„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Mittwoch, 1. Oktober 2025

Nicht aufgeben!

Am 4. Dezember 2010 stürzte Samuel Koch in der Live-Sendung „Wetten dass …“ so unglücklich, dass er fortan querschnittsgelähmt leben muss.

CC BY-SA 2.0
Zehn Jahre später beantragte er, den Unfall als Arbeitsunfall anzuerkennen.  Die Berufsgenossenschaft lehne den Antrag ab, wogegen Koch beim Sozialgericht klagte. Die Klage wurde zurückgewiesen. Koch legte vor dem Bundessozialgericht Revision ein, um Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung zu erhalten. Am 24. September 2025 hob dieses Gericht ein früheres Urteil auf, bestätigte allerdings andere Entscheidungen der Vorinstanzen. Weil vermutlich Feinheiten in der Gesetzeslage übersehen wurden, erzielte Samuel Koch somit einen Teilerfolg und der Fall muss nun verhandelt werden.

Wofür kämpft der 37-jährige Koch seit 5 Jahren so unermüdlich? Er könnte sicher mehrere Gründe nennen. Ein Grund, den Koch nennt, sind die enormen Kosten für seine Pflege.

Ich werde erinnert an Elia, der nach einem gewaltigen geistlichen Kampf (den er erfolgreich gewann) in eine tiefe Depression fällt und aufgeben möchte. Müde betet er zum Herrn:

"Es ist genug! So nimm nun, Herr, mein Leben, denn ich bin nicht besser als meine Väter!" (1 Könige 19:4)

Dem Propheten Jona geht es ganz ähnlich. Auch er betet nach einem großen Sieg:
 
"So nimm nun, Herr, meine Seele von mir; denn ich möchte lieber tot sein als leben." (Jona 4:3)

Immer wieder hat es Menschen gegeben, die in Verzweiflung aufgegeben haben. Und bei vielen Schicksalen fällt es nicht schwer, mitzufühlen. Aufgegeben, weil die Krankheit als unheilbar gilt. Aufgeben wegen Überforderung. Aufgegeben, weil alle mich verlassen haben. Aufgegeben, weil die Enttäuschung unerträglich ist. Aufgegeben, weil das Erlebnis zu traumatisch war. Aufgegeben, weil man einfach kein Licht im langen Tunnel sieht.

Allein die Tatsache steht: Aufgeben ist keine Lösung. Auch auf die Gefahr hin, dass viele die Geschichte kennen, möchte ich sie trotzdem noch einmal erzählen - die Geschichte der zwei Frösche, die auf einem Bauernhof vor lauter Neugierde der Versuchung nicht widerstehen können, in einen Eimer zu springen.

Leider stellte sich heraus, dass das keine so gute Idee war, denn der Eimer war halb gefüllt mit Milch. Da schwammen die Frösche nun in Milch, konnten aber nicht mehr aus dem Eimer springen, da die Wände zu hoch und zu glatt waren. Der Tod schien vorprogrammiert. Der eine der beiden Frösche war verzweifelt. "Wir müssen sterben", jammerte er. "Hier kommen wir nie wieder heraus." Und er hörte auf zu Schwimmen, da alles ja doch keinen Sinn mehr hatte. Der Frosch ertrank in der Milch.

Der andere Frosch aber sagte sich: "Ich gebe zu, die Sache sieht nicht gut aus. Aber aufgeben werde ich deshalb noch lange nicht. Ich bin ein guter Schwimmer! Ich schwimme, solange ich kann."

Und so stieß der Frosch kräftig mit seinen Hinterbeinen und schwamm im Eimer herum. Immer weiter. Er schwamm und schwamm und schwamm. Und wenn er müde wurde, munterte er sich selbst immer wieder auf. Tapfer schwamm er immer weiter. Und irgendwann spürte er unter seinen Füßen eine feste Masse. Ja tatsächlich - da war keine Milch mehr unter ihm, sondern eine feste Masse. Durch das Treten hatte der die Milch zu Butter geschlagen! Nun konnte er aus dem Eimer in die Freiheit springen.

Auch als Christen sind wir manchmal versucht, alles hinzuwerfen und aufzugeben. Vielleicht nicht den Glauben selbst, aber die Hingabe, den Dienst, den Einsatz im Gebet, unser Zeugnis, die Gemeinschaft, den Kampf gegen die Sünde. Als der erste Frosch aufgab, war alles verloren. Der zweite machte weiter - ohne zu wissen, was geschehen würde - und er gewann!

Christen machen nicht weiter, ohne zu wissen, was geschehen wird. Der Herr selbst verspricht uns:

"Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn."
(1 Korinther 15:58)

Das säkulare Gegenstück zu diesem Bibelvers wäre: "Wer aufgibt, gewinnt nie!  Wer gewinnt, gibt nie auf!"

Gib nicht auf! Als Jesusjünger hast Du jemanden, Jesus Christus, der Dir immer wieder Kraft und Mut geben möchte, weiterzumachen. Reich Ihm die Hand! Sein Weg führt immer zum Sieg!

Dienstag, 30. September 2025

Der Ankläger

Einer meiner Lieblingsverse im Buch der Offenbarung steht in Kapitel 12:10:

Dann hörte ich eine laute Stimme durch den Himmel rufen: »Jetzt ist es geschehen: Die Rettung und die Kraft und das Reich unseres Gottes und die Macht seines Christus sind da! Denn der Ankläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte, wurde auf die Erde hinabgeworfen.

Jeder Christ kennt sie: die Anklagen Satans. Er klagt uns an, wieder mal versagt zu haben, eine „einzige große Null“ zu sein, nicht fähig zu sein, stattdessen ängstlich. Darum seien wir unbrauchbar für Gott, hätten einen viel zu kleinen Glauben und viel zu viele Sünden.

Außerdem verklagt uns Satan vor unserem himmlischen Vater: „Siehst Du die Menschen da unten? Die nennen sich nach Deinem Namen, wollen Christen sein, deine Nachfolger. Sie sind nichts wert. Sie behaupten, du hättest ihnen neues Leben gegeben – und sieh nur, wie sie immer wieder in Sünde fallen!“

Nichts Neues unter der Sonne. Selbst die größten Gottesmänner (und Frauen) kannten diese Anfechtungen. Martin Luther erzählte, wie der Teufel eines Tages zu ihm kam und ihn wegen der enormen Sünden in seinem Leben anklagte. Satan legte eine lange Liste von Sünden vor, deren Luther sich schuldig gemacht hatte, und hielt sie ihm vorwurfsvoll unter die Nase.

Luther sagte zum Teufel: „Denk noch einmal gründlich nach, du hast sicher einige vergessen.“ Da dachte der Teufel noch einmal gründlich nach und fügte der Liste noch ein paar Hundert hinzu.

Als der Teufel fertig war, sagte Luther: „So, jetzt nimm einen Stift und rote Tinte und schreibe über diese Liste: ‚Das Blut Jesu Christi, Gottes Sohn, reinigt uns von allen Sünden.‘“

Gibt Satan, dem Ankläger, keine Chance. Lass Dich von Ihm nicht unterkriegen. Der Apostel Johannes schreibt in 1 Johannes 3:19+20:

Hieran erkennen wir, dass wir in der Wahrheit leben und Gott voller Zuversicht begegnen können, selbst wenn unser Herz uns verurteilt. Denn Gott ist größer als unser Herz, und er weiß alles.

Gott weiß alles, alle unsere Schwächen, alle unsere Sünden und alle unsere Unfähigkeiten. Er liebt uns trotzdem. Jesus liebt uns nicht weil ...  Er liebt uns trotz ...

Und auch, wenn die Anklagen sich nicht an uns, sondern an unseren himmlischen Vater richten und Satan uns im Himmel anklagt, dann dürfen wir wissen, dass Jesus auch dort für uns auf- und einsteht. In Hebräer 8:8 heißt es über unseren „Anwalt“, Jesus:

Das Wichtigste aber ist: Unser Hoher Priester hat sich auf den höchsten Ehrenplatz im Himmel gesetzt, an Gottes rechte Seite.

Er vertritt uns mit Vollmacht. Dafür hat Er teuer für uns bezahlt und Sein Leben eingesetzt.

Jetzt wollen wir unser Leben für Ihn einsetzen und mutig mit- und für Ihn leben!

Montag, 29. September 2025

Was Ira Yates nicht wusste

"Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben
und es im Überfluss haben“
(Johannes 10:10b)

Gewöhnlich bringt man Ölförderung zunächst mit den Ölfeldern im Mittleren Osten in Verbindung. Und das sicher zu recht. Aber auch an anderen Orten der Welt wird Öl gefördert, unter anderem in Texas. Über eine dieser Förderstellen wird eine interessante Historie berichtet.

Symbolbild / Autor unbekannt
‚Yates Pool‘ ist ein berühmtes Ölfeld in West-Texas. Während der Weltwirtschaftskrise war dieses Feld eine Schafranch, die einem Mann namens Ira Yates gehörte. Herr Yates konnte mit seiner Ranch nicht genug Geld verdienen, um die Hypothek abzubezahlen, und er lief Gefahr, seine Ranch zu verlieren. Da er kaum Geld für Kleidung oder Lebensmittel hatte, war seine Familie, wie viele andere, auf staatliche Unterstützung angewiesen.

Tag für Tag, während er seine Schafe weidete, fragte er sich, wie er seine Rechnungen bezahlen könnte. Dann kam ein Seismographenteam einer Ölgesellschaft in die Gegend und teilte Herrn Yates mit, dass es auf seinem Land möglicherweise Öl geben könnte. Sie baten um Erlaubnis, eine Probebohrung durchzuführen. Yates unterschrieb einen Pachtvertrag.

In einer Tiefe von 340 Metern stießen sie auf eine riesige Ölreserve. Die erste Quelle lieferte 80.000 Barrel pro Tag. Viele spätere Quellen brachten mehr als das Doppelte. Dreißig Jahre nach der ersten Bohrung hatten alle Quellen noch immer das Potenzial, 125.000 Barrel Öl pro Tag zu fördern. Und Mr. Yates gehörte alles! An dem Tag, an dem er das Grundstück kaufte, erhielt er die Öl- und Mineralrechte, und doch lebte er von staatlichen Sozialleistungen. Ein Multimillionär, der in Armut lebte! Das Problem war, dass er nicht wusste, dass dort Öl lag. Es gehörte ihm, aber er wusste es nicht!

Als Gott in Jesus Mensch wurde, kam Er, um den Menschen ihre Schuld zu vergeben, ihr Leben zu erneuern und sie zu Kindern Gottes zu machen. ZU KINDERN GOTTES! Zu Kindern des Allmächtigen, des Schöpfers, des Gottes, der uns so liebt, dass Er Mensch wurde und für uns starb.

Und damit kam Jesus, um allen Menschen ein erfülltes und sinnvolles Leben zu ermöglichen. Trotzdem sind sich viele Menschen nicht bewusst, was für ein Leben ihnen ermöglicht wird, obwohl es Jesus anbietet.

„Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben
und es in Fülle haben.“

Vergebung, Rechtfertigung, ein reines Gewissen, Heiligung, Heilung (Offenbarung 21:4), Kraft, Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstkontrolle, einen Ort, an dem wir unsere Sorgen abladen dürfen, eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten ... die Liste ist endlos. Ein Leben „in Fülle“, „im Überfluss“ hat Jesus uns versprochen. Zumindest einen Vorgeschmack dieses Lebens darf jeder erfahren, der bereits jetzt Jesus vertraut und Ihm nachfolgt. Nein, der Glaube an Jesus ist keine Vertröstung auf das Jenseits. Es ist ein Leben mit und für Jesus bereits im Hier und Heute und eine ultimative Erfüllung in der Zukunft.

Tragisch, wer den Schatz besitzen könnte, aber wie ein Bettler lebt!