„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Montag, 24. Juni 2024

Wüstenzeiten (3)

Wir haben uns Ende letzter Woche mit Menschen des Alten und Neuen Testaments beschäftigt, deren Leben sich zumindest teilweise in der Wüste abspielte, sowohl physisch als auch seelisch oder geistlich. Sie alle gingen gesegnet und gestärkt aus diesen Zeiten hervor.

Vielleicht verwundert es einige, dass selbst Jesus seine Wüstenzeiten hatte. Noch als Säugling musste Er vermutlich durch die Wüste, denn die Flucht von Bethlehem nach Ägypten verlief der Überlieferung nach durch Gaza und die Wüste Sinai. Was erlebte Er dort – in der Hitze, in Gefahr und in Trockenheit? Bewusst erlebte Er als Säugling wohl so gut wie nichts, außer der Nähe Seiner Mutter Maria und ihrem Mann, Joseph. Aber unbewusst erfuhr Er die Bewahrung, den Schutz und die Versorgung durch Seinen himmlischen Vater. Auch in Wüstenzeiten, in denen wir bewusst keine besonderen Erfahrungen mit Gott machen, ist der himmlische Vater anwesend und hält Seine Hand über uns.

Als Jesus Seinen Dienst beginnt, heißt es in Lukas 4:1:

Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kam zurück vom Jordan. Und er wurde vom Geist in der Wüste umher geführt

Tatsächlich ist es nicht der Teufel, der einen geistlich entkräfteten Jesus in die Wüste treibt, sondern es ist der Geist Gottes, der einen geisterfüllten Jesus in die Wüste führt. Hier erfährt Jesus eine 40-tägige Wüstenzeit, die Er gezielt zur Vorbereitung für Seinen Dienst nutzt. In der Wüste bereitet der Vater im Himmel Ihn zu, und aus dieser Wüstenzeit geht Jesus geistlich gestärkt hervor. Dreimal versucht Ihn Satan anschließend zur Sünde. Dreimal weist Jesus Satan siegreich zurecht. Schließlich muss Satan aufgeben und weichen. Das war NACH der Zeit in der Wüste, in der Jesus vorbereitet wurde für Seinen Dienst.

Aber auch während seines Lebens gab es Zeiten, in denen Jesus in der Wüste Seinen himmlischen Vater aufsuchte und Ihm begegnete. In Lukas 5:16 (NLB) heißt es:

Jesus zog sich jedoch immer wieder zum Gebet in die Wüste zurück.

Gebet in der Wüste. Außerhalb der Wüstenzeiten musste Jesus viele Kämpfe kämpfen: mit Zweiflern, mit Seinen Jüngern, mit den religiösen Fanatikern und Diskutierfreudigen, mit Neidern, mit dämonisierten Personen und mit Menschen, die Ihn umbringen wollten. Das kostete selbst Jesus geistliche Kraft, aber das Gebet in der Wüste ließ Ihn nie kraftlos sein. Selbst in Seiner dunkelsten Stunde – nicht in der Wüste, sondern in einem Garten – fand er Kraft von oben.

Selbst Jesus zog durch Sandwüsten und Er kannte den Kampf in den Wüstenzeiten des Lebens. Aber gerade mitten in diesen Zeiten erfuhr Er auch immer wieder die stärkende Hand Seines Vaters im Himmel. Gott erlaubt – ja, führt manchmal hinein in Wüstenzeiten, um uns näher zu Sich selbst zu ziehen. Er möchte, dass wir Ihm auch in den Hitzezeiten des Lebens vertrauen und Ihn kennenlernen als den, der auf dem Berg und in den Tiefen, im Leben und im Sterben, auf den Höhenwegen und in den Todestälern bei uns ist.

Und der Erfahrungswert, die Qualität unserer Gotteserfahrung, ist vermutlich höher, wenn wir Ihm in der Wüste begegnen als im Schlaraffenland.

Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. (Hebräer 13:8)

Sonntag, 23. Juni 2024

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

3. Mose 26:3-13

3 Wenn ihr nun in meinen Satzungen wandelt und meine Gebote befolgt und sie tut,
4 so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll seinen Ertrag geben, und die Bäume auf dem Feld sollen ihre Früchte bringen.
5 Und die Dreschzeit wird bei euch reichen bis zur Weinlese, und die Weinlese bis zur Saatzeit, und ihr werdet euch von eurem Brot satt essen und sollt sicher wohnen in eurem Land.
6 Denn ich will Frieden geben im Land, dass ihr ruhig schlaft und euch niemand erschreckt. Ich will auch die bösen Tiere aus eurem Land vertreiben, und es soll kein Schwert über euer Land kommen.
7 Ihr werdet eure Feinde jagen, dass sie vor euch her durchs Schwert fallen;
8 fünf von euch werden hundert jagen, und hundert von euch werden zehntausend jagen; und eure Feinde werden vor euch her durchs Schwert fallen.
9 Und ich will mich zu euch wenden und euch fruchtbar machen und mehren und meinen Bund mit euch aufrecht halten.
10 Und ihr werdet von dem Vorjährigen essen und das Vorjährige wegen des Neuen wegtun müssen.
11 Ich will meine Wohnung in eure Mitte setzen, und meine Seele soll euch nicht verabscheuen;
12 und ich will in eurer Mitte wandeln und euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein.
13 Ich, der HERR, bin euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, damit ihr nicht mehr ihre Knechte sein solltet; und ich habe die Stangen eures Joches zerbrochen und euch aufrecht gehen lassen.

 Herzliche Einladung:

Anbetung - Gottes Wort
Gebet - Gemeinschaft
Gemeinsames Mittagessen

  Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Wenn du Gott ungehorsam bist, verspielst du Freude und Segen.
(John MacArthur)

Gehorsam gegenüber Gottes Plänen führt immer zum Segen!
(Phillip Nunn)

Samstag, 22. Juni 2024

Wüstenzeiten (2)

Gestern ging es um mehrere verschiedene Personen aus dem Alten Testament. Sie alle durchquerten Wüsten im Leben – Sandwüsten und auch emotionale und geistliche Wüsten. In ihrer aller Leben wurden die Zeiten in der Wüste zu Zeiten der Begegnung mit Gott. Heute sollen 3 weitere Personen genannt werden, die Sand- und andere Wüsten kannten, in denen sie Gott begegneten.

Von Johannes dem Täufer heißt es in Matthäus 3:1+3:

In jenen Tagen aber erscheint Johannes der Täufer und verkündigt in der Wüste von Judäa … Das ist der, von welchem geredet wurde durch den Propheten Jesaja, der spricht: »Die Stimme eines Rufenden ertönt in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade eben!«

Quelle: HIER
Johannes der Täufer ist jedem Bibelleser bekannt. In der Wüste verkündigte er das Kommen des Messias. In der Wüste rief er zu Buße und Umkehr auf, und in der Wüste ließen sich Scharen von Menschen taufen. Für ihn war die Sandwüste keine Tragödie. Hier wirkte Gott durch ihn. Aber später geriet sein geistliches Leben in eine Wüste – so gewaltig, dass er an seiner eigenen Botschaft zu zweifeln begann. Um der Gerechtigkeit willen sitzt er ohne Aussicht auf Freilassung im Gefängnis. Nach Matthäus 11:3 sendet er Boten zu Jesus mit der Frage: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten?

Johannes blieb seinem Glauben und seinem Gott treu. Er starb als Märtyrer und Jesus ehrt ihn mit den Worten (Matthäus 11:10+11):

„Dieser ist’s, von dem geschrieben steht: »Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.« 11 Wahrlich, ich sage euch: Unter allen, die von einer Frau geboren sind, ist keiner aufgetreten, der größer ist als Johannes der Täufer; der aber der Kleinste ist im Himmelreich, ist größer als er."

Ja, Johannes kannte Wüstenzeiten, und in den Wüstenzeiten wandte er sich an Jesus, erfuhr von Ihm Antworten auf seine Zweifel und Fragen und wurde (ohne dass er selbst es wusste) von Jesus hoch gelobt.

Auch Philippus kannte Wüstenzeiten. Oft denken wir, dass die „Helden“ Gottes so mit Gott verbunden waren, dass sie nie Situationen erfahren mussten, die wir heute erleben. Über Philippus heißt es in Apostelgeschichte 8:6-8:

Und das Volk neigte einmütig dem zu, was Philippus sagte, als sie ihm zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat. 7 Denn die unreinen Geister fuhren aus vielen Besessenen aus mit großem Geschrei, auch viele Gelähmte und Verkrüppelte wurden gesund gemacht; 8 und es kam große Freude auf in jener Stadt.

Ein reich gesegneter Dienst! Viele geistlich hungrige Menschen! Zeichen und Wunder! Heilungen und Befreiungen! Philippus war der Gesegnete des Herrn in Samaria! --- UND DANN SCHICKT GOTT IHN IN DIE WÜSTE (aufeine öde Straße zwischen Gaza und Jerusalem)! Führte jemand seinen Dienst weiter? Brachte jemand anders die geistliche Ernte ein? Die Bibel schweigt darüber. Jesus beendet den Dienst des Philippus und schickt ihn auf eine einsame Straße in der Wüste. Dort begegnet er nicht nur einem Beamten aus Äthiopien, sondern auch Gott. Denn Gott fügt alles so, dass es sofort zu einem geistlichen Gespräch kommt, dass der Beamte zum rettenden Glauben an Jesus findet und sich sogar gleich taufen lässt. Manchmal befinden sich Menschen in einer Wüste und fühlen sich von Gott beraubt. Aber Gott beraubt Seine Kinder nicht. Manchmal führt Er uns in die Wüste, um uns zu zeigen, dass Er auch in der Wüste Derselbe ist.

Am Montag werden wir die „Wüstenzeiten“ Andachten mit Teil 3 abschließen. Allen Lesern möchte ich zurufen: Haltet auch in den Wüstenzeiten an dem Einen fest, den Ihr in den guten Zeiten des Lebens als gerecht und treu kennengelernt habt.

Freitag, 21. Juni 2024

Wüstenzeiten

Kennst Du Wüstenzeiten? Nein, ich meine nicht die eine oder andere Stunde, in der man Durst hat nach einem erfrischenden Getränk. Ich meine auch nicht den Tag oder zwei, an dem einem die Hitze mehr zu schaffen macht als an anderen Tagen, auch nicht die Reise von A nach B, die ich alleine unternehmen muss, aber immer mit dem Ziel vor Augen. Nein, all das meine ich nicht! Ich meine Wüstenzeiten, in denen die trockene Zunge am Gaumen klebt, in denen die Hitze die Haut versengt und das Leben zur Qual wird; Zeiten, in denen man sich einfach durch die Öde, Hitze und Trockenheit weiter schleppt, ohne noch ein Ziel vor Augen zu haben. Das Leben scheint nicht mehr lebenswert. Kennst Du solche Wüstenzeiten?

Lass mich Dich erinnern an einige unserer gemeinsamen Freunde, die durch ähnliche Wüstenzeiten mussten, die darin nicht gestorben, sondern gewachsen sind.

Abraham! Immer wieder beinhaltete Gottes Führung auch Wüstenzeiten. In 1 Mose 20:1 (HfA) heißt es:

Abraham zog südwärts in die Wüste Negev und wohnte eine Zeit lang zwischen Kadesch und Schur. Danach ließ er sich in der Stadt Gerar nieder.

Gleichzeitig ist Abraham unser aller Glaubensvater. Ein Vorbild des Vertrauens in Gott, den Allmächtigen. Der Gott, der ins verheißene Land führt und uns die Durststrecken der Wüste zumutet, ist der Gott, der uns festhält und unseren Glauben stärkt und wachsen lässt!

Hagar! Nicht während ihrer Dienstzeit, sondern in der Wüste lernt sie Gott kennen. Das eine Mal sitzt sie als Schwangere auf der Flucht in der Wüste. Verzweifelt, hoffnungslos und hilflos. Dann, einige Jahre später, scheint sie mit ihrem Sohn – dem Tod nah – in einer Wüste.

Gott versorgt beide mit Wasser und gibt Hagar eine gewaltige Segensverheißung für ihren Sohn Ismael. In der Wüste war sie Gott auf einmalige Weise begegnet und gab Gott einen Namen, der nur in 1 Mose 16:13 erwähnt wird: El Roi: Der Gott, der mich sieht

Mose! Mit seinen Schafen war er unterwegs – in der Wüste! Ein flüchtiger Mörder. Er hatte Gutes gewollt – und versagt! Wie oft ihm das alles wohl durch den Kopf ging? Dann begegnet ihm Gott und beruft ihn zu seinem Lebenswerk. Und auch dieses Lebenswerk spielt sich in der Wüste ab. Ein Mann, den Gott gebraucht in jahrzehntelanger Wüstenzeit. Gottes Wort bezeugt, dass es keine leichte Aufgabe war und Mose oft am Ende seiner Kraft war.

Israel! Kein Mensch und Volk hat Gott in Wüstenzeiten erleben dürfen wie das Volk Israel. Auf allen Ebenen hat Gott sich in der Hitze, den Trockenheiten und der Eintönigkeit der Wüste als der Allmächtige und Gnädige erwiesen. In der Wüste haben sie Seine Fürsorge, Führung, Heilung, Siegeskraft und vieles andere erfahren. In der Wüste haben sie Seine Stimme gehört und Seine Herrlichkeit gesehen. Nicht, dass es ihnen immer bewusst war. Die Strapazen der Wüste haben ihnen viel zu oft – und unnötigerweise – Augen und Ohren verstopft. Sie besaßen nur wenig von Abrahams Glauben. Aber Gott war auch in der Wüste bei ihnen.

Elia! Nicht zu vergessen! Das ganze Land war dabei, zu einer Wüste zu werden, denn Gott strafte Israel mit Dürre. Er gebrachte Elia für eins Seiner bekanntesten Wunder im Alten Testament. Aber nachdem Gott durch Elia einen gewaltigen Sieg errungen hatte, fiel Elia unmittelbar in eine seelisch-geistliche Wüstenzeit. Ganz heftig, mit allem, was dazugehört: Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit, Perspektivlosigkeit und Todeswunsch. Aber gerade in dieser Wüstenzeit schickt Gott ihn in die Wüste und begegnet ihm, erweist ihm weitere Wunder und stellt ihn wieder her. Auch Elias‘ Wüstenzeit endete in der Begegnung mit Gott.

Kennst Du Wüstenzeiten? Gehst Du momentan durch eine Wüste in Deinem Leben? Lass Dir sagen: Gott wartet in den Wüsten unseres Lebens auf uns. Er ist da, um Dir zu begegnen. Du bist da, um Ihm zu begegnen.

Lass Wüstenzeiten in Deinem Leben zu Begegnungszeiten mit Jesus werden!

Fragen? Schreib mir über das Kontaktformular im Seitenfenster. Und lies auch den Eintrag am morgigen Tag. Da geht’s ähnlich weiter.

Donnerstag, 20. Juni 2024

Gebet um Demut

Nur mit sehr wenigen Ausnahmen werden Stolz oder Hochmut in der Bibel positiv erwähnt. Ausnahmen finden wir z.B. in den Aussagen, dass der Herr „der Stolz Israels“ ist (Amos 8:7; vgl. auch Jesaja 4:2; Jesaja 63:1; Psalm 47:5 u.a.). Fast alle Verse der Bibel, in denen es um Stolz oder Hochmut geht, warnen und bewerten beides als negativ uns sündig.

Stolz war die Ursünde Satans, dessen Herz sich erhob und der sich Gottes gleichmachen wollte (Jesaja 14:13+14). Stolz wurde ihm zum Fallstrick und bis heute benutzt er gerne das Mittel, das ihn selbst zu Fall brachte: Stolz. Leider mit viel Erfolg.

Demut ist keine dem Menschen angeborene Eigenschaft. Zwar sieht das Gewand der Demut gut aus, und fast jeder würde es gerne tragen, aber – Achtung! Unter dem Gewand der Demut versteckt sich so manches Kleid des Stolzes. Von einem unbekannten Autoren stammt die Aussage: „Wer so viel Demut im Schaufenster hat, hat davon nicht mehr viel auf Lager.“

Dabei sollte Demut das Erstrebenswerte aller Jünger Jesu sein. Immerhin prophezeit Gottes Wort den Fall des Stolzen einerseits und reichen Segen für den Demütigen andererseits (Sprüche 16:18 und 22:4)

Stolz kommt vor dem Zusammenbruch, und Hochmut kommt vor dem Fall.

Der Lohn der Demut und der Furcht des Herrn ist Reichtum, Ehre und Leben.

Genau das finden wir auch im Leben und Vorbild Jesu, von dem es in Philipper 2:5-11 heißt:

Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, 6 der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; 7 sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen; 8 und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. 9 Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, 10 damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, 11 und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Jesus hat uns als Seine Jünger eingeladen, Ihm auf diesem Weg der Demut und Erhöhung zu folgen (Matthäus 11:29):

Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!

In einem Gebet bringt A.W. Tozer genau das zum Ausdruck (‚The Price of Neglect‘ S. 104-105):

„Lieber Herr, ich weigere mich ab sofort, mich mit deinen Dienern zu messen. Sie haben größere Gemeinden als meine. So sei es. Ich freue mich über ihren Erfolg. Sie haben größere Begabungen. Sehr gut. Es liegt weder in ihrer Macht noch in meiner. Ich bin in Demut dankbar für ihre größeren Begabungen und meine kleineren. Ich bete nur dafür, dass ich zu deiner Ehre solche bescheidenen Begabungen, die ich habe, gebrauchen möge. Ich werde mich mit niemandem vergleichen, noch werde ich versuchen, mein Selbstwertgefühl aufzubauen, indem ich feststelle, wen ich in deinem heiligen Werk übertreffen könnte. Ich verwerfe hiermit allumfassend einen mir innewohnenden Wert. Ich bin nichts als ein unnützer Diener. Ich gehe gerne zum Fuß des Kreuzes und sehe mich selbst als den Letzten deines Volkes. Wenn ich mich in meinem Urteil über mich selbst täusche und mich tatsächlich unterschätze, dann will ich es gar nicht wissen. Ich beabsichtige für andere zu beten und mich über ihren Erfolg zu freuen, als wäre es mein eigener. Und es ist tatsächlich mein eigener Erfolg, wenn es dein Erfolg ist, denn, was dein ist, ist mein, und während der eine pflanzt und der andere bewässert, bist es du allein, der das Wachstum gibt.“

Betest Du mit?