HEUTE:
Als Gemeinde haben wir uns für eine dezentralisierte Gebetsstunde entschieden. Wir beten jeden Dienstag an drei verscheidenen Orten:
Derschen (20:00 Uhr) - Friedewald (20:00 Uhr) - Neunkirchen Gemeindegebäude (19:30 Uhr)
Nicht nur CCFG-ler, sondern alle, die mit uns beten möchten, sind herzlich eingeladen. Weitere Auskunft über das Kontaktformular im Seitenfenster.
MORGEN:
Jeden Mittwoch treffen wir uns zur Bibelstunde, Anbetung und Gemeinschaft in der Gemeinde. Beginn: 19:30 Uhr. Ende ca 21:00 Uhr Jedermann herzlich willkommen!
ACHTUNG:
Nächste Woche fallen die Gemeindeveranstaltungen unter der Woche wegen Teilnahme an der Allianzgebetswoche aus.
Dienstag, 7. Januar 2014
Der nächste Schritt
Der Weg mit Jesus
ist ein langer Weg. Das himmlische Ende kennen wir, die irdische Dauer, die
Hürden, die Höhen und Täler kennen wir nicht. Auch wenn wir die Herrlichkeit
vor Augen haben, kann der Weg manchmal lang werden. Fragen schleichen sich ein,
die nicht immer unseren Glauben stärken. „Was ist, wenn …?“ „Wie soll es
weitergehen …?“ „Und nächste Woche …
nächsten Monat, nächstes Jahr?“
Eine Geschichts
spricht von einem Touristen, der während einer Italienreise eine Kathedrale
besichtigen wollte. In einer Stadt stand ein beeindruckendes Gebäude, das
allerdings nur von außen fertiggestellt war. Der Reisende öffnete die schwere
Türe und fand einen Künstler, der auf dem Boden vor einer riesigen Wand kniete
und damit begonnen hatte, ein herrliches Mosaik zu schaffen. Auf Tischen lagen
Tausende von bunten Keramikstückchen. Nachdem er eine Weile zugeschaut hatte,
fasste sich der interessierte Zuschauer ein Herz und fragte den Künstler, wie
er gedächte, ein solches Riesenprojekt jemals fertigzustellen. Die Antwort war
klar. Der Künstler sagte dem Betrachter, dass er genau wüsste, wieviel er jeden
Tag schaffen würde. Jeden Morgen zu Arbeitsbeginn markierte er sich den Teil
des Projektes, den er an dem Tag fertigestellen wollte. Was dann an
unbearbeiteter Wand noch übrig blieb, darüber machte er sich keine Sorgen. Das
war das Beste, was er zur Fertigstellung seiner Aufgabe tun konnte. Würde er
auf diese Weise treu und beständig arbeiten, würde das Mosaik eines Tages
fertig werden.
So oft schauen
wir auf den langen Weg zum Ziel, und allein der Gedanke an all die „Aufs“ und
„Abs“ macht uns schon müde. Besser wäre es, das nächste Teilstück, den
nächsten Schritt anzuschauen und daran zu „arbeiten“, diesen gut zu bewältigen.
Schritt für Schritt kommen wir so unserem Ziel täglich näher und werden es
eines Tages erreichen.
So scheint auch
Gott zu denken. So scheint Er es zu wollen. In Matthäus 6:34 sagt Jesus:
“Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den
morgigen Tag;
denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen.
Jedem Tag genügt seine eigene Plage."
Mach Dir keine Gedanken über die (möglichen) Sorgen des morgigen Tages. Geh heute die nächsten Schritte mit Jesus. Lebe so, dass Du Ihm gefällst. Ein solches Handeln bedeutet nicht, nachlässig zu sein. Es bedeutet durchaus, dass wir heute zur Arbeit gehen, damit am Monatsende der Lohn überwiesen wird. Es mag sehr wohl bedeuten, dass wir heute eine Bewerbung schreiben, damit wir wieder eine Arbeit finden oder dass wir heute lernen, damit wir morgen für die Klausur vorbereitet sind. Nicht für morgen zu sorgen bedeutet, HEUTE mit Jesus zu leben und uns nicht verrückt zu machen mit der Wegstrecke, die noch vor uns liegt. Ich bin Bergwanderern begegnet, die sich selbst erschöpften, indem sie immer daran dachten, wieviel Mühe noch vor ihnen lag. Besser wäre es für sie, sich auf den nächsten Schritt zu konzentrieren und sich zu freuen über die ganze Strecke, die sie schon hinter sich gebracht haben.
Der Herr wird Dir
mit Sicherheit nicht heute die Kraft geben, die Du erst morgen brauchst. Aber Er möchte Dir
heute ALLE Kraft und Weisheit geben, die Du heute in irgendeiner Weise
benötigst. Denk nicht an Schritt #99, #23 oder #2. Denk immer an den nächsten
Schritt und geh ihn mit Jesus. Er WIRD Dich ans Ziel bringen.
Montag, 6. Januar 2014
Der Funkspruch
Die Geschichte, die erzählt (und vertont) wird
ist alt und spielt zur Zeit, als Radar noch nicht zur Standardausrüstung der
Schiffe gehörte. Kapitäne auf ihrer Brücke mussten nach Sicht fahren.
Ein amerikanisches Kriegsschiff ist unterwegs
als der Kapitän plötzlich in einiger Entfernung ein Licht erkennt, das sich
scheinbar ständig nähert. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden sendet er sofort
Warnsignale und die Botschaft: „Drehen Sie um 10 Grad Süd!“ Die Antwort
war alles andere als entspannend. „Gehen SIE auf Kurs 10 Grad Nord, um eine
Kollission zu vermeiden!“ Die Stimme des Kapitäns wird härter: „Gehen
Sie auf Kurs 10 Grad Süd! Ich bin der Kapitän!“ Umso irritierender die
Antwort: „Ändern SIE
ihren Kurs um 10 Grad Nord. Ich bin einfacher Seemann.“
Jetzt zieht
der Kapitän alle Register seiner Autorität und signalisiert wütend: „Ich
sage Ihnen: Ändern Sie ihren Kurs sofort um 10 Grad Süd. Wir sind ein
Kriegsschiff und werden uns andernfalls empfehlen!“ Keine Änderung geschah.
Stattdessen kam die Antwort: „Und ich sage IHNEN: Ändern SIE ihren Kurs um
10 Grad Nord. Wir sind ein Leuchtturm.“
Ob und wie sich dieser Vorfall tatsächlich
abgespielt hat, mag offen bleiben. Die Lektion ist unübersehbar: So wie der
Kapitän des Schiffes sich verhält, verhalten sich heute die Massen der
Menschen. Sie fühlen sich stark, unbesiegbar, auf dem richtigen Weg und wollen
sich von niemandem reinreden lassen. Mit dieser Einstellung laufen sie
allerdings in ihr sicheres Verderben, da ihre Sicht begrenzt und fehlerhaft
ist.
Auf der anderen Seite steht der Leuchtturm.
Fest, sicher und immer mit dem richtigen Überblick. Vom Leuchtturm aus kommen
die Anweisungen, die jedem Schiff die sichere Fahrt ermöglichen. – Und doch
argumentieren die Kapitäne immer wieder mit dem Leuchtturm und wollen ihren
eigenen Vorstellungen folgen.
Wir Christen sind davon nicht ausgeschlossen.
Wir sollten es eigentlich am besten wissen. Wir haben Dank der Gnade Gottes
bereits den schlimmsten Fehlweg verlassen. Aber auf dem Weg der Nachfolge
argumentieren auch wir viel zu oft mit unserem Leuchtturm. Wir meinen, wir
seien Kapitäne mit Autorität. Wir meinen, machtvolle Schiffe zu dirigieren. Wir
geben Befehle und erwarten, dass der „Andere“ sich danach richtet. Und dann,
anstatt unseren Vorstellungen zu folgen, kommt eine Anweisung von unserem
Gegenüber. Manchmal fühlen wir uns in unserer Unabhängigkeit verletzt, manchmal
wollen wir uns nicht „bevormunden“ lassen. Oft denken wir, wir wüssten es
besser. Tatsache ist, unser Leuchtturm wird immer das letzte Wort behalten. Und
Er liegt immer richtig.
Wie erleichtert wird der Kapitän des
Kriegsschiffes gewesen sein, als er erkannte, dass sein Gegenüber den
Durchblick – und ihn dadurch bewahrt hatte. – So wird es auch uns ergehen, wenn
wir auf die Anweisungen unseres „Leuchtturms“ hören und ihnen folgen. Wer im
neuen Jahr darauf verzichtet, mit dem Leuchtturm zu argumentieren und schlicht
und vertrauensvoll Seinen Anweisungen folgt, der wird erfolgreich durchs Jahr
kommen. Die Bereitschaft, das zu tun, ist sicher eine Kopf- und
Herzensentscheidung. Das Umsetzen beginnt mit jedem neuen Morgen im Alltag.
Wie
kann ein junger Mensch in seinem Leben
rein
von Schuld bleiben?
Indem
er sich an dein Wort hält und es befolgt.
(Psalm 119:9 NLÜ)
Vertonung der Geschichte HIER oder im Seitenfenster:
Gaither Vocal Band: "The Lighthouse"
Sonntag, 5. Januar 2014
Herzliche Einladung zum Jahresbeginn-Gottesdienst 2014
Heute wieder mit Sonntagszitat am Ende
Predigttext: 2 Mose 20:18-21 (und andere):
18 Und das ganze Volk nahm das Donnern und die
Flammen wahr und den Schall der Schopharhörner und den rauchenden Berg. Als nun
das Volk dies wahrnahm, zitterte es und stand von ferne,
19 und es sprach zu Mose: Rede du mit uns, und wir wollen hören; aber Gott soll nicht mit uns reden, sonst müssen wir sterben!
20 Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen, und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei, damit ihr nicht sündigt!
21 Und das Volk stand von ferne; Mose aber nahte sich zu dem Dunkel, in dem Gott war.
19 und es sprach zu Mose: Rede du mit uns, und wir wollen hören; aber Gott soll nicht mit uns reden, sonst müssen wir sterben!
20 Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen, und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei, damit ihr nicht sündigt!
21 Und das Volk stand von ferne; Mose aber nahte sich zu dem Dunkel, in dem Gott war.
Singen (oder Zuhören)
Hören auf Gottes Wort
Angebot zu Seelsorge und persönlichem Gebet
Angebot zu Seelsorge und persönlichem Gebet
Beginn: 10:30 Uhr
Anschließend Einladung zum Mittagessen
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum
Sonntagszitat:
Sonntagszitat:
„Eine Predigt ist etwas anderes als die Tagesschau."
(Altkanzler Helmut Schmidt, zitiert von Peter Hahne)
Samstag, 4. Januar 2014
Wo ist unser Kind?
Massenveranstaltung in der Hauptstadt! Nicht hunderte,
nein, Tausende waren gekommen, vielleicht Zehntausende. Es war für viele
der immer wiederkehrende Höhepunkt des Jahres. Manche gingen alleine,
manche reisten in Gruppen. Vor allem Familien besuchten gemeinsam den
Event. Keine Anreise war zu weit. Innerhalb des Landes überlegten viele
gar nicht lange – da ging man hin! Aber auch aus den umliegenden und
sogar weit entfernten Ländern zog die jährliche Veranstaltung die Massen
an. Alles, zwischen 12 und 102 (letzteres eine fiktive Zahl) freute
sich auf diese Zeit des Jahres. Nein, es war keine Pilgerreise. Trotzdem
muss es so ausgesehen haben, denn – zumindest innerhalt des Landes –
nutzten viele Gruppen und Familien die Möglichkeit, Zeit miteinander zu
verbringen und den Weg zur Hauptstadt zu Fuß zurück zu legen. Man
redete miteinander, brachte sich in allem auf den neusten Stand und
freute sich auf die Megafeier in der Hauptstadt. UND ES WAR EINE
MEGAFEIER, GLAUBT MIR! Ok, die Hinreise war cool gewesen, der Event echt
bedeutungsvoll – aber nun war der Heimweg angesagt. Jede Feier, auch
die schönste, geht einmal zu Ende. Da man einige Freunde nicht wirklich
oft im Jahr sah, entschied man sich, auch die Rückreise zu Fuß zu
unternehmen, um ein paar zusätzliche Stunden miteinander zu verbringen.
Und dabei geschah es. Die
Gruppe zog sich auseinander: die Schnellen vorne, die Langsamen hinten.
Die Alten brauchten mehr Ruhepausen, die Frischverheirateten und noch
Kinderlosen hatten noch viel Energie. Erst Abends traf man sich immer
wieder am Treffpunkt.
Bereits während der Reise
war dem Ehepaar aufgefallen, dass sie ihr Kind nicht mehr sahen. Es war
das erste Mal gewesen, dass sie es zur Feier mitgenommen hatten in die
Hauptstadt – mit zwölf Jahren war es alt genug. Sie machten sich auch
nicht zu viele Gedanken. Ihr Kind hatte auf dem Hinweg mit anderen
rumgetobt und die Eltern erwarteten, dass sie es abends am Treffpunkt
wiedersehen würden. Aber als sie ankamen, war Jesus nirgends zu sehen.
Entsetzen! Die Dunkelheit
hatte eingesetzt. Überall Lärm. Fröhliche Kinder, müde genug, überall
problemlos einzuschlafen – nur Jesus nicht! „Wo ist Jesus?“ fragten Maria und Josef so ziemlich jeden im Lager. „Jesus! Jesus!“
hallte es laut und lange, bis klar wurde, dass er mit keiner Gruppe
angekommen war. Ihr Kind war unauffindbar. Wo sollten sie suchen? Noch
in der Nacht machten sie sich auf den Rückweg, kamen am Morgen wieder in
Jerusalem an. Wo mit dem Suchen anfangen? Sie ließen nichts unversucht,
keine Person ungefragt, keine Herberge unbesucht. Zwei volle Tage
vergebens gesucht. Die Hoffnung schwand immer mehr! Ihr Kind war weg! „Komm, wir gehen zum Tempel und beten!“
mag Josef zu Maria gesagt haben. Und da sahen sie ihn; im Gespräch mit
den Weisen und Gelehrten. Die
erleichtert-entsetzt-fast-zusammenbrechende-vor-Freude-weinende Mutter
hört Jesus, wie er überrascht fragt: „Weshalb habt ihr mich gesucht? Wußtet ihr nicht, daß ich in dem sein muß, was meines Vaters ist?“ Der Tempel war der letzte Platz, an dem sie ihn gesucht hätten.
Donnerstagabend 19:00 Uhr.
Um 17 Uhr hätte unser Kind zu Hause sein sollen. Die Unruhe steigt – die
Suche beginnt. Aber wo soll ich suchen? Auf dem Fußballplatz? Bei
Freunden? Auf der Weide bei den Tieren? Im Spielsalon? Im Wald, der
freien Natur? Im Internetcafe? In irgendeiner Kneipe? Im Sportverein? Wo
ist mein Kind?
Ist die Gemeinde eine Option? Eine reelle
Option, die mir in den Sinn kommt? Ist das der Ort, den ich meinem Kind
liebgemacht habe – über alle anderen Optionen? Wo es sieht, dass ich
begeistert hingehe und es mir nachempfindet? Ein Ort, den ich meinem
Kind wichtiger gemacht habe als alle andere Orte – weil dort der Retter
zu finden ist? Oder ist es eher einer der letzten Orte, an dem ich mein
Kind suchen würde?
Freitag, 3. Januar 2014
Ein Pferd kann nicht fliegen!
Immer wieder stelle ich in Gesprächen fest,
dass einer der Hauptgründe für Not, Aufgeben,
Verzweiflung, Depression und für alle Arten von „Kaputt-sein“ ein
erschreckender Mangel an Hoffnung ist. Nicht, dass Hoffnungslosigkeit
irgendwann berechtigterweise einsetzen müsste, nein, man gibt sich ihr
unberechtigterweise hin. Clare Booth Luce, eine Schriftstellerin
aus dem vergangenen Jahrhundert sagte einmal: „Es gibt keine hoffnungslosen Situationen – es gibt nur Menschen, die die
Hoffnung verloren haben.“
Natürlich gehört zur Hoffnung dazu, dass
unsere Hoffnung begründet ist. Die Geschichte wird erzählt von einem Mann im
Mittelalter, der zum Tode verurteilt war, aber eine Gnadenfrist
beim König bewirkte. Wie hatte er das geschafft? Nun, er hatte dem König
versichert, dem Pferd seiner Majestät innerhalb eines Jahres das Fliegen
beizubringen. Sollte das nicht gelingen, würde er nach Ablauf eines Jahres die
Todesstrafe erhalten. Seinen Freunden
erklärte er später hinter vorgehaltener Hand: Innerhalb eines Jahres kann viel
passieren: Der König kann sterben,
oder ich kann sterben, oder das Pferd kann sterben. Oder: Wer weiß? Vielleicht lernt das Pferd ja das Fliegen!
Hoffnung – DAS ist nicht unbedingt eine
solide Hoffnung, die uns trägt. Demgegenüber ist in 1 Timotheus 1:1 die Rede
von „Jesus Christus, der unsere Hoffnung ist“.
Wir können kopfschüttelnd und ungläubig an dieser
Aussage vorbeigehen und ohne Hoffnung bleiben. Wir können kopfnickend und
zustimmend daran vorbeigehen – und ohne Hoffnung bleiben. Oder wir können uns an
Jesus binden, uns an Ihm freuen, unsere Ängste, Scherben und Zweifel zu Ihm
bringen und Seinen Frieden erfahren. Viel liegt an uns! Das Problem ist, dass
wir, anstatt zu vertrauen, viel lieber irgendwelchen Zirkus versuchen, der von
vorneherein zum Scheitern verurteilt ist.
Ein koreanischer Brauch zum Neuen Jahr wird
folgendermaßen beschrieben:
„Um alle unangenehmen Dinge des
zurückliegenden Jahres zu vergessen und einen Neuanfang zu ermöglichen,
überlegt sich jede Person, was sie gerne aus ihrem Leben streichen würde:
Welche Hoffnungslosigkeiten, welche Scherben und Sünden
sie gerne hinter ich lassen würde. Dann schreibt jede Person diese Dinge auf
einen Papierdrachen und läßt ihn an einem ganz langen Seil steigen. Wenn der
Drachen nur noch ein Pünktchen ist – kaum mehr zu sehen – dann nimmt die Person
eine Schere und schneidet das Seil duch. Der Drachen beginnt zu taumeln, und
stürzt irgendwo in der Unsichbarkeit ab. So so hofft man, dass alle Sünden,
Scherben und Hoffnungslosigkeiten weggetragen werden.“
Ein interessanter Brauch – aber eine lausige
Hoffnung; ungefär so hilfreich wie die Hoffnung, dass das königliche Pferd das
Fliegen lernt.
Jesus Christus ist unsere Hoffnung! Jesus Christus hat uns lebendige Hoffnung gebracht.
Er nimmt nicht nur die alte Sünde und
Kaputtheit weg – er bringt und pflanzt neue Hoffnung in unser Herz. Empfange
von Jesus Hoffnung und Zuversicht.
‚Jesus
Christus – Hoffnung für Dich’
Donnerstag, 2. Januar 2014
Michael Schumacher und die anderen
Ich gebe zu, ich bin
ein wenig verwirrt über mich selbst. Wenn irgendein populärer Mensch stirbt,
bin ich seltsam bewegt. Wenn eine bekannte Person lebensgefährlich verunglückt,
ebenso. Oft bete ich für sie. Als Michael Jackson starb, war ich seltsam
traurig berührt, obwohl ich kein ausgesprochener Jackson Fan bin. Ähnlich ging
es mir, als Dieter Pfaff starb, Nelson Mandela, Amy Winehouse oder Peter O’Toole.
Dieser Tage vergehen
keine Nachrichten, ohne, dass der Name von Michael Schumacher erwähnt wird. Man
fiebert fast mit, dass es ihm endlich besser geht und man ihn wieder unbeschwert lachen sieht. Die ganze Welt ist bestürzt und
wünscht ihm gute Besserung. Die halbe Welt betet für ihn, selbst solche, die
man nie mit Religion oder gar Gott in Verbindung bringen würde. Alles ein
Zeichen, wie geschockt die Menschen sind über Unheil und Leiden, dass selbst
die Prominenz überfällt.
Ich schätze den Anteil,
den Menschen nehmen am Schicksal ihrer Idole oder namhaften Mitbürger und
hoffe, dass die Anteilnahme echt und anhaltend ist. Was ist es aber, das mich
verwirrt sein lässt über meine eigenen Empfindungen?
Gestern, während in
allen Nachrichten die Klinik in Grenoble gezeigt wurde, in der Schumacher um
sein Leben kämpft, sah ich eine Reportage über „Weihnachten in Tacloban“ der Grosstadt
in den Philippinen, die vor kurzem durch den Taifun Haiyan zerstört wurde. Eine
Junge Frau wurde „interviewt“. Sie hatte 6 (!!!) Kinder verloren. Von dreien
hatte sie die Leichname gefunden. „Wo sie
denn schlafen würde?“ wurde sie gefragt. Sie zögerte verwirrt und zeigte
dann auf ein Gebiet, voll mit Geröll und stammelte: „Da … ja, da irgendwo!“
Eine weitere Person,
ein Kind (?), wurde gezeigt – T-shirt über den Kopf gezogen, weinend – Eltern
tot … niemand mehr da.
Während der ganzen
Welt das Leid der Bekannten und Populären zu Herzen geht (und zu Recht so), bleibt
soviel entsetzliches Leid ungezeigt, unbeweint und unbebetet. Dabei ist das
Leben aller Menschen vor ihrem Schöpfer gleich viel wert. Und die Trauer einer unbekannten Mutter, die 6
Kinder zu Grabe trägt ist nicht geringer als die Trauer einer Person des
öffentlichen Lebens, die um einen geliebten Menschen weint.
Ja, ich bete für
Michael Schumacher! Aber, um ehrlich zu sein, mein erstes Anliegen ist nicht,
dass die Welt ihren Formel 1 Helden nicht verliert. Den wird sie irgendwann nicht
halten können. Mein erstes Anliegen ist, dass Gott ihm eine weitere Chance der
Begegnung mit Jesus ermöglicht. Schumacher kommt rüber als netter,
liebevoller und verantwortungsvoller Mensch. Aber erst kürzlich sprach er von
seinem Glauben an „das Schicksal“. Das ist zu wenig für die Ewigkeit. Mein
Gebet ist, dass er gesund wird, damit sein Glauben an „das Schicksal“ zu einem „rettenden
Glauben an Jesus wird“. Jesus fragt in Matt. 16:26
„Was hilft es dem
Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt,
aber sein Leben verliert?“
Ob es Michael Schumacher ist, eine unbekannte Frau in
Tacloban oder ein verschütteter Bergmann in China – Beten ist immer gut,
wichtig und richtig. Aber für jeden von ihnen und alle anderen gilt: Hilfe, Rettung,
Genesung, Befreiung, Trost … was immer es ist – langfristig gesehen ist es zu
wenig. Was hilft es dem Menschen, wenn er eine oder mehrere dieser Segnungen erfährt,
aber am Ende seines Lebens ohne Jesus vor Gottes Thron erscheint? Vor IHM sind
alle Menschen gleich! Lasst uns beten, dass der Herr Not in der Welt lindert, und
lasst uns nicht vergessen, dass die Not einer Ewigkeit ohne Gott wesentlich
länger dauert und unabänderbar ist. Lasst uns auch in unseren Gebeten den Ewigkeitsfaktor
nicht vergessen.
Mittwoch, 1. Januar 2014
Meine Vorsätze für 2014!
Es wäre interessant, darüber auszutauschen, welche Vorsätze wir
im abgelaufenen Jahr versucht haben, einzuhalten. Es wäre auch interessant,
auszutauschen, ob’s uns gelungen ist oder wie lange wir durchgehalten haben. Ich
habe ein Rezept gefunden, meine Vorsätze zu einzuhalten und mich am Ende des
Jahres gut und erfolgreich zu fühlen. Leider ist dieses Rezept mit Worten
schwer zu erklären. Dafür etwas leichter zu illustrieren:
Vollkommenheit
Vollkommenheit
Vollkommenheit
CHRISTUS NACHFOLGEN!
Scherz beiseite! Mit einem solchen Rezept sind alle Vorsätze
durchführbar. Mir fiel eine andere Illustration in die Hände, die vielleicht
viel eher das Denken von vielen Christen bestimmt. Wir möchten heilig sein,
d.h., nach einem heiligen, Gott-wohlgefälligen Lebensstil leben. Wir wollen vollkommen
sein. Und so oft wir uns an diesen Vorsatz erinnern, müssen wir feststellen:
Der ist eine Nummer zu groß für uns. Tatsache ist: So ganz falsch sind diese
Vorsätze nicht. In Matthäus 5:48 sagt Jesus zu seinen Jüngern:
„Darum sollt ihr vollkommen
sein,
gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist!“
Und in 1 Petrus 1:16 erinnert der Apostel Petrus die
Gläubigen:
Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!«
Also, vollkommen und heilig zu sein, ist kein unbiblischer
Vorsatz. Das aber umzusetzen, das scheint uns ein unmöglicher Weg zu sein. Noch
einmal eine Illustration, die vielleicht viele Worte überflüssig macht:
Vorsätze für's neue Jahr
CHRISTUS NACHFOLGEN!
Mach es zu Deinem Vorsatz, Jesus zu folgen, Ihm ähnlicher zu
werden. Vollkommen in unserem täglichen Leben und Handeln werden wir nie,
solange wir leben. Aber solange wir darin wachsen, Jesus ähnlicher zu werden,
weil wir Ihn lieben – solange sind wir auf dem richtigen Weg. Das bedeutet Arbeit, Opfer und kompromisslose Hingabe. Aber was für ein Resultat dürfen wir erwarten?! Kein Opfer, keine Mühe, kein Einsatz ist es wert, auch nur verglichen zu werden mit dem Segen des Himmels, den der Herr ausgießen wird. Diesen Weg möchte
ich in 2014 gehen. Komm mit!
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