„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Montag, 18. Juli 2022

Letztes Mal vor der Sommerpause: HEUTE:

Männerabend @ CCFG
(Andacht / Anbetung / Abendessen)
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

BEGINN: 19:30 Uhr
Herzlich Willkommen!

Gleichst Du Werner?

Wer sagt, dass er in ihm bleibe,
ist schuldig,
selbst auch so zu wandeln,
wie er gewandelt ist.
(1 Johannes 2:6)

Gestern ging es in unserem Gottesdienst um die beiden Verordnungen, die Jesus Seiner Gemeinde hinterlassen hat: Taufe und Abendmahl. In dem Zusammenhang wurde auch Werner erwähnt. Allerdings findet sich seine Einstellung in weit mehr als den beiden Verordnungen der Taufe und des Abendmahls. Wer ist Werner? Ich hoffe, DU bist es nicht!

Bist Du eigentlich ein Anhänger des christlichen Glaubens?“ wird Werner von seinem Freund gefragt. Und Werner antwortet prompt: „Selbstverständlich! Selbstverständlich bin ich Anhänger des christlichen Glaubens.

 „Oh, das ist ja schön!“ erwidert sein Freund. „Dann gehörst Du doch sicher auch zu einer Gemeinde?"

„Wie? was meinst Du? Zu einer Gemeinde?“ kommt Werners Antwort. „Nein, zu einer Gemeinde gehöre ich nicht! Warum auch? Das ist völlig unnötig. Der sterbende Schächer am Kreuz war auch nicht Mitglied einer Gemeinde, und der kam auch in den Himmel."

Ach so ist das!“ entgegnet der Freund. „Aber getauft bist Du doch schon, oder? Du kennst doch den Missionsbefehl Jesu: ‚Geht hin, macht zu Jüngern und tauft sie …‘“

Getauft?“ – kommt die Antwort. „Nein, ich bin nicht getauft! Das ist nur eine weitere unnötige Zeremonie! Ich bin so sicher wie der sterbende Schächer am Kreuz! Der wurde auch nie getauft.

Ach so ist das! Na, aber wenn Du weder zu einer Gemeinde gehörst, noch Dich taufen lässt, wirst Du sicher irgendetwas anderes tun, um Deinen Glauben zu bezeugen. Du wirst doch sicher etwas spenden von dem, was Du hast, einen Dienst tun oder die Sache des Herrn auf irgendeine Weise unterstützen, oder?

Nein, wieso?“ antwortet Werner „Ich tue nichts von alledem. Der sterbende Schächer am Kreuz …

Moment mal, Werner,“ fällt ihm nun der andere ins Wort, „bevor du weiter redest, lass mich bemerken, dass Du mit dem sterbenden Schächer am Kreuz ziemlich vertraut zu sein scheinst. Du scheinst viel Trost aus dessen Karriere zu ziehen. Aber es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen Dir und ihm. Er war ein sterbender Dieb – du bist ein lebender.

Wir schmunzeln. Vielleicht, weil wir uns gar nicht in Werner erkennen. Und doch sind auch wir im geistlichen Leben oft nicht zu Schritten bereit, die zwar zu unserm Heil – zu unsrer Errettung – nicht notwendig sind, die der Herr aber doch als Schritte in unserer Nachfolge sehen möchte.

In Werners Leben bezog sich das auf verbindliches Gemeindeleben, Taufe, Geben, Dienen oder sein Zeugnis für Jesus. Man könnte sicher anderes hinzunehmen, das in der Nachfolge jedes Christen einen festen Platz haben sollte: das Gebet, das Wort Gottes, Werke der Nächstenliebe usw.  All solches nicht etwa als Gesetz oder Mittel zum Heil – aber als logischer Schritt in der Nachfolge Jesu.

Wir wollen uns nicht mit dem Schächer am Kreuz vergleichen, dem viele Schritte der praktischen Nachfolge gar nicht mehr möglich waren. Er konnte Jesus nicht mehr danken, indem er Ihm diente, selbst, wenn er es gewollt hätte. Er konnte Jesus nicht mehr durch seine Gaben oder sein Zeugnis ehren, selbst, wenn er es gewollt hätte. Er konnte nicht mehr durch seine Taufe bezeugen, was Jesus Großes in ihm getan hatte, selbst wenn er es sich vielleicht gewünscht hätte.

All das können wir tun. All die guten Wege, die Gottes Wort uns aufzeigt, die können wir gehen. All die guten Werke, die Er uns aufträgt, die können wir tun – und können Ihm dadurch „Danke!“ sagen und Ihm Ehre bringen vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt.

Sei nicht wie Werner! Sei ein Jünger Jesu, der seinem Herrn kompromisslos folgt – und Ihm dadurch Ehre und Freude bereitet!

Wer nun Gutes zu tun weiß
und es nicht tut,
für den ist es Sünde.
´(Jakobus 4:17)

Der Herr segne Deine Woche!

Sonntag, 17. Juli 2022

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

 Predigtthema:
"Gottes Verordnungen in Taufe und Abendmahl

Bibeltext (unter anderem):
Matthäus 28:19+20a und Lukas 22:14-20

19 Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
20a und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.
(...)
14 Und als die Stunde kam, setzte er sich nieder und die Apostel mit ihm.
15 Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Passalamm mit euch zu essen, ehe ich leide.
16 Denn ich sage euch, dass ich es nicht mehr essen werde, bis es erfüllt wird im Reich Gottes.
17 Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmt ihn und teilt ihn unter euch;
18 denn ich sage euch: Ich werde von nun an nicht trinken von dem Gewächs des Weinstocks, bis das Reich Gottes kommt.
19 Und er nahm das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis.
20 Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird!

Anbetung - Gottes Wort
Abendmahl - Gebet - Gemeinschaft
Einladung zu gemeinsamen Mittagessen!

Beginn: 10:30 Uhr   
 
Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen-Zentrum

"Wer nur äußerlich 
an der durch Wort, Taufe und Abendmahl 
 geschehenden Verkündigung von Jesus teilnimmt, 
hat nicht davon - 
höchstens, 
dass er sich nicht entschuldigen kann, 
wenn er einmal vor Christus als seinem Richter steht.
(Erich Schnepel)

Samstag, 16. Juli 2022

Jesus – Kreuz – Abendmahl – und Du

Es gibt ein berühmtes Gemälde von Rembrandt mit den drei Kreuzen. Bei einem Blick aufs Bild entdeckt man zuerst das Kreuz in der Mitte, das Kreuz, an dem Jesus starb. Dann sieht man die Menge, die sich um den Fuß dieses Kreuzes versammelt hat. Die einen wenden sich dem Kreuz zu, andere wenden sich anscheinend ab. Man erkennt Menschen, die an dem schrecklichen Verbrechen der Kreuzigung des Sohnes Gottes beteiligt waren.

Rembrandt, CC0, via Wikimedia Commons
Am Rand des Gemäldes – so einige Kunstkritiker – befindet sich eine weitere Figur, fast im Schatten verborgen. Man vermutet, dies sei eine Darstellung von Rembrandt selbst, der erkannte, dass er durch seine Sünden dazu beigetragen hat, Jesus ans Kreuz zu nageln.

Es ist möglich, dass die Fachleute Recht haben. Rembrandt galt als streitsüchtig und schwer belehrbar. Mindestens 25 Prozesse soll er geführt haben. Sein Leben war nicht immer einfach und er konnte offenbar nicht mit Geld umgehen. Obwohl er international berühmt war, starb er in Armut. Allerdings malte er viele biblische Motive. Eins seiner letzten Werke ist das Bild

„Die Rückkehr des verlorenen Sohnes“. Kann es sein, dass er tatsächlich im Schatten des Kreuzes Vergebung und ewiges Leben angenommen und empfangen hat?

Das Kreuz Jesu hat tatsächlich eine gewaltige Bedeutung. Es wird – dem Gläubigen – bereits im Alten Testament als Segensholz offenbart. In 5 Mose 21:23 offenbart Gott:

Denn von Gott verflucht ist derjenige, der ans Holz gehängt wurde,

Und Paulus greift diese Offenbarung auf und zitiert das Alte Testament in Galater 3:13 mit den Worten:

Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch wurde um unsertwillen denn es steht geschrieben: »Verflucht ist jeder, der am Holz hängt«,

Der Fluch über die Sünde, der am Kreuz auf Jesus gelegt wurde, brachte uns Freiheit und Segen. Erfahren wird das allerdings nur der, der sich im Vertrauen auf Gottes Zusage Jesus anvertraut. Hast Du diesen Vertrauensschritt zu Jesus getan, dann liegt der Fluch der Sünde, des Todes und der Gottesferne nicht mehr auf Dir, sondern wurde auf Jesus gelegt, der ihn aus Liebe zu Dir getragen hat.

Das Abendmahl erinnert uns an genau diese Tatsache: Jesus hat Seinen Leib für uns ans Kreuz schlagen lassen. Wenn wir das Brot essen, bezeugen wir: Das glauben wir! Wie wir das Brot aufnehmen, so haben wir Jesus aufgenommen. Wie das Brot Teil von uns wird, so ist Jesu Sieg am Kreuz Teil unseres Lebens geworden. Ähnlich Wein oder Saft: Wie wir das Gewächs des Weinstocks empfangen und aufnehmen, haben wir Vergebung durch Jesu Blut empfangen. Wein / Saft erinnert uns an die Kraft des Blutes Jesu, das uns reinwäscht von aller Sünde. Ein herrliches Gedächtnismahl, das der Herr allen, die zu Ihm gehören, geschenkt hat.

In unserem Gottesdienst morgen werden wir darüber nachdenken und es als Nachfolger Jesu gemeinsam in Erinnerung an Jesu Werk am Kreuz feiern. Dazu laden wir herzlich ein!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn 10:30 Uhr
 
Herzlich Willkommen! 

Freitag, 15. Juli 2022

Fluchtwege

Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werden wird, und nichts ist geheim, das nicht bekannt werden und an den Tag kommen wird. (Lukas 8:17)


Der Autor Stuart Briscoe erzählt die Geschichte eines Freundes, nennen wir ihn Leon. Leon benutzte oft einen alten Obstbaum, um aus seinem Schlafzimmerfenster im zweiten Stock zu entkommen. Das war besonders dann der Fall, wenn sein Vater ihn bestrafen wollte.

Eines Tages kündigte der Vater an, dass er den alten Baum fällen wolle, denn er hatte seit vielen Jahren keine Früchte mehr getragen. Panik bei Leon! Sein Fluchtweg schien dem Tod geweiht.

Spät abends kauften er und seine Freunde mehrere Tüten, voll mit Äpfel. Im Schutz der Dunkelheit banden sie die Früchte an die unfruchtbaren Äste.

Am nächsten Morgen hörte er die erstaunten Worte seines Vaters, der seiner Frau zurief: Marie, Marie, ich traue meinen Augen nicht. Der alte Obstbaum, der jahrelang unfruchtbar war, ist voll mit Äpfeln. Das ist ein Wunder, denn es ist doch ein Birnbaum.

Dumm gelaufen. Viel Arbeit und Mühe für nichts. Und einen Fluchtweg vor Strafe würde es bald auch nicht mehr geben.

Manchmal handeln und denken wir ähnlich wie Leon. Wir meinen, wir könnten der Strafe Gottes entkommen. (Können wir auch! Aber anders, als viele denken! Lies weiter!) Leon vertraute in der Not einem Birnbaum, den er für einen Apfelbaum hielt. Egal, Baum ist Baum und Leon dachte, ein Baum sei seine Rettung. Fehlanzeige! Bäume sind vergänglich. Die großen Feigenblätter, die Adam und Eva als Kleidung nahmen, erwiesen sich auch nach kurzer Zeit als vertrocknet und wertlos.

Wir meinen manchmal, das eine oder andere gute Werk könne uns vor der Strafe Gottes bewahren. Solange es gut und als gut anerkannt gilt, würde es Schlechtes in unserem Leben neutralisieren oder zumindest verdecken. Fehlanzeige! Die guten Werke, hinter denen wir unsere Fehler und Sünden oft verdecken, erweisen sich so wertlos wie Äpfel an einem Birnbaum. Zwar mögen Menschen sie als gut bezeichnen, aber in den Augen Gottes ist keins davon gut genug, um Sünde auszulöschen.

Am Ende hat Leons „Weisheit“ und törichter Selbstrettungsversuch ihn als Toren entlarvt. So wird es leider auch denen ergehen, die durch gute Taten versuchen, die Übertretungen ihres Lebens zu verdecken

Wir wissen intuitiv, dass vieles in unserem Leben nicht gut gelaufen ist. Dass es allen so geht, ist dabei kein großer Trost. Wir wissen: Wenn es einen heiligen, sündlosen Gott gibt, der Sünde nicht stehen lassen kann, dann ist unser Fluchtweg der guten Werke unwirksam. Dennoch gibt es einen Fluchtweg, der gerechten Strafe Gottes für all unsere üblen Taten zu entkommen: Nicht weg von Ihm, sondern hin zu Ihm. Wieso das?

In Prediger 12:14 lesen wir: „Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut oder böse.

Alle unsere Werke sind Gott offenbar. Sie werden gerichtet. WEIL ABER das Gericht über unsere bösen Werke bereits ergangen ist, WEIL JESUS die Folgen all unserer bösen Werke auf sich genommen hat – darum ist jeder, der zu Ihm kommt und sich Ihm anschließt, frei von Strafe. Die Strafe ist bezahlt! Der Fluchtweg ZU Gottes Sohn, Jesus, ist der echte. Bei Ihm ist Vergebung und echte Versöhnung mit Gott, dem Vater. Dazu bist Du herzlich eingeladen!

Donnerstag, 14. Juli 2022

Langweiliger Himmel?

2014 war in der Zeitschrift „Mature Living“ von Travis zu lesen. Travis und seine Mutter hatten ein Gespräch über den Himmel.

 „Mama, ich glaube nicht, dass ich in den Himmel will.“

"Natürlich tust du das."

"Nein. Ich glaube nicht.“

"Aber warum nicht?"

„Ich glaube, ich werde hungrig sein.“

"Nein, mein Schatz! Jesus wird dafür sorgen, dass Du immer was zu essen hast.“

„Ich weiß, aber Jesus füttert alle mit Fisch, und ich mag keinen Fisch.“

„Ich denke, Jesus wird sich um dich kümmern. Und ich denke, wir werden alles mögen, was wir im Himmel haben.“

Vermutlich können sich viele von uns mit diesen kindlichen Gedanken identifizieren – oder konnten es zumindest in der Vergangenheit. Der Himmel? Immer nur Singen … Anbeten … wie in der Kirche rumsitzen und Ewigkeitsgottesdienst feiern … und Fisch essen?

Nun, es war Kindermund, was Travis da von sich gab. Glücklicherweise kommt mit Wachstum im Glauben auch Wachstum der Vorfreude auf den Himmel. Wer lang und intensiv genug mit Jesus unterwegs ist, muss das himmlische Programheft für die Ewigkeit nicht im Voraus kennen, um sich auf den Himmel zu freuen. Sie kennen und glauben die gewaltige Verheißung aus 1 Korinther 2:9:

„Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.“

  • Sie wissen, dass sie Jesus sehen werden, nicht nur sehen – bei Ihm sein werden.
  • Sie wissen, dass sie in Ewigkeit nicht Seine vollständige Herrlichkeit werden erfassen können.
  • Sie freuen sich darauf, ihre Verwandten und Freunde wiederzusehen, die im Leben auch mit Jesus unterwegs waren.
  • Sie freuen sich auf eine Zeit ewigen Friedens, ewiger Freude und himmlischer Gemeinschaft.
  • Und sie wissen, dass es nicht nur ein paradiesischer Zustand sein wird, sondern ein Zustand, der den des Paradieses weit übertrifft.

    Wen wundert‘s, wenn Christen heute von Herzen beten: „Maranatha! Herr, komme bald!

    „Amen. — Ja, komm, Herr Jesus!“
     (Offenbarung 22:20b)