„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 9. Juni 2015

Manasse: Anhaltendes Gebet – bis zur Erhörung*

Und er [Manasse] tat, was böse war in den Augen des HERRN, nach den Gräueln der Nationen, die der HERR vor den Kindern Israel ausgetrieben hatte“ (2. Könige 21,2). Wer diese Überschrift über das Leben eines Menschen liest – hier über das Leben eines Königs von Juda – der hat keine Hoffnung für ihn. Und wer ausschließlich den Bericht über diesen König im 2. Buch der Könige anschaut, wird in dieser Auffassung bestärkt. Denn hier lesen wir nichts von einer Umkehr – nur von bösen Wegen und schrecklichen Sünden. Aber wir sollten einen Menschen nie aufgeben, bis nicht Gott dessen Geschichte zu Ende „geschrieben“ hat. Das lernen wir gerade bei Manasse!

Denn wir sehen in dem Parallelbericht über die spätere Geschichte dieses Königs: „Und als er [Manasse] bedrängt war, flehte er den HERRN, seinen Gott, an und demütigte sich sehr vor dem Gott seiner Väter und betete zu ihm; und er ließ sich von ihm erbitten und erhörte sein Flehen, und brachte ihn nach Jerusalem in sein Königreich zurück. Da erkannte Manasse, dass der HERR Gott ist“ (2. Chronik 33,12.13).

Wenn wir Menschen manchmal schnell dabei sind, andere abzuschreiben - Gott nicht! Er arbeitet an vielen Menschen bis zum Schluss. Selbst ein Judas wurde vom Herrn bis zuletzt mit aller Liebe und Zuwendung bedacht, obwohl der Herr von Anfang an wusste, dass dieser der „Sohn des Verderbens“ war, der ewig verloren gehen würde. Aber Christus gab ihn nicht auf, bis Judas selbst endgültig seinen Bestimmungsort wählte.

Bei Manasse war es anders! - Er tat schreckliche Dinge, Sünden, die schlimmer waren als die seiner Vorfahren, schlimmer selbst als die der ungläubigen heidnischen Völker um ihn her. Diese Sünden werden mit denen des schlimmsten Königs in Israel - Ahab - verglichen (2. Könige 21,13). Und das alles, obwohl Manasse aus einem gläubigen und gottesfürchtigen Elternhaus stammte. Und das alles, obwohl sein Vater Hiskia einer der treusten Könige in Jerusalem war. Konnte es da noch eine Möglichkeit zur Umkehr geben? Konnte Gott einem Mann Gnade erweisen, der durch und durch sündig war und gottlos lebte, obwohl er es besser wissen konnte, ja besser wusste? So jemanden muss man aufgeben, oder?

Wer von uns kennt nicht solche gottlosen und bösen Menschen, die aus gläubigem Elternhaus kommen? Und wer von uns hätte nicht solche Menschen längst aufgegeben! Gott tut es nicht. Selbst nicht bei Menschen wie Manasse.

Warten wir ihr Ende ab! Denn Gott hat ihre Geschichte noch nicht zu Ende geschrieben. Aber besser noch: Hören wir nicht auf, für solche zu beten, intensiv und anhaltend! Es lohnt sich. Denn es wird sicher einer dabei sein, der sich am Ende doch noch bekehren wird und zu Gott umkehrt, um Ihm treu zu dienen wie Manasse.

Vielleicht gibt es nicht viele Beispiele dieser Art. Und Manasse ist in gewisser Hinsicht eine Ausnahme. Er ist der einzige (!) gläubige König, von dem wir in der Zusammenfassung seines Lebens lesen: „Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN.“ Und trotz dieser schlimmen Charakterisierung werden wir ihn im Himmel wieder sehen. Denn er ist von seinen bösen Wegen umgekehrt. Wir lesen nichts davon, wann diese Umkehr genau stattgefunden hat. Es hat den Anschein, dass sie sehr spät statt fand, so dass sie in die Lebensbeschreibung im Buch der Könige keinen Eingang gefunden hat - nach Gottes Willen. Aber der Zeitpunkt ist für unser Thema des Gebetes nicht von Bedeutung. Denn es gibt solche Menschen - wie den Räuber am Kreuz -, die den Herrn Jesus erst auf ihrem „Sterbebett“ als Retter annehmen. Auch dann kann man sich noch bekehren.[1] Bis dahin kann man für einen Menschen noch beten!

Hast du aus deinem Familien- oder Bekanntenkreis schon jemanden aufgegeben, der eigentlich noch auf deiner Gebetsliste stehen könnte? Oder sollte? Wenn wir von Manasse lesen, sollten uns solche auf dem Herzen brennen, bei denen wir jede Hoffnung aufgegeben haben. Zu Unrecht! Denn noch ist Zeit zur Umkehr - sei es zur Bekehrung, oder sei es von einem falschen Weg.

Ausdauer ist eine der schwierigsten Eigenschaften, die wir lernen können (müssen?).
Auch und gerade, was unser Gebetsleben betrifft.

[1]: Das ist kein Wort an einen Menschen, der noch nicht bekehrt ist oder noch auf einem falschen Weg geht. Denn er weiß nicht, ob Gott ihm noch eine solche Gelegenheit gibt umzukehren. Für einen solchen Menschen gilt: Wenn du heute das Heil durch den Herrn Jesus ablehnst, kann es morgen zu spät sein. Für immer! Ende der Fußnote

* Diesen Artikel von Manuel Seibel fand ich HIER. (Unterstreichungen von mir)

Montag, 8. Juni 2015

Gebet für einen neuen Tag

„Lieber Herr,

Soweit ist diese ganze Woche wirklich gut angelaufen.  Ich habe nicht schlecht über andere geredet! Ich habe meine Geduld nicht verloren, ich war niemandem gegenüber geizig, ich war nicht lästig, selbstsüchtig oder aufdringlich. Für all das bin ich sehr dankbar. Aber Herr, in einigen Minuten werde ich mich aus dem Bett quälen – und dann brauche ich wohl wesentlich mehr Hilfe!“

Wie sehr die Welt am Montagmorgen um 6:00 Uhr doch in Ordnung sein kann – VOR dem Aufstehen! Dann beginnt das normale Leben. Vermutlich hat der oben erwähnte Beter genau das Richtige getan: er hat gebetet. Hoffentlich war dieses Stoßgebet nicht alles, was er an Vorbereitungszeit für ein Leben in der Nachfolge mit Jesus verbracht hat. Aber ein guter Anfang allemal.

Auch diese Woche wird Höhen und Tiefen, Freude und Leid, Siege und Niederlagen bringen. Das wissen wir alle. Einige unserer Herausforderungen kennen wir bereits, andere werden kommen und uns überraschen. Nichts muss uns umwerfen. Aber wie bereiten wir uns auf eine Woche im Sieg vor?

In Epheser 6 heißt es in den Versen 12-19:

denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen. Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt. So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens. Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt, und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist, indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist, und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen,

Das ist einer von verschiedenen Bibelabschnitten, die zur Beantwortung der Siegesfrage herangezogen werden können. Ich habe einen Freund, der seit vielen Jahren, vielleicht Jahrzehnten, diesen Bibeltext Morgen für Morgen durchbetet. Morgen für Morgen zieht er die Waffenrüstung an, Teil für Teil, bis er die ganze Rüstung trägt. Muss es verwundern, dass er als ein siegreicher, dankbarer – nicht vollkommener, aber geistlich gesunder Mensch durchs Leben geht?

Wenn Du Dich heute Morgen mit einem Stoßgebet um Gottes Hilfe für den Tag oder die Woche aus dem Bett gequält hast, dann war das ein guter Anfang. Nimm Dir ein paar zusätzliche Minuten. Sprich mit Jesus über die geistliche Waffenrüstung und zieh sie an, denn der Feind Jesu, der auch unser Feind ist, wird angreifen. Darauf können wir uns verlassen.

Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus
und offenbart den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns an 
allen Orten!  (2 Korinther 2:14)

Sonntag, 7. Juni 2015

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Ende 
 
Doch, bei uns beginnt der Gottesdienst nach wie vor um 10:30 Uhr, jeden Sonntagmorgen. 
 
Es ist erst ein paar Tage her, dass die Präsis der westfälischen Landeskirche, Annette Kurschus, eine Diskussion über den traditionellen Gottedienst am Sonntagmorgen angestoßen hat. „Die Lebenswirklichkeit von Familien ist eine andere geworden“, so Kurschuss, und der Religionssoziologe Detlef Pollack fügt hinzu: „Viele Menschen finden einfach anderes wichtiger: Sie bleiben nicht fern, weil sie die Predigt doof finden. Es ist vielmehr so: Sie möchten lieber ausschlafen, Zeit mit der Familie verbringen, zum Fußball gehen.“ 
 
Und so diskutiert man nun fleißig, ob sich die Bänke füllen würden, wenn der Gottesdienst Samstagabend, Sonntagnachmittag oder Sonntagabend stattfinden würde (wenn eben nichts Anderes, Wichtigeres, anliegt). Ich gehe davon aus, dass man die „Lebenswirklichkeit der Familien“ noch nicht richtig untersucht hat. Dabei sollten Abendprogramm im Fernsehen, soziales Leben am Sonntagnachmittag und Wochenendtrips in Erwägung gezogen werden. Durch drastisch-alternative Gottesdienstzeiten werden die Bänke garantiert nicht voller! Hier ein anderer Vorschlag: 
 
Man möge sich wieder auf das besinnen, was Kirche und Gemeinde eigentlich ausmachen sollte: Die lebendige und kompromisslose Verkündigung des Wortes Gottes, die praktizierte Liebe zu Gott und dem Nächsten und der klare Ruf zur Umkehr von Wegen, die der Bibel widersprechen. Es wäre mit Sicherheit einen Versuch wert. 
 
Wir laden herzlich ein zu unserem Gottesdienst: 
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst! 
(parallel Kindergottesdienst)  
Predigt
Anbetungszeit
Heute kein Mittagessen @ CCFG
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst  
Beginn: 10:30 Uhr     
Wir freuen uns auf Dich!
 
Calvary Chapel Freier Grund 
 Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)    
57290 Neunkirchen-Zentrum

Sonntagszitat:

Gottesdienst, wie ihn die Bibel versteht, 
ist die angemessene Antwort vernunftbegabter Geschöpfe 
auf die Selbstoffenbarung ihres Schöpfers.         
(Unbekannt)

Der Gottesdienst ist und bleibt das Herzstück 
unseres christlichen Glaubens. 
So wichtig alle Akademien sind: 
Wo nicht das Leben in der Gemeinde 
mit dem Gottesdienst lebendig ist, 
dort ist alle Arbeit sinnlos. 
Der Gottesdienst ist kein Erbauungsstündchen, 
sondern Lob, Preis und Anbetung des lebendigen Gottes.
(Otto Wassermann)


Samstag, 6. Juni 2015

Über Glauben und Vertrauen

Charles Blondin war ein im vorletzten Jahrhundert berühmter Seiltänzer. Besonders seine Tänzchen über den Niagara Fällen sind Geschichte. Es gilt als wahre Begebenheit, dass er ankündigte, eine Schubkarre auf einem Stahlseil von der amerikanischen zur kanadischen Seite schieben zu wollen – ohne Sicherheitsnetz, versteht sich. 

Diese angekündigte Aktion zog Massen an, Massen an Zuschauern, Massen an Journalisten. Am besagten Tag war sein erster Weg der unbeschwerte Tanz auf dem Seil von der einen Seite zur anderen. Auf halbem Weg gab es noch einige Kunststückchen als Einlage. Als nächstes nahm er eine Schubkarre und ging unter dem Applaus der Menge den Weg zurück. Noch erstaunter wurden die Zuschauer, als er Steine in die Karre lud und auf die kanadische Seite schob. Großer Jubel brach aus.

Die Steine wurden abgeladen und die Menge traute ihren Ohren nicht, als Blondin sie fragte: „Meint Ihr, ich schaffe es, einen Menschen in der Karre zurück zu transportieren?“ „Klar!“ „Selbstverständlich!“ „Kein Problem!“ waren die Antworten, worauf der Seiltänzer auf die Schubkarre deutete und die Einladung aussprach: „Freiwillige vor! Ich werde Sie auf die andere Seite bringen!“   Plötzlich wurde es still. Den zustimmenden Worten folgte keine Tat des Vertrauens.

Manche Quellen berichten, dass ein kleines Kind in den Schubkarren kletterete und von Blondin auf die andere Seite gebracht wurde. Auf die Frage: „Hattest Du denn gar keine Angst?“ kam die Antwort: „Nein? Wieso? Er ist doch mein Vater!“

Viele Menschen geben vor, nicht an Gott glauben zu können. Sie glauben daran, dass die Polizei für die nötige Ordnung sorgen kann, dass der Busfahrer sie sicher ans Ziel bringen kann und dass der Stromversorger die unsichtbare Energie 24 Stunden jeden Tag in ihr Haus kriegt. Sie glauben, dass es auch nächsten Monat noch genügend Nahrung geben wird, dass ihr Land weiterhin im Frieden lebt und dass die Erde weiterhin um die Sonne kreisen wird, die jeden Morgen aufgeht und jeden Abend untergeht.  Aber an Gott glauben sie nicht.

Menschen, die nicht glauben können / wollen, hilft es vielleicht, das Wort „Glauben“ durch „Vertrauen“ zu ersetzen. „Glauben“ ist ein religiös belegtes Wort, das bei vielen Probleme hervorruft. Vertrauen dagegen ist ein Wort aus dem Alltag und aus dem Leben. Vertrauen hat das Kind zum Ausdruck gebracht, das sich beim Vater in die Schubklarre gesetzt und sich hat transportieren lassen. Insofern war Vertrauen eine „Tat“. Das Kind vertraute sich dem Vater an. Das Kind gab sich in die Hand des Vaters.

Es fällt dir schwer, Gott zu glauben oder an Gott zu glauben? – Vertrau Ihm einfach! Vertrau Dich Ihm an! Gib Dich in Gottes Hand, in die Hand des Vaters! ER KANN! Es gibt sicher nichts – auch nichts in Deinem Leben – für das es nicht ein Beispiel in der Bibel gibt; ein Beispiel, wie Gott gezeigt hat, dass ER KANN! ER KANN heilen – oder ER KANN die Kraft geben, zu tragen. ER KANN Hindernisse aus dem Weg räumen – oder ER KANN uns die Kraft geben, mit Ihm über Mauern zu springen. ER KANN andere Menschen verändern – oder ER KANN Dich und mich verändern. ER KANN unsere Sorgen sich in Luft auflösen lassen – oder ER KANN sie uns abnehmen, selbst tragen und uns mit Seinem Frieden füllen. GOTT KANN! JESUS KANN! Vertrau Dich Ihm heute an. Nenn die Dinge beim Namen, für die Du Ihm vertrauen willst, und dann setz Dich ruhig in Seine Schubkarre (Seine Hand) und lass Ihn Dich schieben (tragen)! (w)

Freitag, 5. Juni 2015

Wie überlebe ich mein chaotisches Leben?

Wissenschaftler haben einmal ein Experiment durchgeführt. In zwei verschiedene Behälter mit Wasser setzten sie Ratten, um zu testen, wie sie lange überleben würden, ohne zu ertrinken. Das waren im Durchschnitt 17 Minuten.

Beim 2 Durchgang rettete man die Ratten kurz vor dem Ertrinken, trocknete sie, fütterete sie, setzte sie wieder in die Käfige und ließ es ihnen ein paar Tage gut gehen. Anschließend wiederholte man das Experiment und stellte fest, dass die Ratten plötzlich nicht nach 17 Minuten aufgaben, sondern 36 Stunden ums Überleben schwammen. Das Phänomen wurde damit erklärt, dass die Ratten beim zweiten Mal Hoffnung hatten. Sie hatten eine begründete Hoffnung, dass sie durch Schwimmen überleben würden. Denn das war ihnen beim letzten Mal ja auch gelungen. Einer der Wissenschaftler meinte: „Sie überlebten, weil sie zuvor gerettet worden waren.“

Auch unser Leben hat immer wieder mal chaotische Züge. Mal ist es ein Arbeitsüberschuss, ein andermal ein zu kleines Zeitfenster. Hier hat mein einen wichtigen Termin versäumt, dort bricht die Arbeit vieler Monate zusammen. Wenn dann auch nur ein weiteres Chaos sich dazu gesellt, gehen wir unter.

Viele von uns haben in solchen Situationen eine Erfahrung gemacht. Eine besondere Erfahrung. Eine Erfahrung mit Jesus. Als uns das Wasser bis zum Hals stand, als wir unterzugehen drohten, als wir nur noch schreien konnten: „Herr, rette mich! Ich gehe unter!“ da kam eine unsichtbare Hand, zog uns hoch, trocknete uns ab und setzte uns in Sicherheit. Das war nicht die einzige Erfahrung mit Jesus. Immer wieder gibt es Chaos in unserem Leben, nicht selten selbst verschuldet. Aber wir haben erfahren, dass die unsichtbare Hand Jesu auf unser Schreien reagiert. Wir schreien verzweifelt – aber wir schreien im Bewusstsein, dass Er uns hört. In 1 Johannes 5:15 versichert der Schreiber:

„Und wenn wir wissen, dass er uns hört, um was wir auch bitten,
so wissen wir, dass wir das Erbetene haben,
das wir von ihm erbeten haben.”

Gehst Du durch chaotische Zeiten? Ein Chaos nach dem anderen fällt über Dich her? Oder es ist nur eins – aber es ist gewaltig? Du wirst müde, zu kämpfen, zu warten, zu hoffen? Jesus spricht (Psalm 50:15):

„Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten
und du sollst mich preisen.“ 

Nachtrag:
Ach ja, und solltest Du Dich gerade mal nicht im Überlebenskampf gegen das Chaos befinden, dann danke Gott dafür. Vielleicht ist es Deine Zeit, zur Gebetserhörung für jemand anders zu werden. Manchmal ist ein Gebet für jemanden in Not, ein Anruf oder eine kleine Handreichung alles, was nötig ist, um die Wellen eines äußeren oder inneren Chaos zu glätten.

Donnerstag, 4. Juni 2015

Ein weiterer Grund zur Zuversicht!

Hoffnung hat man – oder eben nicht! Jünger Jesu haben die feste Zuversicht der Vergebung und der göttlichen Hilfe. Und es gibt Verse, die uns Christen helfen, Hoffnungslosigkeit zu besiegen. In Johannes 14:1-3 spricht Jesus einige der vielleicht hoffnungsvollsten Verse für Seine Jünger. Diese Verse gehören bis heute zu denen, die Hoffnungslosigkeit mit am besten vertreiben und besiegen können:

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; 
wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt.
 Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe 
und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder
und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.

Das sind Verse, die unsere Blicke weglenken von gegenwärtigen Nöten und Hoffnungskillern in unserem Leben. Es gibt ein Leben NACH der Not. Es gibt eine Ewigkeit nach dem Leben in dieser Welt. Davon spricht der Payson, der 1827 mit den Worten verstarb: "Der Kampf ist gekämpft, der Sieg errungen. Jetzt werde ich in Ewigkeit in einem Meer der Reinheit und Freude baden."

Jeder Mensch hat Nöte im Leben, die ihm die Hoffnung rauben wollen. Jeder Mensch versucht einen anderen Weg, diese Nöte los zu werden. So las ich von einem Brauch in Korea, der immer an Neujahr durchgeführt wird (oder vielleicht wurde): Mit dem Verlangen, neu anzufangen, überlegen sich die Menschen, welche schlechten Gewohnheiten sie gerne los wären und für welche bösen Handlungen sie sich Vergebung wünschen. Dann schreiben sie all diese Dinge, die ihre Hoffnungen zerstören, auf einen gebastelten Papierdrachen und lassen den steigen. Der Papierdrachen steigt immer höher in den Himmel. Wenn man ihn dann kaum mehr sehen kann, schneidet man das Seil los. Während der Drachen irgendwo abstürzt und man ihn nicht mehr sehen kann, hofft der Besitzer, dass auch alle Sünden und all das, was ihm die Hoffnung raubt, für immer verschwunden ist.

Funktioniert das?  NEIN!  NIE!  Leider können wir unsre Sorgen nicht schriftlich auf einem Papierdrachen ablegen, der sie dann für immer wegnimmt. Die Bibel zeigt uns einen besseren und sicheren Weg. In Matthäus 11:28 lädt Jesus alle Hoffnungslosen zu sich ein indem Er  sagt: „Kommet her zu mir alle, ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch Ruhe geben und euch erquicken!“

Jesus hat – und ist die Hoffnung für die ganze Welt – auch für mich und auch für Dich! Du brauchst Deine Probleme und Hoffnungslosigkeit nicht auf einen Papierdrachen zu schreiben. Der stürzt Dir irgendwann wieder vor die Füße! Du brauchst sie nicht weg zu schlafen, wegzutrinken oder weg zu therapieren. Vielmehr darfst Du sie in einem Gebet zum Himmel schicken: zu Jesus. Er lädt Dich ein: zunächst einmal Deine größten Probleme, Deine Sünde,  bei Ihm abzuladen – und dann auch alles andere mit Ihm zu regeln.

Jesus möchte auch Dein Retter und Deine Hoffnung sein!

Mittwoch, 3. Juni 2015

Faktenresistent?

Faktenresistent nennt „nickpol“, so sein Internetname, den Kanadier Edgar Nernberg. Wie dieser Tage bekannt wurde, fand Nernberg bei Bauarbeiten einen Stein, der ein vollständiges Fischskelett zeigt. Fossilien generell im Gebiet von Calgary / Kanada kommen wohl häufig vor, aber diesen Fund bezeichnet Nernberg als einmalig im Leben. Die Paläontologin Darla Zelenitsky erklärt, das solche Funde äußerst selten und das Gestein in der Gegend ca 60 Millionen Jahre alt sein soll. Alles gut und schön – bis auf die Tatsache, dass Edgar Nernberg bekennender Kreationist ist. Er vertraut lieber dem Schöpfungsbericht der Bibel, als den ständig wechselnden Aussagen über „Tatsachen“, die Evolutionswissenschaftler von Jahr zu Jahr korrigieren müssen. Dieses Bekenntnis zu Gott und der Bibel wird Edgar Nernberg jetzt als „Faktenresistenz“ ausgelegt.

Interessant ist, dass Christen, die den Fakten des Schöpfungsberichts Glauben schenken, ihre Fakten nie ändern mussten. Ganz anders Evolutionstheoretiker, die jahrein – jahraus das korrigieren müssen, was sie im Jahr zuvor als Fakten verkauften. Im Jahr 2013 veröffentlichte die Online Ausgabe von „Die Welt“ verschiende „Fakten“, die die Wissenschaft wegen neuer Erkenntnisse korrigieren mussten. Darunter waren:

-         Das Alter bestimmter Tiefseetiere musste erheblich korrigiert werden.
-         Bei dem westlichen Teil des Grand Canyon musste man sich um schlappe 60 Millionen Jahre korrigieren.
-         Beim Alter des Rheins fiel die Korrektur nur in den einstelligen Millionen-Jahr-Bereich.
-         Die Hebung des tibetanischen Hochlandes begann nicht vor 10-15- sondern vor angeblich vor 30 Millionen Jahren.
-         Weitere „Fakten“, die nun doch keine mehr sind, betreffen die „Entstehungzeit“ der Dinos oder die Hirngröße der „Vormenschen“.

Ich höre mal auf hier. Am Schluss des heutigen Eintrags gibts noch ein paar hilfreiche Links.
Jedenfalls brauchen wir uns als Christen nicht einschüchtern zu lassen. Wir halten fest an den Fakten, die uns vor Tausenden von Jahren schriftlich überliefert wurden und die bis heute keiner Korrektur bedurften. Diese Fakten – und das ist lediglich ein Zusatzbonus – werden durch kreationistische Wissenschaftler bestätigt.

Wer Gottes Wort vertraut, ist auf der Gewinnerseite. So heißt es:
-         Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. (1 Mose 1:1)
-          Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk. (Psalm 19:2)
-         Wenn ich deinen Himmel betrachte, das Werk deiner Finger, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: Was ist der Mensch, daß du an ihn gedenkst, und der Sohn des Menschen, daß du auf ihn achtest? (Psalm 8:4+5)
-         Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren gleicht. Darum hat sie Gott auch dahingegeben in die Begierden ihrer Herzen, zur Unreinheit, so daß sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren, sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen! (Römer 1:21-25)

Gott und Gottes Wahrheit war und ist zu erkennen! Wer Ihn nicht erkennen will, sucht sich eine Pseudowahrheit woanders, ernennt sie zu seinem Glauben und macht sie dann Jahr für Jahr passend, je nach neustem Erkenntnisstand.

Als Gotteskinder verstecken wir uns nicht und schämen wir uns nicht für das, was wir glauben – auch wenn wir nicht jede Pseudowahrheit widerlegen können oder wollen. Warten wir lange genug, dann wird sie sich schon selbst widerlegen, korrigieren oder anpassen.

Wir halten fest an dem, was wir als Wahrheit und tragendes Fundament in unserem Leben erfahren haben. Und wir freuen uns, dass Gott nicht nur unser Schöpfer, sondern auch Vater, Freund, Hirte und Versorger ist. Das sind Fakten! Wer dagegen resistent ist, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Links zu Webseiten, die die Schöpfungslehre vertreten:

Dienstag, 2. Juni 2015

Das Gebet für die Kuh

Ausgabe Nr 21 der Wochenzeitschrift IDEA berichtete im Mai von Baptisten in Indien, die sogar für Kühe beteten, die im Hinduismus als heilig verehrt werden. Mit erstaunlichen Folgen, wie es heißt. IDEA schreibt: 

„Davon berichtete der Baptistenpastor Prassana Kumar (Uppada/Bundesstaat Andhra Pradesh) auf der Bundesratstagung des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden), die vom 13. bis 16. Mai in Kassel stattfand. Am Anfang seines Missionsdienstes sei er in den Dörfern nicht immer willkommen gewesen, so Kumar. Oft hätten ihn wütende Bewohner vertrieben. Einmal sei er auf eine Gruppe gestoßen, die um eine kranke Kuh herumstand. Einige hätten gesagt, sie liege im Sterben. Der Pastor wurde aufgefordert, zu seinem Gott um Heilung für das Tier zu beten. Kumar betete mit nicht allz großem Vertrauen und ging dann schnell nach Hause. Am nächsten Morgen kam der Besitzer der Kuh zu ihm. Kumar hatte Angst, dass die Kuh gestorben sei und die Männer ihn verprügeln wollten. Stattdessen habe der Bauer ihm Milch der Kuh gebracht und sich für das Gebet bedankt. Sie sei über Nacht genesen. Das sprach sich schnell herum und führte dazu, dass die Baptisten eine Gemeindearbeit starten konnten. Seit 1981 hat Kumar in der Region 35 Gemeinden mit rund 3000 Mitglidern gegründet.“ 

Solche Berichte polarisieren. Eine atheistische Webseite stellt diese Nachricht ein, um sich lustig zu machen und die Leser zum Lachen zu bringen. Den 3000 Christen in Indien tut das nicht weiter weh. Sie haben eine andere Art Lachen in ihrem Herzen. Sie haben die Macht und Geduld Gottes erfahren und neues Leben gefunden.

Und wir Christen in Deutschland? Wir Christen in der „christianisierten, nachchristlichen“ Welt?

Wir wollen uns ermutigen lassen, auch mit „kleinem“ Glauben Gott um große Dinge zu bitten. Er verspricht in Matthäus 17:20: 

„Denn wahrlich, ich sage euch: 
Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn,
so würdet ihr zu diesem Berg sprechen:
Hebe dich weg von hier dorthin!
und er würde sich hinwegheben;
und nichts würde euch unmöglich sein.“ 

Wir wollen uns nicht länger zieren, auch für seltsame Anliegen zu beten, sofern ihre Erhörung Gott Ehre bringen kann.

Wir wollen wieder anfangen, unseren Glauben zu bezeugen, und zwar nicht in eigener Kraft, sondern unter Gebet, Gebet für die Menschen, denen wir Jesus bezeugen, und Gebet für alles, was Jesus Ehre bringen und verherrlichen kann – selbst für „heilige Kühe“.

Zu den schwerwiegendsten Problemen unserer christianisierten Welt gehört sicher unsere Gebetslosigkeit. Wie oft meinen wir, es ohne Gottes Hilfe zu schaffen?! Wir haben das Geld, wir haben die Redner, die Instrumente, die Methodik, die Medien und die Werbung – und dennoch tut sich wenig bis nichts. Der indische Evangelist Kumar betete im entscheidenden Moment nicht mal für Seelen, sondern für eine kranke Kuh.

 Lasst uns neu die Kunst des einfachen Gebets erlernen. Gebet um Seelen, Gebet um Kraft, um Weisheit und vielleicht sogar für kranke Kühe oder kranke Menschen. Lasst uns neu lernen, mit Einfalt und Glauben zu beten – sei er noch so klein. Lasst uns wieder beten!