„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Mittwoch, 8. Juni 2016

Was macht das schon für einen Unterschied?

Wie oft hab ich in letzter Zeit an diese (zugegeben - bekannte) Geschichte gedacht. Immer wieder hat mich die Grundaussage ermutiget. Möge sie uns allen heute eine Ermutigung sein, auch in den kleinen, scheinbar hoffnungslosen Aufgaben und Diensten für Jesus zu leben.

Frühmorgens an einem sonnigen Tag lief ein kleiner Junge am Strand entlang. In der Nacht hatte die Flut hunderte von Seesternen angespült, die jetzt im Sand lagen und starben. Fleißig begann der Junge, einen Seestern nach dem anderen aufzuheben, zum Wasser zu tragen und ins Meer zurück zu werfen.

Aus einiger Entfernung beobachtete ein Besucher das Kind. Erst als er näher kam, erkannte er, was den Jungen veranlasste immer wieder zwischen Strand und Wasserkante hin und her zu laufen. Nach einiger Zeit erreichte er den Jungen und meinte etwas spöttisch: "Junge, denk doch mal nach! Du hast hier einen kilometerlangen Strand, der mit Seesternen übersät ist. Deine Bemühungen sind vergebens. Es macht keinen Unterschied, ob Du die Seesterne zurückwirfst oder nicht.

Ohne seinen Blick vom Strand abzuwenden, bückte sich der Junge erneut, nahm einen weiteren Seestern in seine Hand, trug ihn zum Wasser und warf ihn hinein. "Für diesen macht es schon einen Unterschied!" sagte er zu dem Mann, und bückte sich nach einem weiteren Seestern.

Zehn Aussätzige hatte Jesus geheilt. Alle waren gesund - und ihren Familien zurück gegeben worden. Einer aus zehn kam zurück, um sich bei Jesus zu bedanken. War es die Heilung wert? Tausenden hat Jesus auf wunderbare Weise geholfen. Er hat sie geheilt, befreit, gespeist, gerettet, gelehrt - aber es war kaum eine handvoll Nachfolger, die ihn bis zum Kreuz begleiteten. War es alles der Mühe wert?

Wer nur auf Quantität schaut, der wird sich irgendwann sagen: Mein kleiner Beitrag ist der Mühe nicht wert. Meine paar Worte können nichts ausrichten, meine paar Euro die Not nicht lindern, meine paar Handgriffe das Werk nicht vollenden, meine paar Gebete den Berg nicht bewegen. Wir alle stehen in Gefahr, gelegentlich so zu denken. Aber Gott sieht das anders.

Nur ein paar unbeholfene Worte von Andreas brachten Nathanael zu Jesus. Nur ein paar Cent einer Witwe waren mehr als all die Scheine der anderen. Nur eine Stunde im Weinberg des Herrn brachte volle Bezahlung durch den Weinbergsbesitzer. Jesus belehrt uns:

"Wer in kleinen Dingen treu ist, 
wird auch in großen treu sein." (Lukas 16:10)

Und genau diese Treue im Kleinen ist es, die Jesus sucht. Paulus schreibt in 1 Korinther 4:2:

Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, 
als dass sie für treu befunden werden.

Lasst uns nicht immer nur auf die Quantität achten. Die ist manchmal im Vergleich zum Bedarf wirklich gering. Alle Mühe scheint dann wertlos und wir fragen uns: "Für wen macht unser kleiner Einsatz schon einen Unterschied?" Nun, vielleicht gerade für den einen, der es am Nötigsten hat.

Weil Jesus nicht nur an Quantität gedacht hat, bin ich heute gerettet. Darum möchte ich Ihm auch nicht das Wenige vorenthalten, das ich habe. (w)

Dienstag, 7. Juni 2016

Gebet für Erweckung

Der folgende Beitrag darf laut Verfasser (Quelle unten) nur unverändert abgedruckt werden. Ein oder zwei Aussagen mögen in evangelikalen Kreisen anderes gesehen werden. Der Artikel als Ganzes ist geeignet, uns zum Gebet für Erweckung zu ermutigen. Gott segne Euch!

Gebet für Erweckung

Wann immer wir von Erweckung sprechen, müssen wir auch von Gebet sprechen, denn Erweckung hat einen Preis! Man findet keine Bewegung Gottes, ohne dass Menschen im Gebet und Fasten dafür den Preis bezahlt haben! Egal welche Erweckung wir uns anschauen,wir werden immer Menschen entdecken, die intensiv dafür Gott gesucht haben.

Charles Finney sagte dazu: „Eine Erweckung wird es nur geben, wenn sich jemand in besonderer Weise darum bemüht.“

Leonard Ravenhill sagte: „Wenn wir bereit sind ohne Erweckung zu leben, dann werden wir es! Der Hauptgrund, weshalb wir keine Erweckung haben, ist der, dass wir es nicht wollen!“

Wenn wir von David Brainerd oder Daniel Nash Aufzeichnung ihrer Gebetsleben lesen und ihr „Ringen in den Gebeten“ betrachten, dann müssen wir nüchtern anerkennen, dass wir bisher wohl kaum Fürbitter sind. Doch die gute Nachricht ist die, dass Gott uns denselben Geist des Flehens geben möchte und kann (Sacharja 12,10; Römer 8,26.27).

Auch hier in St. Georgen möchte Gott eine mächtige Ausgießung des Heiligen Geistes geben. Deshalb erweckt Er zunächst Sein Volk mit Hunger zum Gebet und Flehen. Wir können die letzten Jahre strategische Vorbereitungen sehen und eines Tages wird Gott „plötzlich“ den Geist ausgießen. Bis dahin dienen wir unter der Salbung die uns anvertraut ist, erfreuen uns an den „Zeiten der Erfrischung“ und glauben und beten für Größeres!
Meiner Meinung sind die zwei wichtigsten Komponenten für Erweckung folgende:

1. Beständiges Gebet – Erweckung wird nicht durch eine Hau-Ruck-Gebetsaktion hervorgebracht, sondern ist eher wie eine Geburt – langsam und schmerzhaft!
2. Flehen für Erweckung – Der Heilige Geist wird in besonderer Weise Flehen und Fasten freisetzen, um den Boden für Erweckung zu bereiten.

Auch wenn es noch viele weitere Aspekte im Bezug auf Erweckung gibt, resultieren sie alle aus einem Geist des Gebets, der unter dem Volk Gottes wirkt!

Eine letzte Ermutigung an uns alle: Es waren meistens wenige die gebetet haben, aber unzählbar viele, die dadurch erreicht wurden.

An Pfingsten gab es eine lokale Ausgießung des Geistes, mit globaler Auswirkung. Vor der Wiederkunft Jesu wird es eine globale Ausgießung des Geistes mit lokaler Auswirkung geben.
(Joel 3; Apg 2,17-21). 

Quelle: Haus des Gebets – St. Georgen im Internet: www.hdg-stgeorgen.de Alle Bibelzitate sind, soweit nicht anders vermerkt, aus der Rev. Elberfelder Bibel entnommen.
Ó Lukas Knieß, Haus des Gebets - St. Georgen, Mai 2014 Weitergabe und Veröffentlichung unter der Bedingung des unveränderten Inhaltes ist erlaubt und erwünscht.

Montag, 6. Juni 2016

Blickrichtung: Oben!

Die vergangene Woche haben wir abgeschlossen mit der Einladung Gottes, nicht in der Vergangenheit zu leben, sondern nach vorne zu schauen, damit unsere Lebensfurchen, die wir zurück lassen, grade Furchen sind. Dieses willentliche „Vergessen“ oder „Dahinten lassen“ geht nur, wenn wir unsere Vergangenheit Jesus in die Hände legen, nach vorne schauen und Ihm vertrauen, dass Er sich um die Vergangenheit kümmern und uns in der Gegenwart und Zukunft führen wird.

Wenn wir so handeln, werden wir gleichzeitig einer anderen Aufforderung aus dem Wort Gottes gerecht. In Hebräer 12:2 heißt es:

[Lasst uns] aufsehen zu Jesus, 
dem Anfänger und Vollender des Glaubens.

Das mag eine andere Blickrichtung sein als die, über die wir am Samstag nachgedacht haben – aber es ist nicht „zurück“.  In Kolosser 3:2 schreibt Paulus ähnliches:

Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.

Wenn unsere Augen nach oben gerichtet sind, dann erscheinen die Dinge der Welt in ihrem wahren Licht: klein, vergänglich und blass. Denn droben thront Jesus, der Anfänger und Vollender unseres Glaubens. Als Maria zu Jesu Füßen saß, auf Ihn schaute und Ihm zuhörte, da vergaß sie alles um sich herum, und Jesus bezeugt, dass sie das gute Teil erwählt hat. Wenn wir auf Jesus sehen, bestimmt uns die Ewigkeit und die Unvergänglichkeit. Wenn wir Ihn sehen, fassen wir neue Hoffnung, wie es auch David in Psalm 25:15 bzeugt:

„Meine Augen sind stets auf den HERRN gerichtet;
denn er, er wird meine Füße aus dem Netz lösen.“

In welchen Netzen sind Deine Füße gefangen? Was macht Dir den Lebensweg schwer?

Richte den Blick nur auf Jesus!
Schau voll in Sein Antlitz hinein,
und die Dinge der Welt werden seltsam trüb
und im Licht Seiner Herrlichkeit klein.

Richte zu Beginn dieser Woche Deinen Blick auf Jesus. Nimm Dir vor, täglich Zeit mit Ihm zu verbringen. Suche Ihn – und Sein Segen wird Dein sein!

Sonntag, 5. Juni 2016

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext heute:  Römer 7:1-13

1 Nun ist euch doch klar, liebe Geschwister – ich rede ja zu Leuten, die das Gesetz kennen –, dass das Gesetz für einen Menschen nur so lange Geltung hat, wie er lebt. 
2 So ist zum Beispiel eine verheiratete Frau durch das Gesetz an ihren Mann gebunden, so lange er lebt. Stirbt ihr Mann, ist sie frei von dem Gesetz, das sie an ihn band.  
3 Wenn sie sich also zu Lebzeiten ihres Mannes mit einem anderen einlässt, gilt sie als Ehebrecherin. Stirbt aber der Mann, ist sie nicht mehr durch das Gesetz gebunden. Es steht ihr frei, einen anderen zu heiraten. Sie wird deswegen nicht zur Ehebrecherin.
4 So ist es auch mit euch, liebe Geschwister. Durch den körperlichen Tod des Messias seid ihr dem Gesetz gegenüber zu Tode gekommen, so dass ihr jetzt einem anderen angehören könnt, nämlich dem, der von den Toten auferweckt wurde. Und das bedeutet: Jetzt kann unser Leben für Gott Frucht bringen.  
5 Denn als wir allein unserer Natur folgten, war alles, was wir taten, von sündigen Leidenschaften bestimmt. Und das Gesetz entfachte sie noch. Was daraus entstand, führte nur zum Tod.   
6 Doch jetzt sind wir vom Gesetz freigekommen, wir sind tot für das Gesetz, das uns früher gefangen hielt. Jetzt stehen wir im Dienst einer neuen Ordnung, der des Geistes, und werden nicht mehr von der alten beherrscht, die vom Buchstaben des Gesetzes bestimmt war.
7 Heißt das nun, dass das Gesetz Sünde ist? Auf keinen Fall! Aber ohne Gesetz hätte ich nie erkannt, was Sünde ist. Auch die Begierde wäre nie in mir erwacht, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: "Du sollst nicht begehren!"
8 Doch die Sünde nutzte die Gelegenheit und stachelte durch das Gebot jede Begierde in mir auf. Ohne Gesetz ist die Sünde tot.  
9 Auch ich lebte einmal ohne Gesetz. Als dann aber das Gebot kam, fing die Sünde an zu leben – 
10 und ich starb. Das Gebot, das mir das Leben erhalten sollte, brachte mir den Tod.  
11 Denn die Sünde ergriff die Gelegenheit und benutzte das Gesetz, um mich zu täuschen und zu töten.
12 Es bleibt also dabei: Das Gesetz ist heilig, und seine Forderungen sind heilig, gerecht und gut. 
13 Hat nun das Gute mir den Tod gebracht? Auf keinen Fall! Schuld war die Sünde. Sie hat mir den Tod gebracht und das Gute dazu benutzt. So hat sie ihr wahres Gesicht gezeigt. Die Forderungen des Gesetzes haben nur die Abscheulichkeit der Sünde ans Licht gebracht.                                                 
Im Gottesdienst benutzen wir meist die Schlachter Übersetzung.
Aus Copyrightgründen ist hier der leicht verständliche Text der NeÜ zu lesen.
(Quelle: HIER)

Die Predigt zum Text kann Anfang der Woche HIER
runtergelande oder online angehört werden!

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Anbetung
Predigt
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Auf Wunsch Gebet
Einladung zum Mittagessen
Beginn: 10:30 Uhr

Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum

"Eine Gnade, die mein Leben nicht verändert, 
kann auch meine Seele nicht retten."
(Charles H. Spurgeon)

Samstag, 4. Juni 2016

Blickrichtung: vorne

Nicht nur belehrt Jesus seine Jünger mit eindringlichen Worten:

Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt,
ist tauglich für das Reich Gottes! (Lukas 9:62)

Zusätzlich gibt uns die Bibel eine ganze Reihe von guten und schlechten Hinweisen.

Lot’s Frau gehört zu den schlechten. Ja, sie musste ihre Heimat verlassen, ihre Nachbarn, ihre Handarbeiten, ihr Vieh, ihr Haus – alles, außer ihrer Familie. Sie hatte das Gebot, nicht zurück zu blicken, sondern nach vorne. Sie tat es nicht – und verlor.

Auch die Jünger verloren zwischen Golgatha und Ostern. Sie erinnerten sich nur an das Schreckliche, das sie nicht verstanden. An die Szenen im Garten, im Hof des Hohenpriesters, am Kreuz. Sie hatten Jesu Blut vor Augen, Ihren Schmerz und ihr Versagen. Jesus hatte ihnen eine Verheißung gegeben, die sie nicht verstanden, über die sie aber hätten meditieren können. Taten sie aber nicht – und wurden fast verrückt vor Verzweiflung.

Ganz anders der Apostel Paulus. Er sitzt im Knast. Wie es ihm ging? Gut ist anders! Paulus hätte in der guten alten Zeit schwelgen können. Er hätte sich selbst bemitleiden können, er hätte sich über die Unzuverlässigkeit seines Teams beschweren können. Er hätte …

All das tut er nicht. Selbst in heftigen Widerwärtigkeiten erklärt er:

Ich schätze mich selbst noch nicht so ein,
dass ich's ergriffen habe. Eins aber sage ich:
Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus
nach dem, was da vorne ist (Philipper 3:13)

Paulus schaute nach vorne. Das konnte er nur, weil er bereit war, zu vergessen. Das geht nicht auf Befehl, aber es geht mit Gottes Hilfe. Vergessen, ruhen lassen, was dahinten ist und zielstrebig nach vorne schauen – das macht uns tauglich für das Reich Gottes (Lukas 9:62) und leitet uns auf dem Weg, auf dem wir „ergreifen“, wie wir ergriffen sind. (Philipper 3:13)

Aber wie? WIE? Wie kann ich die Vergangenheit hinter mir lassen, wenn mir Dingen angetan wurden, die man keinem Menschen antun sollte? Wie kann ich eine schmerzhafte Scheidung „vergessen“? Wie den unglücklichen Verlust meines Besitzes? Wie kann ich die Vergangenheit Vergangenheit sein lassen, in der mir ohne eigenes Verschulden meine Gesundheit genommen wurde? Wie die Schmerzen „vergessen“, die Menschen mir zugefügt haben? Ohne Hilfe von oben geht das nicht, denn das „Vergessen“, von dem Paulus redet, ist allein menschlich nicht zu schaffen. Gott selbst zeigt uns die Lösung – und wir alle kennen sie. In Hebräer 10:38 ruft Er uns zu:

Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben"; und:
"Wenn er sich zurückzieht,
wird meine Seele kein Wohlgefallen an ihm haben. (Hebräer 10:38)

Es geht nur durch den Glauben. Nicht (nur) den rettenden Glauben, sondern das Gottvertrauen im Alltag. Es geht nur, wenn wir uns an Jesus klammern. Wenn sich der Gerechte zurückzieht und zurück sieht, kann er nicht vergessen und kann auch keine graden Furchen ziehen. Der Berg, der vergessen werden muss, wird immer größer und massiver. Das kann Gott nicht gefallen. Gefallen hat Er, wenn der Gerechte Ihm vertraut. Ihm vertraut, dass Er Kraft schenkt, um das Trauma der Vergangenheit bewältigen oder tragen zu können; Ihm vertraut, dass Er auf krummen Linien gerade schreiben kann und wird (wenn wir Ihn lassen); Ihm vertrauen, dass Er das Öl der Heilung ausgießt und Wunden heilt.

Darum lass Haggai 2:15 Dein Motto sein:

„Von heute an sollt ihr den Blick nach vorne in die Zukunft richten.“

Auch morgen wollen wir nach vorne schauen, wie der Herr es sagt:  

Schaut nach vorne, denn ich will etwas Neues tun! 
Es hat schon begonnen, habt ihr es noch nicht gemerkt? 
Durch die Wüste will ich eine Straße bauen, 
Flüsse sollen in der öden Gegend fließen.
 (Jesaja 43:19)
Herzliche Einladung zum Gottesdienst: CCFG, 10:30 Uhr
Bitzegarten 5, 5729 Neunkirchen

Freitag, 3. Juni 2016

Herrliche Worte vom Prinz der Prediger

Charles Haddon Spurgeon lebte von 1834 – 1892 und war der bekannteste Prediger seines Jahrhunderts. Er ist bis heute bekannt, beliebt und viel zitiert. Folgende Ausführungen zu Römer 7:13 stammen aus seiner Feder. Wer sich nicht an der Sprache stört, wird wertvolle Diamanten in seinen Gedanken finden.

Hat nun das Gute mir den Tod gebracht? Das sei ferne!
Sondern die Sünde hat, damit sie als Sünde offenbar werde,
durch das Gute meinen Tod bewirkt,
damit die Sünde überaus sündig würde durch das Gebot.
(Römer 7:13)

,,Die Sünde - überaus sündig."

Hüte dich vor dem geringsten sündlichen Gedanken. Zur Zeit unsrer Bekehrung ist das Gewissen so zart, daß wir vor der kleinsten Sünde mit Entsetzen zurückschaudern. Aber wie bald entschwindet der zarte Duft von diesen Erstlingsfrüchten des neuerwachten Lebens unter der rauhen Hand der stürmischen Welt; die empfindliche Pflanze der jungen Gottesfurcht verwandelt sich später in eine wuchernde Weide, die überall nachgibt, sich überall biegt und beugt und sich allerlei Verletzung gefallen läßt.

Es ist leider nur zu wahr, daß auch ein Christ nach und nach so abgestumpft werden kann, daß die Sünde, die ihm einst Angst und Entsetzen einjagte, ihn nicht mehr im mindesten in Unruhe versetzt.

Mit der Zeit werden die Menschen mit der Sünde vertraut. Das Ohr, das vom Kanonendonner betäubt ist, nimmt die sanften Töne der Harfe nicht mehr gewahr. Erst setzt uns eine kleine Sünde in die bitterste Not; aber bald sagen wir: ,,Ach, ist's eigentlich nicht nur eine kleine?" Dann kommt eine andre, größere, und dann wieder eine, bis es endlich soweit mit uns kommt, daß wir die Sünde überhaupt nur als ein kleines Unrecht ansehen; und dann kommt das unselige Vorurteil: ,,Wir sind doch nicht in offenbare Sünden gefallen." So schwächen wir den Blick für die Sünde ab, wir werfen einen Schleier darüber; wir geben ihr gelindere Namen.

Christ, hüte dich, daß du es mit der Sünde nicht leicht nimmst! Ja, hüte dich, sonst bringt sie dich endlich zu Falle. Sie Sünde etwas Geringes? Ist sie denn nicht ein tödliches Gift? Was weißt du von ihrer Tödlichkeit? - Die Sünde etwas Geringes? Sind's nicht die kleinen Füchse, die die Weinberge verderben? Baut nicht das unscheinbare Korallentierchen einen Fels auf aus der Meerestiefe, daran die Schiffe zerschellen? Fällen nicht kleine Streiche auch die größte Eiche? Wäscht nicht der beständig fallende Tropfen das härteste Gestein aus? Die Sünde etwas Geringes? Sie krönte des Heilandes Haupt mit Dornen und durchbohrte sein Herz! Sie bereitete Ihm Leiden und Todesangst, Bitterkeit und Schmerzen. Könntet ihr auch die kleinste Sünde wägen in den Waagschalen der Ewigkeit, so würdet ihr vor ihr fliehen, wie vor einer Schlange, und auch den geringsten Schein des Bösen meiden und verabscheuen.

Betrachtet jede Sünde als eine solche, die den Heiland ans Kreuz genagelt hat, so werdet ihr erkennen, daß die ,,Sünde überaus sündig" ist.

Lasst uns Spurgeons Worte nicht leichtfertig nehmen. Heiligung ist etwas, das des „Nachjagens“ bedarf. Heiligung kommt nicht automatisch. Einfach nah bei Jesus bleiben ist der beste Anfang!

Donnerstag, 2. Juni 2016

Das Buch

Unser Lesestoff ist unterschiedlich. Einer bevorzugt was Fesselndes, jemand anders was Entspannendes. Die einen stehen auf Liebesromane, andere auf Historienberichte. Manche beschäftigen sich mit Zukunftsliteratur, andere mit Lebensratgeber der Gegenwart. Ich selbst lese gern Biographien von ausgesuchten Personen. Gäbe es ein Buch, das die verschiedenen Genre miteinander verbindet, müsste es eigentlich ein Bestseller werden, der absolute Reißer auf dem Büchermarkt.

Tatsächlich gibt es solch ein Buch! Es ist – zumindest teilweise - in 2823 Sprachen übersetzt und in aller Welt verbreitet. In manchen Ländern steht es allerdings auf dem Index verbotener Schriften.

Die Bibel hat Leben gerettet. Ein Busfahrer aus Ohio / USA hatte eine Taschenausgabe der Bibel in seiner Hemdtasche, als er in einen bewaffneten Überfall geriet. Die auf ihn abgefeuerte Kugel blieb im Buch stecken und rettete sein Leben. Millionen mehr Leben wurden durch die Botschaft des Buches gerettet. 

Die Bibel beschreibt das Leben Jesu und offenbart Gottes Handeln mit dem Menschen in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Für Zigmillionen wurde die Bibel zum Leitfaden in ihrem Leben, hat sie vor Fehlenscheidungen bewahrt und sie auf ihre Begegnung mit Gott vorbereitet. Das tut sie immer noch. Kein Wunder, dass sich manch einer auf die Innenseite des Bibelumschlags die Worte geschrieben hat: „Dieses Buch wird dich von der Sünde abhalten oder die Sünde wird dich von diesem Buch abhalten.“ 

Abermillionen von Menschen durch die Jahrtausende hindurch haben Jesus durch die Seiten der Bibel kennengelernt – oder neu kennengelernt. Ich empfehle jedem, dieses vielfältige Buch zu lesen. Wer keins hat, darf sich gerne über das Kontaktformular im Seitenfenster melden.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Heute ...

Japanabend @ CCFG! Ein Team von Okinawa / Japan wird die Anbetung leiten und mit Zeugnissen dabei sein. Komm und bring Freunde mit!