„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 14. Januar 2014

Zum Lachen? Zum Heulen? Keine Ahnung!

Das christliche Medienmagazin PRO berichtet von Ryan J. Bell.
Ryan Bell ist – oder sollte ich sagen: war Pastor einer Adventgemeinde in Kalifornien. Nicht nur Pastor, sondern auch Privatdozent an zwei bekannten, evangelikal-christlichen Universitäten in Amerika. 2013 entschloss sich der 42jährige, ein Jahr lang als Atheist zu leben. Was meint er damit? Er will ein Jahr lang NICHT auf Gott vertrauen, ein Jahr lang NICHT beten und nicht in Gottes Wort lesen. Nächstes Jahr, 2015, will er seine Erfahrungen in einem Buch veröffentlichen.

Nie fühlte sich Bell vollständig zur christlichen Gemeinde gehörig. Erste Zweifel kamen ihm, laut einer Zeitung, als eine befreundete Pastorin durch Fragen eines Atheisten ins Grübeln kam. Innere Fragen führten ihn dazu, Homosexualität, die Rolle der Frau in der Kirche und andere Lehren neu zu durchdenken. Als seine Gemeinde ihn im März 2013 bat, sein Amt als  Pastor zur Verfügung zu stellen, fühlte er sich heimatlos und kämpfte damit, zur Kirche und zu Gott zu gehören. In diesem Jahr will er nun mit der Einstellung leben: „Wenn es wirklich einen Gott gibt, vertraue ich darauf, dass er nicht zu sehr verwirrt ist von meinem albernen Experiment und dass er es nicht zulässt, dass andere darunter leiden.“
Statt Bibellektüre will er sich mit den Werken von Atheisten beschäftigen, an Atheistentreffen teilnehmen, die Wahrheit finden und dazu „alles Nötige tun, um in die Welt des Atheismus einzutauchen.“ Bell behauptet: „Ich bin kein Atheist, das ist mir wichtig. Jedenfalls noch nicht. Ich bin mir nicht sicher, was ich bin. Und genau darum geht es in diesem Jahr.“

Mittlerweile hat Bell seine Dozententätigkeit verloren und Atheisten haben einen Fond im Internet gestartet, um ihn zu unterstützen.

Mit gemischten Gefühlen lese ich diese Nachrichten. Frustriert, weil jemand, der nicht weiß, ob es einen Gott gibt, an zwei christlichen Seminaren lehren darf … weil jemand, der auf der Suche nach Wahrheit ist, Pastor einer Gemeinde sein kann … traurig, weil er das Gefühl der Zugehörigkeit verloren hat, sowohl zu seiner Gemeinde, wie auch zu Gott.  Aber es stimmt mich auch ärgerlich, denn die Geschichte dieses Mannes, der Gott wahrscheinlich nie wirklich begegnet ist, wird viele Atheisten wie Sieger fühlen lassen und vielen Christen Anfechtungen bereiten.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich Menschen beobachte, die auf der Suche waren. Aber anstatt zuerst einmal ihr ganzes Herz ungeteilt Gott so zu Verfügung zu stellen, wie Gott es möchte, wenden sie sich von ihrem halbherzigen Glauben ab, der nichts als Zweifel und Kämpfe erzeugt hat und suchen in der Finsternis nach dem Licht. Halbherziger Glaube kann gar nichts anderes erzeugen als das Gefühl der Gottvergessenheit und Gottesferne, denn Gott macht keine halben Sachen. Halbherzigkeit bringt nichts, Ganzhingabe bringt alles. Heiß oder kalt zu sein bringt Segen, Lauheit bringt Gottesferne.

Auch gesunde Christen kämpfen mit Anfechtungen (was in der Regel ein gutes Zeichen geistlicher Gesundheit sein kann). Aber auf Anfechtung reagieren gesunde Christen nicht, indem sie Gott im Müll entsorgen, Sein Wort gegen die Werke von Friedrich Nietzsche und Richard Dawkins eintauschen und sich nicht mehr im Vertrauen an Gott wenden wollen. Das KANN ein Christ nicht tun und das WILL ein Christ nicht tun.

Der richtige Weg in Anfechtung ist die entgegengesetzte Richtung. Und sollte Dir Gott gerade eine anfechtungsarme Zeit gewähren, dann sag’ Ihm Dank und geh’ erst recht in diese Richtung: Sag GANZ Ja zu Ihm. Lies Sein Wort jeden Tag, rede mit Jesus jeden Tag, such die Gemeinschaft mit anderen Christen so oft wie möglich.
Wenn Deine Gesundheit angefochten ist – oder Du einen guten Gesundheitszustand halten möchtest – dann wirst Du nicht bewusst etwas tun, was dein Immunsystem schwächt. Du wirst auch nicht deinen morgendlichen O-saft gegen ein Gläschen Giftmischung austauschen. Niemand würde das machen, wenn’s um die Gesundheit geht. Nur bei der geistlichen Gesundheit, da sind manche liberaler und experimetierfreudiger. Schließ Dich ihnen nicht an.

„Halte im Gedächtnis Jesus Christus, auferweckt aus den Toten,
aus dem Samen Davids, nach meinem Evangelium!“ (2 Timotheus 2:8)

Montag, 13. Januar 2014

Bloß nicht zu vollkommen werden …

Dieser Tage bin ich im Buch Hiob unterwegs. Hiob ist uns ja bekannt. Ähm – für was eigentlich? Eigentlich kommt einem nur Leiden, Trauer und Krankheit in den Sinn, wenn man den Namen „Hiob“ hört. Nicht umsonst sprechen wir von „Hiobsbotschaften“ oder von Menschen, die „arm wie Hiob“ sind. Aber eigentlich fängt das Buch Hiob ganz anders an.

„Es war ein Mann im Land Uz, der hieß Hiob; der war ein vollkommener und rechtschaffener Mann, der Gott fürchtete und das Böse mied. Und ihm wurden sieben Söhne und drei Töchter geboren, und an Herden besaß er 7 000 Schafe, 3 000 Kamele, 500 Joch Rinder und 500 Eselinnen; und seine Dienerschaft war sehr groß, so dass der Mann größer war als alle Söhne des Ostens.“ (Hiob 1:1-3)
Gott selbst bezeichnet Hiob als „meinen Knecht … seinesgleichen gibt es nicht auf Erden, einen so untadeligen und rechtschaffenen Mann, der Gott fürchtet und das Böse meidet!“ (Hiob 1:8)

Das hört sich nicht sehr arm, ungesegnet, leidvoll und traurig an, oder? – Aber wer Hiobs Geschichte kennt, der weiß, dass es nicht so blieb. Zunächst wird Hiob berichtet, wie sein gesamtes Vieh durch verschiedene kriminelle Banden etc. gestohlen wird. Von heute auf morgen wird er zum armen Mann. Denn das Vieh war Hiobs Bankkonto. Aber zumindest hat er den Rückhalt seiner Familie … bis dass ihm berichtet wird, dass seine zehn Kinder in einer Nacht durch Unwetter mit einem Schlag ums Leben kommen. So bleibt ihm nur seine Kraft und seine Frau. Dann wird er krank – sehr krank. Aber statt von seiner Frau Ermutigung und Trost zu erfahren, rät sie ihm, sich von Gott loszusagen und zu sterben.

Besuch meldet sich an. Hiobs Freunde kommen, stehen ihm bei in der Not und lindern sein Leid … aber nur für eine Woche. Denn so lange halten sie ihren Mund und leisten ihm einfach nur still Gesellschaft, brechen den Schmerz seiner Einsamkeit. Dann beginnen sie zu blabbern und dadurch seinen Schmerz zu vertiefen. Gibt es eine Schmerz-Steigerungsstufe?

Vorhang auf für den Blick hinter die Kulissen! Die Geschichte spielt sich in Abschnitten ab. Gott ist verherrlicht und geehrt durch das rechtschaffene, gottesfürchtige Leben Hiobs. Dann kommt Satan und schwärzt Hiob bei Gott an: „Der ist nur gläubig, weil es ihm gut geht und er gesund ist.“ Gott erlaubt die Prüfung Hiobs und Satan bringt all das Leid in sein Leben. WIR dürfen hinter den Vorhang blicken. HIOB durfte das seinerzeit nicht. Darum hatte er auch so viele Fragen.

Wenn wir heute mit unserem Wissen das erste Kapitel im Buch Hiob lesen, kann man zu dem Entschluss kommen: „Bloß nicht zu vollkommen werden!“ Hiobs Vollkommenheit brachte ihm sein Leiden, seine Not und seine Fragen. Ist es also ein Wagnis, ein Leben für Gott in Vollkommenheit und hingegebenem Glauben zu leben? Was hätte Hiob am Ende seines Lebens geantwortet? Nun, Hiob hätte die Frage beantwortet mit: „Ich würde meinen Glauben mit gleicher Ernsthaftigkeit und Treue leben, denn ich habe unendlich viel gewonnen!“ Hiob formuliert das mit seinen eigenen Worten in einem Gebet in Hiob 42:5:

„Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; 
aber nun hat mein Auge dich gesehen.“

Obwohl er im Leid nur blind vertrauen konnte, so gut es eben ging, erfuhr er Wachstum. Wachstum, das er freilich erst feststellte, als das Leid vorüber war. Er erwähnt gar nicht den  Kindersegen und materiellen Wohlstand, der ihm mehr als ersetzt wurde. Was er erwähnt ist der geistliche Segen, den er durch das erfahrene Leid erhalten hat. Sein vorher gelebtes „vollkommenes Leben in Gottesfurcht“ empfindet er jetzt als Gotteserkenntnis aus zweiter Hand. Seine neue Gotteserkenntnis beschreibt er als Leben in Gottes unmittelbarer Gegenwart.

„Bloß nicht zu vollkommen werde …“ das wäre nie im Leben Hiobs Fazit gewesen. Sein Fazit ist: Es hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Gottesfurcht und Leben in Vollkommenheit mögen eine Zeit des Leides, auch des schweren Leides, beinhalten. Die Herrlichkeit des Segens Gottes aber und das spürbare Erfahren Seiner Nähe ist es in jedem Fall wert – das ganze Programm.

Sonntag, 12. Januar 2014

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Ende

Predigttext: Markus 7:1-23:

1 Und es versammelten sich bei ihm die Pharisäer und etliche Schriftgelehrte, die von Jerusalem gekommen waren;
2 und als sie einige seiner Jünger mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen Brot essen sahen, tadelten sie es.
3 Denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht zuvor gründlich die Hände gewaschen haben, weil sie die Überlieferung der Alten halten.
4 Und wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich gewaschen zu haben. Und noch vieles andere haben sie zu halten angenommen, nämlich Waschungen von Bechern und Krügen und ehernem Geschirr und Polstern.
5 Daraufhin fragten ihn die Pharisäer und Schriftgelehrten: Warum wandeln deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Alten, sondern essen das Brot mit ungewaschenen Händen?
6 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Trefflich hat Jesaja von euch Heuchlern geweissagt, wie geschrieben steht: »Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist fern von mir.
7 Vergeblich aber verehren sie mich, weil sie Lehren vortragen, die Menschengebote sind.«
8 Denn ihr verlaßt das Gebot Gottes und haltet die Überlieferung der Menschen ein, Waschungen von Krügen und Bechern; und viele andere ähnliche Dinge tut ihr.
9 Und er sprach zu ihnen: Trefflich verwerft ihr das Gebot Gottes, um eure Überlieferung festzuhalten.
10 Denn Mose hat gesagt: »Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!« und: »Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben!«
11 Ihr aber lehrt so: Wenn jemand zum Vater oder zur Mutter spricht: »Korban«, das heißt zur Weihegabe3 ist bestimmt, was dir von mir zugute kommen sollte!,
12 dann gestattet ihr ihm auch fortan nicht mehr, irgend etwas für seinen Vater oder seine Mutter zu tun;
13 und so hebt ihr mit eurer Überlieferung, die ihr weitergegeben habt, das Wort Gottes auf; und viele ähnliche Dinge tut ihr.
Das Herz des Menschen: Quelle der Verunreinigung
14 Und er rief die ganze Volksmenge zu sich und sprach zu ihnen: Hört mir alle zu und versteht!
15 Nichts, was außerhalb des Menschen ist und in ihn hineinkommt, kann ihn verunreinigen; sondern was aus ihm herauskommt, das ist es, was den Menschen verunreinigt.
16 Wenn jemand Ohren hat zu hören, der höre!
17 Und als er von der Menge weg nach Hause gegangen war, fragten ihn seine Jünger über das Gleichnis.
18 Und er sprach zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, daß alles, was von außen in den Menschen hineinkommt, ihn nicht verunreinigen kann?
19 Denn es kommt nicht in sein Herz, sondern in den Bauch und wird auf dem natürlichen Weg, der alle Speisen reinigt, ausgeschieden.
20 Er sprach aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen.
21 Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor, Ehebruch, Unzucht, Mord,
22 Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft.
23 All dieses Böse kommt von innen heraus und verunreinigt den Menschen.
Frohes Singen (oder Zuhören)
Freude an Gottes Wort
Angebot zu Seelsorge und persönlichem Gebet
 
 
Beginn: 10:30 Uhr   
 
Anschließend Einladung zum Mittagessen 
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!


Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum

 Sonntagszitat:
„Ich brauchte lange, 
um zu erkennen, 
dass Gott sich nichts aus dem macht, 
was ich ihm bringe. 
Er möchte von mir nur 
bedingungslose Hingabe.“
(Oswald Chambers)

Samstag, 11. Januar 2014

Tun & Beten

Wieder mal hab ich einen Notizzettel gefunden. Entweder habe ich ein Buch gelesen oder einer Predigt zugehört … Keine Ahnung! Aber Notizen hab ich mir gemacht, um sie im Blog zu verwerten. Hier sind sie.

Der Notizlieferant stellte die Frage:

„Was immer Du im Moment tust – ist es die Sache wert OHNE Gebet?“

Gemeint ist: Investierst Du Deine Kraft, Zeit, Finanzen, Energien momentan in etwas, das so klein ist, dass Du Gott nicht dazu brauchst?  - Recht hat er! Was immer meine Zeit, Finanzen, Energien etc. auffrisst und so unbedeutend oder unwichtig ist, dass ich es ohne Gebet tue, ist Spreu! Wird verbrennen! Nichts übrig lassen! Ohne Lohn! Ohne Ewigkeitswert. Spreu!

Selbst „die Bibel zu studieren ohne Gebet ist nicht mehr als Futter für den Verstand“ meinte mein Zulieferer. Dann fügt er etwas hinzu, dass mich beschämt und zugleich herausfordert:

„Das öffentliche, krafterfüllte Wirken Jesu war aufgebaut auf sein privates Gebetsleben.“ Recht hat er. Daraus muss ich aber für mich schließen: Ein öffentliches oder nicht-öffentliches kraft-loses Wirken ist Resultat eines fehlenden privaten Gebetslebens. Die Kraft des Gebets und die Kraft im Gebet ist gegründet im Überfluss Jesu und in der Abwesenheit des eigenen Ichs. Wieder hat er recht! Im Gebet vergesse ich mich, denn meine Augen sind auf den König und Herrn gerichtet. Die Berge vor mir werden zu Sanddünen in Seinen gewaltigen Händen. Klar, nach dem Gebet geht es im Leben weiter. Dann stehe ich wieder vor denselben Bergen. Aber im Gebet ist mir bewusst geworden, dass diese himalayanisch hohen Problemberge in Gottes Händen nur Staubhügelchen sind. Und das ermutigt mich im Alltag. Klar ist auch: bete ich NICHT, sehe ich ständig nur die Berge – und ich sehe sie nur vor mir – nie in Gottes Händen.

Natürlich kann ich auch viele Herausforderungen und Aufträge links liegen lassen. Dann tue ich halt nur das, was klein genug ist, dass ich Gott nicht dazu brauche. Um ehrlich zu sein: das stelle ich mir langweilig vor. Ohne mich! Lieber Beten lernen!

Zum Schluss eine nachdenkenswerte Herausforderung:
Jerusalems Stadtmauer lag in Schutt und Asche für fast 150 Jahre. Das sind fast 2 Generationen in unserem Kulturkreis. Nehemia kam – betete 4 Monate lang und richtete die Mauer auf in nur 52 Tagen.
  • Wir können sagen: Der Schutt macht uns nichts aus. Wir brauchen keine Mauer.
  • Die Frommen können hinzufügen: Wir vertrauen Gott. ER ist unser Schutz, nicht eine Mauer!
  • Wir können aber auch beten! Nicht nur Stoßgebete – ringen mit Gott!
  • Und uns an die Arbeit machen. Es wird nicht leicht – aber es wird gewaltig!
Öffentliches, Gott verherrlichendes, Seelen rettendes, Freude bringendes, den-Himmel-jubeln-lassendes, Gott-ein-Wohlgeruch-seinedes, krafterfülltes Leben ist aufgebaut auf ein Leben im privatem Gebetsumgang mit Gott.

Herr, lehre uns beten! Bitte!
(W)

Freitag, 10. Januar 2014

Glaubensschritte

Jesus spatzierte auf dem Meer und Petrus wollte auch. Immer wieder, wenn ich diesen Bericht gelesen habe, habe ich mich gefragt, woher Petrus den Mut nahm.

Die Jünger waren fix und fertig, hatten fast eine durchwachte Nacht mit Schwerstarbeit hinter sich und sahen jetzt jemand auf dem aufgewühlten Wasser auf ihr Boot zukommen. Mahlzeit! Sie dachten, sie sähen ein Gespenst. Hätte ich auch gedacht an ihrer Stelle.

Dann spricht Jesus zu ihnen und sagt: „Fürchtet euch nicht, Ich bin’s. Seid getrost!“

Woher sollten die Jünger wissen, dass es Jesus war? Hätte ja jeder sagen können, um sie in die Irre zu führen. Aber die Jünger glaubten es und Petrus wagte den Test. Wieso? Woran hatten sie Jesus erkannt?

Die Jünger  hatten Jesu Stimme erkannt. „Meine Schafe kennen meine Stimme“ hatte Jesus gelehrt. Die Jünger hatten Seine Worte gehört und jetzt wussten sie, dass es Jesus war.

Aber – und das ist ein dickes ABER:
Nur einer der 12 wagt den Glaubensschritt: Petrus!
„Herr, wenn du es bist, so befiehl mir,
zu dir auf das Wasser zu kommen!“ (Matthäus 14:28)

Und dann stand er auf, kletterete aus dem Boot und ... ging auf dem Wasser.

Du kannst 100 Mal sagen:
Klar, das Wasser trägt!
Klar, der Herr versorgt!
Klar, der Herr führt Menschen zum Glauben!
Klar, der Herr möchte, dass Menschen in die Mission gehen.
Klar, der Herr kümmert sich!

Wenn Du nicht selbst aus dem Boot steigst, Jesus vertraust, Zeugnis gibst und mit Ihm gehst wirst Du nur ein „Klar-Sager“ bleiben und in der Theorie stecken bleiben. Du mußt, wie Petrus, den Glauben wagen und aus dem Boot heraussteigen. Zu viele Christen kennen Jesus nur kopfnickend aus der Theorie. Gib die Sicherheit Deines Bootes auf und begib Dich in Jesu Sicherheit. Wage den Glauben – nicht im Kopf, sondern in der Tat! Petrus wagte – und hatte für den Rest seines Lebens eine Jesus-Erfahrung, die ihm niemand mehr nehmen konnte. Er  sagte sich: Besser mit klopfendem Herzen raus aus dem Boot und Jesus erfahren, als in der vermeintlichen Sicherheit bleiben und um eine der wichtigsten Lebenserfahrungen ärmer zu sein. Besser den Glauben wagen und leben als in der Theorie festzustecken

Wir kennen den Rest: Zuerst macht er eine übernatürliche Erfahrung. Dann hat er einen geistlichen Schwächeanfall – und erfährt Jesu Eingreifen. Und die anderen Jünger? Die anderen erfuhren nichts von alledem – nur in der Theorie!
Sie gingen nicht auf dem Wasser. Sie erfuhren kein zusätzliches Eingreifen Jesu und bei aller Liebe und allem Verständnis: Sie hatten das Nachsehen!

Dann steigt Jesus ins Boot und der Wind legt sich. Alle Jünger machen diese Erfahrung – aber allein Petrus kann vom Gehen auf dem Wasser berichten und davon, dass Jesus sein Schreien hörte, sein Gebet erhörte und ihn rettete. Er hatte den Glaubensschritt gewagt – und gewonnen.

Jesus lädt uns (auch heute) ein, wie Petrus, den  Glauben zu wagen. Er lädt uns ein, Glaubensschritte MIT Ihm, FÜR Ihn und ZU Ihm zu unternehmen!

Donnerstag, 9. Januar 2014

Yogi Rao & Jesus

Natürlich ist es dem Schöpfer möglich, der Natur, die Er geschaffen hat, zu gebieten. Und so gebietet Jesus dem Sturm und den Wellen, und sie müssen stille werden.
Natürlich ist es dem Schöpfer möglich, die Naturgesetze, die Er selbst ins Leben gerufen hat, für eine Zeit außer Kraft zu setzen. Und so besiegt Jesus das Gesetz der Schwerkraft und geht auf dem Wasser.
Was Jesus kann, kann noch lange nicht jeder – genauer gesagt: Was Jesus als Schöpfer vermag, vermag niemand anders, schon gar nicht jemand, der ohne lebendige Verbindung mit Jesus lebt.

Yogi Rao war bekannt und berühmt in Indien. Im Jahr 1966 wollte der Hindu-Heilige noch berühmter werden und Schlagzeilen machen. Der Mystiker meinte, er könne auf dem Wasser gehen à la Jesus Christus. Rao hatte so viel Vertrauen in seine eigenen geistlichen Kräfte, dass er bekanntgab, das Schauspiel live vor Zuschauern zu präsentieren. Karten gab’s zum „Schnäppchenpreis“ von $100 und die Elite Bombays kam in Schaaren. Der Event sollte in einem großen Garten mit einem tiefen Pool stattfinden. Über 600 Schaulustige waren anwesend, als der Yogi Rao mit seinem weißen Bart und wehenden Gewand zuversichtlich an den Beckenrand trat. Er machte eine Pause, um sich zu finden und zu meditieren. Eine andächtige Stille fiel auf die Zuhörer. Dann öffnete Rao seine Augen, blickte zum Himmel auf und machte einen zuversichtlichen und mutigen Schritt nach vorne.
Es gab einen hässlichen Platscher und Rao verschwand unter der Wasseroberfläche. Spuckend und mit hochrotem Kopf zog sich der heilige Mann am Beckenrand hoch. Dann zeigte er zitternd vor Zorn auf die schweigende und beschämte Menge und brüllte empört: „Einer von euch ist ein Ungläubiger!“

Ein lustiges Ende. Tatsache ist: Jesus lässt sich nicht imitieren. 
Jesus ist einzigartig.
Es gibt kein Grab, in dem Seine Gebeine liegen.
Es gibt keine Reliquien, zu denen wir pilgern könnten.
Es gibt keinen, der die Traurigen tröstet wie Er.
Es gibt keinen, der Wahrheit lehrt wie Er.
Keinen, der beschenkt wie Er.
Keinen, der liebt wie Er.
Keinen, der zuhört wie Er.
Keinen, der bedingungslos vergibt wie Er.
Keinen, der von den Toten zurückgekommen ist wie Er.
Keinen, der sich im Himmel für uns einsetzt wie Er.
Keinen, der auf uns wartet wie Er.
Keinen, der tun konnte, was Er tat oder tun kann, was Er noch immer tut.
Es gibt keinen, wie Jesus!

Viele werden kommen und versuchen, Ihn zu imitieren und Seinen Platz einzunehmen.
Viele werden soweit gehen und sagen: „Ich bin Jesus!“

Wer zu Jesus gehört, kennt Seine Stimme, wie ein Schaf die Stimme seines Hirten erkennt. Jesus ist einzigartig und nicht imitierbar.

Kennst Du Ihn, dann liebe Ihn!
Kennst Du Ihn nicht? Dann solltest Du Ihn unbedingt kennenlernen.
(für mehr Informationen, Jesus kennenzulernen, benutze das Kontaktformular im Seitenfenster)

Mittwoch, 8. Januar 2014

Bibelstunde heute

Abschlussthema Christologie:
JESUS GANZ WAHRER GOTT 
UND 
GANZ WAHRER MENSCH!

Komm, verbring den Abend mit uns! Beginn: 19:30 h, CCFG Neunkirchen!

Weichspülverkündigung

Ich erinnere mich noch gut daran, wie wir zu Beginn unserer Ehe bei unseren gemeinsamen Wocheneinkäufen immer wieder mal Weichspüler mit nach Hause brachten. Das Restultat war fühlbar und riechbar. Weichspüler als Zusatz im Waschprogramm hat schon seine vorteilhafte Wirkung.


Weichspüler in der Predigt und im Leben von Kindern Gottes haben den gegenteiligen Effekt.

Ganz am Anfang – also wirklich GANZ am Anfang – hat uns der Vater der Lüge das Weichspülen beigebracht. Gott hatte gesagt: „Ihr dürft von jedem Baum essen, außer von einem. Esst ihr davon, werdet ihr sterben.“ Satan wollte diese Aussage weichspülen: „Quatsch! Ihr werdet nicht sterben. Gott will nur nicht, dass ihr werdet wie er. Ihr werdet nämlich sein wie Gott.“ Die negativen Folgen dieser Weichspülverkündigung kennen wir!

Kain wollte seine Sünde weichspülen. „Weiß nicht, wo Abel ist. Bin ich sein Bodygard?“ Die Folgen kennen wir.

David sagte: „Die Frau ist schön, sie ist allein – und ich bin König.“ Dann gab er noch einen drauf und wollte seinen Ehebruch durch Irreführung weichspülen. Den Rest kennen wir.

Das Nordreich Israel vertraute immerzu den Propheten Baals, die auch als Lügenpropheten bezeichnet werden. Sie huldigten den gottlosen Königen und sagten ihnen, was diese hören wollten. Weichspülverkündigung, die nach dem Mund redet.

Ananias und Saphira wollten ihre Sünde weichspülen. Sie logen, indem sie die Wahrheit verschwiegen und ihre Freunde irreführen wollten. Den Rest kennen wir.



Und das ging und geht immer so weiter und nimmt zu. Woher wir das wissen? Die Bibel beschreibt es. In 2 Timotheus 4:3 (NLÜ) prophetzeit Paulus:



„Denn es kommt eine Zeit, in der die Menschen nicht mehr auf die gesunde Lehre hören werden. Sie werden sich von ihren eigenen Wünschen leiten lassen und immer wieder nach Lehrern Ausschau halten, die ihnen sagen, was sie gern hören wollen.“



Das sehen wir heute mehr als zu irgendeiner anderen Zeit. Zu jeder Zeit hat es Menschen gegeben, die Gutes böse nannten und Böses gut. Aber heute sind diese Menschen als Lehrer in die Gemeinde Jesu eingedrungen und verbreiten durch Weichspülverkündigung ihre Lehre. Schlagworte sind Liebe, Verständnis, Toleranz, anderes Zeitalter, ...nicht so gemeint und dergleichen. Am Ende ist die Lehre weichgespült und hat mit Gottes Wort nichts mehr zu tun.



Micha im Alten Testament und Johannes der Täufer im Neuen Testament sind Beispiele für Zeugen Gottes, die nicht bereit waren, ihrer Verkündigung den Weichspüler Satans beizufügen. Micha, der sich als Einziger gegen 400 Weichspülpropheten stellte, kostete seine klare Aussage möglicherweise das Leben. (1 Könige 22) Johannes der Täufer wurde wegen seiner klaren Verkündigung hingerichtet. König Herodes lebte in Ehebruch und Inzucht. Das verurteilte Johannes im Namen Gottes. Herodes „Frau“ gefiel das nicht und sie forderte den Kopf des Täufers. Aber hätte Johannes nicht „weicher“ verkündigen können? Anstatt zu sagen: „Es ist Dir nicht erlaubt, die Frau deines Bruders zu haben“ hätte er doch sagen können: „König, es stimmt Gott traurig, dass du Ihm nicht die Ehre gibst und Ihm folgst.“ Aber nein, Johannes muss die Sünde beim Namen nennen. Keine Verkündigung mit Weichspüler, sondern Verkündigung, die den Gestank der Sünde offenbarte.


Ist das nicht lieblos? Nein! Im Gegenteil! Es ist nicht lieblos, Menschen zu warnen vor dem, was sie ins Unheil stürzt. Klar, der Ton macht die Musik. Aber wir wissen genau, dass Johannes den richtigen Ton fand. König Herodes hörte ihn gerne! König Herodes setzte manches von dem um, was Johannes ihm sagte. Gottes Wort ohne Weichspüler, aber mit Jesu Angebot der Vergebung und in der Liebe Gottes verkündigt, ist nicht lieblos. Der Ton (und die Herzenseinstellung) macht die Musik. Weichspülpredigten sind lieblos, denn sie wägen Sünder in einer falschen Sicherheit, die ins Verderben führt. Das Zeugnis wie das von Micha, Johannes dem Täufer, Jesus, Paulus und anderen ist Herzensarbeit, aus Liebe zu Jesus und Liebe zum Nächsten.