„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 7. Januar 2014

Heut' & morgen

HEUTE:
Als Gemeinde haben wir uns für eine dezentralisierte Gebetsstunde entschieden. Wir beten jeden Dienstag an drei verscheidenen Orten:
Derschen (20:00 Uhr) - Friedewald (20:00 Uhr) - Neunkirchen Gemeindegebäude (19:30 Uhr)

Nicht nur CCFG-ler, sondern alle, die mit uns beten möchten, sind herzlich eingeladen. Weitere Auskunft über das Kontaktformular im Seitenfenster.

MORGEN:
Jeden Mittwoch treffen wir uns zur Bibelstunde, Anbetung und Gemeinschaft in der Gemeinde. Beginn: 19:30 Uhr. Ende ca 21:00 Uhr Jedermann herzlich willkommen!

ACHTUNG:
Nächste Woche fallen die Gemeindeveranstaltungen unter der Woche wegen Teilnahme an der Allianzgebetswoche aus.

Der nächste Schritt

Der Weg mit Jesus ist ein langer Weg. Das himmlische Ende kennen wir, die irdische Dauer, die Hürden, die Höhen und Täler kennen wir nicht. Auch wenn wir die Herrlichkeit vor Augen haben, kann der Weg manchmal lang werden. Fragen schleichen sich ein, die nicht immer unseren Glauben stärken. „Was ist, wenn …?“ „Wie soll es weitergehen …?“  „Und nächste Woche … nächsten  Monat, nächstes Jahr?“

Eine Geschichts spricht von einem Touristen, der während einer Italienreise eine Kathedrale besichtigen wollte. In einer Stadt stand ein beeindruckendes Gebäude, das allerdings nur von außen fertiggestellt war. Der Reisende öffnete die schwere Türe und fand einen Künstler, der auf dem Boden vor einer riesigen Wand kniete und damit begonnen hatte, ein herrliches Mosaik zu schaffen. Auf Tischen lagen Tausende von bunten Keramikstückchen. Nachdem er eine Weile zugeschaut hatte, fasste sich der interessierte Zuschauer ein Herz und fragte den Künstler, wie er gedächte, ein solches Riesenprojekt jemals fertigzustellen. Die Antwort war klar. Der Künstler sagte dem Betrachter, dass er genau wüsste, wieviel er jeden Tag schaffen würde. Jeden Morgen zu Arbeitsbeginn markierte er sich den Teil des Projektes, den er an dem Tag fertigestellen wollte. Was dann an unbearbeiteter Wand noch übrig blieb, darüber machte er sich keine Sorgen. Das war das Beste, was er zur Fertigstellung seiner Aufgabe tun konnte. Würde er auf diese Weise treu und beständig arbeiten, würde das Mosaik eines Tages fertig werden.

So oft schauen wir auf den langen Weg zum Ziel, und allein der Gedanke an all die „Aufs“ und „Abs“ macht uns schon müde. Besser wäre es, das nächste Teilstück, den nächsten Schritt anzuschauen und daran zu „arbeiten“, diesen gut zu bewältigen. Schritt für Schritt kommen wir so unserem Ziel täglich näher und werden es eines Tages erreichen.

So scheint auch Gott zu denken. So scheint Er es zu wollen. In Matthäus 6:34 sagt Jesus: 

“Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den morgigen Tag;
denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. 
 Jedem Tag genügt seine eigene Plage."

Mach Dir keine Gedanken über die (möglichen) Sorgen des morgigen Tages. Geh heute die nächsten Schritte mit Jesus. Lebe so, dass Du Ihm gefällst. Ein solches Handeln bedeutet nicht, nachlässig zu sein. Es bedeutet durchaus, dass wir heute zur Arbeit gehen, damit am Monatsende der Lohn überwiesen wird. Es mag sehr wohl bedeuten, dass wir heute eine Bewerbung schreiben, damit wir wieder eine Arbeit finden oder dass wir heute lernen, damit wir morgen für die Klausur vorbereitet sind. Nicht für morgen zu sorgen bedeutet, HEUTE mit Jesus zu leben und uns nicht verrückt zu machen mit der Wegstrecke, die noch vor uns liegt. Ich bin Bergwanderern begegnet, die sich selbst erschöpften, indem sie immer daran dachten, wieviel Mühe noch vor ihnen lag. Besser wäre es für sie, sich auf den nächsten Schritt zu konzentrieren und sich zu freuen über die ganze Strecke, die sie schon hinter sich gebracht haben.

Der Herr wird Dir mit Sicherheit nicht heute die Kraft geben, die Du erst morgen brauchst. Aber Er möchte Dir heute ALLE Kraft und Weisheit geben, die Du heute in irgendeiner Weise benötigst. Denk nicht an Schritt #99, #23 oder #2. Denk immer an den nächsten Schritt und geh ihn mit Jesus. Er WIRD Dich ans Ziel bringen.

Montag, 6. Januar 2014

Der Funkspruch

Die Geschichte, die erzählt (und vertont) wird ist alt und spielt zur Zeit, als Radar noch nicht zur Standardausrüstung der Schiffe gehörte. Kapitäne auf ihrer Brücke mussten nach Sicht fahren.

Ein amerikanisches Kriegsschiff ist unterwegs als der Kapitän plötzlich in einiger Entfernung ein Licht erkennt, das sich scheinbar ständig nähert. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden sendet er sofort Warnsignale und die Botschaft: „Drehen Sie um 10 Grad Süd!“ Die Antwort war alles andere als entspannend. „Gehen SIE auf Kurs 10 Grad Nord, um eine Kollission zu vermeiden!“ Die Stimme des Kapitäns wird härter: „Gehen Sie auf Kurs 10 Grad Süd! Ich bin der Kapitän!“ Umso irritierender die Antwort: „Ändern SIE ihren Kurs um 10 Grad Nord. Ich bin einfacher Seemann.“

Jetzt zieht der Kapitän alle Register seiner Autorität und signalisiert wütend: „Ich sage Ihnen: Ändern Sie ihren Kurs sofort um 10 Grad Süd. Wir sind ein Kriegsschiff und werden uns andernfalls empfehlen!“ Keine Änderung geschah. Stattdessen kam die Antwort: „Und ich sage IHNEN: Ändern SIE ihren Kurs um 10 Grad Nord. Wir sind ein Leuchtturm.“

Ob und wie sich dieser Vorfall tatsächlich abgespielt hat, mag offen bleiben. Die Lektion ist unübersehbar: So wie der Kapitän des Schiffes sich verhält, verhalten sich heute die Massen der Menschen. Sie fühlen sich stark, unbesiegbar, auf dem richtigen Weg und wollen sich von niemandem reinreden lassen. Mit dieser Einstellung laufen sie allerdings in ihr sicheres Verderben, da ihre Sicht begrenzt und fehlerhaft ist.

Auf der anderen Seite steht der Leuchtturm. Fest, sicher und immer mit dem richtigen Überblick. Vom Leuchtturm aus kommen die Anweisungen, die jedem Schiff die sichere Fahrt ermöglichen. – Und doch argumentieren die Kapitäne immer wieder mit dem Leuchtturm und wollen ihren eigenen Vorstellungen folgen.

Wir Christen sind davon nicht ausgeschlossen. Wir sollten es eigentlich am besten wissen. Wir haben Dank der Gnade Gottes bereits den schlimmsten Fehlweg verlassen. Aber auf dem Weg der Nachfolge argumentieren auch wir viel zu oft mit unserem Leuchtturm. Wir meinen, wir seien Kapitäne mit Autorität. Wir meinen, machtvolle Schiffe zu dirigieren. Wir geben Befehle und erwarten, dass der „Andere“ sich danach richtet. Und dann, anstatt unseren Vorstellungen zu folgen, kommt eine Anweisung von unserem Gegenüber. Manchmal fühlen wir uns in unserer Unabhängigkeit verletzt, manchmal wollen wir uns nicht „bevormunden“ lassen. Oft denken wir, wir wüssten es besser. Tatsache ist, unser Leuchtturm wird immer das letzte Wort behalten. Und Er liegt immer richtig.

Wie erleichtert wird der Kapitän des Kriegsschiffes gewesen sein, als er erkannte, dass sein Gegenüber den Durchblick – und ihn dadurch bewahrt hatte. – So wird es auch uns ergehen, wenn wir auf die Anweisungen unseres „Leuchtturms“ hören und ihnen folgen. Wer im neuen Jahr darauf verzichtet, mit dem Leuchtturm zu argumentieren und schlicht und vertrauensvoll Seinen Anweisungen folgt, der wird erfolgreich durchs Jahr kommen. Die Bereitschaft, das zu tun, ist sicher eine Kopf- und Herzensentscheidung. Das Umsetzen beginnt mit jedem neuen Morgen im Alltag.

Wie kann ein junger Mensch in seinem Leben
rein von Schuld bleiben?
Indem er sich an dein Wort hält und es befolgt.
(Psalm 119:9 NLÜ)

Vertonung der Geschichte HIER oder im Seitenfenster:
Gaither Vocal Band: "The Lighthouse"

Sonntag, 5. Januar 2014

Herzliche Einladung zum Jahresbeginn-Gottesdienst 2014

Heute wieder mit Sonntagszitat am Ende

Predigttext: 2 Mose 20:18-21 (und andere):

18 Und das ganze Volk nahm das Donnern und die Flammen wahr und den Schall der Schopharhörner und den rauchenden Berg. Als nun das Volk dies wahrnahm, zitterte es und stand von ferne,
19 und es sprach zu Mose: Rede du mit uns, und wir wollen hören; aber Gott soll nicht mit uns reden, sonst müssen wir sterben!
20 Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen, und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei, damit ihr nicht sündigt!
21 Und das Volk stand von ferne; Mose aber nahte sich zu dem Dunkel, in dem Gott war.

Singen (oder Zuhören)
Hören auf Gottes Wort
Angebot zu Seelsorge und persönlichem Gebet

Beginn: 10:30 Uhr

Anschließend Einladung zum Mittagessen

Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum

 Sonntagszitat:
„Eine Predigt ist etwas anderes als die Tagesschau."
(Altkanzler Helmut Schmidt, zitiert von Peter Hahne)

Samstag, 4. Januar 2014

Wo ist unser Kind?

Massenveranstaltung in der Hauptstadt! Nicht hunderte, nein, Tausende waren gekommen, vielleicht Zehntausende. Es war für viele der immer wiederkehrende Höhepunkt des Jahres. Manche gingen alleine, manche reisten in Gruppen. Vor allem Familien besuchten gemeinsam den Event. Keine Anreise war zu weit. Innerhalb des Landes überlegten viele gar nicht lange – da ging man hin! Aber auch aus den umliegenden und sogar weit entfernten Ländern zog die jährliche Veranstaltung die Massen an. Alles, zwischen 12 und 102 (letzteres eine fiktive Zahl) freute sich auf diese Zeit des Jahres. Nein, es war keine Pilgerreise. Trotzdem muss es so ausgesehen haben, denn – zumindest innerhalt des Landes – nutzten viele Gruppen und Familien die Möglichkeit, Zeit  miteinander zu verbringen und den Weg zur Hauptstadt zu Fuß zurück zu legen. Man redete miteinander, brachte sich in allem auf den neusten Stand und freute sich auf die Megafeier in der Hauptstadt. UND ES WAR EINE MEGAFEIER, GLAUBT MIR! Ok, die Hinreise war cool gewesen, der Event echt bedeutungsvoll – aber nun war der Heimweg angesagt. Jede Feier, auch die schönste, geht einmal zu Ende. Da man einige Freunde nicht wirklich oft im Jahr sah, entschied man sich, auch die Rückreise zu Fuß zu unternehmen, um ein paar zusätzliche Stunden miteinander zu verbringen.


Und dabei geschah es. Die Gruppe zog sich auseinander: die Schnellen vorne, die Langsamen hinten. Die Alten brauchten mehr Ruhepausen, die Frischverheirateten und noch Kinderlosen hatten noch viel Energie. Erst Abends traf man sich immer wieder am Treffpunkt.

Bereits während der Reise war dem Ehepaar aufgefallen, dass sie ihr Kind nicht mehr sahen. Es war das erste Mal gewesen, dass sie es zur Feier mitgenommen hatten in die Hauptstadt – mit zwölf Jahren war es alt genug. Sie machten sich auch nicht zu viele Gedanken. Ihr Kind hatte auf dem Hinweg mit anderen rumgetobt und die Eltern erwarteten, dass sie es abends am Treffpunkt wiedersehen würden. Aber als sie ankamen, war Jesus nirgends zu sehen.

Entsetzen! Die Dunkelheit hatte eingesetzt. Überall Lärm. Fröhliche Kinder, müde genug, überall problemlos einzuschlafen – nur Jesus nicht! „Wo ist Jesus?“ fragten Maria und Josef so ziemlich jeden im Lager. „Jesus! Jesus!“ hallte es laut und lange, bis klar wurde, dass er mit keiner Gruppe angekommen war. Ihr Kind war unauffindbar. Wo sollten sie suchen? Noch in der Nacht machten sie sich auf den Rückweg, kamen am Morgen wieder in Jerusalem an. Wo mit dem Suchen anfangen? Sie ließen nichts unversucht, keine Person ungefragt, keine Herberge unbesucht. Zwei volle Tage vergebens gesucht. Die Hoffnung schwand immer mehr! Ihr Kind war weg! „Komm, wir gehen zum Tempel und beten!“ mag Josef zu Maria gesagt haben. Und da sahen sie ihn; im Gespräch mit den Weisen und Gelehrten. Die erleichtert-entsetzt-fast-zusammenbrechende-vor-Freude-weinende Mutter hört Jesus, wie er  überrascht fragt:  „Weshalb habt ihr mich gesucht? Wußtet ihr nicht, daß ich in dem sein muß, was meines Vaters ist?“ Der Tempel war der letzte Platz, an dem sie ihn gesucht hätten.

Donnerstagabend 19:00 Uhr. Um 17 Uhr hätte unser Kind zu Hause sein sollen. Die Unruhe steigt – die Suche beginnt. Aber wo soll ich suchen? Auf dem Fußballplatz? Bei Freunden?  Auf der Weide bei den Tieren? Im Spielsalon? Im Wald, der freien Natur? Im Internetcafe? In irgendeiner Kneipe? Im Sportverein? Wo ist mein Kind?

Ist die Gemeinde eine Option? Eine reelle Option, die mir in den Sinn kommt? Ist das der Ort, den ich meinem Kind liebgemacht habe – über alle anderen Optionen? Wo es sieht, dass ich begeistert hingehe und es mir nachempfindet? Ein Ort, den ich meinem Kind wichtiger gemacht habe als alle andere Orte – weil dort der Retter zu finden ist? Oder ist es eher einer der letzten Orte, an dem ich mein Kind suchen würde?

Freitag, 3. Januar 2014

Ein Pferd kann nicht fliegen!

Immer wieder stelle ich in Gesprächen fest, dass einer der Hauptgründe für Not, Aufgeben,  Verzweiflung, Depression und für alle Arten von „Kaputt-sein“ ein erschreckender Mangel an Hoffnung ist. Nicht, dass Hoffnungslosigkeit irgendwann berechtigterweise einsetzen müsste, nein, man gibt sich ihr unberechtigterweise hin. Clare Booth Luce, eine Schriftstellerin aus dem vergangenen Jahrhundert sagte einmal: „Es gibt keine hoffnungslosen Situationen – es gibt nur Menschen, die die Hoffnung verloren haben.“

Natürlich gehört zur Hoffnung dazu, dass unsere Hoffnung begründet ist. Die Geschichte wird erzählt von einem Mann im Mittelalter, der zum Tode verurteilt war, aber eine Gnadenfrist beim König bewirkte. Wie hatte er das geschafft? Nun, er hatte dem König versichert, dem Pferd seiner Majestät innerhalb eines Jahres das Fliegen beizubringen. Sollte das nicht gelingen, würde er nach Ablauf eines Jahres die Todesstrafe erhalten.  Seinen Freunden erklärte er später hinter vorgehaltener Hand: Innerhalb eines Jahres kann viel passieren: Der König kann sterben, oder ich kann sterben, oder das Pferd kann sterben. Oder: Wer weiß? Vielleicht lernt das Pferd ja das Fliegen!

Hoffnung – DAS ist nicht unbedingt eine solide Hoffnung, die uns trägt. Demgegenüber ist in 1 Timotheus 1:1 die Rede von „Jesus Christus, der unsere Hoffnung ist“.

Wir können kopfschüttelnd und ungläubig an dieser Aussage vorbeigehen und ohne Hoffnung bleiben. Wir können kopfnickend und zustimmend daran vorbeigehen – und ohne Hoffnung bleiben. Oder wir können uns an Jesus binden, uns an Ihm freuen, unsere Ängste, Scherben und Zweifel zu Ihm bringen und Seinen Frieden erfahren. Viel liegt an uns! Das Problem ist, dass wir, anstatt zu vertrauen, viel lieber irgendwelchen Zirkus versuchen, der von vorneherein zum Scheitern verurteilt ist. 

Ein koreanischer Brauch zum Neuen Jahr wird folgendermaßen beschrieben:
„Um alle unangenehmen Dinge des zurückliegenden Jahres zu vergessen und einen Neuanfang zu ermöglichen, überlegt sich jede Person, was sie gerne aus ihrem Leben streichen würde: Welche Hoffnungslosigkeiten, welche Scherben und Sünden sie gerne hinter ich lassen würde. Dann schreibt jede Person diese Dinge auf einen Papierdrachen und läßt ihn an einem ganz langen Seil steigen. Wenn der Drachen nur noch ein Pünktchen ist – kaum mehr zu sehen – dann nimmt die Person eine Schere und schneidet das Seil duch. Der Drachen beginnt zu taumeln, und stürzt irgendwo in der Unsichbarkeit ab. So so hofft man, dass alle Sünden, Scherben und Hoffnungslosigkeiten weggetragen werden.“


Ein interessanter Brauch – aber eine lausige Hoffnung; ungefär so hilfreich wie die Hoffnung, dass das königliche Pferd das Fliegen lernt.

Jesus Christus ist unsere Hoffnung! Jesus Christus hat uns lebendige Hoffnung gebracht.
Er nimmt nicht nur die alte Sünde und Kaputtheit weg – er bringt und pflanzt neue Hoffnung in unser Herz. Empfange von Jesus Hoffnung und Zuversicht.

‚Jesus Christus – Hoffnung für Dich’

Donnerstag, 2. Januar 2014

Michael Schumacher und die anderen

Ich gebe zu, ich bin ein wenig verwirrt über mich selbst. Wenn irgendein populärer Mensch stirbt, bin ich seltsam bewegt. Wenn eine bekannte Person lebensgefährlich verunglückt, ebenso. Oft bete ich für sie. Als Michael Jackson starb, war ich seltsam traurig berührt, obwohl ich kein ausgesprochener Jackson Fan bin. Ähnlich ging es mir, als Dieter Pfaff starb, Nelson Mandela, Amy Winehouse oder Peter O’Toole.

Dieser Tage vergehen keine Nachrichten, ohne, dass der Name von Michael Schumacher erwähnt wird. Man fiebert fast mit, dass es ihm endlich besser geht und man ihn wieder unbeschwert lachen sieht. Die ganze Welt ist bestürzt und wünscht ihm gute Besserung. Die halbe Welt betet für ihn, selbst solche, die man nie mit Religion oder gar Gott in Verbindung bringen würde. Alles ein Zeichen, wie geschockt die Menschen sind über Unheil und Leiden, dass selbst die Prominenz überfällt.

Ich schätze den Anteil, den Menschen nehmen am Schicksal ihrer Idole oder namhaften Mitbürger und hoffe, dass die Anteilnahme echt und anhaltend ist. Was ist es aber, das mich verwirrt sein lässt über meine eigenen Empfindungen?

Gestern, während in allen Nachrichten die Klinik in Grenoble gezeigt wurde, in der Schumacher um sein Leben kämpft, sah ich eine Reportage über „Weihnachten in Tacloban“ der Grosstadt in den Philippinen, die vor kurzem durch den Taifun Haiyan zerstört wurde. Eine Junge Frau wurde „interviewt“. Sie hatte 6 (!!!) Kinder verloren. Von dreien hatte sie die Leichname gefunden. „Wo sie denn schlafen würde?“ wurde sie gefragt. Sie zögerte verwirrt und zeigte dann auf ein Gebiet, voll mit Geröll und stammelte: „Da … ja, da irgendwo!“
Eine weitere Person, ein Kind (?), wurde gezeigt – T-shirt über den Kopf gezogen, weinend – Eltern tot … niemand mehr da.

Während der ganzen Welt das Leid der Bekannten und Populären zu Herzen geht (und zu Recht so), bleibt soviel entsetzliches Leid ungezeigt, unbeweint und unbebetet. Dabei ist das Leben aller Menschen vor ihrem Schöpfer gleich viel wert.  Und die Trauer einer unbekannten Mutter, die 6 Kinder zu Grabe trägt ist nicht geringer als die Trauer einer Person des öffentlichen Lebens, die um einen geliebten Menschen weint.

Ja, ich bete für Michael Schumacher! Aber, um ehrlich zu sein, mein erstes Anliegen ist nicht, dass die Welt ihren Formel 1 Helden nicht verliert. Den wird sie irgendwann nicht halten können. Mein erstes Anliegen ist, dass Gott ihm eine weitere Chance der Begegnung mit Jesus ermöglicht. Schumacher kommt rüber als netter, liebevoller und verantwortungsvoller Mensch. Aber erst kürzlich sprach er von seinem Glauben an „das Schicksal“. Das ist zu wenig für die Ewigkeit. Mein Gebet ist, dass er gesund wird, damit sein Glauben an „das Schicksal“ zu einem „rettenden Glauben an Jesus wird“. Jesus fragt in Matt. 16:26

„Was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt,
aber sein Leben verliert?“

Ob es Michael Schumacher ist, eine unbekannte Frau in Tacloban oder ein verschütteter Bergmann in China – Beten ist immer gut, wichtig und richtig. Aber für jeden von ihnen und alle anderen gilt: Hilfe, Rettung, Genesung, Befreiung, Trost … was immer es ist – langfristig gesehen ist es zu wenig. Was hilft es dem Menschen, wenn er eine oder mehrere dieser Segnungen erfährt, aber am Ende seines Lebens ohne Jesus vor Gottes Thron erscheint? Vor IHM sind alle Menschen gleich! Lasst uns beten, dass der Herr Not in der Welt lindert, und lasst uns nicht vergessen, dass die Not einer Ewigkeit ohne Gott wesentlich länger dauert und unabänderbar ist. Lasst uns auch in unseren Gebeten den Ewigkeitsfaktor nicht vergessen.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Meine Vorsätze für 2014!

Es wäre interessant, darüber auszutauschen, welche Vorsätze wir im abgelaufenen Jahr versucht haben, einzuhalten. Es wäre auch interessant, auszutauschen, ob’s uns gelungen ist oder wie lange wir durchgehalten haben. Ich habe ein Rezept gefunden, meine Vorsätze zu einzuhalten und mich am Ende des Jahres gut und erfolgreich zu fühlen. Leider ist dieses Rezept mit Worten schwer zu erklären. Dafür etwas leichter zu illustrieren:


Scherz beiseite! Mit einem solchen Rezept sind alle Vorsätze durchführbar. Mir fiel eine andere Illustration in die Hände, die vielleicht viel eher das Denken von vielen Christen bestimmt. Wir möchten heilig sein, d.h., nach einem heiligen, Gott-wohlgefälligen Lebensstil leben. Wir wollen vollkommen sein. Und so oft wir uns an diesen Vorsatz erinnern, müssen wir feststellen: Der ist eine Nummer zu groß für uns. Tatsache ist: So ganz falsch sind diese Vorsätze nicht. In Matthäus 5:48 sagt Jesus zu seinen Jüngern:

„Darum sollt ihr vollkommen sein, 
gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist!“

Und in 1 Petrus 1:16 erinnert der Apostel Petrus die Gläubigen:

Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!«

Also, vollkommen und heilig zu sein, ist kein unbiblischer Vorsatz. Das aber umzusetzen, das scheint uns ein unmöglicher Weg zu sein. Noch einmal eine Illustration, die vielleicht viele Worte überflüssig macht:

Vorsätze für's neue Jahr

Vollkommenheit
Vollkommenheit 
Vollkommenheit 

CHRISTUS NACHFOLGEN!

Mach es zu Deinem Vorsatz, Jesus zu folgen, Ihm ähnlicher zu werden. Vollkommen in unserem täglichen Leben und Handeln werden wir nie, solange wir leben. Aber solange wir darin wachsen, Jesus ähnlicher zu werden, weil wir Ihn lieben – solange sind wir auf dem richtigen Weg. Das bedeutet Arbeit, Opfer und kompromisslose Hingabe. Aber was für ein Resultat dürfen wir erwarten?! Kein Opfer, keine Mühe, kein Einsatz ist es wert, auch nur verglichen zu werden mit dem Segen des Himmels, den der Herr ausgießen wird. Diesen Weg möchte ich in 2014 gehen. Komm mit!