„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 24. Dezember 2019

Herzliche Einladung zum Heiligabendgottesdienst!

Wir feiern Jesu Geburt! Beginn: 16:00 Uhr treffen. Komm' früh genug - und krieg' Deinen eigenen Sitzplatz. :-)

Hier Texte zum Weihnachtsgeschehen aus verschiedenen Evangelien zusammengestellt

Weihnachtsgeschichte in chronologischer Reihenfolge
NeÜ Bibel heute *

Ankündigung der Geburt des Herrschers  (Lukas 1,26-38)

26 Als Elisabet im sechsten Monat schwanger war, sandte Gott den Engel Gabriel nach Galiläa in eine Stadt namens Nazaret 27 zu einer jungen Frau, die Maria hieß. Sie war noch unberührt und mit einem Mann namens Josef verlobt, einem Nachfahren Davids. 28 Der Engel kam zu ihr herein und sagte: "Sei gegrüßt, du mit Gnade Beschenkte! Der Herr ist mit dir!" 29 Maria erschrak, als sie so angesprochen wurde und überlegte, was der Gruß bedeuten sollte. 30 "Hab keine Angst, Maria!", sagte der Engel. "Gott hat dich mit seiner Gunst beschenkt. 31 Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, den du Jesus nennen sollst. 32 Er wird große Autorität haben und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott wird ihn die Königsherrschaft seines Stammvaters David weiterführen lassen. 33 Für immer wird er die Nachkommenschaft Jakobsregieren und seine Herrschaft wird nie mehr zu Ende gehen." 34 "Wie wird das geschehen?", fragte Maria. "Ich habe ja noch nie mit einem Mann geschlafen." 35 "Der Heilige Geist wird über dich kommen", erwiderte der Engel, "die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird das Kind, das du zur Welt bringst, heilig sein und Sohn Gottes genannt werden. 36 Sieh doch, auch deine Verwandte Elisabet ist noch in ihrem Alter schwanger geworden und erwartet einen Sohn. Von ihr hieß es ja, sie könne keine Kinder bekommen. Und jetzt ist sie schon im sechsten Monat. 37 Für Gott ist nichts unmöglich." 38 Da sagte Maria: "Ich gehöre ganz dem Herrn. Was du gesagt hast, soll mit mir geschehen." Darauf verließ sie der Engel.

Priesterliche Verwandtschaft: die Eltern des Boten (Lukas 1,39-56)

39 Nicht lange danach machte sich Maria auf den Weg ins Bergland von Judäa. So schnell wie möglich wollte sie in die Stadt kommen, 40 in der Zacharias wohnte. Als sie das Haus betrat und Elisabet begrüßte, 41 hüpfte das Kind in Elisabets Leib. In diesem Augenblick wurde Elisabet mit dem Heiligen Geist erfüllt 42 und rief laut: "Du bist die gesegnetste aller Frauen, und gesegnet ist das Kind in deinem Leib! 43 Welche Ehre, dass die Mutter meines Herrn mich besucht! 44 Als ich deinen Gruß vernahm, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. 45 Wie glücklich bist du, dass du geglaubt hast! Denn was der Herr dir sagen ließ, wird sich erfüllen." 46 Da sagte Maria:"Meine Seele staunt über die Größe des Herrn 47 und mein Geist freut sich über Gott, meinen Retter! 48 Seiner geringsten Sklavin hat er Beachtung geschenkt! / Noch künftige Generationen werden mein Glück preisen! 49 Heilig ist der Mächtige, der Großes an mir getan hat! 50 Sein Erbarmen gilt jedem, der sich ihm unterstellt, / in jeder Generation. 51 Hoch hebt er seinen gewaltigen Arm / und fegt die Hochmütigen weg. 52 Mächtige stürzt er vom Thron / und Geringe setzt er darauf. 53 Hungrige macht er mit guten Dingen satt / und Reiche schickt er mit leeren Händen fort. 54 Und Israel, sein Kind, nimmt er selbst an die Hand / und schenkt ihm seine Barmherzigkeit, 55 denn so hatte er es für immer versprochen dem Abraham und seiner ganzen Nachkommenschaft." 56 Maria blieb ungefähr drei Monate bei Elisabet und kehrte dann wieder nach Hause zurück.

Der Pflegevater: Josef  (Matthäus 1,18-25)

18 Es folgt die Geschichte der Geburt von Jesus, dem Messias: Seine Mutter Maria war mit Josef verlobt. Da stellte sich heraus, dass Maria ein Kind erwartete, obwohl sie noch nicht miteinander geschlafen hatten. Sie war durch den Heiligen Geist schwanger geworden. 19 Josef, der schon als ihr Ehemann galt und ein aufrechter Mann war, nahm sich vor, den Ehevertrag stillschweigend rückgängig zu machen, um sie nicht zum Gespött werden zu lassen. 20 Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum. "Josef", sagte er, "du Sohn Davids, zögere nicht, Maria als deine Frau öffentlich zu dir zu holen. Denn das Kind, das sie erwartet, wurde vom Heiligen Geist gezeugt. 21 Sie wird einen Sohn zur Welt bringen, den du Jesus, Retter, nennen sollst, denn er wird sein Volk von seinen Sünden retten. 22 Das alles ist geschehen, damit in Erfüllung geht, was der Herr durch den Propheten angekündigt hat: 23 'Seht, das unberührte Mädchen wird schwanger sein und einen Sohn zur Welt bringen. Man wird ihn Immanuël nennen.'" Immanuël bedeutet: Gott ist mit uns.  24 Als Josef aufwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm gesagt hatte, und holte seine Frau zu sich. 25 Doch hatte er keine geschlechtliche Gemeinschaft mit ihr, bis sie ihren Sohn geboren und er ihm den Namen Jesus gegeben hatte.

Die Geburt von Jesus   (Lukas 2,1-21)

1 Damals befahl der Kaiser Augustus, alle Bewohner des Römischen Reiches zu zählen und in Steuerlisten einzutragen. 2 Es war das erste Mal, dass solch eine Volkszählung durchgeführt wurde. Sie geschah, als Quirinius Statthalter der Provinz Syrien war. 3 So ging jeder in die Stadt, aus der er stammte, um sich eintragen zu lassen. 4 Auch Josef machte sich auf den Weg. Er gehörte zur Nachkommenschaft Davids und musste deshalb aus der Stadt Nazaret in Galiläa nach der Stadt Bethlehem in Judäa reisen, 5 um sich dort mit Maria, seiner Verlobten, eintragen zu lassen. Maria war schwanger, 6 und als sie in Bethlehem waren, kam für sie die Zeit der Entbindung. 7 Sie brachte ihr erstes Kind zur Welt. Es war ein Sohn. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn dann in eine Futterkrippe, weil in der Unterkunft kein Platz für sie war. 8 In der gleichen Nacht hielten ein paar Hirten draußen auf dem freien Feld Wache bei ihren Herden. 9 Plötzlich trat ein Engel des Herrn zu ihnen, und das Licht der Herrlichkeit Gottes umstrahlte sie. Sie erschraken sehr und hatten Angst, 10 aber der Engel sagte zu ihnen: "Ihr müsst euch nicht fürchten, denn ich bringe euch eine gute Nachricht, über die sich das ganze Volk freuen wird. 11 Heute Nacht ist in der Stadt Davids euer Retter geboren worden. Es ist der Messias, der Herr. 12 Ihr werdet ihn daran erkennen, dass ihr ein Kind findet, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt." 13 Plötzlich waren sie von ganzen Heerscharen des Himmels umgeben, die alle Gott lobten und riefen: 14 "Ehre und Herrlichkeit Gott in der Höhe / und Frieden den Menschen im Land, / auf denen sein Gefallen ruht." 15 Als die Engel in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: "Kommt, wir gehen nach Bethlehem! Sehen wir uns an, was da geschehen ist, was der Herr uns sagen ließ." 16 Schnell brachen sie auf und fanden Maria und Josef und auch das Kind, das in der Futterkrippe lag. 17 Als sie es gesehen hatten, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. 18 Und alle, mit denen sie sprachen, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten berichteten. 19 Maria aber bewahrte das Gehörte in ihrem Herzen und dachte immer wieder darüber nach. 20 Die Hirten gingen dann wieder zu ihren Herden zurück. Sie priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört
und gesehen hatten. Es war genauso gewesen, wie der Engel es ihnen gesagt hatte.

Weise suchen nach dem Kind   (Matthäus 2,1-12)

1 Als Jesus während der Herrschaft von König Herodes in Bethlehem, einer Stadt in Judäa, geboren war, kamen Sterndeuter aus einem Land im Osten nach Jerusalem. 2 "Wo finden wir den König der Juden, der kürzlich geboren wurde?", fragten sie. "Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind hergekommen, um ihn anzubeten." 3 Als König Herodes davon hörte, geriet er in Bestürzung und ganz Jerusalem mit ihm. 4 Er befahl alle Hohen Priester und Gesetzeslehrer des jüdischen Volkes zu sich und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden sollte. 5 "In Bethlehem in Judäa", erwiderten sie, "denn so ist es in der Heiligen Schrift durch den Propheten vorausgesagt:
6 'Du Bethlehem im Land Juda, / keineswegs bist du die unbedeutendste / unter den führenden Städten von Juda, / denn ein Fürst wird aus dir kommen, / der Hirte meines Volkes Israel.'"
7 Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und fragte sie, wann genau sie den Stern zum ersten Mal gesehen hatten. 8 Dann schickte er sie nach Bethlehem. "Geht, und erkundigt euch sorgfältig nach dem Kind", sagte er, "und gebt mir Nachricht, sobald ihr es gefunden habt, damit ich auch hingehen und ihm die Ehre erweisen kann." 9 Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie bei seinem Aufgang beobachtet hatten, zog vor ihnen her, bis er schließlich genau über dem Ort stehen blieb, wo das Kind war. 10 Als sie den Stern sahen, kam eine sehr große Freude über sie. 11 Sie gingen in das Haus und fanden das Kind mit seiner Mutter Maria. Da warfen sie sich vor ihm nieder und erwiesen ihm die Ehre. Dann holten sie ihre mitgebrachten Schätze hervor und legten sie dem Kind hin: Gold, Weihrauch und Myrrhe. 12 Als sie dann im Traum eine göttliche Weisung erhielten, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, reisten sie auf einem anderen Weg in ihr Land zurück.

Nächtliche Flucht   (Matthäus 2,13-18)

13 Nachdem die Sterndeuter abgereist waren, erschien auch Josef im Traum ein Engel der zu ihm sagte: "Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten! Und bleib dort, bis ich dir neue Weisung gebe. Denn Herodes will das Kind suchen und umbringen lassen." 14 Da stand Josef auf und brach noch in der Nacht mit dem Kind und seiner Mutter nach Ägypten auf. 15 Dort blieb er dann bis zum Tod von Herodes. So erfüllte sich, was der Herr durch den Propheten vorausgesagt hat: "Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen." 16 Als Herodes merkte, dass die Sterndeuter ihn hintergangen hatten, war er außer sich vor Zorn. Er befahl, in Bethlehem und der ganzen Umgebung alle Jungen im Alter von zwei Jahren und darunter zu töten. Das entsprach dem Zeitpunkt, den er von den Sterndeutern in Erfahrung gebracht hatte. 17 So erfüllte sich, was durch den Propheten Jeremia vorausgesagt worden war: 18 "Angstschreie hört man in Rama, lautes Weinen und Klagen: Rahel weint um ihre Kinder und lässt sich nicht trösten, denn sie sind nicht mehr."

Zurück nach Nazaret   (Matthäus 2,19-23)
19 Als Herodes gestorben war, erschien Josef wieder ein Engel des Herrn im Traum. 20 Er sagte: "Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter zu dir, und geh wieder nach Israel! Denn die Menschen, die das Kind umbringen wollten, sind tot." 21 Da stand Josef auf und kehrte mit dem Kind und seiner Mutter nach Israel zurück. 22 Er fürchtete sich aber, nach Judäa zu ziehen, weil er gehört hatte, dass Archelaus anstelle seines Vaters Herodes jetzt dort herrsche. Im Traum erhielt er eine neue Weisung und zog darauf nach Galiläa. 23 Dort ließ er sich in der Stadt Nazaret nieder. So erfüllte sich, was durch die Propheten gesagt ist: "Er soll Nazarener genannt werden."
* (auszugsweise aus „Neue evangelistische Übersetzung Karl-Heinz Vanheiden) Quelle: HIER

Montag, 23. Dezember 2019

Der erste Schritt

Auch in diesem Jahr möchte ich hier mit Genehmigung meines Freundes, Hans Elwert, ein neues Weihnachtsgedicht abdrucken. Einfach gut!

D  E  R      E  R  S  T  E      S  C  H  R  I  T  T


Beziehungen im Allgemeinen
nicht ganz problemlos uns erscheinen.
Nicht nur in Freundschaft oder Ehe
ein großes Potential ich sehe 
an Schwierigkeiten aller Art –
auch andern bleibt das nicht erspart.
Selbst zwischen Kumpeln und Kollegen
sich menschliche Gefühle regen, 
die, für das Wohl in diesen Kreisen,  
sich wenig förderlich erweisen.

Beziehungen, so denkt man nun,
die lässt man wohl am besten ruh’n. 
Man liebäugelt, es wär‘ doch fein,
auf dieser Welt allein zu sein,
denn dieser Zustand – garantiert –
die Möglichkeit eliminiert,
je wieder Mitmenschen zu sehen,
die einem auf die Nerven gehen. 
Und auch mit Streit und Reiberei
wär’s ein für alle Mal vorbei. 

Verlockend scheint der Zustand schon –
doch ist und bleibt das Illusion.
Da hilft nur eins, wir müssen eben
mit den Gegebenheiten leben. 
Wir müssen lernen und verstehen,
mit der Thematik umzugehen.

       Die Wissenschaft bestätigt klar,       
was längst der Bibel Botschaft war.
Nach Streitigkeit und Reibereien,
ist es vonnöten, zu verzeihen.
Und das geht nur – wer hätt’s gedacht –
wenn einer mal den Anfang macht.
Ein kleiner Schritt schon würde reichen,
die harten Fronten aufzuweichen.

Für uns, zur Höflichkeit erzogen
von Eltern und auch Pädagogen,
scheint es berechtigt hier zu passen
und ganz charmant den Vortritt lassen
dem anderen, der mit mir stritt –
stets wartend auf den ersten Schritt.   

Auch viele biblische Geschichten
uns von Beziehungen berichten,
doch eine ist es, ganz konkret,
um die es immer wieder geht.    
Fast jeder macht damit Erfahrung
von Mose bis zur Offenbarung.

Ausführlich ist dort dargestellt,
wie Gott, der Schöpfer dieser Welt
nicht müde wird in all den Jahren,
den Bund mit Menschen zu bewahren.

Denn Gott, das ist und bleibt sein Sinnen,

will uns zu sich zurückgewinnen.
Hier zeigt sich deutlich, Gott hat Ahnung
von gut durchdachter Langzeitplanung.
Drum kann ich sorglos auf ihn bauen –
ihm meine Zukunft anvertrauen.

Als Gott uns Menschen einst gemacht,
hat er bewusst dabei bedacht,
dass wir ganz freien Willen hätten –
nicht handeln wie Marionetten.
Doch in Rekordzeit, meisterhaft,
hat es der Mensch dann gleich geschafft,
dass er auf ihn, den Herrn, nicht hörte
und die Beziehung so zerstörte.

Um diese dann zu reparieren,
war Gott bereit, zu investieren.
Er sandte Priester und Propheten,
die uns bei Gott, dem Herrn vertreten.
Er wirkte auch durch Not und Krieg,
durch Aufschwung, Überfluss und Sieg,
stets konzentriert auf das Gelingen,
sein Volk zu sich zurück zu bringen.

Als Gipfel der Investition,
gab Gott letztendlich seinen Sohn.
Er kam zu uns auf unsre Erde;    
er wurde Mensch, dass Friede werde,
was uns vor Freude jubeln lässt –
drum feiern wir das Weihnachtsfest.  

Der Friede Gottes ist die Krönung,
er bietet bleibende Versöhnung
mit Gott, der Freispruch uns erteilt
und die Beziehung wieder heilt.  
Das gilt für Völker, Sippen, Rassen
und sämtliche Gesellschaftsklassen.
Jedoch primär bezieht es sich
mit aller Konsequenz auf mich.

Gott will, um es banal zu sagen,    
weit mehr, als sich mit uns vertragen.
Sein Herzenswunsch ist, uns zu segnen
und als ein Freund uns zu begegnen.

Den ersten Schritt hat ER getan –
jetzt liegt’s an mir, denn ICH bin dran,
auf diesen Akt zu reagieren
und ihn als Retter akzeptieren.
So wünsche ich, in diesem Sinne,
dass Weihnachten für uns beginne.
 
© Hans Elwert 201
(darf kopiert werden)

Sonntag, 22. Dezember 2019

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat

Predigttext
Lukas 1:39-55

39 Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und reiste rasch in das Bergland, in eine Stadt in Juda,
40 und sie kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.
41 Und es geschah, als Elisabeth den Gruß der Maria hörte, da hüpfte das Kind in ihrem Leib; und Elisabeth wurde mit Heiligem Geist erfüllt
42 und rief mit lauter Stimme und sprach: Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes!
43 Und woher wird mir das zuteil, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
44 Denn siehe, sowie der Klang deines Grußes in mein Ohr drang, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
45 Und glückselig ist, die geglaubt hat; denn es wird erfüllt werden, was ihr vom Herrn gesagt worden ist!
46 Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn,
47 und mein Geist freut sich über Gott, meinen Retter,
48 Dass er angesehen hat die Niedrigkeit seiner Magd;
denn siehe, von nun an werden mich glückselig preisen alle Geschlechter!
49 Denn große Dinge hat der Mächtige an mir getan,
und heilig ist sein Name;
50 und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht
Über die, welche ihn fürchten.
51 Er tut Mächtiges mit seinem Arm; er zerstreut, die hochmütig sind in der Gesinnung ihres Herzens.
52 Er stößt die Mächtigen von ihren Thronen und erhöht die Niedrigen.
53 Hungrige sättigt er mit Gütern, und Reiche schickt er leer fort.
54 Er nimmt sich seines Knechtes Israel an, um an [seine] Barmherzigkeit zu gedenken,
55 wie er es unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinem Samen, auf ewig!
.
CALVARY CHAPEL FREIER GRUND
Anbetung - Gottes Wort 
Gebet - Gemeinschaft!
parallel Kindergottesdienst!
Heute kein gemeinsames Mittagessen!

Beginn: 10:30 Uhr
Herzlich Willkommen!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen-Zentrum
Sonntagszitat:

Die Stunden, die wir mit Gott verbringen, sind der Brunnen, 
aus dem unsere Heiligung fließt – und unsere Freude.
(Randy Alcorn)
Der Lobpreis zu Gott ist große Freude, 
die alles durchgreift in unserem Leben. 
In der Begegnung mit Gott fängt unsere Seele zu singen an.
(Hanna Hümmer)
Freude am Herrn ist das beste Lob Gottes, 
auch wenn kein Laut über unsere Lippen kommt.
(Charles H. Spurgeon)

Samstag, 21. Dezember 2019

Konversionstherapien

Jetzt soll es also kommen, das Verbot von Konversionstherapien, das Menschen, die unter ihrer homosexuellen Empfindung leiden, Hilfe verbietet. Mit der Unterstützung von Lesben- und Schwulenverbänden hat es der CDU Gesundheitsminister,
Jens Georg Spahn, seit 2017 mit Daniel Funke verheiratet, endlich geschafft, seine angestrebte Gesetzesvorlage einzubringen. Den geschätzten 1000-2000 Betroffenen wird es dadurch um ein Vielfaches erschwert, gewünschte Hilfe zu bekommen. Nach Aussage Spahns seien solche Therapien krankmachend und führten „oft zu schwerem körperlichen und seelischen Leid“.

Natürlich werden „wissenschaftliche“ Studien zur Begründung herangezogen, während andere wissenschaftlichen Studien geflissentlich verschwiegen werden. Dazu gehören mehrere Studien, die belegen, dass homo- trans- oder bisexuelles Verhalten zu erhöhter Suizidbereitschaft und erhöhten gesundheitsschädlichen Lebensweisen führt. (Quelle). Nach Schwulen- und Lesbentheorie natürlich wegen gesellschaftlicher Diskriminierung etc. Allerdings stellten Bell und Weinberg bereits 1978 in einer umfangreichen Untersuchung an Erwachsenen fest, dass die meisten homosexuell lebenden Männer als Grund für einen Selbstmordversuch „Kummer, der nichts mit Homosexualität zu tun hatte“ nannten. Einige gaben als Grund „Schwierigkeiten mit dem Liebhaber“ an. (Quelle)

Jetzt also soll der diese Woche vom Bundeskabinett verabschiedete Gesetzentwurf im Bundestag beraten und dann bis Mitte 2020 verabschiedet werden und in Kraft treten. Wer dann gegen das Gesetz verstößt, riskiert Bußgeld bis zu 30.000 Euro oder eine saftige  Gefängnisstrafe bis zu einem Jahr. Es ist abzusehen, dass die Zeiten für Christen auch in Deutschland und Europa rauer werden. Bereits jetzt müssen christliche Veranstaltungen zu Sachthemen abgesagt oder unter Polizeischutz gestellt werden. Friedliche Demonstrationen werden von Christenhassern mit Gewalt gestört. Verleumdungen und Beleidigungen sind an der Tagesordnung. 

Ich weigere mich – angesichts der Umstände vieler Christen in nichtchristlichen Ländern – von Verfolgung in Deutschland zu sprechen. Aber zunehmende Diskriminierung ist definitiv der Fall. Und während es sich im Fall der wenigen homosexuell empfindenden Menschen bestenfalls um abnehmende gesellschaftliche Diskriminierung handelt, arbeitet man zunehmend darauf hin, Christen politisch zu diskriminieren und biblische Werte abzuschaffen und zu verbieten.

Wie reagieren wir als Christen? Nun, wir dürfen uns wehren, aber mit legalen und geistlichen Waffen. Petitionen sind sicher ein Weg von vielen. Aber unsere mächtigsten Waffen sind anderer Art, wie uns Lukas 6:27-29 erklärt:

Liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen;
segnet, die euch fluchen,
und betet für die, welche euch beleidigen!

Viel zu schnell schimpfen wir Christen statt zu Segnen.
Viel zu schnell begegnen wir Politikern mit Hass statt mit Liebe.
Schnell sind wir beim Beschweren, langsam beim Beten.

Die politische Entwicklung muss uns nicht erschrecken. Paulus schreibt, dass jeder, der den Weg mit Jesus gehen will, Verfolgung erleiden wird.
Unsere  rechtlichen Möglichkeiten dürfen auch wir Christen nutzen, aber immer mit Liebe, Gebet und Segen, immer so, dass wir in den Fußspuren Jesu bleiben und Ihm durch Wort und Tat Ehre bereiten.

Betreffs der Gesetzesvorlage: Wenn es Petitionen gibt, lasst uns unterschreiben. Lasst uns beten und Gutes tun. Und sollte die Vorlage zum Gesetz werden, dann lasst uns ohne Kompromisse den Weg Jesu weitergehen, mit Gott geschenkter Weisheit reden und mit Jesu Liebe lieben – auch wenn die möglichen Kosten hoch sind.
 
Noch sind wir Gott dankbar, dass wir Jesus feiern und Ihn öffentlich anbeten und verkündigen düfen. Das machen wir auch morgen wieder und laden herzlich zu unserem Gottesdienst ein.

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen 
Beginn: 10:30 Uhr

Freitag, 20. Dezember 2019

נפלא, יועץ, אלוהים האדיר, אב נצחי, נסיך שלום.

Für die meisten von uns bedeuten die obigen Worte wenig bis nichts! Einige erkennen sie vielleicht als hebräische Schriftzeichen, aber das ist auch schon alles. Dahinter steckt eine geballte Ladung von Titeln, die Jesus trägt. Diese Worte erhalten Gewicht, wenn ich sie in einer mir verständlichen Sprache lese und darüber meditiere. Jesaja sagt:


"die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: 
Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst.“

Jesus ist der Wunderbare! Warum eigentlich? Was macht Ihn so wunderbar? Ist nicht Sein ganzes Leben wunderbar? Seine Ankündigung – Seine übernatürliche Geburt – Seine Lehre – Seine Taten – Sein stellvertretendes Sterben – Seine Auferstehung – Seine Himmelfahrt – Seine Fürbitte für alle, die zu Ihm gehören – Seine angekündigte Wiederkunft – Seine ewige Herrschaft – und ... und ... und ...

Jesus ist der Ratgeber! Ratgeber gibt es viele: gute, schlechte, oberflächliche, professionelle, teure, uninteressierte ... Jesus ist der Ratgeber! Er bietet Rat kostenlos an, mit Garantie, ohne Kleingedrucktes, von Liebe motiviert, immer funktionierend ...
Man kann auch die ersten beiden Titel miteinander verbinden. Jesus ist der wunderbare Ratgeber. Keiner gibt vollkommenen Rat wie Er!

Jesus ist der starke Gott. Er läuft ohne Konkurrenten. Alle hat Er abgehängt. Wer kann sich mit Jesus messen, über den es heißt, dass es niemanden gibt, wie Ihn. Er ist unvergleichlich. Alles im Himmel, alles auf der Erde und alles „underirdische“ muss sich vor Ihm beugen.

Jesus ist der ewige Vater, der Vater der Ewigkeit! Vor Ihm war nichts und niemand, nach Ihm kommt nichts und niemand. Zeit hat Er erschaffen, die Zeitalter bestimmt Er. Als Vater der Ewigkeit ist Er derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Der ewig Unwandelbare, der feststehende Ruhepol für jeden, der bei Ihm Ruhe sucht.

Jesus ist der Friedefürst. In einer Welt, die nicht friedlicher wird, die unstabiler wird im Großen und im Kleinen. Der Friede ist nicht nur in der Welt bedroht, sondern auch in der Gesellschaft, der Familie, am Arbeitsplatz, in der Politik, im persönlichen Leben – überall!

All das nützt mir so wenig, wie die unverständliche Überschrift dieses Eintrags, wenn es nicht mehr als Buchstaben und faktisches Wissen ist. Gottes Wort ist uns gegeben, damit wir es „essen,“ „durchkauen“ und es Teil von uns werden lassen. Es ist uns gegeben, damit wir uns dadurch erfrischen lassen, darüber nachsinnen, meditieren.

Lass das Wort Gottes reichlich in Dir wohnen (Kolosser 3:16). Iß es jeden Tag (Jeremia 15:16) Meditiere darüber Tag und Nacht (Psalm 119:97). Halte Deine Augen auf Jesus gerichtet (Hebräer 12:2) und Du wirst merken, wie Er Dein „alles“ wird. Das kommt nicht durch das Kennen des Buchstabens, aber gewiss durch das Kennen des Herrn!

Wen habe ich im Himmel außer dir? 
Und neben dir begehre ich nichts auf Erden! (Psalm 73:25)
Übermorgen um 10:30 Uhr feiern wir den 4. Advent - wir feiern Jesus. Komm, und feier mit uns!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Viganella

Ich denke, es war vor etwa einem Jahr, als ich zum ersten mal von Viganella hörte. – Schon mal von Viganella gehört? 

Viganella ist ein kleines Dorf, oder Dörfchen, mit 166 Einwohnern, die sich über eine Fläche von nur 13qkm ausbreiten. Das Dorf befindet sich auf 1012m Höhe und liegt in einem Tal zwischen den italienischen Alpen. 

All das hört sich vielleicht nach einem idyllischen Touristenort zum Entspannen an. Aber ob es wirklich ein solch attraktiver Ort ist, muss jeder für sich entscheiden. Touristenort? Sicherlich! Idyllisch und zum Entspannen? Geschmacksache.  Bis vor einigen Jahren galt Viganella als dunkelster Ort Italiens. Der Ort liegt unter der Sonnengrenze und in den Wintermonaten ist die Sonne für rund 3 Monate nicht zu sehen! Keine Sonne! Für Menschen mit Winterdepressionen ist der Ort dann ja wohl eher ungeeignet. Am 2. Februar jeden Jahres wird seit Jahrhunderten mit einer Prozession die Rückkehr des Lichts gefeiert. 

Im Jahr 2005 geriet das Dorf mit einem Projekt ihres Bürgermeisters in die Schlagzeilen. Auf 1100 Meter Höhe wurde ein 40qm großer Riesenspiegel montiert, gesteuert nach dem Lauf der Sonne. Nicht nur wird der zentrale Platz des Ortes dadurch in den dunklen Wintermonaten mit gespiegeltem Licht versorgt – auch wird durch die zusätzliche Erwärmung das erhellte Zentrum zu einem beliebten Treffpunkt. Da der Mond im Sommer für drei Monate nicht sichtbar ist, wird jetzt an eine Mondspiegelung in diesen Monaten gedacht, um Touristen anzuziehen. 

Die Parallele drängt sich auf! 

Gottes Wort sagt uns, dass die Welt ein dunkler Ort ist. Jesus sagt: 

„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, 
wird nicht in der Finsternis wandeln,
sondern er wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8:12) 
 
Die Bibel sagt weiterhin, dass der geistliche Zustand der Gottesferne Finsternis ist:
 
Darin aber besteht das Gericht, 
dass das Licht in die Welt gekommen ist, 
und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; 
denn ihre Werke waren böse. (Johannes 3:19) 
 
„Viganella“ ist überall, wenn man die geistliche Situation der Welt betrachtet. Viganella ist um uns herum: finster und kalt. Ein zu düsteres Bild? Schau Dir die Nachrichten an und lies die Bibel. Ja, Gott hat uns (vor allem in der „freien Welt“) immer noch viel, viel unverdiente Gnade und Lebensfreude geschenkt. Aber die Welt um uns herum ist keine farbenfrohe, gesunde, helle Welt. Sie ist mehr Finsternis als Licht. ABER:
 
Jesus sagt markannte Worte. Zunächst sagt und beweist Er, dass Er das Licht der Welt ist. Wo Jesus auftaucht, wird es hell. Aber es war immer Sein Plan, zum Vater zurückzukehren. Darum sagt er in Johannes 9:5:
 
„Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.“ 
 
Gleichzeitig belehrte Er seine Jünger in Matthäus 5:14:
 
„Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, 
die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben.“ 
 
Die Menschen in der Finsternis brauchen Licht und Wärme. Viele sehnen sich sogar danach. Und wir sollen der Spiegel sein, der das Licht und die Wärme Jesu hineinreflektiert in ihre Mitte. Licht in der Welt.
 
Sollten wir heute nicht den Herrn bitten, uns zu Spiegeln Seiner Liebe und Herrlichkeit zu machen, zu Menschen, die Gottes Strahlen des Evangeliums verbreiten, die Frohe Botschaft weiterleiten? Wir brauchen kein Licht und keine Wärme zu produzieren. Wir brauchen lediglich die Ausrichtung auf Jesus (wie wichtig, uns täglich auf Ihn auszurichten) – und dann zu sein, was Er aus uns gemacht hat. 
 
LEUCHTE heute! – für Jesus!

Mittwoch, 18. Dezember 2019

"Christsein ist cool" (!?)

Theo Lehmann ist unnter anderem dafür bekannt, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt, sondern so redet, dass ihn das Volk versteht. Die folgenden Worte von ihm sind scharf, herausfordernd und nachdenkenswert. Sie stammen aus dem Jahr 2015 und sind heute (mindestens) so aktuell wie damals:



Noch nie gab es – weltweit betrachtet – so viele christliche Märtyrer wie heute. Noch nie haben so viele Christen für ihren Glauben mit ihrem Leben bezahlt. Noch nie gab es so eine weltweite, zunehmende Christenverfolgung. In dieser Hinsicht leben wir in Deutschland wie auf einer Insel der Seligen. Noch wird bei uns keiner, der sich als Christ bekennt, an die Wand gestellt. Noch praktizieren wir ungestört unsere christliche Aufkleberkultur.

Ja Freunde, noch tanzen wir auf unseren christlichen House-Parties, während der Leib von Christus in anderen Ländern aus tausend Wunden blutet. Noch verkaufen wir das Christentum unter dem billigen Slogan „Christsein ist cool“. Aber was machen wir, wenn eines Tages Christsein nicht mehr cool ist, sondern eine heiße Angelegenheit wird? Ich frage mich, wie lange wir uns dieses läppische Jesus-Getändel und dieses traumtänzerische Christentum noch leisten können, leisten wollen.

Während in anderen Ländern christliche Frauen versklavt und vergewaltigt werden, spreizen bei uns die Mädels auf der Bühne ihre Beine und präsentieren uns ihren gepiercten Bauchnabel, alles „für den Herrn“, ich weiß schon. Ich weiß aber auch, was die Herren in den ersten Reihen von diesem Anblick halten. Während woanders Christen unter der Folter schreien, leiern wir im Dreivierteltakt bis zum Umfallen (im wahrsten Sinne des Wortes) diese nichts sagenden Chorusse, in denen wir uns, sicher im Gemeindesaal sitzend, auffordern, auf den Straßen zu tanzen.

Wer kann von dieser seichten Kost leben, wenn er nicht mehr im Gemeindesaal, sondern in einer gemeinen Gefängniszelle sitzt? Wenn nicht mehr fröhlich getanzt, sondern fies gefoltert wird? Wie sollen die jungen Christen, die wir mit coolen Kurzpredigten unterfordern und unterernähren, sich einmal bewähren, wenn es hart auf hart kommt? Oder denken wir etwa, die weltweite Christenverfolgungswelle wird ausgerechnet um das liebe „old Germany“, die Insel der Seligen, einen Bogen machen? Wir haben wohl vergessen, was Paulus (aus dem Gefängnis!) geschrieben hat: 

„Alle,
 die gottesfürchtig leben wollen in Jesus Christus, 
müssen Verfolgung leiden“  
(2. Timotheus 3,12).
 (Theo Lehmann)

Dienstag, 17. Dezember 2019

Jesus im Buch Amos

Der Name “Jesus” fehlt (wie in allen Büchern des Alten Testaments); die Botschaft ist da.
Amos war ein einfacher Hirte, den Gott sandte, um vorwiegend dem gottlosen Nordreich Gericht – und anschließende Wiederherstellung zu verkündigen.

Die deutlichsten Hinweise auf Jesus finden wir in Amos Kapitel 8+9. So heißt in Amos 8:9 die Gerichtsbotschaft:

“Und es soll geschehen an jenem Tag, spricht Gott, der Herr,
da will ich die Sonne am Mittag untergehen lassen
und über die Erde Finsternis bringen am lichten Tag.“

Der folgende Vers (Amos 8:10) verbindet dieses Geschehen mit der Trauer, wie um einen eingeborenen (einzigen) Sohn. – Im Neuen Testament beschreiben Matthäus und Lukas eine Finsternis zur Zeit der Kreuzigung Jesu, die von 12 Uhr bis 15 Uhr dauerte.

Von der sechsten Stunde an 
 (= 12 Uhr) 
kam eine Finsternis über das ganze Land
bis zur neunten Stunde 
 (= 15 Uhr).  
Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut:
Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott,
warum hast du mich verlassen?

Auch diese Finsternis war eine Finsternis des Gerichts Gottes. Selbst wenn Amos sich vornehmlich auf die letzten Tage der Trübsalszeit bezogen haben mag – die Parallele zur Zeit der Kreuzigung ist unübersehbar. Jesus war nach Seiner Auferstehung mit den Emmausjüngern unterwegs und erklärte ihnen in allen Schriften das, was Ihn betraf. Sollte er Amos 8:9 zitiert haben, dann haben die beiden Jünger sicher mit dem Kopf genickt, weil sie genau das erlebt hatten.

Im Buch Amos geht es aber nicht ausschließlich um Gericht, sondern auch um die Wiederherstellung des Volkes Gottes und ihres Königreichs. Amos sieht und beschreibt den Sieg Gottes am Ende der Tage und bringt dadurch zum Ausdruck, dass Seine Ziele durch unsere Sünde nicht zunichte gemacht werden können. In Amos 9:11 heißt es:

Zur selben Zeit 
will ich die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten
und ihre Risse vermauern und, was abgebrochen ist,
wieder aufrichten und will sie bauen, wie sie vorzeiten gewesen ist,

Die Prophetie, die Hütte Davids (das zerfallene Königreich Davids) wieder aufzurichten, wird im AT und NT an zahlreichen Stellen vorhergesagt, oft mit weit mehr Einzelheiten, als Amos es hier tut. Aber seine Worte unterstreichen, was die Propheten zu allen Zeiten verheißen – und das NT im Hinblick auf Jesus bestätigt: Jesus, der König Israels (Lukas 23:3) und darüber hinaus der König aller Könige (Offenbarung 19:16) wird wiederkommen, um Seinen Thron einzunehmen, sowohl über Sein Volk Israel, wie auch über die Völker der Heiden.

Und so finden wir im Buch des Propheten Amos Hinweise auf Jesu erstes Kommen, als Er Seinen Thron im Himmel verlassen hatte, um zu uns zu kommen.  Bei Seiner Kreuzigung verdunkelte sich der Himmel durch das Gericht Gottes. Aber beim Gericht und beim Dunkel bleibt Amos nicht stehen. Er prophezeit auch die zukünftige Herrlichkeit des wiederkommenden Königs, der kommen wird, um Seinen Thron einzunehmen und in Herrlichkeit und Barmherzigkeit zu regieren.

Welch passende Gedanken für diese Adventzeit (= Ankunftszeit). Wir loben und danken unserem Herrn und König, dass er ein erstes Mal kam in die Dunkelheit dieser Welt, um für unsere Schuld zu sterben. Und wir loben und preisen Ihn in Erwartung Seines Kommens in Herrlichkeit!

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!
Es kommt der Herr, der Herrlichkeit!
Ein König aller Königreich´!
Ein Heiland aller Welt zugleich!