„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Donnerstag, 2. Mai 2024

Menschlich gesprochen …

Also ehrlich! … Menschlich gesprochen wünschte ich zuerst mal, manche Episoden wären nicht in der Bibel zu finden. Nicht, weil sie die Uninformierten zur Bibelkritik anstiften könnten. Wer kritisieren will, würde auch sonst was finden. Nein, nicht deswegen! Ich würde auf manche Episoden verzichten, weil sie einfach schrecklich sind.

Da wird die Schwester der 12 Söhne Jakobs von einem Fremden vergewaltigt. Die Rache der Brüder ist mörderisch!

Tamar wird von ihrem Halbbruder Amnon vergewaltigt und dann weggeschmissen wie ein altes Kleidungsstück. Auch da führt die Rache zu Mord und Todschlag.

Das Verhalten eines Benjaminiters, das Verhalten Lots, des Neffen Abrahams oder die Kettenreaktion der Sünde in Davids Leben – um nur einige Beispiele zu nennen – das zu lesen ist manchmal schwer zu ertragen. Wäre es nicht ermutigender, fröhlicher, heller, wenn die Bibel aus lauter Visionen der Herrlichkeit Gottes und des Himmels und lauter Beschreibungen Seiner Gnade und Barmherzigkeit bestünde?

Aber solches Denken und Wünschen ist menschlich. Geistlich gesehen bin ich von Herzen dankbar für die Bibel genauso, wie wir sie heute haben. Gottes Wort ist keine verschönende Historie des Volkes Gottes und keine perfektionierte Biographie der Gläubigen. Gerade die tatsächlich geschehenen Schauergeschichten zeigen auf, dass Gott uns die Wahrheit nicht vorenthält. Und die Wahrheit über das Volk Gottes und einzelner Personen ist schon so manch einem zum Segen geworden.

Wenn Gott das Leben unmoralischer Menschen, Mörder, Ehebrecher, gottloser Politiker und gemeiner Heuchler verändern, erneuern und zum Guten wenden kann – ebenso wie das Leben von Scheinheiligen, vermeintlichen Gutmenschen (mit Leichen im Keller) oder ganz normalen Bürgern – dann gibt es Hoffnung. Dann gibt es Hoffnung für jeden: für „die ganz Schlimmen“, für „die normal Schlimmen“ und auch für solche, die sich selbst nicht für schlimm halten, von Gott aber so eingestuft werden.

Ich danke Gott, dass die Bibel die Realität aufzeigt; dass sie den Menschen beschreibt, wie er ist. So offenbart die Bibel zum einen die totale Verderbtheit des Menschen (Römer 3:12+6:23a):

Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer! …Der Lohn der Sünde ist der Tod!

... verschweigt aber andererseits auch nicht die unfassbare Gnade Gottes, die bereit ist JEDEM zu vergeben, der sich an Jesus wendet (Römer 6:23b; 1 Johannes 1:9):

Die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. …  Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

Würden die schlimmsten Sünden in der Bibel verschwiegen, würden wir es kaum glauben können, dass Gottes Vergebung so kraftvoll, Seine Gnade so gewaltig und Seine Liebe so allumfassend ist. So aber wissen wir ohne Zweifel, dass dem schlimmsten Sünder vergeben werden kann, wenn er sich an Jesus wendet.

Lass Dich von den „schlimmen“ Geschichten der Bibel nicht abschrecken. Du findest heute Ähnliches in fast jeder Tageszeitung. Lass Dich vielmehr ermutigen, dass die Schrecken der Menschheit Gott nicht erschrecken können. Er sieht, Er weiß und Er vergibt allen, die neues Leben bei Ihm suchen!

Das bedeutet aber, wer mit Christus lebt, wird ein neuer Mensch. Er ist nicht mehr derselbe, denn sein altes Leben ist vorbei. Ein neues Leben hat begonnen! (2 Korinther 5:17)

Mittwoch, 1. Mai 2024

Tag der Arbeit!

Nicht nur in Deutschland – auch in vielen anderen Ländern der Welt, ist der 1. Mai der Tag der Arbeiterbewegung. Am 1. Mai 1886 wurde in den USA zu einem Generalstreik aufgerufen, um verschiedene Anliegen der Arbeiterbewegung durchzusetzen. 30 Jahre zuvor hatte es bereits Streiks der Arbeiter in Australien gegeben. 1886 wurde der Streik ausgeweitet. Es kam zu Gewalttätigkeiten mit vielen Toten und Verletzten.

3 Jahre später wurde der 1. Mai zum Kampftag der Arbeiterbewegung erklärt. Im Jahr darauf gab es Massenstreiks und Massendemonstrationen weltweit. In Deutschland wurde der 1 Mai 1933 zum Feiertag. Bis heute wird er genutzt, um für Rechte und Forderungen der Arbeiter zu demonstrieren. Dabei wird dieser Tag nicht selten instrumentalisiert um mit Hass und Gewalt gegen alles zu kämpfen, was man in Politik, Umwelt und Gesellschaft in Schieflage sieht.

Christ und Arbeit – ein wichtiges, brisantes und mitunter heikles Thema. Denn Christen sind immer für Gerechtigkeit, haben gleichzeitig aber auch einen anderen Blickwinkel, aus dem sie Arbeit betrachten. Natürlich arbeiten wir Christen für unser täglich Brot. Natürlich arbeiten die meisten Christen als Arbeiter oder Angestellte für ihren Arbeitgeber. Aber bei Jesusjüngern kommt eine weitere Komponente hinzu, die in allen Fragen unsere Einstellung prägt. Eine Komponente, die uns unterscheidet von solchen, die sich nicht als Jünger Jesu verstehen.

So weist Paulus in 1 Korinther 10:31 darauf hin, dass alles, was wir tun, wir zur Ehre Gottes tun sollen. Das ist ein starkes Wort, denn auch Christen arbeiten in Systemen, in denen Ungerechtigkeit herrscht. Auch Christen finden sich in Situationen, in denen sie ungerecht behandelt, unterbezahlt oder gemobbt werden. 1 Korinther 10:31 beschränkt den Auftrag, alle unsere Arbeit zur Ehre Gottes zu tun, nicht auf solche, die in gerechten Arbeitsverhältnissen stehen. Christen schweigen nicht zu Ungerechtigkeit, aber sie begegnen Ungerechtigkeit nur mit gerechten Mitteln. Sie begegnen Lieblosigkeit mit Liebe, und sie folgen den Fußstapfen Jesu, der manches Mal zur Ehre Gottes den Mund aufmachte, aber auch oft Unrecht in Geduld ertrug und sich auf Wichtigeres besann.

Manchmal wird dieser Weg schwer. Auch für Jesus bedeutete das (Er-)Tragen von Ungerechtigkeit eine Last. Manchmal möchten wir lieber ausbrechen. Manchmal sehnen wir uns vielleicht sogar danach, einen „geistlichen“ Dienst zu tun, „vollzeitig“ für Jesus zu arbeiten, um der Ungerechtigkeit der säkularen Arbeitswelt zu entfliehen. Vielleicht ging dieser Wunsch auch dem Arbeiter durch den Kopf, der auf Martin Luther zukam. „Wie kann ich Gott wirklich dienen?“ war seine Frage an den Reformator. „Was ist Deine Arbeit?“ wurde er von Luther gefragt. „Ich bin ein Schuhmacher,“ kam die Antwort. Er war völlig überrascht, als Luther ihm eine unerwartete Antwort gab:  "Wenn Du Gott wirklich dienen willst, dann mach gute Schuhe und verkaufe sie zu einem gerechten Preis!“
 
Luther forderte den Mann nicht auf, „christliche Schuhe oder Schuhe mit Fisch-Symbol“ zu machen. Er forderte ihn nicht auf, seine Arbeit zu kündigen und Mönch zu werden. „Tue, was du tust vor Gott und für Ihn und lebe in Gerechtigkeit!“ 
 
1. Mai – Tag der Arbeiterbewegung. Wenn dieser Tag uns bewegt, als Jünger Jesu in unserem Beruf für Jesus zu arbeiten und Ihm durch Wort und Tat Ehre zu bereiten, dann haben wir mehr erreicht als viele, die der Ungerechtigkeit durch Ungerechtigkeit oder Gewalt begegnen.

Dienstag, 30. April 2024

Ein besonderer Vers aus dem 1. Johannesbrief

Der 1. Johannesbrief ist gespickt mit besonderen Versen, Versen des Zuspruchs, der tiefen Theologie, der Liebe, der Gemeinschaft und vielem mehr. Der erste Vers im ersten Kapitel hat es bereits in sich: Es war von Anfang an, wir haben es gehört und mit unseren eigenen Augen gesehen, wir haben es betrachtet und mit unseren Händen betastet: das Wort des Lebens.

Wie fest und begründet doch unser Glaube ist. Er beruht nicht auf Hörensagen, Fabeln und Schlussfolgerungen, sondern auf den Berichten derer, die dabei waren: Zeitzeugen! Und wie abrupt der Schluss des Briefes in Kapitel 5:21: Kinder, hütet euch vor den Götzen! Amen. Kein normaler Briefschluss mit Grüßen oder Segenswort. Es klingt gerade so, als wolle Johannes noch einmal eine wichtige Warnung wiederholen, die sonst schnell vergessen wird.

Zwischen dem ersten und letzten Vers sind viele andere besondere Verse eingebettet. Ein Kernvers und ein Gedanke, den wir in allen Schriften des Johannes finden ist 1 Johannes 5:12:

Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.

Seltsam, dass viele Christen, selbst Theologen, diese glasklare Aussage ablehnen, ignorieren, versuchen, weg zu erklären oder geflissentlich „überlesen“. Diese Aussage bestätigt den Absolutheitsanspruch Jesu. Mit Jesus: gerettet – ohne Jesus: verloren. Mit Jesus: ewiges Leben – ohne Jesus: kein ewiges Leben. 

Muss ein Mensch unbedingt von Jesus hören und an ihn glauben, um gerettet zu werden? 1 Johannes 5:12 gibt die Antwort! Gibt es weitere Möglichkeiten – außerhalb des Glaubens an Jesus – um gerettet zu werden? 1 Johannes 5:12 gibt die Antwort. Gibt es Schlupflöcher? Kleingedrucktes? Seiteneingänge für solche, die nie von Jesus gehört haben? 1 Johannes 5:12 nennt keine und gibt die Antwort.

Ja, ein ganz besonderer Vers. Kein Einzelvers der Bibel, der im Licht vieler anderslautender Verse umgedeutet werden müsste. Im Gegenteil: Ein Vers, der von ausgesprochen vielen Versen im AT und NT bestätigt wird.

Dank dem Herrn und preis Seinen Namen, wenn Du zu denen gehörst, die „den Sohn“ haben und damit auch das Leben. Lass Dich gleichzeitig ermutigen, den zu verkündigen, der allein ewiges Leben schenken kann. Dazu muss niemand predigen. Das geht auch durch ein einfaches Zeugnis, die Weitergabe eines Traktats oder die Einladung zu einem Gottesdienst.

Montag, 29. April 2024

Ja! – Aber WIE?

Ich habe mich an das gehalten, was in der Schrift steht: »Die Menschen, denen er noch nie verkündet wurde, sollen es sehen, und die, die noch nie von ihm gehört haben, sollen es verstehen.« (Römer 15:21 / NLB)

Immer wieder mal bin ich unterwegs auf Webseiten von Missionsgesellschaften und Werken, die sich zum Ziel gesetzt haben, die noch unerreichten Völker zu erreichen. Eine große … eine monströse … eine übermenschliche Aufgabe. Denn noch immer sind 7280 (42%) der 17.313 Volksgruppen unserer Erde vom Evangelium unerreicht. Als „unerreicht" gelten Völker, in denen es an genügend wiedergeborene Christen und Ressourcen mangel, um das eigene Volk zu erreichen.

Um das zu ändern, braucht es Zigtausende von Jesusjüngern, die bereit sind, Jesu Auftrag zu hören, sich aufzumachen und zu gehen. Zusätzlich braucht es noch mehr Menschen, die bereit sind, diejenigen finanziell zu unterstützen, die bereit sind zu gehen. Am meisten aber und vorzugsweise werden solche benötigt, die bereit sind, treu und regelmäßig zu beten. Gottgewollt – aber nicht unrealistisch – wäre es, wenn alle drei Bereiche vereint in Zigtausend Menschen zu finden wären. Eine übermenschliche Aufgabe, die nur in der Kraft des Heiligen Geistes getan werden kann. Und weil es der erklärte Auftrag Jesu ist, kommen wir nicht umhin, uns dem Auftrag zu stellen, uns hineinzuknien und ihn zu erfüllen. Ja! – Aber WIE?

Den Anfang machen wir am Besten im Gebet. Gebet ist nie falsch! Beten kann jeder, und Gott hat versprochen, Gebet zu erhören. In einer Veröffentlichung fand ich unter der Überschrift „Gebet verändert Situationen“ folgende hilfreiche 12 Antworten auf die Frage: „Warum für die unerreichten Völker beten?“ (Global Prayer Digest)

  1. Gebet bringt uns in die Gegenwart Gottes. Es verändert uns und andere.
  2. Gebet offenbart uns die Pläne Gottes, deshalb können wir mit Ihm zusammenarbeiten.
  3. Durch Gebet kommt die Gegenwart Gottes und Er beginnt zu handeln.
  4. Im Gebet sind wir dem Auftrag Jesu, für Arbeiter in die Ernte zu beten, gehorsam.
  5. Gebet räumt Hindernisse gegen das Evangelium aus dem Weg.
  6. Gebet bereitet die Herzen der Menschen vor, dass sie die Gute Nachricht aufnehmen können.
  7. Gebet setzt die Mittel frei, die nötig sind, um den Auftrag zu erfüllen.
  8. Durch Gebet werden die Arbeiter und ihr Dienst beschützt.
  9. Durch Gebet werden Menschen mit der geistlichen Autorität ausgestattet, den Auftrag zu vollenden.
  10. Durch Gebet wird die Kraft Gottes freigesetzt, um Menschen und Situationen zu verändern.
  11. Gebet IST der Kampf!
  12. Durch Gebet halten wir die Stellung, behalten den Sieg und bauen das Reich Gottes.

Selbstverständlich treffen diese Aussagen über Gebet nicht nur zu auf das Gebet für unerreichte Völker. Allerdings ist das Gebet für diese 3.400.000.000 (3,4 Mrd) Menschen, die  noch von Jesus hören müssen, sehr vernachlässigt.

Lass Dich heute ermutigen, regelmäßig und konkret für den großen Auftrag zu beten, den Jesus uns hinterlassen hat: Alle Schöpfung, alle Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Was wollen wir Ihm antworten, wenn Er uns einmal fragen wird: Was hast Du getan, damit die Unerreichten erreicht werden?

Zwei hilfreiche Gebet-Apps können HIER und HIER heruntergeladen werden. Letztere findest Du auch im Seitenfenster in diesem Blog. Sie wird täglich aktualisiert.

Sonntag, 28. April 2024

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mt Sonntagszitat am Schluss!

1 Chronik 16:16-28

16 Schon mit Abraham schloss er diesen Bund; er schwor auch Isaak, sich daran zu halten.
17 Gegenüber Jakob bestätigte er ihn als gültige Ordnung, ja, als ewiges Bündnis für das Volk Israel.
18-19 Als ihr noch eine kleine Schar wart, nur wenige, dazu noch fremd im Land, sprach er: ›Euch gebe ich das Land Kanaan, ihr sollt es für immer besitzen.‹
20 Als Israel von Volk zu Volk wanderte, von einem Ort zum anderen zog,
21 da erlaubte er keinem, sie zu unterdrücken. Die Könige der fremden Völker warnte er:
22 ›Rührt mein Volk nicht an, denn ich habe es erwählt! Sie sind meine Propheten – darum tut ihnen nichts Böses!‹
23 Singt dem HERRN, alle Bewohner der Erde! Verkündet jeden Tag: ›Gott ist ein Gott, der rettet!‹
24 Erzählt den Völkern von seiner Hoheit! Macht allen Menschen seine Wunder bekannt!
25 Denn groß ist der HERR! Jeder soll ihn rühmen! Von allen Göttern soll man ihn allein fürchten.
26 Die Götter der Völker sind machtlose Figuren, der HERR aber hat den Himmel geschaffen!
27 Majestät und Pracht gehen von ihm aus, seine Stärke und Freude erfüllen den Ort, wo er wohnt.
28 Gebt dem HERRN, was ihm gebührt; ihr Völker, erkennt seine Ehre und Macht!

Herzliche Einladung:
Anbetung - Gottes Wort
- Gebet
Abendmahl - Gemeinschaft
Mittagessen

  Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

"Erst wenn wir die Auswirkungen der Sünde verstehen, 
wird Christi Werk am Kreuz zu einer spektakulär guten Botschaft."
(Donald A. Carson)