„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Donnerstag, 3. Juli 2025

Die Jefferson Bibel (und der wahre Jesus)

Thomas Jefferson (1743-1826) gehörte zu den Gründungsvätern der USA und wurde deren dritter Präsident. Als solcher hat er Ruhm und Namen erlangt.

Bildquelle: CC BY-NC-SA 2.0
Eher unrühmlich ist seine Bibel, die Jefferson Bibel, die er in erster Version während seiner Amtszeit erstellte. Das Buch trägt den Untertitel: „Leben und Moral von Jesus von Nazareth“. Dazu nahm er Berichte aus den Evangelien, stellte sie in einer ihm logisch erscheinenden Chronologie über das Leben Jesu zusammen, beginnend mit der Geburt Jesu, abschließend mit Seiner Grablegung und der Versiegelung des Grabes.

Moment mal! Da hört der biblische Bericht doch gar nicht auf! Die „andere Seite der Medaille“ fehlt komplett. Der Sieg, der Triumph, das neue Leben – all das fehlt völlig. Und dafür gibt es einen Grund. Der dritte Präsident der Vereinigten Staaten war von der Zeit der Aufklärung geprägt, die all das festhielt, was die damalige Wissenschaft als Fortschritt oder Wissenschaft verkündete.

Aus diesem Grund fehlt der Bericht der Auferstehung. Auch alles Übernatürliche, alle Wunder, Berichte der Engel oder Prophezeiungen fehlen in der „Jefferson Bibel“. Die Dreieinigkeit Gottes und selbst die Sohnschaft Jesu als Sohn Gottes wird nicht erwähnt. Alles, was Jefferson irrational vorkam, wurde gestrichen, ausgeschnitten, entsorgt.

Unglaublich! Skandalös! Das Wort Gottes, das Millionen von Menschen zum Segen geworden ist, so zu amputieren und dadurch so zu verfälschen, dass es sich wie die Durchschnittsbiografie eines Menschen aus früherer Zeit liest.

Unvorstellbar! Unfassbar! Den Retter, Heiland, den Sohn Gottes, der Millionen von Menschen Vergebung, neues Leben und täglichen Segen gebracht hat, so zu ent-göttlichen, dass nichts weiter übrigbleibt als ein Mensch wie Du und ich.

Schrecklich ist, dass dieses Literaturwerk als ‚Bibel‘ (Jefferson Bible) vermarktet wurde und wird. Schrecklich ist aber auch, dass heute Millionen von Menschen – ohne dieses Buch zu kennen – Jesus ebenso beurteilen, wie Jefferson in seinem Werk. Das Wichtigste über Jesus fehlt!

Hier einige der wichtigsten Fakten über Jesus, die in der falschen Bibel fehlen, die aber von Millionen Menschen geglaubt und / oder erfahren wurden:

Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären; und man wird ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: »Gott mit uns«.  Matthäus 1:23 

Und siehe, eine Stimme kam vom Himmel, die sprach: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe! (Matthäus 3:17) 

Darauf beriefen die obersten Priester und die Pharisäer eine Sitzung des Hohen Rates ein. Sie fragten sich: Was sollen wir bloß tun? Dieser Jesus vollbringt viele WunderJohannes 11:47 

Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und berichtet dem Johannes, was ihr hört und seht: Blinde werden sehend und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote werden auferweckt, und Armen wird das Evangelium verkündigt. Matthäus 11:4+5

 Der Engel aber spricht zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten; er ist auferstanden, er ist nicht hier. Seht den Ort, wo sie ihn hingelegt hatten!  Markus 16:6

Und es geschah, indem er sie segnete, schied er von ihnen und wurde aufgehoben in den Himmel . Lukas 24:51

DAS ist unser Jesus, unser Herr, Retter und Heiland! Ihm alle Ehre und Anbetung!

Mittwoch, 2. Juli 2025

Verfolgt vom schlechten Gewissen

Robert Bruce war von 1306 bis 1329 König von Schottland. Aber es war ein harter Weg zum Thron. König Edward I von England fühlte sich durch Bruce, der König von Schottland werden wollte, bedroht und verfolgte ihn bis zum Äußersten. Selbst vor verräterischen, falschen Freunden musste er sich in Acht nehmen.  

Edwin Lutzer schreibt in einem seiner Bücher, dass Robert Bruce bei einer Begebenheit auf der Flucht war und es so schien, dass er seinen Verfolgern nicht wieder würde entkommen können.

Man hetzte Bluthunde hinter ihm her. Als die Hunde sich näherten, konnte man ihr Bellen hören. Bruces Begleiter jammerten: „Wir sind erledigt. Die Hunde sind hinter dir her und werden dein Versteck verraten.“ Bruce antwortete nur: „Nur ruhig! Dann machte er sich auf den Weg zu einem Bach, der durch den Wald floss. Er ging hinein und watete ein kurzes Stück flussaufwärts. Am gegenüberliegenden Ufer trat er an Land, immer noch mitten im Wald.

Innerhalb weniger Minuten erreichten die Hunde das Ufer. Sie gingen nicht weiter. Die englischen Soldaten trieben sie an, aber die Spur war unterbrochen. Der Bach hatte die Witterung fortgetragen. Kurze Zeit später trug Robert Bruce die Krone Schottlands.

So wie Robert Bruce von Bluthunden verfolgt wurde, die Angst und Sorge verbreiteten, so werden wir manchmal von der Erinnerung an unsere Sünden verfolgt. Satan stachelt unsere Gedanken an, die uns wie bellende Hunde verfolgen.

Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. (1. Johannes 1:9)

Doch auch wenn unser Gewissen uns schuldig spricht, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott barmherziger mit uns ist als wir selbst. Er kennt uns ganz genau. (1. Johannes 3:20)

Manches Mal verfolgt uns unser Gewissen wie ein blutdurstiger Hund. Aber da fließt ein Strom, rot vom Blut Jesu. Sein Blut hat unseren Verfolgern Einhalt geboten. Niemand kann uns aufgrund vergebener Schuld verfolgen. Wir riechen nicht mehr nach Sünde. Wir sind gewaschen, rein!

Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, sollen sie weiß werden wie der Schnee; wenn sie rot sind wie Karmesin, sollen sie weiß wie Wolle werden. (Jesaja 1:18)

Das Vertrauen auf Jesu Gnade und Vergebung hat uns befreit von der Last der Vergangenheit. Kein Verfolger, kein Gewissen hat mehr Anrecht auf eine Vergangenheit, die von Jesus bereinigt wurde.

Wenn euch nun der Sohn frei machen wird,
so seid ihr wirklich frei. (Johannes 8:36)

Dienstag, 1. Juli 2025

Ein blutrünstiger Gott? (Das größte Opfer - Teil 2)

Gestern ging es um Jesus, als das größte, wichtigste, stärkste, all umfassendste, endgültige Opfer. Wir hatten die Gedanken gestern abgeschlossen mit dem Vers aus Hebräer 10:18:

Sind aber die Sünden vergeben,
dann ist kein Opfer mehr nötig.

Wir hatten auch ins Alte Testament geschaut und festgestellt, dass es über die Jahrhunderte Millionen und Abermillionen von Tieren gewesen sein müssen, die als Opfer dargebracht wurden. Manch einem stellt sich die Frage: Warum all das Sterben und all das Blut?

Gott benötigte keine Tieropfer im Alten Testament, um den Menschen ihre Sünden zu vergeben. Es waren die Menschen, die die Opfer brauchten, um sich an die tödlichen Folgen der Sünde zu erinnern. 

Wir tendieren dahin, Sünde zu bagatellisieren. Wir haben uns so daran gewöhnt, dass wir gelernt haben, mit der Sünde zu leben, Sünde zu tolerieren, kleinzureden, zu entschuldigen und sie oft sogar zu verteidigen. Nur: Sünde ist weder zu entschuldigen noch zu verteidigen. Nie! Wir benötigen entweder einen Stellvertreter, der die Strafe für unsere Schuld auf sich nimmt, oder wir müssen sie selbst tragen. Die Opfer des Alten Testaments erinnern daran, dass Sünde drastische Folgen hat. Das Opfer Jesu erinnert daran, dass Er den ultimativen Preis bezahlt hat, schrecklicher, als alle Tieropfer zuvor zusammen.

Bedeutet das nicht, dass wir einen blutrünstigen Gott haben, wie uns manche Zeitgenossen vorwerfen? Nein, absolut nicht! Die Opfer wurden nicht eingesetzt, weil Gott blutrünstig wäre, sondern gerade im Gegenteil: Die Opfer wurden eingesetzt, weil Gott eben nicht den Tod des Sünders will. Darum, stellvertretend für den Tod des Sünders, wurden im Alten Testament die verschiedenen Opfer eingesetzt.

Wir leben in einer Kultur, die Toleranz und Freiheit fordert. Die Toleranz der Menschen gegenüber Sünde ist ins Astronomische gestiegen. Selbst viele von denen, die noch an Gott glauben, basteln sich einen Gott, der nur aus Liebe, Güte und Vergebung besteht - ohne Strafe.

Im Alltag denken und handeln wir ganz anders. Da fordern wir Strafe, Rache und Blut! Wir töten Alte, Junge und sogar Ungeborene. Wir erfinden neue, „gerechte“ Definitionen für alte, ungerechte Schandtaten. Wir nennen gut, was Gott böse nennt und böse, was Gott gut nennt. Wir verlassen Gottes Maßstäbe, setzen unsre eigenen und klagen an, was uns an Gott nicht gefällt.

Tatsache ist – und darunter müssen wir uns beugen: Es ist Gott, der die Maßstäbe setzt. Er war vor uns! Er hat uns geschaffen, gewollt, geliebt, und Er liebt uns bis heute! Aber als heiliger Gott kann Er Sünde nicht einfach ignorieren. Gott beschreibt Seine Gnade und Gerechtigkeit in 2. Mose 34:7, wenn Er erklärt:

Ich lasse Menschen meine Liebe erfahren über Tausende von Generationen. Ich vergebe Schuld, Unrecht und Sünde, doch ich lasse nicht alles ungestraft. Wenn jemand an seiner Schuld festhält, dann muss er die Folgen tragen, und nicht nur er, sondern auch seine Kinder, Enkel und Urenkel!

Gott vergibt jedem die Schuld, der nicht an ihr festhält. Wer Gott als blutrünstig bezeichnet, hat weder den Abgrund der Sünde, noch die Liebe und Gerechtigkeit Gottes erkannt.

Dank sei dem himmlischen Vater, der die Welt so geliebt hat, dass Er Seinen einzigen Sohn, Jesus, hingab, um als Opfer für unsere Sünden zu sterben!

Dank sei Jesus, dem Sohn Gottes, der Sein Leben gegeben hat, um unsere Schuld zu vergeben, und der Sein Leben wieder genommen hat, auferstanden ist, um uns neues Leben zu schenken!

Dank sein dem Geist Gottes, der uns überführt hat von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht und uns Jesus vor Augen gemalt hat!

Montag, 30. Juni 2025

Das größte Opfer

Irgendwo las ich die Geschichte eines kleinen Mädchens namens Liz, das an einer seltenen und schweren Krankheit litt. Ihre einzige Chance auf Genesung schien eine Bluttransfusion von ihrem fünfjährigen Bruder Danny zu sein, der die gleiche Krankheit wie durch ein Wunder überlebt und die nötigen Antikörper entwickelt hatte.

Der Arzt erklärte Danny die Situation und fragte den Jungen, ob er bereit wäre, seiner Schwester sein Blut zu spenden. Er zögerte kurz, bevor er tief durchatmete und sagte: „Ja, ich mache es, wenn es Liz rettet.

Während die Transfusion lief, lag er neben seiner Schwester im Bett und lächelte, wie all die anderen auch, die zusahen, wie die Farbe in Liz‘ Wangen zurückkehrte. Dann aber wurde Danny ernst, und sein Lächeln verblasste. Er blickte zum Arzt auf und fragte mit zitternder Stimme: „Werde ich jetzt sofort sterben? Der Junge, klein wie er noch war, hatte den Arzt missverstanden. Er dachte, er müsse seiner Schwester sein ganzes Blut geben.

In den vergangenen Wochen habe ich viel über Opfer nachgedacht. Im Alten Testament waren es im Laufe der Jahre Tausende und Abertausende von Opfern, die regelmäßig geopfert werden mussten. Dazu kamen freiwillige Opfer, die, selbst bei Einzelevents, die 100.000der Grenze überschritten; so, z.B., bei der Überstellung der Bundeslade in den Tempel Salomos oder erneut bei der Einweihung dieses Tempels kurze Zeit später. Beim Passahfest wurden nach den Schriften des jüdischen Historiker, Josephus, jedes Jahr um die 256.000 Schafe geopfert. Und das über Jahrhunderte.

Wozu? Gott benötigte keine Tieropfer, um den Menschen zu vergeben. Es waren die Menschen, die die Opfer brauchten, um sich an die tödlichen Folgen der Sünde zu erinnern. Die Tieropfer vermochten nicht einmal Sünden zu vergeben, wie Hebräer 10:4 deutlich sagt:

Denn unmöglich kann das Blut von Stieren und Böcken Sünden hinwegnehmen!

Und doch forderte Gott sie! Wozu? Zum einen als Erinnerung an den Sünder, dass seine Sünde den ewigen Tod zur Folge hat. Aber, wichtiger noch, als vorläufige Sühnung. Das hebräische Wort für Sühnung trägt den Gedanken des Zudeckens. Das Blut der Tieropfer deckte die Sünde der Menschen zu, bis das Blut des vollkommenen Opfers vergossen werden würde. Davon spricht Hebräer 10:10,14+18:

Aufgrund dieses Willens sind wir geheiligt durch das ein für alle Mal geschehene Opfer des Leibes Jesu Christi. ... Denn mit einem Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer vollkommen gemacht. ... Sind aber die Sünden vergeben, dann ist kein Opfer mehr nötig.

Einerseits Meere aus Blut, Berge aus Opfertieren im Alten Testament; Opfer, die immer wieder wiederholt werden mussten, nur zudecken konnten, aber immer erinnerten, dass Sünde den Tod zur Folge hat. Andererseits das eine Opfer Jesu, des Sohnes Gottes: sündlos, rein, vollkommen, ein für alle Mal – für die Sünden der ganzen Welt von Adam bis zum letzten Menschen, der auf dieser Erde geboren wird. 1. Johannes 2:2 belehrt uns:

Er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.

Was für eine nie dagewesene Kraft des Blutes, Kraft des Blutes Jesu, des Lammes Gottes.

Kraft, die vergibt! Kraft, die erlöst! Kraft, die befreit! Kraft, die erneuert! Kraft, die Hoffnung gibt! Kraft, die es so nie gegeben hat und nie wieder geben wird: die Kraft des Blutes Jesu!

Kennst Du die Kraft des Blutes Jesu? Sein Opfer war das ausschlaggebende, das letzte und das vollkommene Opfer, wie Hebräer 10:18 bezeugt:

Sind aber die Sünden vergeben, dann ist kein Opfer mehr nötig.