„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Mittwoch, 1. Juni 2016

17 Tipps, wenn du ...

... auf keinen Fall Missionar werden willst!

  • Denke nicht über die Welt und die Menschen und die Bibel nach, interessiere dich nur für Karriere und Materielles
  • Informiere dich auf keinen Fall über andere Länder und Kulturen – es könnte dich beunruhigen und echtes Interesse wecken.
  • Bleibe stets beschäftigt. Lass dich vom Dringlichen antreiben, dann bleibt dir keine Zeit zum Nachdenken.
  • Konzentriere dich auf allgemein anerkannte Lebensziele wie: Karriere, eine noch schönere Wohnung, ein neues Auto, ein höheres Gehalt, tolle Hobbys ...
  • Gehe früh langfristige Verpflichtungen ein (beruflich oder Hausfinanzierung), dann kommt ein missionarischer Einsatz im Ausland kaum mehr infrage.
  • Höre stets auf diejenigen, die dich in deiner Gemeinde für unersetzbar halten.
  • Vermeide unbedingt persönliche Begegnungen mit Missionaren. Ihre Berichte könnten dich verunsichern und deinen Lebensstil infrage stellen.
  • Erwäge unter keinen Umständen einen Kurzeinsatz im Ausland, um Mission vor Ort kennenzulernen. Gott könnte dich dorthin zurückführen.
  • Nähre deinen Groll, wenn andere dich verletzt haben. Menschen, die im Selbstmitleid steckenbleiben, haben keinen Blick für die Not anderer.
  • Erinnere immer wieder daran, dass es auch in unserem Land viele Leute gibt, die Jesus nicht kennen und es hier mehr als genug zu tun gibt. Erst danach sollten wir uns um andere Länder kümmern.
  • Sprich nur nicht mit deinen Bekannten über Jesus. Gott könnte sich zu deinen zaghaften Worten stellen.
  • Gehe den ausländischen Mitbürgern in deiner Nachbarschaft aus dem Weg. Du könntest von ihrer Gastfreundschaft angesteckt und von ihren Glaubensfragen überrascht werden.
  • Weise darauf hin, dass einheimische Christen alles viel besser können. Frage nie nach, wieviel Christen es eigentlich im betreffenden Land gibt, ob sie vielleicht auf wenige Volksgruppen beschränkt sind und welche Mittel ihnen zur Verfügung stehen.
  • Stelle dir Missionare als besonders geistliche und begabte Superstars vor, die von einem Erfolg zum nächsten leben.
  • Vergiss nur nicht deine eigenen Fehler, Schwächen und Niederlagen. Glaub’ nicht, dass du dich jemals ändern wirst. Studiere unter keinen Umständen das Leben von Abraham, Mose, Jona, Petrus und Johannes-Markus.
  • Beharre darauf, dass der Missionsauftrag längst ausgeführt ist und es in jedem Land bereits christliche Gemeinden gibt, selbst wenn diese auf eine Volksgruppe oder Sprache beschränkt sind.
  • Behalte stets vor Augen, dass man für Mission eine besondere, übernatürliche Berufung braucht. Studiere niemals die Berufung von Paulus, Silas, Barnabas, Timotheus und anderen großen Missionaren.
  • Vermeide alle Bücher zum Thema „Wirken des Heiligen Geistes“, wie er Leben verändert, zum Reden von Jesus befähigt und Kraft gibt für Nachfolge und Dienst. (Quelle: DMG: hier) 

Heute, 19:30 Uhr: 
Abend mit Gästen aus Japan: Anbetung, Zeugnisse, Berichte
HERZLICHE EINLADUNG! Bring Freunde mit! 
CCFG / Bitzegarten 5 / 57290 Neunkirchen 

Dienstag, 31. Mai 2016

Gebetslast – Schlüssel zur Erweckung (Gastbeitrag)

Haben Sie schon einmal nicht schlafen können, weil Sie sich Gedanken gemacht haben um die Ewigkeit eines Menschen in Ihrer Nähe? Nein? Dann sind wir jetzt beim Kern des Themas.

Jeder Erweckung geht ein Gebetsgeist für Verlorene voraus. Was ist der Schlüssel zu einem solchen Gebetsgeist? Es ist die Fähigkeit, eine Last Gottes für Menschen zu bekommen. Diese Fähigkeit hat manche ähnliche Züge wie Sorge. Wenn wir diese Fähigkeit im selben Maß für Verlorene um uns herum einsetzen, wie wir es von selbst tun, wenn uns etwas persönlich betrifft, dann entwickelt das eine geistliche Kraft, die Erweckung freisetzt.

Stellen Sie sich nur einmal vor: Sie liegen im Bett und können nicht mehr schlafen, weil ihre Gedanken ständig um die Verlorenheit eines anderen Menschen kreisen. Immer mehr erfasst ihr Geist dabei, wie schrecklich Verlorenheit ist. Die unfassbare Dimension der Ewigkeit lässt Sie nicht mehr in Ruhe. Wie lange hat mein Angehöriger, Freund, Nachbar, Arbeitskollege noch Zeit, bis die endgültige Entscheidung über seine Ewigkeit gefallen ist? Plötzlich wird es greifbar, dass ein Menschenleben nicht ewig dauert. Was wäre, wenn ihm morgen etwas passiert? Was würde ich heute tun, wenn ich wüsste, dass morgen sein letzter Tag ist?

Wären wir in Deutschland an diesem Punkt, dann wäre Erweckung zum Greifen nahe. Was folgt dann? Die Last Gottes auf Ihnen wird immer größer bis es Sie mehr und mehr ins Gebet treibt.  Auch im Gebet weicht die Last nicht, sondern wird unter Umständen noch größer – bis Sie in „Geburtswehen“ liegen.  Dann folgt ein Gebetskampf – bis der Sieg da ist! In der amerikanischenglischen Erweckungsgeschichte nennt man das „Prevailing Prayer“ (das Gebet, das den Sieg davonträgt) oder „Travailing Prayer“ (das Gebet, das in Geburtswehen liegt). Quelle: hier

„Herr, lege Seelen mir aufs Herz und liebe sie durch mich
Und mög’ ich flehen himmelwärts; gewinnen sie für Dich!“

Morgen, Mittwoch, 19:30 Uhr: 
Abend mit Gästen aus Japan: Anbetung, Zeugnisse, Berichte
HERZLICHE EINLADUNG! Bring Freunde mit! 
CCFG / Bitzegarten 5 / 57290 Neunkirchen 

Montag, 30. Mai 2016

Danke, Herr!

Eine knappe Woche Urlaub. Gelegenheit, all die Missionszeitschriften, die sich angesammelt haben, mitzunehmen und nachzulesen. Immer, wenn ich in diesen Zeitschriften rumstöbere, wird mir neu bewusst, wie viel Grund wir haben, dankbar zu sein. Dankbar für die Freiheit, in der wir unseren Glauben leben dürfen, dankbar dafür, dass wir alles haben, was wir fürs Leben brauchen und dankbar für die vielen Bequemlichkeiten, die über das, was wir brauchen, weit hinausgehen.

In der Missionszeitschrift „Persönlich“, herausgegeben von der Inter-Mission in Hannover, schreibt ein Kurzzeitmitarbeiter von seinen Erfahrungen und Beobachtungen während seines Einsatzes in Indien. Dass es während seines Einsatzes im nordindischen Bundesstaat Bihar auch winterliche Temperaturen geben würde, überraschte ihn.

Im übrigen Jahr liegen die Temperaturen in Bihar bei 30-40° C. Die Kleidung der Bevölkerung ist entsprechend: Flip-Flops, T-shirt und ein umgebundenes Tuch als Hose. Auch die Bauweise der Häuser ist eher sommerlich; so konstruiert, dass die Hitze nachts aus den Häusern entweichen kann. Selbst die Strohhütten sind in der heißen Jahreszeit angenehm.

Aber es gibt auch winterliche Kälte von bis zu gerade mal 5° C. Und für warme Kleidung fehlt den Armen in der Bevölkerung das Geld. Nicht mal eine warme Decke für die kalten Nächte. Der Mitarbeiter eines Missionsdienstes schreibt, wie er bei Temperaturen unter 10°C mit dem Auto unterwegs war und ihm ein 6jähriges Mädchen auffiel mit einem neugeborenen Säugling auf dem Arm. Beide trugen Kleider, zu dünn, um zu wärmen. Als der Missionar anhielt, lief das Mädchen weg. Da aber ihr Haus ausfindig gemacht werden konnte, wurde durch eine Bibelschule eine Kleider- und Deckenspende organisiert und im Namen Jesu zu dieser Familie gebracht.

Ich bin bewegt, als ich diesen Bericht lese. Bewegt über die unbeschreibliche Not und Armut der meisten Menschen auf der Welt. (Wer diese Zeilen irgendwo / irgendwie lesen kann, gehört zu den Privilegierten). Ich bin bewegt über die Hoffnungslosigkeit der Menschen ohne Jesus. Ich bin bewegt über die spontane Hilfsbereitschaft indischer Geschwister, die oft sicher selbst für ihr tägliches Brot beten müssen. Aber ich bin auch dankbar bewegt für den Segen, den ich selbst erfahre. Danke, Herr, dass ich lesen und schreiben kann; im Winter und im Sommer die richtige Kleidung besitze; krankenversichert bin; dass ich in einem freien Land lebe und sagen und glauben darf, was ich möchte. Danke Herr, dass ich (zumindest noch) mehr besitzen darf, als ich zum Leben brauche (wenn ich allein an all meine ungelesenen Bücher denke). Danke, Herr!

Gleichzeitig möchte ich mein Herz berührt bleiben lassen. Ich möchte den erfahrenen Segen weder für selbstverständlich nehmen, noch möchte ich „vernünftige“ Gründe aufzählen, warum es mir nun mal gut geht und so vielen anderen schlecht. Ich nehme es als unverdiente Gnade aus Gottes Hand, erfreue mich daran, so lange Gott mir den Segen lässt und bete, dass meine Freude unverändert bleiben wird, wenn Seine Hand mir einmal vorenthält, worauf ich nicht bestehen kann. Und mit dem Segen, der mir nicht zusteht, den ich aber jetzt erfahre, damit möchte ich Ihm dienen!

„Denn wer hat dich vorgezogen?
Was hast du aber, dass du nicht empfangen hast?
So du es aber empfangen hast,
was rühmst du dich denn, als ob du es nicht empfangen hättest?“
(1 Korinther 4:7)

Sonntag, 29. Mai 2016

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext heute: 
Römer 6:11-23

11 Auch ihr sollt von dieser Tatsache ausgehen, dass ihr für die Sünde tot seid, aber in Jesus Christus für Gott lebt. 
12 Die Sünde soll euren vergänglichen Körper also nicht mehr beherrschen und euch dazu bringen, seinen Begierden zu gehorchen.
13 Und stellt eure Glieder nicht mehr der Sünde zur Verfügung als Werkzeuge des Unrechts, sondern stellt euch selbst Gott zur Verfügung als Menschen, die vom Tod zum Leben gekommen sind, und bietet ihm eure Glieder als Werkzeuge der Gerechtigkeit an.  
14 Dann wird die Sünde ihre Macht über euch verlieren, denn ihr lebt ja nicht mehr unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade.
15 Heißt das nun, dass wir einfach weiter sündigen, weil wir nicht mehr unter der Herrschaft des Gesetzes, sondern unter der Gnade stehen? Auf keinen Fall!  
16 Überlegt doch einmal: Wenn ihr euch jemand unterstellt und als Sklaven zum Gehorsam verpflichtet, dann seid ihr damit seine Sklaven. Entweder seid ihr Sklaven der Sünde, dann wird euch das zum Tod führen, oder ihr gehorcht Gott und werdet zur Gerechtigkeit geführt. 
17 Aber Gott sei Dank: Ihr, als frühere Sklaven der Sünde, gehorcht jetzt von Herzen der Lehre, von der ihr inzwischen geprägt worden seid. 
18 Von der Sünde befreit seid ihr nun in den Dienst der Gerechtigkeit gestellt.
19 Ich gebrauche das Bild vom Sklavendienst, damit ihr versteht, was ich meine. Früher hattet ihr eure Glieder in den Sklavendienst von Unmoral und Zügellosigkeit gestellt und führtet ein Leben gegen Gottes Gesetz. Jetzt sollt ihr eure Glieder in den Dienst der Gerechtigkeit stellen, was euch zu einem Leben in Übereinstimmung mit Gott führt.
20 Als ihr Sklaven der Sünde wart, wart ihr von jeder Gerechtigkeit frei. 
21 Und was kam dabei heraus? Ihr habt Dinge getan, für die ihr euch jetzt schämt und die euch letztlich nur den Tod gebracht hätten.  
22 Aber jetzt seid ihr vom Dienst der Sünde befreit und Sklaven Gottes geworden. Das bringt euch den Gewinn eines geheiligten Lebens und im Endergebnis das ewige Leben.  
23 Denn der Gewinn aus der Sünde ist nur der Tod; das Gnadengeschenk Gottes aber ist das ewige Leben in Jesus Christus, unserem Herrn.
Im Gottesdienst benutzen wir meist die Schlachter Übersetzung.

Aus Copyrightgründen ist hier der leicht verständliche Text der NeÜ zu lesen.

(Quelle: HIER)

Die Predigt zum Text kann Anfang der Woche HIER
runtergelande oder online angehört werden!

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Anbetung
Predigt
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Auf Wunsch Gebet
Einladung zum Mittagessen
Beginn: 10:30 Uhr

Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum 

Sonntagszitat:
Siegreiche Christen sind solche, die gestorben sind - und leben!
(R.W.D.) 

Als Georg Müller nach dem Geheimnis seiner geistlichen Kraft gefragt wurde, antwortete er: 
„Es gab einen Tag, an dem ich starb, gänzlich  starb. 
Ich starb Georg Müller, seinen Meinungen, seinen Liebhabereien, 
seinem Geschmack  und Willen. 
Ich starb der Welt, ihrem Beifall  oder ihrer Kritik, 
ich starb sogar dem Beifall  oder Tadel der Brüder und Freunde 
– und seit  dieser Zeit habe ich nach nichts mehr gestrebt, 
als das Gott mein Tun billigt.“
(aus: Georg Müller: U ND DER HIMMLISCHE V AT ER ERNÄHRT SIE DOCH , Brockhaus, S. 47 ) 

Es gibt einen großen Unterschied zwischen den Aussagen:

"Am Kreuz ist Jesus für mich gestorben!" UND:

"Am Kreuz bin ich mit Jesus gestorben"

Die erste Wahrheit macht mich frei von der Verdammnis der Sünde

Die zweite Wahrheit macht mich frei von der Macht der Sünde

Samstag, 28. Mai 2016

Sei kein Affe - Lerne von ihm!

Die Technik ist angeblich in Südostasien entwickelt worden. Einen Behälter hat man an ein Seil gebunden, das Seil an einen Pfahl, und den im Boden verankert. Im Behälter versteckt sind Leckereien, die so manchem Affen schmecken. Allerdings ist die Öffnung im Behälter nur gerade so groß, dass man mit offener Hand hineinkommt. Will man die geballte Faust, in mit den Leckerei aus dem Behälter ziehen, wird dieser zur Falle. Die offene Hand passte rein, aber die geschlossene Faust nicht mehr raus.

Wie viele Affen dem Jäger auf diese Weise zum Opfer gefallen sind, weiß wohl niemand. Zorn, Zerren und Zetern bringt überhaupt nichts. Eine einzige Lösung gibt es für dieses Problem: LOSLASSEN - Hand rausziehen - flüchten. Aber mit dem unmittelbaren Genuss vor Augen (bzw. in der Hand), verliert der Affe die Zukunft aus dem Blick. Es geht nur noch darum, den Genuss zu retten. Selbst das größere Problem, das fatale, wird ignoriert: Der Jäger mit dem Knüppel.

Sünde scheint zu schmecken. Es ist leicht, in ihren „Genuss“ zu kommen. Aber – oh, wie schwer es ist, sie wieder loszuwerden! Warum nur? Weil wir nicht vom Affen lernen und oft nur den momentanen Genuss im Blick haben, anstatt das Gesamtbild zu sehen. Wir retten den Genuss – und fallen dem lachenden Feind zum Opfer. Sprüche 28:13 sagt uns:

„Wer seine Sünde leugnet, dem wird's nicht gelingen; wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.“

Das also ist die Lösung: Loslassen! Loslassen und fliehen! Sünde mag gut riechen, herrlich schmecken und attraktiv aussehen. Sie mag sogar einen momentanen Genuss anbieten – aber ihr Ende ist Verderben und Tod. Vor der Sünde sollen wir fliehen! (1 Kor 6:18, 10:14; 1 Tim 6:11; 2 Tim 2:22) Sünde ist Teil einer Falle des Feindes, der Freude zu Leid, Genuss zu Verachtung, Freiheit zu Gebundenheit und Leben zu Tod verwandeln will.

Sei kein Affe - Lerne von ihm! Lerne von seinem Negativbeispiel. Lass los, lauf weg – zu Jesus – und sei frei!

„Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.“ „Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“ (Johannes 8:36; Galater 5:1) (w)

Freitag, 27. Mai 2016

Kein gestresster Gott!

Mittwochs sind wir als Gemeinde im Hebräerbrief unterwegs. Wir haben in Hebräer 1:2 gelesen, dass Jesus nicht Geschöpf, sondern Schöpfer ist. Ein Vers aus Hebräer 3 wurde letzten Mittwoch verlinkt mit Kolosser 1:16, wo es über Jesus heißt:

Durch ihn hat Gott alles erschaffen, was im Himmel
und auf der Erde ist, das Sichtbare und das Unsichtbare,
was wir nicht sehen können,
Königreiche und Mächte, Herrscher und Engelmächte.
Alles ist durch ihn und für ihn erschaffen.

Alles geschaffen – durch Jesus und für Jesus!

Sicherlich und offensichtlich hat Gott für den Menschen eine perfekte Umgebung geschaffen, die – vor dem Fall in die Sünde und Vergänglichkeit – ein buchstäbliches Paradies gewesen ist. Aber dazu hat Gott Geschaffenes erschaffen, das wir Menschen nicht einmal erkennen oder erfassen können. Stefan erwähnte die Farbenpracht der Fische in der Tiefsee, die in permanenter Dunkelheit der Welt verborgen bleiben (außer in wenigen Dokus im Fernsehen).

Dazu kommen optische und akkustische Impulse, die wir Menschen gar nicht auffangen oder aufnehmen können. Sie sind der Tierwelt vorenthalten. Dazu kommt das Universum, dessen Geheimnisse wir kaum im Ansatz begriffen haben und das uns mit immer wieder neuen Ausnahmebildern erstaunt.
Wozu das alles? Wozu schuf Gott diese Herrlichkeiten, die wir gar nicht erkennen oder bewundern können? Wozu schuf Er das Unsichtbare, wozu die Engelmächte, die durch ihr gewaltiges Auftreten bei ihren seltenen Erscheinungen die Menschen zu Tode erschreckten?

Gott schuf sie, um sich daran zu erfreuen. Erschaffen – durch – und für Jesus! In seiner Himmelvision sieht Johannes Jesus auf dem Thron. Anbeter fallen vor Ihm auf ihre Kniee, loben Jesus und sagen (Offenbarung 4:11):

Würdig bist du, o Herr, zu empfangen den Ruhm
und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge geschaffen,
und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen!

Gott liebt Seine Schöpfung und erfreut sich daran. Jesus liebt Seine Geschöpfe und kümmert sich um sie. Nichts ist vergeblich auf Erden, unter der Erde oder im Universum. Bei aller Not auf der Erde, bei allen Plänen Gottes für Zeit und Ewigkeit, bei allen Sorgen, Nöten und Gebeten der Heiligen, um die Er sich minütlich kümmert, hat Er immer noch Zeit, Freude und „einen freien Kopf“, sich an dem zu erfreuen, was Er zu Seiner Freude und Herrlichkeit geschaffen hat – das alles, ohne Dich und mich in irgendeiner Weise auch nur eine Nanosekunde (oder kürzer) zu vernachlässigen.

Gott ist ein herrlicher Gott, ein Gott der Herrlichkeit und ein Gott aller Herrlichkeiten, der sichtbaren und der unsichtbaren. Und er hat das Herz, sich darüber zu freuen. Gott ist ein Gott der Freude! Dein und mein Gott!

Donnerstag, 26. Mai 2016

Hoherpriester Jesus

Das ist eins der Ämter, die Jesus besitzt und für uns ausführt. Gestern Abend in der Bibelstunde unserer Gemeinde sprach Stefan über Hebräer 3:1-6. Hier einige Auszüge seiner Gedanken. In Hebräer 3:1+2 heißt es:

Darum, ihr heiligen Brüder, die ihr teilhabt an der himmlischen Berufung, schaut auf den Apostel und Hohenpriester, den wir bekennen, Jesus, der treu ist dem, der ihn dazu gemacht hat, wie auch Mose in seinem ganzen Hause!

Priester im alten Bund waren die Mittler, die das Volk vor Gott und Gott zu dem Volk brachten. All die vielen Priester hatten bestimmte Auflagen, die sie erfüllen und Regeln, an die sie sich halten mussten. Ihnen übergestellt war der Hohepriester. Einer für alle. Er war noch einmal besonders und noch einmal mehr für Gott abgesondert. Durften die Priester noch einen Friedhof besuchen – der Hohepriester durfte es nicht. Durften sich die Priester noch einem toten Familienmitglied nähern – der Hohepriester durfte es nicht. Durften die Priester noch Frauen heiraten, die schon einmal verheiratet, aber verwitwet waren – der Hohepriester durfte es nicht. Die Auflagen für ihn waren besonders. Jesus ist unser Hoherpriester. Aber er hat noch eine Besonderheit.

Während der jüdische Hohepriester auch des Opfers für sich selbst bedurfte, hatte Jesus kein Opfer für sich selbst nötig. Er konnte und kann immer und zu jeder Zeit ins Allerheiligste um mit dem Vater zu kommunizieren. Ein aktuelles Beispiel aus unserem Gemeindeleben veranschaulicht den perfekten Dienst des Hohenpriesters, Jesus, für uns.

Als Gemeinde versucht uns momentan ein Telefonanbieter übers Ohr zu hauen. Darum haben wir uns Rat bei einem Anwaltfreund geholt. Der riet uns einen Vermittler aufzusuchen. Solch ein Vermittler kennt unsere Sprache und Denken, aber auch die Sprache und das Denken des Gegenübers. Er spricht beide Sprachen.

Viel mehr als ein Vermittler, viel mehr als ein irdischer Hoherpriester, der selbst immer noch der Reinigung bedurfte, ist Jesus in der Lage, sich als Mensch unter Menschen und als Gottes Sohn in der Gottheit zu bewegen. Ich weiß, dass ist jetzt recht irdisch ausgedrückt. Aber es zeigt einfach, was für einen perfekten Hohenpriester und Mittler wir in Jesus haben.

Und dann noch der Zusatz, dass Er ein treuer Hoherpriester ist. Einer der nicht das Handtuch wirft. Einer, der nicht aufgibt. Einer, der uns vertritt bis zum siegreichen Ende und dem Eingang in die Herrlichkeit und uns dann dort persönlich willkommen heißt.

Und genau in diesem Augenblick verwendet Er sich für uns in seiner Funktion als Hoherpriester: Er tritt ein im Gebet vor dem Vater im Himmel für uns ein! Was für ein erhebender Gedanke!

In 14 Tagen geht’s weiter im Hebräerbrief, Kapitel 3. 19:30 Uhr @ CCFG. Herzlich willkommen!

Mittwoch, 25. Mai 2016

Nur laut gedacht …

Ich danke Jesus für meine „Bekehrung“. Ich danke Ihm, dass er mich festgehalten hat über viele Jahrzehnte. Ich danke Ihm für einen auf dem Wort Gottes gegründeten Glauben. Gleichzeitig frage ich mich, wie viel Lehre und Praxis es in meinem Leben und im Leben vieler Evangelikaler gibt, die gut und nicht falsch, aber auch nicht absolut sind. Zum Beispiel: das „Übergabegebet“.

Nirgends in der Bibel wird ein „Übergabegebet“ gefordert. Gottes Wort sagt in Apostelgeschichte 16:31 über den Weg der Rettung:

Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig!

Das ist die eine und einzige Voraussetzung zum Heil eines Menschen: rettender Glaube an Jesus.

In manchen meiner Predigten bitte ich die Zuhörer, aufzustehen oder die Hand zu heben, wenn sie gerettet werden möchten. Manchmal spreche ich ein Gebet vor, das Zuhörer im Herzen nachsprechen und so mitbeten können. Aber weder das Aufstehen, noch das Handheben, noch das Übergabegebet rettet sie. Jesus lehrt deutlich in Matthäus 7:21:

Es werden nicht alle, die zu mir sagen:
Herr, Herr, in das Himmelreich kommen.

Nicht ein (Übergabe)-Gebet rettet. Der Glaube rettet!

Zwei Stellen können als Argument für ein Übergabegebet dienen. In Lukas 18:13 betet der Zöllner im Tempel:

Gott, sei mir Sünder gnädig!

und in Lukas 23:42 betet der Verbrecher am Kreuz:

Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!

Aber nicht die ausformulierten Worte, sondern der Glaube, das vertrauensvolle „Sich-wenden-an-Gott“ aus dem heraus diese Gebete gesprochen wurden, haben den Betern die Rettung gebracht. Auch der Kämmerer aus Äthiopien fällt mir ein. Er war auf der Suche nach Antworten. Er versteht, dass Jesus die Antwort ist. Viel mehr versteht er noch nicht, bezeugt aber, dass er glaubt, dass Jesus das Opfer für seine Sünden ist.  Dann lässt er sich als Zeichen für seinen rettenden Glauben taufen. Wir lesen von keinem Gebet – nur von einer Bezeugung seines Glaubens.

Ich werde auch weiterhin einladen, den rettenden Glauben in einem Gebet oder einem klaren Bekenntnis zum Ausdruck zu bringen. Aber lasst uns nicht biblischer werden als die Bibel. Es ist  allein der Glaube an Jesus, der rettet. Keine Vorbedingung, keine Rituale, keine Kurse. Der Glaube an Jesus, den Retter, genügt!