„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Freitag, 16. Dezember 2022

Zwei Fische, die Menschen hätten sein können …

Ein unbekannter Autor erzählt die Geschichte von zwei Fischen, die nebeneinander im Gewässer herumschwammen. Dann sahen sie einen Wurm vor sich! Sagte der eine Fisch zum anderen:


"Pass auf! Der Wurm ist an einem Haken aufgespießt." 

"Na und?"

"Der Haken ist an einer Schnur festgemacht."

"Mag ja sein."

"Die Schnur hängt an einer Rute."

"Und was noch?"

"Die Rute hält ein Mann in der Hand."  

"Kann er ja ruhig tun."

"Bist Du verrückt?! Wenn einer von uns den Wurm frisst, dann bohrt sich der eiserne Haken in unseren Kopf, wir werden herausgezogen und landen in der Bratpfanne."

"Haha! Dieses Märchen erzählte schon meine Oma, als ich klein war. Alles Unsinn! Es ist noch keiner von der Pfanne zurückgekommen, um das zu bestätigen. Wenn Du den leckeren Wurm links liegen lässt, dann fresse ich ihn!"

Der ungläubige Fisch fraß den Wurm und endete wirklich in der Bratpfanne. Und tatsächlich: Er kam nicht zurück, um das den anderen Fischen zu erzählen ...

Ja, die beiden Fische hätten auch Menschen sein können. Gottes Wort beschreibt solche Menschen mit den Worten:

Der Narr spricht in seinem Herzen: »Es gibt keinen Gott!« Sie handeln verderblich, und abscheulich ist ihr Tun; da ist keiner, der Gutes tut. (…) Der Gottlose sagt in seinem Hochmut: »Er wird nicht nachforschen!« Alle seine Gedanken sind: »Es gibt keinen Gott«! (…)  Er spricht in seinem Herzen: »Ich werde niemals wanken; nie und nimmer wird mich ein Unglück treffen!« (aus Psalm 14:1 & Psalm 10:4+6)

Immer wieder hört man auch heute die schlaumeier’sche Aussage: „Es ist noch niemand zurückgekommen!“ Diese Aussage gründet sich allerdings allein auf Wunschdenken und auf inneren Widerstand.

Immer wieder kann man Berichte von Menschen lesen, die (zumindest) eine Nahtoderfahrung hatten und davon berichten, dass es nach dem "Tod" irgendwie weiterging. Dabei wird nicht nur über Glücksgefühle und Lichtdurchflutung berichtet, sondern auch über das krasse Gegenteil. ABER: Solche Berichte sind nicht die Grundlage unserer Überzeugung! Für unsere Überzeugung gibt es viel gesichertere Berichte.

Die Bibel berichtet über viele Jahrhunderte hinweg immer wieder von Menschen, die ‚zurückkamen.‘ Manche nach relativ kurzer Todeszeit, andere nach Stunden, andere auf dem Weg zur Beerdigung, andere, nachdem sie bereits tagelang tot waren. Sie alle sind zurückgekommen und es gibt zuverlässige Berichte über diese Geschehen.

„Nun,“ mag jemand sagen, „und wo sind die heute? Alle wieder gestorben und im Grab geblieben!“ – Richtig! Aber selbst darüber hinaus gibt es Berichte von solchen, die bezeugen, dass es ein „Leben danach“ gibt. Allen voran: Jesus. Er kam, starb und kam zurück – um nicht wieder zu sterben. Augenzeugen berichten von Seiner Auferstehung und Himmelfahrt. Augenzeugen berichten später über übernatürliche „Sichtungen“ Jesu. Er lebt!

Mose und Elia, zwei der größten Propheten der frühen Jahre des Alten Testaments erscheinen auf der Erde, reden und werden erkannt - Jahrhunderte nach ihrem physischen Tod!

Dennoch gibt es viele Menschen auf allen Kontinenten der Welt, die beharrlich an der Einstellung festhalten: "Haha! Dieses Märchen erzählte schon meine Oma, als ich klein war. Alles Unsinn! Es ist noch keiner zurückgekommen, um das zu bestätigen.“

Warum daran festhalten trotz gegenteiliger Bestätigung? Es ist vermutlich die Einstellung: Wenn es Tod und Auferstehung gibt … wenn es ein Leben nach dem Tod gibt … wenn es Himmel und Hölle gibt … dann müsste ich mich vorbereiten, vielleicht sogar ändern. Das aber möchte ich nicht. Also: Was nicht sein darf, kann nicht sein!

Trotz unserer Ablehnung der Wahrheit lädt Jesus jeden Menschen ein. Jesus möchte nicht richten! Er möchte vergeben!

Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (Johannes 3:36)

Donnerstag, 15. Dezember 2022

Wie fällt man eigentlich von Jesus ab?

Tausendundeine Nacht sind Märchen aus dem Orient. Es sind nicht 1001 Märchen, aber doch eine ganze Reihe, die mittlerweile zu Klassikern geworden sind.

Vermutlich gibt es 1001+ Möglichkeiten, vom Glauben abzufallen, oder zumindest die Nachfolge Jesu erkalten zu lassen.

Gestern ging es um Markus, der eher plötzlich und überraschend die Flinte ins Korn warf … sie aber später wieder aufhob und Jesus mit neuer Hingabe diente.

Und es ging um Demas, in dessen Leben sich ein langsames Abkühlen anzudeuten scheint und von dem wir auch nicht lesen, dass er in die Nachfolge zurückfand.

Das Verlassen der Nachfolge, das Verlassen der ersten Liebe, das Erkalten des Feuers für Jesus ist kein typisches Markus oder Demasproblem.  Aber: „Wie kommt es zum Stolpern und Fallen in diese ‚Weltliebe“ in die Demas fiel?‘“

In meiner Jugend lehrten viele, dass die Instrumente, die heute auf vielen Gemeindebühnen zu sehen sind, „die Welt“ in die Gemeinde Jesu bringen. Wer zeitgenössische Musik hörte, liebte offensichtlich „die Welt“.

Wer in manchen Gemeinden in anderen Ländern Alkohol trinkt, liebt „die Welt“. In anderen Gemeinden ist Make-up verpönt oder eine strenge Kleiderordnung angesagt, um sich von „der Welt“ zu unterscheiden.

Als Jesus für Seine Jünger u. für uns betete, betete Er in Johannes 17:11+16 Ich bin nicht mehr in der Welt; diese aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir! … Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin.

Jesus lehrt hier: Wir sind IN der Welt, aber nicht VON der Welt. Aber noch einmal unsere Frage: Was ist „die Welt“ überhaupt, die wir nicht lieben sollen?

Es ist von der Bibel nicht erkennen, dass der Begriff „die Welt“ gleichzusetzen ist mit allem was schön oder hilfreich ist.

_ Ein schöner, ausgiebiger Urlaub ist nicht unbedingt „die Welt“

_ Verschiedene Musikstile sind nicht notwendigerweise „die Welt“

_ Geld oder Besitz sind nicht unbedingt „die Welt“

_ Nicht mal Sex oder ein richtig gutes Essen sind unbedingt „die Welt“

Was aber ist dann „die Welt“, die Demas liebgewonnen hat die wir nicht lieben sollen?

Ich möchte nur zwei Bibelstellen zitieren: Lukas 8:14 und 1 Johannes 2:16+17

Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehört haben; aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife. (…) Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.

Es geht um Sorgen, Geld und Vergnügungen des Lebens, die auch als Fleischeslust, Augenlust oder Hochmut bezeichnet werden können. Das sind die Fallen, in die auch wir Christen leicht hineintappen können – oft ohne dass wir es wollen oder merken. Wir werden abgelenkt – in diese Fallen hinein.

Uns ergeht es wie dem Jagdhund: Ein Mann kaufte einen neuen Jagdhund und war begierig zu sehen, wie der Hund arbeiten würde. Der Besitzer nahm ihn mit, um einen Bären aufzuspüren. Kaum waren sie im Wald angekommen, nahm der Hund die Fährte auf.

Plötzlich blieb er stehen, schnupperte am Boden und ging in eine neue Richtung. Er hatte die Witterung … eines Rehs wahrgenommen, das den Weg des Bären gekreuzt hatte.

Wenige Augenblicke später blieb er wieder stehen, diesmal roch er … ein Kaninchen, das den Weg des Rehs gekreuzt hatte. Immer weiter ging es, bis der atemlose Jagdhundbesitzer schließlich seinen Hund einholte, der triumphierend in das Loch einer Feldmaus bellte.

Eine Anekdote zum Schmunzeln! Aber manchmal verhalten wir Christen uns wie dieser Jagdhund. Wir fangen auf dem richtigen Weg an, folgen Jesus nach – aber bald wird unsere Aufmerksamkeit auf weniger wichtige Dinge gelenkt. Eine Ablenkung folgt der Nächsten, bis wir uns weit von Jesus, unserem ursprünglichen Ziel entfernt haben.

Lass Dich nicht ablenken. Du musst weder fallen noch abfallen! Der beste Schutz davor ist, nah bei Jesus zu bleiben – in der ersten Liebe zu Ihm; für Ihn und Seine Sache zu brennen und gar nicht erst die Welt lieb zu gewinnen.

Eine ausführliche Predigt zum Thema (Kolosser 4:14-18) findest Du HIER!

Mittwoch, 14. Dezember 2022

Gewinnen ist besser als Verlieren

Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden! (Matthäus 10:39)

Jesus hat uns viele, herrliche Verheißungen für unser Leben und Sterben zugesprochen. Immer will Er mit uns sein, immer unsere Gebete hören, unsere Dienste für Ihn segnen und uns einen ewigen Platz bei Ihm im Himmel vorbereiten. Die vielen Verheißungen Jesu an Seine Nachfolger sind Grund genug, Ihm zu folgen und treu zu bleiben im Glauben.

Solange wir jedoch noch hier auf der Erde leben, ist unser Leben für und mit Jesus kein Spaziergang. Über den Prediger, Charles Spurgeon, heißt es, dass wohl wenige christliche Führer in irgendeiner Generation so viel Kritik, Angriffe und offenen Verleumdungen erlitten, wie er. Einiges davon war unvermeidlich, weil Spurgeon ein weltbekannter Prediger war und dazu der führende Pastor seiner Zeit in England.  Es heißt über ihn:

Die Feinde und Neider Spurgeons griffen ihn und seine Evangeliumsbotschaft an. Sie beschuldigten ihn eigennütziger Motive. Während einer stressigen Zeit berichtete Spurgeon einem Freund:

„Freunde treu. Feinde alarmiert. Teufel wütend. Sünder gerettet. Christus verherrlicht. Selbst: nicht gut.“

Spurgeon, der bis heute den inoffiziellen Titel „Prinz der Prediger“ trägt und bis heute zu den vermutlich wortgewaltigsten Predigern der Geschichte zählt, hatte keinen einfachen Stand, obwohl Gott ihn mächtig gebrauchte. In allem hielt er sich fest an Jesus und blieb Ihm treu bis zu seinem Tod am 31. Januar 1892.

Im 4. Kapitel des Kolosserbriefs grüßt Paulus die Kolosser auch von seinen Teamgefährten; unter ihnen Markus und Demas. Markus hatte Jahre zuvor auf einer Missionsreise das Handtuch geworfen und hatte aufgegeben. Aber er hatte sich besonnen, war in den Dienst zurückgekehrt und nun ein treuer Diener Jesu und des Paulus. Demas hatte sich Schritt für Schritt von Jesus entfernt. Sein Herz für Ihn war erkaltet und hatte der Liebe zur Welt Platz gemacht. Leider lesen wir nicht, dass er sich je besonnen hat. Sein geistliches Leben kam zu Stillstand und Rückgang.

Pastor Jon Courson vergleicht das geistliche Leben mit einer Dampflokomotive. Er schreibt:

Wenn du neu gerettet bist und für Jesus brennst, schürst du den Kessel mit dem Wort Gottes: Du gehst zur Gemeinde … bist in einem Dienst eingebunden; und du gehst in deinem Glauben voran. Aber dann kann die Zeit kommen, in der Du anfängst zu denken: Hey, ich komme ganz gut voran. Ich muss das Feuer für Jesus in mir gar nicht so inbrünstig füttern:

_ Ich muss die Bibel nicht so konsequent lesen und studieren.

_ Ich muss nicht täglich St.Zt. mit Jesus haben.

_ Ich muss nicht regelmäßig zur Gemeinde gehen; denn, kuck doch mal: ich gehe vorwärts!

Aber sobald das Feuer nicht mehr gefüttert wird, beginnt der Motor unmerklich langsamer zu werden. Ja, der Zug fährt noch eine Weile die Gleise hinunter, und alles scheint gut zu laufen, aber nach und nach wird die Lokomotive immer langsamer und langsamer, bis sie schließlich stehen bleibt. Du kannst vielleicht Wochen, Monate oder vielleicht sogar Jahre mit dem Schwung weitermachen, den Du in den frühen Tagen gewonnen hast – aber wenn Du das Feuer nicht weiter am Brennen hältst, wirst Du schließlich ganz stehen – und zurückbleiben.  Und Du wirst Dich fragen: Was ist passiert? Wie bin ich hier gelandet?

Markus hatte seinen Stillstand vermutlich frühzeitig bemerkt und neues Feuer für Jesus empfangen. Jetzt dient Er mit Paulus dem höchsten Herrn in Rom.

Das Letzte, das wir von Demas lesen ist, dass er die Welt liebgewonnen hatte. Was wohl aus ihm geworden ist? Wo er wohl jetzt die Ewigkeit verbringt? Gott allein weiß es.

Lass Dich ermutigen, Jesus zu lieben! Ihm zu dienen! Ihn über alles zu stellen! Wir alle fallen und straucheln. Und niemand muss Demas folgen. Wir alle dürfen uns besinnen und – wie Markus – zurückkehren in den Dienst für Jesus. Dazu möchte ich Dir heute Mut machen!

Weißt du es denn nicht, hast du es denn nicht gehört?
Der ewige Gott, der Herr, der die Enden der Erde geschaffen hat,
wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unerschöpflich!
Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. 
Knaben werden müde und matt,
und junge Männer straucheln und fallen; 
aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft,
dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler,
dass sie laufen und nicht matt werden,
dass sie wandeln und nicht müde werden.

(Jesaja 40:28-31)

Wir laden ein zu unserer Bibelstunde heute um 19:30 Uhr. Lass Gott Dein Herz neu anzünden für Jesus, Sein Wort und die Gemeinschaft Seiner Kinder.
 
Calvary Chapel freier Grund
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Herzlich Willkommen!