„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Montag, 22. Juni 2020

Abraham und der alte Reisende

Nach einer alten hebräischen Geschichte (nicht aus der Bibel!) saß Abraham eines Abends vor seinem Zelt, als ein alter Mann auf ihn zukam, der vom Alter und von der Reise müde war. Abraham eilte hinaus, begrüßte ihn und lud ihn in sein Zelt ein. Dort wusch er dem alten Mann die Füße und gab ihm zu Essen und zu Trinken.

Der alte Mann begann sofort zu essen, ohne Gott für das Essen zu danken. Darum fragte ihn Abraham: "Verehrst Du Gott nicht?" Der alte Reisende antwortete: "Ich verehre nur Feuer und keinen anderen Gott."

Als er das hörte, wurde Abraham zornig, packte den Alten an den Schultern und warf ihn aus seinem Zelt in die kalte Nachtluft.

Als der alte Mann gegangen war, rief Gott seinen Freund Abraham und fragte, wo der Fremde sei. Abraham antwortete: "Ich habe ihn vertrieben, weil er dich nicht angebetet hat."

Gott antwortete: „Ich habe ihn achtzig Jahren lang ertragen, obwohl er mich verunehrt. Konntest du ihn nicht eine Nacht ertragen? “


Wow! So ist Gott! Welche Gnade! Welche Geduld hat Er mit Dir und mit mir! Und genau so war und ist Jesus, unser Vorbild! SO ist Seine Geduld.  DAS ist die Geduld Gottes.

Barmherzig und gnädig ist der HERR,
geduldig und von großer Güte.
(Psalm 103:8)

Wir alle haben von Seiner großen Gnade und Geduld profitiert, denn wir alle haben jahrelang ohne Seine Vergebung gelebt – bis wir Ihn fanden … oder vielmehr: bis Er uns fand. Und seitdem nicht weniger! Seine Gnade und Geduld sind unser tägliches Bedürfnis, und der Herr gibt uns beides – jeden Tag neu.

Noch etwas: Nicht nur beschenkt Er uns mit Seiner Gnade und Geduld. Seine Geduld möchte Er als Frucht des Heiligen Geistes in uns wachsen lassen und als geistlichen Charakter durch uns in unserer Welt verbreiten. Was für eine Berufung!

Sonntag, 21. Juni 2020

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

Zum 4. Mal nach dem bundesweiten Lockdown feiern wir wieder Gottesdienst in unserem Gebäude. Wir beachten dabei die Auflagen und Aufforderungen unserer Regierung. Wer aus Vorsichtsgründen lieber im Livestream dabei sein möchte, kann das auch als Option wählen. 

Predigttext:
Galater 5:22

Die Frucht des Geistes aber ist 
Liebe, 
Freude, 
Friede, 
Langmut, 
Freundlichkeit, 
Güte, 
Treue, 
Sanftmut, 
Selbstbeherrschung.

 Anbetung - Gottes Wort  
Gebet - Abendmahl

 Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr
(leider noch ohne Kindergottesdienst)

HIER eine wichtige Information für alle, die gerne live in der Gemeinde dabei sein möchten!

HIER geht's zum Livestream für alle, die diesmal lieber noch zu Hause bleiben möchten!
 
Sonntagszitat: 

Wir haben wahrscheinlich nicht die geringste Vorstellung davon, 
wie viel wir alle der Langmut Gottes schulden.
(John C. Ryle)


Alle Änstlichkeit kommt vom Teufel.
Der Mut und die Freundlichkeit ist von Gott.
(Friedrich Freiherr von Hardenberg Novalis)
Mit Güte kann man fast jeden Menschen überraschen.
(Pearl Sydenstricker Buck)

Samstag, 20. Juni 2020

Gott, Du bist mir im Weg!

Solch ein Gedanke kann einem manchmal in den Kopf kommen, oder?

Da ist der Prophet Jona, der sich sein Leben etwas anders vorgestellt hatte. Vielleicht war er bereit, Prophet an Gottes Volk zu sein. Aber Gott wollte ihn woanders haben. Als er dann seine Pläne nicht aufgeben - sondern  durchdrücken wollte, stellte Gott sich ihm in den Weg. Es endete kostspielig und übermäßig spannend.

Bileam ist ein weiterer dieser Fälle. Der Preis für einen Fluch über Gottes Volk war schon verlockend – und Gott ließ ihn zunächst ziehen. Bevor er aber Israel und sich selbst schaden konnte, stellte sich Gott ihm in den Weg, genauer gesagt: Er sandte einen Engel. Aber Bileam wollte es zunächst gar nicht erkennen.

Wie oft haben wir gute Gedanken (wie wir meinen), und sind ganz eifrig, sie anzupacken und in die Tat umzusetzen. Nur sind es nicht Gottes Gedanken. Wie oft haben wir Pläne, gute Pläne, vermeintlich geistliche Pläne. Pläne, die uns – und vielleicht andere – begeistern und die wir lieber gestern als heute in Angriff nehmen würden. Aber irgendetwas bremst uns aus.

Es geht uns ähnlich wie dem vierjährigen Finn. Bei einem Umzug hob sich sein Vater das schwerste Möbelstück bis zuletzt auf: den Büroschreibtisch. Und der WAR schwer!

Als er mit aller Kraft den Schreibtisch schob und zog, schaute Finn um die Ecke und fragte, ob er helfen könne. Also fingen sie zusammen an, den Schreibtisch durch den Raum zu schieben. Finn drückte und schob mit aller Kraft und hochrotem Kopf, der Vater „half“  am anderen Ende des Tisches. Der Bürotisch bewegte sich kaum vorwärts. Nach ein paar Momenten hörte Finn auf zu schieben, sah zu seinem Vater hoch und sagte: "Papa, du bist mir im Weg." Dann versuchte er, den Schreibtisch alleine zu schieben. Natürlich rührte der sich nicht vom Fleck.

Oft machen wir es ganz ähnlich. Wir meinen, unsere Pläne unbedingt umsetzen zu müssen und uns den Weg freischieben zu müssen. Wenns nicht klappt, schieben wir fester, arbeiten länger, ziehen doller. Wir sind so fasziniert von unseren Plänen, dass Gott uns bestenfalls „helfen“ darf. Wenn sich dann nichts oder wenig tut, denken wir noch, Gott stünde uns im Weg.

Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen
und verlass dich nicht auf deinen Verstand;
erkenne Ihn auf allen deinen Wegen,
so wird Er deine Pfade ebnen. (Sprüche 3:5+6)

Befiehl dem Herrn deine Werke,
und deine Pläne werden zustande kommen. (Sprüche 16:3)

Befiehl dem Herrn deinen Weg, und vertraue auf ihn,
so wird er es vollbringen. (Psalm 37:5)

Lass Dich von Jesus inspirieren! Freu Dich an der Begeisterung, die Er Dir gibt! Setz´ all Deine Kraft und Energie für Ihn ein! Leb´ Dein ganzes Leben für Ihn! Geh´ auch große Projekte mutig an. Aber lass Dich in allen Plänen und Gedanken von Ihm führen. Gott steht uns nie im Weg – außer zu unserem Schutz und zu Seiner Ehre. Sollte Gott uns im Weg stehen, haben wir jeden Grund, dankbar zu sein. Dann ruft Er uns zur Ruhe, bewahrt Er uns vor Irrwegen oder leitet uns um in eine bessere Richtung. Der Herr segne Deinen Weg!

Finde Deinen Weg zu uns morgen früh! Um 10:30 Uhr treffen wir uns zum Gottesdienst in der Calvary Chapel Freier Grund, Bitzegarten 5, 57290 Neunkirchen. Kindergottesdienst findet leider (!) noch nicht statt. Du bist herzlich willkommen!

Freitag, 19. Juni 2020

Eine alte Legende über Plan B

Eine alte Legende phantasiert, wie Jesus direkt nach der Himmelfahrt im Himmel ankommt. Er wird von allen Engeln begeistert begrüßt und dann vom  Engel Gabriel gefragt: "Herr, wir haben gesehen, wie viel Du gelitten hast als Du für die Sünden der Menschheit gestorben bist. Weiß das eigentlich jeder auf der Erde?"

"Oh nein", antwortet der Retter, "nur eine Handvoll Leute in Jerusalem und Galiläa wissen davon."

"Nun, Meister", fährt Gabriel fort, "was ist denn Dein Plan, damit jeder von Deiner großen Liebe erfährt?"

Der Meister antwortet: "Ich hab´ alle meine Jünger gebeten und beauftragt, die Botschaft in die ganze Welt zu tragen. Ich habe ihnen gesagt, sie sollen es anderen erzählen, die es wiederum anderen erzählen werden, bis auch die letzte Person in der äußersten Ecke der Erde die Botschaft gehört hat."

Gabriels Gesichts wird ernst, denn er hat einen vermeintlichen Schwachpunkt im Plan Gottes  entdeckt. "Herr, was aber ist, wenn Petrus es nach einer Weile vergisst und wieder in Galiläa fischen geht – und auch Jakobus und Johannes und Andreas? Angenommen, Matthäus geht zurück in sein Steuerbüro in Kapernaum und alle anderen verlieren ihren Eifer und tragen die Botschaft der Rettung einfach nicht weiter. Was ist dein Plan B?"

Nach einer Pause hört man die ruhige Stimme Jesu: "Gabriel, ich habe keinen Plan B."   

Eine traurig-tragische Legende über einen Retter, der keinen Plan B hatte.

Aber einen Plan B benötigte Jesus auch nicht. Sein Plan A ist so genial, so sicher und göttlich perfekt, dass er einen Plan B völlig überflüssig macht. Leider haben wir Jesusjünger weder den Weitblick Jesu, noch Seinen Durchblick. Und vor allem ist uns das Staunen abhanden gekommen über die Ernsthaftigkeit der Sünde, die Einzigartigkeit des Kreuzestodes Jesu und die Dringlichkeit der Mission. Und so haben wir unserem Herrn und Retter ein wenig unter die Arme gegriffen und das getan, was Er scheinbar versäumt hat. Wir haben gleich mehrere „Plan B Optionen“ geschaffen. Dazu gehören:

… das eben nicht jeder den Namen des Herrn (Jesus) anrufen muss, um gerettet zu werden – obwohl das klar in Römer 10:13 steht.
… dass Menschen, die nie von Jesus gehört haben, nach ihrem Gewissen und den daraus resultierenden Taten beurteilt werden, obwohl die Bibel das in Epheser 2:9 klar ablehnt.
… dass Jesus auch im Totenreich evangelisiert (hat), obwohl er dort nicht evangelisiert – sondern proklamiert hat.
… dass es eine zusätzliche Möglichkeit gibt für alle, die nie von Jesus gehört haben, obwohl die Bibel das Gegenteil lehrt. (Hebräer 9:27)
…  dass schlussendlich doch alle gerettet werden, obwohl die Bibel vom doppelten Ausgang spricht (Matthäus 25:46; Daniel 12:2)
… dass es auf mich / dich nicht ankommt, obwohl die Bibel das Gegenteil lehrt (Hesekiel 3:18)

Tatsache ist: Gott ist gerecht und kann Sünde nicht übersehen oder übergehen. Der Preis für unsere Sünde war zu gewaltig, als dass man drauf verzichten oder ihn durch etwas anderes ersetzen könnte. Und die Aussagen der Bibel sind zu eindeutig, als dass man einen Plan B bräuchte, falls Plan A daneben geht. Plan A besagt:

1)     Wer Jesus hat, der hat das Leben. Wer ihn nicht hat, der hat das Leben nicht! (Johannes 3:36)
2)     Gehet hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung (Markus 16:15)

Und wer dementsprechend lebt und nicht bastelt, darf am Ende seines Lebens mit Paulus sagen (2 Timotheus 4:7+8a):

Ich habe den guten Kampf gekämpft,
den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt.
Von nun an
liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit


Kein Plan B! Der Auftrag Jesu an uns zur Mission. Lasst uns den guten Kampf kämpfen! Lasst uns zu Hause beginnen, aber keineswegs dort stehen bleiben. Unzählige Felder (ohne Christen) sind reif zur Ernte!
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  Eine GUTE NACHRICHT (aktualisiert: 19.6.20) gibts HIER