„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Montag, 16. April 2018

HEUTE! Nicht verpassen, MÄNNER!

CCFG Männerabend - 19:30 Uhr
Bitzegarten 5 (gegenüber dem Ärztezentrum)
Andacht - anbetung - Abendessen
HERZLICH WILLKOMMEN!

Immer was zu meckern ...

Die Geschichte erzählt von einer alten Witwe, die von der finanziellen Unterstützung ihrer beiden Söhne abhängig war. Der Ältere war ein Schirmverkäufer. Der erste Gang der Witwe jeden Morgen war der Gang zum Fenster um zu schauen, ob die Sonne schien oder ob es regnete. War es bewölkt, wurde ihr wohl ums Herz, denn die Chancen standen gut, dass es regnen – und ihr Sohn einige Schirme würde verkaufen können. Schien aber die Sonne, ging es ihr ganz schlecht, denn Regenschirme wurden an solchen Tagen nicht verkauft. 

Der jüngere Sohn der Frau verkaufte Tischventilatoren. Jeder Morgen, der Regen verhieß, deprimierte die Frau, denn ohne Sonne und Wärme würde ihr Sohn kaum Ventilatoren verkaufen können. 

Egal wie das Wetter war, die Frau hatte immer einen Grund, sich zu grämen.

Während sie sich an einem Tag in Gegenwart eines Freundes selbst bemitleidete, erwähnte ihr Gegenüber: “Lass den Kopf doch nicht so hängen. Wenn die Sonne scheint, kaufen die Leute Tischventilatoren. Wenn es regnet, kaufen sie Schirme. Daran muss sich gar nichts ändern. Alles was sich ändern muss, ist Deine Einstellung. Du kannst ja gar nicht verlieren!” Als ihr diese einfachen Gedanken bewußt wurden, lebte sie glücklich bis an ihr Lebensende. 

Spätestens der letzte Satz hat uns klar gemacht, dass es sich um eine erfunden (und dennoch sinnvolle) Geschichte handelt. – Nicht erfunden, sondern erforscht ist die Tatsache, dass Gewinner einer Bronzemedallie in der Regel glücklicher sind als Gewinner einer Silbermedallie. Warum? Gewinner einer Bronzemedallie freuen sich darüber, überhaupt eine Medallie gewonnen zu haben. Gewinner einer Silbermedallie dagegen können in der Regel nicht begreifen, wie nah sie der Goldmedallie gekommen sind.
Es ist eine Sache der Perspektive, der inneren Einstellung. 
 
Die Bibel fordert uns auf, dankbar zu sein! In allem und für alles.
 
Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes 
in Christus Jesus für euch. (1 Thessalonicher 5:18)
 
Sagt allezeit für alles dem Gott und Vater Dank 
im Namen unseres Herrn Jesus Christus! (Epheser 5:20) 
 
Das ist eine Größenordnung, an die die meisten Menschen nicht gewöhnt sind. Es fällt uns soviel leichter, zu murren, zu meckern, uns zu grämen und uns selbst zu bemitleiden. Beispiel: Wie schnell komme ich in Gefahr, über Aspekte unseres Gesundheitssystem zu klagen! Aber immer nur so lange, bis mir mein kranker Freund auf den Philippinen einfällt, der nur einen Bruchteil der Hilfe erhält, die ich hier erhalte.  Wie oft schimpfe ich über Politik ... bis mir bewußt wird, dass der Großteil der Welt mit wesentlich weniger Freiheiten und Rechten lebt als ich.
 
Die Erinnerung an diese Tatsachen macht kein Übel kleiner, aber meine Dankbarkeit größer und verschiebt die Perspektive ein wenig: weg von mir, mein und mich – hin zu wir und uns. Mir wird bewußt, dass nicht ich der Mittelpunkt bin, um den sich alles drehen und dem alles gefallen muss. Das höchste Gebot ist, GOTT zu lieben und aus dieser Verbindung heraus, in Seiner Liebe, meinen Nächsten zu lieben wie mich selbst. Ein Leben auf dieser Schiene hat eine ganz andere Perspektive. Mit dieser Perspektive kann ich dankbar sein, in allem und für alles, für den Regen und die Sonne, für eine Silbermedallie und selbst für den Trostpreis. Lass Gottes Liebe und Güte zu Dir zu Deiner Perspektive werden, sage Ihm Dank in und für alles – und erfahre Licht statt Dunkelheit, Zufriedenheit statt Mürrigkeit.

Sonntag, 15. April 2018

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext heute
Apostelgeschichte 5:1-16

1 Auch ein Mann namens Hananias verkaufte mit seiner Frau Saphira ein Grundstück.
2 Mit ihrem Wissen schaffte er einen Teil des Erlöses beiseite. Den Rest legte er als Gesamterlös vor die Apostel hin.
3 Doch Petrus sagte zu ihm: "Warum hat der Satan dein Herz erfüllt? Warum hast du den Heiligen Geist belogen und etwas von der Einnahme für euer Grundstück beiseitegeschafft?
4 Du hättest es doch behalten können. Und selbst nach dem Verkauf stand das Geld zu deiner freien Verfügung. Warum hast du dich nur auf so etwas eingelassen? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott."
5 Bei diesen Worten brach Hananias zusammen und starb. Ein tiefes Erschrecken erfasste alle, die davon hörten.  
6 Die jungen Männer, die in der Versammlung waren, wickelten den Toten in ein Tuch, trugen ihn hinaus und begruben ihn.
7 Etwa drei Stunden später kam seine Frau Saphira völlig ahnungslos herein.
8 "Sag mir", fragte Petrus sie, "habt ihr das Grundstück für diesen Betrag hier verkauft?" – "Ja", erwiderte sie, "das ist der Betrag."
9 Da sagte Petrus: "Warum habt ihr euch nur verabredet, den Geist des Herrn zu versuchen? – Hörst du die Schritte? Die, die deinen Mann begraben haben, stehen schon vor der Tür und werden auch dich hinaustragen."
10 Im selben Augenblick brach Saphira zusammen und starb. Als die jungen Männer hereinkamen, sahen sie ihren Leichnam auf dem Boden vor Petrus liegen. Sie trugen auch sie hinaus und begruben sie neben ihrem Mann.
11 Ein tiefes Erschrecken erfasste die ganze Gemeinde und alle, die davon hörten.
12 Durch die Apostel geschahen unter dem Volk eine Menge erstaunlicher Zeichen und Wunder. Die Gläubigen waren eines Sinnes und trafen sich regelmäßig in der Säulenhalle, die man Salomohalle nannte.
13 Das Volk sprach voller Hochachtung von ihnen, aber niemand wagte, ihnen zu nahe zu treten.
14 Trotzdem kamen immer mehr Menschen, die an den Herrn glaubten, dazu, Scharen von Männern und Frauen.
15 Es kam so weit, dass die Leute Kranke auf die Straßen brachten und dort auf Betten und Matten legten. Sie hofften, dass wenigstens der Schatten von Petrus auf einen von ihnen fallen würde.
16 Selbst aus der Umgebung von Jerusalem strömten die Leute zusammen. Sie brachten Kranke und von bösen Geistern Geplagte herbei, die dann alle geheilt wurden.
 
Anbetung
Predigt
Abendmahl
(parallel Kindergottesdienst) 
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Auf Wunsch Gebet
Einladung zum gemeinsamen Mittagessen 
Beginn: 10:30 Uhr

Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude) 
57290 Neunkirchen-Zentrum 


HERZLICH WILLKOMMEN!
Wir freuen uns auf Dich!
Sonntagszitat:

Heuchelei ist ein geistliches Krebsgeschwür, 
das Leben und Dienst zugrunde richten kann.
(John F. MacArthur)
Wenn wir über eine Sünde, nachdem wir Vergebung erfahren haben, 
noch lange grübeln, rauben wir Jesus und uns selbst viel Freude.
(Corrie ten Boom)

Samstag, 14. April 2018

Der Kampf um Jesus

Es ist schon interessant was säkulare und – leider auch – pseudochristliche Quellen in den letzten Wochen so alles über Jesus von sich gegeben haben. Systematisch soll der christliche Glaube lächerlich gemacht werden, indem scheinwissenschaftliche Aussagen gemacht werden und mit Titeln und Thesen um sich geworfen wird.

Ein Artikel auf „web.de“ warb vor wenigen Tagen mit der Überschrift: „Geburt in Bethlehem ist ein Märchen“. Umrahmt von außerbiblischen Mythen wurde behauptet, Jesus sei nicht in Bethlehem geboren worden. Volkszählung, Stall in Bethlehem, Hirten und Könige aus dem Osten habe es nie gegeben. Um das Ganze logischer zu machen wurde darauf hingewiesen, dass Herodes, unter dessen Herrschaft Jesu geboren wurde, schon im Jahre 4 vor Christus gestorben sei.

Antwort: Christen behaupten nicht, dass Jesus im Jahr „0“ geboren wurde. Erst der römische Mönch Dionysius Exiguus im 5 Jahrhundert datierte die Geburt Jesu und begann die „christliche Zeitrechnung“. Die Zeitrechnung ist nicht inspiriert, wohl aber die anderen Aussagen, die angezweifelt werden. Alles in einem Atemzug zu nennen, ist irreführend und den Glauben untergrabend.

Auch der Tod Jesu wurde in diesen Tagen massiv angegriffen. Im selben Artikel wird die gewagte These des Religionslehrers Holger Kersten zitiert. Seine Überlegungen gehen dahin, dass Jesus lebend vom Kreuz abgenommen – und in einem Grab gesundgepflegt wurde. Dann setzte er sich nach Indien ab und verstarb dort in hohem Alter. Als Begründung dieser These wird angeführt, dass der Todeskampf am Kreuz oft mehrere Tage dauerte, Jesus aber bereits nach Stunden tot war. Nicht erwähnt wird, dass andere die Folter VOR der Kreuzigung nicht mal überlebten und gar nicht mehr gekreuzigt wurden. Nicht erwähnt wird, dass Jesus nicht nur körperliche, sondern auch geistlich/seelische Qualen erlitt. Er nahm auf sich unsere Krankheiten und Sünden. Im selben Atemzug wird der Mythos des Turiner Grabtuches angezweifelt und (zu recht) verworfen.

Antwort: Evangelikale Christen gründen ihren Glauben auch nicht auf Fälschungen oder Reliquien wie das Turiner Grabtuch oder andere außerbiblischen Scheinbeweise. Für sie zählt allein das Wort Gottes als unbedingt zuverlässig. Dass aber biblische Fakten und außerbiblische Fälschungen in einem Artikel als Mythos dargestellt werden, hat nur ein Ziel: den christlichen Glauben zu untergraben.

Schließlich muss auch die Auferstehung Jesu dran glauben. Ein scheinbarer „Insider“, ein Landesbischof der Nordelbischen Evangelisch-lutherischen Kirche veröffentlichte bereits vor 2 Jahren einen Artikel, in dem es heißt: „Jesus ist tot. Sein Leib verging wie jeder Menschenleib. Aber das, was ihm göttlich war, seine Sache und Haltung, seine Leidenschaft und sein Einsatz fürs wahre Leben, das lebt.“ Ostern bedeutet daher eine persönliche und gemeinsame Auferstehung „in das wahre, leibhaftige, mutige und göttliche Leben hinein!“

Antwort: Schlaumeier! Heute meinen die Betitelten und Philosophen ganz fest zu wissen, wie bestimmte Tiere vor angeblich 150 Millionen Jahren ausgesehen haben, wie sie sich anhörten und was sie zum Frühstück gegessen haben – und das zu einer Zeit, als es noch niemanden gab, der das aufschreiben konnte. 
Aber vor nur 2000 Jahren, als die Menschheit schon von intelligenten Geschichtsschreibern umgeben war, da haben verschiedene Schreiber, gläubige und ungläubige, dem Glauben nahe und dem Glauben ferne, unter ihnen mehrere Augenzeugen, die "am Tatort waren" ganz genau aufgeschrieben, wie das mit der Auferstehung Jesu war – aber DAS will man nicht glauben und stellt es heute, 2000 Jahre später, in Frage.

Lassen wir uns von niemandem unseren lebendigen Glauben madig machen. Niemand kann uns nehmen, was wir im Herzen wissen, was wir mit Jesus, dem lebendigen Sohn Gottes erlebt haben. Niemand kann uns die Schuld wieder aufbürden, die Jesus uns vergeben – oder das Leben nehmen, das Jesus uns geschenkt hat. 

Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen,
die verlorengehen; uns aber, die wir gerettet werden,
ist es eine Gotteskraft.
(1 Korinther 1:18)

Die Befehle des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz;
das Gebot des Herrn ist lauter, es erleuchtet die Augen.
(Psalm 19:9)

Wir glauben an Jesus, von einer Jungfrau geboren in Bethlehem, auf Golgatha für unsere Sünden gestorben und am 3 Tag wieder von den Toten auferstanden. Er hat uns neues Leben geschenkt. Jeden Sonntagmorgen feiern wir Ihn. Wir laden ein, dabei zu sein, mit uns Gottesdienst zu feiern und es mit uns zu lernen, jeden Tag auf Ihn zu schauen und uns über Ihn zu freuen. 
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen
Beginn 10:30 Uhr
HERZLICH WILLKOMMEN!

Freitag, 13. April 2018

Montag, 16. April 2018: Männerabend @ CCFG

Komm, und bring Deine Freunde mit!

Die Luft ist raus!

Das ist in der Regel eine schlimme, unwillkommene Aussage. Ob es sich um unser Auto handelt, um das Fahrrad, den Freiluftballon, den Schwimmreifen, die Sauerstoffflasche oder den Luftballon. Das kann sogar gefährlich werden. Wenn die Luft raus ist ... ... NICHT GUT! 

Morgens nach dem Frühgebet saßen wir zusammen beim Frühstück und unterhielten uns über die Lage der Gemeinden. Menschen kommen, Menschen gehen. Einige sind (positiv) neugierig und wollen einfach mal reinschauen. Prima! Aber sie kommen – und sie gehen auch wieder. Andere suchen etwas – viele ohne zu wissen, was sie suchen. Viele von ihnen kommen – Prima! ... und dann gehen sie auch wieder. Schade! Wieder andere bleiben ... und finden ... und freuen sich ... und sind begeistert ... und wachsen ... und brennen für Jesus ... und wachsen ... und wachsen etwas langsamer ... und noch langsamer ... und verlieren den Schwung ... und kommen in Spurrillen, die kein Wachstum mehr zulassen ... und laufen immer weiter ... und wissen, wie „man“ so lebt als Christ ... und wachsen gar nicht mehr ... und merken es nicht einmal – DIE LUFT IST RAUS! 

Als sie noch brannten, sangen sie Lieder auf der Straße (oder zu Hause oder bei Freunden – aber sie sangen Lieder!), präsentierten stolz ihren christlichen Anstecker und Aufkleber, freuten sich auf die nächste Gemeindestunde, was immer es war, sprachen über Jesus wie ihre Freunde über Sport oder das letzte Konzert und wurden erfüllt und getrieben vom Wind des Geistes Gottes. Und irgendwann gab es einen winzigen Piekser im Leben mit Jesus, eine kleine Nachlässigkeit, ein kleines Versäumnis. Nicht, dass es einen großen Knall gab und man platt war. Nein! Es ging schleichend. Man praktizierte vieles weiter, was man mittlerweile praktizieren konnte – auch ohne den Geist. Und die Luft entwich. Der Heilige Geist wurde betrübt – und man merkte es kaum. 

Vergleicht man unser geistliches Leben in Westeuropa mit dem geistlichen Leben auf vielen Missionsfeldern, dann stellt man unweigerlich fest: Die Luft ist raus! 

Mein Wunsch wäre, dass alle, die diesen Eintrag lesen, mit Überzeugung sagen können: „Danke, Herr, dass bei mir die Luft noch nicht draußen ist! Danke, Herr, für die Fülle und den Wind Deines Geistes!“ Die Realität sieht anders aus! Wie sieht Dein (geistliches) Leben aus? Ist die Luft raus? Oder erfreust Du Dich der Kraft des Geistes Gottes, der das Feuer in Dir am Brennen hält?

Jesus möchte Dir das Feuer des Geistes erhalten – oder es ganz neu in Dir entfachen. Nichts liegt Jesus mehr am Herzen, nichts macht Ihm mehr Freude als Seine Kinder zurück zu holen zur ersten Liebe, sie mit Kraft aus der Höhe auszurüsten zum Dienst und sie vollmächtig im Segen zu gebrauchen. Jesus wartet! Gib Ihm den leeren Luftballon Deines Lebens und lass Ihn neu hineinblasen, lass Ihn Dich füllen mit Seinem Wind. Zurück zur ersten Liebe! (w)

Donnerstag, 12. April 2018

Zweierlei Maß

Immer wieder kann man von „Helden“ lesen, die für ihre Sache sterben. Nicht nur in Romanen, sondern auch in der Zeitung.

Wrestler sind Schaukämpfer, die für die Zuschauer – d.h., für deren Geld – wilde Kämpfe ausführen, deren Ergebnis schon vor dem Kampf festgelegt ist. Der frühere Europameister und heutige Trainer, Karsten Kretschmer, bezeichnet Wrestling als Hochleistungssport, der gefährlich und mit Risiko verbunden ist. 2015 starb der mexikanische Wrestling-Star, Pedro A. Ramirez, als der Tritt seines Gegners ihm das Genick brach. Den Sport gibt es immer noch.

Viele Journalisten leben ähnlich gefährlich. Für Geld, für ihren Ruf und ihre Ehre ziehen sie an die Fronten von Kriegsschauplätzen oder führen versteckte Interviews mit Terroristen und Mördern. Je dramatischer, desto besser. Kommen sie dabei ums Leben – wird geklagt, anderen die Schuld zugewiesen und sie werden gefeiert wie Helden, die sich für eine noble Sache geopfert haben. Dass diese noble Sache oft lediglich „Finanzen“ und vielleicht noch „Ruhm“ und „Nervenkitzel“ lautete, stört keinen.

Antropologen ziehen (angeblich) für das Wohl der Menschen in entlegenen Gebieten der Welt um unberührte Völker zu suchen und zu erforschen. Auch hier ist viel Geld, Verlangen nach Ruhm im Namen der Wissenschaft und Publicity im Spiel. Begeben sie sich in Gefahr und kommen sie um – für ihren Einsatz werden sie noch geehrt und gelobt.

Missionare sind Menschen, die sich ganzheitlich für das Wohl anderer Menschen und Völker einsetzen. Ihr Anliegen ist es, das geistliche, körperliche und seelische Wohl dieser Menschen zu fördern. Sie sind selbstlos, ohne finanzielle Vorteile und Boten des Friedens. Ihr Einsatz hat in aller Welt unzählige Menschen von Angst, Krankheiten und den Zivilisationsübeln der westlichen Welt befreit oder geschützt. Dafür setzen diese Missionare selbstlos ihre Gesundheit oder ihr Leben aufs Spiel. Kommen sie tatsächlich um, wird die Welt wild, weil diese Missionare in ihren Augen so unvorsichtig und unklug sind. Dann wird nicht nur ihr Handeln, sondern auch ihr Glaube und der Glaube aller, die sich mit ihrem Anliegen identifizieren, verurteilt und verrissen.

Das ist zweierlei Maß!

Aber damit müssen wir leben! Jesus sagt (1 Joh 3:13; Joh 15:18):

Verwundert euch nicht, meine Brüder,
wenn euch die Welt hasst! Wenn euch die Welt hasst, so wisst,
dass sie mich vor euch gehasst hat.

Licht schmerzt in Augen, die nur an Dunkelheit gewöhnt sind. Reine Motive klagen minderwertige Motive an – und das ganz ohne Worte.

Was also tun wir? Wie reagieren wir auf Angriffe, Spott, Verleumdungen und Verurteilungen, sogar für das, wofür andere gelobt werden? Wir stellen unsere Ohren auf Durchzug, wenn Menschen den Dienst für Jesus kleinreden oder kritisieren. Wir ermutigen alle, die verurteilt werden, weil sie, motiviert durch Liebe, Leib und Leben für die Sache Jesu und für das Wohl der Menschen opfern. Und wir stellen unsere Ohren nicht auf Durchzug, sondern hören genau hin, wenn Jesus uns zuruft (Johannes 15:20; Markus 10:21):

Gedenkt an das Wort, das ich zu euch gesagt habe:
Der Knecht ist nicht größer als sein Herr.
Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen;
Komm, nimm das Kreuz auf dich und folge mir nach!

Und weiter in Gottes Wort (Römer 14:8):

„Denn leben wir, so leben wir dem Herrn, und sterben wir,
so sterben wir dem Herrn; ob wir nun leben oder sterben,
wir gehören dem Herrn.“

Zweierlei Maß? Das ist zu erwarten. Aber es lohnt sich um Jesu willen!

Mittwoch, 11. April 2018

Johannes

Nochmal der Jesusfilm (Wer gestern nicht gelesen hat, kann das ja noch nachholen). Ganz am Anfang der Lebensgeschichte Jesu taucht Johannes auf – Johannes der Täufer. Er ist ein Verwandter Jesu und ein kraftvolles Zeugnis für Ihn – Sein Herold. Herolde waren solche, die vor dem Besuch eines Königs dessen Kommen ankündigten, damit sich jeder Ort auf das königliche Kommen vorbereiten konnte. Schon bevor Jesus auf der Bildfläche erscheint, erscheint Johannes.

Machtvoll verkündigt er das Reich Gottes und ruft zur Buße auf. Er lädt alle ein, die bereit sind, ihm zuzuhören. Er tauft als Zeichen der Buße, er beantwortet Fragen und – als Jesus dann auftaucht um selbst getauft zu werden (nicht als Zeichen der Buße) – da ist Johannes beschämt und möchte sich eigentlich lieber von Jesus taufen lassen, anstatt Ihn zu taufen.

Johannes der Täufer war ein Mann, der von sich weg wies und auf Jesus hinwies. Und das mit gewaltigen Worten, voll von tiefer Erkenntnis. Johannes bezeugt:

Es kommt einer nach mir, der stärker ist als ich,
und ich bin nicht würdig, ihm gebückt seinen Schuhriemen zu lösen.
(Markus 1:7)
Siehe, das Lamm Gottes,
das die Sünde der Welt hinwegnimmt!
(Johannes 1:29)
Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.
(Johannes 3:30)

Johannes der Täufer klagte Sünde an. Nicht nur gegenüber Geringeren als er selbst. Nicht nur gegenüber denen, die ihm nichts anhaben konnten. Er nahm kein Blatt vor den Mund, als Herodes seinem Bruder die Frau ausspannte und in einer ehebrecherischen Beziehung mit ihr lebte. Das widerrief er auch nicht, als er dafür in den Knast musste – und dort schließlich um seines Glaubens willen geköpft wurde.

Johannes der Täufer ist ein Vorbild für Nachfolge und Hingabe. Was aber beim Anschauen des Films meine Aufmerksamkeit gefangen nahm, war die Szene eines verzweifelten, zweifelnden Johannes im Gefängnis. Sein Glaube wurde geprüft. Sein Glaube wurde angefochten. Bei all dem gewaltigen Gotterleben der Vergangenheit, bei allen Worten, die er mit felsenfester Überzeugung gepredigt hatte, bei aller Frucht, die Gott durch diesen Mann gewirkt hatte, beschreibt die Bibel auch die Stunden, in denen sein Glaube schwankte und sein Mut verging – so sehr, dass er seine Jünger zu Jesus sandte mit der Frage, ob Er wirklich der verheißene Messias sei, oder ob sie weiter auf einen anderen warten sollten. Welche Seelenschmerzen muss Johannes durchlebt haben. Fragte er sich vielleicht, warum der, den er für den Messias hielt, ihn nicht aus dem Gefängnis befreite. Tiefste Hoffnungslosigkeit!

Aber wie Jesus mit diesem Gotteskämpfer umgeht ist einfach nur göttlich barmherzig. Kein Tadel, kein Kopfschütteln, sondern volles Verständnis und eine klare Antwort (Lukas 7:22+23):

Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen:
Geht hin und berichtet dem Johannes, 
was ihr gesehen und gehört habt:
Blinde werden sehend, Lahme gehen,
Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote werden auferweckt,
Armen wird das Evangelium verkündigt.
Und glückselig ist, wer nicht Anstoß nimmt an mir!

Und später (Lukas 7:28) erklärt er dem Volk:

Unter denen, die von Frauen geboren sind,
gibt es keinen größeren Propheten als Johannes den Täufer;
doch der Kleinste im Reich Gottes ist größer als er.

Wenn aber dieser Johannes der Täufer, dieser Mann Gottes, schwach, verzweifelt und zweifelnd sein durfte, wenn Gott ihm diese Anfechtung zu ließ, um ihn zu segnen, dann wird es uns nicht anders gehen. Niemand muss sich seiner Verzweiflung oder seiner Zweifel schämen. Wir dürfen sie zu Jesus bringen und durch Seine göttliche Barmherzigkeit und Seine Antworten Hilfe erfahren.

Der Herr segne alle, die zweifeln oder verzweifelt sind!

Herzlich laden wir auch zu unserem Jüngerschaftsabend ein, der jeden Mittwoch um 19:30 Uhr im Gemeinderaum beginnt. Während oder nachher ist auch immer die Gelegenheit zum Gespräch oder zum gemeinsamen Gebet.

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen
Beginn 19:30 Uhr
HERZLICH WILLKOMMEN!