„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 9. Mai 2023

Ein besonderer Vers aus Nehemia

„Darum sprach er zu ihnen: Geht hin, esst Fettes
und trinkt Süßes und sendet Teile davon auch denen,
die nichts für sich zubereitet haben;
denn dieser Tag ist unserem Herrn heilig;
darum seid nicht bekümmert,
denn die Freude am Herrn ist eure Stärke!“
(Esra 8:10)

Vermutlich hat der eine oder andere erwartet, dass es heute um diesen Vers geht, den wohl bekanntesten Vers im Buch Nehemia. Zugegeben, ich hab’s erwogen. So viel steckt in diesen wenigen Worten. Aber weil der Vers so bekannt ist, habe ich doch einen anderen gewählt, der in Kapitel 9:8 zu finden ist:

 „Du hast dein Wort gehalten, denn du bist gerecht.“

 In diesem Vers wird die Zuverlässigkeit Gottes bezeugt und auch die Begründung dafür:

Gott ist zuverlässig, denn Er hat Sein Wort gehalten. Bereits Mose bezeugte (4 Mose 23:19):

Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge, noch ein Menschenkind, dass ihn etwas gereuen würde. Was er gesagt hat, sollte er es nicht tun? Was er geredet hat, sollte er es nicht ausführen?

Unter uns Menschen ist die Lüge (leider!) an der Tagesordnung! Gott hat nicht ein einziges Mal gelogen oder Sein Wort nicht gehalten. Auf Seine Aussagen ist immer Verlass. Lüge und Wortbruch sind Zeichen der Ungerechtigkeit, die der Vergebung durch Gott bedürfen. Weil Er aber gerecht ist, hat Er Sein Wort stets gehalten und zur Erfüllung gebracht. Auch darum ist es immer eine große Hilfe, unsere Gebete auf aussagen aus dem zuverlässigen Wort Gottes zu gründen.

Gottes Gerechtigkeit lässt gar nichts anderes zu als mit 100prozentiger Zuverlässigkeit Sein Wort zu halten. Diese Tatsache hat sich nicht nach der Zeit Nehemias geändert, denn Gott ändert sich nie! Jeder Nachfolger Jesu darf sich das zu Herzen nehmen, es als Verheißung festhalten und darin ruhen: „Gott hält Sein Wort, denn Er ist und bleibt gerecht.“

Das betrifft die vielen herrlichen Verheißungen, die Er uns in Seinem Wort gegeben hat.

Das betrifft alle Offenbarungen und Versprechungen über die Herrlichkeit des Himmels.

Das betrifft alle Beschreibungen, die Er uns gegeben hat über Seinen Hirtendienst an uns.

Unser Herr und Hirte ist absolut zuverlässig und Sein Wort ist ein verlässliches Fundament!

„Du hast dein Wort gehalten, denn du bist gerecht.“

Montag, 8. Mai 2023

Gott arbeitet nicht mit Schablonen

In vielen Bibelbüchern gibt es seltsam erscheinende Verse. Ein solcher Vers fiel mir heute in meiner Stillen Zeit auf als ich in 1 Chronik 9 unterwegs war. Es geht um Priester und Leviten, die im Tempel des Herrn ihren Dienst taten. IM TEMPEL DES HERRN! Obwohl es die „Wohnstätte Gottes“ war, obwohl es als „heiliger Ort“ galt und obwohl es der Ort war, an dem Gott Tag für Tag angebetet wurde und an dem Er zu finden war, heißt es trotzdem in 1 Chronik 9:26+27:

Denn die vier Vorsteher der Türhüter hatten eine Vertrauensstellung; sie waren Leviten; sie waren auch über die Kammern und über die Schätze des Hauses Gottes gesetzt. 27 Und sie übernachteten in der Umgebung des Hauses Gottes; denn ihnen war die Wache aufgetragen, und sie hatten jeden Morgen aufzuschließen.

Natürlich weiß jeder Bibelleser, dass es im Tempel Gottes Schätze gab. Unermesslich wertvolle Schätze. Erstaunlich aber erscheint, dass die weggeschlossen werden mussten und dass es Wachmänner brauchte, um sie zu schützen. Konnte oder wollte Gott Seine heilige Wohnstätte nicht selbst beschützen? Warum tat Er es zu anderen Zeiten? Warum war es Ihm so wichtig, dass nichts Unreines in Seinen Tempel kam?

Warum fiel der Götze der Philister ohne Menschenhand vor der Bundeslade auf sein Angesicht (1. Samuel 5) aber in Jerusalem sollten Menschenhände den Tempel bewachen?

Warum beschützte Gott Seine irdische „Wohnstätte“ in vielen Kriegen, aber gegen die Babylonier gab Er sie auf?

Warum lässt Er den Tempel einerseits durch Leviten bewachen, andererseits aber reagiert Er nicht oder kaum, wenn (selbst gottesfürchtige) Könige das Gold des Tempels als Friedenstribut an fremde Könige zahlen?

Und die Antwort ist … dass es keine „Ein-Satz-Antwort“ gibt. Natürlich spielt hier die gewaltige Gnade Gottes mit hinein! Und Seine Treue! Und natürlich Seine Liebe zu Seinem Volk und die Hingabe Davids an seinen Herrn.

Aber es wird in Gottes Wort auch immer wieder deutlich, dass Gott keine Schablonen benutzt. Nicht in den Bekehrungsgeschichten der Menschen, nicht in Seinem Umgang mit Israel oder den Nationen, nicht in Seiner Art und Weise wie Er handelt, sich offenbart oder Gebete erhört.

Das dürfen wir nicht missverstehen. IMMER handelt Er in Liebe und Gerechtigkeit. Aber nicht immer in einer vorhersehbaren Art und Weise. Er hatte sich in Jerusalem einen Wohnort erwählt – aber Er hatte Priestern und Leviten Verantwortung übertragen. Hier auf der Erde wird Gott keine himmlischen Zustände schaffen. Dankbarerweise offenbart Er uns manchmal ein erträgliches Stück Himmel oder lässt himmlisches Glück und himmlische Macht erfahrbar werden; aber nie als Dauerzustand oder als vorhersehbares Geschehen.

Manchmal lässt Er die heilige Bundeslade in die Hände der Feinde fallen (was wir dann kaum begreifen können!), nur um dann dem Feind zu zeigen, wer der Mächtigere ist.

Natürlich hätte Gott einen unsichtbaren Schutzschild um den Tempel vorbereiten können. Aber Gott handelt nicht immer gleich. Er benutzt keine Schablonen. Es gefällt Ihm, Wächter einzusetzen, Menschen, wie Dich und mich, um ihnen Verantwortung zu übertragen und sie auf diese Weise mit hineinzunehmen in Sein Werk.

So handelt Gott bis heute! Natürlich wirkt Er bis heute auch durch Wunder! Natürlich erhört Er Gebete und öffnet verschlossene Türen, die kein Mensch öffnen kann.

Aber Er benutzt keine toten Schablonen, sondern auch lebendige Menschen, Seine Kinder, um Sein Reich zu bauen und Sein Werk zu tun. Bist Du heute dabei?

Sonntag, 7. Mai 2023

Herzlich Willkommen zum Jubiläumstag!

An diesem Maiwochenende 2023 feiern wir ein Fest zur Ehre Jesu! Vor 20 Jahren wurde die Calvary Chapel Freier Grund gegründet. Das bedeutet:

20 Jahre Treue Gottes!

 20 Jahre Liebe Gottes!
 20 Jahre Fürsorge Gottes!
 20 Jahre Schutz Gottes!
 20 Jahre Reden Gottes!
 20 Jahre Geduld Gottes!
 20 Jahre Hilfe Gottes!
 20 Jahre Güte Gottes!
 20 Jahre Wirken Gottes!
 20 Jahre zur Ehre Gottes!
 20 Jahre in Gottes Schule!
 ... und so viel mehr!

Gestern haben wir Jesus angebetet durch einen Konzert- & Lobpreisabend und Ihm gedankt für 20 Jahre Seiner Gegenwart in unserer Gemeinde, deren Hirte Er ist! Heute feiern wir einen Festgottesdienst.

Um 10:30 Uhr beginnt der Gottesdienst. Nach dem Mittagessen besteht die Möglichkeit, die Gemeinderäumlichkeiten zu besichtigen, und / oder an verschiedenen Aktivitäten für Jung und Alt teilzunehmen. Kaffee, Tee, Kuchen und Waffeln gibts nachmittags. Den ganzen Tag stehen Mitarbeiter für Fragen oder Gespräche zur Verfügung.

Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht,
was er dir Gutes getan hat!
(Psalm 103:2)


Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

HRRZLICH WILLKOMMEN!

Samstag, 6. Mai 2023

Herzlich Willkommen!

Lieblingsort

2015 belegte das Lied „Lieblingsmensch“ der Sängerin Namika für eine Weile Platz 1 der deutschen Singlecharts. Immer wieder konnte man es im Radio hören – und natürlich auf YouTube.

Vor 3 Tagen – wie immer am ersten Mittwoch des Monats – hatten wir unseren Zeugnisabend in der Gemeinde. Einige Teilnehmer erzählen von ihren Erlebnissen mit Jesus im Alltag. Eingeleitet wird der Abend durch eine Andacht aus Gottes Wort. Mein Freund, Uwe, fragte an diesem Abend nach unserem „Lieblingsort“. Ja – was ist eigentlich Dein „Lieblingsort“? Hast Du einen? Ich habe zwei. Dann wies uns Uwe auf eine Person in der Bibel hin, die scheinbar auch einen Lieblingsort hatte – einen recht seltsamen, beweglichen Lieblingsort.

Von Martha heißt es in Lukas 10:41:
„Diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß; die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seinem Wort zu.“

Maria und Martha hatten einen Bruder namens Lazarus. Als dieser starb (und bevor Jesus ihn aus den Toten zurückholte) lesen wir über Maria in Johannes 11:32:
Als aber Maria dorthin kam, wo Jesus war, und ihn sah, fiel sie zu seinen Füßen nieder und sprach zu ihm: Herr, wenn du hier gewesen wärst, mein Bruder wäre nicht gestorben!

Und noch einmal lesen wir von Maria an ihrem Lieblingsort: Johannes 12:3:
Da nahm Maria ein Pfund echten, köstlichen Nardensalböls, salbte Jesus die Füße und trocknete seine Füße mit ihren Haaren; das Haus aber wurde erfüllt vom Geruch des Salböls.

Es ist offensichtlich – so zeigte Uwe auf – dass Marias Lieblingsort zu Jesu Füßen war. Das ist eine gewaltige Position der Demut, der Hingabe und der Dienerschaft. Aber gerade hier scheint sich Maria am Wohlsten zu fühlen. Zum einen waren die Lehren Jesu so kostbar für sie, dass sie sich zu Seinen Füßen hinsetzte und Ihm zuhörte. Seine Worte waren Balsam für ihre Seele. Zum anderen findet sie zu Jesu Füßen die Kraft, das scheinbar Unvermeidliche anzunehmen. Sie verlor sich nicht in tiefster Trauer um ihren verstorbenen Bruder, sondern kam mit ihrer Trauer und ihrem Nicht-Verstehen-Können zu Jesus und legte ihre Fragen und Tränen zu Seinen Füßen. Vielleicht war das Gastmahl in Johannes 12 ein Ausdruck des Dankes für die Auferweckung ihres Bruders. Im gleichen Atemzug neigte sich Maria noch einmal zu Jesu Füßen und salbte sie mit kostbarstem Öl, dessen Geruch sich überall im Haus verbreitete.

Ob Maria auch zu denen zählte, die in Johannes 19:25 erwähnt werden?
Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalena.

Uwe wies darauf hin, dass diese Frauen auch zu Jesu Füßen waren. Jesus hing zu unserem Heil erhöht am Kreuz – die Frauen standen zu Seinen Füßen.

Marias Lieblingsort war: zu Jesu Füßen; demütig in Seiner Nähe. Wer je da gewesen ist, kann Maria verstehen, dann das wurde der Ort, in dem sie Ihm immer und immer wieder begegnete.

Morgen – zu unserer Jubiläumsfeier (20 Jahre) wollen auch wir Jesus begegnen! Wir laden herzlich ein:

Samstag: 19:30 Uhr: Konzert & Anbetungsabend mit „Life of Worship“
Sonntag: 10:30 Uhr: Festgottesdienst (danach Mittagessen / Tag der offenen Tür)

Herzlich Willkommen!

Freitag, 5. Mai 2023

Hingabe

In seinem Buch I Surrender (Hingabe) schreibt Patrick Morley über die Diskrepanz in der Gemeinde zwischen Anspruch und Realität. 

 Er glaubt, dass das Problem in der falschen Vorstellung liegt, „dass wir Christus zu unserem Leben hinzufügen, aber Sünde nicht loslassen. Es ist eine Glaubensänderung ohne eine Verhaltensänderung.“ Er schreibt weiter: „Es ist Erweckung ohne Reformation, ohne Buße.“

Kann es sein, dass er Recht hat? Kann es sein, dass wir uns wie Gottes Volk im Alten Testament verhalten? Sie hatten in Babylon Wurzeln geschlagen und Unternehmen gegründet.

Sie mussten ihre Herden und Getreidefelder in Israel verlassen, fühlten sich aber jetzt in ihren Häusern und Gärten in Babylon zu Hause. Viele waren nicht mehr daran interessiert, zu den Verwüstungen und Ruinen Jerusalems zurückzukehren.

Der Apostel Johannes fordert uns auf (1 Johannes 2:6):

Wer behauptet, dass er zu Gott gehört,
soll leben, wie Christus es vorgelebt hat.

Das muss unser Anspruch sein, unser Bestreben und unser Gebet. Wir dürfen es uns selbst nicht erlauben, und wir dürfen auch in der Gemeinde Jesu nicht gleichgültig werden gegenüber der Sünde und der Welt. Erweckung ohne Buße ist ein Paradox.

Andererseits dürfen wir die herrliche Versprechung Gottes annehmen und erfahren:

Die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist. (aus 2 Chronik 16:9)