher etwas oder kann mich disziplinieren. An jenem MIttwoch nicht. Das soll mir nur einmal passiert sein! 

Meine Gedanken gehen zu einer anderen Art Durst. Durst nach einer anderen Art Wasser. Auch der Durst ist real. Und das durststillende Wasser auch. Aber alles eben etwas anders. 

Wir Menschen haben nicht nur Durst nach flüssigem Wasser, sondern auch nach dem Wasser des Lebens. Manchmal ist uns der Durst nicht so bewusst und wir laufen rum, ohne unser Bedürfnis zu stillen. Zu anderen Zeiten stillen wir den Durst mit dem falschen „Wasser“. Es ist kein „Wasser des Lebens“, sondern „Wasser des Todes“, „Wasser der Zerstreuung“, „Wasser der Ablenkung“, „Wasser des kurzzeitigen Vergessens“, „Wasser der Selbstgefälligkeit“, oder irgendein anderes Ersatzwasser. Der Prophet Jeremia schreibt davon: 

„Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen,
um sich Zisternen zu graben, löchrige Zisternen,
die kein Wasser halten!“(Jeremia 2:13) 

Jener Mittwochabend war mir ein leuchtende Beispiel dafür, dass Durst gestillt werden will. Auch unser Herzendurst, Freiheitsdurst, Liebesdurst, Lebensdurst ... nenn es, wie Du willst – will gestillt werden. Gott stillt genau diesen Durst. Jesus sagt: 

Wenn du die Gabe Gottes erkennen würdest
und wer der ist, der zu dir spricht ...
... so würdest du ihn bitten, und er gäbe dir lebendiges Wasser.“
(Johannes 4:10)
„Komm! Und wen da dürstet, der komme;
und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!“
(Offenbarung 22:17)
„Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende.
Ich will dem Dürstenden geben
aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst!“
(Offenbarung 21:6)
"Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke!
Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat,
aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
(Johannes 7:37+38)
Und Jesus verspricht: 

„Glückselig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten,
denn sie sollen satt werden!“ 
(Matthäus 5:6)

Durstig? Du kennst die Quelle lebendigen Wassers!

Dienstag, 7. Juli 2020

Jesus im 1. Timotheusbrief

Timotheus war jung, liebte Jesus und kam aus Lystra. Sein Name bedeutet: „Einer, der Gott ehrt“ – und das tat Timotheus. Timotheus begleitete Paulus auf vielen seiner Reisen und ermutigte Paulus, als dieser in Rom gefangen war. Als Timotheus diesen ersten Brief von Paulus erhält, ist er Hirte der Gemeinde zu Ephesus.

Wie heute, so waren auch damals falsche Lehren eine große Gefahr für die Gläubigen. In 1 Timotheus 1:3 heißt es:

Ich habe dich ja bei meiner Abreise nach Mazedonien ermahnt,
in Ephesus zu bleiben, dass du gewissen Leuten gebietest,
keine fremden Lehren zu verbreiten

Fremde Lehren – über den Glauben, über Jesu Worte und über Jesus selbst waren schon immer feurige Pfeile des Durcheinanderbringers. Darum legt Paulus auch noch einmal einige grundlegende Wahrheiten über Jesus dar:

Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten, von denen ich der größte bin. (1 Timotheus 1:15)
·       Jesus kam, um zu retten

Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus. (1 Timotheus 2:5)
·       Allein und nur durch Jesus
·       Menschheit Jesu
   
Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottesfurcht: Gott ist geoffenbart worden im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, verkündigt unter den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit. (1 Timotheus 3:16)
·       Inkarnation (wie prophezeit in Jesaja 7:14)
·       Göttliche Beglaubigung durch den Geist (wie prophezeit in Jesaja 61:1-3)
·       Weltweite Verkündigung  (wie prophezeit in Jesaja 34:1)
·       Weltweiter Glaube (wie prophezeit in Jesaja 51:5)
·       Himmelfahrt
        
Wann das geschehen wird, bestimmt der in sich vollkommene und alleinige Herrscher,  der König aller Könige und Herr aller Herren, der als einziger Unsterblichkeit besitzt und ein unzugängliches Licht bewohnt, den kein Mensch je gesehen hat und kein Mensch jemals sehen kann. Ihm gebührt Ehre und ewige Macht! Amen. (1 Tim 6:15+16)
·       Autorität Jesu, des Königs aller Könige und Herr aller Herren (Offenbarung 19:16)
·       Auferstehung Jesu
·       Würdigkeit Jesu

Verfälsche die Person oder das Werk Jesu – und das Evangelium fällt in sich zusammen wie ein nutzloses Kartenhaus. Darum ist es Paulus so wichtig, noch einmal viele grundlegende Tatsachen über Jesus aufzuschreiben. Das ist nicht alles, mit dem sich der 1. Timotheusbrief beschäftigt. Es werden außerdem der Sündenfall, die Errettung, Erwählung und das zweite Kommen Jesu angesprochen. Aber in allem muss es um den Jesus gehen, der im AT verheißen und im NT offenbart ist. Alles andere ist ein falscher, nutzloser Jesus.

Um das zu vermeiden, malt der Heilige Geist uns im 1. Timotheusbrief noch einmal ein buntes Bild unseres Retters. Jesus allein! Jesus genügt!

Montag, 6. Juli 2020

Mein IQ

Der durchschnittliche Intelligenzquotient (IQ) eines Menschen liegt zwischen 85 und 115. Alles außerhalb dieser Bandbreite gilt als unter- oder überdurchschnittlich. Den IQ verschiedener Menschen, meist bekannte Persönlichkeiten, kann man im Internet nachlesen. Falls es interessiert – hier ein paar Namen mit IQ: 
  • Arnold Schwarzenegger (Schauspieler) ~ IQ 135
  • Hillary Clinton (Politikerin) ~ IQ 140
  • Mark Zuckerberg (Facebook) IQ: ~ 152
  • Bill Gates (Microsoft) IQ: ~ 160
  • Mozart (Komponist) IQ: ~ 165
  • Albert Einstein (Wissenschaftler, Physiker) ~ IQ 160-180
  • Martin Luther (Theologe, Reformator) ~ IQ 170
  • Voltaire (Philosoph) ~ IQ 190
  • Garry Kasparow(19 Jahre Schachweltmeister) ~ IQ 190
  • Voltaire (Philosoph) ~ IQ 190
  • Galileo Galilei (Universalgelehrter) ~ IQ 190
  • Johann Wolfgang von Goethe: IQ 210
  • Leonardo da Vinci: IQ 220
  • Als intelligentester Mensch der Welt gilt Terence Tao aus Australien. Der Mathematiker hat einen IQ von ca 230
Da kannst Du suchen, wie Du willst – meinen IQ wirst Du im Internet nicht finden. Der ist so uninteressant, dass es keinen interessiert. Er liegt hoffentlich im gesellschaftlichen Normalbereich. ABER: das ist gut so und ist völlig und absolut egal!

Uns Gotteskinder interessiert die ewige Weisheit und die göttliche Weisheit so viel mehr als alle Intelligenz der Welt! Es ist Gottes Weisheit, die ewiges Gewicht hat und zählt!

Wohlgemerkt: menschliche Weisheit ist nicht schlecht – aber sie kann gefährlich werden  für den Glauben. Paulus sagt in 1 Korinther 1:26 (NeÜ):

Denkt einmal an das, was ihr vor eurer Berufung wart,
liebe Geschwister! Da gab es nicht viele,
die nach menschlichen Maßstäben weise,
einflussreich oder prominent gewesen wären,

Das Gottesgeschenk irdischer Weisheit kann uns zum Segen dienen – aber auch zum Fluch. Wenn wir irdische Weisheit über geistliche Weisheit stellen oder menschliche „Wahrheit“ über Gottes Wahrheit – dann wird uns die irdische Weisheit zum Fluch. Wenn uns irdische Weisheit vom Glauben ablenkt, abwirbt oder bewirkt, dass wir uns der göttlichen Weisheit schämen – dann wird uns die irdische Weisheit zum Fluch.

Dann ist ein Mensch, der es im Leben zu wenig bringt, weil sein IQ, seine Lernfähigkeit, seine Weisheit,  eingeschränkt ist, weitaus und ewiglich besser dran, als ein Wissenschaftler wie  Richard Dawkins oder Stephen Hawkin – beide mit IQ von 160 aber ohne Gottesbezug.

Ich befürchte, wir sind manchmal mehr fasziniert von Menschen, die es mit irdischer Weisheit zu viel gebracht haben – und beneiden sie vielleicht sogar um ihre Erfolge – mehr als von Dienern Gottes, deren geistliche Weisheit die irdische bei weitem übersteigt.

Unser ganzes Leben in der westlichen Welt ist darauf angelegt, irdische Weisheit zu erlangen, um es zu etwas zu bringen. Und wir arbeiten hart daran, was nicht unbedingt verkehrt ist.

Aber Gottes Wort, wie etwa Sprüche 2:2-5 setzt unsere Prioritäten. Hier beschreibt uns Gott,
wie intensiv wir nach geistlicher Weisheit suchen sollen

2 Wenn du der Weisheit dein Ohr leihst und dem Verstehen zugeneigt bist, 3 ja wenn du um Verstand betest und um Einsicht flehst, 4 wenn du sie suchst wie Silber, ihnen nachspürst wie einem wertvollen Schatz, 5 dann wirst du die Ehrfurcht begreifen, die man vor Jahwe haben muss,  und wirst anfangen, Gott zu erkennen.

Mein IQ interessiert niemanden, nicht mal mich. Aber Ehrfurcht vor Gott, weil wir den Schatz geistlicher Weisheit und Wahrheit gefunden haben – das ist das höchste Gut!

Sonntag, 5. Juli 2020

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

Ein Mann namens David Randolph sprach über eine Zeit, als er in Mailand, in Italien, war. Er beobachtete eine Zirkusparade, die sich langsam durch die Straßen bewegte. Plötzlich scherte einer der Elefanten aus und marschierte auf eine Kirche zu. Die Kirchentüren waren groß und wegen der Sommerhitze offen. Der Elefant trat ein, marschierte den Gang entlang, trompete ein wenig, schwang den Rüssel umher und ging dann zurück zur Parade. 

Randolph sagte, dass ihm in diesem Moment auffiel, wie weit sich sein eigenes geistliches Leben im Verhalten dieses Elefanten widerspiegelte. Man taumelt in die Kirche, macht ein paar Geräusche und nimmt dann seinen Platz wieder in der Parade ein!

Super, wenn Gott uns durch Alltagssituationen und Beobachtungen darauf aufmerksam macht, wo in unserem Leben Veränderungsbedarf ist. - Wie sieht Dein Leben mit Jesus aus? Wir alle marschieren in der Parade des Lebens. Ist unser geistliches Leben mehr als ein sonntäglicher Abstecher zur Kirche, ein bisschen singen, ein bisschen Zeit, ein bisschen hören - dann aber wieder zurück in die Parade des Lebens.

Man darf vermuten, das solch ein Kurzbesuch in der Kirche den Elefanten kaum verändert haben dürfte. Unser Gebet ist, dass Jesus uns verändert, wenn wir uns sonntags und unter der Woche treffen. Zu unserem heutigen Treffen laden wir ganz herzlich ein. Du kannst im Stream dabei sein, wir ermutiegen aber auch, live dabei zu sein.

Sprüche 2 6-13

6 Denn der HERR gibt Weisheit, aus seinem Mund kommen Erkenntnis und Einsicht.7 Er hält für die Aufrichtigen Gelingen bereit und beschirmt, die in Lauterkeit wandeln;8 er bewahrt die Pfade des Rechts, und er behütet den Weg seiner Getreuen.9 Dann wirst du Gerechtigkeit und Recht verstehen, Aufrichtigkeit und jeden guten Weg.10 Wenn die Weisheit in dein Herz kommen wird und die Erkenntnis deiner Seele gefällt,11 dann wird Besonnenheit dich beschirmen, Einsicht wird dich behüten,12 um dich zu erretten von dem Weg des Bösen, von dem Menschen, der Verkehrtes spricht;13 von denen, welche die geraden Pfade verlassen, um auf den Wegen der Finsternis zu wandeln. 
Anbetung - Gottes Wort
 Gebet- Gemeinschaft 

Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr
(leider noch ohne Kindergottesdienst)

HIER eine wichtige Information für alle, die gerne live in der Gemeinde dabei sein möchten!

HIER geht's zum Livestream für alle, die diesmal lieber noch zu Hause bleiben möchten!
 
Sonntagszitat: 

Wer ein wahrer Knecht Gottes sein will, 
der sondere sich nicht von den Menschen ab, 
sondern bloß von der Sünde! 
(Johann Heinrich Jung-Stilling)
Unsere geistliche Verbindung mit Gott
bleibt nur so lange wahrhaftig, als wir in wahrer Buße, 
wahrem Glauben, im Gebet und Worte Gottes bleiben.
(Wilhelm Schmitd)