„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Dienstag, 19. November 2024

Die Könige Judas – Zedekia

Der letzte König des Südreiches, Juda, wurde durch den babylonischen König, Nebukadnezar, in sein Amt eingesetzt. Nebukadnezar hatte Jojachin nach Babylon ins Exil geführt und setzte nun Mattanja, den Neffen Jojachins, als nachfolgenden König Judas ein. Sein Name bedeutet: „Gabe / Hoffnung des Herrn“. Das hätte er erfahren und für das ganze Volk Gottes sein können, hätte er sich an den Gott Israels gehalten. Mit nur 21 Jahren war auch er – wie etliche seiner Vorgänger – zu jung zum regieren. Außerdem folgte er geistlich ganz der gottlosen Linie seines Onkels. Der König von Babel änderte seinen Namen in Zedekia, was „Die Gerechtigkeit des Herrn“ bedeutet. Diese Gerechtigkeit erfuhr er schmerzhaft am Ende seines gottlosen Lebens.

Zedekia war ein Rebell. Jeremia war sein Seelsorger / Berater, aber Zedekia folgte seinen Ratschlägen nicht. In 2. Chronik 36:12 heißt es:

Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn, seines Gottes, und er demütigte sich nicht vor dem Propheten Jeremia, der aus dem Mund des Herrn zu ihm redete.

Obwohl er Gottes Strafe an seinen Vorgängern – Jojakim und Jojachin – hätte sehen müssen, lernte er nichts daraus und rebellierte mit aller Macht gegen Gott – und gegen Babylon. Die Tributzahlungen an den babylonischen König stellte er ein und bewog dadurch den König Nebukadnezar, erneut gegen Juda in den Krieg zu ziehen. Die Stadt wurde belagert, eingenommen, völlig zerstört und der Tempel niedergebrannt. Zedekia wurde nach Babel in die Gefangenschaft geführt und Jeremia schreibt über ihn (Jeremia 52:10+11):

Und der König von Babel ließ die Söhne Zedekias vor dessen Augen niedermetzeln, auch alle Fürsten Judas ließ er in Ribla niedermetzeln; 11 Zedekia aber ließ er die Augen ausstechen und ihn mit zwei ehernen Ketten binden; und der König von Babel brachte ihn nach Babel und warf ihn ins Gefängnis bis zum Tag seines Todes.

Kein schönes Bild, das Zedekia in seiner Blindheit als letztes vor Augen stand. Aber es war genauso prophezeit. Jeremia prophezeite Zedekias Gefangenschaft in Babylon, Hesekiel prophezeite, dass er Babylon nicht sehen würde.

Damit geht unsere Serie über die Könige Judas zu Ende. Die meisten waren gottlos. Wir sehen das stete Werben, Warnen und Rufen Gottes durch Sein Handeln und Seine Propheten – und wir sehen, wie Rebellion sich in keiner einzigen Situation auszahlt.

Andererseits sehen wir deutlich, wie Hinwendung, Gehorsam und Liebe zu Gott und Seinem Wort den Segen des Allmächtigen empfängt, wie Wunder Wirklichkeit werden und wie Gott für die Seinen aufsteht.

Vermutlich wird kein König diesen Blogeintrag lesen. Vermutlich auch kein Politiker. Aber es werden Königskinder sein – Kinder des Königs aller Könige, Kinder Gottes, Nachfolger Jesu. Und die dürfen ermutigt sein! Wenn wir in allen Situationen, im Nebel und im Sonnenschein, Am Tag und in der Nacht an Jesus festhalten, dann werden wir den Segen erfahren, den der Herr denen verheißen hat, die Ihm folgen.

David, Hiskia, Josia und einige andere erfuhren diesen Segen, weil sie an Gott festhielten.

Andere hatten nicht mal eine Ahnung, was „Segen Gottes“ bedeutete.

Jeder von ihnen hatte die Wahl. So, wie wir heute!

Montag, 18. November 2024

HEUTE, 19:30 Uhr: Herzlich Willkommen!


Treue ist …

Und? Was willst Du mal werden, wenn Du groß bist?“ Diese Frage müssen sich sicher alle im Alter von 6-13 Jahren gefallen lassen. Gewöhnliche Antworten der Jungen dürften sein:

„Cowboy,“ „Lastwagenfahrer,“ „Müllwagenfahrer“ oder „Polizist ... und Pilot nicht zu vergessen!“ Die meisten machen mit dem Älterwerden eine Wandlung durch … und werden am Schluss etwas ganz anderes, als sie sich mal vorgestellt hatten.

Und Gott? Was hat Er eigentlich für Vorstellungen für unser Leben; für Dein Leben? Wie oft haben wir große Pläne, Visionen oder Wünsche, was wir für Gott tun wollen. Mehrere Verse im Wort Gottes zeigen, dass sich Gottes Vorstellungen für unser Leben recht gut und kurz zusammenfassen lassen.

Es ist dir gesagt, o Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: Was anders als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott? (Micha 6:8)

Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«. 38 Das ist das erste und größte Gebot. 39 Und das zweite ist ihm vergleichbar: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. 40 An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten. (Matthäus 22:37-40)

Im Übrigen wird von einem Haushalter nur verlangt, dass er treu erfunden wird. (1 Korinth. 4:2)

Treue! Treu darin, demütig das Rechte zu tun: Gott und den Menschen zu lieben.

Bernard Baruch, politischer Berater vieler US Präsidenten, wurde einmal gefragt, wer seiner Meinung nach die größte Persönlichkeit unserer Zeit sei. Mit 94 Jahren antwortete er voller Weisheit: „Der Kerl, der jeden Tag seine Arbeit macht. Die Mutter, die Kinder hat, aufsteht, um ihnen Frühstück zu machen, sie sauber zu halten und sie in die Schule zu schicken. Der Kerl, der die Straßen sauber hält. … Die unbekannten Soldaten – Millionen von ihnen.

„Herr X“ – sein Name blieb unbekannt, war einer dieser Millionen. Jeden Morgen kamen die Hotelgäste in den Speisesaal. Alles im Speisesaal war sauber. Der Büffettisch war einladend gefüllt. Alles war perfekt. Daneben stand Herr X. Ein bescheidener Mann. Im Laufe des Morgens füllte er immer wieder nach oder wischte ab. Er zog keine Aufmerksamkeit auf sich. Der Mann arbeitete schnell, bemerkte alles und füllte alles nach, bevor irgendjemand etwas brauchte. Er zeigte eine ständige Liebe zum Detail. Nichts war zu beanstanden, weil dieser Mann gewissenhaft arbeitete – auch wenn es nur wenige bemerkten. 

Ob der Mann an Jesus glaubte ist nicht bekannt. Aber sein stiller Fleiß ermutigt im Sinne von 1 Korinther 4:2: Treu – gemäß unserer Berufung – Jesus zu folgen, Treue auszuleben, die sich an Jesu Treue orientiert. Dabei spielt es keine Rolle, ob Jesus uns in den sogenannten „Vollzeitdienst" (ein irreführendes Wort) gestellt hat, ob wir im Gemeinde- Missions- oder Diakoniedienst angestellt sind – oder ob wir im Büro, im Haushalt, am Fließband oder sonst wo arbeiten.

Treu, gemäß unserer Berufung, das Richtige zu tun, in Demut Gott und den Nächsten zu lieben – daran hat Gott Gefallen. Diese Treue sucht er bei Seinen Nachfolgern.

Herr, lass uns heute in dieser Treue zu Dir leben; in Demut Dich und den Nächsten zu lieben!

Sonntag, 17. November 2024

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Amos 9:13-15

13 Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da der Pflüger den Schnitter und der Traubenkelterer den Sämann ablösen wird. Dann werden die Berge von Most triefen und alle Hügel überfließen.
14 Und ich will das Geschick meines Volkes Israel wenden, und sie werden die verwüsteten Städte wieder aufbauen und bewohnen, Weinberge pflanzen und deren Wein trinken, Gärten anlegen und deren Früchte genießen.
15 Und ich werde sie einpflanzen in ihr Land; und sie sollen aus ihrem Land, das ich ihnen gegeben habe, nicht mehr herausgerissen werden!, spricht der Herr, dein Gott.

Herzliche Einladung zum Gottesdienst:

Anbetung - Predigt - Gebet
Abendmahl - Gemeinschaft
Gemeinsames Mittagessen

  Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Die Religion ist eine Speise, die heiß aufgetragen werden muss, 
lauwarm erregt sie Ekel.
(Charles H. Spurgeon)

Wir brauchen nicht Wundern nachzujagen, 
aber wenn wir ein Wunder brauchen: 
Gott ist auf Wunder spezialisiert.
(Samuel Lamb)

Samstag, 16. November 2024

Schweigen oder Schreien?

In einer Samstagsausgabe unserer Lokalzeitung war einmal folgende Geschichte von Fedor Flint zu lesen: 

„Konfuzius übernachtete einst in einer Herberge, welche sich auf dem Weg zum Trödelmarkt einer nahegelegenen Stadt befand. In der Herberge hatten auch Gaukler, Geldwechsler und Rosstäuscher Unterschlupf gefunden.
Um Mitternacht nun brach ein fürchterliches Unwetter aus. Da Sturm und Hagelschlag die lausige Hütte zu zerfetzen drohten, riefen die dubiosen Gäste in lauten Angstgebeten die Gnade und das Erbarmen der Götter an.
Da sprach Konfuzius: „Schweigt stille, ihr Galgenvögel, denn so die Götter nicht merken, dass ihr euch im Haus befindet, verschonen sie es vielleicht.“

Soweit die Geschichte. Was war nun der Rat des Konfuzius? Er riet den Mitbewohnern, in ihrer Not nicht zu den Göttern zu rufen, sondern zu schweigen, um die Götter nicht auf sich aufmerksam zu machen.

Wie anders unser großer, gütiger und barmherziger Gott! Er lädt uns ein, in der Not nicht zu schweigen, sondern zu Ihm zu rufen:

Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten
und du sollst mich preisen. (Psalm 50:15)

Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören;
ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen
und zu Ehren bringen. (Psalm 91:15)

Leidet jemand unter euch? Er bete. (Jakobus 5:13)

Und der Mensch, der so handelt, erfährt nicht, dass Gott auf ihn aufmerksam wird und ihm schadet. Nein, Er erfährt, dass Gott zu Seinem Wort steht und eingreift:

Ich suchte den HERRN, und er antwortete mir;
und aus allen meinen Ängsten rettete er mich. (Psalm 34,5)

Denn du, Herr, bist gut und zum Vergeben bereit,
groß an Gnade gegen alle, die dich anrufen. (Psalm 86:5)

Zum HERRN rief ich in meiner Not, und er erhörte mich. (Psalm 120:1)

Wer stille ist in seiner Not, muss sich nicht wundern, wenn die Not zu- und die Verzweiflung überhand nimmt. Wer in und mit seiner Not die Einladung Jesu annimmt und den Herrn sucht, wird Seine Hilfe erfahren.

Jetzt stehe ich vorm Spiegel, sehe mich an und frage mich: Warum habe ich so viele Kämpfe im Leben? Warum bedrückt mich meine Not in einem Maße, dass ich es nicht begreifen kann? Warum versinke ich in Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und Zweifel? Warum erfahre ich nicht die Hilfe des Herrn, die Er doch verheißen hat? - Und in meinem Herzen erinnert mich Gottes Geist, dass derjenige errettet werden soll, der Ihn in der Not anruft. Und der Geist Gottes erinnert daran, dass es auch in Psalm 107 über die Menschen in den verschiedensten Nöten heißt: „Da schrieen sie zum Herrn in ihrer Not, und er rettete sie aus ihren Ängsten!“

Weder das Warten auf bessere Zeiten, noch sich Hineingeben in den Schmerz bringt Erlösung. Erlösung und Hilfe kommen von Jesus selbst, wenn wir in unseren Nöten zu Ihm schreien. Versuchs!

Freitag, 15. November 2024

Maßstäbe

Ein Zentimeter bleibt immer ein Zentimeter. Ein Kilo bleibt ein Kilo. Sollte eine Nation sich entscheiden, andere Maße – wie Inch und Pfund – einzuführen, dann sind das neue Maße. Zentimeter und Kilo bleiben davon ungerührt.

Gottes Wort bleibt unfehlbar und unveränderbar Gottes Wort. Sollte der Mensch sich überlegen, andere Werte einzuführen, ändert das nichts an der Gültigkeit und dem Wert des Wortes Gottes. Leider versucht es der Mensch immer wieder, das Wort Gottes außer Kraft zu setzen und seine eigenen zerstörerischen Werte aufzurichten.

Ein Firmenbesitzer musste feststellen, dass seine Produktion behindert wurde, weil seine Leute zu spät von der Mittagspause zurückkamen. Wenn die Sirene ertönte, waren die Wenigsten zurück an ihren Maschinen. So stellte er ein Schild neben einem Vorschlagskasten auf und versprach eine Geldprämie für die beste Antwort auf die Frage: „Was sollen wir tun, um sicherzustellen, dass jeder Mann zurück am Arbeitsplatz ist, wenn die Sirene ertönt?“

Es gab viele Vorschläge. Einer löste das Problem. Über einen anderen musste der Firmenleiter schmunzeln, als er auf einer Antwortkarte las: „Lassen Sie einfach den letzten Mann der kommt, den Sirenenknopf drücken!“

Das wäre eine Lösung gewesen, aber eine schlechte! Regeln, Maßstäbe herunterzuschrauben oder zu verwässern hat selten geholfen. Gottes Wort herunterzuschrauben oder zu verwässern noch nie! Zinzendorf schrieb das Lied, in dem es heißt:

Herr, dein Wort, die edle Gabe, diesen Schatz erhalte mir! (…)
Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruhn?
Mir ist’s nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu tun.

 Aber wie vermeiden wir in einer Zeit der Gottlosigkeit und des vermehrten Spotts, dass Gottes Wort und damit unser Zeugnis verwässert wird?

Der Missionar Lou Nicholes erzählt, wie nach einem Sturm eines Nachts ein großer Baum quer über der Straße lag. Im Laufe vieler Jahre war er zu einem stattlichen Baumriesen gewachsen. Jetzt war nur noch ein zersplitterter Stumpf übrig. Die Stadtverwaltung gab eine nähere Untersuchung in Auftrag. Dabei fand man heraus, dass der Baum im Kern verfault war. Tausende kleiner Insekten hatten im Inneren sein Herz zerfressen. Die Schwäche des Baumes kam nicht durch den plötzlichen Sturm. Die Schwäche des Baumes begann in dem Moment, als das erste Insekt sich in der Rinde einnistete. Wir kennen ähnlichen Schaden aus den letzten Jahren durch den Borkenkäfer.

Niemand kann einen Kilometer umdefinieren als sei er eine Meile. Niemand kann Gottes Wort umdefinieren als sei es lediglich Menschenwort. Überall, wo das getan wird, geht es bergab.

Lasst uns an den Maßstäben des Wortes Gottes festhalten und mit der Hilfe des Heiligen Geistes darauf achten, Ihm und Seinen Wegen treu zu folgen. Wir dürfen Gottes Wort niemals unserem Leben anpassen, sondern immer unser Leben dem Wort Gottes.

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg. (Psalm 119:105)

Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkündigen würden als das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht! (Galater 1:8)

Fürwahr, ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht; 19 und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt, und von den Dingen, die in diesem Buch geschrieben stehen. (Offenbarung 22:18+19)

Donnerstag, 14. November 2024

Heiligung ...? (2)

Gestern ging es um eine Definition des Begriffs: „Heiligung“. Zitiert wurden u.a. Verse aus dem 1 Thessalonicherbrief und dem 1 Petrusbrief. In 1 Petris 1:16 fordert Gott uns auf:

Ihr sollt heilig sein, denn: ich bin heilig.

In 1 Thessalonicher 4:3+7 lesen wir:

Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr euch der Unzucht enthaltet.Denn Gott hat uns nicht zur Unreinheit berufen, sondern zur Heiligung.

Als – zugegebenermaßen unvollkommene – Definition hatten wir zitiert:

In der Heiligung zu leben bedeutet, das zu lieben,
was Gott liebt, und das zu hassen, was Gott hasst.

Während die ersten Verse in Kapitel 4 Heiligung mit moralischer Reinheit verbinden, nennt Paulus im Laufe des 4. Kapitels im Thessalonicherbriefs einen weiteren Bereich, in dem ein Leben in der Heiligung deutlich wird: Die (Bruder-)liebe. Wir lesen (1 Thessalonicher 4:9+10):

Über die Bruderliebe aber braucht man euch nicht zu schreiben; denn ihr seid selbst von Gott gelehrt, einander zu lieben, 10 und das tut ihr auch an allen Brüdern, die in ganz Mazedonien sind. Wir ermahnen euch aber, ihr Brüder, dass ihr darin noch mehr zunehmt

Der zweite Bereich den Paulus in unserem Text erwähnt ist, ist die Liebe. Niemand von uns bezweifelt, dass Liebe grundlegend ist.

1990 starb der Arzt und Psychiater Dr Karl Menninger im Alter von 93 Jahren. Während seiner aktiven Jahre suchte er nach der Ursache für die Krankheiten vieler seiner Patienten. Eines Tages rief er sein Klinikpersonal zusammen und entwarf einen Plan, um in seiner Klinik eine „Atmosphäre einfallsreicher Liebe“ zu schaffen. Alle Patienten sollten mit viel Liebe behandelt werden; in ihrer Gegenwart sollten keine lieblosen Verhaltensweisen an den Tag gelegt werden. Pflegepersonal und alle Ärzte sollten ihre Arbeit in den verschiedenen Räumen mit einer liebevollen Einstellung verrichten. Ergebnis: Nach sechs Monaten halbierte sich die sich die Zeit, die die Patienten in seiner Klinik verbrachten.

Liebe ist grundlegend für die seelische, oft auch körperliche Gesundheit von Menschen. Liebe ist aber auch grundlegend für ein gesundes, geistliches Leben und damit ein Leben in der Heiligung. Wenn reine Nächstenliebe so etwas vermag, wieviel mehr vermag die Liebe Jesu, die durch ein geheiligtes Leben offenbar wird! Immer wieder äußert sich auch der Apostel Johannes zu diesemThema:

Gott ist Liebe! (1 Johannes 4:8) Gottes Liebe kann nicht überbetont werden.

Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, gleichwie ich euch geliebt habe. (Johannes 15:12)

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander lieben sollt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. (Johannes 13:34+35)

Neben einem Leben in Reinheit ist die gelebte Liebe ein untrügliches Merkmal eines geheiligten Lebens. „In der Heiligung zu leben bedeutet, zu lieben, was Gott liebt, und zu hassen, was Gott hasst. Darum lasst uns mit Eifer Hebräer 12:14 zu Herzen nehmen:

Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung,
ohne die niemand den Herrn sehen wird!