„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 18. November 2025

Was ist das - Nachfolge? (#2)

Es begab sich aber, als sie weiterreisten, dass er in ein gewisses Dorf kam; u. eine Frau namens Martha nahm ihn auf in ihr Haus. 39 Und diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß; die setzte sich zu Jesu Füßen u. hörte seinem Wort zu. 40 Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung. Und sie trat herzu und sprach: Herr, kümmerst du dich nicht darum, dass mich meine Schwester allein dienen lässt? Sage ihr doch, dass sie mir hilft! 41 Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du machst dir Sorge und Unruhe um vieles; 42 eines aber ist Not. Maria aber hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden! (Lukas 10:38-42)

Wenn Jesus Maria nicht so ausführlich gelobt hätte, hätten viele sicherlich eher Martha als vorbildliche Nachfolgerin Jesu gesehen. Sie ist da, sie arbeitet und sie dient. Jetzt aber spricht Jesus löbliche Worte über Maria. Darum nimmt auch unsre Beurteilung eine andre Richtung.

Wer von den beiden Frauen war denn nun die wirkliche Nachfolgerin Jesu? War es Martha, die praktisch diente, oder war es ihre Schwester Maria, die nicht diente, sondern zuhörte?

Ich meine, dass wir getrost beide Frauen als Nachfolgerinnen Jesu bezeichnen können. Beide gehörten zu Jesus, und wir wollen auch feststellen, dass keine der beiden Frauen von Jesus kritisiert wird. Johannes 11 berichtet, dass alle drei Geschwister – Maria, Martha und Lazarus von Jesus geliebt waren. Alle drei waren Nachfolger Jesu.

Martha macht nichts falsch, indem sie Jesus und die anderen bedient. Und Maria macht nichts falsch, indem sie zu Jesu Füßen sitzt und Seinem Predigen zuhört. Beides ist Nachfolge. Aber Jesus scheint eine Rangordnung zu beschreiben, Prioritäten zu setzen. Er sagt: “Maria aber hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden!“ Ist das Nachfolge? Sie kümmert sich nur um Jesus. Sie sagt kein Zeugnis und sie trägt auch nichts zum Essen bei. Was ist dann daran Nachfolge? Sie beschäftigt sich doch nur mit Jesus!

ð Das IST Nachfolge.

ð Verehrung Jesu, das Hören auf Ihn

ð Das ist Nachfolge!

Und mit welchem Ergebnis? Wir brauchen ja immer „Ergebnisse“. Tatsache ist, dass seit fast 2000 Jahren Marias Verehrung Jesu in der Bibel berichtet wird. Wie vielen Millionen Menschen ist ihr Sitzen zu Jesu Füßen ihr Vorbild, zum Segen geworden, zum Ansporn, Jesus nachzufolgen.

„Was hab ich schon getan?“, mag sie sich am Ende ihres Lebens gefragt haben – wie manch einer von uns es tut. „Was mag mein Leben schon bewirkt haben?“ „Was hab ich schon in der Welt für Jesus erreicht?“

Unsichtbar für sie selbst hat sie tatsächlich Menschen in aller Welt für Jesus erreicht – einfach dadurch, dass sie sich zu Ihm gehalten hat, zu Seinen Füßen gesessen und Seine Worte aufgenommen hat. Ganz unkompliziert – aber das ist Nachfolge!

Montag, 17. November 2025

Was ist das - Nachfolge?

Was ist Nachfolge? Hier die einfache Antwort aus Gottes Wort:

Als Jesus aber am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und dessen Bruder Andreas; die warfen das Netz in den See, denn sie waren Fischer.
19 Und er spricht zu ihnen: Folgt mir nach, und ich will euch zu Menschenfischern machen! 20 Da verließen sie sogleich die Netze und folgten ihm nach. 21 Und als er von dort weiterging, sah er in einem Schiff zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und dessen Bruder Johannes, mit ihrem Vater Zebedäus ihre Netze flicken; und er berief sie. 22 Da verließen sie sogleich das Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach.
 (Matthäus 4:18-20)

Hört sich einfach an, oder? Ist es eigentlich auch. Eine weitere Begebenheit bestätigt die Schlichtheit der Antwort (Matthäus 9:9):

Und als Jesus von da weiterging, sah er einen Menschen an der Zollstätte sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir nach! Und er stand auf und folgte ihm nach.

Eine Stunde bevor Jesus am Zollhäuschen vorbeikam – nein, 5 Minuten vorher war Matthäus noch kein Jünger, kein Nachfolger Jesu. Er gehörte nicht zu Jesus und folgte Ihm auch nicht nach. Dann kommt Jesus vorbei, spricht 3 Worte zu Matthäus: Folge mir nach! – und Matthäus steht auf, folgt Jesus und ist ab sofort ein Nachfolger.

Kann es sein, dass wir Nachfolge zu etwas so Kompliziertem gemacht haben, dass es über das hinausgeht, was die Bibel beschreibt?

Aus diesen beiden Bibelpassagen geht hervor, dass Nachfolge zunächst mal nicht „Tun“, sondern „Sein“ bedeutet. Natürlich wuchsen Petrus, Andreas, Johannes, Jakobus und Matthäus – wie alle anderen Jünger Jesu – in der Nachfolge. Sie verstanden nach und nach immer besser, was Nachfolge bedeutet. Aber sie verstanden auch, dass der Ruf: „Folge mir nach!“ zuallererst nicht ein Ruf ins „Arbeitslager“ war, sondern hin, zu den Füßen Jesu. Bei Ihm zu sein, sich in Seiner Nähe aufzuhalten, das ist der Segen der Nachfolge; oder, wie es als jüdischer Segen gestern in der Predigt in unserem Gottesdienst zitiert wurde: „Mögest du mit dem Staub deines Meisters bedeckt sein.“

  • Bei Jesus sein, wie Maria zu Jesu Füßen – das ist Nachfolge!
  • Jesus einfach nur nachzufolgen, wie Matthäus – das ist Nachfolge!
  • Für Jesus das Vertraute verlassen und sich in Seiner Nähe aufhalten wie die vier Fischerjünger – das ist Nachfolge!

Lasst uns heute den Gedanken des „Tuns“ loslassen und uns auf das „Sein“ konzentrieren: Bei Jesus sein!

Sonntag, 16. November 2025

Herzliche Einadung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Jesaja 40:1-8
 
1 Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott.
2 Redet zum Herzen Jerusalems und ruft ihr zu, dass ihr Frondienst vollendet, dass ihre Schuld abgetragen ist; denn sie hat von der Hand des HERRN Zweifaches empfangen für alle ihre Sünden.
3 Die Stimme eines Rufenden [ertönt]: In der Wüste bereitet den Weg des HERRN, ebnet in der Steppe eine Straße unserem Gott!
4 Jedes Tal soll erhöht und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden; was uneben ist, soll gerade werden, und was hügelig ist, zur Ebene!
5 Und die Herrlichkeit des HERRN wird sich offenbaren, und alles Fleisch miteinander wird sie sehen; denn der Mund des HERRN hat es geredet.
6 Es spricht eine Stimme: Verkündige! Und er sprach: Was soll ich verkündigen? »Alles Fleisch ist Gras und alle seine Anmut wie die Blume des Feldes!
7 Das Gras wird dürr, die Blume fällt ab; denn der Hauch des HERRN hat sie angeweht. Wahrhaftig, das Volk ist Gras!
7
 Das Gras ist verdorrt, die Blume ist abgefallen; aber das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit!«

Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Anbetung - Gebet
Predigt - 
Gemeinschaft - Abendmahl
Mittagessen

Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

"Ich glaube, dass die Krankheiten Schlüssel sind, 
die uns gewisse Tore öffnen können. 
Ich glaube, es gibt gewisse Tore, 
die einzig die Krankheit öffnen kann."
(Andre Gide)

Samstag, 15. November 2025

Religiös?

Bist Du religiös? Welche Auswirkung hat Deine Religion auf Dein Leben? Jemand behauptet: Wenn Du es nicht lebst, glaubst Du es auch nicht!  Könnte was dran sein, wie die Untersuchung des Princeton Religion Research Centers (PRRC) zeigt.  

Das PRRC erforschte durch Umfragen die Auswirkung der Religion auf die tägliche Arbeit. Der Vergleich von Verhaltensweisen kirchlich gebundener und kirchlich ungebundenen Personen kam zu einem ernüchternden Ergebnis. Beim Diebstahl von Arbeitsmaterialien, Übertreiben der Qualifikationen im Lebenslauf (Lügen), Vortäuschen von Krankheit (Lügen und Diebstahl) und Übertreibung der Steuerabzüge (Lügen, Diebstahl und Betrug) stellte PRRC kaum Unterschiede in den ethischen Ansichten und Verhaltensweisen der kirchlich gebundener und kirchlich ungebundener Personen fest. Festgestellte Unterschiede waren nicht signifikant oder nur von marginaler Bedeutung.

Woran liegt das?

Religion als Konstrukt, als Weltanschauung oder Glaubenssystem verändert das Leben nicht wirklich. Sich als Anhänger einer bestimmten Religion zu bezeichnen, ändert nichts. Es gleicht einem Menschen, der einen Mercedesstern auf der Motorhaube seines minderwertigen Autos anbringt und hofft, nun einen Wagen der Extraklasse zu fahren. Religiosität ist nicht viel mehr als den Namen eines Lehrsystems zu adoptieren, oder dort hineingeboren zu werden. Das ist bei den meisten Religionen der Fall. Ein äußerer Aufkleber aber kann kein Leben verändern. 

Dem gegenüber steht der persönliche Glaube! Johannes schreibt (1 Johannes 2:6):

Wer von sich sagt, dass er zu ihm gehört, der soll auch so leben, wie Jesus gelebt hat.

Hier unterscheidet sich (toter) Glaube und (lebendige) Nachfolge.

Hier unterscheidet sich, ob nur äußerlich ein Zeichen angebracht sind (Taufe, Konfirmation, Firmung, Abendmahl ...) oder ob innen zu finden ist, was außen draufsteht. Steht „Christ“ auf der Geburtsurkunde oder ist Christus im Herzen präsent?

Als Jesus sich mit dem hochgelehrten Theologielehrer Nikodemus unterhält, dessen Religion bei ihm viele existentiellen Fragen offenließ, belehrte ihn Jesus (Johannes 3:5+6):

Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! 6 Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.

Nicht durch die natürliche Geburt wird ein Mensch zum echten Christen. Durch die Wiedergeburt, den Empfang göttlichen Lebens durch den Glauben an Jesus, wird ein Herz verändert. Dann ist da, wo „Christus“ draufsteht, auch Christus drin. Mit der Wiedergeburt erhält der Mensch, der an Jesus glaubt und Ihm nachfolgt, auch den Wunsch und die Kraft, ein Leben nach Gottes Plan zu führen.

Bist Du (nur) religiös? Oder hast Du den rettenden, lebensverändernden Glauben an Jesus? Religion ist nicht viel mehr als ein Aufkleber. Der Glaube an Jesus ist der wahre Inhalt.

Ich lade Dich ein zu einem Leben, in dem Jesus Deine Sünden vergibt und Dein Leben erneuert. Als Herr Deines Lebens schenkt Er Dir die Kraft, „so zu leben, wie Jesus gelebt hat.“ (1 Johannes 2:6)

Das ist das Leben, das sich zu leben und im Sterben lohnt.

Fragen? Kontaktiere mich über das anonyme Formular rechts im Seitenfenster.