„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Dienstag, 12. Oktober 2010

Nur, wenn unsere Liebe stärker ist …


Das örtliche Fitness Studio, in dem ich Mitglied bin, ist nicht wirklich meine erste Wahl der Freizeitbeschäftigung. Zu meinem 50sten Geburtstag haben mir unsere Kinder einen Gutschein geschenkt, der die ersten 6 Wochen Fitnesstraining abdeckte. Mittlerweile sind aus 6 Wochen über 140 geworden. Aber es kostet mich immer noch Überwindung. Um den Kampf zu gewinnen, lese ich, wenn ich auf dem Laufband laufe oder mich schwitzend auf dem Rad abstrample. 

Kürzlich habe ich zwei Bücher förmlich verschlungen. Beide hat Bruder Andrew von Open Doors geschrieben. Das eine trägt den Titel: „Verräter ihres Glaubens“ und erzählt die Geschichte von Menschen in einem Land des Mittleren Ostens. Sie kommen zum Glauben an Jesus und erfahren als Konsequenz furchtbare Verfolgung und Schwierigkeiten. Das Buch ist in Romanform geschrieben, sehr fesselnd und leicht zu lesen. 

Das zweite Buch heißt: „Licht zwischen den Fronten“ und beschreibt Bruder Andrews ausführliche Reisen im Nahen Osten und seine Liebe, die sich nach allen ausstreckt, Juden, Christen und Moslems. Ausführlich werden seine Begegnungen mit arabischen und palästinensischen Christen beschrieben, ihr Leiden und ihre Kämpfe. Viel wird geschrieben über Bruder Andrews Besuche bei den Führern verschiedener Organisationen, wie die Hamas, die PLO oder Hisbollah. Die meisten Christen würden nicht einmal einen Gedanken daran verschwenden, für die Leiter dieser Organisationen zu beten. Bruder Andrew tut nicht nur das. Er besucht sie auch, erzählt ihnen von Jesus und betet mit ihnen. Er lässt das Licht des Evangeliums dort scheinen, wo die Dunkelheit am dunkelsten ist und wo es am dringendsten gebraucht wird. Und da kommt der Satz aus dem Buch rein, den ich nicht vergessen kann. Er lautete etwa so: 

„Wenn Christen Moslems für Jesus gewinnen möchten, muss ihre Liebe stärker sein als ihr Hass!“ 

Wenn unsere Liebe also stärker ist als ihr Hass – dann wird Liebe gewinnen und Liebe wird viele für den Retter gewinnen. Das Problem liegt darin, dass wir gewöhnlich bereit sind, alle möglichen Menschen zu lieben – nur nicht die Feinde des Kreuzes. Jesus fordert uns auf, unsere Feinde zu lieben, aber wir beschränken unsere Liebe auf andere Christen, auf Israel und auch auf Nichtchristen, die irgendwo toleranter scheinen. Wir wählen den einfacheren Weg und ignorieren den Auftrag Jesu, der immer noch Gültigkeit hat: "Liebet eure Feinde!" Auch Jesu Beispiel hat immer noch Gültigkeit: die Ungeliebten zu lieben und für sie zu beten. Ebenso haben seine Worte noch Gültigkeit: Ein Herz ohne Liebe ist wie ein schallendes Erz: wertlos! Aber wir alle können verändert werden. Ich selbst habe Veränderung erfahren als Gott 1977 einige innere Einstellungen in meinem Leben verändert hat, die mein Leben radikal in eine neue Richtung gelenkt haben.

„Wenn wir Moslems für Jesus gewinnen möchten, muss unsere Liebe stärker sein als ihr Hass!“ 
Wir alle leben in einer zunehmend feindseligen Welt. Aber das muss uns nicht überraschen. Jesus hat uns das bereits im Voraus prophezeit. Als Nachfolger Jesu dürfen wir unsere Herzen nicht mit einer Islamphobie füllen lassen. Wir sollten vielmehr unsere Herzen durchforschen, uns von allem abwenden, was nicht Jesus-ähnlich ist und uns erfüllen lassen mit seiner Liebe. Diese Liebe wird uns aktivieren, das Licht Jesu dort scheinen zu lassen, wo es am dunkelsten ist.

PS: Kämpfst Du damit, deine (moslemischen) Nachbarn zu lieben? Lies eins oder beide der oben erwähnten Bücher und lass Gott sie benutzen, dich zu inspirieren.

Montag, 11. Oktober 2010

BEISPIELBRIEF

Dieser Brief darf kopiert und eingefügt werden. Er darf verändert werden. Adressen, an die man den Brief schicken kann gibts es oben auf der Seite von Pastor Youcef Nadarkhani (hier klicken)

Deutscher Text in ROT 
Englischer Text in GRÜN
Nicht vergessen, nach dem Einfügen die Textfarbe zu ändern. 

Exzellenz,

mit diesem Brief möchte ich mich erneut für den im Iran inhaftierten Pastor, Youcef Nadarkhani, einsetzen.

Er ist seit 2009 in verschiedenen Gefängnissen des Landes inhaftiert und des "Abfalls vom islamischen Glauben" wie auch der "Verbreitung nichtislamischer Lehren" beschuldigt.

Seit dem 22. September 2010 ist er durch das Revolutionsgericht zum Tod durch den Strang verurteilt worden. Die dritte Kammer des Obersten Gerichtshofs von Qom hat das Urteil mittlerweile bestätigt.

In dem von der Islamischen Republik des Iran unterzeichneten Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte heißt es in Artikel 18:

(1) Jedermann hat das Recht auf Religionsfreiheit. Dieses Recht umfasst die Freiheit, eine Religion eigener Wahl zu haben oder anzunehmen, und die Freiheit, seine Religion allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Gottesdienst, Beachtung religiöser Bräuche, Ausübung und Unterricht zu bekunden.
(2) Niemand darf durch Zwang in seinem Recht auf Religionsfreiheit eingeschränkt werden.

Eine unmittelbare Exekution von Herrn Youcef Nadarkhani scheint bevorzustehen. Ich appelliere dringend an Sie, sich für eine sofortige Freilassung von Herrn Youcef Nadarkhani einzusetzen.

Hochachtungsvoll


Excellence,

With this letter I would like to once again appeal for the release of pastor Youcef Nadarkhani, who is jailed in the Islamic Republic of Iran.

He has been imprisoned in various jails in the country since 2009, being accused of “appostacy” as well as "spreading non-Islamic teachings”.

In September 22, 2010 he was sentenced by the Revolutionary Court to death by hanging. The Third Chamber of the Supreme Court of Qom confirmed the verdict.

The Islamic Republic of Iran signed the International Covenant on Civil and Political Rights, which  states in article 18:

(1)
Everyone has the right to freedom of thought, conscience and religion; this right includes freedom to change his religion or belief, and freedom, either alone or in community with others and in public or private, to manifest his religion or belief in teaching, practice, worship and observance.

An execution of Mr. Youcef Nadarkhani seems imminent. I urge you to work for an immediate release of Mr Youcef Nadarkhani.

Respectfully,

Samstag, 9. Oktober 2010

Die Schriftlesung


Dieser Tage erhielt ich eine Email mit folgender Anekdote. Quelle unbekannt:

Dr. David Hocking, ein evangelikaler, amerikanischer Bibellehrer, war als Gastredner zu einer besonderen Festlichkeit eingeladen. Wie es so oft geht, zog sich der Abend hin und es wurde spät. Als schließlich der Organisator des Abends aufstand, um Dr. Hocking vorzustellen,  lehnte sich ein Mitorganisator hinüber zu dem Gast und flüsterte ihm zu: „Weil die Zeit bereits so weit fortgeschritten ist, könnte man es vielleicht so halten, dass Sie auf die Schriftlesung verzichten und gleich übergehen zu ihrer Predigt?“

Nachdem die Vorstellung des Redners beendet war, erhob sich Dr. Hocking und ging zum Rednerpult. Mit einem freundlichen Lächeln öffnete er seine Bibel und erklärte seinen Zuhörern: „Weil die Zeit soweit fortgeschritten ist, möchte ich es so halten, dass ich auf meine Predigt verzichte und Ihnen nur noch etwas aus der Bibel vorlese.“

Die Bedeutung seiner Worte ist offensichtlich. Wenn wir die Wahl haben zwischen den Worten der Menschen und Gottes Wort, reicht das Wort Gottes aus! Tatsächlich ist es genau das, zu dem sich König Josiah entschloss, an dem Tag, als das Gesetz des Herrn im Tempel gefunden und ihm gebracht wurde. Man stelle sich vor: Das Wort Gottes war so vernachlässigt und vergessen worden, dass es in einer muffigen Ecke des Tempels verloren ging und nicht eher gefunden wurde, bis dass Josiahs Reformen neue Finanzen in die Schatzkammern gebracht hatten. Judah verstand sich immer noch als auserwähltes Volk Gottes. Sie praktizierten immer noch religiöse Anbetung. Aber sie hatten jegliches Anliegen für die heiligen Schriften verloren.

Josiah allerdings hatte ein Herz für Gott und keinen Sinn für Abfall von Ihm. Im Alter von 16 Jahren begann er eine Kampagne, die die Ausrottung des Götzendienstes und die Zerstörung heidnischer Tempel beinhaltete. Dann, im achtzehnten Jahre seiner Herrschaft, wurde das Gesetz gefunden und ihm gebracht. Zum ersten Mal las er mit seinen eigenen Augen das Wort Gottes. Der König wurde nicht nur zur Umkehr bewegt, er wurde bewegt, vor seinem Volk zu stehen und das Gesetz laut vorzulesen.

Heute würden wir Josiah raten, eine Predigt zu halten. Oder ein Buch zu schreiben. Oder einen neuen Dienst zu beginnen. Allerdings gibt es keinen Zweifel an der Tatsache, dass Josiah es bevorzugen würde, sich einfach vor sein Volk zu stellen und ihnen das Wort Gottes vorzulesen.

Du wirst nicht lange suchen müssen nach Dingen, die Gottes Wort aus deinem Leben hinausdrängen werden. Die Alltagsroutine kann dein Leben mit so viel Aktivitäten füllen, dass die Bibel einfach in eine Eckle gedrängt wird, wo sie Staub fängt. Die Vernachlässigiung der Bibel belegt einen der obersten Ränge auf der Liste der Dinge, die unser christliches Leben der Kraft und Freude berauben.

Wo immer du dich im Leben befindest, erneuere heute Deine Hingabe, nichts zwischen Dich und deine tägliche Zeit im Wort Gottes kommen zu lassen. Wenn nötig, identifiziere, was immer dir die Stille Zeit raubt – und kümmer dich dann darum!

Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. (Hebräer 4:12)

Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute macht.
(Psalm 19:163)

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Menschen, die ermutigen

Und lasst uns aufeinander achthaben, um uns zur Liebe und zu guten Werken anzureizen, indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermuntern, und das umso mehr, je mehr ihr den Tag herannahen seht!  (Hebräer 10: 24-25)

Dieser Vers belehrt uns, dass das gegenseitige Anspornen zur Liebe und zu guten Werken nicht dann geschieht, wenn wir gerade und zufällig mal einen hellen Augenblick haben und uns ein guter Gedanke trifft wie ein Blitz aus heiterm Himmel. Es wäre ein trauriges Leben als Christ, wenn solcher Ansporn und gegenseitiges Ermutigen so selten käme wie ein Blitzeinschlag. Der Herr fordert uns auf, „aufeinander achtzuhaben,“ wie wir auf einander dienen können. Das schließt akives Überlegen mit ein. Wann war das letzte Mal, dass wir uns einen Augenblick (oder länger) Zeit genommen haben um zu überlegen, wie wir unsere Geschwister ermutigen können?

In der Vergangenheit habe ich immer wieder Menschen kennengelernt, in deren Gegenwart ich mich richtig wohl gefühlt habe. Warum? Weil sie ausgesprochen positiv, aufbauend, ermutigend und ehrlich waren. Und was sie sagten, klang sogar ehrlich und aufrichtig. So etwas ist erfrischend!

Würdest Du Dir heute mit mir die Mühe machen, Dir zu überlegen, wie Du Menschen, mit denen Du heute zu tun hast, aufrichtig ermutigen kannst? Vielleicht braucht es ein paar Minuten, darüber nachzudenken, aber Der Ertrag dieser Zeit wird bis in die Ewigkeit reichen! Fröhliches Nachdenken!

Dienstag, 5. Oktober 2010

Erntedank


Das war am letzten Sonntag – und viele haben’s nicht mal bemerkt! Kurz vor dem vergangenen Wochenende unterhielt ich mich mit einer Bekannten, wie wir das Erntedankfest feiern wollten. DAS wir es feiern wollten, war keine Frage. Der Hinweis auf unseren himmlischen Versorger, der Dank für Regen, Wind und Sonne, und das Bewusstsein, dass Milch, Brot, Gemüse und Obst ihren Ursprung nicht im Supermarkt haben, sondern in Gottes herrlicher Natur, schien wichtig genug, um daran zu erinnern.

Wie groß waren unsere Kinderaugen, als wir vor einigen Jahrzehnten in der Kirche saßen, deren buntgeschmückter Altarraum überquoll mit gebundenen Garben, roten und grünen Äpfeln, Weintrauben, Broten, Kürbissen und anderen Ernteprodukten. Aber es war nicht nur die Dekoration, die uns beeindruckte. Lieder hoben Gottes Fürsorge hervor, Predigt und Gebete dankten für Seine Treue.

Heute kommt die Milch aus dem Tetrapack, Brot vom Bäcker und Gemüse aus dem Discounter. Weiter zurück verfolgt man es selten; manchmal vielleicht noch aus biologisch-gesundheitlichen Gründen. Die Geschäfte für die Lebensmittel – die Kirche für Gott! Die Verbindung zwischen beiden ist vielfach verloren gegangen.

In der Bibel werden wir immer wieder an Gottes Güte erinnert. Paulus betont, dass wir Gott den Regen und die guten Ernten verdanken. Gott ist es, der uns zu essen gibt und uns glücklich macht, wie auch die folgenden Verse der Bibel bezeugen:

„ Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (Gottes Aussage in 1 Mose 8:22)

„Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ (Gottes Handeln beschrieben in Matthäus 5:45)

„Er (hat) sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.“ (Apostelgeschichte 14:17)

Ein Sonntag wie der vergangene Erntedanktag bietet eine gute Gelegenheit, Gott für Seine Treue und Fürsorge zu danken. Das schließt Dank für unsere Nahrung mit ein, aber nicht Dank für andere Segnungenen aus. Und das muss auch nicht auf einen einzelnen Tag begrenzt bleiben. Ein dankbares Herz dürfen wir in diese Woche – und in den Rest  unseres Lebens –  mitnehmen.  Heute schon gedankt?

Montag, 4. Oktober 2010

Bist Du erfüllt mit dem Heiligen Geist?


Bin ich erfüllt mit dem Heiligen Geist?

Wie viele Christen sich wohl diese Frage stellen? GUT, wenn sie es tun! Denn mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sein ist nicht ein Vorschlag Gottes, sondern eine Aufforderung.

„Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet voll Geistes!“ (Epheser 5:18)

Gut. Der Herr hat es klar zum Ausdruck gebracht: Nicht Wein, sondern der Heilige Geist soll uns erfüllen. Aber während es offensichtlich ist, wenn ich „voll bin mit Wein“, gibt es denn auch offensichtliche Zeichen, wenn ich mit dem Heiligen Geist erfüllt bin? Viele Jesusjünger suchen die Erfüllung mit dem Heiligen Geist, wissen aber nicht, wann der Zeitpunkt gekommen ist, Gott für die erhaltene Fülle des Geistes zu danken. In den Versen, die der Aufforderung folgen, erfüllt zu sein, finden wir die Zeichen, die denen folgen, die erfüllt sind. Sicher ist es keine vollständige Liste, aber es sind markante Merkmale. Wenn diese Zeichen fehlen, fehlt uns auch die Fülle des Geistes in unserem Leben. Und was sind diese Zeichen?

„Redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen!“ (Epheser 5:19)

Vers 19 sagt uns, dass Menschen, die mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, Gott preisen, und zwar IM HERZEN ebenso wie MIT DEM MUND. Beides gehört zusammen. Außerdem geschieht der Lobpreis durch REDEN ebenso wie durch SINGEN. Du magst oder kannst nicht singen? Wenn Du mit dem Heiligen Geist erfüllt bist, magst und kannst Du’s! Nicht unbedingt richtig und schön für Menschenohren, aber herrlich für Gottes Ohren!

„Sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus!“ (Epheser 5:20)

Vs 20 erwähnt ein anderes Kennzeichen eines geisterfüllten Christen. Dankbarkeit für alles. Nicht nur IN allem, sondern FÜR alles. (Das schließt Sünde selbstverständlich aus.). Das geschieht nur, wenn wir Gott vertrauen, dass Er in allem die Kontrolle behält, dass Seine Gnade und Liebe beständig ist, auch wenn wir es manchmal nicht erkennen können. Aber diese Erkenntnis in uns bewirkt Sein Geist.

„Ordnet euch einander unter in der Furcht Gottes!“ (Epheser 5:21

Das dritte Merkmal eines geisterfüllten Christen ist eine freiwillige Unterordnung, ein „den Anderen höher achten als sich selbst!“ Sicher, das ist nicht das Normale in unserer Gesellschaft. Aber geisterfüllte Christen sind leider auch nicht die Norm der Gesellschaft. Salz und Licht in der Gesellschaft sind wir hoffentlich schon!

Diese drei Kennzeichen können uns helfen, zu erkennen, ob wir erfüllt sind mit Gottes Geist oder nicht. Finden wir diese Merkmale in unserem Leben, zeigt es die Gegenwart Seines Geistes. Fehlen diese Merkmale, fehlt uns auch die Fülle des Geistes Gottes.

Möge der Herr uns ein tiefes Verlangen schenken, mit Seinem Geist erfüllt zu sein. Mögen wir Seine Kraft immer wieder neu suchen und finden.

Freitag, 1. Oktober 2010

Von Spinnen, uns und der Existenz Gottes


Die Frage nach Gott hat die Menschheit bewegt, seitdem sich die Menschheit von Gott wegbewegt hat. Man hat die Möglichkeit der Existenz Gottes nie kategorisch ausgeschlossen, im Sinne von: „Das letzte Wort ist gefallen: Es gibt keinen Gott!“ Im Gegenteil selbst die größten Skeptiker und Atheisten können sich bei ihren Buskampangnen lediglich zu dem Satz entschließen: „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott!“ Verwundert uns das? Bereits im Bibelbuch der Prediger heißt es in Kapitel 3:11:

„Gott hat allem auf dieser Welt schon im Voraus seine Zeit bestimmt, er hat sogar die Ewigkeit in die Herzen der Menschen gelegt. Aber sie sind nicht in der Lage, das Ausmaß des Wirkens Gottes zu erkennen; sie durchschauen weder, wo es beginnt, noch, wo es endet.“

Gott hat den Menschen ein Gespür für das Ewige und den Ewigen ins Herz gelegt. Es ist Torheit und/oder Ignoranz, dies in einem Anflug von Größenwahn zu verleugnen. Auch davon redet die Bibel:

 Der Tor spricht in seinem Herzen: "Es ist kein Gott!"  (Psalm 53:2a)

Menschen, die die Existenz Gottes verleugnen gleichen den Kreaturen der folgenden Fabel. „Dabei sitzen einige Spinnen auf einem Baum und fragen sich, ob es wohl ein intelligenteres und größeres Leben als sie gibt. Sie finden diesen Gedanken ebenso abwegig wie urig und lachen herzhaft darüber. Gerade in dem Moment geht der Förster an ihnen vorbei, aber sehen können sie ihn nicht. Denn Spinnen haben eine Sichtweite von nur acht Zentimeter.“

Das erinnert an die Strophe aus dem Abendlied von Matthias Claudius:

Seht ihr den Mond dort stehen? 
Er ist nur halb zu sehen,und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen, 
die wir getrost belachen, weil unsere Augen sie nicht sehn.

Die Tatsache, dass wir vieles nicht erkennen und erklären können ist kein Argument gegen die Existenz Gottes, sondern für sie. Wenn Gott allmächtig, allgegenwärtig und allwissend ist, wenn Er unser Schöpfer ist und wir Seine Geschöpfe, dann ist Er uns um soviel überlegen und voraus, dass wir ihn nie einholen werden. Wir Geschöpfe werden uns in unserer geschaffenen Begrenztheit nie mit dem ewigen Schöpfer messen können. Wir werden uns nie zu Seiner Stufe der Gottheit emporarbeiten können und Ihn nie auf unsere Stufe der Menschlichkeit hinabzwingen können. Die Gruppe ´Deliverance` drückte es in einem Lied es vor einigen Jahrzehnten so aus: 

„Gott passt in 5 Pfund graue Masse nicht hinein!“  

Nicht alles verstehen können, nicht alles erklären können zeigt uns unsere Begrenztheit auf, nicht die Nicht-Existenz Gottes. Was die Tatsache der Ewigkeit und des Ewigen angeht, haben wir gerade mal eine Sichtweite von 8 Zeiteinheiten (um mit der Spinnenfabel zu sprechen). Die aber lassen keinen Schluß zu über dass, was darüber hinaus geht. Dennoch hat Gott sich nicht unbezeugt gelassen. Die Ewigkeit hat Er uns ins Herz gelegt, aus der Ewigkeit ist Er (in Jesus) in unsere Zeitlichkeit gekommen. Er hat uns durch Wort und Tat gelehrt, hat uns freigekauft aus der Zeitlichkeit für die Ewigkeit und schenkt ewiges Leben bereits hier und heute allen, die sich Ihm anvertrauen.

Mittwoch, 29. September 2010

Gibt es ein Leben nach der Geburt?

*Im Bauche der werdenden Mutter unterhalten sich zwei Embryos. Einer von ihnen ein kleiner Skeptiker, der andere voller Vertrauen und Glauben.
Der kleine Skeptiker fragt: "Und du glaubst tatsächlich an ein Leben nach der Geburt?"

Sagt der kleine Gläubige: "Selbstverständlich, ja. Für mich ist es völlig klar, dass ein Leben nach der Geburt existiert. Unser Leben hier dient nur unserem Wachstum, damit wir uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten. Damit wir stark genug sind für das, was uns dort erwartet."

Der kleine Skeptiker ist ärgerlich: "Das ist dummes Zeug! Es gibt kein Leben nach der Geburt. Wie sollte ein solches Leben auch aussehen!?"

Der kleine Gläubige: "Das weiß ich auch nicht. Aber es wird sicher sehr viel mehr Licht sein als hier. Und vielleicht werden wir sogar laufen und mit dem Mund essen!"

Der Skeptiker winkt ab: "Völliger Unsinn! Laufen gibt es überhaupt nicht. Und mit dem Mund essen ist nun wirklich eine völlig lächerliche Idee - wir haben die Nabelschnur, die uns ernährt! Schon deshalb ist ein Leben nach der Geburt völlig unmöglich: Die Nabelschnur ist viel zu kurz!"

Der Kleine Gläubige ist unbeirrt: "Es ist sicherlich möglich. Es ist einfach alles ein wenig anders, als wir es hier gewohnt sind."

Der Skeptiker verliert langsam die Geduld mit so viel Naivität: "Niemand, aber auch niemand kam je zurück nach der Geburt! Sieh es ein: Die Geburt ist schlicht und einfach das Ende des Lebens. Punkt. Und überhaupt: Du und deine Traumgebilde! Das Leben ist eine große Sorge in der Dunkelheit und das war's!"

Der kleine Gläubige mag dem nicht zustimmen: "Ich gebe zu, ich weiß nicht genau, wie das Leben aussehen wird nach der Geburt ... aber auf jeden Fall werden wir dann die Mutter endlich sehen und sie wird sich um uns kümmern!"

Der Skeptiker verdreht die Augen: "Mutter!? Du glaubst an die Mutter? Lächerlich! Wo bitte soll die sein?"

Der kleine Gläubige macht eine große Handbewegung: "Sie ist hier! Überall um uns herum. Wir leben in ihr und durch sie. Ohne sie können wir gar nicht existieren!"

Der Skeptiker kann es nicht fassen: "Meine Güte, das ist nun wirklich der Gipfel der Dummheit. Ich jedenfalls kann deine Mutter nicht sehen! Nicht mal ein Stückchen von ihr - es ist doch völlig offensichtlich, dass sie nicht existiert!"

Der kleine Gläubige schüttelt den Kopf und schließt die Augen: "Manchmal, wenn wir ganz still sind, höre ich, wie sie singt. Oder unsere Welt streichelt. Ich fühle und glaube fest daran, dass die Geburt ein neuer großer Anfang ist!"


* Tschechisches Orginal von Míla Rejlková, Übersetzung und Bearbeitung durch David Rotter
    http://www.sein.de/spiritualitaet/ganzheitliches-wissen/2010/zwei-embryos-gibt-es-ein-leben-nach-der-geburt.html