Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde,
segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet
für die, welche euch beleidigen und verfolgen. (Matthäus 5:43)
Ist
das überhaupt möglich? Dem, der sich beim Aldi vordrängelt, dem kann
man vielleicht nach einer bissigen Bemerkung oder einem entsprechenden
Blick noch vergeben. Dem, der seine Bananenschale in unser Blumenbeet
wirft auch noch. Aber einem echten Feind…? Hab ich den überhaupt?
Pastor Richard Wurmbrand, der selbst im kommunistischen Rumänien für
Christus gefoltert wurde, erzählt:
Ich
will Ihnen von einem Mann erzählen, der mit mir im Gefängnis war. Er
war ein Pastor und hieß Demitri. Die Wärter schlugen mit einem Hammer
auf seine Wirbelsäule ein. Als sie eine bestimmte Stelle trafen, wurde
er gelähmt. Er konnte nur noch seinen Hals bewegen, sonst nichts.
Sie
können sich vorstellen, was für eine große Tragödie das ist. Wenn Sie
in einem Spital oder daheim sind, haben Sie wenigstens eine Frau, eine
Mutter oder eine Schwester, die sich um Sie kümmert. Aber wie sollten
wir ihn pflegen? Es gab kein fließendes Wasser in der Zelle, um ihn zu
waschen. Es gab keine Bettwäsche, die wir wechseln konnten. Er lag da in
seinem Schmutz. Er konnte noch nicht einmal seine Hand ausstrecken, um
einen Becher Wasser zum Munde zu führen. Die anderen Insassen, die
laufen und arbeiten konnten, mußten draußen Zwangsarbeit verrichten. Sie
kamen erst am Abend zurück, und so lange mußte er auf seinen Becher
Wasser warten.
So lag er
einige Jahre lang im Gefängnis. Es war wie die Hölle auf Erden.
Schließlich wurde Demitri entlassen. Er war wieder bei seiner Familie
und seinen Freunden. Kein Arzt konnte ihm helfen, aber jetzt hatte er
liebevolle Hände, die ihn pflegten. Aber immer noch konnte er weder Hand
noch Fuß bewegen.
Eines
Tages klopfte jemand an seine Tür. Es war der Kommunist, der ihn zum
Krüppel geschlagen hatte. Er sagte: "Mein Herr. Glauben Sie nicht, daß
ich gekommen bin, um Sie um Vergebung zu bitten. Es gibt keine Vergebung
für das, was ich getan habe - weder auf Erden noch im Himmel. Sie sind
nicht der einzige, den ich so gefoltert habe. Sie können mir nicht
vergeben. Nein, niemand kann mir vergeben. Noch nicht einmal Gott. Mein
Verbrechen ist zu groß. Ich bin nur gekommen, um Ihnen zu sagen, wie
leid mir das tut, was ich getan habe. Von hier will ich dann fortgehen
und mich erhängen. Das ist alles." Er wendete sich zum Gehen.
Da
sagte der gelähmte Bruder, Demitri, zu ihm: "Mein Herr, in all den
Jahren habe ich niemals so sehr bedauert, meine Arme nicht bewegen zu
können, wie heute. Ich würde sie so gerne ausstrecken und Sie umarmen.
Seit Jahren habe ich für Sie Tag um Tag gebetet. Ich liebe Sie von
ganzem Herzen. Ihnen ist vergeben!" (Quelle: Stimme der Märtyrer Nr. 4/2006)
Manchmal
ist es hilfreich, über den Tellerrand hinauszublicken und denen einen
Blick zu gönnen, die in schwierigeren Situationen stecken als man
selbst. Das bringt Perspektive in das eigene Erleben und illustrieren
nicht selten, dass Gott nicht nur meint, was Er sagt, sondern auch die
Kraft zum Gehorsam dann gibt, wenn wir sie brauchen.
Der Vers aus
Matthäus 5:43 und das Zeugnis von Richard Wurmbrand forden mich heraus,
meine "kleinen Feinde" zu lieben. Am vergangenen Wochenende hörte ich
einen Satz von einem ehemaligen Missionar, der unter Moslems das
Evangelium verkündigt hat. Er sagte:
"Wir können nicht unseren Feinden das Evangelium verkündigen. Wir müssen sie lieben."
Nachdenkenswert! (Whg.v.13.4.10)
Montag, 10. September 2012
Sonntag, 9. September 2012
Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
(heute wieder mit Sonntagszitat am Ende)
SONNTAGSZITAT:
Der Galaterbrief:
Heil aus Gnade – durch Glauben an JESUS ALLEIN!
Predigttext
heute: Galater 5:16-18
17 Denn das Fleisch gelüstet
gegen den Geist4 und der Geist gegen das Fleisch; und
diese widerstreben einander, so daß ihr nicht das tut, was ihr wollt.
18 Wenn ihr aber vom Geist
geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.
Wir laden ein!
Begene JESUS!
Durch die Erklärung der Bibel
Durch Lieder und Musik!
Durch Gemeinschaft mit Jesus und miteinander!
Wir laden Dich herzlich ein, JESUS mit uns zu begegnen!
Außerdem:
Einladung zum Mittagessen
Angebot zu Seelsorge
persönlichem Gebet
und Gemeinschaft
Komm vorbei! Lass uns Dich kennenlernen!
Calvary Chapel Freier
Grund
Am hohen Rain 20
57290
Neunkirchen-Zeppenfeld
Beginn: 10:30 Uhr
SONNTAGSZITAT:
Gott
kommt spätestens zum richtigen
Zeitpunkt! (Quelle unbekannt)
Samstag, 8. September 2012
Woran glauben Christen (oder auch nicht)?
Obwohl ich Mathe nie gemocht habe – außer der
einen Stunde, in der ich den Stoff verstand – habe ich eine Schwäche für
Statistiken, Umfrageergebnisse und Auswertungen. Alles, soweit es einfach und
verständlich präsentiert wird. Hier sind einige Umfrageergebnisse, die noch
nicht zu lange zurück liegen. Die Barna Forschungsgruppe untersuchte die
Glaubensinhalte von Christen, die sich als wiedergeboren Gläubige bezeichnen.*
Die Resultate:
- 84% glauben an die Unfehlbarkeit (die absolute Zuverlässigkeit) der Bibel
- 50% glauben, dass Satan lediglich Symbolcharakter hat und kein reales Lebewesen ist
- 38% glauben, dass man sich einen Platz im
Himmel verdienen kann, wenn man nur gut genug ist
32% glauben in moralische Absolute wie Gut und Böse - 31% glauben, dass Jesus wie jeder andere gesündigt hat
- 26% glauben, dass alle Religionen gleich sind
- 15% halten die leibliche Auferstehung Jesu für unglaubwürdig
- 50% geben an, dass ihr Glaube absolute Hingabe bedeutet. Nur 50%!
Diese Umfrageergebnisse aus den USA sind
schockierend! Bei den letzten 50% muss man sofort ein dickes Fragezeichen
hinter das „wiedergeborene Christsein“ setzen. Ob man sich in Amerika schneller
als „wiedergeborenen Christen“ bezeichnet, mag dahingestellt sein. Ich gehe
jedoch davon aus, dass eine Umfrage unter wiedergeborenen Christen in
Deutschland ähnliche Ergebnisse zeigen würde. Verschiedene Schlüsse lassen sich
aus diesen Resultaten ziehen:
- Sich als wiedergeborene Christen zu bezeichnen, ist offenbar keine Garantie, die heilsnotwendigen Grundwahrheiten verstanden zu haben. Nicht eine Bezeichnung, die sich jemand gibt, bringt Rettung, sondern der lebendige (biblische) Glaube an Jesus.
- Gesunde Lehre ist und bleibt unverzichtbar! Nicht nur sollen wir nach dem Vorbild Jesus die klare Lehre des Heils denen verkündigen, die Jesus noch nicht kennen. Wir sollen außerdem alle zu Jüngern machen, die sich entschlossen haben, Jesus nachzufolgen. Das bedeutet regelmäßige, intensive, biblische Lehre.
„Mein
Volk geht zugrunde aus Mangel an Erkenntnis!“ (Hosea 4:6)
lamentiert Gott durch den Propheten Hosea. „...
darum daß es nicht lernen will“, übersetzte Luther.
Ein Problem mag darin bestehen, dass Gottes
Volk meint, es gäbe nicht viel mehr zu erkennen als man bereits kennt. Das ist
der Anfang vom Ende (... vom Ende geistlichen Wachstums, vom Ende überfließender
Freude, geistgewirkten Lebens, etc.). Wenn wir aufhören, Jesus besser zu
erkennen, gehen wir zugrunde. In diesem Punkt gilt: Stillstand ist Rückgang!
Wenn Gottes Volk erneut danach strebt, JESUS
besser zu erkennen und neu Gefallen daran findet, Ihn zu lieben und Ihm
konsequenter zu folgen, fallen sie (glücklicherweise) aus den meisten der oben
erwähnten Umfrageergebnisse heraus. Das wird das Leben jedes Einzelnen
bereichern und das Leben der Gemeinde revolutionieren. Salz, Licht, Freude,
Befreiung, Hoffnung, Kraft und Sieg werden individuelle und kollektive Folgen
sein!
* Quelle: www.barna.org
Freitag, 7. September 2012
Vögelchen, Kuhfladen und Du
In seinem ausgezeichneten Buch „Under His
Influence“ (Unter
Seinem Einfluss) schreibt Lloyd Pulley über die
Notwendigkeit eines Lebens, das sich dem Heiligen Geist unterordnet. In
Kapitel 4 geht es um die Zeichen eines Lebens, das Gott ganz hingegeben ist.
Zur Illustration gebraucht Pulley die
Geschichte eines kleinen Vogels, der einen zu späten Abflug macht gen Süden, um
dem kalten Winter zu entkommen. Es war bereits kalt und irgendwann froren ihm
die kleinen Flügel ein. Er stürzte in die Tiefe und fiel auf eine harte Wiese,
wo er vor sich hin zitterte, dem sicheren Tod entgegen. Wie es sich begab, war
noch Vieh auf der Weide, und bevor er wusste, was ihm geschah, wurde der kleine
Vogel plötzlich in ein Bett warmen Kuhdungs gebettet. Langsam taute der Kleine
auf, und während die Wärme in ihn zurückkehrte, begann er, erleichtert zu
zirpen. Eine Katze ganz in der Nähe hörte das Gezwitscher. Sie entschloss sich,
der Sache auf den Grund zu gehen. Sie fand den Vogel, grub ihn aus dem
Kuhfladen heraus und verspeiste ihn.
Schade, dachte ich
beim Lesen. Pulley gibt der Geschichte kein lustiges Happy End. Dafür aber drei gute Lektionen:
- Nicht jeder, der Dir einen Haufen Mist bereitet, ist Dein Feind. (Lerne, zwischen denen zu unterscheiden, die Dir übel wollen und denen, die Dein Bestes suchen)
- Nicht jeder, der Dir aus dem Mist hift, ist Dein Freund. (Denen zuzuhören, die Dir nach dem Mund reden und Dich verwöhnen, wird Dich ruinieren)
- Und das Wichtigste: Wenn Du im Mist steckst, halt den Mund! (Dummheit wird meistens durch die Zunge bewiesen)
Mit dieser
schlussendlich doch noch lustigen Anekdote möchte Pulley darauf hinweisen,
dass unsere Rede zum Ausdruck bringt, ob wir unter dem Einfluss des Heiligen
Geistes stehen oder nicht. Er zitiert die Verse aus Epheser 5:18-21, in denen
es heißt:
Und saufet euch nicht voll Wein, daraus ein
unordentlich Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes: redet untereinander in
Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singet und spielet dem HERRN
in eurem Herzen und saget Dank allezeit für alles Gott und dem Vater in dem
Namen unsers HERRN Jesu Christi, und seid untereinander untertan in der Furcht
Gottes.
Pulley erwähnt nicht nur Worte als Beweis,
dass ein Mensch mit dem Heiligen Geist erfüllt ist. Aber unsere Worte gehören
mit Sicherheit dazu und spielen eine große Rolle. Er weist darauf hin, was
Worte ausrichten können. Sie können heilen und zerstören, abstoßen und
anziehen.
Ich musste an den Tag zuvor denken, als ein
Autofahrer meine ganze rechte Seite nassgespritzt hatte. Die Reaktion durch
meine Worte bezeugte in jenem Moment weder die Fülle des Heiligen Geistes noch
eine demütige Haltung. Leider!
Ein
Wort geredet zu seiner Zeit, ist wie goldene Äpfel
auf silbernen Schalen.(Sprüche 25:11)
Unter dem Einfluss des Heiligen Geistes sind
unsere Worte goldene Äpfel auf silbernen Schalen und haben eine unverkennbar
gute Auswirkung auf andere.
Donnerstag, 6. September 2012
Freiheit (Teil 2)
Gestern haben wir uns Gedanken darüber gemacht, dass Freiheit nicht
bedeutet, wohlhabend, froh, gesund und frei von Problemen zu sein, sondern in
einer lebendigen Verbindung mit Jesus zu stehen. Wer verbunden ist mit Jesus
ist frei. Aber jetzt fangen manchmal zusätzliche Probleme an, nämlich die
Probleme, mit der Freiheit umzugehen.
In seinem Buch „Heraus aus
der Sklaverei“ beschreibt der Autor, Booker T.
Washington, die Ereignisse der schwarzen Bevölkerung in
den USA in der Nacht, als ihnen die Freiheit aus der Sklaverei verkündigt
wurde. Es heißt:
"Es gab keinen Schlaf in der Nacht. Alles war in Aufregung und Erwartung. Früh am Morgen rief man uns. Die Erklärung wurde verlesen und uns wurde gesagt, daß wir frei seien und gehen konnten, wann und wohin es uns gefiel. Es gab großen Jubel, gefolgt von wilden extatischen Szenen. Aber", so schreibt der Autor weiter, "die wilde Freude währte nicht lange. Als die Schwarzen in ihre Kabinen zurückgekehrt waren, veränderten sich ihre Gefühle deutlich. Die große Verantwortung, frei zu sein, schien sie zu erschrecken. Es war, als würde man einen jungen Menschen von zehn oder zwölf Jahren plötzlich sich selbst überlassen. Innerhalb weniger Minuten hörte die wilde Freude auf und ein Gefühl tiefer Schwermut schien die Sklavenkabinen zu erfüllen. Jetzt, wo sie frei waren, empfanden sie den Besitz der Freiheit eine ernstere Angelegenheit, als sie erwartet hatten.“ (Eigenübersetzung)
Diese
Szenen illustrieren den kurzen Satz:
„Die größten Schwierigkeiten eines
Menschen beginnen,
wenn er frei ist zu tun, was er will."
Freiheit
bringt Verantwortung. Davon redet Paulus in Galater 5:13. Damit niemand in der
herrlichen Freiheit, zu der Jesus uns befreit, in ein „Loch“ oder gar in Sünde
fällt, schreibt er:
„(In eurer Freiheit) ... dienet
einander durch die Liebe!“
Jesus befreit. Und um uns vor Schwierigkeiten zu
bewahren, gibt Er uns eine Verantwortung: „DIENET einander durch die Liebe“
Jesus selbst hat uns vorgemacht, wie das gehen soll und wie wir Ihm
folgen sollen. Er kam aus der Ewigkeit, der Herrlichkeit, aus der unmittelbaren
Gegenwart des Vaters. Er kam aus der vollkommenen göttlichen Freiheit – hinein
in unsere Unvollkommenenheit, Sünde und menschliche Begrenztheit.
War Jesus frei? Klar war Er frei! Absolut! War Er froh? Ja, froh und fröhlich! Und wie lebte Er? Er hielt
das, was Er aufgab, nicht wie einen Raub fest! Er machte sich selbst zu nichts,
kleidete sich in Menschlichkeit und diente bis zum stellvertretenden Tod am
Kreuz.
Jesus macht uns vor, wie ein Leben in der Freiheit aussieht: Ein Leben in
Freiheit ist ein Leben des liebevollen Dienens. Genau das lehrt Paulus in
Galater 5:13:
Ihr seid zur Freiheit berufen. Macht diese
Freiheit nicht zu einer Entschuldigung für die Sünde, sondern dienet einander
durch die Liebe!
Jesus machts vor – Wir folgen Ihm
nach! Herrliche Freiheit!
Mittwoch, 5. September 2012
Freiheit
"Steht nun fest in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat“
(Galater 5:13)
Was bedeutet Freiheit, Freiheit in Jesus,
Freiheit durch Jesus? Frei zu sein verstehen viele als „frei von Sorgen,“ „frei von Traurigkeit,“ „frei von finanziellen
Problemen,“ „frei von Krankheit“ und ähnlichem. Aber ist es das, was Paulus
gemeint hat? Hat Jesus uns befreit zu ununterbrochener Sorglosigkeit, Freude,
Gesundheit und Wohlstand? – die Bibel lehrt es anders!
Gemäß
Gottes Wort bedeutet Freiheit nicht, dass alles im Leben wie geschmiert funktioniert. Das
war auch bei Jesus nicht so. Er wurde ständig angegriffen. In Nazareth
versuchte man, ihn umzubringen. Oft wurde an Anschlägen gebastelt.
Verleumdungen waren Tagesgeschäft. Nein,
bei Jesus lief nicht immer alles wie geschmiert.
Freiheit
bedeutet auch nicht, frei zu sein von aller Trauer. Jesus weinte, als er vor
Lazarus’ Grab stand, ebenso wie über die geistliche Verstockung Jerusalems.
Seine Jünger macht er in Johannes 16:22 aufmerksam:
Auch ihr nun habt jetzt zwar Traurigkeit;
aber ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird
sich freuen,
und eure Freude nimmt niemand von euch. (Johannes 16:22)
Freiheit schließt
Traurigkeit nicht unbedingt aus, obwohl Gott trösten kann und
will. Er sagt in Matthäus 5:4:
Selig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet
werden!
Freiheit
bedeutet auch nicht, frei zu sein von finanziellen Problemen. Die Witwe, die
ihr letztes Geld in den Opferstock warf, nennt Jesus „arm.“ Auch Paulus
bekennt, dass er gelernt hat, in Armut zufrieden zu sein. Freiheit bedeutet also nicht, keine finanziellen
Nöte mehr zu haben – obwohl Gott versorgen kann und will. Er sagt
in Matthäus 6:32: „Euer
himmlischer Vater weiß um alles, was Ihr braucht“ und fährt im nächsten Vers fort: „Trachtet zuerst nach Gottes Reich und Seiner
Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.“
Freiheit
bedeutet auch nicht, frei zu sein von allen Krankheiten. Dass Paulus eine
körperliche Schwäche hatte, ist bekannt. Dass Timotheus Magenprobleme hatte,
auch. Genauso wie die Tatsache, dass Epaphroditus dem Paulus fast unter der
Hand gestorben wäre. Freiheit schließt nicht automatisch Gesundheit mit ein, obwohl
Gott heilen kann und Jesus für unsere Krankheiten gestorben ist. Er hat geheilt
und heilt auch heute noch, wo und wann ER will.
Freiheit
bedeutet auch nicht, frei zu sein von allem Stress. Wenn
einer Stress hatte, dann war das ja wohl Paulus. Er beschreibt sein Leben
in 2 Korinther 11:23b-28 (gekürzt):
„Ich habe weit mehr Mühsal, über die Maßen viele Schläge
ausgestanden, war weit mehr in Gefängnissen, öfters in Todesgefahren. Von den
Juden habe ich 5x 40 Schläge weniger einen empfangen; Dreimal bin ich mit Ruten
geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einen
Tag und eine Nacht ... in der Tiefe zugebracht. Ich bin oftmals auf Reisen gewesen,
in Gefahren auf Flüssen, in Gefahren durch Räuber, in Gefahren vom eigenen
Volk, ... von Heiden, in Gefahren in der Stadt, ... in der Wüste, ... auf dem Meer, in Gefahren unter falschen
Brüdern; in Arbeit und Mühe, oftmals in
Nachtwachen, in Hunger und Durst; oftmals in Fasten, in Kälte und Blöße; zu alledem ... die Sorge für alle Gemeinden“
Freiheit
schließt nicht automatisch Stress aus, obwohl Gott Kraft schenken
kann, will und tut! Paulus bekennt: Ich bin frei und ich vermag alles, durch
den, der mich mächtig macht: Christus!
Freiheit
bedeutet nicht, frei zu sein von allen Familienproblemen. Jesus warnt,
dass seine Nachfolger von ihren eigenen Verwandten verfolgt würden. Selbst Jesus wurde von Seinen Brüdern zunächst
nicht anerkannt. Freiheit bedeutet nicht automatisch „Harmonie zu Hause,“ obwohl
Gott uns ermutigt, auch unsere Familienprobleme zu Ihm zu bringen. Hannah hat das
getan, David ebenso und sicher auch der Vater des verlorenen Sohnes in Lukas 15
Was möchte ich sagen? Ich möchte deutlich
machen, dass Freiheit nicht bedeutet, dass im Leben immer alles hundertprozentig
läuft. Im Sinne von:
- Bin ich traurig – dann kann ich ja wohl nicht frei sein
- Bin ich krank – kann ich nicht frei sein
- Hab ich Probleme in der Familie, bin ich noch nicht richtig frei
- Bin ich zu müde und überarbeitet – kann ich mich nicht als frei bezeichnen
- MITTEN IN meiner Traurigkeit suche ich Ihn
- MITTEN IN meiner Krankheit befehle ich mich Ihm an
- IN meiner Not komme ich und bespreche sie mit Ihm
- IN meinen Problemen finde ich einen Abladeplatz
Freiheit
bedeutet: Wir erfahren, dass wir getragen werden. Wir werden getröstet,
versorgt und gestärkt.
Bist
Du frei? Ich weiß es nicht! Kannst Du
frei sein? Definitiv ja! Nicht unbedingt
frei von Traurigkeit, aber mitten in Traurigkeit. Vielleicht
nicht frei von Problemen – aber mitten in Deinen
Problemen.
Jesus
lädt Dich heute ein (Johannes
8:36):
Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr
wirklich frei.
Dienstag, 4. September 2012
Wäre Jesus vor 43 Jahren wiedergekommen ...
Kürzlich feierten wir in unserer Gemeinde das Abendmahl. Wir feiern es Mittwochsabends regelmäßig nach der Bibellehre und einmal monatlich im Gottesdienst. Im vergangenen Monat wurde mir dabei Gottes Gnade ganz neu bewusst.
Beim Abendmahl erinnern wir uns an verschiedene Tatsachen. Wir erinnern uns an den Leib Jesu, der für uns gefoltert wurde und ans Kreuz genagelt wurde. Das ist Gnade! Wir erinnern uns an das Blut Jesu, das den Preis bezahlt hat für alle unsere Übertretungen und uns rein wäscht von aller Sünde. Das ist auch Gnade! Somit ist das Abendmahl eine Erinnerung dessen, was Jesus für uns getan hat - ein Erinnern an Seine Gnade.
Gleichzeitig hat Jesus auch bei der Einsetzung des Abendmahls auf die Zukunft hingewiesen. Er sagt beim letzten Mahl mit seinen Jüngern in Markus 14:25:
Wahrlich, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, da ich es neu trinken werde im Reich Gottes.
Außerdem sagt Jesus, nachdem er das Abendmahl als regelmäßiges Mahl für seine Jünger eingesetzt hatte in Lukas 22:19:
Dies tut zu meinem Gedächtnis!
Oft muss ich an die Aussage von Markus 14:25 denken, wenn ich am Abendmahl teilnehme. Das Abendmahl erinnert uns daran, dass wir es einmal gemeinsam in der unmittelbaren und sichtbaren Gegenwart Jesu einnehmen werden. Das ist zukünftige Gnade! Dazu wird Jesus wiederkommen, um uns zu sich in die Herrlichkeit zu holen. Den Zeitpunkt dafür wissen wir nicht, dass es eintreffen wird ist sicherer als das Amen in der Kirche!
Was mich aber so erstaunte beim letzten Abendmahl in unserer Gemeinde war das Gebet eines Teilnehmers: "Herr, hab Dank, dass Du noch nicht vor 40 Jahren wiedergekommen bist!" Und ich musste denken: Wie recht er hat! Wenn Jesus vor 43 Jahren wiedergekommen wäre, wäre ich nicht mit Ihm gegangen, sondern zurück geblieben. Die Tatsache, dass die Gnadenzeit noch anhält, hat mich ins Himmelreich gebracht - und wahrscheinlich ebenso die meisten, die diese Zeilen lesen. Ja, in diesem Zwiespalt leben wir. Auf der einen Seite sind wir dankbar für das vergossene Blut Jesu, dass uns von aller Schuld reinigt. Und wir sehnen uns nach Seiner Wiederkunft und beten: "Maranatha!" "Komme bald!" Und andererseits haben wir Gottes Gnade geschmeckt, indem er die Gnadenzeit verlängert hat, weil er nicht möchte, dass Menschen am Angebot des Heils vorbeigehen. Das hat mir das Leben gerettet! Darum ist es mein Gebet: Ja, Herr, komme bald - und bis Du kommst, lass mich vielen den Anstoß geben, mitzukommen, auf dem Weg, der zu Dir führt." Vielleicht kommt er heute. (Whg.v.12.4.10)
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