„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Mittwoch, 29. Juni 2022

Und wieder mal ...

 Eintrag verpasst! Hier ein Psalm für heute.

Psalm 27

1 Ein Psalm Davids. Der Herr ist mein Licht und mein Heil - vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr beschützt mich vor Gefahr - vor wem sollte ich erschrecken?

2 Wenn böse Menschen kommen, um mich zu vernichten, wenn meine Feinde und Verfolger mich angreifen, dann werden sie stolpern und stürzen.

3 Ein mächtiges Heer umzingelt mich, dennoch fürchte ich mich nicht. Auch wenn sie mich angreifen, bleibe ich voller Zuversicht.

4 Eine einzige Bitte habe ich an den Herrn: Ich sehne mich danach, solange ich lebe, im Haus des Herrn zu sein, um seine Freundlichkeit zu sehen und in seinem Tempel still zu werden.

5 Denn er wird mich aufnehmen, wenn schlechte Zeiten kommen, und mir in seinem Heiligtum Schutz geben. Er wird mich auf einen hohen Berg stellen, wo mich niemand erreichen kann.

6 Dann werde ich über meine Feinde, die mich umzingeln, triumphieren. Jubelnd will ich ihm Opfer darbringen und den Herrn loben und ihm singen.

7 Hör meine Bitten, Herr. Sei barmherzig und erhöre mich!

8 Ich erinnere mich, dass du gesagt hast: »Suchet meine Nähe.« Und ich habe geantwortet: »Herr, dich suche ich.«

9 Verbirg dich nicht vor mir und verstoße deinen Knecht nicht im Zorn! Du hast mir immer geholfen, darum verlass mich jetzt nicht. Gott, mein Retter, lass mich nicht im Stich!

10 Wenn selbst Vater und Mutter mich verlassen, wird doch der Herr mich aufnehmen.

11 Herr, zeige mir, wie ich leben soll, und führe mich den Weg, der richtig ist, denn meine Feinde warten nur darauf, dass ich falle.

12 Gib mich nicht in ihre Hände, denn sie beschuldigen mich vieler Dinge, die ich nicht getan habe, und werden mir Grausames antun. 

13 Doch ich vertraue fest darauf, dass ich noch sehen werde, wie gut Gott ist, solange ich lebe. 

14 Vertraue auf den Herrn! Sei mutig und tapfer und hoffe geduldig auf den Herrn!

Dienstag, 28. Juni 2022

Namen, Titel und Eigenschaften Gottes - F


Natürlich gäbe es auch für den Buchstaben F einiges an Namen, Titeln und Eigenschaften, die man für Jesus finden könnte:

Freund der Sünder und Zöllner (Matthäus 11:19),  (unser) Freund (Johannes 15:15), freundlich (1 Petrus 2:3), fürsorglich (Apostelgeschichte 14:23 / NLB).

Aber einen Titel, eine Eigenschaft schätzen wir dieser Tagen vielleicht mehr als viele andere:

Jesaja 9:5:
Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst.

Epheser 2:14:
Denn Er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und die Scheidewand des Zaunes abgebrochen hat,

Richter 6:24:
Da baute Gideon dem HERRN dort einen Altar und nannte ihn: »Der HERR ist Friede« (Jahwe Shalom).

In einer Zeit, in der ein Krieg in Europa Tausende von kostbaren Menschenleben fordert und Friedlosigkeit in viele Herzen sät …
In einer Zeit, in der die Weltwirtschaft mal wieder ordentlich bebt …
In einer Zeit, in der Krankheit und Tod vielen den Frieden raubt …
In einer Zeit, in der mit 360.000.000 verfolgten Christen so viele Christen verfolgt werden wir zu keiner anderen Zeit der Weltgeschichte und in der so viele Christen zu Märtyrern werden wie nie zuvor …
In einer Zeit, die uns an Offenbarung 6:4 erinnert, wo es über die nahe Zukunft heißt:
„Und es zog ein anderes Pferd aus, das war feuerrot, und dem, der darauf saß, ihm wurde gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen, damit sie einander hinschlachten sollten; und es wurde ihm ein großes Schwert gegeben.“

In solch einer Zeit freuen wir uns und sind dankbar, dass wir Jesus als unseren Friedefürsten kennen. Mitten im Sturm ist Er unsere Zuflucht. In der Angst schenkt Er uns Frieden. Nicht den Frieden, den die Welt verspricht. Frieden, der viel tiefer geht, viel weiter reicht. Frieden, der über den Tod hinaus ins ewige Leben trägt.

Brauchst Du Frieden? Vertrau Dich Jesus an, dem Friedefürst, über den es heißt: Er IST unser Friede. Es ist Sein Frieden, der Christen bereit macht, für ihren Glauben zu leiden und zu sterben. Denn der Friede Gottes ist ein Frieden, der alles menschlich Vorstellbare übersteigt.

Er – JESUS – ist unser Friede!

Montag, 27. Juni 2022

Was ist denn so “wunderbar” an Jesus?

Und? Was ist so wunderbar an Ihm?
Die Kurzversion lautet: ALLES!

Das mag allerdings manchem Zeitgenossen nicht allzu viel bedeuten. Wer Jesus nicht kennt, dem bedeutet Jesus nicht viel. Wer Jesus auch nur ein wenig kennengelernt hat, der weiß: Jesus ist mehr als wir jemals erfassen können. Charles H. Spurgeon hatte allerdings recht, als er sagte: Alles ist wunderbar, bis man sich daran gewöhnt hat.

Jesaja 9:5 (LÜ1912) belehrt uns, dass Jesus Name „Wunderbar“ ist.  

Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig-Vater, Friedefürst.

Auch Jesu Handeln ist wunderbar, wie es in Markus 37:37 (NLB) heißt:

Wieder und wieder sagten sie: »Es ist alles wunderbar, was er tut. Er heilt sogar die Tauben und Stummen.«

Wenn Epheser 1:3 (Schl) sagt, dass wir in Jesus mit jedem geistlichen Segen gesegnet sind …

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen in Christus.

… dann lernen wir daraus, dass der wunderbare Wundertäter, Jesus, uns an Seinen Wundertaten teilhaben lässt. Seine Segnungen für uns sind voller Wunder.  Der Bibellehrer F. E. Marsh hat einige dieser wunderbaren Segnungen aufgelistet, einige habe ich dazu gefügt:

Himmlische, göttliche Gnade, die uns begnadigt hat (Epheser 1:6).
Gnade Gottes im Überfluss (2 Korinther 9:8).
Ein ewiges, himmlisches Erbe, das nie wieder verloren gehen kann (1. Petrus 1:3-5).
Eine Freiheit, die niemals übertroffen werden kann (Johannes 8:36).
Eine Hoffnung, die niemals enttäuscht werden kann. (Hebräer 6:19).
Eine Freude, die in Gott begründet ist (Jesaja 29:19).
Eine ewige Beziehung zu Gott durch Jesus (Epheser 2,13).
Einen himmlischen Frieden, der uns nicht wieder genommen wird (Johannes 14:27).
Eine Gerechtigkeit, die niemals befleckt werden kann (2. Korinther 5:21).
Eine Erlösung, die ewig Bestand hat (Hebräer 5:9).

Wir dürfen staunen über einen wunderbaren Herrn, von dessen „Wunderbarkeit“ wir jetzt nur einen Hauch erkennen, und der so viel mehr ist als wir jetzt verstehen können.  Der kleine Enkel hatte wohl recht, als er mit seinem Großvater einen Abendspaziergang machte.

Es war eine helle Vollmondnacht. Die Sterne leuchteten großartig. Man konnte sogar die Milchstraße sehen. Der Opa nannte seinem 10jährigen Enkel einzelne Sterne beim Namen und erklärte ihm gerade einige der Sternbilder, als der Kleine begeistert ausrief: „Opa, wenn die Unterseite des Himmels schon so schön ist, wie schön muss dann erst die Oberseite sein.

Möge der Herr uns die Fähigkeit schenken, über all das Sichtbare, das Unsichtbare und all Seine Segnungen neu zu staunen; alles, das Er, der Wunderbare, so herrlich für uns geschaffen hat. Lasst uns das anstreben: neu über Jesus zu staunen, der in jeder Hinsicht nur wunderbar ist.

Sonntag, 26. Juni 2022

Herzliche Einladung ztum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

Predigttext
Kolosser 1:15-23:

15 Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist.
16 Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen;
17 und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm.
18 Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei.
19 Denn es gefiel Gott, in ihm alle Fülle wohnen zu lassen
20 und durch ihn alles mit sich selbst zu versöhnen, indem er Frieden machte durch das Blut seines Kreuzes — durch ihn, sowohl was auf Erden als auch was im Himmel ist.
21 Auch euch, die ihr einst entfremdet und feindlich gesinnt wart in den bösen Werken, hat er jetzt versöhnt
22 in dem Leib seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos und unverklagbar darzustellen vor seinem Angesicht,
23 wenn ihr nämlich im Glauben gegründet und festbleibt und euch nicht abbringen lasst von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt, das verkündigt worden ist in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, und dessen Diener ich, Paulus, geworden bin.

Anbetung - Predigt 
Missionsbericht - Gebet 
Gemeinschaft - Mittagessen

Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr

HIER findest Du weitere Information über unseren Gottesdienst
 
Sonntagszitat:

"
Gott ist ein Gott des Tragens. 
Der Sohn Gottes trug unser Fleisch, 
er trug darum das Kreuz, 
er trug alle unsere Sünden 
und schuf durch sein Tragen Versöhnung." 
(Diedrich Bonhoffer)

Samstag, 25. Juni 2022

Selbstbestimmung

Wenn es ein Politwort des Jahres 2022 geben würde, dann wäre es sicher das Wort „Selbstbestimmung“. Da es aber keine jährlichen „Politwörter“ gibt, kann man hoffen, dass es dann wenigstens zum „Unwort des Jahres“ gewählt wird. „Unwort“ bezieht sich auf ein „falsch gebildetes, unangebrachtes“ Wort. Das Wort „Selbstbestimmung“ wird mehr und mehr falsch angewendet und in unangebrachten Situationen benutzt.

So wird das Recht auf „Selbstbestimmung“ als Grund angegeben, dass ab dieser Woche in den Schwimmbädern in Siegen „oben ohne“ gebadet werden darf … Männer wie Frauen! Sie sollen „selbst bestimmen“, wie sie „oben rum“ bekleidet sein wollen – oder eben nicht. Was einst als Exhibitionismus bestraft wurde, wird heute zu einem Recht auf "Selbstbestimmung“ umdefiniert. Streng genommen ist es allerdings nur ein Teilrecht auf Selbstbestimmung, denn die Unterkörperbekleidung wird (glücklicherweise) immer noch fremdbestimmt (vorgeschrieben). Aber weil uns Selbstbestimmung so wichtig ist, dürfte das irgendwann auch zur Debatte stehen, ebenso wie Polygamie, Pädophilie und andere Abarten moralischen Verhaltens. Heute noch verboten, kriminell – „morgen“ erlaubt, ermutigt und gefördert.

Ein weiteres Recht auf „Selbstbestimmung“ ist das geforderte Recht auf Abtreibung. Gestern kippte der Bundestag den §219a, der Werbung für Abtreibungen verbietet. Man möchte selbst bestimmen, wofür man werben darf und wofür nicht – selbst, wenn es Mord an Ungeborenen ist. Während man das Recht auf Selbstbestimmung unangebracht einfordert, praktiziert man Fremdbestimmung. Immerhin bestimmt bei einer Abtreibung ein Anderer über Leben und Tod des ungeborenen Lebens. Man nennt hier Fortschritt, was in Wirklichkeit Rückschritte in brutale Barbarei und Quälerei sind. Fortschritt aber ist nicht eine Genehmigung zur Werbung zum Mord an Ungeborenen.

Fortschritt, wenn auch nur ein kleiner, ist die Entscheidung des US Supreme Court (ebenfalls gestern) das landesweite Recht auf Abtreibung zu kippen. Nach 50 Jahren ein kleiner, aber revolutionärer Schritt nach vorne. (Mehr HIER)

Ein letztes Beispiel für den Missbrauch des Wortes „Selbstbestimmung“ finden wir im Zusammenhang mit der Debatte um Sterbehilfe. Es wird nicht mehr lange dauern, dann wird das (Un)recht auf Selbstbestimmung auch hier den Schutz des Lebens übertrumpfen.

Das krankhaft übersteigerte Verlangen nach unbegrenzter Selbstbestimmung wurde bereits am Anfang der Zeit in die Herzen der Menschen gepflanzt – nicht vom Schöpfer, aber vom Durcheinanderbringer. Gott hatte dem Menschen ein größtmögliches Maß an Freiheit geschenkt. Nur ein Gebot hatte Er ihnen gegeben – nur ein einziges! In diesem einen Punkt versuchte Satan den Menschen mit der Lüge, dass Gott falsch liegt. Satan behauptet (1 Mose 3:4+5): „Keineswegs werdet ihr sterben! Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!“

Sein wie Gott ... alles selbst bestimmen können. Die Menschen wählten unangebrachte Selbstbestimmung, verließen Gottes Wege und landeten in lauter Not und Elend.

Als Christen werden wir in unserem freien, selbstbestimmten demokratischen, toleranten Land immer mehr ins Abseits gedrängt, weil wir uns an die guten Gebote Gottes halten wollen, die uns das Richtige tun lassen. Aber selbst dazu zwingt Gott niemanden von uns. Durch Josua fordert Gott uns, Sein Volk, auf (Josua 24:15): „Wenn es euch aber nicht gefällt, dem Herrn zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter jenseits des Stromes gedient haben, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen!

Gott lässt uns das Recht, selbst zu bestimmen, wem wir dienen wollen. Allerdings hat unsere Selbstbestimmung Konsequenzen in diesem Leben bis in die Ewigkeit.

Ich bestimme selbst und schließe mich froh und bewusst der Entscheidung Josuas an:

 Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen!

Die Entscheidung, Jesus zu dienen und Ihm zu folgen bestätigen und praktizieren wir auch in unseren Gottesdiensten. Dazu laden wir jeden herzlich ein!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Herzlich Willkommen!

Freitag, 24. Juni 2022

Verrückte Christen

Lukian von Samosata war ein bekannter Satiriker der Antike im 2 Jahrhundert n. Chr. Als Spötter zog er über alle Religionen her, aber von den Christen behauptete er: „Christen sind verrückt!“

Scheinbar haben sich die Zeiten gebessert, denn vor einigen Jahren war die Meinung eines anderen Spötters in einem Internetforum: „50% aller Christen sind verrückt!“

Und Recht haben sie. Christen sind einfach verrückt. Man muss verrückt sein, um Christ zu sein. Welcher normale Mensch würde leben, wie ein Christ lebt? Welcher normale Mensch glauben, was ein Christ glaubt? Das geht nur, wenn man verrückt ist. Und das meine ich so! Ich selbst bin Christ – oder wie ich es bevorzuge: Jünger Jesu! Und ich bin verrückt. Jesus selbst hat mich verrückt:
  • aus dem Dunkel ins Licht!
  • aus der Hoffnungslosigkeit in die Hoffnung!
  • aus der Gebundenheit in die Befreiung!
  • aus Fremde in die Heimat!
  • aus der Ferne Gottes in die Nähe Gottes!
  • aus der Verlorenheit in die Geborgenheit!
  • aus dem Tod mitten ins Leben!
  • aus der Missmut in die Freude!
  • aus der Angst in den Frieden!
 In Kolosser 1:13 macht Paulus deutlich, wovon ich rede:

Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis
und hat uns verrückt
(original: versetzt)
in das Reich des Sohnes seiner Liebe

Ich bin also verrückt – und mit mir alle, die Jesus nachfolgen. Und jeder soll es wissen: ich bin ausgesprochen dankbar dafür, dass ich verrückt bin. Denn ich gehörte einst zu denen, die sich als „normal“ bezeichneten. Zu der Zeit war es normal, zu sündigen, normal, sich in Bitterkeit zu verlieren, normal, durch Missmut und Unfreundlichkeit gezeichnet zu sein. Als ich das erkannte, wandte ich mich in dieser Dunkelheit an Jesus – und wurde verrückt - hinein in Sein Licht. DANKE JESUS!

Donnerstag, 23. Juni 2022

Wie aus dem Gesicht geschnitten

Wer vor wenigen Tagen die Lokalzeitung gelesen hat, kennt diesen Satz. Im Lokalteil ging es um einen Steinbildhauer, der in seiner freien Zeit für besondere Anlässe Hochzeitsfigürchen im Maßstab von 1:9 modelliert. Die Figuren sehen dem echten Hochzeitspaar ähnlich, wie aus dem Gesicht geschnitten. In der Zeitung waren Beispiele abgedruckt: Bilder von einem Paar – zweifelsfrei Original und Nachbildung und auch vom Künstler selbst mit einer Nachbildung seiner selbst in der Hand.

Im Wort Gottes heißt es in 2 Korinther 3:18:

Wir alle aber schauen mit unverhülltem Angesicht
die Herrlichkeit des Herrn an und werden so umgestaltet
in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit,
wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht.“

So, wie das Model in der Zeitung unverkennbar den Modellierer darstellt, so sollen Christen unverkennbar ihren Schöpfer darstellen. In Jesus sind wir eine neue Schöpfung. Römer 8:29 belehrt uns:

“Wen Gott nämlich auserwählt hat,
der ist nach seinem Willen auch dazu bestimmt,
seinem Sohn ähnlich zu werden ….“

Offensichtlich hat Gott uns erkannt und gewollt. Jetzt hat Er eine Bestimmung für unser Leben: Mehr und mehr wie Christus zu werden.

Ich  muss sagen: Das schaffe ich nicht! Nie! Und wenn ich heute alles aufgebe und vollzeitlich versuche, so zu werden wie Jesus. Ich werde es nie hinkriegen, auch nur in die Nähe zu kommen von dem, wie Er ist. Ich werde Ihm nicht mal so ähnlich werden, dass man erkennen kann: Er ist mein Schöpfer und ich bin Sein Model. Jesus ist Liebe in Person, Barmherzigkeit in Person, Geduld, Gerechtigkeit, Freude, Fürsorge. Jesus hat immer den Himmel im Sinn, immer das Reich Gottes, immer das Heil der Menschen, immer das Vollkommene. Ihm ähnlich zu werden schaffe ich selbst mit größter Anstrengung nicht.

Allerdings erwartet Er das auch gar nicht von mir! Preis dem Herrn! Doch noch Hoffnung?

Der Vers in 2 Korinther 3 gibt uns die Antwort nach dem „Wie?“
- mit unverhülltem Angesicht…
- die Herrlichkeit des Herrn anschauen…
- und SO (auf diese Weise) umgestaltet werden
- in Sein Bild,
- durch den Geist des Herrn.“

Wir nehmen erst mal alles weg, was uns den Blick auf Jesus versperrt. Vielleicht müssen wir ein paar Termine streichen, ein bisschen früher aufstehen (dazu ein bisschen früher ins Bett gehen), die Zeitung etwas später lesen, den Sonntagmorgen konsequent freihalten, einen weiteren Abend genauso konsequent freihalten usw. Vieles hängt davon ab, wie stark wir wirklich unserem „Modellierer“ ähneln wollen, wie viel Zeit wir Ihm geben, an uns zu arbeiten, und wie deutlich Sein Bild durch uns reflektiert werden soll. 

Wenn wir dann das, was uns den Blick für Jesus verschleiert, beiseite geräumt haben, dann schauen wir Ihn an. Das geschieht am Besten durch Lesen / Hören Seines Wortes, durch persönliches und gemeinsames Stillewerden vor Ihm, durch innige und herzliche Anbetung und die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. So, auf diese Weise, werden wir umgestaltet in Sein Bild, ganz ohne eigene Anstrengung – einfach nur durch den Aufenthalt in Seiner Gegenwart. Und dann ist es Sein Geist, der Geist des Herrn, der es vollbringt.

Mittwoch, 22. Juni 2022

Das Wesentliche verpasst?

In einer Stadt hatte das Transportsystem mit all ihren Bussen massive Probleme. Busfahrer fuhren einfach an Haltestellen vorbei, an denen sich Trauben von Fahrgästen gesammelt hatten. – Man kann sich vorstellen, dass die Aufregung riesengroß war. Lokalnachrichten und Zeitungen jener Stadt waren voll mit Artikeln und Leserbriefen, worauf die Verkehrsbetriebe beschlossen, eine Pressemitteilung herauszugeben. Sie wollten die Situation erklären und entschärfen. Ihre Erklärung lautet:

Es ist uns leider unmöglich, unsere Fahrpläne einzuhalten, wenn wir ständig anhalten und Passagiere aufnehmen müssen.

Hallo? Personennahverkehr – und die Passagiere stören?

Aber geht es uns nicht manchmal allen so? Wir haben es eilig und verpassen das Wesentliche!

So ging es auch zwei Predigern der Nächstenliebe. Sie wussten, welches das wichtigste Gebot Gottes war (Lukas 10:27):

"Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst!"

Auf ihrer Reise kamen sie an einem zusammengeknüppelten Mann vorbei, der kurz vorher ausgeraubt worden war. Aber anstatt ihren Nächsten zu lieben und zu helfen, machten sie einen großen Bogen um das Opfer herum. Wie die Busfahrer ihre Fahrgäste übersahen, „übersahen“ diese Prediger der Nächstenliebe ihren Nächsten.  

Diese Schriftgelehrten gehörten zu den „Gelehrten der Schrift“, kannten den Buchstaben sehr genau – aber nicht den Geist, der dem Buchstaben erst Kraft und Leben gibt. Sie hatten Gottes Wort im Kopf – aber nicht Gottes Geist im Herzen. Es war dann ein Nichtreligiöser, ein barmherziger Samariter, der dem Halbtoten half.

Naja, eine Geschichte aus der Bibel, die eine Wahrheit auf krasse Weise illustriert. Aber in Wirklichkeit würden die doch sicher geholfen haben … oder?  Spulen wir vor in unsere Zeit!

Ich las von einem Professor an einem Predigerseminar, der seinen Studenten die Aufgabe gab, am nächsten Tag über das Gleichnis vom barmherzigen Samariter zu predigen. Er organisierte Sein Experiment so, dass jeder Schüler – einer nach dem anderen – von einem Klassenzimmer zum nächsten ging, wo er oder sie dann die vorbereitete Predigt hielt.

Einige Studenten hatten zehn Minuten Zeit, um von einem Raum in den anderen zu kommen; andern gab er weniger Zeit und zwang sie dadurch, sich zu beeilen, um ihren Zeitplan einzuhalten.

Jeder Schüler musste einzeln einen bestimmten Korridor runtergehen und kam dabei an einem Obdachlosen vorbei, der absichtlich dort platziert war und offensichtlich irgendeine Art von Hilfe brauchte.

Das Ergebnis des Experiments war überraschend. Der Prozentsatz derer, die anhielten, um zu helfen, war äußerst gering, besonders bei denen, die unter Zeitdruck standen. Je enger ihr Zeitplan, desto weniger hielten an, um dem bedürftigen Mann zu helfen.

Als der Professor sein Experiment offenbarte, kann man sich die Auswirkungen auf seine Studenten vorstellen. Während sie sich beeilten, ihre Predigt über den barmherzigen Samariter zu halten, waren sie ganz im Sinne des Gleichnisses an dem Bedürftigen vorbeigegangen.

Es kann uns allen passieren, wenn wir es eilig haben, dass wir das Wesentliche verpassen! Darum erzählt uns Jesus das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Wir brauchen Augen, die sehen, Hände, die helfen und Herzen, die lieben.

„Gott, lieben mit ganzem Herzen mit ganzer Seele,
mit ganzer Kraft und mit ganzem Denken,
und den Nächsten wie uns selbst!«

Wen stehst Du heute in Gefahr zu übersehen, für selbstverständlich zu nehmen oder aus Abneigung heraus links liegen zu lassen? Verpass nicht das Wesentliche, das höchste Gebot! Lass uns heute barmherzige Samariter sein im Namen Jesu!

Vor einer Woche ging es in unserer Bibelstunde um Lukas 10 - unter anderem um den barmherzigen Samariter. Heute gehts weiter in Lukas, Kapitel 11. Wir beginnen um 19:30 Uhr und laden jeden herzlich ein. Anbetung und Abendmahl (Teilnahme freiwillig) sind Teil des Abends.

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

Herzlich Willkommen!