„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Donnerstag, 25. Juni 2020

Lachen und Weinen

SOKO Zeit

Szene 1: Die Kommissare betreten das Büro der jungen Frau, die noch nicht weiß, dass sie seit ein paar Stunden Witwe geworden ist. Freundlich lächelnd begrüßt sie die Beamten und fragt, wie sie ihnen helfen kann. – Schnitt - 
Szene 2: Das verweinte Gesicht der Witwe füllt das Fernsehbild. Tränen laufen ihr die Wange hinunter und sie schluchtzt, nachdem sie die Nachricht vom Tod ihres Mannes erfahren hat. – Gedankensprung.

So schnell kanns gehen, schießt es mir durch den Kopf. In einer Minute freut man sich am herrlichen Tag, am Sonnenwetter, an einem lieben Mitmenschen, den bunten Blumen oder Blättern, an einem Schwarm Zugvögel – und innerhalb von 30 Sekunden ist die Stimmung um 180° gedreht. Warum? Wir leben in einer gefallen Welt, in einer Welt in der Leid, Schmerz und Tod Realität ist. Nichts davon läßt sich dauerhaft vermeiden. Solange wir leben, werden wir uns freuen und leiden, Gesundheit auf einigen Gebieten genießen und Schmerzen leiden auf anderen Gebieten. Wir werden an einem Tag mit neuem Leben, am nächsten Tag mit Tod konfrontiert. Verrückte Welt! 

Momentan konfrontiert uns viel Leid, Not und Tod. Die Nachrichten der immer noch leidvollen Flüchtlingsströme werden überlagert von den Nachrichten über Rassismus und der Pandemie. Während wir uns in Deutschland fragen, ob es wirklich so schlimm ist, sterben anderswo die Menschen weg, weil es keine gescheiten Gesundheits- und Sozialsysteme gibt. Ihr Elend bleibt uns größtenteils verborgen. Viel Tod , Leid und Hoffnungslosigkeit. Aber ehrlich – die meisten dieser Orte sind doch weit weg, oder? Die Katastrophen und die Toten sind weit entfernt. Zumindest momentan. Und, Probleme haben doch auch wir, wenn auch nicht in diesem Ausmaß. Aber unsere Päckchen reichen uns auch so, jedem von uns. 

Eine gefallene Welt in der wir leben. Entscheidend für unsere Verfassung ist unsere Einstellung. Gottes Wort kann uns helfen, als frohe Menschen in einer schrecklichen und gefallenen Welt zu leben. Wie? 

Paulus schreibt in  2 Kor 5:7 und 2 Kor 4:8:
„von allen Seiten waren wir bedrängt, von außen mit Streit, von innen mit Furcht.” "Von allen Seiten werden wir von Schwierigkeiten bedrängt, aber nicht erdrückt. Wir sind ratlos, aber wir verzweifeln nicht." 
 
David schreibt in Psalm 139:5:
Von hinten und von vorn hast du mich umschlossen, du hast deine Hand auf mich gelegt. 
 
Und schließlich, eine Perle des Neuen Testaments aus Offenbarung 21:4:
Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
 
 Noch sind wir nicht da. Aber unser Aufsehen auf Jesus, Tag für Tag, in Freude und in Leid, hilft uns, auch in einer gefallenen Welt nicht zu verzagen. Schau auf Jesus!

Mittwoch, 24. Juni 2020

Heute: 19:30 Uhr "Gehet hin ...!" Abend @ CCFG

Heute, am 4. Mittwoch im Monat: 
"Gehet hin ...!" Abend mit Benjamin und Eva.
Ein übergemeindlicher Abend, zu dem jeder herzlich eingeladen ist. 
Ort: Calvary Chapel Freier Grund, Bitzegarten 5, 57290 Neunkirchen!

Wie schmeckst Du?


Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede,
Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue,
Sanftmut, Selbstbeherrschung. (Galater 5:22)

Freundlichkeit und Güte wird als ein Teil der Frucht des Heiligen Geistes gelistet. Die eine Traube an der Rebe ist die Freundlichkeit. Die soll nach Gottes Willen in unserem Leben wachsen und uns "schmackhaft" machen. Aber was ist Freundlichkeit. Gemeint ist jetzt nicht das gequälte Grinsen eines Menschen, der zum 100sten Mal am Tag jemand Fremdes an der Tür begrüßen muss. Gemeint ist echte Freundlichkeit. Was ist das?

Ein schottischer Geistlicher beschrieb „Freundlichkeit“ einmal mit den Worten: „Freundlichkeit macht einen Menschen attraktiv. Wenn Du die Welt gewinnen möchtest, schmelze sie, hämmer sie nicht."

Das Wort, das Paulus in Galater 5:22 für Freundlichkeit gebraucht, scheint sich mehr auf den Charakter, auf unser Wesen zu beziehen. Ein freundlicher Mensch ist umgänglich, ist rein; ein Mensch, „der einem gut tut“. Freundlichkeit kennzeichnet sein Wesen. „Freundlichkeit“ – so der bekannte Prediger, Charles Swindoll, 'ist eine Sprache, die taube Menschen hören und blinde Menschen sehen können!‘

Von der Mutter des englischen Schriftstellers, Somerset Maugham, heißt es, dass sie eine außerordentlich schöne Frau war. Vom Vater wird das Gegenteil behauptet: Er soll ein außergewöhnlich hässlicher Mann gewesen sein. Irgendwann wagte eine Freundin der Familie einmal die Frage an die Mutter, wie eine so schöne Frau einen so hässlichen Mann heiraten konnte. Die überraschende Antwort lautete: "Er hat noch nie meine Gefühle verletzt."
Ein Beispiel dafür, wie Freundlichkeit gewinnt, indem sie schmelzt statt zu hämmern, und so einen Menschen attraktiv machen kann.

Und die andere Traube? Die Güte?

Während die Traube der Freundlichkeit mehr mit Charakter, Wesen und Worten zu tun hat, ist scheint die Traube der Güte sich mehr im Handeln zu zeigen. Gütiges Handeln ist Handeln, das Anderen Gutes tut, das anderen "schmeckt".

Dr. Howard Kelly war einer der Gründer der z. Zt. sehr bekannten John Hopkins Universität. Während seiner jungen Jahre als Doktor hielt er auf einer Reise durch Pennsylvania an einem kleinen Bauernhaus an, um ein Glas kühles Quellwasser zu erbitten. Ein kleines Mädchen antwortete auf sein Klopfen und brachte ihm anstelle von Wasser ein Glas frische Milch. Ein kurzer, freundlicher Besuch – und Dr. Kelly machte sich wieder auf den Weg.

Jahre später kam dieses Mädchen zu einer Operation zu ihm. Kurz vor der Entlassung, wurde ihre Rechnung ins Krankenzimmer gebracht. Quer über die Rechnung geschrieben stand in dicken Buchstaben: „Voll bezahlt mit einem Glas Milch.“ Güte! Die Tat des Mädchens Jahre zuvor war nicht in Erwartung einer Gegenleistung geschehen, sondern aus Güte.

Wieviel reiner und wertvoller die Güte, die als Frucht des Heiligen Geistes in uns wachsen darf. Auch sie wächst nicht in Berechnung, was dabei für mich rauskommt – sondern aus Liebe zum Nächsten und aus Liebe zu Jesus.

Freundlichkeit und Güte – zwei wichtige und süße Trauben, die als Frucht des Heiligen Geistes in uns wachsen dürfen. Und wonach schmeckst Du?

Freundlichkeit, Güte und Liebe zu Jesus und den Menschen veranlassen B und E., in ein paar Wochen Deuschland in Richtung Mittlerer Osten zu verlassen, um den Menschen dort praktisch und geistlich zu helfen. Darüber werden sie heute berichten. Der Abend  beginnt um 19:30 Uhr. Es wir heute KEIN LIVESTREAM angeboten!

Dienstag, 23. Juni 2020

Morgen, Mittwoch, um 19:30 Uhr!

Wir laden herzliche ein zu unserem "Gehet hin ...!" Abend - diesmal am 4. Mittwoch im Monat. Kurz vor ihrer Ausreise berichten Eva und Benjamin über ihre zukünftige missionarisch-diakonische Arbeit. Ein übergemeindlicher Abend, zu dem jeder herzlich eingeladen ist. Ort: Calvary Chapel Freier Grund, Bitzegarten 5, 57290 Neunkirchen!

Jesus im 1. Thessalonicherbrief

Jesus war vor ca 20 Jahren zu seinem Vater in den Himmel zurückgekehrt. Das Evangelium hatte sich im römischen Reich ausgebreitet und Gemeinden waren entstanden. Die versprochene Wiederkunft Jesu wurde erwartet – aber Er kam nicht. Wiedergeborene Christen starben. Hoffnungslosigkeit wollte sich breitmachen, Fragen kamen auf. Es war an der Zeit für Paulus, einen klärenden Brief nach Thessalonich zu schreiben um die Gläubigen in ihrer Hoffnung auf den wiederkommenden Jesus zu bestärken. Dieses Thema: „Jesus kommt wieder“ zieht sich durch den ganzen Brief.

Bereits in Kapitel 1:3 lobt Paulus die Gläubigen für ihr „standhaftes Ausharren in der Hoffnung auf unseren Herrn Jesus Christus.“ Ja, das ist unsere Hoffnung: Jesus kommt wieder!

In Kapitel 1:9+10 schließt das Kapitel mit dem gleichen Hinweis ab. Paulus lobt die Thessalonicher, dass sie sich zu Jesus bekehrt hatten, „um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen, und um seinen Sohn aus dem Himmel zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat, Jesus, der uns errettet vor dem zukünftigen Zorn.

Paulus lobt nicht nur das treue Standhalten der Thessalonicher in der Hoffnung auf Jesu Kommen, sondern bezeugt: Auch wir glauben an Jesu Rückkehr. In Kapitel 2:19 heißt es: „Denn wer ist unsere Hoffnung oder Freude oder Krone des Ruhms? Seid nicht auch ihr es vor unserem Herrn Jesus Christus bei seiner Wiederkunft?“

Da sich aber diese Rückkehr Jesu hinzog, fragte sich scheinbar manch einer: Wie sollen wir denn dann unser Leben gestalten, wenn wir nicht wissen, wann der Herr kommt? Und Paulus ruft sie auf, in dem Weg der Liebe zu leben – mit einem konkreten Ziel: „damit er eure Herzen stärke und sie untadelig seien in Heiligkeit vor unserem Gott und Vater bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus mit allen seinen Heiligen.“

Viel ausführlicher spricht Paulus dann über Jesu Kommen in Kapitel 4. Die Gemeinde schien verunsichert zu sein betreffs der Art Seiner Wiederkunft und betreffs des Ablaufs prophetischer Ereignisse. In Kapitel 4:15-18 lesen wir: „Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrig bleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen; 16 denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. 17 Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. 18 So tröstet nun einander mit diesen Worten!“

Herrlich! Das Kommen Jesu für Seine Gemeinde ist nichts beängstigendes. Es ist uns allen zum Trost gedacht! Und darum erwähnt Paulus diese Tatsache auch noch einmal in seinen abschließenden Segensworten in Kapitel 5:23: „Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes Wesen, der Geist, die Seele und der Leib, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus!“

Wer den 1. Thessalonicherbrief liest wird durch viele Aussagen gesegnet und gestärkt. Aber übersehen kann man nicht die starke Betonung auf den wiederkommenden Herrn. Und dieser Gedanke soll und darf uns trösten, darf uns Hoffnung schenken und festhalten. Jesus kommt wieder! Halleluja!
Maranatha!

Montag, 22. Juni 2020

Abraham und der alte Reisende

Nach einer alten hebräischen Geschichte (nicht aus der Bibel!) saß Abraham eines Abends vor seinem Zelt, als ein alter Mann auf ihn zukam, der vom Alter und von der Reise müde war. Abraham eilte hinaus, begrüßte ihn und lud ihn in sein Zelt ein. Dort wusch er dem alten Mann die Füße und gab ihm zu Essen und zu Trinken.

Der alte Mann begann sofort zu essen, ohne Gott für das Essen zu danken. Darum fragte ihn Abraham: "Verehrst Du Gott nicht?" Der alte Reisende antwortete: "Ich verehre nur Feuer und keinen anderen Gott."

Als er das hörte, wurde Abraham zornig, packte den Alten an den Schultern und warf ihn aus seinem Zelt in die kalte Nachtluft.

Als der alte Mann gegangen war, rief Gott seinen Freund Abraham und fragte, wo der Fremde sei. Abraham antwortete: "Ich habe ihn vertrieben, weil er dich nicht angebetet hat."

Gott antwortete: „Ich habe ihn achtzig Jahren lang ertragen, obwohl er mich verunehrt. Konntest du ihn nicht eine Nacht ertragen? “


Wow! So ist Gott! Welche Gnade! Welche Geduld hat Er mit Dir und mit mir! Und genau so war und ist Jesus, unser Vorbild! SO ist Seine Geduld.  DAS ist die Geduld Gottes.

Barmherzig und gnädig ist der HERR,
geduldig und von großer Güte.
(Psalm 103:8)

Wir alle haben von Seiner großen Gnade und Geduld profitiert, denn wir alle haben jahrelang ohne Seine Vergebung gelebt – bis wir Ihn fanden … oder vielmehr: bis Er uns fand. Und seitdem nicht weniger! Seine Gnade und Geduld sind unser tägliches Bedürfnis, und der Herr gibt uns beides – jeden Tag neu.

Noch etwas: Nicht nur beschenkt Er uns mit Seiner Gnade und Geduld. Seine Geduld möchte Er als Frucht des Heiligen Geistes in uns wachsen lassen und als geistlichen Charakter durch uns in unserer Welt verbreiten. Was für eine Berufung!

Sonntag, 21. Juni 2020

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

Zum 4. Mal nach dem bundesweiten Lockdown feiern wir wieder Gottesdienst in unserem Gebäude. Wir beachten dabei die Auflagen und Aufforderungen unserer Regierung. Wer aus Vorsichtsgründen lieber im Livestream dabei sein möchte, kann das auch als Option wählen. 

Predigttext:
Galater 5:22

Die Frucht des Geistes aber ist 
Liebe, 
Freude, 
Friede, 
Langmut, 
Freundlichkeit, 
Güte, 
Treue, 
Sanftmut, 
Selbstbeherrschung.

 Anbetung - Gottes Wort  
Gebet - Abendmahl

 Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr
(leider noch ohne Kindergottesdienst)

HIER eine wichtige Information für alle, die gerne live in der Gemeinde dabei sein möchten!

HIER geht's zum Livestream für alle, die diesmal lieber noch zu Hause bleiben möchten!
 
Sonntagszitat: 

Wir haben wahrscheinlich nicht die geringste Vorstellung davon, 
wie viel wir alle der Langmut Gottes schulden.
(John C. Ryle)


Alle Änstlichkeit kommt vom Teufel.
Der Mut und die Freundlichkeit ist von Gott.
(Friedrich Freiherr von Hardenberg Novalis)
Mit Güte kann man fast jeden Menschen überraschen.
(Pearl Sydenstricker Buck)