„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Mittwoch, 7. Januar 2015

Schau auf Jesus!

"Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, aller Welt Enden;
denn ich bin Gott, und sonst keiner mehr.“ (Jesaja 45:22)

Es war bitterkalt und ein gewaltiger Schneesturm tobte. Der Junge war sich schmerzlich bewusst, dass er Vergebung brauchte – seine Schuld drückte ihn. Er wünschte sich innerlich, lieber ein Frosch oder eine Kröte zu sein als ein unerretteter Sünder. Weil der Weg zu seiner Gemeinde wegen des Sturms zu weit war, ging er in eine kleine Methodistenkirche, die auf dem Weg lag. Es waren nur 13 Besucher gekommen. Der junge Mann hatte von diesen Menschen gehört „sie sängen so laut, dass man Kopfschmerzen davon bekäme“;  aber er sagt später: „das interessierte mich nicht. Ich wollte wissen, wie man errettet wird. Wenn sie mir das sagen konnten, wollte ich mir um meine Kopfschmerzen keine Gedanken machen.“

Als klar wurde, dass der Prediger durch den Schneesturm verhindert war, kam „ein dünnes Männchen, ein Schuster oder Schneider“ – er sprach in dem ländlichen Dialekt. Sein Text stand in Jesaja 45:22:
Schaut auf mich, so werdet ihr gerettet, all ihr Enden der Erde;
 denn ich bin Gott und keiner sonst!“ – Jesaja 45:22

Der arme Mann wusste nicht viel zu sagen. Also las er den Text mehrere Male. Dann fügte er hinzu:  “Es ist Christus, der spricht: ‘Ich bin im Garten der Todesangst, schütte meine Seele aus. Ich hänge am Holz, sterbe für Sünder.  Schaut auf mich! Schaut auf mich!
Das ist alles, was Du tun musst. Ein Kind kann schauen. Jeder, der fast Geisteskrank ist, kann schauen. Niemand muss studieren, wie man schaut! Egal, wie schwach oder arm jemand ist – er kann schauen. Und wenn er schaut, ist das Versprechen, dass er leben soll.

Dann hielt der Prediger inne, zeigte auf den Jungen unter den Zuhörern und sagte: „Dieser junge Mann sieht sehr unglücklich aus!  Es gibt keine Hoffnung für dich, junger Mann, und keine andere Chance, deine Sünde los zu werden, als auf Jesus zu schauen.“ Und dann rief er, wie wohl nur solch ein Methodist es konnte: „Junger Mann, sieh auf Jesus Christus! Schau! Schau! Schau!  Du brauchst nichts zu tun, als zu schauen -  und zu leben!“

Der Junge, der sich durch diese Predigt über Jesaja 45:22 bekehrte, war Charles Spurgeon.

Sobald der Prediger die Worte aussprach, sah Spurgeon – wie er selbst bezeugt – auf einmal den Weg zur Erlösung. „Als ich das Wort hörte: ›Schau!‹, wie wundersam erschien es mir! Ach! Ich schaute hin, bis mir fast die Augen vergingen. Da und dann zerriss die Wolke, die Dunkelheit war fort, und in diesem Augenblick sah ich auf einmal die Sonne; und ich hätte dort sogleich mit dem Enthusiastischsten unter ihnen von dem kostbaren Blut Christi singen mögen und von dem einfachen Glauben, der allein auf Ihn schaut. Als ich die Gemeinde verließ und durch die Straßen ging, war die Last gewichen und ist nie wieder zurückgekehrt." Spurgeon hatte neue Freude auf seinem Gesicht und neuen Frieden im Herzen. Er hatte geschaut – und Heil gefunden.

Gottes Wort und seine Gültigkeit haben sich bis heute nicht geändert!

Schau auf Jesus!  Wenn die Last der Sünde Dich drückt – bring sie Ihm! Jesus macht dich gerecht! 

Schau auf Jesus! Wenn auch manchmal Stürme um Dich toben – oder in Dir toben! Er verdient unser Vertrauen! Jesus erfüllt Seine Verheißungen – immer! 

Und wenn es Dir gut geht, Du Ihm nachfolgst und Dich an Ihm freust – schau auch dann auf Ihn. Deine Kraft kommt von Ihm, von Jesus!

Dienstag, 6. Januar 2015

Angst vor Gebet?

Angst vor Gebet? So fragte vor einigen Jahren ein Internetblogger in seinem Eintrag. Dann berichtet er unter Berufung auf die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte über Wachpersonal in einer kubanischen Haftanstalt, die Gefängnisinsassen ein Zusammenkommen zu Andacht und Gebet verboten hatte. Dieses Verbot erhielt nicht nur diese eine Gruppe.

In Saudi Arabien ist nicht nur der Bau kirchlicher Gebäude verboten. Auch die Bibeleinfuhr ist illegal. Reisende dürfen nicht mal eine persönliche Bibel bei sich tragen. Gebetstreffen und anderer religiöse Versammlungen außerhalb des Islam werden bestraft.

Über die Situation in Eritrea schreibt Open Doors: Bibelstunden und Gebetstreffen in Privathäusern sind seit Mai 2002 illegal. Jegliche unkontrollierte Anbetung wird kriminalisiert. Hausdurchsuchungen und Festnahmen gehören zum bitteren Alltag für Christen“

In Indien nehmen die Übergriffe zu, nicht nur auf Gottesdienste, sondern auch auf Gebetstreffen. Auch in Aserbeidschan und anderen früheren Sowjetrepubliken werden Treffen von Christen, einschließlich Gebetstreffen verfolgt.

Schlimm ist es in den Konzentrationslagern Nordkoreas, wo Christen nicht einmal gestattet ist, ihren Blick vom Boden gen Himmel zu erheben. Sie können allein für den Blick nach oben mit dem Leben bezahlen.

Warum haben Menschen solche Angst vor dem Gebet? Bei einigen ist es vielleicht nur Hass auf die Christen und ihren Gott. Bei anderen vielleicht der Aberglaube, dass das Gebet der Christen wirklich „irgendwie funktioniert“. Was immer es ist, irgendwo schwingt bei solchen Verboten, Überfällen oder Drohungen oft eine unterschwellige Angst mit. Vielleicht berechtigt!

In Seinem Wort ermutigt uns Jesus, zu beten, fleißig zu beten und ohne Unterlass zu beten. Jesus ermutigt uns, alleine zu beten und darin nicht müde zu werden. Aber Er ermutigt uns auch, in der Gemeinschaft mit anderen zu beten, zu zweit, zu mehreren oder mit vielen. Durch Gottes Wort werden Christen aufgefordert, an den Gebetsstunden ihrer Gemeinde teilzunehmen. Und zusätzlich zu den Verheißungen für das Gebet generell setzt Jesus noch einmal eins oben drauf und gibt denen Verheißungen, die sich zum gemeinsamen Gebet treffen:

Wenn zwei von euch auf Erden übereinkommen über irgend eine Sache, für die sie bitten wollen, so soll sie ihnen zuteil werden 
von meinem Vater im Himmel. (Matthäus 18:19)

Gebet ist die direkte Leitung in den Himmel zum Ohr des dreieinigen Gottes. Unsere Gebete werden alle gehört und keines geht verloren. Und irgendwann wird Gott reagieren. Kein Wunder, dass Menschen Angst vor den Gebeten der Christen haben. Denn ihre Gebete werden erhört.

Im vergangenen Jahr haben wir in unseren Gebetstreffen so viele Gebetserhörungen erfahren. Wir machen weiter! Unsere Gebetsstunde ist dezentralisiert, d.h.: findet zur selben Zeit, aber parallel an verschiedenen Orten statt. 1-2 neue Treffpunkte am Dienstagabend werden in diesem Jahr hinzukommen.
Wir ermutigen jeden, an dem wöchentlichen Gebetstreffen seiner Gemeinde teilzunehmen. Manche Gemeinden bieten mehrere Gebetstreffen an. Nimm mindestens an einem Treffen teil. Gebetstreffen sind das Rückgrad Deiner Gemeinde.

Wenn Du gerne an einem Treffen teilnehmen möchtest, aber von keinem Treffen weißt, lass es mich wissen (z.B. über das Kontaktformular im Seitenfenster). Wir freuen uns über jeden, der dienstagsabends mit uns vor Gottes Thron kommt. Mit unseren Gebeten möchten wir niemandem Angst machen – außer Satan selbst, denn der zittert, wenn Christen beten. In erster Linie aber möchten wir Jesus ehren, Ihn erfreuen und unsere Anliegen mit Dank vor Ihn bringen.

Montag, 5. Januar 2015

Hoffnung

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ – so heißt die Phrase, an der sich Millionen Menschen jeden Tag festhalten. Da klingt nicht viel Zuversicht heraus. Eher der Strohhalm-Gedanke: dass man sogar noch nach dem letzten Hoffnungshalm greift, der am Ende übrig bleibt.

In einem Buch las ich kürzlich folgende Geschichte eines U-Bootes, das vor einigen Jahren abseits der Küste von Massachusetts gerammt wurde und sank.

„Es sank sehr schnell auf den Grund. Die gesamte Crew war in diesem Todeshaus gefangen und saß in der Falle. Andere Schiffe kamen an den Ort der Katastrophe geeilt, und obwohl die Situation hoffnungslos war, schickte die Navy Taucher nach unten um zu prüfen, ob es noch irgendeinen Weg der Rettung gab. Schließlich erreichte einer von ihnen den Schiffsrumpf des beschädigten U-Boots. Als er seinen behelmten Kopf an die Seite des Schiffsfahrzeugs legte und lauschte, hörte er ein klopfendes Geräusch. Er erkannte, dass jemand mit Morsezeichen an die Wand klopfte. Die Frage kam nur langsam: „Gibt … es … noch … Hoffnung?“ Tragischerweise war das nicht der Fall.“*

In den vergangenen Tagen gab es so einige Unglücke. Da treibt ein Flüchtlingsboot ohne Mannschaft vor der Küste Italiens herum. Hunderte von Flüchtlingen bangen um ihr Leben. Da brennt eine Fähre und das Sturmwetter verhindert eine zügige Evakuierung der Passagiere. Hoffen und Bangen. Und jetzt ist der Frachter einer deutschen Reederei gekentert, mit wenig Hoffnung auf Rettung für die Seeleute.

Wir leben in einer Welt mit viel Elend. Wir alle brauchen Hoffnung. Hoffnung für die Notlagen in der Welt, für  Notlagen in unserem Umfeld oder in unserem eigenen Leben. Letzteres geht uns natürlich besonders nahe.

Weil wir die Welt nicht verändern, unser Umfeld bestenfalls beeinflussen können und selbst unser eigenes Leben nicht komplett in der Hand haben, brauchen wir Hoffnung. Wir brauchen Hoffnung, dass sich Umstände ändern, dass wir Kraft bekommen, auszuhalten oder einfach nur Hoffnung, dass wir die Hoffnung nicht verlieren.

Wer Jesus, den Gott der Hoffnung kennt, braucht sich an keinem Strohhalm festzuhalten. Bei Jesus ist immer Hoffnung. Nicht immer ändert sich alles Äußerliche zum Guten, aber immer ist Jesus die Hoffnung derer, die Ihm vertrauen.

Zur Zeit Esras hatte sich Israel gegen den ausdrücklichen Willen Gottes mit einem heidnischen Volk vermischt. Sie hatten sich schwer versündigt. Aber selbst im Licht schwerere Versündigung verkündigt Esra im Namen Gottes:

„Wir haben unserem Gott die Treue gebrochen, dass wir fremde Frauen aus den Völkern des Landes heimgeführt haben. Nun aber ist noch Hoffnung für Israel in dieser Sache!“ (Esra 10:2)

Aber auch den Bedürftigen und Erschöpften spricht Gottes Wort Hoffnung zu:
Denn der Arme wird nicht für immer vergessen; die Hoffnung der Elenden wird nicht stets vergeblich sein.“ (Psalm 9:19)

Wer sich an die Zusage Gottes hält, bekennt mit Zuversicht:
Nur auf Gott wartet still meine Seele; denn von ihm kommt meine Hoffnung.(Psalm 62:6)

Im Neuen Testament betet Paulus für die Gläubigen:

Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist.“ (Epheser 1:18)

Möge der Herr auch Dir und mir erleuchtete, offene Augen schenken, damit wir die Hoffnung erkennen und ergreifen können, die Er für uns hat. Er ist der Gott der Hoffnung! 

* „Die Ehe – ein Geschenk für uns“ von Ken Ortize © Calvary Books, Hannover, S. 26o

Sonntag, 4. Januar 2015

Einladung zum Jahresanfangsgottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext zum Jahresbeginn: 
Offenbarung 2:1-7 und 3:14-22
 
2:1-7: Dem Engel der Gemeinde von Ephesus schreibe: Das sagt, der die sieben Sterne in seiner Rechten hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt: Ich kenne deine Werke und deine Bemühung und dein standhaftes Ausharren, und daß du die Bösen nicht ertragen kannst; und du hast die geprüft, die behaupten, sie seien Apostel und sind es nicht, und hast sie als Lügner erkannt;  
und du hast Schweres ertragen und hast standhaftes Ausharren, und um meines Namens willen hast du gearbeitet und bist nicht müde geworden.
Aber ich habe gegen dich, daß du deine erste Liebe verlassen hast.
Bedenke nun, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Sonst komme ich rasch über dich und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegstoßen, wenn du nicht Buße tust!
6 Aber dieses hast du, daß du die Werke der Nikolaiten haßt, die auch ich hasse.
7 Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der in der Mitte des Paradieses Gottes ist.  
 
3:14-22 Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der »Amen«, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes:
Ich kenne deine Werke, daß du weder kalt noch heiß bist. Ach, daß du kalt oder heiß wärst!
16 So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund.
17 Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluß, und mir mangelt es an nichts! — und du erkennst nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt.
18 Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst!
19 Alle, die ich liebhabe, die überführe und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße!
20 Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir.
21 Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.
22 Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!  
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
 
Anbetung (Andrea Kölsch & Team)
Predigt
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Auf Wunsch Gebet
Einladung zum Mittagessen
Beginn: 10:30 Uhr 
 
  Herzlich willkommen!
Wir freuen uns auf Dich!
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)  
57290 Neunkirchen-Zentrum
Sonntagszitat:
 
 "An der vordersten Linie des Kampfes 
zwischen Licht und Finsternis gibt es keine Neutralität. 
Wandele nur im Licht!"
(Corrie ten Boom)

Samstag, 3. Januar 2015

Doch, doch!

Natürlich findet das Konzert heute Abend trotz Schnee statt. Hier drinnen schneits nicht! Herzlich Willkommen!

Deine Reste für Gott?

ICH BEKENNE: Wegwerfen fällt mir schwer. Nach 20 Jahren Aufenthalt in der Dritten Welt, wo so gut wie nichts weggeworfen wird, meine ich immer, man könne doch noch reparieren. Wenn man nicht selbst reparieren kann, kann man vielleicht ausbauen, verkaufen oder zumindest jemandem verschenken, der es noch gebrauchen oder wiederherstellen kann. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft und ich möchte da nicht mitschwimmen. Und so sammeln sich in meinem Büro und Haus „Restposten“ an. Sachen, die wenig wert sind, wenig sinnvoll sind, irgendwo anders rausgeflogen – und bei mir auf Erbarmen gestoßen sind. Reste eben.

Manchmal wird es selbst mir zu viel. Dann sortiere ich aus. Nicht, dass ich viel wegwerfe. Wie könnte ich? Was wirklich nicht mehr gebraucht wird aber noch verwertbar ist, wird gespendet. Das lässt mich nicht nur „nicht schlecht“ fühlen, denn ich schmeiße ja nichts weg. Es hilft mir vielleicht sogar, mich gut zu fühlen, denn ich helfe ja anderen, die sich was Besseres nicht leisten können. Reste abgeben ist eh leichter als wegwerfen, denn es buhlen ja viele um die Reste der Wohlstandsgesellschaft.
  • Der „Second-Hand“ Laden im Nachbarort freut sich über meine wohlerhaltenen Reste aus meinem Haus.
  • Der Altkleidercontainer des Roten Kreuzes freut sich über die Restkleidung, die sich im Laden nicht mehr verkaufen lässt, im osteuropäischen Ausland aber noch dankbare Abnehmer findet.
  • Der Presbyter an der Kirchentüre dankt mir für den Rest Kleingeld, wenn ich die Kirche verlasse.
  • Die Tafel freut sich über fast abgelaufene und nicht mehr ganz so frische Rest-Lebensmittel aus dem Supermarkt.
Wir verstehen es, unsere Reste sinnvoll los zu werden. Leider spielen sich ähnliche Szenen immer wieder in unserer Beziehung mit Gott ab. Gewiss möchte ich niemanden entmutigen, sein Rest-Kleingeld für einen guten Zweck zu spenden oder ein paar Minuten am Ende des Tages in der Stille mit Gott zu verbringen. Behalte das auf jeden Fall bei! Aber ich möchte trotzdem fragen: Ist Gott nicht mehr wert als unsere Reste? Ist Er nur die Rest-Zeit wert, die wir am Abend noch übrig haben – oder sollten wir unseren Zeitplan neu organisieren? Ist Er nur die Restmünzen wert, die gerade zufällig in unserem Portemonnaie sind – oder sollten wir unser Geben zielstrebiger angehen? Ist Er nur den Sonntagmorgengottesdienst wert (wenn wir es so einrichten können) – oder ist Er es wert, dass wir auch unter der Woche eine Zeit freihalten, Ihm in der Gemeinschaft mit anderen zu begegnen? Was ist Gott wert, was ist die Sache Seines Reiches wert, was ist sie Dir wert? Was gibst Du Gott – oder anders: was erhält Gott von Dir? Reste oder mehr?

In Matthäus 22:21b heißt es wörtlich:

So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!

Wie wär’s mit folgender Anwendung:

Behalte, was recht ist. Aber gib Gott nicht nur Reste! 
Gib Gott, was Ihm zusteht!

ACHTUNG, NUR HEUTE!
Andrea Kölsch Konzerttour @ CCFG
19:30 Uhr 
Bitzegarten 5 (hinter der VB) - 57290 Neunkirchen
EINTRITT FREI!

Freitag, 2. Januar 2015

Vorbilder

Schon gestern ging es um das Thema: Vorsätze. Aber am Anfang eines neuen Jahres ist es sicher nicht übertrieben, einen weiteren Eintrag zum selben Thema zu präsentieren. Gestern habe ich vorgeschlagen, nur einen einzigen VOR-satz für unser Leben zu setzen: Jesus.

Vielleicht hat sich der eine oder andere gedacht: Das ist zu abstrakt. Was bedeutet es, Jesus als VOR-satz im Leben zu haben. Ein Christ, der sich Gedanken zum Thema machte, schrieb folgende Entschlüsse auf:

In diesem neuen Jahr möchte ich:
  • wie Paulus, vergessen was dahinten liegt und mich ausstrecken nach dem, was vor mir liegt.
  • wie David, meine Augen zu den Bergen aufheben, von wo meine Hilfe kommen wird.
  • wie Abraham, Gott bedingungslos vertrauen.
  • wie Henoch, täglich in Gemeinschaft mit meinem himmlischen Vater unterwegs sein
  • wie Mose, lieber bereit sein zu leiden, anstatt die Sünde für eine kurzen Augenblick zu genießen.
  • wie Hiob, geduldig und treu sein in allen Umständen.
  • wie Joseph, allen bösen Angriffen den Rücken zuwenden.
  • wie Gideon, vorwärts gehen, auch wenn ich nur wenige Freunde habe.
  • wie Andreas, bemüht sein, andere mit Jesus bekannt zu machen.
Leider stand der Name des Verfassers nicht dabei. Hört sich fast an wie jemand, der schon mit einem Bein im Himmel ist und dem bereits die Flügelansätze wachsen.

Moment mal – andererseits …

Andererseits stimmt es ja, dass uns die Lebensbilder dieser und anderer biblischer Personen gegeben sind, damit wir von ihnen lernen sollen. Es sind Menschen, die ihren Retter-Gott als VOR-satz vor ihrem Leben hatten. Ihr Blick war nach vorne gerichtet – auf ihren Gott. Die oben beschriebenen Eigenschaften waren das Ergebnis. Daher müssen wir feststellen: Uns diese Menschen zum Vorbild zu nehmen ist nicht falsch. Sie waren nicht vollkommen, aber sie hatten ihren Herrn vor Augen und folgten Ihm nach.

Und wenn, trotz dieser Erklärung, es immer noch zu überwältigend scheint, uns die 8 Vorbilder im kommenden Jahr vor Augen zu halten, dann wähle doch zwei - oder auch nur ein Beispiel. Bring Deine Wahl im Gebet vor Gott und eifere ihnen nach in der Kraft des Heiligen Geistes. 
Der Herr segne Dich!

Donnerstag, 1. Januar 2015

VOR-Sätze

Hast Du Vorsätze für dieses neue Jahr? Viele Menschen beginnen das Jahr 2015 mit den verschiedensten Vorsätzen. Viele möchten Gewicht verlieren, andere mehr Sport treiben. Manche wollen wegkommen von Süchten wie Alkohol oder Nikotin. Wieder andere haben den Vorsatz, ihren Charakter und ihr Auftreten zu verändern. Die meisten Vorsätze sind gut, aber halten nicht lange an.

Eine andere Art von VOR-satz sind Hilfsmittel, die auf- oder vor Maschinen gesteckt werden oder Brillen-VOR-sätze, die zum besseren Zielen auf Waffen montiert werden.

Für dieses Jahr schlage ich einen einzigen VOR-satz vor: Jesus! Setze Jesus VOR deine Entscheidungen. Setze Seine Ziele über Deine eigenen. Geh keine Wege, in denen Jesus Dir nicht VOR-ausgehen kann. Gib Jesus die ersten Minuten eines jeden Tages. Lass Jesus Dir die VOR-gaben geben, die Dein Leben im neuen Jahr prägen sollen.

Mehr als einem Menschen, dem Jesus begegnete, rief Er zu: „Folge mir nach!“ Gleichzeitig lehrte Er seine Nachfolger auch mit klaren Worten: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, dann wird er euch mit allem anderen versorgen.“ Wenn Jesus unser „VOR-satz“ ist, wenn wir Ihn vor Augen haben und Ihm von Herzen nachfolgen, dann wird das Jahr 2015 besser, als mit 10 anderen guten Vorsätzen, die Jesus außen vor lassen. 

Euch allen ein gesegnetes Jahr 2015 mit Jesus!