Montag, 21. November 2016
Glaubenshelden oder Glaubensmomente?
Hebräer 11 ist vielleicht eins der anschaulichsten Kapitel
im Neuen Testament. Es erinnert an so viele der alttestamentlichen Personen,
die wir gerne als Glaubenshelden bezeichnen. Das Kapitel zu lesen mag
verschiedene Reaktionen in uns auslösen. Die einen werden sagen: „WOW! So möchte ich auch glauben und werden.
Die Kämpfe Gottes kämpfen und für Jesus von Sieg zu Sieg eilen!“ Die
anderen sagen: „Das bewirkt nur Frust. So
werde ich nie. Ich heiße Michael und nicht Mose, oder – ich heiße Sabine und
nicht Sarah. Hebräer 11 zieht mich nur runter.“
Am 23. Oktober predigte Andreas in unserer Gemeinde. Es ging
um Gideon, der auch in Hebräer 11 erwähnt wird. Bei mir hängen blieb u.a. der Gedanke:
Auch all diese „Glaubenshelden“ waren nicht die, die ohne
Niederlagen und Schwächen blieben. Aber sie hatten Glaubensmomente, von denen in Hebräer
11 berichtet wird. Oh! Das macht Mut. Ich fühle mich nicht als Held, aber ich gehöre
demselben Herrn und der sieht mich vielleicht ganz anders als ich mich selbst sehe.
Gideon fühlte sich unfähig, schwach, klein, unnütz, verängstigt
und vor allem für Gott völlig unbrauchbar. Aber seine Selbsteinschätzung war
falsch. Gott beschreibt ihn ganz anders. Als „tapferen Helden“ bezeichnet Gott
Gideon. Der fühlte sich nicht danach. Nein, als Glaubenshelden konnte er sich nicht sehen. Und er hatte auch seine
schwachen Zeiten. Aber: Gott
bezeichnet ihn als tapferen Helden und schenkt ihm einen Glaubensmoment, der
ihn dann Eingang finden lässt in Hebräer 11.
Preis dem Herrn! Zum einen bin ich nicht der, für den ich
mich halte. Ich bin der, für den Gott mich hält. Einer der Predigtpunkte
besagte genau das: Wir müssen uns so sehen, wie GOTT uns sieht!
Preis dem Herrn! Zum anderen muss ich nicht ein geistliches
Dauerhoch erleben oder in einer geistlichen Überwelt leben, um Gott dienen zu
können. Auch ich darf mit Jesus leben und Glaubensmomente erfahren, die mein
Leben prägen, stärken und erfüllen werden. Vielleicht sollten wir viel mehr danach
streben, Glaubensmomente mit Jesus zu haben als danach, zu Glaubenshelden
zu werden. Nicht Helden, die immer gut drauf waren, ständig Wunder über Wunder
erlebten und dadurch zu etwas Besonderem wurden, sondern Gläubige mit
besonderen Glaubensmomenten, die am Ende Gott die Ehre gaben.
Das ist überschaubar, nicht frustrierend sondern etwas für
mich, einen ganz normalen Christen, der trotz viel Versagen einfach nur sein
Bestes für Jesus geben möchte.
Mach doch einfach mal mit. Nicht im Streben, zu einem
Glaubenshelden für Jesus zu werden, aber in dem Verlangen, immer mehr
Glaubensmomente mit Jesus zu erleben.
Sonntag, 20. November 2016
Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss
Die Predigt kann Anfang der Woche HIER runtergeladen oder online angehört werden!
Sonntagszitat:
Predigttext heute:
Römer 12:9-21
9 Liebe muss echt sein, ohne Heuchelei! Verabscheut das Böse, haltet am Guten fest!
10 Seid einander in herzlicher geschwisterlicher Liebe zugetan! Übertrefft euch in gegenseitigem Respekt!
11 Werdet im Fleiß nicht nachlässig, lasst den Geist Gottes in euch brennen und dient so dem Herrn!
12 Freut euch, weil ihr Hoffnung habt, bleibt standhaft in Bedrängnis, seid treu im Gebet!
13 Nehmt Anteil an den Nöten der Gläubigen und helft ihnen! Bemüht euch um Gastfreundschaft!
14 Segnet eure Verfolger, wünscht ihnen Gutes und verflucht sie nicht!
15 Freut euch mit denen, die sich freuen; weint mit denen, die weinen!
16 Seid miteinander auf dasselbe Ziel
bedacht! Strebt nicht hoch hinaus, sondern lasst euch auch von geringen
Dingen in Anspruch nehmen! Haltet euch nicht selbst für klug!
17 Vergeltet niemand Böses mit Bösem! Bemüht euch um ein vorbildliches Verhalten gegenüber jedermann!
18 Soweit es irgend möglich ist, und soweit es auf euch ankommt, lebt mit allen Menschen in Frieden!
19 Rächt euch nicht selbst, ihr Lieben,
sondern lasst Raum für den Zorn Gottes! Denn in der Schrift steht: "Es
ist meine Sache, das Unrecht zu rächen, sagt der Herr, ich werde
Vergeltung üben!"
20 "Wenn dein Feind hungrig ist, gib ihm zu
essen, wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken! Denn wenn du das tust,
wirst du ihn zutiefst beschämen.
21 Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse mit dem Guten!"
Im
Gottesdienst benutzen wir meist die Schlachter Übersetzung.
Aus
Copyrightgründen ist hier der leicht verständliche Text der NeÜ zu lesen.
(Quelle: HIER)
(Quelle: HIER)
Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
(parallel Kindergottesdienst)
Anbetungszeit
Predigt
AnschließendMittagessen @ CCFG
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Beginn: 10:30 Uhr
Wir freuen uns auf Dich!
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum
Sonntagszitat:
Je ärmer unsere Bruderliebe, desto weniger lebten wir offenbar
aus Gottes Barmherzigkeit und Liebe. (Dietrich Bonhoeffer)
Nächstenliebe ist immer kostenlos für den, der sie empfängt,
aber nie für den, der sie verschenkt. (Detlev Fleischhammel)
Gastfreundschaft und Nächstenliebe sind
Gradmesser echten Christseins. (Peter Hahne)
Samstag, 19. November 2016
Shabaz
Vorgestellt wurde er mit Shabaz. Ob das sein
richtiger Name ist, weiß ich nicht, denn über Shabaz wurde eine „Fatwa“
ausgerufen. Wer immer Shabaz findet und tötet, hat etwas Gutes
vollbracht. Es wird keine Strafverfolgung geben, es werden keine Fragen
gestellt – im Gegenteil, der Mörder kann mit einer reichen Belohnung
rechnen.
Shabaz ist Musiker in einer Anbetungsband.
Von ganzem Herzen, mit Inbrungst und Feuer dient er seinem Herrn. Am
vergangenen Samstag war er einer der Redner auf dem Open Doors
Jahrestag, den ich per Livestream in Siegen miterlebt habe.
Lediglich eine verschwindende Minderheit
von 3% der Bevölkerung in Pakistan sind Christen irgendeiner Prägung.
Sie werden verfolgt. Die islamische Regierung und Bevölkerung gewöhnen
sich nicht etwa an die Anwesenheit der paar Christen im Land. Nein,
Verfolgung nimmt zu, seit den vergangenen 10 Jahren extrem. In den
letzten 5 Jahren hat es zunehmend Morddrohungen und Morde gegeben.
Im Jahr 2009 schrieb die pakistanische
Regierung die Kirchengemeinden des Landes an und bot ihnen Lizenzen für
Waffen an, denn – so sagten die Offiziellen: „Wir können euch nicht beschützen!“ gemeint war wohl: „Wir wollen euch nicht beschützen!“
Die Polizei schaut weg, wenn Christen verprügelt, sie und ihre Häuser
angezündet werden. Entführungen von christlichen Mädchen zur Sklaverei
oder Zwangsverheiratung mit Moslems ist nichts außergewöhnliches.
Shabaz gab Zeugnis, wie die Gemeinden das
„Angebot“ der Regierung ablehnten. Sie bevorzugen es, ihre Feinde
weiterhin zu lieben, statt zu töten Der Pakistani bezeugte, wie er
selbst in einer Lebensphase mit Hass und Mordgedanken kämpfte. Gott
bearbeitete und formte sein Herz. Er wurde bereit, zu lieben, statt zu
hassen, zu vergeben, statt zu vergelten.
Sein Bruder war eines Tages zur Schule
gerufen worden, in der seine Kinder unterrichtet wurden. Der Bruder
wurde seither nie wieder gesehen.
Shabaz’
eigene Kinder werden selbst von den „besten Freunden“ verhöhnt und
verspottet. Und wie Shabaz, so geht es tausenden von Eltern in Pakistan.
Ein Leben in ständiger Angst einer Minderheit, die von Morden,
Entführungen, Folter und falschen Beschuldigungen bedroht ist.
„Wir lieben noch immer!“, sagte Shabaz am vergangenen Samstag. "Das ist nicht einfach. Aber Jesus nachzufolgen ist ein radikaler Ruf. Und wir wollen Ihm nachfolgen."
Es waren bewegende Worte an jenem Nachmittag, ein
Nachmittag, der mich neu vor die Frage stellte: „Wie radikal bin ich
bereit, zu lieben, zu vergeben und Jesus nachzufolgen?“ Aber das Leben
und das frohe Zeugnis eines pakistanischen Christen unterstreicht die
Aussagen der Bibel:
„Jesus radikal nachzufolgen ist es alles wert!" (w)
Freitag, 18. November 2016
Kommt drauf an …
Kürzlich las von einem Mann, der zu Fuß unterwegs war.
Plötzlich überquerte eine schwarze Katze die Straße von links nach rechts.
„Oh,“ fürchtete sich der Mann, „was für ein Unglück wird mir heute wohl
begegnen?“ Seine Angst verflog nicht und später unterhielt er sich mit einem
Freund. „Was denkst Du wird mein Schicksal sein, nachdem ich dieser Katze
begegnet bin?“ Völlig gelassen kam die Antwort: „Kommt ganz drauf an, ob Du
eine Maus bist oder nicht!“
Menschen haben Angst. Top Ängste der Deutschen sind derzeit Terrorismus,
die Flüchtlingsthematik und politische Entwicklungen.
Angst ist normal und oft auch eine von Gott gegebene Schutzfunktion. Trotzdem
möchte Gott nicht, dass wir von Angst bestimmt werden.
Jesus sagt: „In der Welt habt ihr Angst; aber seid
getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Jesus
bestätigt, dass unsere Welt das Potential hat, zu ängstigen. Niemand muss sich
deshalb schlecht fühlen. Jesus bietet aber auch an, unsere Ängste durch Trost
zu ersetzen. Diese Worte hat Jesus nicht an solche gerichtet, die sich von Ihm
zurückzogen oder Ihn links liegen ließen. Alle aber, die sich in Seiner Nähe
aufhielten, hörten die Einladung: ‚Seid getrost. Ich bin bei Euch. Ich bin
stärker als alles, was Euch Angst macht.’ Alle „Wenn’s und Aber’s“, alle Ängste
müssen verblassen in der Gegenwart dessen, der ein guter Hirte ist. Sich nicht
fürchten zu müssen ist kein Vorschlag Jesu, sondern eine feste Zusage, eine
Versprechung Jesu an alle, die Ihm folgen! Wir könnten das Gespräch der beiden
Freunde umformulieren. Du fragst: „Was denkst Du, wird mein Schicksal sein?“
Die Antwort lautet: „Kommt ganz darauf an, ob Du zu Jesus gehörst oder nicht!“
Wer Jesus hat, dem steht der Himmel offen. Wer Jesus hat,
hat einen Anwalt, einen Fürsprecher, einen Hirten, einen Freund und noch viel
mehr. Friedrich von Bodelschwingh hat einmal gesagt: „Beten
heißt: sich aus der Angst der
Welt aufmachen und zum Vater gehen.“ Ohne Jesus geht das nicht. Aber wer zu
Jesus gehört, der darf sich aufmachen, heraus aus der Welt der Angst und aus
der Angst der Welt. Der darf sich aufmachen in die Gegenwart des Vaters und bei
Ihm abladen und zur Ruhe kommen. Aber selbst solche, die zu Jesus gehören,
müssen sich aufmachen. Furchtlosigkeit und zur Ruhe kommen sind keine Automatismen.
Wir müssen uns aufmachen, und kommen. Dann wird Angst und Ruhelosigkeit
besiegt.
Donnerstag, 17. November 2016
Der Wille Gottes
Alle, die Jesus lieben und Ihm
nachfolgen, legen höchsten Wert darauf, Gottes Willen zu erkennen und zu tun.
Aber alle, die Jesus lieben und Ihm nachfolgen wissen auch, dass das nicht
immer ganz so einfach ist. Wie erkenne ich den Willen Gottes? Was ist der Wille
Gottes?
Kürzlich steckte mir meine Frau
einen Zettel zu, auf dem sie sich Auszüge aus dem exzellenten Buch „Sehnsucht
nach dem unsichtbaren Gott“ von Philip Yancey notiert hatte.
In diesem Buch weist Yancey darauf
hin, dass Gottes Wille nicht pauschal als „Sein Wille“ bezeichnet werden
sollte. Yancey unterscheidet dreierlei.
- Gottes beabsichtigter Wille.
„Denn das ist der Wille
Gottes, eure Heiligung,
dass ihr euch der Unzucht enthaltet“ (1.Thessalonicher 4:3)
Das bedeutet nicht, dass Gott uns dazu zwingt oder jeder Christ
100% seines Lebens in dieser Heiligung verbringt. Aber das ist Gottes Wille und
unser Ziel! Weiter ist es Gottes erklärter Wille , dass
alle Menschen gerettet werden:
„Denn er will, dass alle
Menschen gerettet werden
und seine Wahrheit erkennen.“ (1.Timotheus 2:4)
Das bedeutet nicht, dass alle
Menschen am Schluss gerettet werden (Allversöhnung), sondern es offenbart das
Herz und den Willen Gottes. Um dieses Ziel zu erreichen hat er alle – aber auch
jede (!) nötige Voraussetzung geschaffen. Und dann, bevor Er zurück zum Vater
ging, hat er Seine Gemeinde beauftragt, dieses Ziel Gottes zu ihrer Hauptsache
zu machen.
Diese beiden Beispielverse über
unsere Heiligung und die Rettung aller Menschen weltweit gehören zum
beabsichtigten, erklärten Willen Gottes,
- Gottes umstandsbedingter Wille
Jona hätte ein Schiff Richtung Ninive
nehmen können. Aber er war ungehorsam. Also sandte Gott einen Sturm und einen
Fisch, der Jona auf Umständen ans rechte Ziel brachte.
Israel hätte in relativ kurzer Zeit
die Wüste von Ägypten nach Kanaan durchqueren können. Aber ihre
Herzenshärtigkeit schuf Umstände, auf die Gott sich mit Leichtigkeit
einstellte. Gottes Wille sucht sich seinen Weg.
- Gottes endgültiger Wille
Besonders tröstlich ist die
Tatsache, dass Gott mit uns zu Seinem Ziel kommt. Er hat uns gerettet, damit
wir etwas sind zum Lobpreis Seiner Herrlichkeit. Wie oft kommt uns da etwas
zwischen – wie wir meinen! Unsere Arbeit, Krankheit, Menschen, Sorgen, massive
Probleme, Ablenkungen, Niedergeschlagenheit, Rückschläge und so vieles mehr.
Ergebnis: Fragen, Zweifel und Suchen nach dem Willen Gottes in alledem. Hier
hilft uns ein Vers, der uns über den endgültigen Willen Gottes belehrt – selbst
in all diesen Situationen: Römer 8:28
„Wir wissen aber, dass denen, die Gott
lieben,
alle Dinge zum Besten dienen,
denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.
denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.
Diese Gedanken mögen uns nicht
unbedingt helfen, wenn wir in konkreten Angelegenheiten nach Gottes Willen
fragen. Aber sie können uns sehr wohl helfen, in die richtige Richtung zu
schauen und zu erkennen, dass Gott definitiv Seinen Willen offenbart hat.
Mittwoch, 16. November 2016
Der 7. Sinn
Fast 40 Jahre
lief diese Verkehrserziehungssendung im deutschen Fernsehen. Heute sind die
alten Videoclips immer noch aktuell, aber eher amüsant anzuschauen.
Eigentlich glaubt jeder irgendetwas. Selbst für viele, die Gott ablehnen, kennen wir den Begriff der „Wissenschaftsgläubigkeit“. Wissenschaftler arbeiten daran, Thesen zu beweisen, an deren Richtigkeit sie glauben. Aber um Schlüsse zu ziehen, kommen auch gescheite Wissenschaftler nicht am „Glauben“ vorbei. Dabei kommt es immer wieder zu Korrekturen „wissenschaftlicher“ Erkenntnisse, weil die Glaubensgrundlage, von der aus man geforscht hatte, fehlerhaft war. Glauben ist also durchaus ein weitverbreiteter Sinn, eine weitverbreitete Form der Wahrnehmung.
Im klassischen
Sinn haben wir Menschen 5 Sinne: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten.
Mittlerweile zählen viele den Gleichgewichtssinn als 6. Sinn dazu. Andere
addieren noch ein paar weitere.
In der
Bibelstunde am vergangenen Mittwoch nahm Stefan auf den 7, Sinn Bezug und
nannte ihn: Glauben. Auch durch den Glauben nehmen wir etwas wahr – etwas ganz
Wichtiges. Der Glaube lässt uns Gottes Realität wahrnehmen. So heißt es in
Hebräer 11:1+3:
Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf
das, was man hofft,
eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht
sieht. (...)
Durch Glauben verstehen wir,
daß die Welten durch
Gottes Wort bereitet worden sind,
so daß die Dinge, die man sieht, nicht aus
Sichtbarem entstanden sind.
Bei dieser
Wahrnehmung durch den „7. Sinn des Glaubens“ geht es nicht um Rätselraten, eine
vage Hoffnung oder eine mögliche Vermutung. Es geht um eine „feste Zuversicht“,
eine „Überzeugung von Tatsachen“ und ums „Verstehen“.
Eigentlich glaubt jeder irgendetwas. Selbst für viele, die Gott ablehnen, kennen wir den Begriff der „Wissenschaftsgläubigkeit“. Wissenschaftler arbeiten daran, Thesen zu beweisen, an deren Richtigkeit sie glauben. Aber um Schlüsse zu ziehen, kommen auch gescheite Wissenschaftler nicht am „Glauben“ vorbei. Dabei kommt es immer wieder zu Korrekturen „wissenschaftlicher“ Erkenntnisse, weil die Glaubensgrundlage, von der aus man geforscht hatte, fehlerhaft war. Glauben ist also durchaus ein weitverbreiteter Sinn, eine weitverbreitete Form der Wahrnehmung.
Der Glaube an
Gott wird nicht als vage oder als Eventualität definiert, sondern als „feste
Zuversicht“, als „Überzeugung von Tatsachen“ und als „Verstehen“. So wie die
Augen, Ohren, Nase etc. eines gesunden Menschen ihm zuverlässige Grundlagen
schaffen, so schafft der Glaube eines gesunden Christen ihm eine solide
Grundlage.
Herrlich zu lesen
in Hebräer 11 sind die Namen der sogenannten „Glaubenshelden“. Es sind alles
Menschen, die aufgrund ihres Glaubens (Vertrauens) ein gutes Zeugnis von Gott
erhalten, auch wenn es in ihrem Leben oft recht chaotisch zuging. Ihr Glaube
wuchs scheinbar nicht nur durch Zeiten, in denen es ihnen gut ging. Oft waren
sie entmutigt und voller Zweifel. Aber gerade dann entschlossen sie sich, Gott
zu vertrauen. Das brachte ihnen Sieg und sie wurden uns zu Vorbildern des
Glaubens.
Stefan erwähnte
aus Hebräer 11:11 den Glauben Saras, der Frau Abrahams, die keine Kinder bekommen konnte. Als
sie die Verheißung hörte, war zunächst kein Glaube da. Sie musste herzhaft
lachen – ein Lachen des Unglaubens. Aber die Verheißung Gottes war gesät und
aufgenommen. Das gestreute Wort ging auf, wuchs und führte zum Glauben. Sarah
entschied sich im Nachhinein, Gott zu vertrauen und erfuhr, dass sie durch den
Glauben die Realität Gottes wahrnehmen und sich auf Seine Worte verlassen
konnte.
Viele ermutigende
Gedanken, die Gott uns über den Glauben in Hebräer 11 zuruft. Möchtest Du, dass
Dein Glaube Nahrung erhält, wächst und Frucht bringt für Jesus? Komm doch
heute, wenns in der Bibelstunde weitergeht ab Hebräer 11:17. Herzlich
willkommen!
Dienstag, 15. November 2016
Epheser 6:18 (Gastbeitrag)
Folgende Gedanken zu Epheser 6:18: "Betet zu jeder Zeit im Geiste" stammen von dem Pastor und Theologen John MacArthur. Er schreibt:
Höre den ganzen Tag nicht auf zu beten.
"Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit"
Weil das Gebet für dein Christenleben so wichtig ist, wirst du erwartet haben, Paulus hätte es mit einer weiteren geistlichen Waffe verglichen; aber das tut er nicht. Stattdessen macht er es zu dem, was alles andere durchdringt, indem er sagt: "Betet zu jeder Zeit." Das ist unser geistlicher Lebensnerv - die Luft, die unser Geist atmet. Wie nützlich jedes Stück unserer Waffenrüstung ist, hängt direkt von der Qualität unseres Gebets ab.
Wir erkennen die Bedeutung des Gebets im ganzen Neuen Testament. Jesus lehrte Seine Jünger, immer wachend und betend zu sein, damit sie den zu erwartenden Trübsalen und Versuchungen widerstehen könnten (Lk. 21,36). Die Apostel weihten sich selbst dem Gebet (Apg. 6,4), wie auch der fromme Cornelius (Apg. 10,2). Jeder Christ muss ein anhaltender Beter sein (Röm. 12,12).
In Philipper 4,6 sagt Paulus: "Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden." Und den Thessalonichern sagt er: "Betet unablässig!" (1. Thess. 5,17) und belehrte die Männer, sie sollten überall "beten, indem sie heilige Hände aufheben" (1. Tim. 2,8).
Der Herr hat genauso wie Paulus nicht nur die Gläubigen zum Beten ermahnt, sondern auch selbst ein beispielhaftes Gebetsleben geführt. Jesus ging oft, um ganz für sich allein ausgedehnte Gebetszeiten zu halten, und Paulus schreibt viel von seinem flehentlichen Gebet für andere (siehe Kol. 1,9; Phim. 4).
Als Kinder mögen viele den Eindruck gewonnen haben, das Beten sei etwas für die Mahlzeiten, fürs Schlafengehen oder für den Gottesdienst. Und oft wird dies Missverständnis mit in die Erwachsenenjahre hineingenommen. Aber Gläubige müssen in ständiger Verbindung mit Gott sein, einfach, weil sie alles im Leben von Gott her betrachten sollten. Wie man die Erfahrungen und Empfindungen des Alltags mit einem guten Freund bespricht, so sollte man mit Gott darüber reden.
Gott liebt dich und will alle Freuden und Sorgen und Siege und Niederlagen mit dir teilen. Sei dir Seiner Gegenwart heute bewusst und nimm Sein Angebot herzlicher Kommunikation an.
Höre den ganzen Tag nicht auf zu beten.
"Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit"
Weil das Gebet für dein Christenleben so wichtig ist, wirst du erwartet haben, Paulus hätte es mit einer weiteren geistlichen Waffe verglichen; aber das tut er nicht. Stattdessen macht er es zu dem, was alles andere durchdringt, indem er sagt: "Betet zu jeder Zeit." Das ist unser geistlicher Lebensnerv - die Luft, die unser Geist atmet. Wie nützlich jedes Stück unserer Waffenrüstung ist, hängt direkt von der Qualität unseres Gebets ab.
Wir erkennen die Bedeutung des Gebets im ganzen Neuen Testament. Jesus lehrte Seine Jünger, immer wachend und betend zu sein, damit sie den zu erwartenden Trübsalen und Versuchungen widerstehen könnten (Lk. 21,36). Die Apostel weihten sich selbst dem Gebet (Apg. 6,4), wie auch der fromme Cornelius (Apg. 10,2). Jeder Christ muss ein anhaltender Beter sein (Röm. 12,12).
In Philipper 4,6 sagt Paulus: "Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden." Und den Thessalonichern sagt er: "Betet unablässig!" (1. Thess. 5,17) und belehrte die Männer, sie sollten überall "beten, indem sie heilige Hände aufheben" (1. Tim. 2,8).
Der Herr hat genauso wie Paulus nicht nur die Gläubigen zum Beten ermahnt, sondern auch selbst ein beispielhaftes Gebetsleben geführt. Jesus ging oft, um ganz für sich allein ausgedehnte Gebetszeiten zu halten, und Paulus schreibt viel von seinem flehentlichen Gebet für andere (siehe Kol. 1,9; Phim. 4).
Als Kinder mögen viele den Eindruck gewonnen haben, das Beten sei etwas für die Mahlzeiten, fürs Schlafengehen oder für den Gottesdienst. Und oft wird dies Missverständnis mit in die Erwachsenenjahre hineingenommen. Aber Gläubige müssen in ständiger Verbindung mit Gott sein, einfach, weil sie alles im Leben von Gott her betrachten sollten. Wie man die Erfahrungen und Empfindungen des Alltags mit einem guten Freund bespricht, so sollte man mit Gott darüber reden.
Gott liebt dich und will alle Freuden und Sorgen und Siege und Niederlagen mit dir teilen. Sei dir Seiner Gegenwart heute bewusst und nimm Sein Angebot herzlicher Kommunikation an.
Abonnieren
Posts (Atom)
