„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Montag, 7. Juni 2010

Wenn man doch noch mal jung wäre …

Gelegentlich hört man diesen Satz, gelegentlich sagt man ihn selbst - jedenfalls fängt man in meinem Alter damit an. Fast wäre er mir wieder über die Lippen gekommen, als ich die Zeitschrift UNIDOS von CEC las, einer südamerikanischen, missionarischen Jüngerschaftsbewegung. (www.cecweb.de)

CEC feierte in diesem Jahr ihr 20jähriges Bestehen. Über 2200 Teilnehmer kamen aus Südamerika, Gesamtteilnehmerzahl: 2500. Besucher kamen aus über 20 verschiedenen Ländern, die meisten aus der nicht-westlichen Welt.

Was mich besonders bewegt hat sind Zeugnisse junger Teilnehmer wie diese:
  • A.O. aus Paraguay lebt in Spanien und … verzichtete auf ihren Urlaub im August
  • 144 Stunden … investierten M. und G. Sie reisten von Peru 6 Tage mit dem Auto, überquerten dabei die Anden in Chile …
  • C. aus Argentinien kündigte ihre Arbeitsstelle um … dabei sein zu können. Sie bekam sonst keinen Urlaub.
  • S.V. aus Chile kam mit nur noch 0,55 Cent. Um seine Busrückfahrt nach Hause kaufen zu können, suchte er auf der Straße Arbeit.
  • J.P. aus Bolivien verkaufte ihre CDs, Bücher, Schuhe und Kleidung, bis sie kaum noch was zum Anziehen hatte. Sie verkaufte nicht nur Kaffee, sondern alles was sie hatte: Dabei kamen 628 Euro zusammen.
Extrem? Eifrig? Verrückt? Unverantwortlich? Begeistert? Hingegeben?  Wenn ich über das Handeln dieser jungen Leute nachdenke, die zum großen Teil nicht aus unseren - vergleichsweise immer noch reichen -  sicherheitsorientierten, Ländern kommen, dann kommt mir die Vermutung, dass wir hier bei uns etwas verloren haben.

Aber nicht nur jungen Menschen gilt Jesu Aussage:

"Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir" (Matthäus 16:24)

Nicht nur den Menschen aus der Zweiten und Dritten Welt gilt Jesu Wort:

"So kann auch keiner von euch mein Jünger sein, der nicht allem entsagt, was er hat." (Lukas 14:33)

Nun, "Wenn man doch noch mal jung wäre!" - dann hätte man (vielleicht) mehr Glauben, weniger Wurzeln, weniger Besitz, mehr Abenteuerlust, weniger zu verlieren ...

Ich frage mich, was das Durchschnittsalter der Zuhörer war, die diese Worte direkt aus Jesu Mund hörten. Mit Sicherheit waren es Kinder, Jugendliche, Menschen mittleren Alters und ganz alte. Frauen, Männer, Verheiratete, Ledige, Berufstätige und Arbeitssuchende. Ein repräsentatives Gemisch.

Was uns (vor allem uns, aus der "Ersten Welt") heute schwer fällt, ist die Bereitschaft, uns selbst zu verleugnen, das Kreuz auf uns zu nehmen, und zu entsagen. Das hat nichts mit unserem Alter zu tun, sondern mit unserem Herzen. Nichts mit Umständen, sondern mit Glauben. Nichts mit Überlegungen, sondern mit Liebe. Ich möchte den Ausspruch: "Wenn man doch noch mal jung wäre" in diesem Zusammenhang eher nicht gebrauchen. Viel lieber möchte ich die Zeugnisse der Konferenzteilnehmer und die Worte Jesu als positive Herausforderung ansehen und mich einreihen in die Gruppe derer, die bereit sind, zu folgen. Nicht auf das Alter kommt es an, sondern auf das Herz!

Freitag, 4. Juni 2010

Ich hoffe ja nur …

Wie oft hören wir diese oder ähnliche Worte in allen möglichen Situationen. Der Abiturient "hofft ja nur," dass die Klausur diesmal besser ausgefallen ist. Der Arbeiter in der Fabrik "hofft ja nur," dass in seinem Betrieb keine Arbeitsstellen gestrichen werden. Der Rentner "hofft ja nur," dass es dieses Jahr nicht wieder eine Nullrunde geben wird.

Das ist so eine Sache mit der Hoffnung. Manch ein Mensch befindet sich "zwischen Hoffen und Bangen."  Ein anderer hofft gegen alle Logik. Aufgeben möchte man nicht so schnell, denn bekanntlich "stirbt ja die Hoffnung zuletzt." Hat man dann doch das Handtuch geworfen, geht's oft in allen Bereichen des Lebens bergab.

Von Hoffnung redet man im Allgemeinen, wenn man sich nicht ganz sicher ist, oder wenn man sich gar nicht sicher ist - und trotzdem nicht aufgeben möchte. Hoffnung brauchen wir Menschen zum Leben, zum Weitermachen.

Die Geschichte wird von einem Bibelübersetzer erzählt, der schon jahrelang unter den Papuas in Neu-Guinea gearbeitet hatte. Bei der Übersetzung des Wortes Gottes konnte er einfach nicht das passende Wort für "Hoffnung" finden. Es schien dieses Wort in der Stammessprache nicht zu geben. Lange suchte er nach einem Begriff, bis ihm ein trauriger Anlass zu Hilfe kam. Eines Tages starb sein neugeborenes Baby, das er zu Grabe tragen musste. Ein Papua Junge, der ihn dabei aufmerksam beobachtete, meinte zu dem Missionar: "Ich sehe dich gar nicht weinen," worauf er die Antwort erhielt: "Warum sollte ich denn weinen? Unser Sohn ist bei Gott im Himmel. Wir werden ihn wieder sehen." "Ja," murmelte der Junge gedankenvoll, "davon habe ich gehört."Ihr Christen seht über den Horizont hinaus."  Das war die Antwort! "Über den Horizont hinaussehen!" das war der Begriff, mit dem das Wort Hoffnung übersetzt werden musste.

Dieser Begriff: "über den Horizont hinaussehen" drückt aus, was hinter der christlichen Hoffnung steckt. Es ist mehr als ein Strohhalm, an den man sich klammert, um nicht unter zu gehen. Christliche Hoffnung ist die von Gott gegebene Fähigkeit, über die Jetztzeit hinweg zu sehen, nicht nur bis zum Horizont, sondern darüber hinaus. Die Frage stellt sich natürlich: Wie soll das gehen? Wie ist so etwas möglich? Die Antwort liegt in den begründeten Verheißungen und Zusagen Gottes. 1 Petrus 1:3 nennt uns den Grund unserer Hoffnung:

Jetzt haben wir eine lebendige Hoffnung, weil Jesus Christus von den Toten auferstanden ist.

Römer 5:5 und Hebräer 6:19 bestätigen uns, dass unsere Hoffnung nicht ein vages Wünschen ist, sondern eine feste Zuversicht und Halt im Leben

Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. (LÜ)Diese Zuversicht ist wie ein starker und vertrauenswürdiger Anker für unsere Seele. Sie reicht hinter den Vorhang des Himmels bis in das Innerste des Heiligtums Gottes. (NL)

Unsere Glaubenszuversicht hat also nichts mit einer vagen Hoffnung zu tun, die oft nicht mehr ist als bloßes Wunschdenken. Unsere Hoffnung blickt "über den Horizont hinaus," hin zu Jesus, der auf uns wartet, der uns jeden Schmerz auf Erden vergessen lassen wird und der bereits jetzt in uns lebt durch die Gegenwart seines Geistes. Das gibt uns Halt und festes Vertrauen, auch bereits hier auf Erden.

Mittwoch, 2. Juni 2010

Erfolgreiche und unerfolgreiche Suchen

Vor einigen Wochen wurde wieder mal eine Sendung ausgestrahlt, in der es um die Suche nach dem Ende des Universums ging. Ich meine, mich zu erinnern, dass man „ziemlich nah dran“ war. Wenn man allerdings verschiedenen Artikel der vergangenen Jahre Glauben schenkt, (Focus, Die Welt, Spiegel, etc) expandiert das All immer schneller und wird niemals enden. Auch die ewige Existenz von Zeit und Raum ist damit sichergestellt. Trotzdem sucht und forscht man weiter.

Wir Menschen sind immer auf der Suche. Im kosmischen Bereich (Ende des Universums), im medizinischen Bereich (Krankheitsursachen und Behandlungsmethoden), im philosophischen Bereich (Sinnfragen, Ursprungsfragen), im Unterhaltungsbereich (DSDS, Grand Prix) – und selbst im sportlichen Bereich sucht unser Fußball Bundestrainer zur Zeit noch die besten Leute für die bald beginnende WM. Wir Menschen sind auf der Suche! Allein die Garantie zu Finden ist uns in der Regel nicht gegeben. Das Ende des Universums bleibt durch die ständige und rasante Expansion illusionär. Die Philosophie wird nie zu allgemeingültigen Antworten finden und ob Jogi Löw wirklich die Besten der Besten für die Nationalmannschaft findet, wird sich zeigen. Einstimmigkeit wird es in dieser Frage auch nicht geben.

Vieles, das wir Menschen suchen, werden wir nie finden. Vieles brauchen wir auch nicht zu finden. Die Suche stillt lediglich unsere Abenteuerlust oder dient dazu, unseren Wissensdurst zu löschen. Dagegen gibt es anderes, das wir wirklich brauchen, nach dem viele aber gar nicht von Herzen suchen. Dazu gehören Vergebung, Frieden, echtes Glück, Freude, Gewissheit etc.) Zu oft gibt man sich mit oberflächlichen, zeitlich begrenzten Scheinantworten zufrieden.

Die Bibel spricht von einer Suche, an deren Ende garantiert der richtige Fund steht. Gott sagt:

„Sucht mich, so werdet ihr leben!“ (Amos 5:4)

Nicht nur Amos wusste davon, auch der Prophet Jeremia spricht diese Wahrheit aus:

„Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, will ich mich von euch finden lassen. Das verspreche ich euch.“ (Jeremia 29:13+14a)

Gott zu suchen, Jesus zu suchen hat die Verheißung des Erfolgs. Sicher, Halbherzigkeit disqualifiziert! Und viele „verstehen Gott nicht mehr“, der doch „versprochen hat, sich finden zu lassen.“ Richtig, Gott hat es versprochen; aber die Verheißung gilt denen, die Ihn von ganzem Herzen suchen.

Ich stelle mir eine Familie vor, die am sonnigen Ostermorgen im Vorgarten nach den versteckten Ostereiern sucht. Zwei Teenagern ist die Suche peinlich. Was werden die Nachbarn denken, oder die Freunde? Kinderzeugs. Halbherzig, mit den Händen in den Hosentaschen, schlendern sie durch den Garten und geben den blassen Anschein, sich an der Suche zu beteiligen. Ganz anders die beiden 6 und 7 Jährigen. Voll Eifer und mit ganzer Energie suchen sie jeden Zentimeter des Gartens ab, bis jedes bunte Ei im Körbchen liegt. Wer sie gefunden hat, ist offensichtlich.

Unser Herr hat uns versprochen:

„Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, will ich mich von euch finden lassen. Das verspreche ich euch.“ (Jeremia 29:13+14a)

Dienstag, 1. Juni 2010

365x Danke

Wenn Du Zeit hast, schick mir doch mal Deine Gründe, dankbar zu sein. Alles geht! Bitte keine kopierten Listen vom Internet, sondern Deine persönlichen Gründe für Dankbarkeit! Am liebsten an: danke365@yahoo.de - aber gerne auch an eine meiner anderen Adressen. Bin gespannt!

2 Lektionen aus Horst Köhlers Rücktritt

Die Berichte, Beurteilungen und Beleidigungen rollen ja erst an. Deshalb ist es ein wenig riskant, sich so früh zum Rücktritt von Horst Köhler zu äußern. Die unschönen und gemeinen Szenen mit all den Tiefschlägen werden wohl erst 24 Stunden nach der Bekanntmachung seines Rücktritts laut werden. Noch sitzt der Schock zu tief, nicht bei allen, aber bei den meisten.

Trotzdem kann man aus dem, was bisher gesagt worden ist, bereits einige Lektionen ableiten. Besonders für uns Christen, egal, wie wir persönlich Horst Köhlers Entscheidung bewerten. Mir jedenfalls kam folgendes ziemlich spontan in den Sinn:

Die Bibel sagt uns: "So gebt nun jedermann, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer, Zoll, dem der Zoll, Furcht, dem die Furcht, Ehre, dem die Ehre gebührt." (Römer 13:7)

Wenn man den Umgang der Politiker und Medien mit dem höchsten Amt im Staat in den letzten Wochen beobachtet hat, kommt man nicht umhin, mangelnden Respekt festzustellen. Natürlich weiß jeder zu begründen, warum er respektlos umgehen darf mit denen, denen nach Gottes Willen Ehre gebührt. "Mangelnde Dickhäutigkeit" war wohl das Schlagwort der ersten 12 Stunden nach der Rücktrittserklärung. Aber "mangelnde Dickhäutigkeit" ist keine von Gott legitimierte Ausnahme gegenüber Seinen Geboten. Als Christen tun wir gut daran, uns an Gottes Wort zu orientieren. Und das gilt nicht nur für die Politik, sondern ebenso für alle anderen zwischenmenschlichen Beziehungen.

Noch deutlicher erscheint mir eine andere Lektion. Der (zumindest zur Zeit noch) gehandelte Grund für den Rücktritt Horst Köhlers sind Unterstellungen, die man ihm gemacht hat aufgrund von Aussagen über Bundeswehreinsätze und Wirtschaftsinteressen. Dass diese Unterstellungen sich als unbegründet erwiesen, scheint nichts zur Sache zu tun. Der Ex-Bundespräsident blieb in der Kritik. Die Angriffe kamen spitz, verletzend und ungerechtfertigt. Unweigerlich werde ich an Gottes Wort erinnert, dass uns immer und immer wieder ermahnt, mit unseren Worten vorsichtig zu sein. Besonders (jedoch nicht nur) im Buch der Sprüche wird anschaulich darüber geschrieben:

Rede nicht zu viel, denn das führt zur Sünde. Sei klug und halte dich mit deinen Worten zurück! (Sprüche 10:19)
Die Worte der Gottlosen stiften Blutvergießen an, aber der Mund der Aufrichtigen rettet sie! (Sprüche 12:6)
Wer unüberlegt redet, der verletzt andere, die Worte der Weisen aber sind wie Balsam. (Sprüche 12:18)Freundliche Worte sind wie Honig - süß für die Seele und gesund für den Körper. (Sprüche 16:24)
Ein weiser Mensch gibt Acht auf seine Worte, denn wer sich selbst beherrschen kann, ist vernünftig. (Sprüche 17:27)
Ein Wort, geredet zu rechter Zeit, ist wie goldene Äpfel auf silbernen Schalen. (Sprüche 25:11)

Diese winzige Auswahl aus dem Wort Gottes macht uns deutlich, was verletzende oder heilsame Worte zu tun vermögen. Die Nachrichten des vergangenen Tages machen deutlich, welch schwerwiegende Resultate ungesunde Worte haben können. Und das gilt nicht nur in der Politik. Das gilt auch in der Gemeinde, der Ehe und der Familie.

Während wir uns neu erinnern möchten, die zu ehren, denen Ehre gebührt, wollen wir gleichzeitig den Herrn bitten, unsere Worte eine Salbe und ein Wohlgefallen sein zu lassen!

Montag, 31. Mai 2010

Mt. Everest und die Sherpa

Würden wir eine Umfrage machen, über die Fakten und Bedeutung des Mt. Everest und der Sherpa, würde bei den meisten nicht viel mehr als ein Schulterzucken herauskommen. Um ehrlich zu sein, bei mir wäre es bis vor 30 Minuten nicht viel anders gewesen. Seit 30 Minuten weiß ich mehr. Über beide.

Das der Mt. Everest mit 8848 Metern der höchste Berg der Welt ist, wissen noch viele. Das er Teil des Himalaja Gebirges, und in Nepal zu finden ist, ebenso. Vielleicht erinnert man sich auch noch an den ein oder anderen Film, den man gesehen hat. Aber für den Normalbürger hörts dann auch schon langsam auf. Dabei ist der Berg ein Berg der Rekorde und der Einmaligkeiten. Bis Ende 2008 gab es über 4100 Gipfelbesteigungen - bis Ende 2009 216 Tote. Die erste aufgezeichnete Besteigung geschah durch Sir Edmund Percival Hillary aus Neuseeland, gemeinsam mit Tenzing Norgay. 1975 schaffte die Japanerin Junko Tabei als erste Frau die Besteigung des Gipfels. Drei Jahre später waren es Reinhold Messner und Peter Habeler die den Berg zum ersten Mal ohne extra Sauerstoff bezwangen. 1980 war Messner der erste Einzelbesteiger des Berges. 2003 war es der Japaner Yuichiro Miura, der mit 70(!) Jahren der älteste Everestbesteiger wurde, Jordan Romero, ein 13 jähriger Amerikaner, wurde 2010 der jüngste. Beeindruckend ist die Leistung des blinden Amerikaners Erik Weihenmayer, der im Mai 2001 als erster Blinder den Berg bezwang.

Man könnte viele weitere Besonderheiten aufzählen. Aber die kann sich jeder Interessierte auch selbst zusammengooglen. Die Eingabe "Mount Everest" ergibt eine Trefferquote von 250,000,000 (= eine viertel Milliarde Treffer).

Die Eingabe "Sherpa" bringt es auf 5,150,000 Treffer. Ich bekenne, das sind mehr, als ich erwartet hatte. Trotzdem nur etwa 2% der Everest Resultate. Wer oder was sind "Sherpa" eigentlich?  Als ich heute morgen - zwecks zusätzlicher Information - auf die "unerreichte Volksgruppe des Tages" klickte,* stellte ich fest, dass die Sherpa ein vom Evangelium unerreichtes Volk sind, das genau um den Mount Everest herum lebt. Kein Wunder, dass viele der Männer als Bergführer im Himalaja arbeiten. Der oben erwähnte Tenzing Norgay, ist ein Sherpa, dem mit Sir Edmund P. Hillary die erste (erwähnte) Erstbesteigung des Everest gelang.  * mittlerweile ist die nächste Volksgruppe angezeigt. Umstellung erfolgt nach US Zeit

Interessant, und irgendwie bedrückend, fand ich heute morgen den Gedanken, dass der "Mt. Everest" in aller Welt Munde ist, vielleicht berechtigterweise. Aber das Volk, das am Fuße und in der Nähe des Berges im Himalaja lebt, ist der Welt, auch uns Jesusjüngern, so gut wie unbekannt. Menschen auf der ganzen Welt sind begeistert vom Ersteigen des Achttausenders, während fast 200,000 Sherpa, (fast 93% buddhistisch, und knapp 7% hinduistisch) nicht einmal die Chance erhalten, vom Schöpfer, Jesus, zu hören.  Die Bibel sagt uns:

Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.  (Matthäus 24:35)Die Berge sollen niedergerissen werden und die Felswände und alle Mauern zu Boden fallen. (Hesekiel 38:20)
Abenteuer und Begeisterung für Gottes herrliche Natur ist angebracht! Aber wir Jesusjünger dürfen nicht vergessen, was ewig ist. Und dementsprechend müssen wir unsere Schwerpunkte setzen. Der Mount Everest wird (gemäß Gottes Wort) vergehen. Die Seelen der Sherpa sind (gemäß Gottes Wort) ewig. Auch die Herrlichkeit des Herrn ist (gemäß Gottes Wort) ewig und alle Welt ist aufgefordert, Ihn zu preisen. Lasst uns das heute tun, Ihn preisen. Lasst uns zusätzlich im Gebet einstehen für die Sherpa, die Ihn nicht preisen, weil sie Ihn nicht kennen. Und lasst uns (gemäß Gottes Wort) zum Herrn der Ernte flehen, dass Er Arbeiter aussendet in Seine Ernte - auch zu den Sherpa.

Samstag, 29. Mai 2010

Saget Dank! (Teil 5/5)

Saget Dank ALLEZEIT für ALLES! (Epheser 5:20)

Vor 5 Tagen konnte man den ersten Blogeintrag dieser Miniserie lesen. Wir haben uns einige Fakten angeschaut, (Quelle: http://www.globalissues.org/article/26/poverty-facts-and-stats) die uns hoffentlich den Blick dafür geöffnet haben dass es uns besser geht als den meisten Menschen auf der Welt, Sicher gibt es für jede Beschwerde und jede "Selbstverständlichkeit" mindestens 10 Gründe, für die wir Gott danken können. Wenn wir das tun, wie muss das dem Herrn gefallen, da es Ihm Ehre bringt! Und welchen Eindruck muss solch ein dankbares Leben hinterlassen bei denen, die Jesus nicht kennen und daher oft eine recht negative Einstellung zu vielem haben!

Ich erinnere mich an "Tante Berta Isselmann", ein Siegener Original. Sie war der Apostel der Zirkusleute, derer, die an den Bushaltestellen warteten und nicht weglaufen konnten, derer, die mit ihr im Wartezimmer eines Arztes warteten oder derer, die ihr im Zug gegenüber saßen. Niemand konnte ausweichen, wenn diese frohe Jesusjüngerin von ihrem Jesus erzählte. An ihrem 80sten Geburtstag setzte sie sich ans Klavier und trillerte: "Nun bin ich achtzig, die Sache macht sich, denn Jesu Liebe macht das Herz so froh!" Eines Tages besuchte sie unsere Bibelschule und berichtete aus ihrem Leben. Alt war sie - und blind. Trotzdem war sie bis ins hohe Alter immer noch allein unterwegs. Auf die Frage: "Tante Berta, wie geht es Dir?" antwortete sie oft: "Gut! Ich danke mich durch!" Was für eine Einstellung einer fast 90 Jährigen. Sie war ein lebendes Beispiel einer dankbaren Person, der die Umstände des Lebens nicht nur Positives zuspielten.

Bei all den Zahlen der vergangenen Tage könnte man auf den Gedanken kommen, dass das Leid, in dem WIR uns vielleicht momentan befinden, heruntergespielt wird im Vergleich zu den Schreckensmeldungen aus aller Welt. Nicht immer hilft es in der Not, uns Situationen in Erinnerung zu rufen, deren Ausmaße die Ausmaße unserer persönlichen Not übersteigen. Wer einen lieben Menschen verloren hat, wird sich kaum damit trösten können, dass irgendwo auf der Welt jemand seine ganze Familie verloren hat. In solchen Fällen dürfen wir Jesusjünger uns daran erinnern, dass unser Herr auch in der Not bei uns ist, dass Er nichts übersehen hat und Ihm nichts außer Kontrolle geraten ist. In einer Todesanzeige in dieser Woche (zwei Geschwister starben am selben Tag) fand ich das Zitat eines Bibelverses aus Römer 8:28:

"Wir wissen, dass Gott bei denen, die Ihn lieben, alles zum Besten führt!"
Vor wenigen Tagen sprach ich am Telefon mit einer lieben Bekannten, die mir ihre Erfahrung mit Dankbarkeit erzählte. Nach einer Knöcheloperation wurde sie nachts von heftigen Schmerzen geweckt. Einschlafen konnte sie nicht mehr und so fing sie an, Jesus zu danken und zu loben für das, was ihr so in den Sinn kam. Während sie ihrer Dankbarkeit freien Lauf ließ, erfüllte solche übernatürliche Freude ihr Herz, dass sie schließlich an dem Punkt ankam, dem Herrn für die Schmerzen im operierten Knöchel zu danken. "Ohne diese Schmerzen" so sagte sie, "wäre ich nicht wach geworden, hätte Jesus nicht gesucht und hätte diese einzigartige und innige Gemeinschaft mit Ihm nicht erfahren. Also habe ich Ihm für die Schmerzen gedankt."

Denke man, wie man will, Jesus hat sich was dabei gedacht, als Er uns durch Paulus sagte:

Saget Dank ALLEZEIT für ALLES! (Epheser 5:20)

Wie wäre es, heute einen regelmäßigen Anfang damit zu machen?

Freitag, 28. Mai 2010

Saget Dank! (Teil 4/5)

Saget Dank ALLEZEIT für ALLES! (Epheser 5:20)

Kennt ihr auch den Satz: „Hör auf zu jammern, sonst gebe ich dir was zum Jammern!“ ? Was für eine Botschaft steckt dahinter? Vielleicht „Deine Mami (dein Papi) ist genervt!“ oder „Halt den Mund sonst setzt’s was!“ Auf jeden Fall aber: „Es gibt Schlimmeres als das, worüber Du momentan jammerst!“

Zumindest die letzte Aussage stimmt. Es gibt tatsächlich Schlimmeres als das, was wir gerade durchmachen. In diesem vorletzten Beitrag unserer „Dankbarkeitswoche“ werde ich zum letzten Mal einige Fakten aus einer Untersuchung erwähnen.(Quellenangabe morgen) Zumindest uns, die wir diese Zeilen lesen, sollte dabei bewusst werden, wie viel Dank wir dem Herrn bringen könnten, d.h., wie viel Dank wir den Herrn vorenthalten, denn es gibt tatsächlich Schlimmeres als das, was die meisten von uns momentan durchmachen.
  • Der totale Besitz der obersten 8,2 Millionen Menschen der Welt stieg auf über 25 Billionen Euro und gab ihnen damit Kontrolle über fast ein Viertel des globalen finanziellen Vermögens.
  • Anders ausgedrückt: 0,13% der Weltbevölkerung kontrollieren 25% des Weltvermögens. (Stand: 2004)
  • Etwa 790 Millionen Menschen in Entwicklungsländern sind immer noch chronisch unterernährt. Zwei Drittel davon in Asien und im pazifischen Raum.
  • Alle 45 Sekunden stirbt in Afrika ein Kind an Malaria, alle 20 Sekunden jemand weltweit an Tuberkulose und alle 10 Sekunden stirbt jemand an Aids (nicht nur Erwachsene).
Die Folgen von Malaria und Tuberkulose konnte ich selbst beobachten während unserer Zeit im Ausland. Vielfach ein Dahinvegetieren. Keine saubere Wohnung, kein sauberes Wasser, keine medizinische Aufklärung, keine finanziellen Mittel.

Armut, Not, Leid, Krankheit, Ungerechtigkeit – all das sind Folgen der Sünde. Jeder von uns ist damit in Berührung gekommen. Und doch haben meine persönlichen Beobachtungen und Begegnungen mich manches Mal beschämt. Wie gut geht es uns, verglichen mit den Milliarden, die ums tägliche Überleben kämpfen müssen, die unter totalitären Regimes leben, die nicht leben dürfen, sondern „gelebt werden“.

Die Not der Welt sollte uns keinesfalls zur Selbstzufriedenheit und Untätigkeit verleiten. Im Gegenteil, Salz und Licht an Jesu Statt zu sein bedeutet auch, uns einzusetzen für die Linderung der Not. Überwältigend, wie sie uns erscheint, sollen wir uns nicht frustriert abwenden. Besser ist es, in unserem kleinen Bereich zu beginnen, in dem wir Einfluss ausüben. Wir können nicht die Welt verändern, aber den Platz, an den Gott uns gestellt hat.

Beginnen sollten wir mit einer aufrichtig dankbaren Herzenshaltung für alles Gute, das wir aus Gottes Hand empfangen, Tag für Tag. Oft werden die Segnungen, die wir von Gott empfangen, zu Selbstverständlichkeiten (sauberes Wasser, genug zu essen, medizinische Versorgung, politische und religiöse Freiheit, Menschenrechte, Kleidung, Wohnung, Kinder, Freunde, Gesundheit, Luxus, etc.) und wir vergessen, dankbar zu sein. Wenn wir beginnen, Jesus von Herzen zu danken für das, was wir aus Seiner Hand empfangen, werden wir andere Menschen; solche, die allein durch ihre positive Lebenseinstellung Veränderung schaffen.