„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Montag, 21. August 2023

NUR HEUTE!

In diesem Monat der einzige Männerabend: HEUTE!
Komm, bring Freunde mit!

Männerabend der CCFG!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Uhr

Gemeinschaft

Immer wieder mal werde ich gefragt: „Was ist eigentlich Deine Vision für Eure Gemeinde?“ Das hört sich sehr fortschrittlich und zeitgemäß an, denn heute hat jede Organisation, jedes Unternehmen und – eben auch – viele Gemeinden ein „Vision Statement“.

Seitdem ich den Dienst als Pastor ausführe, habe ich mir Apostelgeschichte 2:42 zum Ziel gesetzt. Ich glaube, Apostelgeschichte 2:42 gibt uns Gottes Vision für die Gemeinde, Seinen Leib – egal, wo auf der Welt. Wenn wir Apostelgeschichte 2:42 als Vision vor Augen haben, sind wir auf Gottes Weg

"Und sie blieben beständig

  • in der Lehre der Apostel
  • und in der Gemeinschaft
  • und im Brotbrechen
  •  und in den Gebeten.“

Gestern, in unserem Gottesdienst ging es um den Aspekt der Gemeinschaft. Der Herr bezeichnet alle Gläubigen als „Seinen Leib“. Natürlich (!) möchte Er, dass wir in Gemeinschaft miteinander leben und kein Einzelgänger-Christentum leben. Wie unbeschwert gehen wir manchmal durchs Leben, ahnungslos, welche Gefahren und Kämpfe vor uns liegen.

Linda (alle Namen geändert), eine junge Frau, wollte spät im Herbst allein über einen kurvenreichen Pass in Osteuropa fahren. Allein! Die Straße war holprig und steil. Linda wusste nicht, dass man nicht alleine in einem rappeligen PKW diesen Pass überquert. Sie fuhr einfach los – eine Straße entlang, auf der gewöhnlich nur Allradfahrzeuge fahren. Am ersten Abend fand sie kurz vor dem Berggipfel ein Zimmer mit Frühstück.

Sie verstand zwar zunächst nicht, warum der Rezeptionist so überrascht aussah, als sie ihn bat, am nächsten Morgen um 5 Uhr geweckt zu werden. Aber als sie erwachte, verstand sie es, denn das Motel und der ganze Berg lagen in dichtem Nebel.

Linda wollte sich keine Blöße geben, stand auf und ging zum Frühstück. Zwei Trucker – LKW Fahrer – luden Linda ein, sich zu ihnen an ihren Tisch zu setzen. "Wohin geht die Reise?" fragte einer der Trucker. 'Über den Pass und runter in die Nachbarprovinz' sagte Linda. „In der kleinen Rappelkiste da draußen? Niemals! Bei dem Wetter ist der Pass echt gefährlich.“ - „Ich werde es auf jeden Fall versuchen“, war Lindas Antwort. Dann müssen wir dich wohl umarmen“, meinte der Trucker. Als Linda eine defensive Bewegung machte, kicherte der Mann und erklärte:Wir fahren mit einem LKW vor Dir her und mit dem anderen hinter Dir. Auf die Weise kommst Du heil an.

Bis ins Tal war dichter Nebel. Linda folgte den beiden roten Punkten vor sich und hatte die Sicherheit einer starken Eskorte hinter sich. So kam sie wohlbehalten an ihrem Ziel im Tal an.

Unser Lebensweg ist oft ein Weg mit nebligen oder anderweitig gefährlichen Abschnitten.  Abschnitte, in denen wir einander brauchen.

In unserem geistlichen Leben benötigen wir die Umarmungen der Geschwister, die mit uns unterwegs sind, die den Weg kennen, uns vorangehen und die Nachhut bilden. Geschwister, die hinter uns stehen und uns ermutigen voranzukommen.

Das möchte Gott aus uns allen machen, auch aus Dir! Einen Beitrag zur Gemeinschaft innerhalb Seines Leibes, der Gemeinde. Gemeinschaft ist Seine Vision für Dich und die Gemeinde, zu der Du gehörst.

Ist schon ein interessanter Gedanke, dass Du Teil der Vision Gottes bist für die Seinen und für Sein Werk, nicht wahr?!

Sonntag, 20. August 2023

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

 

Predigtthema:
Gottes Vision für Seine Gemeinde / Gemeinschaft

Apostelgeschichte 2:42: "Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten." 
 
Wir laden ein zu unserem Gottesdienst mit froher Anbetung, Kindersegnung, Predigt und Gebet. Nach dem Gottesdienst besteht die Möglichkeit, Gebet zu empfangen. Komm, bring Freunde mit!

Lobpreis - Segnung
Gottes Wort - Gebet
Gemeinschaft - Mittagessen
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen 
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

"Wenn ein Christ die Gemeinschaft mit anderen Christen scheut, 
lächelt der Teufel. 
Wenn der Christ aufhört, in der Bibel zu lesen, 
lacht der Teufel. 
Wenn er aufhört zu beten, 
jauchzt der Teufel vor Freude."
(Corry ten Boom)

Samstag, 19. August 2023

„♫Aber Morgen ist Sonntag …♫“

Aber morgen ist Sonntag, da hat Schaffen ein End’.“  So die letzte und einzige Zeile des Liedes meiner Mutter, an die ich mich noch erinnern kann. Was war es für eine Freude, wenn man nach einer harten Arbeitswoche die Arbeit ruhen lassen konnte. Mit dem Sonntag stand ein Tag an, an dem die Arbeitskleider liegen blieben und die Sonntagskleider aus dem Schrank geholt wurden. Der Sonntag war der Tag des Herrn (übrigens ein biblischer Begriff für den Sonntag, den ersten Tag der Woche), Es war der Tag, an dem die Alltagsarbeit ruhte und der Glaube genährt wurde. Erst nachmittags kam man zu Geselligkeit oder gemeinsamen Unternehmungen zusammen.

In Vorbereitung für den morgigen Sonntag (Thema: Koinonia-Gemeinschaft) fand ich den nachdenkenswerten Artikel eines unbekannten Autoren, den ich zwecks Übersetzung und Anpassung nur leicht bearbeitet hier weitergebe:

Wenn Menschen dazu ermutigt werden, alles beiseite zu legen, was sie daran hindert, regelmäßig ihre Gottesdienste zu besuchen, sagen sie oft: „Ich sollte eigentlich da sein, aber ich denke, Gott versteht das!“

Gott hat in Hebräer 10,25 zu Protokoll gegeben, dass wir  die Versammlung nicht verlassen …“ sollen. Er versteht eben nicht, warum einige seiner Leute absichtlich an der Gewohnheit festhalten, die Versammlung zu verlassen!

Lasst uns beten, dass Gott uns hilft, die Notwendigkeit, den Zweck und die Kraft der Teilnahme an Bibelstunden und Gottesdiensten zu verstehen, wann immer die Türen offen sind. Und lasst uns um den Mut beten, unseren Teil dazu beizutragen, dass die Versammlung der Heiligen zu einer Zeit der Liebe, des Lobes und des geistlichen Wachstums wird!

Gott versteht, dass wir uns treffen müssen, um Ihn zu loben und Sein Wort zu studieren. Gott versteht, dass andere die Ermutigung unserer Anwesenheit brauchen. Wir sind eine Familie, die Er zusammengestellt hat. Er versteht die Gemeinschaft in der Gruppe, die Kraft der Menschen, die zusammenkommen, um sich gegenseitig zu stärken. Aber verstehen wir diese Dinge?

Oft verstehen wir das nicht – und deshalb lassen so viele zu, dass Satan eine kleine Ausrede nach der anderen in ihr Leben einbringt, bis sie von unserem Gott und seiner Gemeinde getrennt werden.

Es ist eine Angelegenheit von geistlichem Leben und Tod, nicht nur für uns, sondern auch für andere, die wir beeinflussen. Denk darüber nach!

Soweit die Gedanken des unbekannten Autors zum Sonntag. Ich möchte Dich ermutigen, Deine Gemeinde … oder eine Gemeinde an Deinem Urlaubsort zu besuchen und Gemeinschaft mit anderen Christen haben. Und wenn Du in der Gemeinschaft mit Christen müde oder nachlässig geworden bist, dann triff jetzt (ja JETZT!) die Entscheidung, dass sich das ab sofort ändern muss und soll.

Solltest Du in unserer Nähe wohnen und keine Gemeinde haben, in der der biblische Jesus verkündigt wird, laden wir herzlich ein:

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr  

Freitag, 18. August 2023

Jesus KENNEN!

In unserer Bibelstunde lehrt Andrew Rann zurzeit durch den 1 Johannesbrief. Vorgestern waren wir in Kapitel 2 unterwegs und es ging um die Verse 12-14:

Ich schreibe euch, ihr Kinder, weil euch die Sünden vergeben sind um seines Namens willen. Ich schreibe euch, ihr Väter, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist. Ich schreibe euch, ihr jungen Männer, weil ihr den Bösen überwunden habt. Ich schreibe euch, ihr Kinder, weil ihr den Vater erkannt habt. Ich habe euch geschrieben, ihr Väter, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist. Ich habe euch geschrieben, ihr jungen Männer, weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt.

Als wir den Text gemeinsam lasen und Andrew begann, darüber zu lehren, fiel das Wort kennen / erkennen auf. Ziemlich schnell kam in mir die Frage auf: Wie gut „kenne“ ich Jesus eigentlich? Wie gut „kenne“ ich Gott, meinen Vater? Wie gut „kenne“ ich den Heiligen Geist?

Diese Frage möchte ich an Dich weiterreichen. Wie gut kennst Du die drei Personen des dreieinigen Gottes?

Zunächst werden viele schnell antworten: Ich könnte darüber einige Fragen biblisch beantworten. Andere, wie auch ich, werden sogar antworten: Ich weiß einiges darüber und habe auch schon über jede Person der Dreieinigkeit gelehrt. Die meisten Jesusjünger werden sagen: Ich glaube an den einen Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Nur: Das ist nicht wirklich die Frage! Die Frage ist nicht: Was weißt Du über den Vater im Himmel? Oder: Glaubst Du an Jesus? Oder: Spürst Du den Heiligen Geist?  Die Frage ist: Kennst Du Gott, den Vater? Kennst Du Gott, den Sohn? Kennst Du Gott, den Heiligen Geist?

Knapp über 50% der Deutschen sind auf dem Papier „Christen“ – aber jeder weiß, dass die meisten davon den Gott der Bibel nicht kennen! Selbst unter den evangelikalen Christen, den Christen im biblischen Sinn, gibt es große Unterschiede: Manche wissen viel über Gott, kennen Ihn aber wenig. Andere kennen Gott ganz gut, aber ihr Wissen hinkt hinterher. Manche kennen Gott eher allgemein, andere kennen Jesus sehr gut, aber mit dem Vater oder dem Heiligen Geist können sie wenig anfangen.

Versteht Ihr, worauf ich hinausmöchte? Vorgestern in der Bibelstunde wuchs der Wunsch in mir, zu denen zu gehören, die IHN erkannt haben, die Gott, den Vater, den Sohn, Jesus Christus und den Geist Gottes, den Heiligen Geist kennen. Ich möchte mehr als Wissen, mehr als Information. Ich möchte Verbundenheit, Tiefe, Beziehung!

Wenn man mich fragen würde: „Kennst Du Frank-Walter Steinmeier?“ dann wäre meine Antwort: „Klar doch! Das ist unser Bundespräsident.“ Das wäre aber kein „Kennen“ im biblischen Sinn. Es wäre Wissen um seinen Namen, seine Position und seine Verantwortung. Würde man aber Steinmeiers Frau und seine Tochter fragen … die würden ihn kennen!

Zurück zu 1 Johannes 2:12-14. Jeder von uns passt geistlich gesehen in jeden der genannten Bereiche: manchmal sind wir Kinder, manchmal Jugendliche, manchmal Erwachsene. Es gibt immer die Möglichkeit, Vater, Sohn und den Heiligen Geist besser kennenzulernen: persönlich … vertraut … im Herzen und im Alltag.

Dann wissen wir nicht nur um die Liebe des Vaters – dann erfahren wir sie!
Dann wissen wir nicht nur um die Freiheit in Christus – dann sind wir frei!
Dann wissen wir nicht nur um die Kraft des Heiligen Geistes – dann leben wir darin.

Nicht von heute auf morgen, Ganz gewiss nicht. Der Weg vom Kind zum Erwachsenen ist ein Prozess. Aber wir wachsen im Kennen … in der Erkenntnis des dreieinigen Gottes. Was für ein herrliches, gesegnetes und hohes Ziel!

Mein Wunsch ist es, Christus zu erkennen und die mächtige Kraft, die ihn von den Toten auferweckte, am eigenen Leib zu erfahren. Ich möchte lernen, was es heißt, mit ihm zu leiden, indem ich an seinem Tod teilhabe. (Philipper 3:10 / NLB)

Donnerstag, 17. August 2023

Seltsame Boten Gottes

Ob große Fische, kleine Fische, große Vögel, kleine Vögel, Esel oder sogar Menschen – Gott manelt es nicht an Möglichkeiten, Boten zu senden, wohin Er möchte. Hier ein paar Beispiele.

In einer unserer Bibelstunden ging es einmal um den Propheten Jona. Wir kennen den Bericht. Als Jona ins tosende Meer geworfen wurde, sandte Gott einen großen Fisch, der Jona rettete und an Land brachte. Dieser große Fisch wird als Gottes Bote beschrieben. Möchte Gott Dich heute gebrauchen, um einem „Schiffbrüchigen“ – einem Menschen in Not – zu helfen?

Im neuen Testament finden wir den Bericht, wie ein kleiner Fisch an der Angel des Petrus zum Boten Gottes wurde. Eigentlich brauchte Jesus das Geld gar nicht. Aber Er wollte Anderen keinen Anstoß und keinen unnötigen Grund zum Murren liefern. Um eine ungerechtfertigte Steuer zu zahlen, ließ Er Petrus einen Fisch angeln, in dessen Maul ein Geldstück auftauchte. Der kleine Fisch wurde zum Überbringer des Segens. Möchte Gott Dich heute gebrauchen, um Frieden zu stiften oder Frieden zu bewahren?

Als Elia sich während der dreijährigen Dürre in Israel versteckte, versorgte ihn der Herr mit Wasser aus einem kleinen Bach. Aber Er schickte große Vögel, Raben, zu Elia um ihn mit Essen zu versorgen. Diese großen Vögel wurden zu Seinen Boten, die andere versorgten. Möchte Gott Dich heute gebrauchen, um einen Menschen in Not mit etwas zu versorgen?

Als die Arche nach der Flut aufgelaufen war und Noah nicht wusste, wie es draußen aussah, sandte er zweimal eine Taube aus. Beim zweiten Mal kam sie zurück mit einer illustrierten Botschaft: Die Wasser verlaufen sich, neues Leben beginnt. Die kleine Taube wurde zum Boten des großen Gottes. Möchte Gott, dass Du heute die Botschaft von neuem Leben (durch Jesus) jemandem bringst?

Als Bileam sich aufmachte, um Balak einen Gefallen zu tun, versperrte der bewaffnete Engel des Herrn –  für Bileam unsichtbar – den Weg. Es war dann Bileams Esel, der offene Augen hatte und Bileam erklären musste, dass er sich auf einem gefährlichen Weg befand. Möchte Gott, dass Du heute andere warnst, die auf einem gefährlichen Weg gehen?

Neben dieser Auswahl aus der Tierwelt offenbart Gott in Seinem Wort, dass es Ihm am Herzen liegt, MENSCHEN zu gebrauchen. Gott möchte Dich gebrauchen. Wenn Er Fisch, Vogel und Esel als Boten einsetzen kann, kann Er garantiert auch Dich und mich gebrauchen. Auf unsere Bereitschaft, uns gebrauchen zu lassen kommt es an.

Noch was zum Schluss: Abhängig ist Gott von keinem Lebewesen, weder Mensch noch Tier. In Lukas 19:40 erklärt Jesus seinen Widersachern, die das Jesus-Lob der Menschen verhindern wollen:

„Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.“

Ich für meinen Teil möchte nicht, dass mein Gotteslob durch Steine übernommen werden muss, weil von mir nichts kommt. Ich möchte auch nicht, dass Gottes Aufträge für mich von Vögeln, Fischen oder einem Esel ausgeführt werden müssen, weil ich nicht in die Gänge komme. Ich möchte mich lieber gleich freiwillig und froh unter die menschlichen Boten Gottes einordnen. Machst Du mit?

»Wie lieblich sind die Füße der Boten Gottes,
die Frieden verkündigen, die Gutes verkündigen!«
(nach Römer 10:15)

 

Mittwoch, 16. August 2023

Girolamo Savonarola - Mein Jesus

Es ist immer riskant, ein uraltes Lied in einen Blog einzustellen. Die Worte sind alt und überholt und manchmal etwas schmalzig. Ich tue's trotzdem. In einem früheren Urlaub habe ich den Geschichtsroman: Die Meistergeige von Ernst Schreiner gelesen. Hauptfigur ist der Vorreformator Savonarola (1452-1498), der kompromisslos die Sünden in Kirche und Staat anprangerte. Er zahlte einen hohen Preis. Aber sein Herz schlug nur für einen: Jesus! Ein Lied von ihm wird im Buch abgedruckt: "Mein Jesus"  Habt Geduld mit der Sprache und lasst Euch vom Geist des Liedes (dem Heiligen Geist) berühren.

Mein Jesus ist die Liebe,
Die heilgen Brand entfacht.
Die's Herz, das kalt und trübe,
Wie Blumen blühen macht;
Nur daß es Tag und Nacht
In ihm zu glühn sich übe.
Drum, Herz, vom Weltgetriebe
Fleug auf zur süßen Liebe!

Herz, fühlst du Todeswunden,
Dich heilt sein süßes Wort;
In ihm hast du gefunden
Den sichern, selgen Port.
O daß ich fort und fort
In diesem Hafen bliebe!
Herz, fleug vom Weltgetriebe
Zu deiner süßen Liebe!

Sei fürder nicht mein eigen,
Du Herz in meiner Brust;
Zu ihm sollst du dich neigen;
Die Welt hat wenig Lust;
Trug wär's, mir ist's bewußt,
Wenn ich mich ihr verschriebe.
Herz, fleug vom Weltgetriebe
Zu deiner süßen Liebe!

Willst du hier heimisch werden,
Bleibt Heimatruh dir fern;
Sturm herrscht und Streit auf Erden,
Leid ist des Lebens Kern.
Drum laß zum Morgenstern
Sich wenden alle Triebe.
Herz, fleug vom Weltgetriebe
Zu deiner süßen Liebe!

Laß fahren alle Geister
Und halte bei Jesu stand;
Er ist dein Herr und Meister.
Sag, wo ist eine Hand,
Die dich ins Vaterland
So siegsgewiß erhübe?
Herz, fleug vom Weltgetriebe
Zu deiner süßen Liebe!

Schwingt gegen mich die Waffen,
Die ihr die Liebe haßt!
Heil muß und Lust mir schaffen
Doch eurer Feindschaft Last;
Der Schild, den ich erfaßt,
Ist Jesu ewge Liebe.
Herz, fleug vomWeltgetriebe
Zu deiner süßen Liebe.
 
Heute Abend in unserer Bibelstunde geht es um diesen Jesus. Kennst Du Ihn? Möchtest Du Ihn kennenlernen - oder besser kennenlernen?  Lass Dich einladen:

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Ihr

Herzlich Willkommen!

Dienstag, 15. August 2023

Ein besonderer Vers aus dem Buch des Propheten Joel

Eigentlich müsste es heute um die Verse aus Joel 2 gehen, eingeleitet durch Vs 25: 

Und ich werde euch die Jahre zurückerstatten, welche die Heuschrecke, der Fresser, der Verwüster und der Nager verzehrt haben — mein großes Kriegsheer, das ich gegen euch gesandt habe.

DAS ist ein besonderer Vers! Und nur 3 Verse weiter beschreibt der Herr, wie Er erstatten will. In Joel 3:1-5 erklärt Er:

Und nach diesem wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Ältesten werden Träume haben, eure jungen Männer werden Gesichte sehen; 2 und auch über die Knechte und über die Mägde will ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen; 3 und ich werde Zeichen geben am Himmel und auf Erden: Blut und Feuer und Rauchsäulen; 4 die Sonne soll verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe der große und schreckliche Tag des HERRN kommt. 5 Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird gerettet werden; denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie der HERR verheißen hat, und bei den Übriggebliebenen, die der HERR beruft.

Solche Verse zeigen ihre Besonderheit immer wieder dadurch, dass sie Sehnsucht und die Suche nach Jesu Nähe in uns bewirken. Aber der „besondere Vers“ für heute geht all diesen Versen voraus. In Joel 2:13 ruft der Prophet aus und ermutigt die Hörer:

Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider, und kehrt um zu dem HERRN, eurem Gott; denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und von großer Gnade, und das Übel reut ihn.

Wo Gottes Volk Kapitel 2:13 beachtet, wird Gott ihnen Vs 25 zusprechen und sie werden die Verheißung aus Kapitel 3:1-5 in dieser oder jener Form erfahren. Aber was bringt unser „besonderer Vers“ zum Ausdruck?

1.     Äußere, förmliche Buße ist wertlos. Nicht zerrissene Kleider, sondern ein über die Sünde zerbrochenes Herz wird der Herr nicht verachten. (vgl. Psalm 51:19)

2.     Echte Buße ist Schrecken, Entsetzen und Trauer über Sünde; heilige Gottesfurcht, die nicht nur bekennt und weitermacht, wie bisher. Echte Buße ist Änderung des Sinnes und der Handlungen. Abkehr und Umkehr.

3.     Für echte Buße / Umkehr gibt es immer (!) mehrere gute Gründe, die in der Liebe und im Wesen Gottes gegründet sind:

ð Er ist gnädig! Er schenkt uns, was wir nicht verdienen.

ð Er ist barmherzig! Er gibt uns nicht, was wir verdienen.

ð Er ist langmütig (geduldig). Welcher Jünger Jesu könnte das verleugnen!

ð Er ist von großer Gnade. Eine besondere Hervorhebung der Gnade.

ð Es tut ihm leid, wenn er jemanden bestraft. – Was für eine Liebe Gottes!

Joel 2:13 zeigt deutlich den Weg, auf dem Gott wiederherstellt, erfrischt und erstattet. Es bedarf innerer, echter Umkehr und Abkehr von Sünde. Aber diese Abkehr von Sünde ist gleichzeitig Hinkehr zu unserem gnädigen, barmherzigen, geduldigen und liebenden Gott.

Wer würde diesen Weg nicht einschlagen wollen!