„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Gott der Bedrückten und Zerschlagenen


„Ein Mensch kann durch festen Willen
sogar körperliche Krankheit ertragen;
aber wer den Mut zum Leben verloren hat,
ist zu nichts mehr in der Lage.“
(Sprüche 18:14 / HfA)

Der erste Teil des Verses ist verständlich und nachvollziehbar. Millionen und Abermillionen Menschen sind gezwungen, ihre körperliche Krankheit zu ertragen, manche mit vielen starken Medikamenten, andere mit weniger; manche mit mehr Willenskraft, andere mit weniger.

Der zweite Teil des Verses ist bedrückender. Hier geht es nicht mehr um körperliche Krankheiten, sondern um die kranke Seele. Depressionen sind eine Volkskrankheit!

Nach Informationen des Bundesgesundheitsministeriums gehören Depressionen zu den häufigsten und am meisten unterschätzten Krankheiten. Und das weltweit. Bis 2020 werden Depressionen weltweit die zweithäufigste Volkskrankheit sein. Dabei geht es nicht um Niedergeschlagenheit oder ein Stimmungstief, das alle Menschen immer wieder mal erfahren. Nein, es geht um solche, die den Mut zum Leben verloren haben. Das Leben wird ausgegrenzt, und der Tod bleibt im Herzen gefangen. Das lähmt! Man ist – wie es in Sprüche heißt – zu nichts mehr in der Lage. Und während wir Christen keine Schuldgefühle wegen einem Husten, einer Blinddarmentzündung oder einem gebrochenen Arm haben, fühlen wir uns schuldig und als Versager, wenn unsere Seele krank ist. Was ist zu tun? Welche Möglichkeiten gibt es?

Im selben Kapitel wird uns 4 Verse zuvor der Ort beschrieben, wo wir Ruhe finden können.

Der Name des Herrn ist ein starker Turm;
der Gerechte läuft dorthin und ist in Sicherheit.
(Sprüche 18:10)

Mut macht die Tatsachen, dass die Großen im Reich Gottes dafür bekannt waren, mit Depressionen zu kämpfen. Dazu gehören Francis Havergal („Wie ein Strom von oben“), William Cowper, Martin Luther, C.H. Spurgeon oder Joni Eareckson-Tada – um nur einige zu nennen. Manche Ausleger vermuten, dass Paulus’ „Pfahl im Fleisch“ immer wiederkehrende Depressionen waren. Keinen von ihnen hat Gott wegen ihrer Depressionen verworfen, getadelt oder aufs Abstellgleis gestellt. Alle von ihnen hat Jesus eingeladen (Matthäu 11:28):

Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen!
Und ich werde euch Ruhe geben.

Jesus hat nicht nur die körperlichen Krankheiten wie Magengeschwüre, Krebs oder Blindheit ans Kreuz getragen, sondern auch Depressionen, Panikattacken und Psychosen. Alle diese Krankheiten kann Jesus bereits hier auf der Erde heilen (und tut es auch gelegentlich). Aber Er ist auch für die seelischen Krankheiten ans Kreuz gegangen und heilt manchmal auch diese bereits hier in unserem Leben. ALLE Krankheiten werden laut Offenbarung 21:4 zu 100% geheilt sein, sobald wir im Himmel bei Ihm sein werden.

Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen,
und der Tod wird nicht mehr sein,
weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein;
denn das Erste ist vergangen.

Es ist egal, wer wir sind und wo wir sind. Egal, ob wir mit festem Willen unsere körperliche Krankheit ertragen oder ohne Kraft in das Depri-Loch gefallen sind. Der Name des Herrn ist unsere Rettung. Wir dürfen zu Jesus laufen und bei Ihm in Sicherheit sein, auch ohne, dass unsere Gefühle das bestätigen. Er sagt es; das genügt! Ob wir verletzte Kinder sind, mit zerschundenen Knien und blutenden Händen – oder ob wir verängstigte Kinder sind mit zerschundenen Seelen und blutenden Herzen – Seine Arme sind immer noch weit offen. Bei Ihm ist Trost und Heilung!

Zu unserem Zeugnisabend (diesmal nicht der 1., sondern der 3. Mittwoch im Monat) laden wir herzlich ein. Komm, und lass Dich durch Gottes Wort, lebendige Zeugnisse und Anbetung ermutigen!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkichen
Beginn: 19:30 Uhr

Dienstag, 15. Oktober 2019

Ein schlechter Ratgeber (Gastbeitrag)

Warum sank Petrus – als er auf dem Wasser ging – kurz bevor er Jesus erreichte?

Warum flohen die Jünger in alle Himmelsrichtungen, als man Jesus verhaftete?
Warum schlossen sie sich in einem Zimmer ein, nachdem Jesus gekreuzigt war?
Warum heuchelte Simon Petrus in Antiochien, als er und die Heidenchristen von den Judenchristen besucht wurde?
Warum muss Jesus seinen Jüngern (aller Zeiten) immer wieder zurufen: „Fürchtet euch nicht!“?
 
Die Antwort auf alle diese Fragen ist: Angst! 
Furcht, Zweifel und Ängste beherrschen unsere Welt seit dem Sündenfall.
 
Während unseres Urlaubs tauschten wir aus über unsere „Stille Zeit“. Meine Frau hatte über Jerobeam, den ersten König des israelischen Nordreiches gelesen. Gottes Wort durch die Geschichte von Jerobeam ist: „Angst ist ein schlechter Ratgeber!“
 
Ich habe sie gebeten, ihre Gedanken zusammenzufassen: 
 
Gott hatte Jerobeam, dem Regenten des israelischen Nordreiches zugesagt, dass sein Königtum Bestand haben würde. Diese Zusage war an die Auflage gebunden, Gott gehorsam zu sein und Seinen Geboten zu folgen.
 
Dummerweise hört Jerobeam auf seine inneren Ängste und Befürchtungen. Eine davon ist, dass sein Volk ins Südreich abwandern – und sein Nordreich dadurch zusammenbrechen könnte. Im Südreich stand außerdem der Tempel Israels, in dem Gott angebetet wurde. Anstatt dem allwissenden Gott zu vertrauen, lässt er sich von Furcht leiten. Anstatt sich an die Versprechen Gottes zu halten, der die Zukunft kennt, lässt er sich von seiner Angst gefangen halten. Geleitet von dieser Furcht baut er Götzenstatuen, um seinem Volk im Norden einen Anbetungsplatz und ein Anbetungsobjekt zu bieten. Jerobeam ließ zwei goldene Götzenkälber gießen. Ein Götzenkalb hatte Israel schon einmal ins Unglück gestürzt. Aber die Angst des Königs blendete ihm die Augen – und die Erinnerung.
 
Genau das, was Jerobeam in seiner Angst verhindern wollte, trat ein: sein Volk wanderte ab. Jerobeams unbegründete Angst, sein Unglauben gegenüber Gottes Verheißungen, führte dazu, dass sein Volk gottlose Wege ging. Sein Unglaube, sein Ungehorsam und sein Götzendienst verführten das Volk – weg von ihrem Gott! Eine zusätzliche Folge seiner Gottlosigkeit war, dass die Priester und religiösen Leiter des Nordreiches, die Jerobeams Götzendienst widerstanden, ins Südreich abwanderten. Ihnen folgten viele, die dem lebendigen Gott treu bleiben wollten und die Ihn von ganzem Herzen liebten und suchten.
 
In Seiner Geduld ermahnte Gott Jerobeam sogar noch, zu Ihm umzukehren, aber seine Angst verstopfte seine Ohren und er hörte nicht auf Gott. Am Ende wurde ihm und seiner Familie das Königtum entrissen. Er ging in die Geschichte ein als der König, „der Israel sündigen machte.“ Auslöser war seine Angst. Angst vor Machtverlust, Angst vor Kontrollverlust, vor  Gesichtsverlust, finanziellem Verlust, Positionsverlust … Angst! All diese Ängste waren zu 100% unbegründet, denn Gott hatte ihm für den Fall des Gehorsams eine beständige Dynastie zugesagt. Jerobeam ließ Angst sein Ratgeber sein – und verlor alles ".* 
 
Was sind Deine Ängste? Angst ist ein schlechter Ratgeber. Gott hat vorgesorgt und uns seine Verheißungen gegeben. Jesus möchte unsere sorgen, Nöte und Ängste tragen. Gib sie Ihm ab und halte Dich fest an Seinen Zusagen! 
 
* (Gastbeitrag Annerose Jung, CCFG)

Montag, 14. Oktober 2019

Lieben wie Jesus!

Ein neues Gebot gebe ich euch:
dass ihr einander lieben sollt,
damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt.

(Johannes 13:34)

 Lieben wie Jesus? Kann ich nicht!
  • Wäre ich zu allererst überhaupt bereit gewesen, die Vollkommenheit, Herrlichkeit, Reinheit und Heiligkeit des Himmels aufzugeben, um auf verdreckten und versauten Erde zu leben?
  • Hätte ich die Gemeinschaft des himmlischen Vaters verlassen um zu werden, wie meine eigenen Geschöpfe, ausgenommen ihrer Sünden?
  • Würde ich bereit sein, kleine (vielleicht schreiende) Rotznasen auf den Schoß zu nehmen, meine Hände auf ihren verlausten Kopf zu legen und sie zu segnen?
  • Hätte ich mich sehen lassen wollen mit der Frau, die mit ihrem 5.(!) Mann in wilder Ehe lebt?
  • Hätte ich mir von der stadtbekannten Prostituierten die Füße waschen lassen?
  • Hätte ich den superfrommen, selbstgerechten „reichen Jüngling“ geliebt?
  • Hätte ich die Einladung in das Haus Simons, des Pharisäers, angenommen?
  • Hätte ich den Supersünder Matthäus in meine Nachfolgerschar aufgenommen?
  • Hätte ich mich bei Supersünder 2 zum Essen eingeladen?
  • Hätte ich Simon den Rebellen als Freund akzeptiert?
  • Besäße ich die Liebe, in die verseuchten und stinkenden Hallen Bethesdas zu gehen, über Kranke, Lahme und Krüppel zu steigen um die eine Person zu finden, die Gott heilen will?
  • Hätte ich Malchus’ Ohr geheilt?
  • Hätte ich im Todeskampf für meine Peiniger gebetet?

Lieben wie Jesus? Kann ich nicht!

Solche Liebe habe ich nicht. Ich weiß nicht mal, ob ich solche Liebe möchte! Lässt die einen nicht schwach erscheinen? Wie einen Verlierer, einen, der kneift? Einen, der sich immer nur am Rand bewegt – unter anderen, die sich am Rand bewegen? Will ich das?

Das „Fleisch“ – wie die Bibel unsere alte Natur nennt – will das nicht. Aber der Geist, den Gott allen Seinen Kindern gegeben hat, der drängt darauf, bezeugt, dass solche Liebe gut ist und schafft auch ein Verlangen danach. Die gute Nachricht steht in Römer 5:1:

„Die Hoffnung aber enttäuscht uns nicht;

denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen
durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.“

Jesus verlangt nichts Unmögliches von uns. Seine Liebe ist bereits in uns. Seine Liebe ist bereits durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossen. Darum können wir lieben. Wir müssen es vielleicht lernen, weil wir so lange „im Fleisch“ (unabhängig von Gott) gelebt haben und unser Leben im Geist untrainiert ist. Aber alles, was wir brauchen, um zu lieben wie Jesus, ist uns bereits gegeben. Und dadurch sollen und dürfen wir ein Segen zu sein für unsere Umwelt und für die ganze Welt, denn praktizierte Liebe Jesu zieht Kreise.

Paulus schreibt (1 Korinther 14:1a): „Strebt nach der Liebe!“  Gib nicht auf, wenn nicht sofort ein Liebesschwall aus Deinem herzen fließt. Gib nicht auf, wenn es schwer fällt, jemandem zu vergeben. Jesus sieht unser Herz. Befiehl dem Herrn Deine Wege, einschließlich Deiner Probleme, Schwierigkeiten, Stolpersteine und Unfähigkeiten – und hoffe auf Ihn. Dann wird Er’s wohl machen! (siehe Psalm 37:5)

Jesus gibt uns ein neues Gebot – und gleich die Ausrüstung dazu! Danke, Jesus!

Sonntag, 13. Oktober 2019

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss
 
Predigttext
Richter 4:1-24 

1 Als aber Ehud gestorben war, taten die Kinder Israels wieder, was böse war in den Augen des HERRN.
2 Da verkaufte sie der HERR in die Hand Jabins, des Königs der Kanaaniter, der in Hazor regierte; und sein Heerführer war Sisera, der in Haroset-Gojim wohnte.
3 Da schrien die Kinder Israels zum HERRN; denn er hatte 900 eiserne Streitwagen, und er unterdrückte die Kinder Israels mit Gewalt 20 Jahre lang.
4 Und Debora, eine Prophetin, die Frau Lapidots, richtete Israel zu jener Zeit.
5 Und sie saß unter der Debora-Palme [zu Gericht], zwischen Rama und Bethel, auf dem Bergland Ephraim, und die Kinder Israels kamen zu ihr hinauf vor Gericht.
6 Und sie sandte hin und ließ Barak rufen, den Sohn Abinoams, von Kedesch-Naphtali, und sprach zu ihm: Hat nicht der HERR, der Gott Israels, geboten: Geh hin und zieh auf den Berg Tabor; und nimm mit dir 10 000 Mann von den Söhnen Naphtalis und von den Söhnen Sebulons!
7 Denn ich will Sisera, den Heerführer Jabins, mit seinen Streitwagen und mit seinen Heerhaufen zu dir an den Bach Kison ziehen lassen und ihn in deine Hand geben.
8 Barak aber sprach zu ihr: Wenn du mit mir gehst, so will ich gehen; gehst du aber nicht mit mir, so gehe ich nicht!
9 Da sprach sie: Ich will freilich mit dir gehen; aber der Ruhm des Feldzuges, den du unternimmst, wird nicht dir zufallen; denn der HERR wird Sisera in die Hand einer Frau verkaufen! Und Debora machte sich auf und zog mit Barak nach Kedesch.
10 Da berief Barak Sebulon und Naphtali nach Kedesch und zog mit 10 000 Mann Fußvolk hinauf; auch Debora zog mit ihm hinauf.
11 Heber aber, der Keniter, hatte sich von den Kenitern, den Söhnen Hobabs, des Schwiegervaters Moses, getrennt und hatte sein Zelt bei der Terebinthe von Zaanaim neben Kedesch aufgeschlagen.
12 Und es wurde dem Sisera berichtet, dass Barak, der Sohn Abinoams, auf den Berg Tabor gezogen sei.
13 Da berief Sisera alle seine Streitwagen, 900 eiserne Streitwagen, und das ganze Volk, das mit ihm war, von Haroset-Gojim an den Bach Kison.
14 Debora aber sprach zu Barak: Mache dich auf! Denn dies ist der Tag, an dem der HERR den Sisera in deine Hand gegeben hat! Ist nicht der HERR vor dir ausgezogen? Da stieg Barak vom Berg Tabor hinunter und die 10 000 Mann hinter ihm her.
15 Und der HERR brachte Sisera samt allen seinen Streitwagen und seinem ganzen Heer durch die Schärfe des Schwertes vor Barak in Verwirrung, sodass Sisera von seinem Streitwagen sprang und zu Fuß floh.
16 Barak aber jagte den Streitwagen und dem Heer nach bis nach Haroset-Gojim; und das ganze Heer Siseras fiel durch die Schärfe des Schwertes, sodass nicht einer übrig blieb.
Jael tötet Sisera
17 Sisera aber floh zu Fuß zum Zelt Jaels, der Frau Hebers, des Keniters; denn Jabin, der König von Hazor, und das Haus Hebers, des Keniters, hatten Frieden miteinander.
18 Jael aber trat heraus, dem Sisera entgegen, und sprach zu ihm: Kehre ein, mein Herr, kehre ein zu mir und fürchte dich nicht! Und er kehrte bei ihr ein ins Zelt, und sie deckte ihn mit einer Decke zu.
19 Er aber sprach zu ihr: Gib mir doch ein wenig Wasser zu trinken; denn ich bin durstig! Da öffnete sie den Milchschlauch und gab ihm zu trinken und deckte ihn [wieder] zu.
20 Und er sprach zu ihr: Stelle dich an den Eingang des Zeltes, und wenn jemand kommt und dich fragt und spricht: Ist jemand hier?, so sage: Nein!
21 Da nahm Jael, die Frau Hebers, einen Zeltpflock und einen Hammer zur Hand und ging leise zu ihm hinein und schlug ihm den Pflock durch die Schläfe, sodass er in die Erde drang. Er aber war vor Müdigkeit fest eingeschlafen; und er starb.
22 Und siehe, da kam Barak, der den Sisera verfolgte; Jael aber trat heraus, ihm entgegen, und sprach zu ihm: Komm her, ich will dir den Mann zeigen, den du suchst! Und als er zu ihr hineinkam, lag Sisera tot da, und der Pflock steckte in seiner Schläfe.
23 So demütigte Gott zu jener Zeit Jabin, den König von Kanaan, vor den Kindern Israels.
24 Und die Hand der Kinder Israels lastete je länger, je schwerer auf Jabin, dem König von Kanaan, bis sie Jabin, den König von Kanaan, völlig vernichtet hatten.

CCFG - Gottesdienst 
Lobpreis - Gottes Wort 
Abendmahl - Gebet!
Mittagessen - Gemeinschaft
 Beginn: 10:30 Uhr 
 Herzlich Willkommen!
Sonntagszitat:

"Gott wollte, dass wir sein Bild in die Welt tragen - als Frauen. 
Als Frauen mit unserer Stärke, mit unserem Kampfgeist 
ebenso wie mit unserer Zärtlichkeit, 
unserem Erbarmen, unserer Schönheit." 
(Stacy Eldredge)


"Die Gemeinde unserer Zeit braucht Führerpersönlichkeiten 
- Männer, Frauen und junge Leute -, 
die fest entschlossen sind, als Gottes Unterstellte 
seinen Willen zu vollbringen, was auch immer kommen mag." 
(Warren Wiersbe)

"J
esus Christus sucht nicht nach Männern und Frauen, 
die ihm ihre freien Abende, das Wochenende 
oder die Jahre ihres Ruhestands widmen möchten. 
Er sucht solche, die ihm den ersten Platz in ihrem Leben 
einräumen wollen, deren Herz für seine Sache, 
für seine Liebe und Gnade unserer Menschheit gegenüber schlägt. 
(Walter Mauerhofer)



Samstag, 12. Oktober 2019

Das Lied meiner Mutter

Ich weiß wirklich nicht, ob sie es nur samstags gesungen hat – was passend gewesen wäre – oder ob sie es auch während der Woche sang. Ich sehe sie noch in unserer 2-Zimmer-Wohnung am Waschbecken stehen und arbeiten. Neben ihr die offene Balkontüre. Die einzige Zeile aus dem Lied, die mir vom Wortlaut und der Melodie im Sinn geblieben ist, lautet:

 „Aber morgen ist Sonntag, da hat Schaffen ein End’.
Aber morgen ist Sonntag, da hat Schaffen ein End’.“

Die Woche über war es harte Arbeit gewesen, beengte Wohnverhältnisse, drei kleine Kinder. Nun, die machten auch am Sonntag Lärm und Arbeit. Aber die andere Arbeit ruhte zum großen Teil. Am Sonntag wurde weder gewaschen, noch gebügelt; es wurde weder geputzt, noch Papierkram erledigt. Sonntag war Ruhetag, der Tag der Gott gehörte. Da hatte das werktägliche Schaffen ein End’.

Es sind wertvolle, wichtige und prägende Kindheitserinnerungen, die ich in diesem Fall mit mir trage. Ich schätze sie, da sie mein Leben biblisch geprägt haben.

Meine Frau erzählt von ihrem Großvater ähnliches, ja, noch Bemerkenswerteres! Als Bauer war er auf seine jährliche Heuernte angewiesen. Damals wie heute gab es trockene und nasse Sommer. Aber egal, wie der Sommer verlief, egal wie verregnet er war und egal, was die anderen Bauern im Dorf taten, wenn in einem verregneten Sommer am Sonntag das Heu endlich zum Einfahren trocken genug war. „Opa war am Sonntag nie auf dem Feld, aber immer im Gottesdienst! Und er hat nie einen Schaden dadurch erlitten.“  Und sein Zeugnis redet bis heute!

Gibt es das heute noch? Ist diese Einstellung nicht überholt. Ein Freund mit gut laufendem Geschäft wurde zum wiederholten Mal eingeladen, einen Werbestand am Stadtfest aufzustellen. 2 Tage Kundenbegegnungen, Werbung und neue Kontakte. Was war seine Antwort auf die Einladung? "Nein. Der Sonntag gehört dem Herrn. Da muss die Arbeit ruhen!" Seine Konsequenz hat mit sehr beeindruckt und ermutigt.

Ein Prediger in China gebrauchte folgende Illustration, um zu verdeutlichen, wie Gott beraubt wird. Er erklärt: „Ein Mann ging über den Markt und hatte sieben Münzen bei sich. Er kam an einem Bettler vorbei, der seine Hand ausstreckte und um Almosen flehte. Großzügig gab der Mann dem Bedürftigen sechs seiner sieben Münzen und ging weiter. Aber anstatt sich für die Gabe dankbar zu zeigen, folgte der Bettler dem guten Mann und stahl die siebte Münze auch noch. Was für eine verwerfliche Tat!“ Dann fragt der Prediger seine Zuhörer: „Und du? Wirst Du Gott, der Dir sechs Tage geschenkt hat, den siebenten auch noch stehlen?“

Wer sich heute dafür einsetzt, dem Herrn einen Tag aus sieben zu geben, wird oft in die „Gesetzesecke“ eingeordnet. Nun, in dem Fall lasse ich mich (fast) gerne da einordnen. Heute fehlen uns die Vorbilder der Männer und Frauen, die dem Herrn geben, was dem Herrn gehört. Heute wird der eine Tag, an dem wir ausruhen können, uns versammeln und miteinander dem Herrn dienen können, für alles Mögliche benutzt, zu dem wir während der Woche nicht kommen. Das sind selten schlechte Aktivitäten, oft gute oder interessante Dinge! Sie stärken Familienbande, fördern unsere Gesundheit und helfen uns, abzuschalten. Aber sie bringen uns nicht die nötige Kraft Gottes, die wir für die nächste Woche brauchen. Vieles Gute wird gestärkt und gefördert, aber das Wichtigste verkümmert unmerklich.

Ist das gesetzliches Denken? Ich meine nicht. Ja, es rüttelt auf, es macht nachdenklich. Es bestätigt uns in unserem Verhalten oder es korrigiert uns. Es erinnert, was Jesus uns durch Hebräer 10:24-25 zuruft: 

Spornt euch gegenseitig zu Liebe und zu guten Taten an.
Und lasst uns unsere Zusammenkünfte nicht versäumen, 
wie einige es tun, sondern ermutigt und ermahnt einander, 
besonders jetzt, da der Tag seiner Wiederkehr näher rückt! 

Euch allen ein reich gesegnetes Wochenende! 

Herzlich Willkommen zu unserem morgigen Gottesdienst!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Freitag, 11. Oktober 2019

ER teilt noch heute die Wasser! Er stillt noch heute den Sturm! (Zeugnis)

Anders kann ich das Gefühl nicht beschreiben, als wir empfanden, als wir uns in den Urlaub aufmachten. Einige südliche Bundesländer hatten Ferienbeginn. Das störte uns wenig. Wir wollten dahin, wo die weg wollten. Der Stau würde sich also in die andere Richtung entwickeln. Tat er auch!

Wie immer befahlen wir unsere Reise dem Herrn an und fuhren los. Es war eine ganz tolle Fahrt. Keine LKW, relativ wenig Verkehr, eine gute Predigt auf CD, nicht zu heiß – alles stimmte. Dann näherten wir uns Ulm. Der Wetterbericht hatte bereits heftige Unwetter in Bayern angekündigt. Bis jetzt hatten wir davon noch nichts gesehen, nicht mal irgendwelche Vorboten in Form von dunklen Wolken oder donnerartigem Grummeln am Himmel. 

Dann die SMS mit der Nachricht, dass unsere Nichte am Ulmer Bahnhof 3 Stunden festsaß – wegen Unwettern. An Ulm mussten wir vorbei. Noch immer keine dunklen Wolken. Um die Geschichte kurz zu machen: Wir kamen an unserm Ziel an, trocken, ohne Regen, ohne Sturm. Mich erinnerte unsere ruhige, trockene und bewahrte Fahrt unmittelbar an den Durchzug durchs Rote Meer. Vielleicht ein etwas drastischer Vergleich. Aber wenn es an vielen Ecken gewaltig stürmt, nur da nicht, wo man gerade fährt, darf man schon mal Vergleiche ziehen. Der Herr hatte unser Gebet am Anfang der Reise erhört, das tosende Unwetter geteilt und uns bequem durch den Sturm hindurchgeleitet. 

Ein anderer Sturm entstand später, wurde aber ebenfalls gestillt. Bei einem unserer Ausflüge fand ich ein tolles kleines Täschchen an meinem Rucksack. Mit Klettverschluss war es außen befestigt und gerade groß genug für unseren Autoschlüssel. Die Fahrt von der Ferienwohnung bis zum Ziel dauerte nicht länger als eine gute halbe Stunde. Wir parkten auf einem Parkplatz, von dem aus wir vor Jahren eine Familie mit zum nächsten Bahnhof mitgenommen hatten. Sie hatten den Autoschlüssel verloren und mussten nun den Ersatzschlüssel holen. Erinnerungen! 

Dann ging’s für uns bergauf. Nach einer Stunde waren wir an einem herrlichen Aussichtsort. Drei Bänke, ein Baumstumpf als Tisch und einen tollen Blick auf die 3 Königsschlösser von König Ludwig. Wir hatten Kaffee und Kuchen mitgebracht – und natürlich unsere Bücher. Es waren schöne 1½ Stunden auf dem Berg. Um 16:30 Uhr wollten wir uns auf den Rückweg machen, packten alles zusammen, zogen unsere Rucksäcke auf und wollten losziehen. Warum ich nach der kleinen Tasche am Rucksack griff, in der ich den Autoschlüssel deponiert hatte, weiß ich nicht. Dafür gibt es keinen Grund, außer …! Jedenfalls ging mein Griff ins Leere. Das kleine Täschchen mit Klettverschluss außen und Autoschlüssel innen war weg. Richtig weg! Ganz weg, „weg weg!“ „Annerose, warte mal! Ich kann den Autoschlüssel nicht finden!“ Rucksack ab – innen untersucht – nichts! Außen untersucht – nichts! Mittlere innere Panik! War es auf dem Hinweg verloren gegangen? Hatte es jemand gefunden? Wo könnte man fragen? Wir suchen den Boden um die 3 Bänke und den Baumstumpf ab – nichts! „Na, dann müssen wir unseren Freund anrufen, dass er uns holt und zur Fereinwohnung fährt. Da haben wir den Ersatzschlüssel. Unser Freund müsste uns zurück zum Parkplatz fahren …“ schießt es mir durch den Kopf. „Ruhig!“ sage ich mir. „Es gibt Schlimmeres. Es ist nichts passiert. Nur ein paar Unannehmlichkeiten.“ Ob ich in diesen Augenblicken gebetet habe, weiß ich nicht. 

Nachdem wir Rucksack und Sitzecke ergebnislos abgesucht haben und kurz davor sind, den Platz zu verlassen, fällt mein Blick auf ein schwarzes „Etwas“, ca 2-3 Meter von einer Bank entfernt. Das Täschchen mit Schlüssel. Es musste sich gelöst haben, als ich den Rucksack beim Verlassen aufzog, um zum Parkplatz zurück zu gehen. Halleluja! Ein weiterer Sturm, den der Herr gestillt hat! Zwei Erlebnisse aus dem Alltag, die zeigen, dass Gott noch heute die Wasser teilt und die Stürme stillt! 

… Aber warum hatte ich ohne Grund beim Losgehen das Täschchen mit dem Autoschlüssel kontrolliert? Dafür gibt es keinen Grund, außer … Gott! Und warum hat Er uns geholfen obwohl ich gar nicht gebetet hatte (bestenfalls ein Stoßgebet)? Weil Er hört, bevor wir rufen! Weil Er gut ist – immer! Und weil Er unser guter Hirte ist. – Das gilt übrigens auch dann, wenn die Geschichte umständlicher ausgegangen wäre.

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Die Bibel hat mit meinem Alltag (nichts) zu tun

(Mal wieder zu spät. Sorry!)

Im Urlaub hab ich nicht nur einen ganzen Stoß Bücher mit, so viele, dass ich sie nie alle gelesen kriege. Auch christliche Zeitschriften der letzten Wochen, Monate und … Na ja. Ich kann sie halt nicht wegschmeißen und dann lese ich sie auf Zugfahrten, in Wartezimmern – und eben im Urlaub. Darunter sind auch immer Monatszeitschriften von Wycliff. Ich schätze die Arbeit von Wycliff ungemein. Gottes Wort zu übersetzen ist eine der höchsten und verantwortungsvollsten Aufgaben im Reich Gottes.

Wycliff hat das Ziel, bis zum Jahr 2025 in jeder Sprache ein Projekt zu beginnen, in der noch eine Bibelübersetzung benötigt wird. Gegenwärtig gibt es die ganze Bibel weltweit in 518 Sprachen. Das NT gibt es in 1275 Sprachen, Bibelteile in zusätzlichen 1005 Sprachen. Das ergibt 2798 Sprachen in denen es zumindest Bibelteile gibt. In weiteren 2000 Sprachen laufen bereits Projekte. Für 1967 wird definitiv noch eine Übersetzung benötigt. Zum ersten Mal in der Geschichte von Wycliff liegt die Zahl unter 2000. Preis dem Herrn!

Aber ist es wirklich so wichtig, dass jede Sprache ihre Bibelübersetzung erhält? Dieselbe Zeitschrift berichtet, wie ein durch Gewalt und Krankheit vom Aussterben bedrohtes Volk nur noch 7000 Personen zählte. Kultur und Sprache verloren an Bedeutung, die Selbstachtung war zerstört. 1958 begannen Wycliff Mitarbeiter eine Arbeit unter diesem Volk, das heute  mit 35.000 Menschen zu den 3 größten Indianervölkern ihres Landes zählt. Christen der ersten Generation besuchen heute die Gottesdienste mit ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln.

Im Artikel kommt zum Ausdruck, dass Gottes Wort, der Glaube an Jesus Christus, Menschen verändert und ein ganzes Volk vor dem Aussterben bewahrt hat. Der Glaube an Jesus, der Einfluss von Gottes Wort im Alltag der Menschen hat ihre Sprache, ihre Kultur und ihr Volk am Leben gehalten. Ja, Gottes Wort hat was mit dem alltäglichen Leben zu tun.

Auf der nächsten Seite stehen Zitate von Menschen, denen die Aussagen der Bibel im Alltag geholfen haben. Ein Pastor aus Togo wird zitiert mit den Worten: „Als ich gelesen habe, wie Jesus der Ehebrecherin begegnet ist, habe ich gemerkt: Gott ist viel gnädiger als wir!“ Eine andere Person bezeugt: „Wenn die Bibel so viel mit meinem Alltag zu tun hat, dann will ich auch eine!“

Es gäbe Tausende von Beispielen, wie die Bibel den Alltag von Einzelnen und die Existenz von Vielen verändert hat. Und hier setzt in vielen westlichen Ländern mit einem lauten Knall die ganze Problematik ein. Für viele westliche Christen ist die Bibel das Buch, das uns am Sonntag belehrt, das eine Botschaft hat, die sich an unseren Geist – an unser geistliches Leben – richtet, das aber mit unserem Alltag wenig zu tun hat. Vielleicht denkt jetzt der eine oder andere Leser: „Doch, eigentlich schon. Die Bibel ist Gottes Wort und richtet sich jederzeit an mich.“  - So haben wir zu denken und zu reden gelernt – aber handeln wir danach? Sind wir wirklich davon überzeugt, dass Gottes Wort mit unserem Alltag zu tun hat? Mit der Erziehung unserer Kinder? Mit dem Verhalten unseren Eltern gegenüber? Mit unserer Ehe, unseren beruflichen Geschäften, unserem Verhalten im Straßenverkehr, unserer Freizeitgestaltung, unserem Ess- und Trinkverhalten, unserem täglichen Schlaf?

Es ist einfach, zu sagen: „Die Bibel ist Gottes Wort an den ganzen Menschen, hineingesprochen in unseren Alltag.“ Es ist eine andere Sache, im Alltag nach Gottes Wort zu fragen, es zu erforschen und dann auch zu tun.

Jeder neue Tag ist ein neuer Alltag für uns. Geben wir Gott und Seinem Wort jeden Tag einen Teil dieses Tages, damit Er betreffs dieses Tages zu uns reden kann?

Sei Dir dessen sicher: Wenn Du mit Gott und Seinem Wort in Deinen Alltag gehst, wird Dein Tag, Deine Ehe, Deine Familie, Deine Arbeit, Deine sozialen Beziehungen etc. anders aussehen als wenn du Gott und Sein Wort außen vor lässt.

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Leid und Gnade

Bei unserem letzten Gemeindeleitungstreffen haben wir in Jakobus 1 die Verse 2-4 gelesen. Da heißt es:

Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt. Das standhafte Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt.

Das ist schon ein harter Brocken. „Lauter Freude“ … „in mancherlei Anfechtungen“. Da fällt einem sofort Apostelgeschichte 5 ein. Petrus und Johannes beziehen Prügel, weil sie von Jesus geredet haben. Und es heißt (5:41): Sie nun gingen voll Freude vom Hohen Rat hinweg, weil sie gewürdigt worden waren, Schmach zu leiden um Seines Namens willen.

Worüber waren sie froh? Über ihre Schmerzen? Über die Würdigung und das Mitleid, das sie jetzt von den Geschwistern erfahren würden? Für die entzündeten Wunden, die sie in den nächsten Tagen erwarten konnten? NEIN! uu allem! Jakobus fordert uns auch nicht auf, uns darüber zu freuen. Freude in Anfechtungen ist möglich, weil wir uns nicht an den Anfechtungen freuen, sondern vorausschauend auf das Ergebnis: „standhaftes Ausharren“, ein „vollkommenes Werk“, „Vollkommenheit“, „Vollständigkeit“ und göttliche Versorgung.

Wenn es uns also schwer fällt, uns an Not, Leid und anderen Anfechtungen zu freuen, ist das völlig normal. Das alles muss uns auch nicht erfreuen. Vielmehr die Vorausschau, was es in unserem Leben bewirken wird – das ist Grund zur Freude. Denn auch im Leid ist der Herr uns gnädig und arbeitet an uns. Schau nach vorne oder nach oben, nicht (nur) auf Deine gegenwärtige Not.

Stanley Jones, Theologe, Redner, Autor und Missionar in Indien hat eine gute Erklärung für die Verbindung zwischen unserem Leid und Gottes Gnade. Er illustiriert:

Wenn ein Stück rohes Eisen, das noch ungebraucht in der Schmiede herumliegt, reden könnte, so würde es sagen: "Ich bin schwarz, ich bin kalt, ich bin hart!" Das alles ist vollkommen wahr. Aber nun lege dieses selbe Stück Eisen in das Feuer der Esse und warte nur ein wenig, bis das Feuer seine Macht an ihm bewiesen hat. Jetzt würde es verwundert sagen müssen: "Die Schwärze, die Kälte, die Härte ist weg! Ich bin völlig verändert. Nun bin ich rot statt schwarz, nun bin ich glühend statt kalt, nun bin ich biegsam statt hart, nun bin ich brauchbar geworden für meine Bestimmung!"

Würde sich das Eisen selber rühmen? Nein, es würde sich des Feuers rühmen, durch das es so vollkommen umgewandelt wurde.

So ist auch der Mensch von Natur schwarz, kalt und hart. Aber wenn der Herr ihn mit seinen göttlichen Einwirkungen berührt, wenn Jesu Blut ihn reinigt, wenn er von Gottes Liebe erfüllt wird, so verschwindet das, was er von Natur war. Jedoch die Ehre der Verwandlung kommt nicht dem Menschen, sondern dem Herrn zu.

Wenn man auf dieses Ziel blickt, werden Schmerzen nicht unbedingt weniger und Finanzen nicht unbedingt mehr. Aber es öffnet uns den Blick, dass Leid, Not und andere Anfechtungen ein Ziel verfolgen: uns standhaft und vollkommen zu machen. Der zuversichtliche Blick auf dieses Ziel kann dann doch die Freude fördern.