„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Donnerstag, 19. Juni 2025

Sollemnitas Sanctissimi Corporis et Sanguinis Christi

... oder kurz: „Fronleichnam“, das ‚Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi’. Fronleichnam ist ein katholisches Fest, in dem die katholische Kirche die Eucharistie würdigt.

Im Jahr 1209 v. Chr. berichtet die Mystikerin Juliana von Lüttich von mehrfachen Visionen, in denen ihr offenbart worden sei, dass der Kirche Jesu ein Fest zur Verehrung der Eucharistie fehle. Im Jahr 1246 beginnt man im Bistum Lüttich, ein solches Fest zu feiern. 1264 setzt der damalige Papst, Urban IV, das Fronleichnamfest als verbindlich für die gesamte Kirche ein.

Wichtigster Teil des Festes ist die heilige Messe, deren Inhalt sich um die Bedeutung der Eucharistie dreht. Oft schließt sich eine Prozession mit Gesang, Gebet, Lesung der Evangelien und liturgischem Segen an. Dabei wird eine geweihte Hostie durch die Straßen getragen, um zu veranschaulichen, dass Christus, das „Brot des Lebens“ in der Mitte seines Volkes ist.

Evangelische und vor allem freikirchliche Christen verstehen die Eucharistie, das Abendmahl, anders. Für sie gilt:

1. Das Abendmahl hat keine sündenvergebende Wirkung. Die Bibel lehrt (Lukas 24:47):
 
„In seinem (Jesu) Namen soll
Buße zur Vergebung der Sünden
verkündigt werden unter allen Völkern.“ 
 
Vergebung kommt nicht durch irgendeine Liturgie, sondern durch Buße (Umkehr)
 
2. Die Elemente des Abendmahls sind nicht tatsächlich Leib und Blut Jesu, sondern Brot und Saft vom Gewächs des Weinstocks. Die Bibel lehrt (1 Korinther 11:26): 
 
Sooft ihr dieses Brot esst
und diesen Kelch trinkt,
verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 
 
Beim Abendmahl essen Christen Brot und trinken aus dem Kelch (in dem das Gewächs des Weinstocks ist - Wein oder Traubensaft). 
 
3. Das Abendmahl hat keine mystische Wirkung, sondern einen Erinnerungseffekt! Die Bibel lehrt (1 Korinther 11:23-25)
 
Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward,
nahm er das Brot, dankte und brach's und sprach:
Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird;
das tut zu meinem Gedächtnis.
Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl
und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut;
das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.
 
Das Abendmahl erinnert uns an das, was Jesus für uns getan hat. WAS Er für uns getan hat, wird allerdings nicht wirksam durch dieses Gedenken, sondern nur durch den persönlichen Glauben des Einzelnen. 
Fazit: Auch nicht-katholische Christen feiern und schätzen das Abendmahl. Das Gedenken an das erlösende Werk Jesu am Kreuz stärkt unseren Glauben und bindet uns mehr an Jesus. Aber nicht dem Abendmahl, nicht den Elementen des Abendmahls (Brot und Wein) gebührt irgendwelche Ehre, sondern dem, an den sie uns erinnern und auf den sie hinweisen: JESUS!

Mittwoch, 18. Juni 2025

Äußerlichkeiten

Der griechische Dichter Äsop, der viele hundert Jahre vor Jesus lebte, ist bis heute bekannt für seine Fabeln. In einer dieser Fabeln erzählt er von einem Pfau und einer Dohle, die sich miteinander um die Vorzüge ihrer Eigenschaften stritten sich. 

Der Pfau brüstete sich mit dem Glanz, der Farbe und seinen Federn. Die Dohle gab all dieses zu und bemerkte nur, dass alle diese Schönheiten zur Hauptsache nicht taugten - zum Fliegen.  Sie flog auf, und der Pfau blieb beschämt zurück.

Nicht umsonst ist der Pfau ein Symbol des Stolzes und der Eitelkeit. Dazu hat auch Gottes Wort viel zu sagen. Warum so viel? Weil Stolz eine Ursünde ist, die Satan immer wieder gerne und erfolgreich einsetzt, ebenso wie die menschliche Eitelkeit!

Psalm 18:28: Denn du rettest das elende Volk und erniedrigst die stolzen Augen.

Psalm 94:3+4: Wie lange sollen die Gottlosen, o Herr, wie lange sollen die Gottlosen frohlocken? Sie halten viele und freche Reden; stolz überheben sich alle Übeltäter.

2. Samuel 22:28: Denn du rettest das elende Volk, aber deine Augen sind gegen die Stolzen – du erniedrigst sie!

Prediger 6:11: Denn je mehr Worte, desto mehr Eitelkeit; was hat der Mensch davon?

Diesen und vielen anderen Aussagen gegenüber steht Gottes Wort, das uns erinnert:

1. Korinther 4:7: Denn wer gibt dir den Vorzug? Und was besitzt du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich, als ob du es nicht empfangen hättest?

1. Samuel 16:7: Der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an!

Äsop illustriert ganz gut das Wesen des Menschen, das Gott oft ganz anderes beurteilt als wir.

Die in der Bibel beschriebenen Menschen, die Gott am gewaltigsten gebraucht hat, waren oft solche, die nicht auf ihr Äußeres oder ihre Fähigkeiten geschaut haben. Es waren vielmehr solche, die sich ihrer Unfähigkeiten und Schwachheiten bewusst waren und gerade darum Gott vertrauten.

Petrus: wurde schwach in der Stunde der Versuchung und leugnete, Jesus zu kennen, mit dem er drei Jahre lang durch die Lande gezogen war. Aber Petrus wurde zu einem gewaltigen Werkzeug in Gottes Hand.

Paulus: hatte irgendeine Krankheit, die ihn ausbremste. Aber er bezeugt (2 Korinther 12:10): Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um des Christus willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

David: fiel in eine ganz tiefe Sünde, die andere Sünden nach sich zog. Dennoch war er ein Mann nach Gottes Herzen.

Mose: war alt und hatte eine kriminelle Vergangenheit, bevor Gott ihn berief, ein Millionenvolk aus der Sklaverei zu befreien.

Stolz, Eitelkeit und Selbstüberschätzung führen in den Ruin, wie Jakobus 4:6 bezeugt:

»Gott widersteht den Hochmütigen;
den Demütigen aber gibt er Gnade«.

Dienstag, 17. Juni 2025

Psalm 2:(12)

1 Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges? 2 Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten: 3 »Lasst uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen!« 4 Der im Himmel thront, lacht; der Herr spottet über sie. 5 Dann wird er zu ihnen reden in seinem Zorn und sie schrecken mit seinem Grimm: 6 »Ich habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg!« — 7 Ich will den Ratschluss des Herrn verkünden; er hat zu mir gesagt: »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. 8 Erbitte von mir, so will ich dir die Heidenvölker zum Erbe geben und die Enden der Erde zu deinem Eigentum. 9 Du sollst sie mit eisernem Zepter zerschmettern, wie Töpfergeschirr sie zerschmeißen!« 10 So nehmt nun Verstand an, ihr Könige, und lasst euch warnen, ihr Richter der Erde! 11 Dient dem Herrn mit Furcht und frohlockt mit Zittern. 12 Küsst den Sohn, damit er nicht zornig wird und ihr nicht umkommt auf dem Weg; denn wie leicht kann sein Zorn entbrennen! Wohl allen, die sich bergen bei ihm!  

Letzten Sonntag ging es im Gottesdienst um Psalm 2, der möglicherweise zur Krönung und Einsetzung Davids als König Israels geschrieben wurde. Pastor Andrew betonte die prophetische Ausrichtung des Psalms, in der David ein Vorschatten auf Jesus ist. Jesus ist der eigentliche, endgültige Gesalbte (Messias), König und Sohn Gottes.

Der letzte Vers des Psalms hat mich dabei besonders angesprochen.

Offensichtlich wurde die Krönung Davids nicht von allen gefeiert. Die Heiden, die umliegenden Nationen hätten das gerne verhindert, wie in 2 Samuel 5:17 zu lesen ist:

Und als die Philister hörten, dass man David zum König über Israel gesalbt hatte, da zogen alle Philister herauf, um David zu suchen. Und David hörte es und zog in die Burg hinab.

Wie man einst Davids Salbung und Krönung zum König Israels widerstand, so widersteht die Welt bis heute dem Gesalbten Gottes, dem König – Jesus, dem Sohn Gottes, wie Psalm 2 lehrt:

Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges? 2 Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten:

Eine Zeitung in der sizilianischen Stadt Messina druckte am 25. Dezember 1908 einen überaus gotteslästerlichen Artikel gegen Gott. Darin forderte man Gott heraus, sich durch ein Erdbeben zu beweisen. Gott nahm die Herausforderung an, als die Stadt am 28.12.1908 von einem Erdbeben heimgesucht wurde, bei dem 84.000 Menschen ihr Leben verloren.

Der Psalm verspricht dem gesalbten König den Sieg und warnt alle, sich Ihm unterzuordnen. Das bezog sich damals lokal auf David, heute global auf Jesus. Mit einer Warnung und einer Einladung schließt der Psalm:

Bildquelle HIER
12 Küsst den Sohn, damit er nicht zornig wird und ihr nicht umkommt auf dem Weg; denn wie leicht kann sein Zorn entbrennen! Wohl allen, die sich bergen bei ihm!

Küsst den Sohn! Ein biblischer Hinweis auf Jesus, den wir anbeten und vor dem wir uns beugen sollen. Menschen, die Jesus lieben, Ihm hingegeben sind und Ihn anbeten, sind Menschen, die den heiligen und gerechten Zorn Gottes nicht kennenlernen werden. Sie kennen Ihn als den, bei dem sie sich bergen können und wollen. Im Kreuz Jesu hat sich Psalm 85:11 erfüllt: „Gnade und Wahrheit sind einander begegnet, Gerechtigkeit und Friede haben sich geküsst.“

Darum: Ja!  “Wohl allen, die sich bergen bei ihm!“

Montag, 16. Juni 2025

Männerabend ... Heute! ... 19:30 Uhr!

Anbetung ... Andacht ... Gemeinschaft 

Herzlich willkommen!
Bring Freunde mit!

Die Kraft des Blutes

Immer wieder mal klagen Atheisten und liberale Pseudotheologen an, dass die „Bluttheologie“ der Bibel absurd ist oder dass die Bibel von vielen falsch verstanden werde. Die Anschuldigung lautet, wir würden einen blutrünstigen Gott verehren. Gott sei ein Gott der Liebe, nicht ein Gott, der Blut fordere.

Wir leben in einer Kultur, die Toleranz und Freiheit fordert. Dabei ist auch die Toleranz der Menschen gegenüber Sünde ins Astronomische gestiegen. Folglich basteln sich die Menschen einen Gott, der nur aus Liebe, Güte und Vergebung besteht. Recht, Gerechtigkeit und Bestrafung hat darin keinen Platz mehr.

In unserem Alltag denken und handeln wir allerdings ganz anders. Da fordern wir Rache und Blut! Da töten wir Alte, Junge und sogar Ungeborene. Das nennen wir gut, was Gott böse nennt und böse, was Gott gut nennt. Wir verlassen Gottes Maßstäbe, setzen unsere eigenen und klagen an, was uns an Gott nicht gefällt.

Tatsache ist – und darunter müssen wir uns beugen: Es ist Gott, der die Maßstäbe setzt. Er war vor uns; Er hat uns geschaffen, gewollt und liebt uns bis heute – aber als heiliger Gott kann Er Sünde nicht unter den Teppich kehren. Gott beschreibt Seine Gerechtigkeit und Gnade in 2. Mose 34,7 (HfA), wenn Er erklärt:

Ich lasse Menschen meine Liebe erfahren über Tausende von Generationen. Ich vergebe Schuld, Unrecht und Sünde, doch ich lasse nicht alles ungestraft. Wenn jemand an seiner Schuld festhält, dann muss er die Folgen tragen, und nicht nur er, sondern auch seine Kinder, Enkel und Urenkel!«

Gott vergibt jedem die Schuld, der nicht an ihr festhält. Wer Gott als blutrünstig bezeichnet, hat weder den Abgrund und das tödliche Gift der Sünde erkannt, noch die Gerechtigkeit und Liebe Gottes, der uns an vielen Stellen der Bibel zuruft (z.B. 1 Johannes 1:7+9):

Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.

Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

Jesus liebt! Jesus vergibt! Jesus erleuchtet! Und das gründlich. Aber nicht ohne Bezahlung, nicht ohne Blut – Sein Blut! Er hat bezahlt; für uns! Wir dürfen das Opfer Jesu nicht mit Füßen treten oder das Blut Jesu kleinreden.

Im Buch „Honey Out of the Rock“ von Thomas Wilcox (1549-1608) heißt es: „Blicken Sie täglich in Ihre Seele und fragen Sie sich: Wo ist das Blut Christi auf meiner Seele zu sehen? Auf welcher Gerechtigkeit stehe ich, um gerettet zu werden? … Wenn das Blut Christi nicht die Wurzel Ihres Glaubens ist, wird er verdorren und sich als bloße gemalte Prachtentfaltung erweisen, mit der Sie zur Hölle fahren.“

Aber wo das Blut Jesu uns unsere Schuld vergeben hat, gilt:

Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid,
damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd eingehn.

Sonntag, 15. Juni 2025

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

1 Timotheus 1:15

15  Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten, von denen ich der größte bin.

Herzliche Einladung zum Gottesdienst

 Anbetung - Gebet
Kinderchorbeitrag - Predigt
Gemeinsames Mittagessen

  Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat: 

Allein der Glaube, der sich auf Gott verlässt,
kann vor dem Siege das Triumphlied singen
und ein Freudengeschrei machen, ehe die Hilfe da ist.
(Martin Luther)

Halte dich fest an Gott. Mach´s wie der Vogel,
der doch nicht aufhört zu singen, auch wenn der Ast bricht.
Denn er weiß, dass er Flügel hat!

(Giovanni Melchiorre Bosco)