„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Montag, 16. Dezember 2019

Zu Hause angekommen

Es war in der Zeit als man weite Reisen und interkontinentale Reisen noch per Schiff zurücklegte. Henry Morrison und seine Frau hatten dem Herrn über 40 Jahre als Missionare in Afrika gedient und dort das WG ausgesät.

Im Alter reisten Henry und seine Frau auf einem großen Überseedampfer von Afrika zurück in die Vereinigten Staaten und er fragte sich: "Wird sich nach so langer Zeit überhaupt noch irgendjemand an uns erinnern?" Als das Schiff in den Hafen von New York einfuhr, schaute er durchs Fenster, um nachzusehen, ob jemand gekommen war, sie in der Heimat willkommen zu heißen. Tausende Menschen jubelten am Anlegeplatz. Musikkapellen spielten. Überall las man Transparente, Schilder und Tafeln mit der Aufschrift „Zu Hause angekommen! Willkommen!“. Henry und seine Frau waren so begeistert über die vielen Menschen, die zur Begrüßung gekommen waren.

Was die beiden allerdings nicht wussten war, dass auch Theodore Roosevelt, Präsident der Vereinigten Staaten von 1901 bis 1909, an Bord dieses Schiffes war und von einer Jagdreise aus Afrika zurückkam.

Als Henry Morrison und seine Frau an Deck kamen und aussteigen wollten, stellten sie fest, dass all die vielen Leute bereits weg waren. Sie waren gekommen, um den Präsidenten zu begrüßen, nicht die Missionare.  Henry Morrison und seine Frau bestellten sich schweren Herzens ein Taxi und fuhren zu dem kleinen Hotelzimmer, das ihnen ihre Mission gebucht hatte.

Dort angekommen setzte sich Henry auf sein Bett. Er kämpfte heftig mit dieser Erfahrung und sagte zu seiner Frau: „Schatz, ich verstehe es einfach nicht. Dieser Mann kommt von einer Jagdreise zurück nach Hause  und wird mit einer großen Party empfangen. Wir geben 40 Jahre in den treuen Dienst für Jesus – und niemand scheint das zu kümmern.

Seine Frau kommt, setzte sich neben ihren Mann, legte ihre Hand auf seine Schulter und sagt: „Henry, du hast eins vergessen: WIR sind noch nicht zu Hause angekommen!“

Was für eine unbedeutende Show das einst war, als Theodore Roosevelt nach seiner Afrikareise begrüßt wurde, als er zu Hause ankam – verglichen mit dem Empfang, den der Herr, Jesus, denen geben wird, die ihr Leben hier auf der Erde für Ihn gelebt haben. Die Bibel beschreibt seine Rede an solche mit den Worten (Matthäus 25:21):

Recht so, du guter und treuer Knecht!
Du bist über wenigem treu gewesen,
ich will dich über vieles setzen;
geh ein zur Freude deines Herrn!

Was ist die Welt voller Plakate und Willkommenskapellen, was sind die Lobeshymnen und Ehrungen von Menschen, was ist das Vergängliche auf der Erde, wenn wir im Himmel das ewige empfangen können?! Ein Satz von Jesus: „Recht so, du guter und treuer Knecht!
Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn!“ ist unermesslich viel mehr wert als alle Lobeshymnen dieser Welt.

Und wenn die Tage manchmal lang, die Arbeit ermüdend, die Aussicht auf ewige Frucht für Jesus gering und die Last schwer wird, lasst uns an Jesu Versprechen festhalten (Galater 6:9):

Lasst uns im Gutestun nicht müde werden; dann werden wir
zu seiner Zeit auch ernten, wenn wir nicht ermatten.

Wir sind noch nicht zu Hause – noch nicht am Ziel. Aber wir haben ein von Gott verbürgtes Versprechen, dass wir ernten werden, willkommen geheißen und belohnt werden, wenn wir mit dem Säen nicht aufgeben.

Sonntag, 15. Dezember 2019

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat

Predigttext
Richter 9:42-57

42 Am anderen Morgen aber ging das Volk aufs Feld hinaus, und es wurde dem Abimelech berichtet.
43 Da nahm er das Heer und teilte es in drei Abteilungen und lauerte im Feld. Als er nun sah, dass das Volk aus der Stadt ging, überfiel er sie und schlug sie.

44 Denn Abimelech und der Heeresteil, der bei ihm war, überfielen sie und traten an den Eingang des Stadttors; die zwei anderen Abteilungen aber überfielen alle, die auf dem Feld waren, und erschlugen sie.

45 Und Abimelech kämpfte gegen die Stadt jenen ganzen Tag; und er eroberte die Stadt und brachte das Volk um, das darin war, und zerstörte die Stadt und streute Salz darauf.

46 Als die Insassen der Burg von Sichem dies hörten, gingen sie in den Saal des Hauses ihres Gottes Berit.

47 Als aber Abimelech hörte, dass sich alle Insassen der Burg von Sichem versammelt hatten,

48 da ging er mit all seinem Volk, das bei ihm war, auf den Berg Zalmon; und Abimelech nahm eine Axt zur Hand und hieb einen Ast von den Bäumen und hob ihn auf und legte ihn auf seine Achsel und sprach zu dem Volk, das mit ihm war: Was ihr mich habt tun sehen, das tut rasch auch!

49 Da schlug auch jeder vom Volk einen Ast ab, und sie folgten Abimelech nach und legten sie an den Saal und steckten damit den Saal in Brand, sodass alle Leute des Turmes von Sichem starben, etwa 1000 Männer und Frauen.

50 Abimelech aber zog nach Tebez und belagerte Tebez und eroberte es.

51 Aber mitten in der Stadt war ein starker Turm; auf den flohen alle Männer und Frauen und alle Bürger der Stadt und schlossen hinter sich zu, und sie stiegen auf das Dach des Turmes.

52 Da kam Abimelech bis zum Turm und wollte ihn stürmen; und er näherte sich dem Tor des Turms, um ihn in Brand zu stecken.

53 Aber eine Frau warf den oberen Stein einer Handmühle dem Abimelech auf den Kopf und zerschmetterte ihm den Schädel.

54 Da rief Abimelech rasch seinen Waffenträger und sprach zu ihm: Ziehe dein Schwert und töte mich, dass man nicht von mir sage: Eine Frau hat ihn umgebracht! Da durchstach ihn sein Diener, und er starb.

55 Als aber die Israeliten sahen, dass Abimelech tot war, ging jeder an seinen Ort.

56 So vergalt Gott dem Abimelech das Böse, das er an seinem Vater getan hatte, als er seine 70 Brüder ermordete.

57 Ebenso vergalt Gott alle Bosheit der Männer von Sichem auf ihren Kopf; und der Fluch Jotams, des Sohnes Jerub-Baals, kam über sie.
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CALVARY CHAPEL FREIER GRUND
Anbetung - Gottes Wort 
Gebet - Abendmal 
 Gemeinschaft!
parallel Kindergottesdienst!
Gemeinsames Mittagessen!

Beginn: 10:30 Uhr
Herzlich Willkommen!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen-Zentrum
Sonntagszitat:

Herr, wenn du es nicht tust, so bleibt es ungetan. 
Die Sache ist nicht mein, darum will ich keine Ehre darin haben. 
Ich will gerne dein Werkzeug sein, 
allein du sollst den Kampf führen.
(Martin Luther)
Das Werk, glaubt mir, das mit Gebet beginnt, 
das wird mit Heil und Ruhm und Sieg sich krönen.
(Heinrich von Kleist)

Samstag, 14. Dezember 2019

Sieg, Lahn und Eder

Siegquelle
Lahnquelle
Schon als Kinder sind wir sonntags gern mit unseren Eltern zur Siegquelle gefahren, wo wir Flaschen mit frischem Wasser auffüllten. Nachmittag gab’s dann Kaffee mit Siegquellwasser. Wenn ich heute mit meiner Familie dieses Gebiet besuche, besuchen wir oft alle drei Quellen des Gebiets: Sieg, Lahn und Eder. Jede Quelle hat ein eigenes Erscheinungsbild. Der Sieg hat man eine nette Sitzecke gebaut und die Möglichkeit geschaffen, ihr Wasser zu trinken. Die Lahn entspringt ganz in der Nähe und formt zunächst einen kleinen, beschaulichen Teich. Die Eder schließlich entspringt unscheinbar in einem naturgeschützten Morastgebiet.
Ederquelle

Quellen faszinieren durch ihre Vielfalt und Reinheit. Sie bieten Plätze der Ruhe, Rückzugsmöglichkeiten und Zeiten der Erfrischung. Und sie entspringen nicht nur im Rothaargebirge.

Die Bibel redet von Quellen, die nicht hier unten, sondern „da oben“ entspringen, nicht auf Erden, sondern im Himmel. In Psalm 87, Vers 7 jubeln die Sänger: „Alle meine Quellen sind in Dir!“
Bereits zuvor hatten sich die Sänger an Gott gefreut und gesungen: „Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.“

Wir brauchen eben nicht nur frisches Quellwasser für eine gute Tasse Kaffee. Wir brauchen täglich himmlisches Quellwasser für unser Herz. Dieses himmlische Quellwasser finden wir bei Jesus, der jedem, der zu Ihm kommt, das „Wasser des Lebens“ anbietet. Wonach dürstet unser Herz? Nach Frieden? Nach Vergebung? Nach einem Neuanfang? Vielleicht auch „nur“ nach Freude oder Trost. Jesus sagt uns: 

„Wen da dürstet, der komme zu mir; wer da will, 
der nehme das Wasser des Lebens umsonst!

Freitag, 13. Dezember 2019

Saat und Ernte


Es wird berichtet, wie eine Dorfgemeinschaft asiatischer Bauern sich vor vielen Jahren überlegte, wie man die Natur überlisten könnte. Sie beschlossen, ihre großen Kartoffeln zu essen und die kleinen als Saatgut zu verwenden. Das taten sie: sie aßen die Großen und pflanzten die Kleinen. Nach jahrelanger Praxis reduzierte die Natur schließlich die Größe der geernteten Kartoffeln auf die Größe von Murmeln. So lernte diese Dorfgemeinschaft: Man kann nicht die besten Dinge für sich behalten u. nur die Reste zum Säen verwenden. Das Gesetz lautet: Wie die Saat so die Ernte.

Das gilt nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch im Leben und im Umgang miteinander.

Ein Bauer hatte bemerkt, dass ein paar Jungen jede Nacht Wassermelonen aus seinem Gewächshaus stahlen. Darum beschloss er, dem ein Ende zu machen. An die Tür des Gewächshauses hängte er ein großes Schild mit den Worten: ‚In eine dieser Melonen wurde Gift gespritzt‘. Als die Jungen das lasen, wurden sie wütend und beschlossen, dem Landwirt seine Bosheit zurückzuzahlen.

Als der Bauer am nächsten Morgen aufstand um sein Gewächshaus zu überprüfen, lächelte er, als er schon von weitem das Schild mit den großen Buchstaben sah, das er am Tag zuvor aufgehängt hatte: ‚In eine dieser Melonen wurde Gift gespritzt!‘ Als er näher kam, bemerkte er ein kleines Schild neben seinem eigenen. Auf dem neuen Schild waren die Worte zu lesen: ‚Jetzt sind es zwei!

Tja, wie man in den Wald hineinruft, so tönt’s hinaus. Der Mann hatte sich, mit dem, was er säte, in den eigenen Fuß geschossen. Auch im geistlichen Leben machen wir ähnliche Erfahrungen. Paulus beschreibt dies mit den Worten in Galater 6:7:

Irret euch nicht: Gott lässt sich nicht spotten!
Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.

und dann fügt er in Vs 8 hinzu:

Wer auf sein Fleisch sät, der wird vom Fleisch Verderben ernten;
wer aber auf den Geist sät, der wird vom Geist ewiges Leben ernten.

Und jetzt können wir uns überlegen, was wir im Licht dieses Wortes Gottes säen wollen:
Lüge? Hass? Bitterkeit? Untreue? Ehebruch? Betrug? Streit? Unheilige Wortwechsel? Stolz?
Gott sagt es nicht als Möglichkeit, sondern als Fakt: Wir ernten, was wir säen!

Oder säen wir Liebe, Freude? Friede? Geduld? Freundlichkeit? Güte? Sanftmut? Treue? Selbstbeherrschung? Demut?
Auch hier besteht nicht eine Möglichkeit guter Ernte, sondern gute Ernte ist ein Fakt.

Solche Illustrationen und Gottesworte motivieren mich, gute Saat zu säen. Mit der muss ich mich allerdings zuvor selbst vom Herrn beschenken lassen. Was ich Ihn in mein Herz hineinsäen lasse, bringt eine Ernte in meinem Leben, aus der dann wieder die gute Saat hervorgeht, die ich selbst ausstreuen kann.

Lasst uns den Herrn bitten, uns heute auszurüsten mit gutem Saatgut, um zu Seiner Ehre zu leben und es großzügig auszustreuen unter die Menschen, denen wir heute begegnen werden!

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Dankbarkeit IN allem oder FÜR alles?

Eine heikle Frage, die sicher von verschiedenen Christen verschieden beantwortet wird. Dazu kommen die Situationen, in denen wir stecken. Tatsächlich sagt die Bibel beides. Sie fordert uns auf, IN allem dankbar zu sein (1 Thessalonicher 5:18):

Seid IN allem dankbar;
denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch

Mit dieser Aussage haben wir keine allzu großen Probleme – zumindest nicht in der Theorie. Auch im Regen sollen und können wir dankbar sein; z.B. für die Sonne, von der wir wissen, dass sie irgendwann wieder scheint; oder für die Erfindung des Regenschirms, oder dass wir gerade nicht aus dem Haus müssen.
Oder eine versalzene Suppe. Wirklich ärgerlich! Aber wir können auch in dieser Situation Gründe zur Dankbarkeit finden: z.B. dass wir wegen einer versalzenen Suppe nicht verhungern werden; dass wir auf ein Ersatzessen zurückgreifen können oder dass die Suppe auch im versalzenen Zustand noch genießbar ist.  
IN allen Dingen dankbar zu sein ist nicht immer einfach, aber nachvollziehbar. Aber FÜR alles dankbar sein? So sagt Epheser 5:20:

Sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank FÜR alles,
in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus;

Manchmal ist es ein falscher Blickwinkel, der es uns fast unmöglich zu machen scheint, dem Herrn für alles zu danken. Ein andermal ist es Unwillen und nicht selten ist es  Unglauben.

Nachdem ein Reiseprediger in alter Zeit seinen Hut für die Kollekte hatte rumgehen lassen, kam der Hut ohne einen Cent zurück. Der Prediger schloss die Augen und dankte dem Herrn für den leeren Hut, dass er zumindest den zurückbekommen hatte.

Vor Jahren rief mich eine liebe Bekannte an, die mir ihre Erfahrung mit Dankbarkeit erzählte. Nach einer Knöcheloperation wurde sie nachts von heftigen Schmerzen geweckt. Einschlafen konnte sie nicht mehr und so fing sie an, Jesus zu danken und zu loben für das, was ihr so in den Sinn kam. Während sie ihrer Dankbarkeit freien Lauf ließ, erfüllte solche übernatürliche Freude ihr Herz, dass sie schließlich an dem Punkt ankam, dem Herrn für die Schmerzen im operierten Knöchel zu danken. "Ohne diese Schmerzen" so sagte sie, "wäre ich nicht wach geworden, hätte Jesus nicht gesucht und hätte diese einzigartige und innige Gemeinschaft mit Ihm nicht erfahren. Also habe ich Ihm für die Schmerzen gedankt."

Ich selbst hatte eine mächtige Erfahrung ähnlicher Art als 20jähriger. Ich hatte gerade ein Buch über das Loben und Danken gelesen, als ich in der Münchner U-Bahn einen geliehenen, wertvollen Fotoapparat liegen ließ. Ich rechnete nicht damit, ihn wiederzubekommen, dankte aber dem Herrn dafür (unter dem Einfluss des Buches und Seines Wortes in Epheser 5:20) und überließ die Sache dem Herrn. Wie durch ein Wunder gab ein ehrlicher Finder die Kamera im Fundbüro der Münchner Verkehrsbetriebe ab und ich bekam sie unerwarteter Weise zurück. Es war Danken für eine nicht wünschenswerte Situation, aber der Herr segnete den Gehorsam.

Abraham Lincoln las als Junge den Satz: "Die Menschen murren, weil keine Rose ohne Dornen wächst. Warum danken sie eigentlich nicht dafür, dass Gott auf dornigen Stengeln so schöne Rosen wachsen lässt?"

Lasst uns durch diese Woche gehen mit einem Dankbaren Herzen und es einüben, IN allem und FÜR alles dankbar zu sein. Aller Anfang ist schwer, aber Nachfolge Jesu lohnt sich!

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Gedanken zum 2. Advent

Seit Sonntag sind es zwei Kerzen, die die Altäre in Kirchen und die Adventkränze in den Häusern zieren. Mehr Licht, als noch vor einer Woche. Wir erinnern uns, dass es nicht mehr lange ist, bis wir uns an Weihnachten an das erste Kommen Jesu erinnern – und an Sein Versprechen, ein zweites Mal zu kommen … und an die vielen Hinweise darauf. Diese Zeichen, die (kurz) vor Seinem zweiten Kommen auftreten werden, hat Er uns beschrieben. Leider ignorieren zu viele Menschen leichtfertig diese Zeichen. Zeichen aber hat Gott uns gegeben, damit wir darauf achten und entsprechend reagieren – so, wie es die Morgan Seezigeuner taten, von denen David Sargent berichtet: 

Am 26. Dezember 2004 erlebte die Welt mit Horror die Tsunami Katastrophe in Südost-Asien. Ein Erdbeben unter dem Indischen Ozean rief eine riesige, bis zu 30 Meter hohe Flutwelle hervor, die dann über das Land in der gesamten Region hereinbrach. Der Tsunami brachte die Zerstörung bis an die 7500 km entfernte Ostküste Afrikas. Über eine Viertelmillion Menschen kamen in den wütenden Wassern und der anschließenden Verwüstung ums Leben. Ganze Inselbevölkerungen und Küstenorte wurden ausgelöscht, in manchen Fällen alle Männer, Frauen und Kinder.  

Gemäß dem AP Nachrichtendienst gab es eine bemerkenswerte Ausnahme: das kleine Fischervolk der Morgan Seezigeuner. Sie verbringen einen guten Teil des Jahres auf ihren Fischerbooten und fischen zwischen Indien, Indonesien und Thailand. Jedes Jahr im Dezember, zwischen den Fangzeiten, leben sie in kleinen Strohhütten am Strand von Thailand. In jenem Dezember lebten sie direkt in der Bahn der Tsunami - Katastrophe. Doch jedes einzelne Mitglied des Stammes überlebt, während die meisten ihrer Nachbarn in den tobenden Wasser verschwanden.  

Warum? Der Stammesführer erklärt: "Seit Generationen haben uns unsere Väter gewarnt und gesagt: Wenn das Wasser plötzlich schnell zurückgeht, wird es auch schnell und in gleicher Menge zurückkehren."  

Am 26. Dezember, als das Meer plötzlich abfloss, liefen viele der Nachbarn mit Körben zum Strand um gestrandeten Fisch aufzulesen. Nicht so die Morgan Seezigeuner. Der Chef befahl seinem Stamm, in die entgegengesetzte Richtung zu laufen, nämlich in die Berge und damit in Sicherheit. Als der Tsunami kam, blieb der gesamte Stamm verschont.  

Es gibt einen weiteren Fall von außergewöhnlicher ja, globaler Proportion, der zu einem bestimmten, zukünftigen Zeitpunkt auftreten wird: die Rückkehr Jesu!  

Niemand, nur der Himmel allein weiß genau, wann Jesus zurückkehren wird. Unerwartet wird dieser "Tag des Herrn" sein wie ein "Dieb in der Nacht". Dieser Advent könnte jeden Augenblick kommen! Der Schlüssel ist, bereit zu sein!  

Wenn Jesus kommt, wird Er die Welt in Gerechtigkeit richten (Apostelgeschichte 17:31). Diejenigen, die Jesu Angebot des Heils angenommen haben, werden in den Himmel aufgenommen. Wer Jesus und Sein Angebot abgelehnt hat, wird ins ewige Feuer gehen, das für Satan und seine Engel vorbereitet wurde. So erklärt es die Bibel!  

Jesu zweiter Advent sein zweites Kommen wird kommen, aber wir können darauf vorbereitet sein. Jesus wird alle retten, die an Ihn glauben (Apostelgeschichte 16:30-31) alle, die sich von ihren Sünden abwenden (Apostelgeschichte 17:30-31), Ihn als ihren Herrn bekennen und Ihm nachfolgen. Für jeden, der bereit ist für Jesu zweiten Advent, müssen die Zeichen der Zeit nicht erschreckend sein, sondern eher ein herrlicher Klang, dass Jesus bald kommt. Bist du bereit?

Dienstag, 10. Dezember 2019

Müde?

Weißt du es denn nicht, hast du es denn nicht gehört? Der ewige Gott, der Herr, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unerschöpflich! (Jesaja 40:28)

Ach, Herr, HERR! Siehe, du hast den Himmel und die Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen ausgestreckten Arm, kein Ding ist dir unmöglich; (Jeremia 32:17) 
 
Welche Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unaufspürbar seine Wege!  (Römer 11:33) 
 
Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. (Jesaja 40:29) 
 
Und er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung. Sehr gerne will ich mich nun vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne. (2 Korinther 12:9) 
 
Knaben werden müde und matt, und junge Männer straucheln und fallen;  (Jesaja 40:30)
Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Indem er ihn bewahrt nach deinem Wort! (Psalm 119:9) 
 
Aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden. (Jesaja 40:31) 
 
der deinen Mund fröhlich macht und du wieder jung wirst wie ein Adler. (Psalm 103:5) Jene krümmen sich und fallen, wir aber stehen und bleiben aufrecht. (Psalm 20:9)

Montag, 9. Dezember 2019

Reinhard Bonnke (*19.4.1940 - † 7.12.2019)

Billy Graham nannten sie „das Maschinengewehr Gottes“. Reinhard Bonnke wurde „der Mähdrescher Gottes“ genannt. Vorgestern, am 7. Dezember 2019 starb der 79jährige friedlich im Kreis seiner Familie. Er hinterlässt eine Frau und drei erwachsene Kinder. Die Todesursache ist bisher nicht bekannt, aber vor weniger als 4 Wochen wurde Bonnke am Oberschenkel operiert und musste erst wieder langsam das Gehen lernen.

Bereits im Alter von 9 Jahren war es ihm klar, dass er einmal in Afrika als Evangelist tätig sein würde. Sein Weg dorthin führte zunächst über ein Pastorat innerhalb des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden in Flensburg. Nach siebenjähriger Tätigkeit begann er eine Missionsarbeit in Afrika. 1974 gründete er das Missionswerk „Christ for all Nations“ / CfaN), mit Büros in mittlerweile über 10 Ländern auf allen Kontinenten.

Der Mähdrescher Gottes“ – was hat es mit diesem Begriff auf sich? „Afrika soll gerettet werden!“ – so verstand Bonnke Gottes Stimme und sah im Geist einen „durch Jesu Blut reingewaschenen afrikanischen Kontinent“. Sein Wunsch und Lebensziel lautete u.a.: "Das Evangelium muss verkündet werden. Das ist der Missionsauftrag." Um diesen Auftrag zu erfüllen hat Bonnke unermüdlich (vornehmlich) in Afrika evangelisiert. Sein Nachfolger im Missionswerk, Daniel Kolenda, schreibt, dass es nicht übertrieben sei, zu behaupten, dass durch seine Arbeit Afrika nachhaltig verändert wurde. Bonnke predigte in fast allen Ländern des Kontinents und sprach zu Millionen und Abermillionen Menschen. 79 Millionen „Entscheidungskarten für Jesus“ wurden über die 6 Jahrzehnte seiner Arbeit gezählt. Für die Kritiker: Wenn auch nur eine aus 1000(!) ernst gemeint und beständig war, waren es immer noch 79.000 gerettete Seelen!!!


Über 40 Bücher mit einer Gesamtauflage von fast 200.000.000 Exemplaren kamen aus Bonnkes Feder, darunter auch das in Deutschland verbreitete (und leider kritisierte) evangelistische Büchlein „Vom Minus zum Plus“.

Pastor Johannes Justus, Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden beschreibt Bonnke als einen Mann, der „sich nicht geschont habe, damit Menschen Jesus Christus kennenlernen konnten. Für ‚Tausende von Leitern’ weltweit sei er ein Vorbild gewesen.

Immer wieder schmerzt es mich, wenn über Menschen im Dienst Gottes hergezogen wird. Auch Bonnke kannte das Leben in der Spannung zwischen göttlichem Auftrag und öffentlichen Angriffen. Wenn ein säkularer Internetdienst ihn als „angeblichen Wunderheiler,“ „dubiosen Evangelisten“ oder „umstritten Evangelisten-Prediger“ bezeichnet und ihn für blutige Aufstände in Afrika verantwortlicht macht, ist das verzeihbar. So hätte man übrigens auch den Dienst des Paulus beschreiben können, denn seine Missionsreisen ließen – neben Gemeinden –  Spuren von Verfolgung und Aufständen zurück.

Wenn aber Christen gegen Christen schießen, nur weil diese in einigen theologischen Fragen anders denken, ihre Evangelisationsmethoden sich unterscheiden, oder weil sie mehr für Jesus bewirken im Reich Gottes als ihre Kritiker, dann ist das traurig und verwerflich. Selbsternannte „Wächter“ und „Kritiker im Dienst des Herrn“ werden sich einmal vor dem Herrn verantworten müssen für das Unheil, das sie angerichtet haben.

In alledem verweigerte sich Bonnke nicht der Kritik und Ratschlägen, unterschied aber zwischen „profanem und geistlichem Feuer (der Kritik)“. Und sicherlich tat er gut daran!

Ein Freund und Mitarbeiter schreibt über ihn: „Diejenigen, die ihn außerhalb der Bühne kannten, können seine persönliche Integrität, seine echte Freundlichkeit und seine überfließende Liebe zum Herrn bezeugen. Sein Dienst wurde inspiriert und unterstützt durch sein reiches Gebetsleben, sein tiefes Verständnis des Wortes Gottes und seine nie aufhörende Vertrautheit mit dem Heiligen Geist.

Mit Reinhard Bonnke verliert Afrika einen Afrika-Liebhaber, einen Afrika-Missionar, einen Beter für Afrika und ein deutsches Herz, das für Jesus und Afrika schlug.

Jetzt darf er, gemeinsam mit Scharen seiner geistlichen Kinder, den anbeten, den er über 60 Jahre lang feurig im Geist verkündigt hat!