„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Freitag, 16. August 2024

Was bringt's?

Vor einiger Zeit war ich auf einem Treffen, das mit einer Andacht zum Thema „Was bringt's?“ begann. Ich will versuchen, einige Gedanken dieser Andacht zusammenzufassen und für uns anzuwenden.

Zunächst wurden Fragen gestellt. In einer Zeit der sozialen Ungerechtigkeit einer Arbeit nachzugehen? – Was bringt's? In einer Zeit finanzieller Unsicherheiten sparen? – Was bringt's? Nach mehreren erfolglosen Therapien eine weitere, vom Arzt empfohlene Therapie beginnen? - Was bringt's? Wenn alle schummeln, lügen und betrügen – an biblischen Maßstäben festhalten? – Was bringt's? Die Liste ließe sich fortführen. Was bringt's, 8 Stunden am Tag für einen Hungerlohn zu arbeiten? Was bringt's, sich um die arme Person zu kümmern? Es gibt Tausende wie sie in Deutschland. Was bringt's?

Petrus scheint eine ähnliche Frage gehabt zu haben. In Markus 10:28-31 lesen wir: Da begann Petrus und sprach zu ihm: 
Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt! 
Jesus aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: 
Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern 
oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder 
oder Äcker verlassen hat um meinetwillen
und um des Evangeliums willen, 
der nicht hundertfältig empfängt, jetzt in dieser Zeit
Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter 
und Kinder und Äcker unter Verfolgungen,
und in der zukünftigen Weltzeit ewiges Leben.
Aber viele von den Ersten werden Letzte sein und die Letzten Erste.

Petrus fragt praktisch: „Herr, wir haben alles verlassen um Deinetwillen. Was bringt's?“ Und die Antwort Jesu ist überwältigend. Jesus sagt: Niemand gibt irgendetwas umsonst um meinetwillen auf! Was es bringt? Freunde, Brüder und Schwestern, Gottes Segen, selbst in Verfolgung (diesen Teil des Segens haben die wenigsten von uns geschmeckt. Aber wir wissen es durch die Kirchengeschichte und die verfolgte Gemeinde bis heute!). Jesus zu folgen bringt den Segen der Erfüllung, den Segen, dass wir jemanden haben, zu dem wir kommen können, den Segen, dass Jesus, dem alle Gewalt gegeben ist, uns hört und hilft. Den Segen gläubiger Kinder oder den Segen, uns für die Errettung unserer Kinder an die höchst mögliche Adresse wenden zu dürfen, den Segen, im Reich Gottes mit Jesus Hand in Hand arbeiten zu dürfen. Den Segen des ewigen Lebens! Und wir sollten auch das Verhältnis nicht überlesen:

Es ist niemand, der … verlassen hat um meinetwillen … 
der nicht hundertfältig empfängt …

Nachfolge Jesu bringt ein Segensverhältnis von 1:100. Was bringt's? Jesus beantwortet die Frage: Es bringt ALLES, Jesus zu folgen, und es bringt NICHTS, Ihm aus dem Weg zu gehen.

Denk nicht, Dein Aufgeben um Jesu Willen, Dein Kampf, Deine Treue oder die Last, die Du um Jesu Willen trägst, seien umsonst getragen. 1:100 ist das Verhältnis. Gib nicht auf. Sei Ihm treu. Das bringt's!

Donnerstag, 15. August 2024

Wie sieht Hingabe praktisch aus?

Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst! (Römer 12:1)

Der Prediger, Fred Craddock, stellte einmal die Frage nach der praktischen Auswirkung biblischer Hingabe.

"Mein Leben für Christus zu geben, scheint mir etwas Herrliches“, erklärte er. „Mich für andere aufzuopfern“„den höchsten Preis im Martyrium zu zahlen – das werde ich tun. Ich bin bereit, Herr, in einem Feuer der Herrlichkeit zu sterben.‘“  Wir meinen, unser ganzes Leben Jesus zu weihen, ist, als würde man einen 1.000 -Dollar-Schein mit den Worten auf den Tisch legen: „Hier ist mein Leben, Herr. Ich gebe alles.“ Aber die Realität für die meisten von uns ist, dass Gott uns zurück zur Bank schickt, um uns die 1.000 Dollar in Kleingeld umtauschen zu lassen.

Hingabe: Leben für Jesus im Alltag

Wir gehen durchs Leben und geben hier ein wenig und dort ein wenig.
Wir hören uns die Sorgen des Nachbarskinds an, anstatt ungeduldig zu sagen: ‚Verschwinde!‘ Wir gehen pflichtbewusst zu einer Ausschusssitzung oder geben einem alten, wackeligen Mann im Pflegeheim ein Glas Wasser. Das ist praktische Hingabe im Alltag.

Oft ist es nicht glorreich, unser Leben Jesus hinzugeben und für Ihn zu leben. Hingabe geschieht oft weniger durch 1000-Dollar-Scheine und weit mehr durch die kleinen Dinge im Alltag, kleine Liebesbeweise, die unseren Glauben und Gehorsam an Jesus bezeugen. Ein wenig hier, ein wenig dort. Vielleicht wäre es einfacher, wenn Hingabe bedeuten würde, in einem Glanz der Herrlichkeit zu für Jesus zu sterben. Es ist aber in der Regel schwieriger, unser geistliches Leben Tag für Tag im Alltag zu leben.

Hingabe (im Alltag) nach Römer 12:9-21:

9 Die Liebe sei ungeheuchelt! Hasst das Böse, haltet fest am Guten!
10 In der Bruderliebe seid herzlich gegeneinander; in der Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor!
11 Im Eifer lasst nicht nach, seid brennend im Geist, dient dem Herrn!
12 Seid fröhlich in Hoffnung, in Bedrängnis haltet stand, seid beharrlich im Gebet!
13 Nehmt Anteil an den Nöten der Heiligen, übt willig Gastfreundschaft!
14 Segnet, die euch verfolgen; segnet und flucht nicht!
15 Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden!
16 Seid gleich gesinnt gegeneinander; trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen; haltet euch nicht selbst für klug!
17 Vergeltet niemand Böses mit Bösem! Seid auf das bedacht, was in den Augen aller Menschen gut ist.
18 Ist es möglich, soviel an euch liegt, so haltet mit allen Menschen Frieden.
19 Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn [Gottes]; denn es steht geschrieben: »Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr«.
20 »Wenn nun dein Feind Hunger hat, so gib ihm zu essen; wenn er Durst hat, dann gib ihm zu trinken! Wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.«
21 Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute!

Mittwoch, 14. August 2024

Er weiß es immer besser!

E. Cowman erzählt in seinem kleinen Buch: „Alle meine Quellen sind in Dir“ von einem Mönch in früheren Zeiten, der Öl brauchte und darum einen Ölbaum pflanzte. Mönche beten, und so betete auch er: „Herr, mein Bäumchen braucht Regen. Die zierlichen Wurzeln müssen trinken, damit sie wachsen können. Herr, sende doch einen milden Regen!“ Der Herr erhörte das Gebet und sandte einen milden Regen.

Als Nächstes war der Mönch besorgt, dass sein Bäumchen genügend Sonne bekam. „Herr, lass doch Sonne auf mein Bäumchen scheinen!“ Und die Sonne kam und vertrieb die dunklen Regenwolken. „Jetzt ist es Zeit, den Frost zu senden, guter Herr. Das Gewebe muss gestärkt werden.“ rief der Mönch. Es dauerte nicht lang, und das Bäumchen glitzerte im Frost. Aber als es Abend wurde, ging es ein.

Das verwunderte den Mönch, der zur Nachbarzelle seines Glaubensbruders ging und ihm seine seltsamen Erfahrungen mitteilte.

„Auch ich habe ein Bäumchen gepflanzt“, kam die Antwort. Es wächst und ist eine Freude für die Augen.  Allerdings hab' ich mein Bäumchen in Gottes Hände befohlen. Der Herr hat es geschaffen und Er weiß am besten, was mein Bäumchen braucht – viel besser als ich. Darum habe ich Ihm auch weder Bedingungen gestellt, noch Vorschriften gemacht. Ich habe einfach gebetet: „Was immer mein Bäumchen braucht – Sturm, Sonnenschein, Wind, Regen oder Frost – gib Du es ihm, denn Du hast ihn gemacht. Du weißt es am besten“. (frei nacherzählt)

Geht es uns nicht oft ähnlich im Leben und in den Herausforderungen, in denen wir stehen?
Manchmal meinen wir, wir wüssten es besser als Gott oder Er brauche Arbeitsanweisungen von uns. Nun, wir wissen viel, auch viel Richtiges. Aber Gott weiß es besser! Immer! In dem Wissen zu ruhen, dass Gott schon weiß, was Er tut und dass wir nur unser Leben in Seine Hände zu legen brauchen – das befreit uns von unnötigem Planen, Überorganisieren und Sorgen. Wir dürfen wissen: Gott weiß, was Er tut. Manchmal schickt Er Regen, wenn wir um Sonne beten würden, manchmal Sonne, wenn wir gerne Frost hätten. Lass Gott Gott sein und bleiben. Er weiß es immer besser, was für Dich nötig und zum Segen ist. Lass Ihn Dein Leben leiten. Sei Ihm dankbar für Sonne, Wind und Regen und vertrau Ihm im Sturm, Frost und Hagel. Alles wird gebraucht, um Dich in die Person zu formen, die Er im Sinn hat und die Ihn und Dich glücklich macht.

Befiehl dem Herrn deinen Weg, und vertraue auf ihn, so wird er es vollbringen. 6 Ja, er wird deine Gerechtigkeit aufgehen lassen wie das Licht und dein Recht wie den hellen Mittag.7 Halte still dem Herrn und warte auf ihn! (Psalm 37:5-7a)

Dienstag, 13. August 2024

Die Könige Judas – Ahasja

Nur ein Jahr regierte König Ahasja in Jerusalem, dann wurde er getötet. Seine Regierungszeit gehört zu den kürzesten im Südreich Juda. Allerdings waren seine Voraussetzungen auch miserabel.

Ahasja war der Sohn von König Joram. Seine Mutter, Athalja, war eine Tochter des gottlosen Königsehepaars, Ahab und Isebel. Die hatten bis wenige Jahre vor Ahasjas Thronbesteigung im Norden des Landes (Israel) regiert. Obwohl Ahasjas Großvater, Josaphat, ein gottesfürchtiger Regent im Süden (Juda) gewesen war, zog es Ahasia innerlich zu den toten Götzen des Nordreichs. Auch mit seinem Onkel Joram (gleichnamig mit Ahasjas Vater), der im Nordreich regierte, verstand sich Ahasja gut. Die beiden verbündeten sich gegen den syrischen König und verloren die Schlacht. Dabei wurde König Joram (Nordreich) verwundet. Einige Zeit später besucht König Ahasja seinen verwundeten Onkel und beide finden in dieser Zeit einen gewaltsamen Tod. Was für eine kurze, traurige und tragische Herrschaft!

Ahasja hatte die Wahl, den Wegen seines gläubigen Großvaters, Josaphat, zu folgen und Jehova, dem Bundesgott Israels, zu dienen, oder sich woanders nach einem toten Götzen umzusehen. Tragischerweise wählte Ahasja die zweite Option. Er wählte damit Gott zum Gegner und erntete nach einem Jahr, was er gesät hatte. Im Alter von 22 Jahren war er König geworden, seinen 24 Geburtstag erlebte er nicht mehr.

Ahasja hätte sich einen Namen machen können wie Josaphat, Hiskia oder Josia, die alle den Herrn suchten, lange regierten und als Erweckungskönige gelten. Ahasja hätte ein Vorbild für sein Volk und ein „Licht für die Heiden“ werden können, ähnlich wie sein Vorfahre David es war. Aber Ahasja wählte die toten Götzen über den Gott seiner Väter.

Nicht jeder von uns – vermutlich niemand – wird in eine Position der Macht und Herrschaft hineinkommen wie Ahasja. Aber wie Ahasja gibt unser Herr, Jesus, uns die Möglichkeit zu wählen, wem wir folgen und dienen wollen. Sind es die toten Götter der Anderen: Geld, Ehre, Bequemlichkeit, Macht, Gemütlichkeit, Position, Ansehen und dergleichen – Dinge, nach denen die Menschen trachten, die nichts Höheres als Lebensinhalt haben, nach dem sie trachten können? Oder treffen wir die Wahl und folgen Jesus, haben Seine Ehre, Seine Wegweisung, Maßstäbe und Aufträge vor Augen, die unsere Herzen erfüllen, wenn wir Ihm dienen?

Ahasja hatte ein Leben zum Vergessen, weil er am richtigen Weg vorbeiging, tote Götzen dem lebendigen Gott vorzog, stumme Götzen dem redenden Gott, taube Götzen dem hörenden Gott, unbewegliche Holzfiguren dem Gott, der Himmel und Erde bewegt und regiert.

Lasst uns nicht in den gleichen Fehler verfallen. Wenn Gott uns einen Weg zeigt, wollen wir ihn gehen. Wenn Er uns eine Türe auftut, wollen wir hindurchgehen. Wenn Er uns gute Vorbilder schenkt, wollen wir ihrem Vorbild folgen. Dann wird unser Leben nicht „zum Vergessen“ sein, sondern zur Ehre Gottes und zum Segen vieler anderer!

Und du, (setz Deinen Namen ein), erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm von ganzem Herzen und mit williger Seele! Denn der Herr erforscht alle Herzen und erkennt alles Trachten der Gedanken. Wenn du ihn suchst, so wird er sich von dir finden lassen; wenn du ihn aber verlässt, so wird er dich verwerfen auf ewig! (nach 1 Chronik 28:9)

Montag, 12. August 2024

Alles durch Jesus – nichts ohne Ihn!

Schon eine interessante Überschrift, oder? Nichts ohne Jesus? Tatsache ist, dass die Sonne jeden Morgen aufgeht, gottlose Regierungen im Amt bleiben und das Frühstück morgens bei den meisten Menschen auf dem Tisch steht – auch, ohne dass sie an Jesus glauben. Wiedergeborene Christen – solche, die Jesus konsequent nachfolgen – sind eine Minderheit. Nichts ohne Jesus … alles durch Ihn?

Sicher kann man über diese Aussage diskutieren. In einer solchen Diskussion würden Atheisten und bibelgläubige Menschen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Menschen, die Jesus glauben und sich an Seinem Wort orientieren, wissen, dass nichts auf der Welt geschehen kann, ohne das Wissen, die Führung oder die Duldung Gottes. Kein Vogel kann vom Himmel fallen ohne den Willen Gottes.

Heute im Gottesdienst predigte mein Freund Uwe über Apostelgeschichte 16 und mir wurde wieder neu so bewusst, wie selbst – oder gerade – im geistlichen Bereich die absolute Notwendigkeit der Gegenwart und des Wirkens Gottes unabdingbar und sichtbar ist. Paulus war unterwegs für den Herrn. Die ganze Welt stand ihm als Missionsfeld offen. Es gab noch keine „christlichen Länder“. Die ganze Welt bestand noch aus „unerreichten Volksgruppen“. Trotzdem war es der Herr selbst, der Paulus durch den Heiligen Geist genau dahin führte, wo die Herzen vorbereitet waren. Nicht Paulus bestimmte die Route, sondern Jesus (Apostelgeschichte 16:6-9):

Als sie aber Phrygien und das Gebiet Galatiens durchzogen, wurde ihnen vom Heiligen Geist gewehrt, das Wort in der Provinz Asia zu verkündigen. 7 Als sie nach Mysien kamen, versuchten sie, nach Bithynien zu reisen; und der Geist ließ es ihnen nicht zu. 8 Da reisten sie an Mysien vorbei und kamen hinab nach Troas. 9 Und in der Nacht erschien dem Paulus ein Gesicht: Ein mazedonischer Mann stand vor ihm, bat ihn und sprach: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns!

Was und wo Paulus wirkte, war durch Jesus geführt. Ohne Ihn wäre Paulus in der Provinz Asia steckengeblieben oder in Bithynien. Aber Jesus führte ihn durch Seinen Geist an den Platz, der für den Dienst und die geistliche Ernte vorbereitet war. Aber auch die Ernte war das Werk Gottes. Alles durch Ihn, nichts ohne Ihn, wie Apostelgeschichte 16:14 deutlich macht:

Und eine gottesfürchtige Frau namens Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu; und der Herr tat ihr das Herz auf, sodass sie aufmerksam achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde.

Ich bin sicher, dass Paulus seinen Dienst immer wieder im Gebet in Jesu Hände gelegt hat, ebenso wie die Menschen, die er noch nicht kannte, die aber durch ihn das Evangelium hören würden. Und das Evangelium, die Botschaft von Jesus, verkündigte Paulus. Aber es war der Herr, der den Menschen das Herz öffnete. Das dürfen auch wir vom Herrn erbitten und erwarten, dass Er die Herzen derer öffnet, zu denen Er uns führt und die durch uns das Evangelium hören. Unsere Verantwortung ist der Gehorsam: zu beten, zu glauben, zu gehen und zu verkündigen. Jesu Werk ist es, Herzen zu öffnen und zu retten.

Paulus predigte in Philippi, was Satan gar nicht passte. Eine dämonisierte Wahrsagerin belästigte ihn so sehr, dass Paulus sie ansprach. Aber es war nicht etwa der Name des großen Apostels, der den Sieg über die Dämonen behielt und die Magd von den Quälgeistern befreite. Es war der Name Jesu, der diesen Sieg vollbrachte, wie Apostelgeschichte 16:18 zeigt:

Und dies tat sie viele Tage lang. Paulus aber wurde unwillig, wandte sich um und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir in dem Namen Jesu Christi, von ihr auszufahren! Und er fuhr aus in derselben Stunde.

Das sind nur einige von vielen Hinweisen, dass Jesus für allen Segen in Apostelgeschichte 16 zuständig ist. Würde man Ihn aus dem Kapitel entfernen, hätten wir eine leere Seite vor uns.

Auch Du und ich dürfen damit rechnen, dass Jesus uns heute gebrauchen und durch uns wirken möchte. An uns ist es, Ihm im Glauben und Gehorsam zu folgen, wie Er uns führt und unseren Tag Ihm  im Gebet anzuvertrauen. An Ihm ist es, in und durch uns zu wirken zum Bau Seines Reiches und zu Seiner Ehre!

Gebet für einen neuen Tag!

Lieber Herr,

Soweit ist diese ganze Woche wirklich gut angelaufen.  Ich habe nicht schlecht über andere geredet! Ich habe meine Geduld nicht verloren, ich war niemandem gegenüber geizig, ich war nicht lästig, selbstsüchtig oder aufdringlich. Für all das bin ich sehr dankbar. Aber Herr, in einigen Minuten werde ich mich aus dem Bett quälen – und dann brauche ich wohl wesentlich mehr Hilfe!

Wie sehr die Welt am Montagmorgen um 6:00 Uhr doch in Ordnung sein kann – VOR dem Aufstehen! Dann beginnt das normale Leben. Vermutlich hat der oben erwähnte Beter genau das Richtige getan: er hat gebetet. Hoffentlich war dieses Stoßgebet nicht alles, was er an Vorbereitungszeit für ein Leben in der Nachfolge mit Jesus verbracht hat. Aber ein guter Anfang allemal.

Auch diese Woche wird Höhen und Tiefen, Freude und Leid, Siege und Niederlagen bringen. Das wissen wir alle. Einige unserer Herausforderungen kennen wir bereits, andere werden kommen und uns überraschen. Nichts muss uns umwerfen. Aber wie bereiten wir uns auf eine Woche im Sieg vor?

In Epheser 6 heißt es in den Versen 12-19:

Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen. Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt. So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens. Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt, und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist, indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist, und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen,

Das ist einer von verschiedenen Bibelabschnitten, die zur Beantwortung der Siegesfrage herangezogen werden können. Ich habe einen Freund, der seit vielen Jahren, vielleicht Jahrzehnten, diesen Bibeltext Morgen für Morgen durchbetet. Morgen für Morgen zieht er die Waffenrüstung an, Teil für Teil, bis er die ganze Rüstung trägt. Muss es verwundern, dass er als ein siegreicher, dankbarer – nicht vollkommener, aber geistlich gesunder Mensch durchs Leben geht?

Wenn Du Dich heute Morgen mit einem Stoßgebet um Gottes Hilfe für den Tag oder die Woche aus dem Bett gequält hast, dann war das ein guter Anfang. Nimm Dir ein paar zusätzliche Minuten. Sprich mit Jesus über die geistliche Waffenrüstung und zieh sie an, denn der Feind Jesu, der auch unser Feind ist, wird angreifen. Darauf können wir uns verlassen.

Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus
und offenbart den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns 
an allen Orten!
(2 Korinther 2:14)