„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Mittwoch, 6. September 2023

Bis hierher und nicht weiter?

Christliche Lebensbilder oder auch Romane, die im Mittelalter und der Zeit der Reformation spielen, faszinieren mich immer wieder. Es ist gewaltig, wie Männer und Frauen die Wirren der Kriege, der Entbehrungen, Krankheiten und des Aberglaubens erlebten, durchlebten im Glauben an Jesus überlebten. Kürzlich beschäftigte ich mich mit Ämilie Juliane Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt. Den meisten wird der Name dieser Frau nicht bekannt sein.

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Im Jahr 1637, mitten in einem der schrecklichsten und brutalsten Kriege, wurde Ämilie als Gräfin zu Barby und Mühlingen in Rudolstadt geboren. Ihre Eltern mussten flüchten und die Familie kam bei Verwandten unter. Ämilie war 4 Jahre alt, als ihr Vater starb. Ein Jahr später starb ihre Mutter. Die Verwandten adoptierten sie, aber auch ihr Pflegevater verstarb früh, ebenso einige ihrer Geschwister und Pflegegeschwister. Ämilie heiratete den Reichsgrafen Albert Anton von Schwarzburg-Rudolstadt, bekam zwei Kinder mit ihm, von denen eins nur 3 Tage nach der Geburt starb. Getröstet wurde sie durch ihren Glauben an Jesus als ihren Erlöser. Ämilie erkannte ihr Talent zur Poesie und schrieb an die 600 geistlichen Lieder, die teilweise während ihrer regelmäßigen Gebetszeiten entstanden. Darin ist immer wieder der Tod ihr Thema, das Ende und die herrliche Güte Gottes.

Ämilie lebte ihren Glauben an Jesus. Vielleicht motiviert durch das viele Leid, das sie selbst erlebt hatte, gründete sie Stiftungen, die Witwen, Waisen und Notleidenden zugutekamen.

Massive Not und großes Leid haben nicht nur Menschen erfahren, die zur Zeit Ämilies lebten. Zu allen Zeiten haben Menschen körperliches und seelisches Leid in einem Maße erfahren, das über das Normalmaß hinausgeht. Auch Christen – vielleicht besonders Christen – haben durch die Jahrtausende hindurch gelitten; nicht zurletzt um ihres Glaubens willen. Tatsächlich haben manche aufgegeben, sich den dunklen Wolken und ihren Zweifeln hingegeben, sich treiben – und damit von Gott wegtreiben lassen. „Bis hierher und nicht weiter“ haben sie beschlossen und den Kampf zu früh abgebrochen.

Viel mehr Christen aber haben festgehalten an Jesus. Sie sind Ihm treu geblieben in Verfolgung, Einsamkeit, Depressionen, Krankheit, Entbehrungen und Gefahren. Und sie haben erfahren, dass sie nicht und niemals von Jesus, ihrem Herrn und Retter, verlassen sind. In ihrer Not haben sie Psalm 42:9 erfahren, wo es heißt:

Am Tag wird der Herr seine Gnade entbieten, und in der Nacht wird sein Lied bei mir sein, ein Gebet zu dem Gott meines Lebens.  

Auch Ämilie Juliane Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt machte diese Erfahrung in vielen Nöten ihres Lebens. Zu einer Zeit schrieb sie voll Dankbarkeit eins ihrer bekanntesten Lieder:

Bis hierher hat mich Gott gebracht durch seine große Güte,
bis hierher hat er Tag und Nacht bewahrt Herz und Gemüte,
bis hierher hat er mich geleit', bis hierher hat er mich erfreut,
bis hierher mir geholfen.

Hab Lob und Ehr, hab Preis und Dank für die bisher'ge Treue,
die du, o Gott, mir lebenslang bewiesen täglich neue.
In mein Gedächtnis schreib ich an: Der Herr hat Großes mir getan,
bis hierher mir geholfen.

Hilf fernerhin, mein treuster Hort, hilf mir zu allen Stunden.
Hilf mir an all und jedem Ort, hilf mir durch Jesu Wunden.
Damit sag ich bis in den Tod: Durch Christi Blut hilft mir mein Gott;
er hilft, wie er geholfen.

Gottesdienste sollen dazu dienen, dass unser aller Glaube an Jesus diese Dimension erhält: Ihn zu ehren und zu loben, in Freude und im Leid. Wir wollen im Glauben dahin gelangen, dass auch wir bekennen können: „Bis hierher – und immer weiter!“

Bis hierher hat mich Gott gebracht durch seine große Güte …
Durch Christi Blut hilft mir mein Gott;
er hilft, wie er geholfen.

Wir laden ein zu unserem Zeugnisabend heute um 19:30 Uhr:

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen 
Herzlich Willkommen!

Dienstag, 5. September 2023

Ein besonderer Vers aus dem Buch des Propheten Jona

 
Jona -  den kennen wir alle. Schon aus der Sonntagschule. Selbst solche, die nie in einer Sonntagschule oder Mitglied einer Kirche waren, haben meist schon von Jona gehört. Man macht sich ja gerne über biblische Aussagen lustig, die man nicht glauben will oder die „wissenschaftlich“ angeblich nicht haltbar sind. So auch über Jona, der doch von einem Wal verschluckt wurde, oder? – Nun, die Bibel behauptet nirgends, dass es ein Wal war … und die Geschichte zeigt auf, dass auch andere Menschen von großen Fischen verschluckt – und doch später gerettet wurden. Sei’s drum – wer nicht glauben will, glaubt einfach nicht.

Besondere Verse im Buch Jona gibt’s genug. Als besonderer Vers soll uns heute Jona 4:11 dienen, in dem es um das umfassende Mitleid Gottes geht:

Und ich sollte kein Mitleid haben mit der großen Stadt Ninive, in der mehr als 120 000 Menschen sind, die ihre rechte Hand nicht von ihrer linken unterscheiden können, dazu so viel Vieh!

Man nimmt an, dass Ninive eine Millionenstadt war. Viele Ausleger erklären die Zahl 120.000 mit Babys, die rechts und links noch nicht unterscheiden können. Dazu kommen dann ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Gott hat Mitleid! Gott leidet mit! Er leidet darunter, dass Menschen den Weg der Sünde wählen und damit die ewige Finsternis und Qual. Gott leidet darunter, dass Menschen die Gott-geschenkten Werkzeuge der Gottesoffenbarung mit Füßen treten: Unser Gewissen, die Schöpfung und Sein Wort. Die Elberfelder Bibel übersetzt: „Sollte ich nicht betrübt sein …“; Luther übersetzt: „Sollte mich nicht jammern …“

Wie gut und anders Gott doch ist. Jona, Sein Prophet war mürrisch und unzufrieden über Gottes Vergebung für Ninive. Gerade hatte er selbst Rettung aus einer ausweglosen Situation erfahren – aus dem Bauch des Fisches – jetzt ist er zornig auf die Menschen in Ninive und auf Gott, der Erbarmen mit ihnen hat.

Und Gott sah ihre Taten, dass sie umkehrten von ihren bösen Wegen, und ihn reute das Übel, das er ihnen angedroht hatte, und er tat es nicht. Das aber missfiel Jona sehr, und er wurde zornig. Jona 3:10-4:1

So beschämend es ist, dass wir Menschen zornig sind über Gottes Erbarmen, – und besonders wir Menschen, die Sein Erbarmen erfahren haben – so bewegend ist Seine Bereitschaft zu vergeben und Leben zu verschenken – selbst dem schlimmsten Sünder!

Ob manche der ersten Christen wohl gehofft hatten, dass Saulus von Tarsus tot vom Pferd fallen würde?

Ob manche Christen in Rom wohl gehofft hatten, Nero würde vom Blitz getroffen?

Ob manche Christen weltweit, die für ihre Geschwister in Nordkorea* beten, wohl beten, dass Kim jung Un* einem Anschlag zum Opfer fällt? (Durchaus ersetzbar durch zahllose andere Staaten und Oberhäupter, die Christen blutig verfolgen)

Unser Herr will nicht den Tod des Sünders, sondern, dass er lebt, ewig lebt. Es jammert unseren Herrn, Jesus, der Sein Leben für uns gegeben hat, dass Sünder verloren gehen. Er hatte Mitleid mit Ninive und Er hat Mitleid für unsere ungeretteten Verwandten, Freunde und Feinde. Möge der Herr auch uns dieses Jammern, dieses Betrübtsein, dieses Mitleid schenken, das Er mit verlorenen Menschen hat. Möge Er auch in uns den Wunsch festigen, dass alle Menschen gerettet und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen!

Herr, lege Seelen mir aufs Herz und liebe sie durch mich!
Und mög ich flehen himmelwärts; gewinnen sie für Dich!

Montag, 4. September 2023

Gestern

So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. (Matthäus 28:19)

Da war diese Pastorenfrau, die aus dem Fenster schaute und ihren 5jährigen Jonny, mit 3 kleinen Kätzchen … Kirche spielen sah. Jonny hatte alle 3 Kätzchen in eine Reihe gesetzt – wie in der Kirchenbank seines Papas, und jetzt stand er da und predigte sie an.

Die Mutter lächelte und drehte sich wieder um, um weiterzuarbeiten. Aber dann begann ein gewaltiges und lautes Miauen und Kratzen an der Tür. Sie lief zum Fenster und sah gerade noch, wie Jonny das letzte kleine Kätzchen in einem 10 ltr Wassereimer taufte.

Die Mutter reißt das Fenster auf ruft: „Jonny, hör auf damit! Du wirst die Kätzchen ertränken!“ Und Jonny schaut sie an und sagt mit dem Brustton der Überzeugung: „Darüber hätten sie nachdenken sollen, bevor sie Mitglieder meiner Kirche wurden.“

Es war ein ganz besonderer Sonntag, den wir gestern in der CCFG feiern durften! 8 Täuflinge bezeugten vor allen Anwesenden, dass sie ihr Leben Jesus anvertraut hatten und jetzt Ihm nachfolgen wollen. Einige der Täuflinge waren schon länger mit Jesus unterwegs, verstanden oder trauten sich aber erst jetzt zu diesem Schritt der Nachfolge. Andere waren noch nicht so lange dabei, brachten aber den gleichen Wunsch zum Ausdruck.

Ein besonderer Segen ist es sicher immer, wenn Jung und Alt zur selben Erkenntnis kommen und - egal was andere denken oder sagen - den Schritt tun, den sie als richtig erkannt haben. Die meisten waren ziemlich aufgeregt, was sie aber nicht abgehalten hat, den nächsten Schritt nach ihrer Bekehrung zu tun, Jesus gehorsam zu sein und sich taufen zu lassen. 

Umrahmt wurde das Ganze vom "Sing for Jesus" Teens Chor, die einige Lieder vortrugen, andere mit der Gemeinde sangen. Ein gesegneter Tag!

"Er zog seine Straße fröhlich!" - so wird in Apostelgeschichte 8 über den Kämmerer aus Äthiopien berichtet, nachdem er getauft und aus dem Wasser herausgestiegen war. Er hatte Jesus kennengelernt, hatte dies durch die Taufe vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt bezeugt und Gottes Freude erfüllte jetzt sein Herz.

Die gleiche Erfahrung machten die 8 Täuflinge gestern bei unserem Fest.

Nein, die Taufe ist gemäß Gottes Wort kein Mittel zum Heil und auch nicht notwendig zum Heil. Aber gemäß dem Wort Gottes ist sie ein Schritt, der der Entscheidung für Jesus folgen soll. Jesus sagt (in dieser Reihenfolge): 1. Geht hin!  2. Macht zu Jüngern! 3. Tauft!  - Das haben wir gestern getan und die Freude erfahren, die dem Gehorsam gegenüber Gottes Wort folgt.

Das bezieht sich natürlich nicht ausschließlich auf die Taufe. Jeder Schritt des Gehorsams im Leben eines Jüngers Jesu ist gesegnet und bringt am Ende die Frucht der Freude. Diese Erfahrung wünsche ich uns allen!

Abschluss des Tages!

Sonntag, 3. September 2023

Herzliche Einladung zum Taufgottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

 

Predigtthema:
Die Taufe
 
Römer 6:1 Was wollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Maß der Gnade voll werde?
2 Das sei ferne! Wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben?
3 Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind?
4 Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.
5 Denn wenn wir mit ihm einsgemacht und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein;
6 wir wissen ja dieses, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, sodass wir der Sünde nicht mehr dienen;
7 denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde freigesprochen.

 
„Johannes“, sagte der Pastor, „angenommen, ich nehme ein Tintenglas, verschließe es fest, binde eine Schnur drumrum und tauche es ummer wieder in einen 10-Liter Eimer mit Wasser. Wie lange wird es dauern, das Innere des Tintenglases zu reinigen? “ Der junge Mann verstand augenblicklich und antwortete: „Pastor, so wirst du es niemals sauber bekommen.“ "Richtig," erklärte der Pastor und erklärte, dass die innere Reinigung durch Jesu Blut der äußeren Taufe durch Wasser vorangehen muss. 

Und was passiert dann bei der Taufe? Passiert überhaupt etwas? 
Eine Mutter erzählt:
Kürzlich wurde mein 10jähriger Sohn im nahegelegenen See getauft. Mir liefen die Tränen übers Gesicht als ich sah, wie er aus dem Wasser kam. Aufgeregt und voll Freude fragte ich ihn: "Und? Fühlst Du Dich jetzt anders?" „Ja, Mama, definitiv“, antwortete er. „Ich hab die Nase voll mit Wasser!“

Das ist nicht die einzige Folge der Taufe. 😀 Komm und feier einen frohen Taufgottesdienst gemeinsam mit uns!

Lobpreis - Gottes Wort 
Gebet - Zeugnisse - Taufe
  Mittagessen - Gemeinschaft
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen 
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

"Die Wassertaufe ist keine Option, 
keine kirchliche Zeremonie, 
nachdem man das Heil gefunden hat. 
Ganz im Gegenteil: 
Sie ist ein äußerlicher Gehorsamsschritt, 
der dem Werk des Glaubens in unserem Herzen Ausdruck verleiht"
(Derek Prince)