„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Mittwoch, 10. April 2013

YOLO

Ich geb’s ja zu, ich hab’s gestern zum ersten mal gelesen und hatte keine Ahnung, ob dass eine neue Käsesorte ist, eine Insel des Indonesischen Archipels oder ein neu entdeckter Stamm im Regenwald Brasiliens. Aber ich hab herausgefunden, was es ist.

YOLO ist das Jugendwort des Jahres 2012, ist ein Akronym für „you only live once“ und lautet übersetzt ins Deutsche: „Du lebst nur einmal“.

YOLO kennt nicht jeder, aber die Tatsache, dass jeder nur einmal lebt, ist jedem bekannt. Streng genommen steht die Aussage natürlich nicht für einen christlichen Inhalt. Streng genommen steht die Aussage dafür, dass jeder Lebende einen Geburts- und einen Todestag hat. Und dass wars dann. Stimmt! – Irgendwo!

Aber eigentlich gibt es bei der ganzen Sache einen kleinen – weithin unbeachteten – Haken. Der Todestag ist nicht das Ende unseres einmaligen Lebens sondern nur der Übergang zu einem Weiterleben in anderer Form. Und jetzt wird YOLO natürlich interessant.

Wenn mein Leben tatsächlich einen Anfang hat und kein Ende (ein Ende auf der Erde sehr wohl – aber mit Weiterleben in der anderen Welt) – dann sollte YOLO mich daran erinnern, mich auf das „Leben danach“ vorzubereiten. Wenn die 80-90 Jahre hier auf Erden nur eine kurze Vorbereitungs- und Entscheidungszeit sind über den ewigen Zustand meines „Lebens danach“, dann tut jeder Mensch gut daran, sich pinibel vorzubereiten auf den weitaus längeren Teil des Lebens. Der Teil findet nämlich im „Jenseits“ statt, dass nach unserem Tod das „Diesseits“ (die ewige Realität) für uns wird.

Wenn mein Leben tatsächlich einen Anfang hat aber kein Ende – und ich habe mich in Vorbereitung auf das „Leben danach“ an Jesus gewendet, dann sollte YOLO mich daran erinnern, dass mein „Leben danach“ – mein Leben in der ewigen Gegenwart mit Jesus – geprägt sein wird von meinem Leben hier auf der Erde. Ein Leben als Christ, dass nicht für Christus gelebt wurde, wird im Himmel anders sein als ein Leben der Hingabe an Jesus. In 1 Korinther 3:15 beschreibt Paulus eine Person, die zwar das Heil durch Jesus empfangen hat, aber dann nicht wirklich für Jesus gelebt hat. Es heißt:

“Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden erleiden;
er selbst aber wird gerettet werden, 
doch so wie durchs Feuer hindurch.

Und weil die Weichen der Zukunft hier auf Erden gestellt werden und ich in der anderen Welt die Zeit nicht mehr zurückdrehen kann, darum möchte ich hier und jetzt alles für den leben und einsetzen, der mir das Leben in der ewigen Herrlichkeit erkauft hat: Jesus!

“All to Jesus, I surrender, all to Him I freely give!”, so heißt es in einem englischen Kirchenlied. “Alles will ich Jesus weihen, nichts mehr will ich nennen mein”, so wird es ins deutsche übersetzt. Wirklich? Ich will mich prüfen. Was bedeutet eigentlich „Alles“? Bedeutet „Alles“ etwas von allem, oder wirklich „alles“? Wenn es wirklich „alles“ bedeutet, dann fordert es meinen Glauben heraus, dann muss ich im Glauben leben, denn dann habe ich ja nichts mehr, sondern alles gehört Jesus. Und mir stellt sich die nächste Frage: Lebe ich wirklich im Glauben? Oder ist mein Glaube beschränkt auf die „religiösen“ Gebiete meines Lebens? Als Petrus zu Jesus in Markus 10:28 sagte:

Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt

da hatten er und die anderen Jünger tatsächlich alles verlassen. Dazu gehörten ihre Familien, ihre beruflichen Sicherheiten, ihre Häuser, ihre Rechte auf freie Zeiteinteilung, ihre private Urlaubsplanung, ihren Besitz, ihre Freunde, ihre Hobbies ... und wenn wir darüber nachdenken, kommen uns haufenweise andere Dinge in den Sinn, die sie um der Nachfolge willen aufgegeben hatten. Und Jesus verspricht ihnen in Markus 10:29+30:

“ Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Brüder 
oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder
oder Äcker verlassen hat um meinetwillen 
und um des Evangeliums willen,
der nicht hundertfältig empfängt, jetzt in dieser Zeit 
Häuser und Brüder  und Schwestern und Mütter und Kinder 
und Äcker unter Verfolgungen,
und in der zukünftigen Weltzeit ewiges Leben.“

WAS FÜR EIN JESUS-VERSPRECHEN!

In diesem Sinne,

YOLO!

Dienstag, 9. April 2013

Jakobs Krönung und der Glaube

Kürzlich las ich in einer Wochenzeitschrift von einer Umfrage, die die Kaffeemarke „Jakobs Krönung“ beim Institut für Demoskopie Allensbach in Auftrag gegeben hatte. Dabei kam heraus, dass es Eltern schwer fällt, mit ihren Kindern über den Glauben zu reden. Nur 9% reden gerne über das Thema „Glauben“, 37% schneiden es nur gelegentlich an, 52%(!) selten oder gar nicht. Dem gegenüber sind es 48% der 14-24-jährigen, die sich täglich mit den Eltern unterhalten und auch ganz gerne über Glauben und Religion reden. Bei denen, die sich seltener mit den Eltern unterhalten sind es nur 20%.

Fazit: Eltern, die ihren Kindern täglich Gelegenheit zu Austausch und Gespräch geben, haben hohe Chancen, auf Interesse zu stoßen, mit den Kindern über Glaubensthemen zu reden.

Christlichen Eltern liegt das sowieso am Herzen. Die Bibel ist voll von Aufforderungen und Ermutigungen an Eltern, ihren Kindern den Glauben nahe zu bringen. Wann sollte man damit beginnen? Sofort! Gesegnet sind die Kinder, deren Eltern für sie beten, bevor sie zur Welt kommen. Noch gesegneter die, die in ihren Säuglingsjahren durch Gebete und christliche Lieder begleitet werden. So wie das Verständnis fürs Leben, für das Funktionieren von Spielzeugen, Bausteinen und Zusammenhängen wächst, sollte das Verständnis für den Glauben an Jesus gefördert werden. Dafür ist es nie zu früh! Sobald Bilderbücher vom Marienkäfer und der Butterblume gezeigt und vorgelesen werden, können auch Jesusgeschichten vorgelesen werden.

Es ist harte Arbeit und Verantwortung, die der Herr uns christlichen Eltern aufgetragen hat. Im AT gebot Er Seinem Volk, morgens, mittags und abends immerzu von Gott zu reden. Das mag uns als „extrem viel“ erscheinen. Aber überprüfen wir uns selbst, wie oft wir mit unseren Kindern über den Glauben reden, singen oder ihn gemeinsam praktizieren. Bei vielen ist es die Kehrseite, namlich „extrem wenig“.

Und dann wachsen sie aus dem Säuglings- Baby- und Kinderalter heraus – hinein in die Jugendjahre. Wohl dem, der den Grundstein gelegt hat. Aber auch dann ist nicht alles verloren. Ansprechpartner bleiben, Liebe zeigen, im Gespräch bleiben über „Gott und die Welt“ – und selbst solch ein Glaubensleben führen, wie wir es uns für unsere Kindern wünschen. 48% der 14-24-jährigen, die täglich mit den Eltern reden, reden auch gerne über den Glauben. Hier liegt eine Chance.

Über alledem steht uns der direkte Weg frei zu Gott. Gebet entbindet uns nicht von der Verantwortung aktiver, christlicher Erziehung. Gebet entbindet uns nicht von der Aufgabe, Gottes Wort und Weg aufzuzeigen und unseren Kindern zu lehren. Aber Gebet ist auch hier die Grundlage für einen fruchtbaren Dienst. Gebet erbittet den Segen Gottes auf das Werk, dass Er uns anvertraut hat. Gebet ermutigt uns, weiter zu arbeiten, wenn wir entmutigt sind. Gebet gibt uns die Kraft, neben all unseren anderen Verpflichtungen diese Verpflichtung nicht zu vernachlässigen. Und auch was die christliche Erziehung unserer Kinder angeht gilt Gottes Zuspruch aus 1 Korinther 15:58:
Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wißt, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn!


Montag, 8. April 2013

Der Fuchs und der Esel


Eine Fabel besagt, dass der Esel einmal eine Löwenhaut um sich warf, mit stolzen Schritten im Wald lustwandelte und sein 'Ia Ia' aus allen Kräften schrie, um die andern Tiere in Schrecken zu setzen. Alle erschraken, nur der Fuchs nicht. Dieser trat keck vor ihn hin und höhnte ihn: "Mein Lieber, auch ich würde vor dir erschrecken, wenn ich dich nicht an deinem 'Ia' erkannt hätte. Ein Esel bist und bleibst du!" 

Dummer Esel, oder? Hätte er mal sein Maul gehalten, dann wäre im seine Tarnung vielleicht geglückt.

Die Geschichte der Gemeinde Jesu zeigt, dass es nicht wenige (ich scheue mich, zu behaupten die meisten) Christen ähnlich mit der Nachfolge halten. Sie kleiden sich mit der Haut eines Jüngers Jesu, stolzieren umher und versuchen ihre Umwelt zu beeindrucken. Nur gibt es da immer wieder Fallen, in die sie treten und die ihrer Tarnung zum Verhältnis wird.

„Deine Sprache verrät dich!“ so enttarnen die Umherstehenden den Petrus. Bei ihm enttarnte ihn seine Sprache als Jünger Jesu. Heute enttarnt die Sprache viele Christen als bestenfalls fragliche Jünger Jesu. Harte Aussage! Wäre vielleicht ein persönliches Bibelstudium wert.

Ich möchte im heutigen Blogeintrag einfach mal nachdenklich stimmen und zum persönlichen Nachforschen anstiften.

Der Fuchs sagt zum Esel:
"Mein Lieber, auch ich würde vor dir erschrecken, wenn ich dich nicht an deinem 'Ia' erkannt hätte. Ein Esel bist und bleibst du!" 

Wäre es berechtigt, wenn jemand zu uns sagen würde:
"Mein Lieber, auch ich würde Dich als Jünger Jesu erkennen, wenn ich dich anders hören würde!" 
"Mein Lieber, auch ich würde Dich als Jünger Jesu erkennen, wenn ich dich anders leben sehen würde!"
"Mein Lieber, auch ich würde Dich als Jünger Jesu erkennen, wenn ich dich nicht nur Sonntags sehen würde!"
"Mein Lieber, auch ich würde Dich als Jünger Jesu erkennen, wenn ich dir Begeisterung für Jesus abspüren würde!"

Heute beginnt eine neue Arbeitswoche. Möge der Herr uns helfen, dass wir nicht nur mit dem äußerlichen Anschein eines Jüngers umherlaufen, sondern dass unser inneres Wesen das eines Jüngers ist, der an seinem Reden, Leben, Nachfolgen und seiner Begeisterung für Jesus als Jünger erkannt werden kann. Dazu möge Jesus Dir und mir in unserer Schwachheit helfen.

Sonntag, 7. April 2013

Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Heute wieder mit Sonntagszitat am Ende!

Was ist wahrer Gottesdienst 

Amos 5:20-27
 
21 Ich hasse, ich verachte eure Feste und mag eure Festversammlungen nicht riechen!
22 Wenn ihr mir auch euer Brandopfer und Speisopfer darbringt, so habe ich doch kein Wohlgefallen daran, und das Dankopfer von euren Mastkälbern schaue ich gar nicht an.
23 Tue nur hinweg von mir den Lärm deiner Lieder, und dein Harfenspiel mag ich nicht hören! 24 Es soll aber das Recht einherfluten wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein unversiegbarer Strom!
25 Habt ihr etwa mir während der 40 Jahre in der Wüste Schlachtopfer und Speisopfer dargebracht, ihr vom Haus Israel?
26 Ihr habt die Hütten eures Moloch2 und den Kaiwan3, eure Götzenbilder, getragen, das Sternbild eurer Götter, die ihr euch gemacht habt!
27 Und ich will euch bis über Damaskus hinaus in die Gefangenschaft wegführen! spricht der Herr — Gott der Heerscharen ist sein Name.

Herzliche Einladung zum Gottesdienst
Feier mit uns 
 Erfahre Gemeinschaft mit Jesus und miteinander!

Wir laden Dich herzlich ein!
Beginn: 10:30 Uhr
  Einladung zum Mittagessen 
 
 Calvary Chapel Freier Grund
Am hohen Rain 20
57290 Neunkirchen-Zeppenfeld
 
Zitat:
Die Lüge ist wie ein Schneeball: 
Je länger man ihn wälzt, destogrößer wird er.  
(Martin Luther)


Samstag, 6. April 2013

Gemeindestühle

Heute ist Samstag – morgen Sonntag, oder, wie manche es nennen: „Der Tag des Herrn.“ Es braucht keine prophetische Gabe, um zu wissen, dass in allen Denominationen quer durch Deutschland viele Gemeindestühle – oder ganze Bänke – leer bleiben werden. Wird Dein Stuhl besetzt sein?

Ob der folgende Brief zum Neuen Jahr, den ein Gemeindemitglied an seinen Pastor schrieb, echt ist, mag jeder für sich entscheiden. Er ist zumindest nachdenkenswert. Vermutlich hätte der Briefschreiber auch nichts dagegen einzuwenden, wenn wir die ein oder andere Zeile ändern und „persönlich anpassen“.

Lieber Pastor,

Sie betonen so oft, dass der Besuch des Gottesdienstes sehr wichtig ist für einen Christen, aber ich bin der Überzeugung, dass ein Christ hin und wieder auch das Recht hat, einen Sonntag zu verpassen. Ich finde, jeder Einzelne sollte zumindest für die folgenden Gründe vom Kirchenbesuch entschuldigt werden. Die Häufigkeit berechtigter Entschuldigungen füge ich bei:

Weihnachtstage (den Sonntag davor und danach) 2
Neujahr (die Feier dauerte zu lange) 1
Ostern (man ist über die Feiertage unterwegs) 2
3. Oktober - Nationalfeiertag 1
1 Mai – Tag der Arbeit (mit Freunden unterwegs) 1
Volkstrauertag (Besuch bei Verwandten) 1
Schuljahresende (Die Kinder brauchen auch einmal eine Pause) 1
Schulbeginn (Ein letzter Familienausflug) 1
Familientreffen (von meiner Seite und der meiner Frau) 4
Ausschlafen (zu lange aufgeblieben am Samstagabend) 9
Todesfälle in der Familie 1
Hochzeitstag 1
Krankheit (pro Familienmitglied) 5
Geschäftsreise (Verpflichtung) 1
Urlaub (3-4 Wochen) 6
Schlechtes Wetter (Eis, Schnee, Regen, Hitze, Wolken) 2
Fußballspiele 2
Autorennen 2
Unerwarteter Besuch (kann man nicht sitzen lassen) 2
Zeitumstellung (Frühjahr und Herbst) 2
Besondere Sendungen / Übertragungen im Fernsehen 3

Lieber Pastor, das lässt 2 Sonntage frei im Jahr. Du kannst fest mit uns rechnen am 4. Sonntag im Februar und am 3. Sonntag im August, vorausgesetzt, wir werden nicht durch unvorhersehbare Ereignisse verhindert.

Mit herzzlichen Grüßen, 
Ein treues Mitglied

Wir lächeln (berechtigterweise) über die ein oder andere Begründung, sind aber auch (berechtigterweise) über den ein oder anderen Grund beschämt. Garantiert sind nicht wenige dieser Überlegungen der Grund, warum morgen viele Gemeindestühle in Deutschland leer bleiben. Und Deiner?

Hinweis in eigener Sache:

Momentan reichen unsere Gemeindestühle in der CCFG noch so gerade. Wenn wir in Kürze in unser neues Gebäude umziehen werden, wird sich das ändern. WIR SUCHEN GEMEINDESTÜHLE! Nähere Angaben im Seitenfenster dieses Blogs.

Freitag, 5. April 2013

Zwei alte Frauen

Heute morgen las ich von zwei alten Frauen. Beide kämpften ums Überleben – irgendwie. Die erste lebte zu biblischen Zeiten, die zweite lebt immer noch.

Die erste wird in Markus 12 erwähnt. Gut, es wird nicht gesagt, dass sie alt war. Da Witwen aber in der Regel bereits etwas älter sind, stelle ich sie mir so vor, wie die Durschnittsmaler neutestamentlicher Bilder sie sich vorstellen: Alt, gebeugt und in Schwarz gekleidet.

Diese Witwe war eine erstaunliche Frau. Witwen erhielten damals keine Witwenrente. Sie waren oft arm dran, besonders, wenn sie kinderlos geblieben waren. Ihre Mittel waren sehr begrenzt. Leben um zu überleben, das muss das Motto vieler Witwen damals gewesen sein. Jesus aber beobachtet bei der Markus-12-Witwe, dass sie ALLES in den Opferkasten legt, was sie hatte, und das war etwa ein Cent. Womit hat sie denn das nächste Mittagessen bezahlt, das nächste Stück Seife oder Bündel Brennholz? Das sagt uns Markus nicht. Er berichtet nur, dass Jesus diese Witwe lobend hervorhebt und uns zum Vorbild setzt. „Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten gelegt als alle, die (so furchtbar viel) eingelegt haben. Denn alle haben von ihrem Überfluß eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut alles eingelegt, was sie hatte, ihren ganzen Lebensunterhalt.“

Meine Güte, und ich mache mir Gedanken um meine Rente in mehr als 10 Jahren, um meinen nächsten Urlaub oder das Benzingeld für einen Besuch in einer 400 km entfernten Stadt und darum, ob ich mir ein oder zwei neue Hemden kaufen kann. Was möchte Jesus mir durch die Witwe sagen? Geht es vielleicht um rückhaltloses Vertrauen? Um Prioritäten oder um Liebe?

Die Andere ist Luci aus Rumänien. Im Wartezimmer des Zahnarztes las ich über sie in der Monatszeitschrift der HMK. Am Tag ihres 26. Geburtstages wurde sie zu 4 Jahren Haft in einem der brutalsten Gefängnisse Rumäniens verurteilt. Ihr Vergehen: Evangelisation unter jungen Leuten. Hunger, Kälte und Kontaktsperre waren für sie am schlimmsten. Heute ist Luci 79 Jahre alt, kümmert sich um ihren 37jährigen, geistig behinderten Sohn und ihre alte Schwester, die sich nicht mehr um sich selbst kümmern kann. Luci selbst ist gesundheitlich nicht mehr auf der Höhe, arbeitet aber neben ihren Alltagsaufgaben auch noch in einer kleinen, rumänischen Gemeinde. Und sie bezeugt: „Gott gibt mir Kraft für meinen Weg.“

Und ich? Ich bin jünger, war nie im Knast, wurde nie ernsthaft verfolgt, habe 2 gesunde Kinder und kann mich betreffs Gesundheit nicht beklagen. Sicher geht das vielen von uns ähnlich. Dumm nur, dass wir so viele andere Gründe finden, uns zu beklagen. Legitime Gründe? Das muss jeder selbst entscheiden. Was möchte Jesus mir durch das Zeugnis von Luci sagen? Geht es vielleicht um Zufriedenheit mit Wenigem – Kraft für den nächsten Tag ... oder auch nur den nächsten Schritt? Geht es auch hier um Vertrauen, dass Gott sich kümmern wird, wenn ich es mal nicht mehr kann? Geht es darum, die Arbeit für Jesus nicht zu vernachlässigen, auch wenn unser Alltag mit vielen beschwerlichen Lasten gefüllt ist (die bei uns ja oft selbst auferlegt sind)? Oder geht es darum, in allem dankbar zu sein?

Zwei alte Frauen – zwei Zeugnisse. Gott redet zu uns durch Beispiele aus Seinem Wort und Er redet zu uns durch Vorbilder aus unseren Tagen. Wo wir denen folgen, die Jesus folgen, da hinterlassen auch wir Fußspuren, denen wiederum andere folgen können und gestärkt und angeleitet werden auf ihrem Weg mit Jesus.

Donnerstag, 4. April 2013

Hoffnungslos?

Man sagt,  24.000 Menschen verhungern täglich – 75% sind Kinder.
Man sagt, 4000 Kinder werden täglich umgebracht – abgetrieben
Man sagt, jährlich werden 555 qkm Regenwald abgeholzt oder abgebrannt
Man könnte fortfahren …

Und man könnte denken: Und? All das ist weit weg und betrifft mich wenig. Tatsache ist, dass mehr Menschen ohne Hoffnung unmittelbar um uns herum leben, als wir meinen. Da sind solche, die alle Hoffnung und Perspektive fürs Leben verloren haben. Nicht, weil jemand in Asien verhungert, sondern weil sein Herz verhungert aus Mangel an Lebenssinn.

Ungezählte Frauen gehen durch Depressionen als Folge einer Abtreibung, verfolgt von Schuldgefühlen und Verlassenheit. Millionen Ehen brechen auseinander. Kinder haben Angst, in Elternhäuser zurück zu gehen, in denen Missbrauch und Ablehnung auf sie warten. Eltern sind entsetzt und zerbrochen über die Suchtprobleme ihrer Kinder.
Man könnte fortfahren …

Aber anstatt fortzufahren möchte ich darauf hinweisen, DASS ES HOFFNUNG GIBT! In 1 Petrus 1:3 schreibt Petrus:
„In seinem grenzenlosen Erbarmen 
hat er (Jesus) uns neues Leben geschenkt.
Weil Jesus Christus von den Toten auferstanden ist,
haben wir die Hoffnung auf ein neues, ewiges Leben.“

Jesus hat die Hungrigen gespeist, die körperlich und emotionell Hungrigen.
Jesus hat den Toten neues Leben geschenkt, den physisch Toten, aber auch den emotionell und geistlich Toten.
Jesus hat denen eine neue Perspektive gegeben, die ohne Perspektive durchs Leben gingen und bereit waren, es zu beenden.

Niemand kann anderen Menschen ins Herz blicken – außer Jesus! Er sieht Deine Freuden und Deine Kämpfe. Gibt es Hoffnungslosigkeit in Dir, Gebiete, auf denen Du aufgeben möchtest?  Jesus weiß darum! Er kann und möchte helfen! Ich weiß, wovon ich rede. Er hat es in meinem Leben getan und im Leben von Millionen anderer Menschen. Warum gibt’s Du Ihm nicht eine Chance? Sprich mit Ihm! Sag Ihm, in welcher Situation Du Dich befindest! Bitte Ihn um Hilfe!

Wenn Du Fragen hast oder Kontakt möchtest, schreib mir unter: pastor[at]ccfg.de

Mittwoch, 3. April 2013

Gott braucht nicht viele Worte

Kennst du das? Du bist in einem angeregten Gespräch mit deinem Gegenüber. Du hast deine Sichtweise, die andere Person hat ihre. Du machst – wie du meinst - mit überzeugenden Worten deine Position klar. Und dann kommt die „Predigt“ vom Gegenüber. Lang! Immer neue Wiederholungen. Manchmal neu formuliert, manchmal wortwörtlich kopiert. Du hast deinen Gegenüber längst verstanden, aber immer wieder hörst du dieselben Argumente. Es  ist ermüdend und trotzdem nicht überzeugend.

Als Israel vor dem Roten Meer stand und maulte, das Meer vor sich, die feindlichen Armeen hinter sich, da brauchte Gott nicht viele Worte.

“Der Herr wird für euch streiten und ihr werdet stille sein!” (2 Mose 14:14)

Das war Gottes Zusage, eingekleidet in Zuspruch und der Aufforderung, ihm zu vertrauen. Viel gesagt mit wenigen Worten. Gott braucht nicht mehr. ER IST GOTT! Er ist der, der spricht – und es geschieht!

DER HERR wird für Sein Volk streiten! Das ist eine Tatsachenentscheidung, ein Faktum! Gott sprach dieses Versprechen aus, als das Leben Seines Volkes aufs Äußerste bedroht war. Kein Vor – kein Zurück – und kein Ausbrechen nach links oder rechts! Und mit wenigen Worten bringt Gott zum Ausdruck: „Entspannt Eich! Meine Sache!“

Wir alle brauchen diese Art göttlicher Zusage von Zeit zu Zeit. Manchmal in Zeiten der Veränderung, manchmal, wenn wir überarbeitet sind oder es im Dienst zu einem (scheinbaren) Stillstand gekommen ist. Gott sitzt immer noch im Chefsessel und hat alles unter Seiner Kontrolle. Er wird für Dich streiten und Du wirst stille sein. Damit weist uns Gott darauf hin, dass es keinen Grund zum Schreien und Lamentieren gibt. Er wird streiten – für uns! Für Dich und mich! Für unsere Sache!

Lasst uns Ihm vertrauen, egal in welchen Umständen wir uns befinden. GOTT IST FÜR UNS!