„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Montag, 16. März 2020

危机 - Krise: Gefahr und Gelegenheit

Es ist ja nicht so, dass wir die Berichte nicht kennen würden, in denen die Gläubigen der Bibel in handfeste Krisen gerieten. Manche waren selbstverschuldet, andere unverschuldet, und Krisen gibt es in allen Lebenslagen. Hier einige Krisen, die uns zeigen, dass sie irgendwann jeden treffen.

Adam und Eva riefen durch ihr Verhalten die größte Krise aller Zeiten hervor. Sünde kam in die Welt und beide verloren ihre Unschuld. Was machte Gott? Er bedeckte ihre Nacktheit und sandte einen Retter.
Isaaks Hirten geriet immer wieder mit Abimelechs Hirten in Streit. Gott brachte Isaak und Abimelech zusammen und schenkte ihnen Frieden.  
David schlitterte von einem Problem ins nächste – aber immer wandte er sich an Gott und jedes Mal erfuhr er Seine Hilfe.
Die drei Freunde Daniels verbrachten eine Weile in einem tödlichen Feuer – und Gott war mitten unter ihnen.
Daniel selbst übernachtete in einer Grube mit hungrigen Löwen – denen Gott den Rachen zuhielt.
Jona manövrierte sich durch Ungehorsam in Lebensgefahr – aus der ihn Gott rettete.
Sara, Rahel, Rebekka, Hanna und andere Frauen litten unglaublich unter ihrer Kinderlosigkeit – und Gott half ihnen aus ihrer Krise.
Josef, Jeremia, Simson, Elias – welcher Person begegnen wir im Alten Testament, die nicht von z.T. massiven und lebensbedrohlichen Krisen bedroht wurden?

Und im Neuen Testament ist es nicht anders.
Endlos vielen Kranken begegnet Jesus in ihrer Krankheit und heilt sie. Aber er heilt bei weitem nicht alle! Allerdings lässt Er niemanden allein. Solche, die Er nicht heilt, denen gibt Er Kraft zu tragen, wie z.B. Paulus.
Paulus musste durch viele verschiedene Krisenzeiten hindurch, die Schiffbrüche, Arenakämpfe um des Glaubens willen, Gefängnisjahre und Steinigungen beinhalteten. Und in allem half ihm der Herr.
Auch Stefanus erfuhr die Hilfe des Herrn. Er wurde in seiner schlimmsten und letzten Krise nicht bewahrt, aber er durfte, während er zu Tode gesteinigt wurde, den Himmel offen sehen und die Kraft Gottes erfahren.
Jakobus wurde von König Herodes ermordet. Was wie eine Niederlage schien ist tatsächlich ein Sieg. Er durfte schnurstracks zu Seinem Retter gehen.
Für Petrus hatte der Herr andere Pläne und holte ihn in der Nacht vor seiner Hinrichtung aus der Todeszelle.
 
Gott ist ein Gott der Krisen und ein Gott in Krisen. Oft wird in diesem Zusammenhang das chinesische Wort für „Krise“ bemüht. Es ist das Wort weiji –  危机 –  dessen erster Teil: 危 „Gefahr“ – und dessen zweiter Teil: 机 Chance“ oder „Gelegenheit“ bedeutet.

Krisen sind Zeiten in unserem Leben, die Gefahren in sich bergen, gleichzeitig aber auch Chancen für uns. Unsere Krisen sind unsere Gelegenheiten, Jesus zu begegnen. Was immer es ist, in jeder Krise ist Jesus in der Lage, uns zu begegnen. Er hilft uns nicht immer durch ein Wunder innerhalb von Stunden oder Tagen. Aber er kommt zu uns hinein in unsere Krise und hilft uns mitten im Sturm. Öffne Ihm die Tür hinein in Deine Krise, in Deine Angst, in Deine Zukunft. Ruhe Dich aus bei Ihm, denn Er hat die Kontrolle in jeder Lebenslage.

Als der Sturm tobte und das Boot in den Augen der Jünger unterzugehen drohte, lag Jesus im Boot und schlief. Leg Dich neben Ihn und mach Dir bewusst, dass Dir nichts geschehen kann, solange Du nahe bei Jesus bist!

Sonntag, 15. März 2020

Herzliche Einladung - zu unserem ersten "Livestream only" Gottesdienst!

Wie gestern bereits gepostet, finden die nächsten Gottesdienste und Bibelstunden nicht im Gemeindegebäude statt. Allerdings werden sowohl der Gottesdienst (sonntags um 10:30 Uhr), wie auch die Bibelstunde (mittwochs um 19:30 Uhr) im Internet gestreamt. Auch heute!

Alle anderen Gemeindestunden fallen aus. Bitte besucht heute um 10:30 Uhr unseren Livestream. Ihr erreicht ihn HIER

Predigttext
Johannes 5:1-9

1 Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem.

2 Es ist aber in Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der auf Hebräisch Bethesda heißt und der fünf Säulenhallen hat.

3 In diesen lag eine große Menge von Kranken, Blinden, Lahmen und Abgezehrten, welche auf die Bewegung des Wassers warteten.

4 Denn ein Engel stieg zu gewissen Zeiten in den Teich hinab und bewegte das Wasser. Wer nun nach der Bewegung des Wassers zuerst hineinstieg, der wurde gesund, mit welcher Krankheit er auch geplagt war.

5 Es war aber ein Mensch dort, der 38 Jahre in der Krankheit zugebracht hatte.

6 Als Jesus diesen daliegen sah und erfuhr, dass er schon so lange Zeit [in diesem Zustand] war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden?

7 Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser bewegt wird; während ich aber selbst gehe, steigt ein anderer vor mir hinab.

8 Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm deine Liegematte und geh umher!
9 Und sogleich wurde der Mensch gesund, hob seine Liegematte auf und ging umher. Es war aber Sabbat an jenem Tag.  

CALVARY CHAPEL FREIER GRUND
Anbetung - Gottes Wort 
Gebet - Gemeinschaft!
Diesmal nur über Livestream!
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

"O Herr, in deinen Armen bin ich sicher. 
Wenn du mich hältst, habe ich nichts zu fürchten. 
Ich weiß nichts von der Zukunft, aber ich vertraue auf dich."

(Franz von Assisi)

"Ist auch die Zukunft meinem Blick verhüllt, vertrau ich still.
Seitdem ich weiß, dass sich dein Plan erfüllt, vertrau ich still.
Seh’ ich nicht mehr als nur den nächsten Schritt,
mir ist's genug! Mein Herr geht selber mit."

(Helga Winkel)

Samstag, 14. März 2020

Vorübergehend CCFG GoDi nur im Livestream!

Hallo Ihr Lieben,

Wie vielleicht von etlichen erwartet, haben wir uns als Gemeindeleitung entschlossen, den Gottesdienst vorübergehend in einer neuen Form zu feiern. Ab morgen, Sonntag, 15.3.2020 findet unser Gottesdienst (sonntags) und unsere Jüngerschaftsstunde (mittwochs) nicht mehr in den Gemeinderäumlichkeiten statt, sondern über Livestream. Jeder hat darauf Zugriff und Ihr findet die Liveübertragung HIER, oder direkt von unserer Homepage aus: ccfg.de (im obersten Balken).

Wir beten und erwarten, dass unser Herr, der immer noch die Kontrolle hat und auch immer behalten wird, diese Zeiten segnet. Bleibt informiert durch Updates über das Gemeindeleben in diesem Blog und auf der CCFG Homepage!

Wolken, die uns jagen

Definitiv hatte Israel alles gesehen und gehört, was sie brauchten:
  • Gottes Macht über Ägyptens Götter die durch die Plagen besiegt wurden.
  • Gottes Berufung und Bestätigung ihres Leiters Mose
  • Gottes Fürsorge, indem Israel die Schätze Ägyptens mitnahm
  • Gottes Reden durch Seine Boten
  • Gottes Schutz durch die Kraft des Blutes
  • Gottes Führung auf dem ersten Abschnitt der Wüstenwanderung
  • Gottes permanente Gegenwart durch Feuer in der Nacht und die Wolke der Herrlichkeit am Tag
Gottes Handeln ließ eigentlich keine Wünsche offen. Aber dann wollte Gott sie in Seiner Liebe noch enger an sich binden und ihnen noch größere Machterweisungen zeigen. Und so führte er sie zurück – bis ans Ufer des Roten Meeres. Und dann hörte Israel das Trommeln der Hufe, das Rattern der Kampfwagen, die Kriegsschreie der ägyptischen Soldaten. Und es heißt in 2 Mose 14:10:
Und als der Pharao nahe zu ihnen kam, 
erhoben die Kinder Israels ihre Augen,
und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her! 
Da fürchteten sich die Kinder Israels sehr.
Warum? Nein, nicht: ‚Warum ließ Gott das zu, dass die Ägypter sie schon wieder bedrohten?’
Vielmehr: Warum schauten sie nicht mehr auf die Wolke der Herrlichkeit ihres Gottes, sondern auf die Staubwolke, die sie jagte: die wolke, die die Ägypter mit ihrem Säbelrasseln erzeugten?
Wegzuschauen von der Wolke der Herrlichkeit Gottes hatte fürchterliche Folgen:
  • Das „Zurückblicken“ auf die Staubwolke, die sie jagt, füllt ihre Herzen mit Furcht
  • Die Furcht führt sie in eine bodenlose Undankbarkeit. Alles Eingreifen Gottes bisher war nichts mehr wert und ihre frühere Sklaverei war „Himmel auf Erden“.
  • Das „Zurückblicken“ füllt ihre Herzen auch mit Missmut und Unzufriedenheit.
Furcht ist ein schlechter Berater, sei es Furcht vor den Feinden, Furcht vor anderen Menschen, Furcht vor der Zukunft, Furcht vor Verlust, Furcht vor dem Unvorhersehbaren. FURCHT! Furcht infizierte ein ganzes Volk und bewirkte eine große Rebellion. – Aber Furcht war eigentlich nur die erste Folge einer Fehlentscheidung.
Anstatt nach vorne zu schauen auf die Herrlichkeit Gottes, manifestiert durch die Wolke am Tag und das heilige Feuer bei Nacht, schaute man zurück und sah die Staubwolke der Ägypter, die sie verfolgte. In Lukas 9:62 lehrt Jesus:
„Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt,
ist tauglich für das Reich Gottes!“
Israel schaute zurück auf die Wolke, die sie jagte. Der Blick zurück ließ sie die Wolke der Herrlichkeit, die Macht und die Führung Gottes aus den Augen verlieren.
Welche Wolke, verfolgt Dich, steht Dir vor Augen? Ja, auch Du und ich haben beängstigende Staubwolken im Rücken. Aber wir haben auch eine andere Wolke vor uns. Lass uns nicht zurückblicken. Lass uns nicht all die negativen Erfahrungen machen, die Israel machen musste. Lass uns die Ägypter hinter uns halten – und uns durch die Wolke der Herrlichkeit Gottes daran erinnern, dass Jesus mächtiger Sieger, Leiter und Zukunft unseres Lebens ist. Nicht die Staubwolke wollen wir vor Augen haben, sondern die Wolke der Herrlichkeit unseres guten Gottes!
 

Freitag, 13. März 2020

Triskaidekaphobie - Angst vor der 13!

Endlich wieder mal Freitag - und endlich noch mal der 13.!

Paraskavedekatriaphobie ist die Furcht vor dem Rüsttag (Freitag) vor dem Sabbat.Triskaidekaphobie wird die abergläubische Angst  vor der Zahl dreizehn genannt. (treiskaídeka = „dreizehn“; phobos = „Furcht“)  (aus: Wikipedia) 

Nicht überall gilt die 13 als Unglückszahl. Im Gegenteil, in manchen Völkern ist sie eine ausgesprochen willkommene Glückszahl.

Fast tragisch, dass Christen für die Entstehung der Unglückskonstellation verantwortlich sein sollen.  Nach christlicher Überlieferung ist Freitag der Tag, an dem Jesus gekreuzigt wurde, und beim letzten Abendmahl war der Verräter Judas der 13. im Bunde. Die Kombination dieser beiden Negative, Freitag und die Zahl 13, soll Unglück heraufbeschwören.

In unserer aufgeklärten(?) Welt sind es allerdings die Christen, die diesen Unsinn ablehnen und belächeln. Im säkularen Bereich misst man diesem mystischen Humbug viel mehr Gewicht bei. Fällt der 13. zum Beispiel auf einen Freitag, muss man an dem Tag mit bis zu 5% mehr Krankmeldungen rechnen. Manche Hochhäuser zählen ihre Etagen … 11 … 12 … 14 …und in manchen Hotelzimmern fehlt die Zimmernummer 13. Ich selbst bin wiederholt in Flugzeugen geflogen, in denen die Monteure die Sitzreihe 13 „vergessen“ hatten.

Interessanterweise haben Versicherungen in der Vergangenheit wesentlich weniger Schadensmeldungen verzeichnet als an anderen Tagen. Auch der ADAC hat an einem Freitag, dem 13. weniger Unfälle gezählt als an einem anderen Tag.

Christen sind Menschen, die Jesus nachfolgen, Jünger! Jünger Jesu wissen: Jesus geht voran und führt seine Kinder auf guten Wegen. Er bildet die Nachhut und hält uns den Rücken frei. Er hat Seine Hand auf uns gelegt und schützt uns vor den Angriffen des Bösen. Er ist der Fels, auf dem wir stehen. Nie führt Er uns in die Irre. Und führt Er uns tatsächlich mal auf Wegen, die wir nicht verstehen, ist Er absolut vertrauenswürdig, wenn Er uns versichert: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.“ (Römer 8:28)

„durch Seine Wunden sind wir geheilt.“ (Jesaja 53:5) Wenn die Zahl 13 wirklich eine Bedeutung für Christen hat, dann sollte sie uns erfreuen und uns erinnern an die Beschreibung der Liebe im 13. Kapitel des Korintherbriefes: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (1 Korinther 13:13)

Angst vor dem 13.? – Völlig überflüssig, wenn Jesus die Nr.1 ist!

Wenn Freitag wirklich der Todestag Jesu war, dann sollten wir ihn feiern, denn Sein Tod war stellvertretend für uns und hat uns Leben gebracht!

Donnerstag, 12. März 2020

Müllentsorgung - einmal fraglich - einmal garantiert!

Studie: Gehirn entsorgt im Schlaf ‚Müll’. So war es mal in einer Schlagzeile zu lesen. Super! Ein anderer Artikel berichtete von einer 23jährigen Britin, die an dem Klein-Levine-Symptom leidet, dem Dornröschenschlaf. Einmal schlief sie 59 Tage lang. Wer 1 + 1 zusammenzählt, sollte zu dem Schluss kommen, dass die junge Frau vollkommen gereinigt und geheilt ist.

 Über die ‚Müllentsorgung’ berichtet der Artikel von Forschungsergebnissen, die u.a. in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurden. So soll ein bislang unbekanntes System zur Beseitigung von Abfallprodukten der Zellen entdeckt worden sein. Berichtet wird, dass im Schlaf die Gehirnzellen um ca 60% schrumpfen und dadurch der Abfall schädlicher Zellen begünstigt wird. Das Hirn wird von Giftstoffen befreit, die für verschiedene Krankheiten und Störungen verantwortlich sind. Durch neue Verfahren konnten Forscher an Tieren ein System identifizieren, das den Zellmüll aus dem Gehirn über den den Blutkreislauf in die Leber befördert. Soweit diese Info. Medizinische Errungenschaften und Entwicklungen sind durchaus begrüßenswert, solange sie biblischer Ethik nicht entgegen wirken. 

Wir haben allerdings ein größeres Müllproblem als das unserer Hirnzellen. Dieses größere Müllproblem kann nicht durch Schlaf behoben werden. Vielleicht ist eher das Gegenteil der Fall. So wird gesagt, dass der Schlaf uns hilft, Erinnerungen besser zu speichern. Das trifft auf die guten Erinnerungen zu, aber auch auf den „Müll“, den wir so gerne loswürden. Vor Jahren erklärte mir ein Freund, dass die pornographischen Bilder, die sich durch Filme bei Ihm eingemüllt hatten, ziemlich hartnäckig waren, obwohl er seit Jahren frei war. 

Gibt es eine Müllentsorgung für unser Herz? Jesus sagt: 

Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor, Ehebruch, Unzucht, Mord, Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen heraus
und verunreinigt den Menschen. (Markus 7:21-23) 
 
David war in eine Ladung genau dieses Mülls hineingetaucht und merkte jetzt, wie er stank. Mit seinen Augen hatte er Unzucht begangen. Nicht genug: er begehrte die Frau seines Untergebenen und stahl sie ihm. David lebte den Ehebruch aus. Anschließend handelte er unvernünftig und boshaft und strebte eine große Lüge an. Er gab den Mord am Ehemann der Frau in Auftrag. Der Müllgestank in Davids Herzen war kaum mehr zu überbieten. 
 
Man muss ihm zu Gute halten, dass er seine Ohren nicht vor dem Reden Gottes verschloss. Schließlich konnte er sich selbst nicht mehr riechen. Alles Schlafen in seinen Königsgemächern konnten ihm den Gestank seiner Sünde nicht nehmen. Und hätte er 59 Tage am Stück geschlafen, dann wäre er am 60. Tag wach geworden und sein Gewissen hätte ihn nicht in Ruhe gelassen, denn der Müll in seinem Herzen war gewichtig, zog ihn runter und stank gewaltig. Sündenmüll kann nicht durch Schlaf „entsorgt“ werden (auch nicht durch Alkohol, Therapie oder andere Ablenkungen). Darum tut David das einzig Richtige: Er wendet sich an Gott und betet: 
 
Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz, 
und erneuere in mir einen festen Geist! (Psalm 51:12) 
 
Stinkt der Sündenmüll in Deinem Herzen auch zum Himmel? Stinkt er Dir? Wirst Du ihn nicht los, welche Methode auch immer Du versuchst?  Bring und bekenne Deine Sünde Jesus! Er vergibt – und das gründlich! Er entsorgt Deinen Müll! 
 
Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden,
und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.
(Jesaja 1:18)

Mittwoch, 11. März 2020

Das älteste Kirchenlied

Nikolaus Decius lebte im 15. Jahrhundert als Mönch und Seelsorger in Deutschland. Das Lied „Allein Gott in der Höh’ sei Ehr“ wird seiner Feder zugeschrieben. Die Noten gibt es seit dem Mittelalter, der Text ist die Überarbeitung oder Nachdichtung eines Textes aus der Zeit der Frühkirche.

In den ersten Jahrhunderten wurden Christen vielfach als Feinde des römischen Reiches angesehen. Obwohl sie gute Bürger waren, die Gott und ihrem Nächsten dienten, weigerten sie sich, den Kaiser als Gottheit zu verehren. Man versuchte, ihnen auf alle mögliche Art das Leben miserabel zu machen, aber die Stimmung unter ihnen wird mit folgenden Worten beschrieben: „Sie singen ihrem Gott!“

Es war Plinius, der bithynische Statthalter, der in einem Brief an Kaiser Trajan (53-117 n.Chr.) dieses Lied erwähnt als einen Wechselgesang der Christen vor Sonnenaufgang.  Um das Jahr 350 wurde es von Bischof Hilarius von Poitiers in die (latainische) Kirche des Abendlandes verpflanzt,

Im 10. Jahrhundert war es als Text einer Ostermesse bekannt. Dieser Text diente dann Nikolaus Decius als Vorlage. Joachim Slüter textete die 4. Strophe im 16. Jahrhundert.

Somit wurde dieses Lied ein Gotteslob für Christen durch die Jahrhunderte hindurch. Jesusjünger sangen es bei ihren Zusammenkünften in ihren Häusern, Gotteshäusern und in den Katakomben. Märtyrer sangen es in den Arenen, wo sie ihr Leben für ihren Herrn und ihren Glauben hingaben. Ihr mutiges Zeugnis wiederum brachte viele vom Weg des Verderbens auf den Weg dessen, dem sie ihr Lob sangen. Auf diesem Hintergrund ist es dieses Lied wert, neu gelesen oder gesungen zu werden, auch wenn die Sprache mitunter recht mittelalterlich klingt.

Allein Gott in der Höh' sei Ehr und Dank für seine Gnade.
Darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade.
Ein Wohlgefall’n Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn’ Unterlass,
all Fehd’ hat nun ein Ende.

Wir loben, preis'n, anbeten dich für deine Ehr'; wir danken,

dass du, Gott Vater ewiglich regierst ohn' alles Wanken.
Ganz ungemess’n ist deine Macht, 

fort g'schieht, was dein Will' hat bedacht;
Wohl uns des feinen Herren!

O Jesu Christ, Sohn eingebor'n deines himmlischen Vaters,

Versöhner der'r, die war'n verlor'n, du Stiller unsers Haders,
Lamm Gottes, heil'ger Herr und Gott, 

nimm an die Bitt' von unsrer Not,
Erbarm' dich unser aller!

O Heil'ger Geist, du höchstes Gut, du allerheilsamst' Tröster,

vor's Teufels G'walt fortan behüt', die Jesus Christ erlöset
Durch große Mart'r und bittern Tod, 

abwend all unsern Jamm'r und Not!
Darauf wir uns verlassen


Dienstag, 10. März 2020

Jesus im Buch Sacharja

(dieser Blog wurde versehentlich gestern schon einmal - bis 12:15 Uhr aktiviert. Sollte aber erst heute erscheinen.)

Israel war entmutigt. Zwar hatte Gott sie aus dem babylonischen Exil nach Hause geführt, ja, Er hatte ihnen eine herrliche, glorreiche Zukunft versprochen. Aber davon war herzlich wenig zu sehen. Alles schien klein und weit entfernt. In dieser Situation ermutigt Sacharja das Volk mit den Worten (4:10):

Denn wer ist’s, der den Tag geringer Anfänge verachtet?

Gott möchte Sein Volk aufbauen, sich nicht durch kleine Anfänge entmutigen zu lassen. Alles beginnt klein, aber Gottes Verheißungen bleiben bestehen und werden sich erfüllen. Und dann lenkt Gott den Blick Seines Volkes auf den kommenden Messias. Dabei unterscheidet Sacharja – wie wir es oft im Alten Testament finden – nicht immer zwischen dem ersten und dem zweiten Kommen Jesu.

In Kapitel 3:8 gibt Gott seinem Volk die erneute Bestätigung, dass der verheißene Messias kommen wird: „Siehe, ich lasse meinen Knecht, Spross genannt, kommen.“ Das hebräische Wort für „Spross“ ist „zemach“, was ein Name des Messias ist und an mehreren Stellen des AT zu finden ist.

Über diesen Spross heißt es weiter in Sacharja 6:13+14: „Ja, er ist’s, der den Tempel des Herrn bauen wird, und er wird Herrlichkeit als Schmuck tragen und auf seinem Thron sitzen und herrschen, und er wird Priester sein auf seinem Thron, und der Rat des Friedens wird zwischen beiden bestehen.“

Jesus, der Messias wird uns vorgestellt als Erbauer des Tempels, als König, Priester und Friedefürst. Er wird seinen Thron einnehmen. Aber zuvor auf einem Eselsfüllen in Seine Stadt einreiten. Der Einzug Jesu in Jerusalem wird in Sacharja 9:9 prophetisch beschrieben:
 „Frohlocke sehr, du Tochter Zion; jauchze, du Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir; ein Gerechter und ein Retter ist er, demütig und reitend auf einem Esel, und zwar auf einem Füllen, einem Jungen der Eselin.“ Wie genau dieser Vers durch Jesus in Erfüllung ging, lesen wirin Johannes 12:15.

Seinen Thron einzunehmen, Seinen Priesterdienst zu erfüllen und Frieden zu bringen kostet den Messias Sein Leben. Das wird ausgedrückt in Sacharja 12:10. Das Volk Gottes wird Jesus als ihren Messias erkennen, aber erst nachdem sie Ihn durchstochen und getötet haben. Die Zeit wird kommen, da werden sie den Tod ihres Messias beweinen – aber in Buße und Erkenntnis – und dadurch die Gnade des Herrn einleiten: „Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem will ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgießen, und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben, ja, sie werden um ihn klagen, wie man klagt um den eingeborenen Sohn, und sie werden bitterlich über ihn Leid tragen, wie man bitterlich Leid trägt über den Erstgeborenen.

In diesem Vers erwähnt der Prophet sowohl die Kreuzigung vor gut 2000 Jahren wie auch die Bekehrung des Volkes Israel, die noch zukünftig ist. Kapitel 14 schließt ab mit Versen, die das Ende beschreiben (aus Sacharja 14:4,5+9)
Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem nach Osten zu liegt; und der Ölberg wird sich in der Mitte spalten nach Osten und nach Westen hin zu einem sehr großen Tal, und die eine Hälfte des Berges wird nach Norden zurückweichen, die andere nach Süden. (…) Dann wird der Herr, mein Gott, kommen, und alle Heiligen mit ihm! (…) Und der Herr wird König sein über die ganze Erde. An jenem Tag wird der Herr der einzige sein und sein Name der einzige.

Viel mehr ist über den Messias im Buch Sacharja zu finden. Jesus ist überall zu finden. Wir wollen uns heute ermutigen lassen, nach vorne zu schauen. Er wird kommen! Er ist auf dem Weg! Auch wenn Er noch weit entfernt scheint, und die Wartenden sich klein und schwach fühlen. Er kommt! Der Messias kommt! Jesus kommt! Das ist die Botschaft des Propheten Sacharja!