„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Donnerstag, 8. Mai 2025

Gott will nicht vergeben

Hört sich fast blasphemisch an, diese Überschrift, oder? Aber es gibt einige Bibelverse, die unser (heutiges) Verständnis von Gott durcheinander werfen. Unser heutiges Verständnis von Gott ist, dass Er ein guter, heiliger, geduldiger, liebender und immer vergebender Gott ist. Gottesfurcht hat heute nichts mehr mit heiliger Furcht zu tun, sondern eher mit Ehrfurcht – wie immer wir die definieren wollen. Viel zitiert wird die irreführende Aussage, dass Gott den Sünder liebt, aber die Sünde hasst. Was denkt der Durchschnittsbürger, wenn ich ihm sage, dass Gott ihn liebt, aber seine Sünde hasst? Vermutlich kommt ihm der Gedanke: Wenn Gott den Sünder liebt, hab´ ich nicht zu fürchten! Meine Sünde darf Er hassen. Hauptsache: Er liebt mich! Ich gehe fest davon aus, dass die irreführende Aussage die Ernsthaftigkeit und Tödlichkeit der Sünde verharmlost.

Als ich gestern Morgen die letzten Kapitel im 2. Buch der Könige anhörte, fing 2. Könige 24:4 meine Aufmerksamkeit ein:

Manasse hatte Jerusalem mit unschuldigem Blut überschwemmt, und das wollte der Herr nicht vergeben.

Als ich mich mit dieser ernsten Aussage beschäftigte, stolperte ich über

So will denn auch ich in meinem grimmigen Zorn handeln; mein Auge soll sie nicht verschonen, und ich will mich nicht über sie erbarmen; und wenn sie mir auch mit lauter Stimme in die Ohren schreien, so werde ich sie doch nicht erhören! (Hesekiel 8:18)

Doch der Herr der Heerscharen hat sich meinem Ohr geoffenbart: Wahrlich, diese Missetat soll euch nicht vergeben werden, bis ihr sterbt!, spricht der Herrscher (Jesaja 22:14)

Gott sprach zu Hosea: »Nenn deine Tochter Lo-Ruhama. Denn ich will mich meines Volkes Israel nicht mehr erbarmen und will ihm seine Schuld nicht mehr vergeben. (Hosea 1:6)

Ähnliche Aussagen finden wir im Neuen Testament:

Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben. (Matthäus 6:15)

Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden. (Matthäus 12:31)

Über Esau heißt es: Denn ihr wisst, dass er nachher verworfen wurde, als er den Segen erben wollte, denn obgleich er ihn unter Tränen suchte, fand er keinen Raum zur Buße. (Hebräer 12:17)

Es gibt tatsächlich Situationen, in denen der Mensch (der Sünder) nicht mehr von Gott erhört wird, auch wenn er Ihn anruft oder sogar mit Tränen zu Ihm schreit. Es gibt den Punkt im Leben eines Menschen – einen Punkt, den allein Gott kennt – an dem die mutwillige Ablehnung oder Gleichgültigkeit, an dem das mutwillige Spiel mit der Sünde, von Gott akzeptiert wird. Dann ist die Tür verschlossen, die Zeit der Umkehr verpasst (siehe der ägyptische Pharao zur Zeit der Sklaverei) und der Herr lässt den Menschen mit seiner gewählten Entscheidung in Ruhe.

Das Problem dabei liegt nie bei Gott. Johannes 3:16 sagt deutlich:

So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.

Keine Frage – Gott liebt alle Menschen! Mehr, als wir es uns vorstellen können. Aber Er hasst die Sünde, die wir lieben – oder auch nicht lieben und trotzdem tun. Das Problem liegt nie bei Gott! Es liegt immer bei uns Menschen.

Wir haben den heiligen und gerechten Zorn Gottes, wie auch die Ernsthaftigkeit der Sünde, weichgespült. In unserem Denken passt nicht zusammen, was bei Gott sehr wohl zusammengehört: Liebe und Hass, Sanftmut und Zorn, Bestimmung und freier Wille. Vergebung und Gericht.

Schrecken und Gottesfurcht, die uns über unsere Sünde weinen - und Gott mit Eifer suchen lässt, ist uns verloren gegangen, weil uns das Verständnis von Gottesfurcht, Heiligkeit und Heiligung verloren gegangen ist.

Trotz dieser, heute eher ernsten Worte, möchte ich mit einem Zuspruch Gottes aus 2 Mose 34:7a schließen:

Diese Gnade erweise ich Tausenden, indem ich Schuld, Unrecht und Sünde vergebe. Und trotzdem lasse ich die Sünde nicht ungestraft

Herr, schenke uns erneut eine erweckliche, tiefe Gottesfurcht,
die Deiner Heiligkeit angemessen ist!
Schenk uns ein Streben nach Vergebung, Reinheit und Heiligung,
das uns Frieden, Frucht und Freude bringt in Deinem Licht!

Mittwoch, 7. Mai 2025

Wenn sie nur gelesen hätten!

Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts.
Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben.
(Johannes 6:63)

Elizabeth Barrett ist eine, im englischsprachigen Raum, bekannte Dichterin, die ihren christlichen Glauben in vielen ihrer Gedichte zum Ausdruck bringt. Mit 12 Jahren hatte sie ihre ersten Gedichte geschrieben.

Obwohl ihre Kindheit in einer wohlhabenden Familie als fröhlich beschrieben wird, wollte ihr Vater alle seine 12 Kinder bei sich zu Hause haben und verbot ihnen zu heiraten. Mehrere der Kinder heirateten dennoch und wurden enterbt.

Elizabeth Barrett heiratete Robert Browning mit im Alter von 40 Jahren. Der Vater, mittlerweile verwitwet, brach jeden Kontakt mit ihr ab. Elizabeth schrieb ihm jedoch fast wöchentlich, wie sehr sie ihn liebte und sich nach einer Versöhnung sehnte.

Nach zehn Jahren erhielt sie einen riesigen Karton mit all ihren Briefen. Kein einziger Brief war geöffnet worden! Obwohl diese „Liebesbriefe“ heute ein wertvoller Bestandteil der klassischen englischen Literatur sind, ist es traurig, dass Elizabeths Vater sie nie gelesen hatte. Hätte er nur einen einzigen gelesen, wäre die zerbrochene Beziehung zu seiner Tochter vielleicht wieder geheilt worden.

Eine interessante Parallele drängt sich auf!

Als Menschen sind wir weit entfernt von Gott, der uns liebt, der uns Leben geschenkt hat und der Seine Hände nach uns ausstreckt. Täglich segnet Er uns mit vielfältigen Segnungen – oft, ohne dass wir es merken. Der größte Beweis Seiner Liebe ist die Tatsache, dass Jesus Mensch wurde, um für unsere Sünde zu bezahlen. Es war ein hoher Preis! Es kostete Jesus alles!

Zusätzlich zu diesem größten Beweis der Liebe Gottes streckt Er sich schriftlich nach uns aus, hat Briefe, ja ganze Bücher an uns gesendet, in denen Er uns Seine Liebe bezeugt. Er lädt uns ein, zu Ihm zurückzukommen. Seine Briefe zeigen uns in erschreckender Weise unsere ganze Rebellion auf und den Schaden, den wir angerichtet haben. Aber sie zeigen uns auch den Weg, wie es alles wieder gut werden kann.

Hoffentlich hört hier die Parallele auf! Elisabeths Vater weigerte sich sein Leben lang, die Briefe seiner Tochter zu lesen. Er ging unversöhnt hinüber in die Ewigkeit.

Das muss keinem Menschen in seiner Beziehung zu Gott passieren. Ich möchte Dich ermutigen: Lies Gottes Briefe an Dich, Seine Schreiben, Seine Einladung und Seine Wegbeschreibungen. Lass die Bibel nicht ungeöffnet! Geh nicht unversöhnt mit Gott in die Ewigkeit.

Siehe, ich komme bald!
Glückselig, wer die Worte der Weissagung dieses Buches bewahrt!
Und der Geist und die Braut sprechen: Komm!
Und wer es hört, der spreche: Komm!
Und wen da dürstet, der komme; und wer da will,
der nehme das Wasser des Lebens umsonst!
(Offenbarung 22:7+17)

Dienstag, 6. Mai 2025

ERSTAUNLICHE DINGE GESCHEHEN!

Wenn Gott den Geist sendet, geschehen erstaunliche Dinge1:

  • Barrieren werden niedergerissen!
  • Gemeinschaft wird gebildet!
  • Gegensätze werden versöhnt!
  • Einheit entsteht!
  • Krankheiten werden geheilt!
  • Kranken erhalten Kraft zum Tragen!
  • Sucht wird besiegt!
  • Städte werden erneuert!
  • Rassen werden versöhnt!
  • Menschen werden gesegnet!
  • Hoffnung entsteht! 
  • Gemeinde findet sich!

Darum sei bereit! Mach Dich bereit! Gott hat etwas vor!

  • Entmutigte sollen aufgemuntert werden!
  • Unaufrichtige sollen bekennen!
  • Verbitterte sollen sich versöhnen!
  • Verschlossene sollen sich öffnen!
  • Klatschtanten sollen den Mund halten!
  • Streithähne sollen sich die Hände reichen!
  • Schlafende sollen aufwachen!
  • Lauwarme sollen brennend werden!
  • Dürres Gebein soll aufgerüttelt werden!
  • Und passive Gemeindeglieder sollen aktiv werden!

Aber vor allem wird Jesus Christus,
der Retter der ganzen Welt,
erhöht!“
 

(1 Autor: Pastor Rick Kirchoff; übersetzt und bearbeitet)

Montag, 5. Mai 2025

Etwas von Gott (bitte im Wert von 5 Euro)

Ich hätte gern ein bisschen von Gott ... so im Wert von etwa 5 Euro. Bitte nicht so viel, dass meine Seele explodiert oder mein Schlaf gestört wird, eher was Gemütliches, wie eine Tasse warme Milch oder ein Nickerchen in der Sonne.

Ich möchte nicht so viel von Gott, dass ich einen Andersgläubigen mag oder mit einem Fremdling arbeiten muss. Ich hätte gern Ekstase, aber keine Veränderung. Ich möchte die Wärme und Geborgenheit des Mutterleibs, aber nicht eine neue Geburt. Ich möchte ein Pfund des Ewigen in einer Papiertüte zum Mitnehmen. Ich möchte etwas von Gott, so im Wert von etwa 5 Euro.

So etwa beschreibt Tim Hansel das Verlangen vieler Christen nach Gott. Übertrieben? Ich weiß nicht ...! Bildhaft? Ja! Aber übertrieben?

Wie viel von Gott möchte ich wirklich haben? Natürlich hoffe ich, dass Freude, Gesundheit (oder Heilung), Führung, Zufriedenheit, Versorgung, permanente Vergebung, ewiges Leben, tolle Freunde („Brüder und Schwestern“), Nachsicht, Verständnis und Hilfe in der Not durch die 5 Euro abgedeckt sind. Vielleicht noch der eine oder andere Bonus.

Meine größte Frage bleibt allerdings, ob Gott sich auf so einen Handel einlässt. Kann ich Gott Segnungen teilweise erhalten oder kommen sie als Paket? Kann ich mir aussuchen, was für mich „passt“, „dran ist“ und akzeptabel ist? Ich muss an  2. Timotheus 3:12 denken:

„Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden.“

Oder auch an Lukas 12:51-53:

Meint ihr, dass ich gekommen sei, Frieden auf Erden zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Entzweiung! Denn von nun an werden fünf in einem Haus entzweit sein, drei mit zweien und zwei mit dreien; der Vater wird mit dem Sohn entzweit sein und der Sohn mit dem Vater, die Mutter mit der Tochter und die Tochter mit der Mutter, die Schwiegermutter mit ihrer Schwiegertochter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.

Oder auch an Matthäus 16:24:

Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!

Das mit dem Kreuz ist schon heftig; ja, das mit der Uneinigkeit in der Familie auch – und dann ist da auch noch von Verfolgung die Rede, für ... ja, tatsächlich ... für alle, die gottesfürchtig leben wollen.

Wahrscheinlich hat das der frühere Pastor Wilhelm Busch gemeint. Als er sagte Sei ganz Sein oder lass es ganz sein!

Gott im Wert von 5 Euro – das gibt’s nicht. Wenn ich richtig drüber nachdenke, wird mir klar, dass ich überhaupt etwas von Gott besitzen darf, ist der Tatsache geschuldet, dass Jesus ALLES für mich gegeben hat. Er hat ALLES gegeben, dass jeder, der Ihm vertraut, ewiges Leben besitzt. Ihm zu vertrauen bedeutet, unser ALLES auf Jesus zu setzen.

Das aber bringt in einer gottesfeindlichen Welt mehr mit sich als ununterbrochene Freude, Gesundheit und Annehmlichkeit. Kreuz, Unstimmigkeiten mit denen, die uns am nächsten stehen bis hin zu Verfolgung gehören zur Nachfolge dazu.

Als Jesus unterwegs war, fragte ihn jemand (Markus 10:17):

„Guter Meister, was soll ich tun, um das ewige Leben zu erben?

Der Bericht zeigt, dass er dachte, er käme mit „5 Euro“ hin. Vielleicht war er auch bereit, etwas mehr zu aufzugeben. Aber Jesus machte ihm klar: Ohne ungeteiltes Herz geht es nicht. Das Segenspaket, das das ewige Leben beinhaltet, beinhaltet auch Aufgabe, Opfer, Verfolgung und Kreuz. Die Bibel sagt, dass Jesus ihn liebte. Aber er liebte Jesus nicht, denn es heißt (Markus 10:22): Er aber wurde traurig über dieses Wort und ging betrübt davon. 1

Gott im Wert von 5 Euro – das wird nicht funktionieren. Bei niemandem! Alles auf eine Karte setzen – das funktioniert! Risikolos, denn 2 Chronik 16:9a verspricht:

Denn die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.

1 mehr Details darüber nachzulesen in Markus 10 und Lukas 18

Sonntag, 4. Mai 2025

Uuuups! Sorry!

 Morgen geht's hier frisch weiter!

Bis morgen!